Experten prüften Körpermerkmale

Warum das sicher kein Wolfshund ist

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Links ein Bild von einem Saarlooswolfhund, rechts der "Wolf von Lengdorf".
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Lengdorf - Einige User zweifeln noch immer: Wie kann man anhand der recht unscharfen Bilder sicher sein, dass das Tier auf den Fotos wirklich ein Wolf ist.

Die Meldung erreichte uns am Mittwochabend: Nach einer Begutachtung der Schnappschüsse vom Sonntag, die eine Frau mit ihrem Smartphone in Lengdorf bei Dorfen machte, waren sich die Experten einig, dass es sich dabei um einen Wolf handelt.

Doch nur ein Wolfshund?

Einige User aber zweifeln daran. So schrieb uns unsere Leserin Anita K. über Facebook, dass es sich auch um einen freilaufenden Sarloos-Wolfshund ohne Halsband handeln könnte.

Und tatsächlich: Diese Rasse weist zumindest auf den ersten Blick starke Ähnlichkeiten mit einem Wolf auf. Bei einer Umfrage auf unseren Portalen sahen außerdem rund zehn Prozent der User in den Bildern eher einen Hund als einen Wolf.

Wie also kamen die vom Landesamt für Umwelt beauftragten Experten zu dem sicheren Urteil?

Körpermerkmale sprechen klar für Wolf

Beauftragt wurde vom Landesamt das Büro Lupus/Institut für Wolfmonitoring und-forschung in Deutschland in Spreetal. Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte die stellvertretende Amtssprecherin Rebecca Meinel, dass für eine Bewertung der Experten "die notwendige Kopfform (...) aussagekräftig genug" war, um auf den Bildern einen Wolf zu identifizieren. Sie konnten außerdem weitere wolfstypische Merkmale wie die grau-braune Färbung mit Sattelfleck ausmachen.

Außerdem sei auf den Fotos die helle Zeichnung um die Schnauze zu erkennen, die sich aber nicht über die Augen ziehe. Anders sei es bei nordischen Hunderassen wie Husky oder Malamut, bei denen sich die helle Gesichtsmaske in der Regel bis über die Augen ziehe.

Der dreieckige Kopf mit relativ eng zusammenstehenden Ohren, und ein "insgesamt quadratisch erscheinender Körperbau" seien weitere eindeutige Indizien für die Identifikation gewesen.

Letztlich sei auch die "gerade erscheinende, buschige Rute mit dunklem Schwanzende" den Experten aufgefallen, so Landesamtssprecherin Meinel gegenüber rosenheim24. Bei Schäferhunden sei der Schwanz in der Regel deutlich länger und in Ruhe säbelförmig.

Diese vier Fotos zeigen den Wolf

Experten sicher: Fotos zeigen Wolf in Lengdorf

mg/ro24

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