WhatsApp an Sohn war letztes Lebenszeichen

Landshuter (56) stürzt am Brauneck 200 Meter in den Tod

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Brauneck bei Lenggries (Archivfoto)
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Lenggries - Seit Sonntag galt er alt vermisst. Am Montag wurde der 56-jährige Landshuter dann tot aufgefunden. Eine WhatsApp war sein letztes Lebenszeichen.

Ein tödlicher Bergunfall hat sich am Lenggrieser Brauneck ereignet. Wie die Polizei Bad Tölz mitteilt, starb ein 56-jähriger Mann aus Landshut zwischen Sonntagmittag und Montagmorgen, als er eine Tour in Richtung Achselköpfe unternahm. Rettungskräfte konnten nach intensiver Suche nur noch den Leichnam des Mannes bergen.

In der Nacht von 2. auf 3. Juni hatte ein 35-jähriger Mann aus Landshut seinen ebenfalls in Landshut wohnenden 56-jährigen Vater bei der zuständigen Polizeidienststelle in Landshut als vermisst gemeldet. Nach Angaben des Sohnes war der Vater zu einer Bergtour in die Alpen aufgebrochen. Gegen Sonntagmittag hatte dieser noch per WhatsApp ein Bild von der Brauneckebahn in Lenggries verschickt, seitdem hatte der Sohn nichts mehr von ihm gehört.

Am Montag wurde in den frühen Morgenstunden das Fahrzeug des Vermissten auf dem Parkplatz der Brauneckbahn gefunden. Sofort wurden umfangreiche Suchmaßnahmen mit Bergwacht, Polizei und einem Polizeihubschrauber eingeleitet. Zunächst fanden die Einsatzkräfte dann unterhalb besagter Felswand auf 1450 Metern Höhe den Rucksack des Landshuters. Ein Polizeibergführer, der aus einem Hubschrauber abgelassen wurde, entdeckte dann in unmittelbarer Nähe, in einem Waldstück, den Leichnam des 56-Jährigen.

Nach ersten Ermittlungen war der Landshuter wohl von der Brauneckbahn in Richtung Achselköpfe unterwegs gewesen. Dort war er dann wohl vom Steig abgekommen und in unwegsames Gelände geraten sein. Aus noch bisher unbekannter Ursache verlor er dann offenbar den Halt und stürzte etwa 200 Meter über steiles, schrofiges Gelände ab.

mh/Polizei Bad Tölz

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