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Böllert Ihr dieses Silvester? Schreibt uns Eure Meinung

Nach zwei Jahren Verbot: Endlich wieder Feuerwerk an Silvester – oder freiwilliger Verzicht?

Silvester Feuerwerk
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Dieses Jahr darf an Silvester wieder geböllert werden - Umweltschützer fordern dennoch zum freiwilligen Verzicht auf.

Dieses Silvester darf offiziell wieder geböllert werden, doch Stimmen werden laut, die auch heuer einen Verzicht auf Feuerwerk fordern – freiwillig, der Umwelt zuliebe. Was haltet Ihr von den Appellen?

Nach zwei Jahren Verbot ist es dieses Silvester wieder so weit: Das neue Jahr darf offiziell wieder mit einem Feuerwerk eingeläutet werden. Grund für das Verbot in den vergangenen Jahren war die Corona-Pandemie: Menschenansammlungen sollten vermieden werden, zudem sollten die schon mit Corona-Patienten stark belasteten Krankenhäuser nicht zusätzlich noch mit Menschen geflutet werden, die sich beim Böllern verletzt haben.

Doch die Pandemie wird zunehmend zur Endemie, Maßnahmen fallen, ebenso wie die Infektionszahlen. Ein generelles Feuerwerksverbot ist da nicht mehr zeitgemäß – und wurde dementsprechend auf politischer Ebene auch nicht mehr diskutiert. In Bayerns Großstädten gelten nur teilweise Feuerwerksverbotszonen. So darf in München innerhalb des Mittleren Rings kein Feuerwerkskörper gezündet werden, in Regensburg gibt es ein Böllerverbot in der Altstadt und in Nürnberg gibt es rund um den Hauptmarkt und die Kaiserburg eine böllerfreie Zone.

Mehrheit der Deutschen für ein Feuerwerks-Verbot

Doch es werden Stimmen von Umweltschützern und Kommunen laut, die auch darüber hinaus an Bürger appellieren und einen Feuerwerksverzicht fordern – und zwar nicht aus Infektionsschutzgründen, sondern vor allem zum Schutz der Umwelt. Laut des Umweltbundesamtes werden jährlich in der Silvesternacht knapp 2050 Tonnen Feinstaub freigesetzt – eine enorme Umweltbelastung. Zudem ist das laute Böllern eine Qual für Tiere.

Mit dazu kommt, dass auch heuer die Krankenhäuser stark überlastet sind, zwar nicht mehr wegen Corona, aber wegen den Nachwehen der Pandemie und zahlreicher anderer Infektionskrankheiten, die derzeit über das Land hinweg rollen. Und die Feuerwerk-Skepsis scheint verbreitet zu sein: laut einer repräsentativen Umfrage der Verbraucherzentrale Brannenburg ist eine Mehrheit der Deutschen, nämlich 53 Prozent, für ein Verbot von privatem Feuerwerk an Silvester. Nur 39 Prozent sind strikt dagegen.

Gemeinde Sachrang appelliert an Bürger

Auf diese Mehrheit hofft auch die Gemeinde Sachrang, die sich in einem emotionalen Brief an die Bewohner gewandt hat. Darin wird dazu aufgefordert, auch dieses Jahr keine Feuerwerkskörper zu zünden, um so ebendiese Feinstaubbelastung zu vermeiden, Tiere vor unnötigem Stress durch das laute Knallen zu bewahren und auch ein Zeichen gegen sie „miserablen Arbeitsbedingungen“ zu setzen, die oftmals in den Herstellungsländern der Feuerwerkskörper herrschen.

Ein offizielles Verbot kann die Kommune nicht aussprechen – Tourismuschef Herbert Reiter hofft aber auf den freiwilligen Willen und Zusammenhalt der Bürger. Im Dorfladen Sachrang werden keine Feuerwerkskörper verkauft, „das Einzige, was in der Silvesternacht im Bergsteigerdorf erklingen soll, sind die Kirchenglocken der Pfarrkirche St. Michael“, sagt Reiter.

Silvester 2022: Was sind Eure Pläne?

Wie steht Ihr zu den Appellen und was sind Eure Pläne für Silvester? Freut Ihr Euch darauf, nach zwei Jahren Verzicht endlich wieder bunte Feuerwerkskörper zum Jahreswechsel in den Himmel zu schießen? Gehört für Euch ein Feuerwerk zu Silvester dazu?

Oder seid Ihr auf der Seite der Umweltschützer, werdet auch in diesem Jahr auf Feuerwerk verzichten und würdet Euch womöglich gar ein generelles Verbot wünschen? Schreibt uns Eure Meinung an leserbriefe@ovb24.de (Stichwort Feuerwerk) Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort – und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt Namen und Wohnort anschließend in einem entsprechenden Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

fso

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