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Leserdebatte um Weihnachtsbeleuchtung: Pro oder Contra?

Weniger Stromverbrauch „als Kuchen backen“ und „Auf alles verzichten macht die Menschen krank“

Collage: Ein bunt beleuchtetes Weihnachtshaus/ eine Kerze am Christbaum
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Viele mögen es an Weihnachten bunt und hell, andere setzen - auch aus Gründen des Energiesparens - auf traditionelle Beleuchtung.

Das Thema Weihnachtsbeleuchtung erhitzt weiter die Gemüter. Nachdem die deutsche Umwelthilfe sogar von völligem Verzicht gesprochen hat, haben einige Städte und Kommunen eigene Lösungen gefunden. Für viele unserer Leser ist Energiesparen in der Weihnachtszeit ein wichtiges Thema, andere wollen ihre Gewohnheiten auf keinen Fall ändern.

Sie ist ein sensibles Thema, die Weihnachtsbeleuchtung. Gerade in der schönsten und zugleich auch dunkelsten Zeit des Jahres, gehört sie zum Stadtbild dazu und macht den Besuch auf den Christkindlmärkten erst besonders.

Auch in den eigenen vier Wänden möchten es sich viele zur Weihnachtszeit gemütlich machen und ihr Wohnzimmer, aber auch den Garten mit Lichterketten und winterlichen Motiven zum Leuchten bringen.

In der Region wird der vorweihnachtliche Lichterglanz in Zeiten der Energiekrise ganz unterschiedlich gehandhabt:

Rosenheim hält an üblicher Beleuchtung fest - Bad Aibling will einsparen

Die meisten Städte und Gemeinden haben bereits seit längerem auf energiesparende LED-Lampen umgestellt und sehen dann auch kein Problem, wie gewohnt die Innenstadt und den Christkindlmarkt zu beleuchten - wie zum Beispiel Rosenheim. „Wir werden einen Weihnachtsbaum haben - auch mit Licht“, erklärte Oberbürgermeister Andreas März - es sei denn, der Bund erlässt anderslautende Verordnungen, an die man sich selbstverständlich halten werde.

In Bad Aibling dagegen möchte man in diesem Jahr eine deutliche Reduzierung. So soll der Christbaum am Marienplatz nur vom späten Nachmittag an bis 23 Uhr beleuchtet werden, die Beleuchtungsdauer beim Christbaum am Friedhof soll ebenfalls verringert werden. Zudem soll die Weihnachtsbeleuchtung an den Ortseingängen „ausgedünnt“ werden.

Das sagen unsere Leser

In einigen anderen Städten steht die Entscheidung sogar knapp zwei Monate vor dem Fest noch aus, zu unsicher ist die Lage, zu explosiv auch das Thema. Auch unsere Leser sind sich in punkto Weihnachtsbeleuchtung nicht einig. Während die einen im Sparen etwas ganz normales sehen, fühlen sich andere eingeschränkt und bevormundet:

Brigitte Brenneisen

Weihnachtsbeleuchtung wird wie jedes Jahr stattfinden. Alles LED und außerdem schalte ich dann kein anderes Licht am Abend an. Auf alles verzichten macht die Menschen krank. Etwas einschränken ja, mache statt 5 Lichterbögen nur 3 an. Wir sparen schon immer, sind wir so gewöhnt. Es ist für mich eine besinnliche Zeit, die lasse ich mir nicht nehmen. Diese Weihnachtsbeleuchtung bringt soviel Wärme in die Herzen der Menschen und strahlende Kinderaugen. Muss ja nicht im amerikanischen Stil sein.

C. Schinz

Die Weihnachtsbeleuchtung wird dieses Mal bei uns reduziert, nur ein kleines Bäumchen wird beleuchtet.

Cornelia aus Mühlacker 

Es reicht jetzt langsam. Wer nimmt sich eigentlich das Recht heraus, uns verbieten zu wollen oder nahe zu legen, die Adventszeit, Weihnachten ohne Beleuchtung zu feiern, damit Strom gespart wird? Jede Familie mit Kindern, Rentner, der Mittelstand, diejenigen, die keinerlei finanzielle Unterstützung bekommen und Gas- und Stromrechnung selber zahlen müssen, haben doch schon all die Jahre zuvor danach geschaut, nicht zu viel Strom und Gas zu verbrauchen. Keiner von uns kann sich eine hohe Nachzahlung leisten. Und jetzt muss man sich so einen Sch... von Spartipps mit Waschlappen anhören oder man soll Decken nehmen, statt die Heizung anzumachen.

Nach zwei Weihnachten, bei denen uns auch alles vorgeschrieben wurde wegen Corona, sollen wir auf die Beleuchtung an Weihnachten verzichten, weil alles andere unangebracht wäre? Wem haben wir denn das alles zu verdanken, genau denjenigen, die jetzt meinen, uns sagen zu müssen, was wir zu tun haben. Aber gleichzeitig E-Autos unterstützen. Das ist unglaublich und absolut unverständlich. Wir benutzen LEDs an unserer Weihnachtsbeleuchtung, Batterien an der Fensterbeleuchtung, Kränze. Und ja ... Strom für unseren Weihnachtsbaum, den ich dafür auch nutzen werde. Ich lasse mir meine Weihnachtsbeleuchtung, die man gerade in so einer Zeit braucht, die einem Freude und Hoffnung gibt, nicht verbieten.

Angela Ihrenberger aus Stephanskirchen

Ich habe seit über 30 Jahre meinen Garten von 1. Advent bis Lichtmess beleuchtet und es kommen viele Personen und Familien aus dem ganzen Landkreis, um ihn zu besichtigen. Leider konnte ich letztes Jahr aus gesundheitlichen Gründen meine Deko nicht machen und es waren viele, die schon seit Jahren einen mehrere Kilometer langen Weg zu Fuß oder mit dem Auto auf sich genommen haben, sehr enttäuscht, als sie vor einer finsteren Fläche standen. Auch für mich war das sehr traurig und auch eine Rundfahrt mit meinem Mann zum Beleuchtung schauen, war eher schmerzlich als eine Freude.

Jetzt wo es mir heuer wieder soweit gut geht, würde ich auch wieder gerne meinen Garten beleuchten und gerne wieder strahlende Kinderaugen sehen, denn die Zeit, in der sich Kinder über so etwas freuen, ist einfach zu kurz, als dass es ihnen genommen werden sollte, nur weil jemand der Meinung ist, man muss Strom sparen. Man kann sich auch zu Todes sparen und anderen Leuten das letzte bisschen Freude nehmen.

Das weihnachtlich geschmückte Haus von Leserin Angela Ihrenberger.

Ulrich Ewald

Wie wäre es denn, wenn man auf die ganzen Vereine, die uns alles mögliche vorschlagen oder besser gesagt verbieten wollen, verzichtet? Denn deren Vorschläge sind genauso überflüssig, wie diese Vereine selber. Jeder soll für sich selber entscheiden, was sie/er macht. Denn jedem, der sein Haus mit Weihnachtsdeko schmückt, ist sich darüber im klaren, das es auch etwas Geld kostet, dieses Jahr eben etwas mehr. Wir werden auch dieses Jahr wieder in unserem Garten und auch am Haus weihnachtliche Beleuchtung anbringen. Allerdings verbraucht die über die ganzen fünf Wochen zusammengerechnet weniger Strom, als wenn man ein- oder zweimal einen Kuchen backt.

Eure Meinung ist gefragt: Verzichtet Ihr dieses Jahr auf die Weihnachtsbeleuchtung?

Sollte jeder in der heutigen Zeit der knappen Energie ein Zeichen setzen und darauf verzichten, Haus und Garten mit Lichterketten zu verzieren? Ist es sinnvoll, auf den Weihnachtsmärkten mit Beleuchtung zu sparen? Oder ändert Ihr gar nichts? Schreibt uns Eure Meinung an leserbriefe@ovb24.de

Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort – und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt Namen und Wohnort anschließend in einem entsprechenden Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si

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