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Corona-Impfstoff für Kinder noch im Mai?

Geteilte Leser-Meinungen: „Meine Kinder sind keine Versuchskaninchen“ oder „Ich hätte nichts gegen eine Impfpflicht“

Collage: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn / Ein Kinderarzt hält eine Spritze mit einem Impfstoff. Im Hintergrund wartet ein Kind auf die Impfung
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Jens Spahn hofft, Kindern und Jugendlichen in Deutschland noch im Sommer ein Impfangebot machen zu können.

Es ist und bleibt ein Aufreger-Thema unter unseren Lesern: die Corona-Impfung für Kinder. Gerade in Hinsicht auf das neue Schuljahr befürchten viele eine versteckte Impfpflicht. Andere wiederum können die Aufregung nicht verstehen und fordern diese sogar. Auch die Rosenheimer Kinderärzte haben sich nun dazu geäußert.

Vorweg: In Deutschland ist derzeit noch kein Impfstoff für Kinder zugelassen, doch noch im Mai könnte es soweit sein - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält es daher für möglich, dass bis zum Ende der Sommerferien den 12- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden könnte. Vorstellbar sei dies durch Reihenimpfungen in Schulen oder durch Einladung in die Impfzentren. Durch diese Immunisierung erhofft man sich eine Rückkehr zum normalen Schulbetrieb.

Keine Notfallzulassung des Impfstoffs in Deutschland

Weil Kinder als mögliche Überträger des Virus an dessen Zirkulation beteiligt seien, spielten sie eine Rolle für die Herdenimmunität, erklärt Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko). Es müsse zudem so wenig Virusvermehrung wie möglich geben – denn während dieser könnten potenziell gefährliche Mutanten entstehen.

Dennoch warnt die Stiko vor zu viel Eile: Vor einer generellen Impfempfehlung für Kinder steht laut Mertens eine sehr genaue Prüfung der Daten zu Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit der Impfung bei ihnen. Für sie brauche es unbedingt eine eigene Zulassung, betont Mertens, denn „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“. Auch die Bundesregierung verspricht eine gründliche Prüfung der Corona-Impfung für Kinder. Nach der Notfallzulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer in den USA solle es in Deutschland im Gegensatz dazu eine reguläre Zulassung geben, so Spahn.

Rosenheimer Kinderärzte äußern sich

Auch in der Region steigt das Interesse der Eltern, ihre Kinder gegen SARS-CoV-2 impfen zu lassen, das bestätigten Kinderärzte gegenüber den OVB Heimatzeitungen. Wenn auch noch zurückhaltend, gebe es die ersten Anfragen. Die Diskussion um eine mögliche Corona-Impfung sei immer eine emotionale Debatte, wird der Rosenheimer Kinder- und Jugendarzt Dr. Jost Dieckerhoff in dem Artikel zitiert. Und weiter: „Der Arzt muss über potenzielle Risiken einer Corona-Erkrankung und Risiken einer Impfung aufklären“. Die Entscheidung liege aber immer an den Eltern.

Keine Quarantäne mehr nach dem Sommerurlaub

Da Kindern und Jugendlichen jetzt noch keine Impfung zur Verfügung steht, haben viele Familien um ihren Sommerurlaub gebangt. Das Testen bleibt zwar vielerorts Pflicht, eine lange Quarantäne für Reiserückkehrer schreckte aber dennoch die meisten ab. Seit 13. Mai fallen für vollständig Geimpfte und Genesene Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg - außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten. Menschen, die nicht geimpft sind - und damit eben auch Kinder und Jugendliche - können die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise vermeiden und sich freitesten, vorausgesetzt man kommt aus einem einfachen Risikogebiet. Wie Reiseländer für deutsche Urlauber eingestuft werden, ist auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zu sehen.

Corona-Impfung für Kinder - ja oder nein?

Die Entscheidung, seine Kinder impfen zu lassen, bleibt also eine schwierige. Einerseits wünschen sich viele Eltern und auch Jugendliche und Kinder selbst eine Rückkehr zum Alltag, sowohl in der Schule, als auch in der Freizeit. Andererseits bleibt die Frage, ob man Kinder und Jugendliche gegen ein Virus impfen lassen soll, an dem sie in den meisten Fällen nur leicht erkranken? Die Redaktion von rosenheim24.de hat Euch nach Eurer Meinung gefragt, hier ein Auszug aus Euren Leserbriefen.

Tom Stenzel aus Bayern:

Meine beiden Jungs werden demnächst 18 und müssen dies selbst entscheiden. Müsste ich für meine Kinder diese Entscheidung treffen, wäre ich strikt dagegen. Meine Kinder, wie auch ich selbst, sind keine Versuchskaninchen, die Impfstoffe sind nicht ausreichend getestet und die Durchsetzung der Impfstrategie erfolgt entgegen aller scheinheiligen Beteuerungen unter Zwang. Auf die diesjährige Corona-Immunisierung folgen sicher weitere..

Alexander Purkl, Bad Aibling:

Ich lasse meine beiden Söhne selbstverständlich impfen. So wie ich sie auch gegen alles andere, was einigermaßen Sinn macht, impfen habe lassen. Was soll jetzt an dieser Impfung schlecht oder gefährlich sein? Mittlerweile ist wohl durch die vielen Erwachsenen allein schon bewiesen, wie sicher die Impfstoffe sind. Kinder vertragen Impfungen allgemein besser als Erwachsene. Mein Kleiner ist 11 und mega enttäuscht, dass er erstmal nicht geimpft werden wird. Ich hätte auch nichts gegen eine Impfpflicht einzuwenden, da es sich um einen solidarischen Akt handelt meiner Meinung nach. Leider ist unsere Gesellschaft aber all zu sehr von Egoismus geprägt und nicht von der Sorge um andere, die sich aus verschiedenen Gründen nicht impfen lassen können oder dürfen.  Eine Reihenimpfung in der Schule, wie es sie bei uns früher gegen Pocken und Kinderlähmung gab, halte ich für sehr sinnvoll! 

Eure Meinungen: Mit Impfung wieder in die Schule? „Da hört der Spaß auf“ oder einfach nur „Nein-Geschrei“?

Auch die Facebook-Community unserer Portale hat diskutiert:

Regina Hintermayer, chiemgau24.de 

Bei kleineren Kindern kann man fragen, wie Eltern dazu stehen. Meine Tochter (16) hat sich an die Regeln gehalten und das war sehr oft nicht einfach, glaubts mir, in ihrem Freundeskreis hatten fast alle Corona. Alle Freunde dürfen sich jetzt treffen, so lang sie wollen, da sie ja genesen sind. Sie, als Gesunde, muss um 10 daheim sein und darf nicht mit. Die Folge: Sie möchte sich sofort impfen lassen. Bis jetzt hab ich mein Mundwerk gehalten. Aber was jetzt abgeht, ist echt nicht mehr normal, sorry - zum Kotzen.

Anonym aus Bayern:

Richtig so!!! JEDER soll geimpft werden müssen. Ob Kind oder Erwachsener. Mensch ist Mensch! Stellt euch nicht so an!

An Kühn, rosenheim24.de

Denke wenn es um meine Gesundheit geht, will ich keinen übereilten und nicht erforschten Impfstoff. So etwas hatten wir schon mal mit Medikamenten - Contergan zB. Jedem seine Entscheidung

Melina Klein, chiemgau24.de 

Ich hoffe, die ganze versammelte Impfgegnersekte hier lässt ihre Kinder niemals Süßigkeiten oder Fastfood essen, denn das wäre im Gegensatz zu einer Schutzimpfung tatsächlich schädlich und hat im Gegensatz zu dieser auch absolut keinen Nutzen. Und bitte euren Kindern auch keinesfalls Medikamente geben, wenn sie krank sind oder Schmerzen haben. Die würden zwar helfen, aber können in seltenen Einzelfällen ganz böse Nebenwirkungen haben und es ist ja in Mode, sich darüber zu echauffieren!

Dome Nikus, rosenheim24.de

Ich hoffe, dass die, die immer in die Ferne fahren wollen, nicht nur dieselben sind, die sonst rumjammern, dass die heimische Wirtschaft vor die Hunde geht und sie auch mithelfen könnten, diese wieder in die Spur zu bringen.

Auch interessant: Bald Reihenimpfungen an Schulen? „Das Recht auf Bildung sollte an nichts geknüpft sein“

Wie steht Ihr zum Thema Corona-Impfung für Kinder? Schreibt uns einen Leserbrief

Der Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren soll noch im Mai kommen, Gesundheitsminister Jens Spahn möchte schon im Sommer mit den ersten Impfungen beginnen. Bis dahin müssen sich Kinder und Jugendliche testen, um z.B. in den Urlaub fahren zu können oder ins Restaurant oder ein Geschäft zu gehen. Lästig für die Kleinen und auch aufwendig. Ist die Impfung also die Lösung? Würdet Ihr euer Kind überhaupt impfen lassen, wenn es ein Mittel gäbe?

Schickt uns Euren Brief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Impfung Kinder“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si

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