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Keine Einigkeit unter unseren Lesern

Bargeldlose Zukunft: „Absolut indiskutabel“ oder „führt kein Weg dran vorbei“?

Collage: Halina Böhm / Eine Frau hält Geldscheine und Münzen in der Hand.
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Bargeld abschaffen? Leserin Halina Böhm hat dazu eine klare Meinung.

Bargeld oder digitales Bezahlen? Eine Frage, die nicht zuletzt durch Corona neue Brisanz erfährt. Viele Geschäfte bevorzugen auch bei kleinen Beträgen mittlerweile die Bankkarte, vielerorts wird zudem sogar auf das Bezahlen mit der Smartwatch umgestellt. Unsere Leser sind geteilter Meinung.

„Bargeld ist Freiheit“ ist für einige das Motto, während für andere ganz klar die Vorteile einer nahezu voll digitalisierten Geldpolitik überwiegen. In Bayern scheint die Entwicklung noch weniger rasant zu verlaufen. Ende April teilte Finanzminister Albert Füracker (CSU) mit: „Nicht nur Bares ist Wahres, aber Bargeld muss auch in Zukunft eine zentrale Stütze unseres Zahlungsverkehrs bleiben.“ Doch wie eine kleine Anfrage der AfD an den bayerischen Landtag (Plus-Artikel) zeigt: Die Diskussion muss trotzdem geführt werden. Die Frage, ob wir uns bald komplett vom Bargeld verabschieden müssen, steht im Raum und zahlreiche Leser haben bereits Stellung bezogen.

Streitthema Bargeld: Das Pro und Kontra einer Abschaffung polarisiert

Ob Bargeld nun die große Freiheit der Bürger und ein wichtiger Schutz vor dem sinnbildlichen gläsernen Bürger ist oder ein Schritt in eine übersichtlichere und komfortable Zukunft ist, wird für zahlreiche Deutsche zur heiß diskutierten Grundsatzfrage.

Fest steht: Der Trend hat sich unaufhörlich hin zum digitalen Bezahlen entwickelt. In anderen Ländern, so wird oft argumentiert, läuft der Großteil der Transaktionen bereits nur noch per Zahlungsdienstleister, Smartwatch und Karte. Auch die Tatsache, dass große kriminelle Bargeldtransaktionen nicht mehr möglich werden, ist ein Punkt, der auf der Pro-Seite der Bargeldabschaffung steht. Die OVB24 hat Euch nach Eurer Meinung gefragt, das sind die Antworten.

Bargeld abschaffen - ja oder nein? Das denken unsere Leser

Marco Leipold aus Ramsau bei Berchtesgaden:

Das Thema „digitales Geld“ ist die Zukunft und es wird langfristig kein Weg daran vorbei führen. Große Anschaffungen (Immobilien, Autos, etc.) erfolgen längst elektronisch - der erste Schritt zu einer vollen digitalisierten Zahlungsweise ist bereits geschafft. Der lokale Metzger, Bäcker, usw. wird in den nächsten Jahren durch den Markt und den Wettbewerb weiter dazu gezwungen werden ebenso digitale Zahlungsmöglichkeiten anzubieten, um nicht abgehängt zu werden.

Die Vorteile der Unabhängigkeit von Bankautomaten sowie die schnelle und sichere Übertragung sprechen für weiteres Wachstum. Die Corona-Pandemie hat diesen Wandel zusätzlich aus den bekannten Hygienegründen weiter angeschoben.

Im nächsten Schritt wird ebenso die Blockchain mit verschiedenen Kryptowährungen die Zukunft (mit-)gestalten. Bereits heute ist es möglich sicher und vor allem schnell, fast in Echtzeit Transaktionen abzubilden. Durch den Einstieg von immer namhafteren Investoren in diesen Bereich (z. B Tesla) sowie der Adaption für die breite Masse (siehe Paypal für den US-Markt) schwindet auch der schlechte Ruf (Kriminelles Zahlungsmittel) zusehends.

Natürlich wird es noch lange dauern, bis die Sonntagsbrötchen mit Bitcoin bezahlt werden können. Allerdings wird eine Kartenzahlung beim Metzger oder Bäcker die Regel sein und nicht die Ausnahme - und das in den nächsten paar Jahren.
Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten - nutzen wir sie!

Halina Böhm aus Bayern:

Leserin Halina Böhm äußert sich zum Thema Bargeld abschaffen ja oder nein.

Ich halte gar nichts von der Abschaffung des Bargeldes. Wollen wir die komplette Überwachung über unser Leben? Wie bei den Chinesen.  Der Vorwand man könnte dadurch Schwarzgeldaktionen in den Griff bekommen, ist reine Augenwischerei, wir haben bis heute keine entsprechend ausgebildeten Fachkräfte.  Leute, beginnt zu denken!

Romina Pfeiffer aus Bayern:

Definitiv nein! Das ist Diskriminierung ! Und ich als Pflegekraft werde dann meiner Arbeit in Zukunft in einem Land nachgehen, das keine Menschen diskriminiert!

Auch auf unseren Portalen wurde das Thema in den Kommentaren diskutiert:

Eberhard H auf rosenheim24.de:

In Schweden schon vor 10 Jahren erlebt, dass sogar der Kaugummi für (umgerechnet) weniger als 1,-- Euro mit der Karte bezahlt wird. Somit wird der Verbraucher zu einem doppelt gläsernem Objekt. Man gibt seine jeweiligen Standorte mit Datum/Uhrzeit preis und legt seine Kaufgewohnheiten offen. Ich würde das alles zusammen als eine Art von „sanfter Erpressung“ bezeichnen.

Auch auf chiemgau24.de gab es Diskussionsbedarf:

Elmar59:

Absolut indiskutabel! Ohne Bargeld kein freies Leben. Die Schweden sind so dumm und akzeptieren das, in unseren Breiten denken die meisten Menschen doch noch selber. An den Kassen in den Geschäften dauert es länger wenn jemand mit Karte zahlt! Dann wissen diese Verwirrten nicht gleich den PIN etc. Schneller geht damit nix. Und sicherer ist das auch nicht, bei der schwachen Infrastruktur in Deutschland.

JohnDoe:

Fahren Sie mal regelmäßig mit dem Bus (Einzelfahrt gegen möglichst passendes Bargeld). Oder die Situation beim Bäcker: Kein Bargeld, nix zu essen. Das sind mittelalterliche Zustände hoch 3. Wir treiben da anderen Ländern inzwischen um mindestens ein Jahrzehnt hinterher! Man schämt sich inzwischen nicht selten, wenn Freunde aus dem Ausland zu Besuch sind. Die Welt lacht über Deutschland, und das nicht erst seit gestern!

Bargeld: Wichtig oder obsolet? Schickt uns Eure Meinung

Auch wenn der Eindruck entstehen kann, dass es nur „entweder-oder“ geht, finden sich immer wieder Zwischenpositionen. Wo platziert Ihr Euch in der Debatte? Ist Bargeld wichtig, um die persönliche Freiheit behalten zu können? Wie wäre es, wenn die Großeltern den Enkeln in Zukunft per Smartwatch ein Taschengeld geben müssen, anstatt einen Zehner zuzustecken? Verspricht ein komplett digitaler Zahlungsverkehr wirklich den erfolgreichen Kampf gegen die Kriminalität oder seht Ihr dabei Probleme?

Schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Bargeld“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si

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