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So denken unsere Leser darüber

Restaurantverbot: „Jetzt betrifft es Kinder bis zwölf - und morgen dann Menschen ab 80?“

Adult-Only-Schild und ein essendes Kind
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In einem Restaurant an der Ostsee sind Kinder unter zwölf Jahren unerwünscht. Auch die OVB24-Leser haben eine Meinung zu dem Thema. (Symbolbild)

Im Restaurant „Schipperhus“ werden nur noch Gäste ab zwölf Jahren bewirtet. Das Kinderverbot sorgt im Netz für reichlich Wirbel. Auch viele OVB24-Leser haben eine Meinung zu dem Thema:

Dierhagen - In einem Restaurant an der Ostsee sind künftig keine Kinder unter zwölf Jahren mehr erlaubt. Für die Inhaberin Ricarda Biebl war es eine schwierige, aber nötige Entscheidung, teilte sie der Bild-Zeitung besorgt mitDenn die ruhige Atmosphäre in ihrem Lokal sei schon öfters durch junge Gäste verdorben worden.

Restaurant an der Ostsee erlaubt nur Gäste ab 12 Jahren

So beschrieb die Wirtin gegenüber der Bild: Ein Kind eines Ehepaares aus München habe mit Buntstiften die Wände bemalt, sei mit sandigen Füßen auf dem Tisch herumgelaufen und habe Nudeln mit Tomatensoße an die Wand geschmissen. Die Wirtin habe die Eltern darum gebeten, das Kind aufzuhalten. Das habe den Eltern jedoch nicht gefallen. „Wir wurden wüst beschimpft – wie eigentlich immer, wenn wir etwas sagen“, zitierte die Bild-Zeitung Ricarda Biebl.

Die Entscheidung der „Schipperhus“-Wirtin wird seitdem kontrovers diskutiert. Doch ist es legitim, Kindern ein Hausverbot zu erteilen? Wir haben Euch um Leserbriefe gebeten und Ihr habt fleißig geschrieben:

Kinderverbot in Restaurants: Das sind Eure Leserbriefe

Paul aus Bayern

Wenn ich in ein Restaurant zum Essen gehe, möchte ich mich in Ruhe unterhalten und mein Essen essen können - ungestört. Wie lange halte ich mich auch mit meinen Kindern in solchen Örtlichkeiten auf? Eben nicht unfassbar lange. Da ist es sicher nicht zu viel verlangt, dass auch Kinder lernen, dass es Örtlichkeiten gibt, wo nicht herumgetollt wird. Und wenn ich dann noch lese, dass Möbel, Wände etc. beschmiert und versaut werden, kann ich verstehen, dass andere Gäste das Lokal meiden.

Wer möchte schon seinen guten Anzug auf einem Stuhl platzieren, wo Essen verschmiert wurde? Alles hat Grenzen und diese sollten Kinder auch zu respektieren lernen. Auch die Rechte von Kindern und deren Eltern enden dort, wo die Rechte anderer beginnen. Freiheitliche Erziehung hin oder her.

Gabi Gruber aus Bayern

Uns haben nicht nur die Eltern erzogen, sondern das ganze Dorf. Heute traut sich fast niemand mehr, die Kinder direkt anzusprechen, auf Augenhöhe. Sie können durchaus Sachverhalte verstehen, wenn ich ihnen erkläre, warum es wichtig ist, dass sie hier oder dort nicht herumlaufen sollten. Eine fremde Person wirkt da oft Wunder. Dennoch hat dieses Restaurant das Hausrecht und es ist zu akzeptieren, dass sie so entscheiden.

Petra Fiedler aus Oberbayern

Ich habe wirklich Verständnis für die Wirtin und war selber schon sehr oft sehr genervt von unerzogenen Kindern. Meine Überlegung geht aber ein Stück weiter: Wo fängt das Hausrecht an und wo hört es auf? Jetzt betrifft das Verbot Kinder bis 12. Morgen vielleicht Menschen ab 80 und übermorgen eventuell Schwerbehinderte?

Renate Diericke aus Niedersachsen

Ich finde das Verbot in Ordnung, da manchmal echt Fremdschämen angesagt ist. Kann ich als Eltern nicht darauf achten, dass sich meine Kinder ruhig und gesittet verhalten? Oder nehme als Elternteil eben eine Beschäftigung fürs Kind mit? Tagsüber wäre es mir mehr oder weniger egal, aber abends möchte ich beim Essengehen doch meine Ruhe haben und mich nett unterhalten können.

Ich bin übrigens selbst Mama und ich hatte immer eine kleine Auswahl von Spielsachen mit, mit denen man leise spielen konnte. Und abends gab es eine geregelte Bettgehzeit, sodass wir nur zu kindgerechten Zeiten unterwegs waren.

Barbara aus Bayern

Vorab möchte ich betonen: Ich bin nicht kinderfeindlich! Das Problem entsteht meistens durch das fehlende Handeln der Eltern. An sich empfinde ich das Kinderverbot im Restaurant aber als ein sehr gutes Konzept. Sowas gibt es teilweise auch schon im Hotel - und Wellnessbereich! Leider notwendig, weil viele Eltern ihre Kinder heute nicht mehr erziehen.

Ich sehe auch immer wieder, wie Eltern ihre Kinder im Restaurant einfach rennen lassen. Natürlich unter lautem Grölen. Voll beladene Kellner können über die umher rennenden Kinder fallen. Aber niemals sind natürlich die Eltern Schuld, die auf ihre Kinder nicht aufgepasst haben (natürlich nicht).

Es gibt Gäste, die viel Geld ausgeben, um in Ruhe essen zu können. Wenn Eltern nicht gewährleisten, dass ihre Kinder im Restaurant nicht andere Gäste belästigen und die Kellner durch Rumgerenne gefährden, sollen sie aus manchen Läden doch lieber wegbleiben und in Läden gehen, die genau für Kinder (auch für Unerzogene) konzipiert sind. Da gehen dann ja auch keine Erwachsenen hin, die in Ruhe essen und sich unterhalten möchten.

Monica vom Chiemsee

Unsere Leserin Monica vom Chiemsee äußert ihre Meinung zum Kinderverbot im Restaurant.

Ich bin Mama und Oma und finde es mega, dass es solche Lokale gibt. Ich war sehr gerne Mutter und bin auch liebend gerne Oma, aber wenn ich mit meinem Mann ins Lokal gehe, mag ich das in Ruhe genießen. Leider werden die meisten Kinder heute nicht mehr von ihren Eltern dazu angehalten, sich am Tisch zu benehmen, ordentlich zu essen oder mal zu malen.

Stattdessen ist es immer mehr die Regel, dass sie durch das Lokal toben und andere Gäste nerven. Solange sie das nicht beherrschen, sollen sie in ausgewiesene „Kinderlokale“ gehen oder irgendwo ein Picknick im Freien machen, wo sie ungestört toben können. Das haben wir auch so gemacht und haben uns alle damit wohlgefühlt.

Was haltet Ihr vom Kinderverbot in Restaurants? Schickt uns Eure Leserbriefe

In dem Restaurant „Schipperhus“ in Dierhagen haben Kinder unter zwölf Jahren nun Hausverbot. Doch ist es legitim, Kindern ein Hausverbot zu erteilen oder findet Ihr die Reaktion der Wirtin unangemessen? Würdet Ihr ein Lokal, in dem Kinder unerwünscht sind, besuchen, oder eher meiden?

Schreibt uns zum Thema per Mail an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Kinderverbot“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort – und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt komplettem Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

jg

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