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Das sind Eure Leserbriefe

Tempolimit um Öl zu sparen: „Sofort wie möglich einführen“ und „Wer will, soll Gas geben dürfen“

Collage: Leser Gunter Foldenauer/Ein Tempo 100 Schild auf der Autobahn
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Leser Gunter Foldenauer äußert sich über ein mögliches, vorübergehende Tempolimit, um fossile Brennstoffe zu fahren.

Die hohen Sprit- und Energiekosten werden für viele Bürger zunehmend zur Belastung. Lösungen müssen her, um schnellstmöglich unabhängig von russischem Öl und Gas zu werden. Einige Politiker, wie auch Greenpeace, haben unter anderem das umstrittene Tempolimit wieder ins Gespräch gebracht. Aber auch andere Ideen, wie die Neuzulassung von SUV‘s zu verbieten oder autofreie Sonntage werden diskutiert. Auch die OVB24-Leser haben uns ihre Meinungen dazu geschickt.

„Man muss jetzt alles prüfen, dazu gehört ein Tempolimit und auch zusätzliche Förderungen in der Nordsee. In der jetzigen Situation muss jeder bereit sein über seinen Schatten zu springen, damit die Versorgungssicherheit verbessert wird“, erklärte der Grünen-Politiker Oliver Krischer, Staatssekretär aus dem Wirtschafts- und Klimaschutzministerium. Es geht darum, möglich schnell, möglichst viel an fossilen Brennstoffen zu sparen, um weniger Öl und Gas aus Russland zu beziehen.

Was würde ein Tempolimit an Ersparnis bringen?

Greenpeace hat ausgerechnet, dass ein vorübergehendes Tempolimit auf deutschen Autobahnen von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen die Mineralölimporte um etwa 2,5 Prozent pro Jahr senken würde. Neben dieser Maßnahme hat die Umweltschutzorganisation mehrere freiwillige, wie staatlich regulierte Maßnahmen ins Spiel gebracht, wie Umsteigen aufs Fahrrad (freiwillig) oder autofreie Sonntage (staatlich reguliert). Summa summarum könne man mit diesem Paket den „deutschen Ölbedarf um zehn bis zwölf Prozent senken“ , so Greenpeace weiter.

Die Linke wäre sogar bereit noch einen Schritt weiter zu gehen: „Wir können über die Frage Tempolimit reden, über die Frage, wie kann man schnell ÖPNV ausbauen, aber eben auch: keine Neuzulassung von SUVs, wo wir wissen, dass sie besonders viel Sprit fressen“, sagte Parteichefin Janine Wissler am Montag in Berlin. Der Trend zu immer höher motorisierten und schweren Wagen sei problematisch - „zwei Tonnen Blech transportieren 70 Kilo Mensch, das steht in keinem Verhältnis“, sagte Wissler.

Sind das alles sinnvolle Vorschläge? Das sind die Meinungen unserer Leser:

Gunter Foldenauer aus Rosenheim:

Leser Gunter Foldenauer

Ja, ich wäre sofort für ein Tempolimit, denn das tut nicht weh, dem Geldbeutel aber schon, wenn es so weiter gehen sollte. Würde sogar auch autofreie Sonntage, wie wir es schon mal in den 70er Jahren erlebt haben, befürworten. Alles andere würde dem Staat nur Geld kosten und letztendlich uns Steuerzahlern. Also, sofort wie möglich einführen.

Anonym aus Bayern:

Ich finde, wer Benzin sparen will, soll das bitte tun und wer nicht sollte auch weiter Gas geben dürfen. Schließlich bezahlt man ja auch genug Steuern und Abgaben an diesen ……Staat.

Klaus Schatzeder:

Werte Partei die Linke, ein toller Vorschlag, SUV deswegen nicht mehr zu zulassen, weil sie über 2 Tonnen wiegen, da sieht man mal, wie viel Ahnung Sie haben, wahrscheinlich keine. Dann werden wir auch keine Elektrofahrzeuge mehr zulassen, denn mit den schweren Batterien wiegen diese Fahrzeuge fast alle über 2 Tonnen...herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich durchdachten Idee.

Stockerer (auf rosenheim24.de)

Muss denn bei uns immer noch einer draufgesetzt werden?
Jeder vernünftige Mensch wird in diesen Zeiten Energie (bares Geld) sparen wo es nur geht. Und es geht viel, ich bin seit Corona schon ganz wenig mit dem Auto gefahren und jetzt fahre ich noch weniger. Habe die Heizung bewußt zurückgedreht usw. Ob das insgesamt und auf Dauer hilfreich ist, weiß ich nicht. Mir kommt vor, die Staatsausgaben gehen ungehemmt weiter. Irgendwann wird da eines Erachtens eine Schere klaffen und was dann?

Kwon Rae (auf rosenheim24.de)

Ganz ehrlich, mit Vernunft scheint man offensichtlich keine Änderungen herbeiführen zu können, deswegen braucht man Regeln und Gesetze. Die letzten Jahrzehnte sind die Autos immer größer, schwerer und stärker geworden, wozu? Die G-Klasse ist ausverkauft, obwohl die allermeisten nie einen schweren Hänger aus einem nassen Feldweg ziehen oder ähnliches leisten müssen.

Häretik (auf rosenheim24.de)

Auch 50% der importierten Kohle kommt aus Russland, ohne die es auch für die E-Autos knapp werden könnte, zumal mit der Kohle der meiste Strom produziert wird. Nicht das wir selbst nicht genug Kohle hätten, aber EU-Vorgaben und eine völlig außer Kontrolle geratene Energiepolitik hat uns in diese Abhängigkeit getrieben. Synthetische Kraftstoffe könnten uns aus der Abhängigkeit teilweise befreien, was aber mit den bisherigen Regierungen nicht wahrscheinlich wird.

Wie ist Eure Meinung zum temporären Tempolimit?

Kann es tatsächlich helfen, wenn wir vorübergehend nur 100 km/h auf der Autobahn fahren? Ist es so, dass wir sozusagen als „Preis für den Frieden“ bei uns selbst anfangen müssen, wie sehen Eure Lösungen aus, um drohende Pleiten von Betrieben abzuwenden und den Energiepreis zu senken und vor allem: was wäre die Alternative zu russischen Öl-und Gasimporten? Schreibt uns dazu eine Mail an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Tempolimit“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Texten auch Euren Namen und Euren Wohnort – und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt Namen und Wohnort anschließend in einem entsprechenden Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si