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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Gericht weist erste Zivilklagen von Corona-Erkrankten aus Ischgl ab - Knapp 60 Omikron-Fälle in der EU erfasst

Coronavirus - Abstrich für Coronatest
+
(Symbolbild) Corona-Test

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (1. Dezember) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 1141 (Quelle/Stand: LGL, 30. November, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsrate in Bayern: gesamt 8,7 (Quelle/Stand: LGL, 30. November, 8 Uhr); geimpft 2,8; ungeimpft 17,6 (Quelle/Stand: LGL, 24. November, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 1064 (Quelle/Stand: DIVI, 1. Dezember, 5.05 Uhr)**/***
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 90,2 % (Quelle/Stand: DIVI, 1. Dezember, 5.15 Uhr)****
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 91,3 % (Quelle/Stand: DIVI, 1. Dezember, 5.15 Uhr)****
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 908,9, Landkreis Rosenheim 1103,8, Landkreis Traunstein 989,9, Landkreis Berchtesgadener Land 882,2, Landkreis Mühldorf 1025,0, Landkreis Altötting 601,0 (Quelle/Stand: RKI, 1. Dezember, 3.32 Uhr)****
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 7553, Landkreis Rosenheim 30.380, Traunstein 23.656, Berchtesgadener Land 13.834, Mühldorf 14.703, Altötting 11.511 (Quelle/Stand: RKI, 1. Dezember, 3.32 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 82, Landkreis Rosenheim 544, Traunstein 263, Berchtesgadener Land 118, Mühldorf 226, Altötting 229 (Quelle/Stand: RKI, 1. Dezember, 3.32 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 450 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Gelb in Kraft
    *** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft
    **** = Liegt die Intensivbetten-Auslastung im Rettungsleitstellenbezirk über 80% und die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/der Stadt bei 300 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Rot in Kraft

Update, 21 Uhr - Gericht weist erste Zivilklagen von Corona-Erkrankten aus Ischgl ab

Das Landgericht Wien hat die ersten Schadenersatzklagen von deutschen Corona-Erkrankten aus Ischgl gegen die Republik Österreich abgewiesen. Das Epidemiegesetz würde nur die allgemeine Volksgesundheit, nicht aber auch konkrete Personen schützen, urteilte das Zivilgericht. Der Republik sei in den „hier relevanten Zeiträumen weder ein schuldhaftes noch ein rechtswidriges Verhalten anzulasten“, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil weiter. Insgesamt sind aktuell etwa 50 Klagen anhängig.

Der Verbraucherschutzverein (VSV), der die Interessen der Kläger in Wien vertritt, sprach in einer ersten Reaktion von einem Justizskandal. Die beiden Urteile würden vom VSV durch alle Instanzen angefochten werden, sagte Vereinsvorstand Peter Kolba.

So gehe das Gericht davon aus, dass sich nicht mit erforderlicher Sicherheit feststellen lasse, dass am 1. März 2020 15 isländische Ischgl-Urlaubsrückkehrer in ihrer Heimat positiv getestet worden seien. Diese Meldungen seien über das Europäische Warnsystem der Gesundheitsbehörden (EWRS) gekommen, sagte Kolba. „In einer Pandemie muss man Meldungen des Europäischen Warnsystems ernst nehmen, sonst ist eine Eindämmung einer Pandemie unmöglich.“ Die infizierten Isländer galten als erster Hinweis des Corona-Ausbruchs in Ischgl.

Erst vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft Innsbruck die strafrechtlichen Ermittlungen zur Corona-Ausbreitung im österreichischen Skiort Ischgl im Frühjahr 2020 eingestellt. Es gebe keine Beweise dafür, dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte, hieß es in der Begründung. Ischgl galt im März 2020 auch wegen seiner Après-Ski-Szene als ein Hotspot der Verbreitung des Virus.

Update, 20.15 Uhr - Bislang knapp 60 Omikron-Infizierte in der EU erfasst

Mindestens elf EU-Staaten haben bislang das Auftreten der Coronavirus-Variante Omikron gemeldet. Wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC in einem Omikron-Update schrieb, gab es bis zum Mittwochmittag 59 erfasste Infizierte. Die in Stockholm ansässige Behörde listete dabei 16 Fälle in den Niederlanden, 14 in Portugal und neun in Deutschland auf. Hinzu kamen gemeldete Infizierte in Italien, Dänemark (jeweils vier), Schweden, Österreich (jeweils drei), Belgien, Spanien (jeweils zwei), Tschechien (einen) sowie eine auf der zu Frankreich zählenden Insel Réunion.

Unklar blieb, ob es sich bei den ECDC-Angaben um Ergebnisse einfacher PCR-Tests auf Corona-Varianten handelte oder ob tatsächlich das gesamte Genom untersucht wurde, was derzeit bei Omikron noch nötig ist. Die EU-Behörde teilte aber mit, es gebe eine Reihe weiterer Verdachtsfälle im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), die untersucht würden.

Experten in Deutschland und anderen Ländern gehen von einem bereits über die bisherigen Nachweise hinausgehenden Vorkommen der Variante aus. Der Zeitraum, in dem Reisende das Virus bereits international verbreiteten, betrage sicher Wochen, teilte Oliver Keppler, Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München, auf dpa-Anfrage mit.

Die Mehrheit der aufgezählten Fälle hänge mit Reisen ins südliche Afrika zusammen, teilte die EU-Gesundheitsbehörde mit. Schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle habe es unter diesen Infizierten bisher nicht gegeben.

Über den EWR hinaus sind dem ECDC zufolge in zwölf weiteren Ländern und Territorien Fälle gemeldet worden. Dazu zählten die Schweiz, Großbritannien und Australien.

Update, 19.30 Uhr - Gesundheitsämter kommen mit Corona-Melden nicht hinterher - Aussagekraft der Inzidenzen wankt?

Viele Gesundheitsämter kommen derzeit beim Bearbeiten von positiven Corona-Nachweisen laut der Verbandschefin der Amtsärzte nicht mehr hinterher. „Ich gehe davon aus, dass die gemeldeten Zahlen nur ein Teil der positiven Nachweise sind“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gesundheitsämter können demnach - mit regionalen Unterschieden - eingehende Meldungen von Corona-Fällen nicht mehr zeitnah an das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) weitergeben, eine Untererfassung sei die Folge. Das stellt die Aussagekraft der aktuellen 7-Tage-Inzidenzen infrage, die eine Entspannung der Corona-Lage suggerieren. So gab das RKI den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an. Das ist etwas niedriger als an den beiden Tagen zuvor.

Die Gesundheitsämter bräuchten mehr Personal angesichts der hohen Infektionszahlen. „Da muss jetzt etwas passieren. Ich sage das ja schon lange, aber jetzt ist es an der Zeit, das noch mal deutlich zu wiederholen.“ Auch die Kontaktnachverfolgung und das Anordnen von Quarantäne seien derzeit stark eingeschränkt, sagte Teichert.

Update, 18.49 Uhr - Acht Corona-Tote im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 29. November, 304 neue bestätigte Corona-Fälle. (Stand: 01.12.2021, 8 Uhr).

Es wurden acht neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der aktiven Fälle beträgt derzeit 2.403. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-KochInstitut bei 1.025,0. (Stand: 01. Dezember 2021, 3.32 Uhr).

Update, 18.36 Uhr - 277 Neuinfektionen und zwei Todesfälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1.804 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am 30. November sind beim Gesundheitsamt 277 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 23.929 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 21.860 Personen (322 Personen mehr seit der Meldung vom 30.11.2021).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung zwei Todesmeldungen eingegangen. Es handelt sich um Männer im Alter von 58 und 90 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 265 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 109.029 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 101.230 Personen die Zweitimpfung erhalten. Des Weiteren haben bereits 28.267 Personen die Drittimpfung erhalten.

Update, 18.22 Uhr - 175 neue Covid-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 30. November 175 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 13.834 (Stand RKI: 01.12.2021, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 882,2 (Stand RKI: 02.12.2021, 00:00 Uhr).

Aktuell gibt es 1.357 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 938 neue COVID-19-Fälle.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 142 Covid-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 114 Patienten auf der Normalstation und 28 Patienten auf der Intensivstation.

Update, 18.10 Uhr - Söder: Verstöße gegen etwaige Impfpflicht müssten bestraft werden

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat empfindliche Geldstrafen für Verstöße gegen eine mögliche Impfpflicht ins Spiel gebracht. Es gebe verschiedene Pflichten im Leben, die Gurtpflicht beim Autofahren gehöre beispielsweise dazu, sagte er am Mittwoch bei der Eröffnung einer neuen Impfstelle in Nürnberg. „Alles wird im Zweifelsfall durchgesetzt, mit Zwangsgeldern, die sich dann auch steigern können“, so Söder.

Es müsse nun sehr viele Booster-Impfungen geben, betonte der Ministerpräsident. Ab etwa Februar sei eine allgemeine Impfpflicht vorstellbar. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom Dienstag sei fundamental gewesen und habe das Eingreifen des Staates in persönliche Rechte zum Schutz von Leben gebilligt. Auf dieser rechtlichen Basis sei auch eine Impfpflicht denkbar.

Update, 17.51 Uhr - 93.500 bekannte Corona-Fälle bei Schülern in Deutschland

Die Zahl der Corona-Fälle an Schulen in Deutschland steigt weiter. Nach am Mittwoch veröffentlichten Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) waren in der vergangenen Woche 93.487 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt. In der Vorwoche waren es rund 72.000. Darüber hinaus waren rund 152.000 von 10 Millionen Schülern in Quarantäne (Vorwoche rund 126 000).

Update, 17.09 Uhr - Mehr als 80 Corona-Intensiv-Patienten bundesweit verlegt

Wegen der hohen Covid-19-Belastung einiger Intensivstationen sind mittlerweile mehr als 80 Patienten in andere Regionen Deutschlands verlegt worden. Dies sei koordiniert, strukturiert und sicher abgelaufen, sagte Jan-Thorsten Gräsner, Mitglied einer Fachgruppe unter anderem zu strategischen Patientenverlegungen, am Mittwoch in einer Videoschalte.

Die Transporte stabiler Patienten im Rahmen des Kleeblattkonzepts funktionierten wie geplant. Der Direktor des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sprach von einem Novum in Deutschland: „Das gab es in der Geschichte dieses Landes noch nie.“ Die Verlegungen hatten vorige Woche begonnen.

Patienten würden von Süd nach Nord und von Ost nach West verlegt, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx. Auf Intensivstationen bundesweit werden laut Divi-Intensivregister mittlerweile 4690 Covid-19-Patienten behandelt. Eine weitere Steigerung bis Weihnachten auf um die 6000 Fälle gleichzeitig sei zu befürchten, sagte Modellierer Andreas Schuppert. Ohne größere Verlegungen und massive Anstrengungen deutschlandweit werde man wahrscheinlich nicht auskommen. 6000 Covid-19-Kranke auf Intensivstationen gleichzeitig gab es bislang noch nie in der Pandemie.

Marx beschrieb die Situation als bedrohlich. Auch wegen der neuen Virusvariante Omikron gelte es, vorsorglich, sofort und umfassend zu reagieren. „Wir müssen wieder vor die Lage kommen“, sagte Marx. Die Divi forderte konkrete bundeseinheitliche Maßnahmen „zur größtmöglichen Kontaktbeschränkung“.

Update, 16.19 Uhr - Verdacht auf Omikron-Variante in Rosenheim erhärtet sich

Dem Rosenheimer Gesundheitsamt liegen mittlerweile die Laborergebnisse der variantenspezifischen PCR-Untersuchungen (vPCR) der mittels PCR positiv getesteten Person, die am 25. November aus Kapstadt eingereist ist, und der beiden ebenfalls PCR-positiv getesteten Haushaltsmitglieder vor.

Die vPCR-Befunde bei allen drei Personen weisen die gleiche Mutation auf, die zusammen mit der Reiseanamnese des primären Falles richtungsweisend ist für das Vorliegen der Omikron-Variante, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

„Die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Genomsequenzierungen bleiben aber abzuwarten. Erst dann wissen wir definitiv, ob die neue besorgniserregende Variante B.1.1.529 bei den drei Familienmitgliedern vorliegt. Für die drei Personen besteht nach wie vor die Verpflichtung einer 14-tägigen häuslichen Isolation, die nur mit einer Negativtestung beendet werden kann“, bewertet Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, die Situation.

Update, 15.24 Uhr - Regensburger Weihnachtsmarkt eröffnet als Wintergastronomie

Der Widerstand geht weiter: Der Veranstalter des Weihnachtsmarktes im Innenhof von Schloss Thurn und Taxis will am Donnerstag wieder eröffnen - und zwar als Wintergastronomie. Jene Buden, die Speisen und Getränke anbieten, sperren ab 15 Uhr wieder auf, kündigte Peter Kittel am Mittwoch an. Es herrschten 2G-Regeln auf dem Gelände, der Einlass werde streng kontrolliert.

Kittel hofft, dass auch die anderen Schausteller ihre Stände wieder öffnen dürfen. Einen entsprechenden Antrag habe er in München beim Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Um die Marktbeschicker, die ihre Stände noch geschlossen halten müssen, zu unterstützen, soll ein Teil der Einnahmen aus den Eintrittskarten in einen Solidaritätsfonds fließen. In diesen wollen zudem die Betreiber der Gastronomiebuden fünf Prozent ihres Umsatzes einzahlen, hieß es.

Der Weihnachtsmarkt hatte - wie alle Weihnachtsmärkte in Bayern - vergangenen Mittwoch nach fünftägigem Betrieb schließen müssen, nachdem die Staatsregierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie strengere Regeln und Beschränkungen eingeführt hatte.

Veranstalter Kittel betonte, mit seinem Schritt nicht grundsätzlich gegen Coronamaßnahmen protestieren zu wollen. Ihm gehe es um Gleichbehandlung und Verhältnismäßigkeit. Der Markt finde im Freien und unter Einhaltung der 2G-Regeln statt. Dies werde streng kontrolliert. Zuspruch und Solidarität von Bürgern und Schaustellern seien groß, sagte er. Auch die Hausherrin, Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, stärke ihm den Rücken.

Update, 14.16 Uhr - Kliniken-Chef fordert Lockdown: “Im südlichen Bayern gibt es schlicht und ergreifend keine Betten”

Der Geschäftsführer der RoMed-Kliniken, Dr. Jens Deerberg-Wittram, fordert einen erneuten Corona-Lockdown – und zwar möglichst schnell. In einer Video-Botschaft auf Facebook wandte er sich an die Öffentlichkeit. Darin sprach er davon, dass sich die Situation in den heimischen Kliniken in den nächsten Wochen weiter verschärfen werde - und das wo die Situation “bereits jetzt dramatisch” sei. Über das Kleeblatt versuche man Patienten zu verlegen, denn “im südlichen Bayern gibt es schlicht und ergreifend keine Betten.”

Das Robert Koch-Institut gehe derzeit davon aus, dass in den heimischen Krankenhäusern innerhalb der nächsten zwei Wochen doppelt so viele Intensivbetten für Covid-Patienten benötigt werden wie jetzt. Für die RoMed-Kliniken würde das 60 Covid-Patienten bedeuten. “Ich mag gar nicht daran denken, was das für die Versorgung der übrigen Patienten bedeutet”, so Dr. Deerberg-Wittram.

Ein sofortiger Lockdown sei die einzige Möglichkeit schnell eine Verbesserung der Situation herbeizuführen, so der Klinikenchef. Außerdem fordert er die Menschen eindringlich auf, sich impfen zu lassen. “Das ist die einzige Chance, das Infektionsgeschehen runter zu bringen.”

Update, 13.24 Uhr - Tumulte nach 3G-Kontrolle

Passanten haben in Nürnberg nach einer Corona-Kontrolle in der U-Bahn eine Festnahme zu verhindern versucht. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war ein 40-Jähriger geflohen, als eine Polizeistreife und Fahrkartenkontrolleure gemeinsam die 3G-Nachweise der Fahrgäste von Impfung, Genesung oder Test in dem Zug der U1 überprüften.

Nach Darstellung der Polizei versuchten dann Unbeteiligte, die Streife bei der Verfolgung aufzuhalten. Als die Beamten den 40-Jährigen schließlich einholten und festnahmen, gab es erneut Gerangel. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich dann heraus, dass der Mann per Haftbefehl gesucht wurde. Die Polizei sucht nun nach den unbekannten Passanten, die die Beamten behinderten, und rief Zeugen auf, sich zu melden. Ein 23 Jahre alter Polizist wurde leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich bereits am Montag.

Update, 12.32 Uhr - BVB rechnet mit Corona-Einschränkungen: Club storniert Bayern-Tickets

Borussia Dortmund storniert die bereits verkauften Tickets für das Topspiel gegen den FC Bayern München. Der Grund dafür ist, dass der Fußball-Bundesligist mit einer coronabedingten Reduzierung der Stadionkapazität durch die Landesregierung in den kommenden Tagen rechnet. Alle auf Basis der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehenden 67.000 Karten für die Partie an diesem Samstag waren laut BVB bereits verkauft gewesen. Die Ticketkäufer erhalten ihr Geld zurück.

„Sobald die politische Entscheidung über zulässige künftige Stadion-Auslastungen in Nordrhein-Westfalen getroffen worden ist und uns in dieser Sache gesicherte Erkenntnisse vorliegen, werden wir über den neuen Vorverkauf informieren“, hieß es in einer Vereinsmitteilung der Dortmunder.

Update, 12.01 Uhr - Fünf weitere Todesopfer im InnKlinikum

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 90 Patienten im Zusammenhang mit Corona stationär behandelt – 37 in Mühldorf, 35 in Burghausen und 18 in Altötting. Insgesamt 19 Betroffene davon müssen intensivmedizinisch versorgt und auch beatmet werden (Stand: 1. Dezember, 9.45 Uhr).

Zudem meldeten die Kliniken fünf weitere Corona-Todesopfer: Am Dienstag (30. Dezember) starben demnach fünf Männer im Alter von 70, 74, 78 und zweimal 80 Jahren. Alle Opfer stammen aus dem Landkreis Mühldorf, wie das Klinikum nun mitteilte.

Update, 11.11 Uhr - In Bayern lockern erste Kreise verschärfte Corona-Regeln für Hotspots

Die ersten beiden bayerischen Landkreise dürfen die wegen Inzidenzen von mehr als 1000 verhängten verschärften Corona-Regeln wieder lockern. Ostallgäu und Deggendorf lagen am Mittwoch den jeweils fünften Tag am Stück wieder unter der Schwelle. Damit fallen dort die zusätzlichen Beschränkungen ab Donnerstag weg.

Als Hotspots gelten in der heftigen vierten Corona-Welle Landkreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tage-Inzidenz über 1000. In diesen Regionen muss das öffentliche Leben in weiten Teilen heruntergefahren werden. In der Spitze waren zwölf bayerische Landkreise betroffen. Am Mittwoch lagen laut Robert Koch-Institut aber nur noch vier bayerische Landkreise über 1000. In den nächsten Tagen könnten dementsprechend in weiteren Landkreisen die Maßnahmen aufgehoben werden, sofern der Trend anhält.

Update, 10.31 Uhr - Technische Probleme bei Corona-Zahlen im Landkreis Altötting

Bei der Darstellung der aktuellen Corona-Zahlen aus Stadt und Landkreis Altötting gibt es derzeit technische Probleme. Deswegen konnten am Dienstag (30. November) keine Daten an das zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) bzw. das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) übermittelt werden. Wie das zuständige Landratsamt nun mitteilte, wurden deswegen im RKI-Dashboard am 1. Dezember keine neue Fälle für den Landkreis Altötting eintragen. Auch die 7-Tage-Inzidenz wird derzeit nicht korrekt dargestellt werden, hieß es weiter.

„Zudem konnten am Nachmittag keine Laborbefunde mehr abgerufen werden. Die Gesamtzahl der neuen Fälle ist somit höher als die 44“, so ein Sprecher des Landratsamtes. Man befinde sich im Austausch mit RKI und LGL, um das Problem schnellstmöglich beheben zu können.

Update, 9.53 Uhr - Zahl der Intensivpatienten trotz Verlegungen weiter gestiegen

Die Zahl der Covid-Schwerstkranken auf Bayerns überlasteten Intensivstationen ist trotz Verlegungen in andere Bundesländer weiter gestiegen. Am Mittwoch meldete das bundesweite Intensivregister 1065 Corona-Intensivpatientinnen und -patienten, das waren knapp 60 mehr als eine Woche zuvor. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten nimmt mittlerweile etwas langsamer zu als in den Vorwochen, aber in vielen Krankenhäusern herrscht nach wie vor Ausnahmesituation: So waren am Mittwoch laut Intensivregister 12 der derzeit 18 Intensivpatienten im Kreis Altötting Corona-Fälle, ein Bett war noch frei.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Bayern ist gesunken, von über 17.000 am Tag in der vergangenen Woche auf 12.409 am Mittwoch, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Die 7-Tage-Inzidenz sank von 618,2 auf 589,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Nach wie vor sterben in Bayern vergleichsweise viele Covid-Patienten. Das RKI meldete 121 weitere Todesfälle. Innerhalb von sieben Tagen hat die Pandemie in Bayern nach Auswertung der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität 512 Tote gefordert, im Bundesvergleich ein weit überdurchschnittlicher Wert. Mediziner machen dafür die niedrige Impfquote in Bayern verantwortlich.

Update, 9.11 Uhr - Biontech und Pfizer wollen Kinder-Impfstoff früher ausliefern

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen eine Woche früher als geplant ihren Corona-Impfstoff für Kinder in der EU ausliefern. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus gut informierten Kreisen erfuhr, soll die Auslieferung von „Comirnaty“ für die Altersgruppe fünf bis elf Jahre an beteiligte EU-Mitgliedsstaaten am 13. Dezember erfolgen. Der niedriger dosierte und deshalb neu abgefüllte Impfstoff soll an diesem Tag in den Staaten zum Start von Impfkampagnen zur Verfügung stehen. Ursprünglich war der 20. Dezember als Ausliefertermin vorgesehen gewesen. Insgesamt geht es um bis zu 13 Millionen Dosen des Kinderimpfstoffs für die EU im Dezember.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir konnten erreichen, dass der Impfstoff für die fünf- bis elfjährigen Kinder eine Woche früher ausgeliefert wird.“ Dies habe der Hersteller zugesichert. „Angesichts der aktuellen Pandemielage ist das eine gute Nachricht für Eltern und Kinder. Viele warten sehnsüchtig darauf.“ Deutschland soll laut Ministerium in einer ersten Lieferung 2,4 Millionen Dosen bekommen.

Update, 8.18 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

7-Tage-Inzidenzen und regionalisierte Klinik-Ampel für Südostbayern (Stand: 1. Dezember 2021).

Die Inzidenzen in der Region haben sich in den vergangenen 24 Stunden bewegen sich weiter auf einem hohen Niveau, sinken jedoch leicht. Es scheint jedoch bei der Übermittlung an das RKI erneut zu Problemen gekommen zu sein, so gibt es für den Landkreis Altötting beispielsweise laut RKI keine Neuinfektion in den letzten 24 Stunden.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 747 auf 601), Landkreis Mühldorf (von 1035 auf 1025), Kreis Berchtesgadener Land (von 1020 auf 882), Landkreis Traunstein (von 1067 auf 990), Stadt Rosenheim (von 1000 auf 909) und Landkreis Rosenheim (von 1267 auf 1104).

In der Region wurden laut RKI sieben weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind vier Personen im Kreis Rosenheim und drei Personen im Kreis Mühldorf verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.16 Uhr - Omikron-Fall im Eurocity nach Tirol

Vor einer Woche ist nach Erkenntnissen der österreichischen Gesundheitsbehörden eine mit der Omikron-Variante des Coronavirus infizierte Person im Eurocity von München nach Jenbach/Tirol gefahren. Da sich andere Passagiere angesteckt haben können, rief die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) alle Reisenden des EuroCity83 am 23. November dazu auf, einen PCR-Test durchzuführen.

Laut Auskunft des Landes handelt sich um jenen Mann aus dem Bezirk Schwaz, der positiv aus die Omikron-Mutante getestet wurde. Zum Zeitpunkt seiner Reiserückkehr am vergangenen Dienstag hatte er aber einen negativen PCR-Test. Auch zu Hause hatte der Sanitäter mehrere negative Antigentests. Erst am Samstag gab es das positive Ergebnis. Deshalb geht man davon aus, dass er währen der Zugfahrt wohl nicht infektiös gewesen sei, ausschließen könne man es jedoch nicht.

Der EC83 fährt täglich um 15.34 Uhr vom Hauptbahnhof in München ab. Die infizierte Person stieg am Ostbahnhof ein und reiste bis Jenbach. Planmäßig erfolgt dort die Ankunft um 16.59 Uhr. Zugreisende, die beim Kauf des Tickets ihre E-Mail-Adresse hinterlegt haben, werden direkt kontaktiert, hieß es in einer Aussendung der AGES. Für weitere Fragen steht die AGES-Hotline unter der Telefonnummer +43/1/2675032 zur Verfügung.

Update, 6.45 Uhr - Omikron: USA verschärft Einreisebedingungen

Reisende in die USA müssen einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Omikron-Variante mit verschärften Corona-Tests bei der Einreise rechnen. Die US-Regierung erwäge weitere Maßnahmen, darunter eine siebentägige Quarantäne und zusätzliche verpflichtende Tests einige Tage nach der Ankunft, berichtet die „Washington Post“.

RKI registriert 67.186 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,9

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert leicht darunter bei 452,2 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 404,5 gelegen (Vormonat: 118,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 67.186 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.55 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 66.884 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 446 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 335 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.903.999 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,73 an (Montag: mit 5,52). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 4.937.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 101.790.

mh/mw/dpa

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