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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Pandemie-Notlage soll offiziell verlängert werden - Merkel: Als Reaktion auf Corona mehr Risikoanalyse und Stresstests

Coronavirus - Statement Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivbild).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (2. Juni) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 44,1, Landkreis Rosenheim 32,5, Landkreis Traunstein 36,7, Landkreis Berchtesgadener Land 65,1, Landkreis Mühldorf 12,1, Landkreis Altötting 28,7 (Quelle/Stand: RKI, 2. Juni, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3905, Landkreis Rosenheim 13.773, Traunstein 10.947, Berchtesgadener Land 5924, Mühldorf 6925, Altötting 6024 (Quelle/Stand: RKI, 2. Juni, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 453, Traunstein 214, Berchtesgadener Land 101, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 2. Juni, 0 Uhr)
  • Mindestens 88.774 Todesfälle in Deutschland (14.963 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 17.53 Uhr - Pandemie-Notlage soll offiziell verlängert werden

Die Koalition will die Pandemie-Notlage nationaler Tragweite verlängern, die als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten dient. Der Bundestag hatte die „epidemische Lage“ erstmals am 25. März 2020 festgestellt und sie im November bestätigt. Nun solle die festgestellte epidemische Notlage nationaler Tragweite, die sonst Ende Juni auslaufen würde, erneut verlängert werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Koalitionskreisen. Wann diese Verlängerung genau greifen soll, sei noch offen.

Das Nachrichtenportal „ThePioneer“ (Donnerstag) zitierte aus einem Bundestagsantrag der großen Koalition, wonach eine Verlängerung für weitere drei Monate erforderlich sei. Laut Gesetz soll die Notlage automatisch als aufgehoben gelten, wenn der Bundestag nicht spätestens drei Monate nach Feststellung einer solchen Lage entscheidet, dass sie fortbesteht. Aktuell würden sich Deutschland und die Welt in einer sensiblen Phase befinden, so zitierte das Portal aus dem Antrag. Die Infektionszahlen seien auf einem nennenswerten, zum Teil sogar hohen Niveau, gleichzeitig werde zunehmend geimpft.

Update, 16.40 Uhr - Merkel: Als Reaktion auf Corona mehr Risikoanalyse und Stresstests

Regierung und Verwaltung müssen sich nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Konsequenz aus der Corona-Pandemie stärker gemeinsam auf neue Krisen vorbereiten. Das umfasse auch das gesamte föderale System, sagte Merkel am Mittwoch in einer Diskussion der Unionsfraktion über anstehende notwendige Reformprojekte für einen digitaleren Staat. Krisen wie Corona hätten gezeigt, dass eingespielte Verfahren teils nicht mehr gut genug funktionierten - „weil der Zeitdruck zu groß ist, weil die Vielzahl der Ebenen zu hoch ist und weil eben auch die Standards nicht gleich sind“. Deswegen müssten sich Verwaltung und Regierung auf weitere Krisen vorbereiten, „um agieren zu können, statt immer nur reagieren zu können“.

Strategische Vorausschau und Risikoanalyse müssen auch für Verwaltung und Regierung selbstverständlich werden“, forderte Merkel. Stresstests wie in der Wirtschaft und im Bankenbereich müssten auch in der Verwaltung eingeführt werden. Man habe gerade während der Pandemie viel im Umgang mit komplexen, beschleunigten und krisenhaften Entwicklungen dazugelernt. Dennoch müsse man hier über alle Ressorts der Regierung „deutlich noch besser werden und gute Einzelansätze in die Breite tragen“. Zudem sei eine noch stärkere Kooperation von Politik und Verwaltung nötig, um komplexe Probleme anzugehen und etwa bei großen, themenübergreifenden Projekten.

Die Kanzlerin verlangte, es müsse noch viel selbstverständlicher als bisher werden, Bürgerinnen und Bürger in die Regierungsarbeit einzubeziehen. „Das muss das überall gängige Leitbild der Verwaltung werden“, sagte Merkel. Künftig solle bei möglichst vielen Vorhaben dafür gesorgt werden, „immer auch die betroffenen Menschen und ihre Perspektive von Anfang an zu berücksichtigen, damit sozusagen der gesamte Prozess menschlich gestaltet wird. Vom Bürger her denken und nicht sozusagen vom Gesetzgeber aus.“

Update, 15.26 Uhr - EU-Kommission will Zunahme von Grenzkontrollen stoppen   

Die Brüsseler EU-Kommission will die starke Zunahme von temporären Grenzkontrollen innerhalb des eigentlich grenzkontrollfreien Schengenraumes nicht länger hinnehmen. Ein am Mittwoch präsentierter Plan sieht vor, mit Staaten wie Deutschland und Frankreich Gespräche über die Notwendigkeit von temporär wieder eingeführten Personenkontrollen aufzunehmen. Sollte sich dabei zeigen, dass Kontrollen unverhältnismäßig verlängert werden, müssen die Länder den Angaben zufolge mit Vertragsverletzungsverfahren rechnen. Diese könnten am Ende auch Geldstrafen zur Folge haben.

Zudem will die Brüsseler Behörde zügig zu Fortschritten bei der Verbesserung des Außengrenzschutzes und beim Ausbau der Zusammenarbeit nationaler Sicherheitsbehörden kommen. Dies soll eine temporäre Wiedereinführung von Grenzkontrollen grundsätzlich überflüssig machen.

Länder wie Deutschland, Frankreich, Österreich und Dänemark haben derzeit unter Verweis auf illegale Migration oder Terrorgefahren temporäre Grenzkontrollen bei der EU-Kommission angezeigt. Zudem kontrollieren mehrere Staaten unter Verweis auf die Corona-Pandemie ihre Grenzen.

Update, 15.25 Uhr - Mediziner weiterhin skeptisch gegenüber Kinderimpfungen 

In der Diskussion um die Corona-Impfungen für Kinder zeigen sich Mediziner trotz EMA-Empfehlung weiterhin kritisch. Einige halten die vorhandene Datenlage für zu ungenau. Der Virologe Klaus Überla, Professor an der Universität Erlangen und Stiko-Mitglied, hat daher für Zurückhaltung plädiert, bis mehr Wissen über mögliche medizinische Nebenwirkungen herrsche, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„Natürlich ist es zum Aufbau einer möglichst umfassenden Bevölkerungsimmunität sinnvoll, auch Kinder in das Impfkonzept einzubeziehen“, sagte Überla. Bei gesunden Kindern seien aber die Risiken des Nichtimpfens gering und die Risiken des Impfens nicht ausreichend bekannt.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat um Verständnis für die zögerliche Haltung bei Kinderimpfungen gegen Corona geworben. Zugleich sprach er mahnende Worte in Richtung Politik. „Den Kindern bietet man ja kein Lakritzbonbon an, das ist ein medizinischer Eingriff, und der muss eben entsprechend indiziert sein“, hatte Mertens als Gast des NDR-Podcasts „Das Coronavirus-Update“ am Dienstag gesagt.

Update, 14.51 Uhr - Nahezu ein Fünftel der Deutschen vollständig geimpft   

Bald ist jeder Fünfte Deutsche vollständig gegen das Coronavirus immunisiert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.10 Uhr) wurden bisher bereits 18,8 Prozent (15,6 Millionen) der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft, 43,9 Prozent (36,5 Millionen) haben mindestens eine Dosis erhalten.

Am Dienstag kamen den Zahlen des RKI zufolge 947.198 Impfungen hinzu, davon führten 552.408 zu einer vollständigen Immunisierung. Wie Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mitteilte, entsprach die Zahl der am Vortag Geimpften über einem Prozent der Bevölkerung. Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne 51,5 Millionen Impfungen gesetzt.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 47,2 Prozent. Sachsen liegt mit 38,7 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland jedoch auch bei der Berücksichtigung der verabreichten Dosen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten.

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

Update, 13.58 Uhr - Neue Corona-Lockerungen auf Mallorca: Innengastronomie auch abends

Auf Mallorca normalisiert sich das Leben wegen der guten Entwicklung der Pandemie-Lage immer mehr. Neben anderen Lockerungen der Corona-Regeln werden die Gastronomen der spanischen Urlaubsinsel und der anderen Balearen Ibiza, Menorca und Formentera von Sonntag an wieder auch abends ihre Innenräume öffnen dürfen, wie die Regionalregierung mitteilte. Die Sperrstunde für Gastronomie und Einzelhandel wird zudem von 23 auf 24 Uhr verlegt. Bei privaten Zusammenkünften dürfen sich ab Sonntag im Freien bis zu 15 Personen treffen, in privaten Innenräumen maximal 10. Bisher waren jeweils höchstens Gruppen von acht sowie von sechs Menschen zugelassen.

Bereits am Montag hatte die Regionalregierung mitgeteilt, dass die nächtliche Ausgangssperre am Sonntag zu Ende gehen wird. Bis dahin dürfen Einheimische und Touristen zwischen Mitternacht und 6 Uhr ihr Haus oder Hotel weiter nur mit triftigem Grund verlassen. Der Besuch von Stränden und Parks ist von Sonntag an bis 22 Uhr erlaubt (bisher 21 Uhr), und bei Sport-, Musik- und anderen Veranstaltungen im Freien sind künftig bis zu 2000 Besucher zugelassen.

Einige strenge Auflagen gelten aber weiterhin wie etwa die Maskenpflicht auch im Freien. In den Innenbereichen von Cafés, Bars und Restaurants dürfen höchstens 50 Prozent der Plätze belegt werden, an einem Tisch dürfen maximal vier Personen sitzen. Draußen können zwar alle Tische aufgestellt werden, an jedem dürfen aber nur maximal acht Gäste Platz nehmen.

Update, 13.04 Uhr - Fast die Hälfte der Deutschen will auch nach Corona weiter Maske tragen

Auch nach der Corona-Pandemie will fast die Hälfte der Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge weiter Maske zum Schutz vor Krankheiten tragen. Laut einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwoch) sprachen sich 44,7 Prozent der Befragten dafür aus. 41,9 Prozent der Befragten wollen dagegen auf das Stück Stoff vor Mund und Nase dauerhaft verzichten. Der Rest ist unentschieden.

Durch die Corona-Maßnahmen wie Maske tragen, Abstand halten und häufiges Hände waschen sank auch die Fallzahl anderer Infektionskrankheiten deutlich. Ein Rückgang war vor allem bei den Infektionskrankheiten zu beobachten, die wie das Coronavirus per Tröpfchen übertragen werden. Im vergangenen Jahr gab es den Angaben zufolge etwa nur noch rund ein Drittel der Norovirus-Fälle von 2019. Die Grippesaison 20/21 fiel nahezu komplett aus. Bereits im Frühjahr 2020 hatte die Grippesaison ein verfrühtes Ende gefunden. Auch das wurde bereits auf die Corona-Maßnahmen zurückgeführt.

Update, 12.22 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet zwei neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 1. Juni zwei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 2. Juni 2021, 0 Uhr). Die Zahl der aktiven Fälle beträgt 37. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 2. Juni 2021, 03:11 Uhr) bei 12,1.

Update, 11.39 Uhr - Polizei-Gewerkschaft warnt vor EM als „Superspreader-Event“

Massenansammlungen in Großstädten über das gesamte Bundesgebiet verteilt, haben das letzte Wochenende geprägt und die Polizei allerorts massiv gefordert. Ausufernde Gelage mit übermäßigem Alkoholkonsum brachten vielerorts die positiven Grundstimmungen zum Kippen. „Wir haben großes Verständnis dafür, dass die Menschen nun bei sinkenden Inzidenzen, Lockerungen und gutem Wetter ihre neu gewonnene Freiheit genießen wollen. Das sollen sie auch, aber das ist kein Freifahrtschein für völlig zügelloses und unangemessenes Verhalten“, kritisiert der Stellvertretende Bundes- und Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Bayern Thorsten Grimm. 

Die Polizei müsse hier konsequent einschreiten. „Corona ist immer noch da und wir dürfen die neuen Freiheiten nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Da hat jeder Einzelne Verantwortung für alle. Wer das nicht versteht, dem müssen wir es offensichtlich mit Nachdruck erklären“, betonte Grimm. Zudem forderte er Unterstützung von den Kommunen. Bei „massiven Übertretungen“ müsse es „restriktive Maßnahmen“ geben, unter anderem lokale Alkoholverbote.

Sorgen bereitet in diesem Zusammenhang auch die anstehende Fußball-Europameisterschaft mit Spielen in München. „Wir benötigen hier dringend abgestimmte Einsatzkonzepte. Denn es gilt nicht nur den Bereich rund um die Allianz Arena zu schützen, sondern auch die Innenstädte. Alle beteiligten Institutionen sind gefordert, dass die Fußball-EM nicht zum nächsten Superspreader-Event wird“, so Grimm mit einer abschließenden Warnung.

Update, 10.47 Uhr - Landkreis Altötting meldet sieben neuen Corona-Fall

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt sieben neuen Corona-Fall gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 6024 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 104 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Garching (29), Burghausen (17) und Neuötting (11). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 28,7.

Update, 10.08 Uhr - Stiko-Vorsitzender: Impfung für Kinder „kein Lakritzbonbon“

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat um Verständnis für die zögerliche Haltung bei Kinderimpfungen gegen Corona geworben. Zugleich sprach er mahnende Worte in Richtung Politik. „Den Kindern bietet man ja kein Lakritzbonbon an, das ist ein medizinischer Eingriff, und der muss eben entsprechend indiziert sein“, sagte Mertens als Gast des NDR-Podcasts „Das Coronavirus-Update“ am Dienstag.

Die Entscheidung, ob die Stiko empfehle, alle Kinder zwischen zwölf und 16 Jahren gegen das Coronavirus zu impfen, müsse „auf der besten verfügbaren Evidenzbasis getroffen werden“. Die Daten aus der Zulassungsstudie des Herstellers reichten dafür nicht aus: „Die Zahl der in der Studie geimpften Kinder ist einfach zu gering, um eine belastbare Aussage über die Sicherheit in dieser Altersgruppe zu machen.“ Immerhin 1,3 Prozent der 1100 in der Studie geimpften Kinder hätten schwere Reaktionen gezeigt.

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Empfehlung müssten aber auch andere Faktoren berücksichtigt werden, etwa das Krankheitsrisiko oder die Frage der Herdenimmunität. Dass Kinder schwer an Covid-19 erkranken, sei „wirklich eine ausgesprochene Rarität“, sagte Mertens. Strittig sei nur die Frage, ob es eine generelle Empfehlung gebe. Dass die Stiko empfehlen werde, Kinder mit Vorerkrankungen zu impfen, „daran kann eigentlich kein vernünftiger Zweifel bestehen“.

Update, 9.03 Uhr - Studie: Corona hat Mobilität in Bayern verändert

Angst vor Ansteckung, mehr Homeoffice und der Umstieg aufs Fahrrad: Die Corona-Pandemie hat das Mobilitätsverhalten der Bayern gravierend verändert. Die Staatsregierung will an diesem Mittwoch eine Studie des Infas-Instituts für angewandte Sozialwissenschaften veröffentlichen. Ersten Ergebnissen zufolge hatte sich die Mobilität in der Hochphase des Pandemie-Lockdowns drastisch verändert. Busse und Bahnen wurden um ein Drittel weniger genutzt. Die meisten Mitfahrer wollten wieder zurückkehren - aber mit geänderten Vorlieben. Viele wollten Stoßzeiten möglichst meiden, der Abstand zu anderen Fahrgästen erhält größeren Stellenwert.

Dazu brauchen wir vor allem eine gute Infrastruktur und passgenaue Angebote beim Takt. Denn wir wollen ja nicht nur zu den bisherigen Passagierzahlen zurück, sondern noch mehr Menschen für den ÖPNV begeistern“, sagte Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Geplant sind deswegen etwa ein massiver Ausbau der Bahnkapazitäten in München und Nürnberg in den nächsten Jahren.

Außerdem setze das Verkehrsministerium auf ein landesweites Ticket für Bus und Bahn. Im ländlichen Raum sollen Angebote wie Ruftaxen und mehr auf die Bahn abgestimmte Buslinien gefördert werden. Im Zuge von Corona deutlich zugenommen hätten der Rad- und Fußverkehr. Mehr als jeder Fünfte wolle auch in Zukunft mehr mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sein, fanden die Infas-Forscher heraus. Sie hatten für ihre Studie im April dieses Jahres 1554 Erwachsene in Bayern online zu Veränderungen im Mobilitätsverhalten befragt.

Update, 8.21 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 2. Juni).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Gesunken ist die Inzidenz im Kreis Altötting (von 34,1 auf 28,7), im Kreis Berchtesgadener Land (von 71,7 auf 65,1), im Kreis Mühldorf (von 19,0 auf 12,1) und im Kreis Traunstein (von 38,9 auf 36,7). Gestiegen ist die Inzidenz dagegen im Raum Rosenheim: Stadt Rosenheim (von 39,3 auf 44,1) und Landkreis Rosenheim (von 27,9 auf 32,5).
In der Region wurde laut RKI ein weiterer Todesfall gemeldet. Demnach ist eine Person im Kreis Berchtesgadener Land verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.04 Uhr - Inzidenz unter 35: München lockert Kontaktbeschränkungen

Die 7-Tage-Inzidenz in München ist stabil unter 35. Am Montag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz wie am Vortag 30,7, meldet das Robert-Koch-Institut (RKI). Damit lag sie den fünften Tag in Serie unter 35. Somit stehen weitere Lockerungen an: Es werden Treffen von bis zu drei Hausständen gleichzeitig erlaubt, maximal aber zehn Personen, so steht es in der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Die zu den Haushalten gehörenden Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Grundsätzlich auch nicht mitgezählt werden vollständig geimpfte und genesene Menschen - weder was die Zahl der Hausstände noch die Höchstpersonenzahl betrifft. Zuvor waren in München Treffen von zwei Haushalten mit maximal fünf Personen erlaubt. Die neue Regel tritt von Mittwoch an in Kraft.

Sieben-Tage-Inzidenz auf 36,8 gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der Wert lag Angaben von Mittwochmorgen zufolge bei 36,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche (Vortag: 35,2; Vorwoche: 46,8). Über das offenbar gestoppte Absinken der Inzidenz hatte RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag gesagt, Modellierungen ließen einen leichten vorübergehenden Anstieg erwarten. Das RKI bringe dies mit Öffnungsschritten in Zusammenhang, die die Chancen des Virus erhöhten. Mit einem erneuten exponentiellen Wachstum der Fallzahlen werde bei vorsichtigen Öffnungen allerdings zunächst nicht gerechnet, so Wieler.

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 4917 Corona-Neuinfektionen, wie aus RKI-Angaben hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.35 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert kurz nach dem verlängerten Pfingst-Wochenende bei 2626 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 179 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 270 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.687.828 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.509.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 88.774 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 0,77 (Vortag: 0,76). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 77 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/aic/dpa

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