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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Grünes Licht für Impfpflicht in Österreich - Omikron-Subtyp BA.2 wächst in Deutschland auf niedrigem Niveau

Coronavirus - Österreich
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Bundesratsmitglieder der FPÖ halten bei einer Sitzung des Bundesrates Plakate mit der Aufschrift „Nein zum Impfzwang“ hoch.

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt noch immer für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (3. Februar) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 339 (Quelle/Stand: DIVI, 3. Februar, 5.35 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 83,8% (Quelle/Stand: DIVI, 3. Februar, 9.07 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 79,8% (Quelle/Stand: DIVI, 3. Februar, 9.07 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 2006,6, Landkreis Rosenheim 1813,4, Landkreis Traunstein 1054,7, Landkreis Berchtesgadener Land 1786,0, Landkreis Mühldorf 1964,2, Landkreis Altötting 1670,3 (Quelle/Stand: RKI, 3. Februar, 5 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 12.129, Landkreis Rosenheim 48.322, Traunstein 32.999, Berchtesgadener Land 20.433, Mühldorf 22.630, Altötting 18.152 (Quelle/Stand: RKI, 3. Februar, 5 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 106, Landkreis Rosenheim 665, Traunstein 319, Berchtesgadener Land 159, Mühldorf 263, Altötting 288 (Quelle/Stand: RKI, 3. Februar, 5 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete

Update, 21.17 Uhr - Omikron-Subtyp BA.2 in Deutschland wächst auf niedrigem Niveau

Auf niedrigem Niveau legt die offenbar noch besser übertragbare Omikron-Untervariante BA.2 in Deutschland weiter zu. Für die Woche bis zum 23. Januar weist das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend einen Anteil von 5,1 Prozent aus - rund eine Verdopplung im Vergleich zur Woche zuvor. Die Daten ergeben sich aus einer Stichprobe von Fällen, in denen vollständige Erbgutanalysen durchgeführt wurden. Demnach dominiert bisher in Deutschland der Omikron-Subtyp BA.1.

BA.2 hatte sich unter anderem in Ländern wie Dänemark stark ausgebreitet. Deutsche Experten erwarten dies auch hierzulande und befürchten, dass dies die Omikron-Welle verlängern könnte. Der Charité-Virologe Christian Drosten hatte am Dienstag im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“ gesagt, dass die hier geltenden Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung im Vergleich zu anderen Ländern jedoch verlangsamen dürften.

Die beiden Omikron-Subtypen hatte Drosten mit einer Auto-Metapher erklärt und über BA.2 gesagt: „Der Motor, der hat schon ein paar PS mehr.“ Er bezog sich auf Daten zu Ansteckungen in Haushalten in Dänemark. Über diese Studie schreibt das RKI im Wochenbericht, sie deute darauf hin, „dass die Sublinie BA.2 leichter übertragbar ist als BA.1 und immunevasive Eigenschaften aufweist, die diese höhere Übertragbarkeit begründen könnten“.

Update, 20.34 Uhr - Grünes Licht für Impfpflicht in Österreich trotz wachsender Zweifel

Die allgemeine Corona-Impfpflicht in Österreich hat ihre letzte parlamentarische Hürde genommen. Der Bundesrat als Länderkammer unterstützte den Schritt am Donnerstag ähnlich wie der Nationalrat zuvor mit breiter Mehrheit. Die vor drei Monaten beschlossene Maßnahme ist inzwischen auch bei Experten umstritten. Die hoch ansteckende Omikron-Variante sorge nicht nur für viele Infektionen, sondern auch für eine anschließend verbesserte Immunabwehr, sagten Epidemiologen. Das Prognose-Konsortium des Gesundheitsministeriums rechnet damit, dass die aktuelle Corona-Welle schon in den nächsten Tagen ihren Höhepunkt in Österreich überschreiten wird.

Die Impfpflicht wird fast alle Erwachsenen betreffen. Griechenland und Italien haben sie nur für ältere Bürger eingeführt. Die Umsetzung in Österreich soll in Phasen erfolgen. So wird erst vom 15. März an mit Stichproben kontrolliert. Ob später eine lückenlose Kontrolle kommt, steht noch nicht fest. Bei Verstößen können die Strafen in einem verkürzten Verfahren bis zu 600 Euro reichen. Bei Einspruch drohen am Ende des Verfahrens bis zu 3600 Euro Strafe. Die Verwaltungsgerichte rechnen mit einer Flut von Beschwerden. Die Impfquote in Österreich liegt derzeit bei 69 Prozent.

Rund um die Einführung der Impfpflicht ist auch eine Debatte um Österreichs kostenlose PCR-Tests entflammt. Denn in Februar sollen Ungeimpfte nach monatelangen Beschränkungen wieder Zutritt zu Gastronomie und Veranstaltungen bekommen, wenn sie negative Tests vorlegen. Dies könne die Impfpflicht teilweise neutralisieren, gab unter anderen der oberste Rechtsvertreter des Staates, Wolfgang Peschorn, zu bedenken. «Die Denklogik ist etwas, das manchmal nicht beachtet wird», sagte er dem ORF.

Auch Wissenschaftler hinterfragen die Hunderttausenden täglichen PCR-Tests, die dem Staat 2021 zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro kosteten. „Rein wissenschaftlich und epidemiologisch betrachtet macht es nicht viel Sinn“, sagte der Epidemiologe Gerald Gartlehner der Deutschen Presse-Agentur. Sinnvoller seien zielgerichtete Tests von Risikopersonen, von Menschen mit Symptomen sowie in ausgewählten Arztpraxen, die Daten an das Gesundheitsministerium liefern.

Update, 18.50 Uhr - Wieder Corona-Fall bei der ARD: Moderator Antwerpes fällt aus

Sportschau-Moderator Michael Antwerpes ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und kann deshalb nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Peking fliegen. Das teilte der Fernsehsender ARD am Donnerstagabend mit. Antwerpes war an einer gemeinsamen Außenposition von ARD und ZDF im Internationalen Broadcastcenter (IBC) in den Bergen als Hauptmoderator vorgesehen. Für ihn springt laut Mitteilung nun Markus Othmer ein.

Antwerpes ist nach Claus Lufen, Hajo Seppelt und Lea Wagner bereits das vierte Mitglied aus dem ARD-Team, das von Corona betroffen ist. Doping-Experte Seppelt ist zwar von seiner Infektion wieder genesen. Dennoch wird der Investigativjournalist vom kommenden Eröffnungswochenende an zunächst vom NBC der ARD und des ZDF in Mainz aus arbeiten und sich um sportpolitische Themen und Hintergründe kümmern.

Die 27 Jahre alte TV-Journalistin Wagner wurde noch vor ihrer Abreise nach China positiv auf das Coronavirus getestet. Auch ARD-Reporter Lufen war bei seiner Ankunft in der chinesischen Hauptstadt am vergangenen Freitag positiv getestet worden. Er befinde sich derzeit im Quarantänehotel, teilte die ARD mit.

Update, 18.30 Uhr - Arzt verbarrikadiert sich bei Razzia in Praxis

Die Polizei hat am Donnerstagnachmittag die Praxis eines Arztes in Leverkusen durchsucht, der falsche Atteste zur Befreiung von einer Corona-Impfung ausgestellt haben soll. Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte zuvor berichtet. Gegen den Mediziner besteht laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft der Verdacht, „verschiedenen Patienten – ohne diese zuvor auf ihren aktuellen Gesundheitszustand untersucht zu haben – jeweils ein Attest zum Gebrauch bei Behörden ausgestellt zu haben, in welchen den Patienten bescheinigt wird, aus nicht näher spezifizierten medizinischen Gründen keine Covid-19-Impfung erhalten zu können.“

Weiteres könne man „mit Blick auf die laufenden Ermittlungen und zum Schutz von Persönlichkeitsrechten Verfahrensbeteiligter derzeit nicht mitteilen“, so die Staatsanwaltschaft. Nach Angaben des Kölner Stadt-Anzeiger wurde ein Reporter Augenzeuge der Razzia: Der Arzt habe sich verbarrikadiert und die Polizei die Tür zur Praxis daraufhin gewaltsam geöffnet. In den letzten Tagen - so die Zeitung - habe es lange Schlangen vor der Praxis gegeben.

Update, 17.40 Uhr - Zahlreiche Verfassungsklagen gegen Impfpflicht in Pflege und Kliniken

Beim Bundesverfassungsgericht sind inzwischen 74 Verfassungsbeschwerden von rund 300 Klägerinnen und Klägern gegen die Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal eingegangen. Knapp 60 davon seien mit einem Eilantrag verbunden, berichtete das Nachrichtenportal Focus Online am Donnerstag. Nach Auskunft des Gerichtssprechers gibt es außerdem drei isolierte Eilanträge. Die erste Verfassungsbeschwerde samt Eilantrag war Mitte Dezember in Karlsruhe eingereicht worden.

Das Gericht gibt üblicherweise keine Auskunft darüber, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist. Da die Impfpflicht ab Mitte März gelten soll, ist aber zu erwarten, dass die zuständigen Richterinnen und Richter des Ersten Senats rechtzeitig vorher zumindest die Eilanträge prüfen. Diese zielen darauf ab, die Umsetzung solange auszusetzen, bis es eine abschließende Entscheidung im Hauptverfahren gibt.

Die Impfpflicht gilt für Beschäftigte in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen und war am 10. Dezember von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. Sie soll alte und geschwächte Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen, die ein besonders hohes Risiko haben, dass die Krankheit schwer oder sogar tödlich verläuft. Betroffene müssen bis 15. März 2022 nachweisen, dass sie voll geimpft oder kürzlich genesen sind - oder aber eine Arzt-Bescheinigung vorlegen, dass sie nicht geimpft werden können. Neue Beschäftigte brauchen den Nachweis ab 16. März von vornherein. Fehlt er, muss das Gesundheitsamt informiert werden, das dann ein Betretungs- oder Tätigkeitsverbot aussprechen kann.

Update, 17.01 Uhr - 337 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Mittwoch (2. Februar) 337 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 26 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 20.433 (Stand RKI: 3. Februar, 5 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 1786 (Stand RKI: 3. Februar, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 2535 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 802 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 112 in Alten- und Pflegeheimen, zwei in Gemeinschaftsunterkünften, 489 in Schulen, 198 in Kindergärten und einen in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 1899 neue Covid-19-Fälle.

Update, 16.18 Uhr - Merz spricht sich für Öffnungsschritte aus

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat sich dafür ausgesprochen, in der Corona-Pandemie den Menschen eine Perspektive für Öffnungsschritte zu geben. Man müsse jetzt „ein Stück Zuversicht, ein Stück Hoffnung auf Normalität geben“, sagte er am Donnerstag in Berlin bei der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten. Auch Fußballstadien müsse man wieder teilweise für Fans öffnen. „Die Menschen müssen wieder raus.

Merz wies zudem auf immaterielle Schäden der Pandemie, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen hin. „Und deswegen unterstütze ich jeden Ansatz, die Schulen offenzulassen, die Kindergärten, die Kindertagesstätten offenzulassen und so viel Unterricht und Betreuung wie möglich stattfinden zu lassen.“

Update, 15.51 Uhr - So ist die Corona-Lage im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1268 aktive Covid-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am Mittwoch (2. Februar) sind beim Gesundheitsamt 336 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 33.214 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 31.627 Personen (372 Personen mehr seit der Meldung vom 2. Februar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 319 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 114.900 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 112.065 Personen die Zweitimpfung erhalten. Des Weiteren haben bereits 84.838 Personen die Drittimpfung erhalten.

Update, 15.19 Uhr - Sechs weitere Corona-Fälle im deutschen Olympia-Team

Einen Tag vor der Eröffnungsfeier (4. Februar) gibt es im deutschen Team bei den Olympischen Winterspielen in Peking sechs weitere Corona-Fälle.

Ob unter den Infizierten auch Athleten sind, teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Donnerstag zunächst nicht mit.

Update, 14.40 Uhr - Zahl der aktiven Fälle im Kreis Altötting steigt stark

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Altötting gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch (2. Februar), 483 neue bestätigte Corona-Fälle. (Stand: 2. Februar, 16 Uhr).

Landkreisweit gibt es derzeit 2216 aktive Fälle. Aktuell gibt es die meisten Fälle in Burghausen (333), Altötting (282) und Burgkirchen (225). Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 1670,3 (Stand: 3. Februar, 5 Uhr)

Update, 14.10 Uhr - Zahl der Corona-Patienten in den InnKliniken steigt

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 42 Patienten im Zusammenhang mit Corona stationär behandelt – 17 in Mühldorf, elf in Burghausen und 14 in Altötting.

Somit zwei mehr, als noch am Mittwoch (2. Februar). Insgesamt sieben Betroffene davon müssen intensivmedizinisch versorgt und vier davon auch beatmet werden (Stand: 3. Februar, 9.15 Uhr).

Update, 13.38 Uhr - Verdi München warnt vor Zusammenbruch der Kita-Versorgung

Die Situation in den Kindertagesstätten ist wegen der Corona-Pandemie nach Ansicht der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dramatisch. „Das System ist kurz vor dem Einsturz“, warnte Verdi München am Donnerstag. Die Beschäftigten seien am Ende ihrer Kräfte und die frühkindliche Bildung bleibe auf der Strecke. Hygienemaßnahmen, Schutz vor Ansteckung und Personalmangel machten eine kindgerechte Förderung kaum noch möglich. Zudem kämen ständig neue Aufgaben hinzu, wie das Abfragen der Testergebnisse von den Kindern.

Verdi forderte, das Kita-Personal besser zu schützen und zu entlasten. „Ansonsten wird irgendwann das System zusammenbrechen und dann ist keiner mehr da, der die Kinder übernehmen kann“, sagte Gewerkschafterin Merle Pisarz. Allein in München seien mindestens 200 Kitas von Gruppenschließungen betroffen. Manche Einrichtungen in Bayern seien sogar ganz zu.

Die Gewerkschaft verlangte Lüftungsanlagen für jede Einrichtung und FFP2-Masken für alle Beschäftigten. Zudem müssten die Öffnungszeiten an das zur Verfügung stehende Personal angepasst werden. Auch die Quarantäneregeln hält Verdi für kontraproduktiv. Kinder könnten sich nach fünf Tagen freitesten, das Kita-Personal erst nach sieben Tagen. „Wer soll dann bitteschön die Kinder betreuen?

Update, 13.01 Uhr - Piazolo: Wegen Corona „durchaus Engpässe“ an bestimmten Schulen

Nach Darstellung von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sorgen die steigenden Corona-Zahlen inzwischen für Probleme an manchen Schulen. Es gebe „durchaus Engpässe in bestimmten Bereichen“, sagte er am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags. Das sei aber regional sehr unterschiedlich. „In weiten Bereichen lässt es sich gut abfangen.“ Anderswo sei es „durchaus eng“. Insgesamt seien aber immer noch an mehr als 90 Prozent aller Schulen alle Klassen im ganz normalen Präsenzunterricht. An neun Prozent der Schulen seien einzelne Klassen im Distanzunterricht.

Die PCR-Pool-Tests an Grundschulen laufen nach Angaben des Ministeriums nach wie vor weitgehend reibungslos. In weit mehr als 90 Prozent der Fälle seien die Pool-Ergebnisse abends da und ebenfalls in weit mehr als 90 Prozent der Fälle am nächsten Morgen die Einzeltests. Dabei war die Zahl der positiven Tests zuletzt hoch: In der vergangenen Woche seien im Durchschnitt sieben Prozent aller Pool-Tests positiv gewesen. Ist dies der Fall, muss weiter untersucht werden, welche Schüler in der Klasse Corona-infiziert sind.

Eine Absenkung der Prüfungsanforderungen lehnte Piazolo im Bildungsausschuss auf Nachfrage ab. „Grundsätzlich“ wolle man die Leistungsanforderungen jetzt nicht überall senken. Denn die Leistungsdefizite seien sehr ungleich verteilt: Viele Schülerinnen und Schüler hätten auch keinerlei Probleme. Und für alle anderen wolle man gemeinsam Brücken bauen und den Schülerinnen und Schülern dabei helfen, den notwendigen Leistungsstand zu erreichen.

Update, 12.17 Uhr - Lindner bringt mehrere Corona-Steuererleichterungen auf den Weg

Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat mehrere Steuererleichterungen auf den Weg gebracht, die Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise entlasten sollen. Ein Gesetzentwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sieht unter anderem die Verlängerung der Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer und erweiterte Möglichkeiten der Verlustverrechnung für Unternehmen vor.

Außerdem soll die Frist zur Abgabe der Steuererklärung für 2020 erneut verlängert werden. Vom Arbeitgeber in bestimmten Berufen gewährte Corona-Prämien sollen bis zu einem Wert von 3000 Euro steuerfrei gestellt werden. Der Großteil der Maßnahmen ist Teil des Koalitionsvertrags von SPD, Grünen und FDP. Die Zustimmung von Kabinett, Bundestag und Bundesrat steht noch aus.

Update, 11.31 Uhr - Inzidenz in Bayern über 1500

Die Zahl der Corona-Infektionen in Bayern steigt weiter rasant an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 44.228 neue Corona-Infektionen im Freistaat - über 7300 mehr als am Mittwoch (2. Februar). Die landesweite Inzidenz überschritt die Schwelle von 1500 und lag bei 1550 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die Zahl gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden. Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten dem RKI demnach 36 neue Corona-Tote.

Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit kommt es derzeit in der Corona-Statistik zu erheblichen Meldeverzögerungen, weil die Behörden mit der hohen Zahl der Fälle überlastet sind. Die bayernweit höchsten Inzidenzen werden aus dem westlichen Münchner Umland gemeldet: An der Spitze liegt der Landkreis Dachau mit 2630,9 - gefolgt von Aichach-Friedberg mit 2314,4.

Update, 10.49 Uhr - Novavax-Impfung nur ab 18 Jahren

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Novavax für Menschen ab 18 aus.

Der Proteinimpfstoff solle zur Grundimmunisierung mit zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Wochen eingesetzt werden, teilte das Expertengremium am Donnerstag mit. Ein entsprechender Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, daher seien Änderungen noch möglich.

Update, 10.33 Uhr - Stiko arbeitet an Empfehlung für zweiten Booster

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für eine zweite Corona-Auffrischimpfung für gesundheitlich besonders gefährdete und exponierte Gruppen aus. Das teilte das Expertengremium am Donnerstag mit.

Für Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche sowie Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen soll es eine zweite Boosterimpfung geben. Ein Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, Änderungen seien noch möglich.

Update, 9.18 Uhr - Rekordwerte in der Region: Inzidenzen driften auseinander - vier weitere Todesfälle

Corona-Lage in der Region am 3. Februar.

Noch nie zuvor wurden in unserer Region innerhalb von 24 Stunden so viele Corona-Neuinfektionen gemeldet. Laut RKI verbuchten die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Berchtesgadener Land und die Stadt Rosenheim 2.609 positiv getestete Personen (Quelle: RKI - Stand: 3. Februar, 3 Uhr).

Die Inzidenzen in der Region entwickeln sich aber in unterschiedliche Richtungen. Während das RKI für den Landkreis Altötting eine Steigerung von 166,5 meldet, ging der Wert in der Stadt Rosenheim um 144,6 zurück.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 1504 auf 1670), Landkreis Mühldorf (von 1806 auf 1964), Kreis Berchtesgadener Land (von 1695 auf 1786), Landkreis Traunstein (von 1114 auf 1054), Stadt Rosenheim (von 2151 auf 2006) und Landkreis Rosenheim (von 1857 auf 1813). 

Das RKI meldet für die Region zudem vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach sind zwei Personen aus der Stadt Rosenheim, eine Person aus dem Landkreis Rosenheim und eine Person im Kreis Mühldorf verstorben. Nähere Angaben zu Alter/Wohnort liegen nicht vor.

Während die Intensivbetten-Auslastung im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle Rosenheim konstant bei rund 83 Prozent bleibt, ging die Intensivbetten-Auslastung im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Traunstein von 85,4 auf 79,8 Prozent zurück (Quelle: DIVI - Stand: 3. Februar, 9 Uhr).

Update, 6.54 Uhr - „Rückkehr zur Normalität“: Aiwanger will Sperrstunde aufheben

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich für baldige Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Freistaat ausgesprochen. „Wir müssen die Rückkehr zur Normalität vollziehen, sobald es die Krankenhauslage irgendwie zulässt“, sagte der Freie-Wähler-Chef und stellvertretende Ministerpräsident der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstag).

Aktuell werde sehr stark gefordert, die Sperrstunde zu lockern oder gleich ganz aufzuheben, sagte Aiwanger der Zeitung. Auch die aktuellen strengen Kontaktbeschränkungen für Geimpfte wie für Ungeimpfte und das Verbot von körpernahen Dienstleistungen wie den Friseurbesuch für Ungeimpfte könne man nicht monatelang aufrechterhalten, wenn die Intensivbelegung weiter deutlich sinke, sagte der Freie-Wähler-Chef.

Zugleich kritisierte Aiwanger Äußerungen von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der ein Ende der Corona-Einschränkungen vor Ostern ausgeschlossen hatte. „Wenn ab Mitte Februar nach Einschätzung der Virologen die Omikron-Zahlen hoffentlich sinken, dann kann man nicht wie Herr Kretschmann sagen, wir gehen bis Ostern keine weiteren Öffnungsschritte“, sagte Aiwanger. Das seien starke Eingriffe in die Freiheitsrechte der Menschen, die man gut begründen müsse. Kretschmann hatte seine Aussagen am Mittwoch.

RKI registriert 236.120 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1283,2

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen ist erneut auf einen Höchststand gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten nach RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 236.120 Fälle in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 203.136 erfasste Neuinfektionen gewesen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 1283,2 an - das ist ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1227,5 gelegen (Corona-Ticker Mittwoch, 2. Februar). Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1017,4 (Vormonat: 232,4). Die aktuellen Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wieder.

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Zudem melden einige Städte und Kreise seit Tagen Probleme bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 164 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 188 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 10.422.764 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 4,77 an (Dienstag: 4,59). Darunter können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 7.869.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 118.334.

mz/mck/dpa