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+++ Eilmeldung +++

„Ich bin schockiert“

Hammer bei Münchner Löwen: 1860 wirft Kapitän Mölders raus - Shitstorm im Netz

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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Gesundheitsminister beraten Corona-Kurs für den Winter - 60 Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Jens Spahn
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Jens Spahn hatte am Mittwoch seinen Appell zu mehr Auffrischungsimpfungen bekräftigt. Am Donnerstag berät er mit den Gesundheitsministern den Fahrplan für den kommenden Winter.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (3. November) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 487 (Quelle/Stand: LGL, 2. November, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 3,7 (Quelle/Stand: LGL, 2. November, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 465 (Quelle/Stand: DIVI, 3. November, 7.20 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 390,0, Landkreis Rosenheim 503,6, Landkreis Traunstein 486,8, Landkreis Berchtesgadener Land 416,6, Landkreis Mühldorf 618,1, Landkreis Altötting 323,3 (Quelle/Stand: RKI, 3. November, 3.24 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 5592, Landkreis Rosenheim 20.476, Traunstein 16.181, Berchtesgadener Land 9270, Mühldorf 9811, Altötting 8042 (Quelle/Stand: RKI, 3. November, 3.24 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 76, Landkreis Rosenheim 486, Traunstein 228, Berchtesgadener Land 109, Mühldorf 167, Altötting 217 (Quelle/Stand: RKI, 3. November, 3.24 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 21.05 Uhr - 60 Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Seit der letzten Pressemitteilung vom Dienstag (2. November) wurden vom dem Landratsamt Altötting 60 neue PCR-bestätigte Fälle erfasst. Damit steigt die Zahl der Fälle auf insgesamt 8042. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz laut RKI liegt bei 323,3. Es liegen acht neue positive Schnelltest-Ergebnisse vor, welche noch nicht in die Gesamtfälle eingerechnet wurden. Per PCR-Test wurden am Mittwoch fünf Schnelltests bestätigt und an das LGL übermittelt. Derzeit sind 625 aktive Fälle im Landkreis Altötting bekannt.

Update, 19.38 Uhr - Zwei Corona-Todesfälle und 186 Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Seit der letzten Pressemitteilung am 02.11.2021 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein 186 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 16.355 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 14.987 Personen (184 Personen mehr seit der Meldung vom 2. November).

Beim Gesundheitsamt sind seit der letzten Pressemitteilung zwei Todesmeldungen eingegangen. Es handelt sich um einen Frau im Alter von 63 Jahren und eine Frau im Alter von 84 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 228 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 486,8. In der Kalenderwoche 43 sind nach aktueller Meldelage 1103 neue COVID-19-Fälle beim RKI registriert worden.

Insgesamt werden in den Kliniken Südostbayern 85 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 76 auf der Normalstation und neun auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 103.282 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 97.563 Personen die Zweitimpfung erhalten. Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes liegen derzeit 1140 aktive COVID-19-Fälle vor.

Von den 1103 COVID-19-Fällen waren 861 nicht oder nicht vollständig geimpft. Bei 242 Personen lag ein vollständiger Impfschutz vor, hiervon war bei 207 Personen eine Symptomatik gegeben.

Update, 18.40 Uhr - Gesundheitsminister beraten über Corona-Kurs für den Winter

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten ab Donnerstag (16 Uhr) in Lindau am Bodensee über den weiteren Kurs im Kampf gegen das Coronavirus. Diskutiert werden soll auf der zweitägigen Gesundheitsministerkonferenz unter anderem, wie mehr Menschen zu Auffrischungsimpfungen bewegt werden können. Auch eine Testpflicht in Pflegeheimen ist ein Thema der Gespräche.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Mittwoch seinen Appell zu mehr Auffrischungsimpfungen bekräftigt, um schon länger zurückliegende Impfungen zu verstärken. Aus seiner Sicht reicht das Tempo beim „Boostern“ nicht. Daher sollten alle Länder alle Menschen ab 60 Jahren anschreiben und darauf hinweisen. Strittig war zuletzt, ob die Länder für Booster-Impfungen auch die regionalen Impfzentren wieder aktivieren sollen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich zuletzt nahezu wöchentlich in Videoschalten ausgetauscht. In Lindau soll nun vor Ort beraten werden, die Beschlüsse sollen am Freitag (13 Uhr) bei einer Pressekonferenz verkündet werden.

Update, 17.41 Uhr - Sieben neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land - 44 Corona-Patienten in Kliniken

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern sieben weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich vier Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 9270 (Stand RKI: 03.11.2021, 00:00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 416,6 (Stand RKI: 3. November 0 Uhr).

Von den insgesamt 9270 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 8530 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 631 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 307 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 33 in Alten- und Pflegeheimen, einer in Gemeinschaftsunterkünften, 241 in Schulen und 32 in Kindergärten. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 443 neue COVID-19-Fälle.

Das Gesundheitsamt ermittelt Kontaktpersonen positiv getesteter COVID-19-Fälle und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 391 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 44 COVID-19-Patienten stationär behandelt. 29 Patienten davon haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land insgesamt 2 Patienten intensivmedizinisch betreut, diese Patienten haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land. Von den 44 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten sind 9 Personen vollständig geimpft und werden auf der Normalstation behandelt. 4 Personen davon haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land.

Die KSOB behandeln am Standort in Traunstein derzeit insgesamt 41 COVID-19-Patienten. Davon haben zwei Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und werden auf der Normalstation behandelt. Von diesen zwei Personen ist eine Person vollständig geimpft.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 85 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 76 Patienten auf der Normalstation und neun Patienten auf der Intensivstation.

Update, 16.30 Uhr - Ein Todesfall und 1.364 aktive Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit Montag (1. November) 131 neue bestätigte Corona-Fälle. Es wurde zudem ein neuer Todesfall gemeldet. Die Zahl der aktiven Fälle beträgt derzeit 1.364. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI bei 618,1.

Besonders viele Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden aus Waldkraiburg (29), Mühldorf am Inn (18) und Haag in Oberbayern (9) gemeldet. Allein in Waldkraiburg (264) und Mühldorf am Inn (215) liegen zusammen fast 500 aktive Fälle vor - Ampfing mit 79 aktiven Fällen liegt auf Rang drei.

Update, 15.28 Uhr - Merkel mahnt zu erhöhter Vorsicht und mehr Corona-Impfungen

Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der kritischeren Corona-Lage zu erhöhter Vorsicht gemahnt und nachdrücklich für mehr Impfungen geworben. „Die Pandemie ist nicht etwa, wie mancher vielleicht im Sommer gedacht hat, am Abklingen, sondern sie fordert uns jetzt und in den kommenden Wochen wieder mit großer Wucht heraus“, machte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin für die Kanzlerin deutlich. In einigen Regionen sei die Lage in den Kliniken schon wieder sehr zugespitzt.

Bundesweit vereinbarte Zugangsregeln zu Innenräumen nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) müssten aus Merkels Sicht konsequent kontrolliert werden. Zu möglichen weitergehenden Maßnahmen verwies Seibert darauf, dass 55,6 Millionen Menschen vollständig geimpft seien. „Niemand plant für sie jetzt weitere Beschränkungen.“ Wenn sich die Lage regional weiter zuspitze, seien weitere Beschränkungen nur bei Nicht-Geimpften möglich. Dies führe logisch zu 2G-Regeln, also Zugang nur für Geimpfte und Genesene - zumindest regional. Es sei Sache der Länder, Maßnahmen in diesem Rahmen umzusetzen.

Besonders erschütternd sei es aus Merkels Sicht zudem, dass es nun auch in Pflegeheimen zu Todesfällen komme. „Dass es in Einzelfällen möglich ist, dass ungeimpfte Mitarbeiter ohne tagesaktuelle Testung in Kontakt mit Heimbewohnern sind, das kann man ja im Grunde kaum verstehen“, sagte Seibert. Seit August für alle Bewohner vorgesehene Auffrischungsimpfungen seien für wenige umgesetzt und müssten nun mit Hochdruck gegeben werden. Jedes Heim sollte sich aktiv darum bemühen. Testregeln müssten sicherstellen, dass ungeimpfte Mitarbeiter oder Besucher niemanden gefährden könnten.

Merkel sei zudem in Sorge, dass weiterhin mehr als 16 Millionen Erwachsene und drei Millionen besonders gefährdete Menschen über 60 nicht geimpft seien - trotz Informationen und leichter Angebote. Seibert erneuerte das Angebot der geschäftsführenden Kanzlerin zu einer Corona-Besprechung mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Update, 14.08 Uhr - Diese Corona-Regeln gelten in Bayern ab 6. November

Die Corona-Infektionszahlen waren in Bayern zuletzt stark gestiegen. Über das Wochenende wurde ein Allzeithoch bei der Sieben-Tage-Inzidenz erreicht. Obwohl die Krankenhaus-Ampel landesweit noch Grünlicht zeigt, sind die Bettenkapazitäten unter anderem auf Intensivstationen in einigen Regionen bereits ausgelastet.

Mehrere Landkreise und die Stadt Rosenheim in der Region sowie der gesamte Regierungsbezirk Niederbayern hatten deshalb bereits die Notbremse gezogen und die Eindämmungsmaßnahmen in ihren Regionen verschärft. Nun hat Söder für das restliche Bayern nachgezogen und die Regeln verschärft. Die beschlossenen Maßnahmen findet Ihr hier:

Hotspot-Komponente, 2G, Schule, Job: Diese Corona-Regeln gelten in Bayern ab 6. November

Söder-PK im Livestream

Update, 13.38 Uhr - Wieder strenge Maskenpflicht an bayerischen Schulen

Nach den Herbstferien wird in den Grundschulen für eine Woche und in den weiterführenden Schulen für zwei Wochen wieder eine Maskenpflicht im Schulgebäude eingeführt. Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo erklärte hierzu, dass diese Maskenpflicht nach den gleichen Regelungen wie zu Schuljahresbeginn (Maskenpflicht auch am Platz und unabhängig vom Mindestabstand, Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 können eine textile Mund-Nasen-Bedeckung tragen, alle übrigen Schüler medizinische Gesichtsmasken) gehandhabt werden soll. Des Weiteren sollen Schüler bei einem Infektionsfall in der Klasse künftig eine Woche lang an jedem Schultag getestet werden.

Update, 13.33 Uhr - Holetschek: Fehlende Pflegekräfte sind großes Problem

„Wir erleben eine Dynamik, die nicht vorhersehbar war. Eine Dynamik, auf die wir reagieren müssen”, mit diesen Worten schließt sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek Markus Söder an. Die Maßnahmen, die man heute getroffen hat, seien unumgänglich. „3G wird zu 3G-Plus und 2G”, so Holetschek weiter. Mit der neuen Hotspot-Strategie (Landkreise ab einer Inzidenz von 300) habe man eine gute Lösung gefunden. 

Die Lage sei ernst. Das höre man auch wieder öfter aus den Krankenhäusern. Klinken würden demnach vermehrt überlastete Intensivstationen melden. Immer häufiger müssten auch eigentlich notwendige Operationen aufgeschoben werden. Ein weiteres Problem seien die fehlenden Pflegekräfte. Es könne nicht sein, dass ein Intensivbett nicht betrieben werde könne, weil Personal fehlt, so Holetschek. Dem wolle Bayern mit einem 35-Millionen-Euro-Paket entgegen wirken. „Eine Situation, dass Menschen in Bayern nicht ordentlich medizinisch versorgt werden können, ist mindestens genauso schlimm wie der Klimawandel”, erklärte Holetschek.

Update, 13.27 Uhr - Mahnwache für Impftote in Altötting - Söder: „Absurd!“

Abschließend kündigte Söder „striktere Kontrollmethoden“ an, um die Einhaltung der Regeln zu gewährleisten und das Sicherheitsgefühl für die Bürger zu verbessern. Dazu soll vor allem „die Dichte der Kontrollen verbessert“ werden. Anderen Vorschläge bzw. Vorgänge wie ein „Freedom Day“ oder eine „Mahnwache für Impftote durch die AfD in Altötting“ nannte Söder „absurd“. Abschließend stellte er klar: „Das Virus bleibt einfach heimtückisch. Deswegen müssen wir weiter klug agieren. Wir sind angesichts der Impfung allerdings in einer anderen Situation als in den vorangegangenen Wellen.“

Update, 13.25 Uhr - Dies gilt bei gelber und roter Ampel in Hotspots

Ist die Krankenhaus-Ampel in Bayern Gelb, gelten in Hotspots (siehe Update 13.20 Uhr) nachfolgende Maßnahmen: Es besteht FFP2-Maskenpflicht (statt medizinischer Maske), es wird in Sport, Kultur und/oder anderen betroffenen Bereichen von 3G auf 3Gplus umgestellt. Überall wo bislang 3G-Plus galt, gilt dann die 2G-Regel (also für Diskos, Clubs und Bordellbetriebe). Im Hochschul- und Ausbildungsbereich bleibt es bei 3G. Es wird eine Testverpflichtung für Alten- und Pflegeheime geben. Nicht betroffen von den „G-Maßnahmen“ sind der Handel und der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV).

Springt die Corona-Ampel in Bayern sogar auf Rot, würden in Hotspots sogar nochmals verschärfte Maßnahmen in Kraft treten: Dann gilt 3G am Arbeitsplatz, die 2G-Regel würde auf viele weitere Bereiche ausgedehnt, Handel und ÖPNV wären allerdings wieder ausgenommen. Für die Bereiche Gastronomie und körpernahe Dienstleistungen will die Staatsregierung auch bei roter Ampel jedoch zumindest 3G-Plus erlauben.

Update, 13.20 Uhr - Krankenhaus-Ampel wird teilweise regionalisiert

„Wir dürfen nicht überreagieren, aber wir dürfen auch nichts auslassen“, leitete Söder auf die neuen Maßnahmen über, der von „bedrückenden und aufrüttelnden Berichten aus dem Krankenhaus-Bereich“ sprach. Als erste Maßnahme wird ab 8. November in den bayerischen Schulen für mindestens zwei Wochen wieder die Maskenpflicht eingeführt. Zudem soll in der ersten Woche nach den Ferien jeden Tag getestet werden, um maximale Sicherheit zu gewährleisten. Für Grundschulen gelten teilweise Ausnahmen.

Zudem wurden die Warnstufen bei der Krankenhaus-Ampel konkretisiert. Die Ampel in Bayern wird gelb, wenn bei den Intensivbetten ein Wert von 450 im Freistaat überschritten wird. Rot wird die Ampel wie bisher bei einer Belegung von über 600. Weiter wird die Ampel auch gewissermaßen regionalisiert: In Hotspots werden weitere Maßnahmen erforderlich, wenn die Inzidenz im jeweiligen Landkreis über 300 liegt und eine Intensivbetten-Auslastung von 80 Prozent und höher erreicht wird.

Update, 13.08 Uhr - Söder: „Der Booster ist der beste Schutz“

Es sei deswegen absurd, seitens des Bundes den Begriff „epidemische Lage“ aus der Gesetzeslage streichen zu wollen, machte Söder deutlich. Man habe deswegen „große Sorge in Bayern“. Deswegen positionierte sich der Ministerpräsident auch im Hinblick auf einen neuen Bund-Länder-Gipfel zu Corona klar: Dieser sei dringend notwendig, so Söder. 

Zugleich warb der CSU-Chef noch einmal für die Impfung. „Der Booster ist der beste Schutz“, so Söder. Der Freistaat will deswegen möglichst jedem Bürger ein Angebot zu einer dritten Impfung machen - und nicht nur den Menschen in der Altersgruppe über 70.

Update, 13.04 Uhr - Söder: „In den Hotspots ist kein Bett mehr frei!“

Am Vormittag ist die bayerische Staatsregierung einmal mehr - diesmal allerdings wieder virtuell - zu einer Kabinettssitzung zusammengekommen. Auch diesmal wieder im Mittelpunkt: Der weitere Umgang mit der Corona-Pandemie. Bayern steht angesichts stark steigender Zahlen und einer immer höheren Klinik-Auslastung vor herausfordernden Wochen. Am Mittag sind Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) vor die Medien getreten, um auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Beratungen zu informieren.

„Die vierte Corona-Welle rollt durch Deutschland - und ganz besonders durch Bayern“, sagte Söder. Corona sei „mit aller Macht zurück“, betonte der Ministerpräsident angesichts stark steigender Infektionszahlen in den letzten Wochen. Besonders bei den jungen Menschen gäbe es enorm hohe Zahlen. Es sei aber nach wie vor eine „Pandemie der Ungeimpften“, so Söder. Zudem zeige sich immer mehr, dass überall dort, wo die Impfzahlen niedrig sind, die Infektionszahlen sehr hoch seien. Darüber hinaus spitze sich die Lage in den Krankenhäusern zusehends zu. „Besonders in den Hotspots ist kein Bett mehr frei“, so Söder und sprach dabei von „Hilferufen“ aus dem medizinischem Bereich.

PK im Livestream: Spahn und Wieler äußern sich zum Streitthema Booster-Impfung

In der Debatte über Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus wollen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Robert Wieler Stellung nehmen.

Update, 12.16 Uhr - RKI-Chef: Ohne Gegensteuern bringt vierte Corona-Welle viel Leid

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) warnt vor einer weiteren Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland. „Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, wird diese vierte Welle wieder viel Leid bringen. Es werden viele Menschen schwer erkranken und sterben, und das Gesundheitswesen wird wieder stark belastet“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Die Welle entwickle sich leider genau wie befürchtet, da nicht genügend Menschen geimpft seien und Verhaltenshinweise zum Schutz vor Ansteckungen sowie die 2- und 3G-Regeln nicht mehr ausreichend umgesetzt würden. „Das sind erschreckende Zahlen“, sagte Wieler mit Blick auf die erfassten Todesfälle in Deutschland.

Der RKI-Chef rief zum Impfen und zum Einhalten der Regeln zu Abstand, Hygiene, Masken und Lüften auf. Die Impfung sei keine Wunderwaffe, machte er deutlich: Sie wirke nicht bei allen Geimpften gleich. „Außerdem kann der Impfschutz im Laufe der Zeit nachlassen - besonders bei Älteren, die ohnehin sehr gefährdet sind.“ Solidarität bleibe das Gebot der Stunde, betonte Wieler. „Wir alle wollen, dass dieser Winter der letzte Winter der Covid-19-Pandemie sein wird.“ Alle trügen die Verantwortung für die weitere Entwicklung der vierten Welle. Mit Impfungen und dem Einhalten der Maßnahmen könnten viele Menschenleben gerettet werden.

Update, 11.50 Uhr - Diese drei Punkte müssen beachtet werden, um gegen die Welle anzukommen

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich in der Bundespressekonferenz angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen besorgt gezeigt. Außerdem sei das Auslaufen der epidemischen Lage als Zeichen missverstanden worden. „Die Pandemie ist alles andere als vorbei. Es braucht jetzt die Eigenverantwortung und Vorsicht jedes Einzelnen“. Im weiteren Verlauf wurde der Minister deutlich: „Wir erleben vor allem gerade eine Pandemie der Ungeimpften - und die ist massiv“, sagte Spahn weiter. „Auf den Intensivstationen würden weniger Corona-Patienten liegen, wenn sich mehr Personen impfen lassen würden“, sagt der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister.

Es brauche nun drei Punkte, um gegen die Welle anzukommen: 3G- und AHA-Regeln müssten konsequent umgesetzt werden, es müsse verpflichtende Testkonzepte für Pflegeheime geben, auch für das Personal und Besucher, zudem seien „viele, viele Auffrischimpfungen“ nötig. Spahn forderte mehr Konsequenz: „Da wo 3G gilt, möchte ich mit Nachdruck dafür werben, das auch zu kontrollieren.“ In Regionen mit einer besonderen Belastung appellierte Spahn für eine strengere 2G-Strategie. „Das hat nichts mit Impf-Mobbing zu tun, es geht darum, eine Überlastung des Gesundheitswesens zu vermeiden.“ 

Update, 10.48 Uhr - 2G in Restaurants: Sachsen will Maßnahmen verschärfen

Sachsens Regierung will angesichts drastisch steigender Corona-Infektionen die Schutzmaßnahmen verschärfen und die 2G-Regel (geimpft oder genesen) für Gastronomie, Veranstaltungen im Innenbereich oder Großveranstaltungen einführen. Das sehen Eckpunkte der neuen Schutzverordnung vor, über die das Kabinett am Dienstag beriet. Zu den Großveranstaltungen zählen auch Fußballspiele. Im öffentlichen Nahverkehr sollen FFP2-Masken Pflicht sein. Die Maskenpflicht im Unterricht wird nicht aufgehoben.

Nach einer verkürzten Anhörungsphase will das Kabinett am Freitag endgültig entscheiden. Die neue Verordnung soll am kommenden Montag in Kraft treten. Es gehe um eine „Prävention in der Pandemie“, erklärte Dagmar Neukirch, Staatssekretärin im Sozialministerium. Andernfalls müsste man bei einer Überlastung der Krankenhäuser den Notstand ausrufen.

„Wir sind leider in einer sehr ernsten Lage“, sagte Neukirch. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 284,4 liege Sachsen hinter Thüringen bundesweit auf dem zweiten Platz und habe fast das Doppelte des Bundeswertes (153,7). Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge betrage die Wocheninzidenz sogar 465,8. Das Infektionsgeschehen spiele sich rasant unter den vielen Menschen ab, die noch nicht geimpft sind. Bei ihnen liege die Wocheninzidenz bei 600, bei den Geimpften betrage sie 58. Die Belastung der Krankenhäuser sei größer als vor einem Jahr.

Update, 9.51 Uhr - Bayerischer Schüler (17) lehnt Corona-Test ab und fliegt von Schule

Hart durchgegriffen hat ein Schulleiter in Schwabach (Mittelfranken). Weil sich ein 17-jähriger Schüler nicht testen lassen will, ist er nun der Schule verwiesen worden, dies berichtet „Bild“. Der Schulleiter will jedoch mit sich reden lassen: Sollte sich der 17-Jährige doch testen lassen und ein negatives Ergebnis vorlegen können, dürfe er wieder am Unterricht teilnehmen. Der Schüler, der von seiner Mutter unterstützt wird, bleibt jedoch uneinsichtig: „Ich bin kerngesund. Warum soll ich mich testen lassen, wenn ich keinen Schnupfen habe oder sonst irgendwelche Anzeichen einer Krankheit. Ich finde alles übertrieben und fühle mich unwohl, wenn ich mir dreimal die Woche ein Stäbchen in die Nase stecken soll.

„Bild“ hat beim Staatsministerium für Unterricht und Kultus nachgefragt. Daniel Otto (39), Stellvertretender Pressesprecher, wird folgendermaßen zitiert: „Schülerinnen und Schüler, die kein negatives Testergebnis vorlegen und deshalb nicht regelmäßig am Unterricht teilnehmen können, verletzen daher grundsätzlich ihre Schulpflicht. Schüler, die sich nicht daran halten, müssen mit ‚Sanktionen‘ rechnen: von Geldbuße bis Schulentlassung. Diese Regelungen habe auch der Verwaltungsgerichthof (VGH) in einer Entscheidung deutlich gemacht.“ Demnächst muss ein Gericht über den Fall entscheiden.

Update, 9.12 Uhr - Freie Wähler gegen neue Maskenpflicht im Unterricht

Die Freien Wähler im bayerischen Landtag haben sich vor der Kabinettssitzung an diesem Mittwoch gegen eine Rückkehr zur Maskenpflicht für Schüler am Sitzplatz ausgesprochen. „Wir Freien Wähler sehen es sehr skeptisch, wieder eine generelle und flächendeckende Maskenpflicht an Schulen einzuführen“, sagte ihr Parlamentarischer Geschäftsführer Fabian Mehring der „Augsburger Allgemeinen“).

„Noch ist die Schwelle für weitere Schutzmaßnahmen an Schulen nicht erreicht“, sagte der Abgeordnete weiter. „Wenn wir jetzt die Maskenpflicht einführen und sich die Lage dann Richtung Winter weiter verschärft, haben wir ganz schnell wieder die Debatte, Schulen komplett zu schließen.“ Die Maskenpflicht im Unterricht war in Bayern erst Anfang Oktober aufgehoben werden. Am Mittwoch berät das Kabinett darüber, ob sie angesichts steigender Infektionszahlen nach den Herbstferien wieder gilt.

Update, 8.24 Uhr - Kreis Miesbach neuer Spitzenreiter der „Hotspot-Liste“

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 3. November 2021).

Das RKI hat für die Region eine sehr unterschiedliche Entwicklung gemeldet. Demnach sind zwar beispielsweise die Inzidenzen in Stadt und Kreis Rosenheim gestiegen, die Inzidenzen von den Kreisen Traunstein und Berchtesgadener Land teils massiv - um mehr als 125 Zähler - gesunken. Ursache könnte sein, dass wegen des Feiertags weniger Infektionen an das RKI gemeldet wurden. Nachforschungen dazu laufen aktuell. Vom RKI hieß es am Morgen lediglich, einzelne Werte würden nicht kommentiert.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 344,8 auf 323,3), Landkreis Mühldorf (von 650,7 auf 618,1), Kreis Berchtesgadener Land (von 544,5 auf 416,6), Landkreis Traunstein (von 614,7 auf 486,8), Stadt Rosenheim (von 361,7 auf 390,0) und Landkreis Rosenheim (von 483,7 auf 503,6). In der Region wurde laut RKI fünf weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind drei Personen im Kreis Traunstein und je eine Person in Mühldorf und Rosenheim Stadt verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

487 hospitalisierte Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gibt es aktuell in Bayern, damit liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 3,7 (Quelle/Stand: LGL, 2. November, 8 Uhr). Die Krankenhausampel ist damit aktuell grün. Bayern plant jedoch offenbar, die Krankenhausampel zu regionalisieren.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der PK um 13 Uhr.

Update, 7.21 Uhr - Über 20.000 neue Fälle: Inzidenz sinkt zum zweiten Mal in Folge

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwochmorgen eine Inzidenz von 146,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 153,7 gelegen. Ursache könnte sein, dass wegen des Feiertags weniger Infektionen an das RKI gemeldet wurden. Nachforschungen dazu laufen aktuell. Vom RKI hieß es am Morgen lediglich, einzelne Werte würden nicht kommentiert. In den Tagen davor war die Inzidenz stets merklich gestiegen - das aber mit etwa gleichbleibender, nicht zunehmender Dynamik.

Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden 20.398 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie 194 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Damit liegt der Wert um rund 2800 Fälle niedriger als noch vor einer Woche, als 23.212 neue Fälle gemeldet wurde. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 4.628.419, die Gesamtzahl der Todesfälle auf 96.027.

Bayerisches Kabinett berät über verschärfte Corona-Maßnahmen

Die bayerische Staatsregierung will am Mittwoch auf die drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen reagieren und Verschärfungen bei den Eindämmungsmaßnahmen beschließen. Unter anderem soll die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler im Unterricht wieder eingeführt und die Krankenhaus-Ampel als Indikator für die Auslastung der Kliniken - bisher nur landesweit verfügbar - regionalisiert werden.

Außerdem hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vorgeschlagen, den Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen in den Hotspots nur noch für Geimpfte und Genesene (2G) zuzulassen. Hierbei kamen ihm die besonders betroffenen Kommunen der Landesregierung allerdings bereits zuvor.

Am Freitag hatten bereits die besonders stark betroffenen Landkreise der Region und die Stadt Rosenheim entsprechende Maßnahmen beschlossen, am Dienstag zogen die Landkreise und kreisfreien Städte im gesamten Regierungsbezirk Niederbayern nach. In den betroffenen Kommunen ist die Auslastung der Krankenhäuser und ihrer Intensivstationen bereits wieder am Anschlag, die Kommunalpolitiker sprachen von einer Situation, die „zunehmend dramatisch“ werde.

mh/mw/dpa

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