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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Knapp 40 Prozent der Deutschen vollständig geimpft - Delta-Variante bei fast jeder zweiten Infektion

Coronavirus - Impfung in Hausarztpraxis
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Insgesamt gab es bislang fast 78 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (6. Juli) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 3,1, Landkreis Rosenheim 5,4, Landkreis Traunstein 7,9, Landkreis Berchtesgadener Land 8,5, Landkreis Mühldorf 2,6, Landkreis Altötting 3,6 (Quelle/Stand: RKI, 6. Juli, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3936, Landkreis Rosenheim 13.933, Traunstein 11.076, Berchtesgadener Land 6022, Mühldorf 6970, Altötting 6048(Quelle/Stand: RKI, 6. Juli, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 67, Landkreis Rosenheim 462, Traunstein 216, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 155, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 6. Juli, 0 Uhr)
  • Mindestens 91.062 Todesfälle in Deutschland (15.278 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.53 Uhr - Hof impft Schulkinder ab zwölf Jahren

Bei einer Impfaktion in der Stadt und im Landkreis Hof können sich am Wochenende Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. „Gerade mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien gilt es, sich und damit auch andere bestmöglich zu schützen“, sagte der ärztliche Leiter des Impfzentrums Hofer Land, Johann Schötz, am Dienstag. Das Angebot gilt neben den Kindern und Jugendlichen an weiterführenden Schulen auch für deren Eltern.

Die Ständige Impfkommission hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

„Eine Impfung ohne Vorerkrankungen ist nach ärztlicher Aufklärung ebenso möglich“, teilte der Landkreis Hof am Dienstag mit. Verabreicht werden solle der Impfstoff des Herstellers Pfizer, der grundsätzlich ab zwölf Jahren zugelassen sei.

Hof war noch im Frühjahr Corona-Hotspot gewesen. Nun sei man bei der Immunisierung gut vorangekommen, jeder zweite im Kreis habe den vollen Impfschutz, sagten Landrat Oliver Bär (CSU) und Oberbürgermeisterin

Update, 20.20 Uhr - Umfrage im Gastgewerbe: Öffnungen bringen kaum Entspannung

Hotels und Restaurants in Deutschland schätzen ihre wirtschaftliche Lage laut einer Umfrage trotz der Lockerungen der Corona-Beschränkungen weiter als angespannt ein. Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Jahr 2019 habe im Juni bei 35,7 Prozent gelegen, hieß es vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Dienstag. „Nach insgesamt neun Monaten Lockdown erholen sich die Betriebe nur langsam von den verheerenden Folgen der Pandemie“, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Unter den 3300 vom Verband befragten Betrieben gab es jedoch den Angaben zufolge große Unterschiede. Während Clubs und Diskotheken im Juni weiter auf fast 90 Prozent ihrer Erträge aus der Zeit vor der Pandemie verzichten mussten, lagen die Einbußen bei Gastronomen, die vor allem Essen anbieten, bei unter 30 Prozent. Der Verband begrüßte angesichts der Lage die Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die Überbrückungshilfen zu verlängern.

Nach dem Ergebnis der Umfrage rechnen die Betriebe erst in zwölf Monaten wieder mit einem Normalbetrieb wie vor der Krise. Zu den größten Herausforderungen gehörten zudem die Rückzahlung von Krediten und fällige Zahlungen für gestundete Mieten und Pachten. Mit den Folgen der Pandemie werde die Branche demnach noch lange ringen.

Update, 18.31 Uhr - Knapp 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig geimpft

Knapp 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag (Stand 16.40 Uhr) hervor. Demnach wurden am Montag 479 .36 Impfdosen verabreicht. Mehr als 47,2 Millionen Menschen (56,8 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, knapp 32,7 Millionen Menschen (39,3 Prozent) sind vollständig geimpft. Insgesamt gab es bislang fast 78 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter schrieb. Knapp 10 Prozent der 12- bis 18-Jährigen seien mindestens einmal geimpft.

Update, 17.45 Uhr - Ein neuer Covid-19-Fall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern einen weiteren bestätigten Covid-19-Fall im Landkreis gibt.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt damit auf 6.022 (Stand RKI: 06.07.2021, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 8,5 (Stand RKI: 06.07.2021, 0 Uhr).

Von den insgesamt 6.022 Covid-19-Fällen sind mittlerweile 5.908 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es zwölf aktive Covid-19-Fälle im Landkreis.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell drei Covid-19-Patienten stationär behandelt. Diese Patienten werden nicht intensivmedizinisch betreut.

Update, 17.12 Uhr - 32 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 32 aktive Covid-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 7,9.

Seit der letzten Pressemitteilung am 5. Juli sind beim Staatlichen Gesundheitsamt sechs Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 11.080 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 10.832 Personen (elf Personen mehr seit der Meldung vom 5. Juli).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 216 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Derzeit wird in den Kliniken im Landkreis Traunstein ein Covid-19-Patient behandelt, dieser befindet sich auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 86.051 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 65.516 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16.25 Uhr - Delta endgültig in Deutschland angekommen: Variante bei fast jeder zweiten Infektion

In deutschen Laboren geht mittlerweile knapp die Hälfte aller untersuchten Corona-Befunde auf die Delta-Variante zurück. Das teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Demnach betrug der Delta-Anteil bei der Datenerhebung der Woche bis 4. Juli 47 Prozent. Der Verband sprach von einem „erwartungsgemäßen“ Anstieg. Die Zahlen des ALM decken sich in etwa mit der Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) von vergangener Woche. Es sei damit zu rechnen, dass die in Indien entdeckte Mutante „mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmacht“, schrieb das RKI mit Bezug auf die Woche bis 4. Juli. Aktuelle Daten des RKI werden am Mittwochabend erwartet.

Zuletzt seien in den ALM-Laboren 613 991 PCR-Untersuchungen innerhalb eine Woche gemacht worden. Dabei gab es 5065 positive Befunde, das entspreche einer weiterhin niedrigen Positivrate von 0,8 Prozent.

Weiterhin gebe es Kapazitäten für rund zwei Millionen PCR-Tests pro Woche. „Es gilt unverändert, dass aufgrund der deutlichen Ausbreitung der Delta-Variante die Kapazitäten vorgehalten werden, damit wir jederzeit auf kurzfristige Herausforderungen reagieren können“, sagte Michael Müller, 1. Vorsitzender des ALM, laut einer Mitteilung.

Am Sonntagmorgen trat bereits das ein, was Expertinnen und Experten befürchtet hatten: Während der Anteil der ansteckenderen Delta-Variante wächst, hat sich der Sinkflug der Corona-Zahlen vorerst abgebremst. Erstmals seit Anfang Juni war die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag sogar gestiegen - wenn auch nur gering. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 5,0 (4,9 Vortag) an. Am Dienstagmorgen lag der Wert jedoch wieder bei 4,9.

In Deutschland selbst gibt es noch wenig Erfahrung damit, was die Delta-Variante für Krankenhäuser bedeuten könnte. „Wir haben noch nicht genügend Daten, um wirklich klar zu sagen, wie gefährlich oder ungefährlich (...) sie ist“, hatte RKI-Chef Lothar Wieler kürzlich gesagt. Nach RKI-Angaben trifft Delta bislang eher Menschen unter 60. Ihr Risiko für schwere Verläufe gilt als deutlich geringer verglichen mit Hochaltrigen.

Update, 15.33 Uhr - Bayern: Fan-Rückkehr mit 35 Prozent Stadionauslastung - Alkoholverbot

Bayerns Profifußball-Vereine können sich auf die Rückkehr von Fans in die Stadien freuen. Mit Beginn der Saison 2021/22 dürfen die Arenen im Freistaat unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 35 Prozent ausgelastet werden - maximal sind 20 000 Zuschauer erlaubt. Das geht aus einem Beschluss der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien vom Dienstag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die darin für Bayern extra festgehaltenen Regelungen sind zurückhaltender als die allgemeinen Beschlüsse. Außerdem wird es ein komplettes Alkoholverbot geben.

Während in anderen Teilen Deutschlands bis zu 25 000 Zuschauer in den Stadien gelassen werden, muss der Rekordmeister FC Bayern München mit 5000 Fans weniger planen. Bayern begründet diesen Sonderweg mit der Delta-Variante, steigenden Fallzahlen in anderen Ländern und der erwartbaren Reiserückkehrerproblematik nach dem Urlaub.

Die Allianz Arena ist das einzige Stadion in Bayern, in das die Maximalzahl von 20 000 Fans dürfen. Grundvoraussetzung für die Zuschauerrückkehr ist die Freigabe durch die zuständigen Behörden. Die Inzidenzzahlen dürfen dabei nicht über 35 liegen.

Nach Angaben aus Länderkreisen ist eine formale Zustimmung der Ministerpräsidenten nicht nötig. Die Neuregelung muss aber noch in Bayerns Infektionsschutzmaßnahmenverordnung übertragen werden.

Update, 14.30 Uhr - SPD fordert Aufhebung der FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Die BayernSPD-Landtagsfraktion fordert die Staatsregierung auf, die FFP2-Maskenpflicht in Bayern durch eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken zu ersetzen. Der Fraktionsvorsitzende Florian von Brunn betont: „Weder Inzidenzwert noch Infektionslage in Bayern unterscheiden sich merklich von Ländern, in denen es in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Einzelhandel keine FFP2-Pflicht mehr gibt. Mehrere namhafte Organisationen kritisieren die FFP2-Pflicht schon länger: Die Stiftung Warentest etwa hat festgestellt, dass die Mehrzahl der Masken nicht richtig sitzt und entsprechend nicht richtig schützt.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) vertreten ähnliche Standpunkte und sehen keinen wirklichen Mehrwert. Wenn die Staatsregierung die FFP2-Pflicht nicht begründen kann, was ganz offensichtlich der Fall ist, muss sie sie jetzt abschaffen.“

Der SPD-Fraktionschef hat eine entsprechende Anfrage zum Plenum gestellt. In dieser möchte er auch wissen, wie die Staatsregierung die maximale Tragedauer einer FFP2-Maske sicher stellen möchte. „Für FFP2-Masken wird empfohlen, die Maske maximal 75 Minuten zu tragen und dann 30 Minuten Pause einzulegen. Das ist etwa bei längeren Zugfahrten nicht möglich. Das stundenlange Tragen einer solchen Maske ohne Pause ist bei den momentanen Außentemperaturen insbesondere für ältere Personen oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen sehr belastend. Auch dafür hat die Staatsregierung keine Lösung! „ Von Brunn fordert deswegen Ministerpräsident Söder auf, in der heutigen Kabinettssitzung die FFP2-Maskenpflicht aufzuheben.

Update, 13.40 Uhr - Europäische Aufholjagd bei Corona-Impfungen kommt voran

Die europäische Aufholjagd bei den Impfungen gegen Covid-19 kommt nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen voran. Mitte April habe man noch 25 Prozentpunkte hinter den Vereinigten Staaten gelegen, was die Zahl der Erwachsenen mit mindestens einer Impfung angeht, sagte die Politiker am Dienstag im Europaparlament in Straßburg. Heute seien dies nur noch fünf Prozentpunkte, und die Lücke schließe sich immer weiter. „Es zeigt sich (...), dass sich das Durchhaltevermögen gelohnt hat“, sagte von der Leyen. Die Impfkampagne werde endlich zu einer Erfolgsgeschichte.

Nach Angaben des Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) vom Dienstag hatten zuletzt bereits mehr als 225 Millionen Erwachsene in der EU mindestens eine Impfdosis bekommen, was einer Impfquote von 61,5 Prozent entspricht. Rund 148 Millionen Menschen waren vollständig geimpft (40,4 Prozent). Die Gesamtzahl der Einwohner der EU-Staaten wurde zuletzt mit rund 447 Millionen angegeben.

Die PK im Livestream:

Update, 12.33 Uhr - Holetschek: „Müssen jetzt jeden Tag um Impfwillige werben!“

„Wir sind an einem Paradigmenwechsel angekommen: Wir müssen jetzt jeden Tag darum werben, Impfwillige zu finden. Das gilt sowohl für Impfzentren als auch für Arztpraxen“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im Zusammenhang mit der bayerischen Impfkampagne. Es gehe jetzt darum, den Impfstoff zu den Menschen zu bringen, nachdem jetzt genug Impfstoff verfügbar ist. Holetschek sprach von „niedrigschwelligen Angeboten“. Zugleich gehe es darum, den Menschen aufzuzeigen, welche Vorteile es bringt, wenn man sich zweimal impfen lässt.

Update, 12.27 Uhr - So stellt sich Piazolo das kommende Schuljahr vor

Auch beim Schulunterricht in Bayern während der Corona-Pandemie gibt es eine positive Entwicklung. Inzwischen befinden sich im Freistaat wieder mehr als 99 Prozent der bayerischen Schüler im Präsenzunterricht - wenn auch unter gewissen Auflagen, betonte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Als wichtigen Schritt bezeichnete der Minister die Tatsache, dass die Schüler die Maske am Platz inzwischen wieder zur Seite legen dürfen.

„Das Ziel ist es, dass wir ab Herbst durchgängig Präsenzunterricht anbieten können“, wagte Piazolo einen Ausblick auf das kommende Schuljahr. Dafür solle ein „hohes Sicherheitsnetz“ geknüpft werden, bestehend unter anderem aus AHA-Regeln, Lüften und der Weiterführung des Tests- und Maskenkonzeptes. „Es ist geplant, auch im nächsten Schuljahr mit den Tests fortzufahren“, so Piazolo. An den Grund- und Förderschulen sollen bei niedrigen Inzidenzen jedoch ein sogenanntes „Pool Testing“ erlaubt werden. Zudem sollen mobile Luftreinigungsgeräte angeschafft werden. 15.000 davon seien bereits vorhanden, nun sollen weitere angeschafft werden. 50 Prozent der Kosten davon übernimmt der Freistaat. Piazolo sprach von einer Größenordnung von 200 Millionen Euro und nannte als grobe Zahlen 50.000 Geräte für Klassenzimmer und etwa 60.000 Geräte für Kitas.

Update, 12.14 Uhr - Bayern investiert halbe Milliarde für „infektionsgerechtes“ Schuljahr

Das wirksamste Mittel gegen die Delta-Variante sei ein weiteres Fortschreiten der Impfkampage. „Impfen ist der entscheidende Weg, um die Pandemie endgültig zu besiegen“, sagte Herrmann, der die aktuellen Zahlen präsentierte: 54,4 der bayerischen Bürger sind inzwischen erstgeimpft. 38,2 der Menschen haben bereits vollen Impfschutz.

In Sachen Infektionsschutzverordnung seien in der heutigen Sitzung keine weiteren Beschlüsse gefasst worden. Vielmehr ging es vornehmlich darum, wie das kommende Schuljahr in Bayern „infektionsgerecht“ ermöglicht werden kann. Dazu will die Staatsregierung laut Herrmann „große Anstrengungen unternehmen“ und wird dazu ein Programm mit einem Volumen von einer halben Milliarde Euro auflegen.

Update, 12.09 Uhr - „Virus ist nach wie vor vorhanden - vor allem Delta“

Am Mittag sind Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek, Digitalministerin Judith Gerlach (alle CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) vor die Presse getreten, um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Kabinettssitzung am Vormittag zu informieren. Im Mittelpunkt stand dabei einmal mehr das weitere Vorgehen gegen die Corona-Pandemie.

„Es ist derzeit insgesamt deutlich entspannter als in den letzten Wochen und Monaten. Auch die Entwicklung in den letzten Tagen kann uns positiv stimmen. Die Lage ist weiterhin stabil“, erklärte Herrmann zu Beginn. Obwohl die Infektionszahlen sich inzwischen auf niedrigem Niveau bewegen, gelte es, die Reproduktionszahl (Bayern aktueller Stand: 0,89) weiter im Blick zu behalten, betonte der Minister: „Das Virus ist nach wie vor vorhanden - vor allem mit seiner ansteckenden Delta-Variante!“ Hier würden die Zahlen deutlich ansteigen. Inzwischen mache diese Variante über ein Viertel der Neu-Infektionen in Bayern aus, hieß es.

Update, 11.08 Uhr - Maas für baldige Aufhebung aller Corona-Einschränkungen

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. „Damit ist im Laufe des August zu rechnen“, sagte Maas der Deutschen Presse-Agentur und der „Süddeutschen Zeitung“. „Wenn alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot haben, gibt es rechtlich und politisch keine Rechtfertigung mehr für irgendeine Einschränkung.“

Ähnlich hatte sich zuvor bereits der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, geäußert. „Spätestens im September wird für jeden Impf-Willigen ein Impfangebot verfügbar sein, dann müssen eigentlich nahezu alle Corona-Maßnahmen weg“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Jeder kann dann immer noch individuell entscheiden, ob er oder sie weiter Maske tragen will - Pflicht sollte es dann aber nicht mehr sein.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat versprochen, bis zum 21. September allen Menschen in Deutschland ein Impfangebot zu machen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht inzwischen aber davon aus, dass das schon Ende Juli der Fall sein kann.

Update, 10.23 Uhr - Kabinettssitzung: Erneut Diskussion um Luftfilter für Schulen

Vor einer Woche hatte Ministerpräsident Söder das Ziel ausgerufen, „dass im September in jedem Klassenzimmer ein mobiler Lüfter ist“. Etwa 60.000 Klassenzimmer und 52.000 Kita-Räume sollen bis nach den Sommerferien ausgestattet werden. Doch wie Gemeindetagspräsident Uwe Brandl (CSU) fordert, „mehr Klarheit“ darüber, ob man die Ausschreibungen für die Gerätebeschaffung erleichtern kann und welche Spezifikationen gelten sollen, damit diese gegen die Coronaviren überhaupt wirken, berichtet der Bayerische Rundfunk. Der Kauf von 120.000 Geräten bis September sei jedoch „nicht machbar“.

Deswegen stehen Luftfilter für Klassenzimmer und Kitas heute erneut auf der Tagesordnung des Bayerischen Kabinetts, dessen Sitzung zur Stunde läuft. Im Anschluss informieren Staatskanzleichef Florian Herrmann, Digitalministerin Judith Gerlach (beide CSU), Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek(CSU) über die Ergebnisse der Beratungen.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der PK um 12 Uhr.

Update, 9.51 Uhr - Landkreis Altötting meldet keinen neuen Corona-Fall

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt keinen neuen Corona-Fall gemeldet. Damit blieb die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 6048 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis acht aktive Fälle. Die Fälle verteilen sich folgendermaßen: Neuötting (3), Altötting (2) und je ein Fall in Burgkirchen, Kirchweidach und Töging. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting liegt aktuell bei 3,6.

Update, 9.04 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 6. Juli).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region halten sich weiter auf einem inzwischen sehr niedrigen Niveau. In allen Kreisen der Region blieb die Inzidenz stabil oder sank: Kreis Altötting (stabil 3,6), Kreis Mühldorf (stabil 2,6), Kreis Berchtesgadener Land (stabil 8,5), Kreis Traunstein (von 8,5 auf 7,9), Kreis Rosenheim (von 5,7 auf 5,4) und in der Stadt Rosenheim (stabil 3,1).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.21 Uhr - Holetschek kritisiert Aiwanger wegen Nichtimpfung

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Position seines Kabinettskollegen Hubert Aiwanger zu Corona-Impfungen kritisiert. Die Haltung des Wirtschaftsministers tue der Impfkampagne nicht gut, sagte Holetschek der „Allgäuer Zeitung“. Der Vorsitzende der Freien Wähler steht in der Kritik, weil er sich bislang keine Spritze gegen das Coronavirus hat geben lassen. Aiwanger wehrt sich dagegen. Er verlangt, dass auf Ungeimpfte kein Druck ausgeübt werden dürfe.

Auch Holetschek sagte, dass jeder selbst entscheiden müsse, ob man sich impfen lasse. „Ich sage aber auch, Impfen ist ein Akt der Solidarität. Wenn man bestimmte öffentliche Ämter innehat und sozusagen auch Vorbild ist, sollte man sich bewusst machen, welche Welle man damit auslöst.“

RKI registriert 440 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 4,9

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.37 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 404 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI nun mit bundesweit 4,9 an (Vortag: 5,0; Vorwoche: 5,4). Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz während der dritten Corona-Welle hatte es am 26. April 2021 mit 169,3 gegeben. Danach sank der Wert - von wenigen Ausreißern abgesehen - ziemlich stetig. Zuletzt deutete sich aber eine mögliche Trendwende an, vor der Pandemie-Experten wegen der zunehmenden Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante schon seit längerem warnen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 31 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 57 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.731.564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.630.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.062.

mh/mw/dpa

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