Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bund und Länder planen: Corona-Impfungen für Kinder sollen noch im Sommer kommen

Corona-Impfungen für Kinder sollen noch im Sommer kommen.
+
Corona-Impfungen für Kinder sollen noch im Sommer kommen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 6. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 173,1, Landkreis Rosenheim 99,9, Landkreis Traunstein 182,7, Landkreis Berchtesgadener Land 100,1, Landkreis Mühldorf 182,1, Landkreis Altötting 185,6 (Quelle/Stand: RKI, 6. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3744, Landkreis Rosenheim 13.206, Traunstein 10.523, Berchtesgadener Land 5591, Mühldorf 6712, Altötting 5718 (Quelle/Stand: RKI, 6. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 59, Landkreis Rosenheim 449, Traunstein 208, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 147, Altötting 205 (Quelle/Stand: RKI, 6. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 84.126 Todesfälle in Deutschland (14.317 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.49 Uhr - Bund und Länder wollen Impfungen für Kinder über 12 vorbereiten

Bund und Länder wollen mögliche Corona-Impfungen für Kinder im Alter über 12 Jahren während der Sommerferien vorbereiten. Stand heute sei eine EU-Zulassung des bisher ab 16 Jahre freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige im Juni wahrscheinlich, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin nach Beratungen mit seinen Länder-Kollegen. Unter dieser Voraussetzung wollten die Länder jeweils für sich Konzepte erstellen, wie bis Ende August allen 12- bis 18-Jährigen eine erste Impfung angeboten werden könne. Der Bund wolle sicherstellen, dass dafür die nötigen Impfdosen für diese Altersgruppe auch verfügbar sind.

„Gerade die Eltern und die Kinder dürfen erwarten, dass wir diese Frage bestmöglich vorbereiten”, sagte Spahn. Sie litten wie viele andere auch seit Monaten unter dieser Pandemie. Es gehe auch darum, „ob und wie Schule wieder losgehen kann nach den Sommerferien”. Spahn betonte mit Blick auf den Zeitplan ausdrücklich, dass eine Impfstoff-Zulassung für Kinder über 12 Jahre im Juni wahrscheinlich sei, sie liege aber nicht bei 100 Prozent.

Update, 19.49 Uhr - 30 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein - Anfragen zu Verschiebungen von Zweitimpfungen häufen sich

Das zuständige Gesundheitsamt Traunstein meldet 30 Corona-Neuinfektionen. Derzeit liegen damit landkreisweit insgesamt 1162 aktive Fälle vor. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden aktuell 29 COVID-19-Patienten behandelt, davon 21 auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation. Im Landkreis wurden bisher 52.408 Personen mit einer Erstimpfung versorgt, 11.946 davon auch bereits mit einer Zweitimpfung.

Dr. Herbert Bruckmayer, Ärztlicher Leiter des Impfzentrums für den Landkreis Traunstein: „Derzeit häufen sich Bitten um Terminverschiebung der 2. Impfung gegen Covid-19. Die Impfstoffdosen sowie der Ablauf am Impfzentrum sind fest eingeplant. Aufgrund logistischer und räumlicher Gegebenheiten ist hier kaum Spielraum. Deshalb ist eine Terminverschiebung nur sehr begrenzt möglich.”

Update, 18.38 Uhr - Spahn: Priorisierung bei Astrazeneca-Impfstoff vollständig aufgehoben

Impfwillige können sich künftig ohne Rücksicht auf die gültige Vorrangliste gegen Corona impfen lassen - wenn sie sich mit ihrem Arzt für Astrazeneca entscheiden. Das beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wie der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Demnach wird die Priorisierung bei diesem Impfstoff vollständig aufgehoben. Ärztinnen und Ärzte in Praxen könnten nun entscheiden, wer wann mit dem Impfen drankomme und ob das Präparat von Astrazeneca das passende sei, so Spahn.

Der Wegfall der Priorisierung bei Astrazeneca geht auf einen Vorschlag Spahns zurück. Der Bund beruft sich dabei auf einen Passus der Impfverordnung. Demnach kann von der Reihenfolge etwa nach Alter, Vorerkrankungen und Berufsgruppen abgewichen werden, wenn dies für eine effiziente Organisation oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist. Mehrere Bundesländer haben für den Impfstoff bereits die Priorisierung aufgehoben.

Künftig soll es dem Arzt in Absprache mit dem Impfling laut Bund-Länder-Beschluss auch freigestellt werden, den Abstand für eine Astrazeneca-Zweitimpfung zwischen vier und zwölf Wochen festzulegen. „Die Zweitimpfung haben jetzt viele lieber früher, auch mit Blick auf den Sommer - das geht mit Astrazeneca auch innerhalb der Zulassung“, hatte Spahn bereits im WDR gesagt. Astrazeneca-Geimpfte müssten dann weniger lang warten bis zum Wegfall von Corona-Einschränkungen. Allerdings hätten Astrazeneca-Geimpfte im Fall einer früheren zweiten Spritze den Nachteil einer womöglich geringeren Wirksamkeit.

Update, 18.01 Uhr - Astrazeneca-Impfstoff wird freigegeben

Die Menschen in Deutschland können sich in ihrer Arztpraxis künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Bund und Länder beschlossen am Donnerstag die Aufhebung der Bevorzugung von Risikogruppen bei diesem Impfstoff, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin mitteilte.

Update, 17.20 Uhr - „Zettelwirtschaft“ mit „Impfheftchen“: Polizei befürchtet Chaos und massenhafte Fälschungen

Die Polizei in Bayern hat in der Corona-Pandemie klare Vorgaben für den Nachweis für Geimpfte und Genesene gefordert. Im Zusammenhang mit Kontrollen von Geimpften und Genesenen brauche die Polizei dringend eine eindeutige Regelungslage, teilte der Vorsitzende des Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Köhnlein, am Donnerstag in München mit.

Köhnlein warnte vor einer „Zettelwirtschaft“ mit „Impfheftchen“ und Gesundheitsnachweisen sowie massenhaften Urkundenfälschungen. Es sei unklar, wie die Polizei ihr vorgelegte Dokumente auf ihre Richtigkeit überprüfen könne. Die Gewerkschaft forderte deshalb, unverzüglich zu klären, ob es etwa digitale Lösungen für den Nachweis von Geimpften und Genesenen geben werde und ob ein Datenaustausch zwischen Polizei und Gesundheitsbehörden möglich sei.

Die Fraktionschefin der Grünen im Landtag, Katharina Schulze, teilte dazu mit, das Vorpreschen der Söder-Regierung produziere erneut viele Fragen und Unsicherheiten. Das „Schnell-Schnell“ werde erneut auf dem Rücken der Polizei, Gesundheitsämter und Ladenbesitzer ausgetragen. „Wann lernt die Söder-Regierung endlich, dass man die Hausaufgaben vorab machen muss, die Beteiligten einbinden und dann die große Verkündung machen sollte?“, so Schulze.

In Bayern traten am Donnerstag Erleichterungen für Menschen mit einem vollständigen Corona-Impfschutz sowie für Menschen mit einer überstandenen Infektion in Kraft. Für die Lockerungen im Bereich der privaten Treffen oder bei den Testpflichten ist die Impfung oder eine bestätigte Infektion mittels PCR-Test nachzuweisen. Auf Bundesebene ist derzeit ein einheitlicher Corona-Impfnachweis in Planung.

Update, 16.18 Uhr - EU-Kommission will bis Oktober drei neue Medikamente gegen Covid-19

Im Kampf gegen Covid-19 will die EU-Kommission die Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente zügig vorantreiben. Impfstoffe könnten nicht die einzige Antwort auf die Krankheit sein, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Donnerstag in Brüssel. Es gebe in der Europäischen Union zwar vier zugelassene Corona-Impfstoffe, aber mit Remdesivir nur ein Medikament.

„Wir müssen stärker auf Behandlungen setzen, damit die Krankenhäuser weniger Menschen stationär aufnehmen müssen, die Erkrankten schneller genesen und die Sterblichkeit gesenkt wird“, sagte die EU-Kommissarin aus Zypern. Als Ziel nannte sie, dass bis Oktober drei Medikamente entwickelt und zugelassen werden sollten. Bis Ende des Jahres sollten möglicherweise zwei weitere hinzukommen.

Die Strategie der EU-Kommission sieht vor, Studien und klinische Prüfungen mit Millionenbeträgen zu fördern und vielversprechende Vorhaben zu koordinieren. Bis Juni sollten fünf vielversprechende Therapeutika ermittelt werden.

Schon jetzt seien Hersteller von 57 potenziellen Medikamenten in Kontakt mit der Europäischen Arzeimittel-Agentur EMA gewesen, sagte Kyriakides. Drei Mittel würden seit Anfang des Jahres im sogenannten Rolling-Review-Verfahren geprüft. Danach werden Daten noch vor dem Abschluss der Studien und vor dem formellen Antrag auf Marktzulassung bewertet.

Update, 15.37 Uhr - Bundesnotbremse greift vor allem bei nächtlicher Mobilität

Die mit der Bundesnotbremse eingeführte nächtliche Ausgangssperre in Städten und Kreisen mit einer hohen Zahl von Coronainfektionen zeigt Auswirkungen auf die nächtliche Mobilität. Eine totale Nachtruhe herrscht aber nicht auf den Straßen: Nach Daten des Statistischen Bundesamtes ging die nächtliche Mobilität in der Zeit vom 24. April bis 1. Mai in Kreisen mit Ausgangssperre im Vergleich zum Jahr 2019 durchschnittlich um zwölf Prozentpunkte stärker zurück als in Kreisen ohne Ausgangssperre.

Ehe die Maßnahmen des Bundes in Kraft traten, betrug der Unterschied der nächtlichen Mobilität in Kreisen mit und ohne regionale Ausgangssperre nur drei Prozentpunkte. Vom 24. April an sei der Unterschied mit einem 12 Prozentpunkte stärkeren Rückgang in Kreisen mit Ausgangssperre also viermal so groß wie vorher gewesen.

Der bislang größte Unterschied war den Angaben zufolge am 1. Mai zu beobachten, als der nächtliche Mobilitätsrückgang in Kreisen mit Notbremse rund 20 Prozentpunkte stärker ausfiel als in Kreisen ohne Notbremse. Tagsüber seien hingegen weder vor, noch seit Einführung der Bundesnotbremse nennenswerte Unterschiede zwischen Kreisen mit und ohne nächtliche Ausgangssperren zu erkennen, hieß es.

Die nächtliche Mobilität in der Zeit von 22 bis 6 Uhr, die etwa sechs bis sieben Prozent der Gesamtmobilität ausmache, ging den Angaben zufolge im April besonders stark zurück: Hatte der Rückgang im Vergleich zu 2019 für den März bei 21 Prozent gelegen, betrug er im April durchschnittlich 30 Prozent.

Update, 14.48 Uhr - Medienberichte: Jugendliche sollen bis Ende der Sommerferien geimpft werden

Laut bild.de soll bis zum Ende der Sommerferien allen Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren ein Impfangebot gemacht werden. Das geht aus einem Beschlusspapier der Gesundheitsministerkonferenz hervor, dass der Zeitung vorliegt. Die Minister würden davon ausgehen, dass der Biontech-Impfstoff für Jugendliche ab 12 Jahren freigeben wird.

Wie das Magazin „Buisness Insider“ berichtet, werden für dieses Vorhaben bis zu zehn Millionen Impfdosen benötig, bis Ende Mai sollen die Länder nun ein Konzept erarbeiten. Wörtlich soll es in dem Blatt laut dem Wirtschaftsmagazin heißen: „Dies kann beispielsweise durch ausdrückliche Einladung dieser Jahrgänge in die Impfzentren geschehen, durch Reihenimpfungen in den Schulen oder auf vergleichbaren Wegen.“

Anfang Juni soll es zwischen Bund und Ländern zu erneuten Beratungen kommen. Ein endgültiger Vorschlag soll dann von den Ministerpräsidenten unterbreitet werden.

Update, 14 Uhr - So entwickeln sich die Fallzahlen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern elf weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich vier Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt auf 5.591 (Stand RKI: 6. Mai, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 100,1 (Stand RKI: 6. Mai, 0 Uhr).

Von den insgesamt 5591 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 5319 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 173 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon elf in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 106 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell acht COVID-19-Patienten stationär behandelt. Derzeit werden keine Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Im Landkreis Berchtesgadener Land wurden mit Stand: 5. Mai, 20 Uhr bislang insgesamt 41.986 Impfungen durchgeführt, davon 31.562 Erstimpfungen (29,72 %) und 10.424 Zweitimpfungen (9,82 %).

Update, 13.15 Uhr - Erste Hürde genommen: Bundestag billigt Corona-Erleichterungen für Geimpfte

Für vollständig Geimpfte und genesene Menschen sollen zahlreiche Corona-Beschränkungen entfallen. Der Bundestag billigte am Donnerstag eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung mit großer Mehrheit. Dafür stimmten die schwarz-rote Koalition, Grüne und Linke. Die FDP enthielt sich, die AfD votierte dagegen. Wenn an diesem Freitag auch der Bundesrat zustimmt, könnten die Erleichterungen am Wochenende in Kraft treten.

Für Geimpfte und Genesene sollen auch automatisch die Erleichterungen gelten, die bisher Menschen mit negativen Coronatests vorbehalten sind. Vorgesehen ist, dass sich vollständig geimpfte oder genesene Personen unbeschränkt treffen können. Bei Treffen mit anderen Personen sollen sie nicht mitgezählt werden. Also könnten sich zum Beispiel auch in Regionen mit hohen Infektionszahlen zwei nicht geimpfte Menschen mit einer unbegrenzten Zahl an Geimpften treffen.

Update, 13.02 Uhr - CSU-Stadtratsfraktion will Schanigärten in Rosenheim etablieren

Die CSU-Stadtratsfraktion fordert in Rosenheim die Ein- bzw. Weiterführung sog. “Schanigärten” auf Parkplätzen vor Gaststätten in den Sommermonaten sowie eine unkomplizierte Genehmigung von entsprechenden Anträgen durch die Verwaltung. Die Fraktion hat einen entsprechenden Antrag bei der Stadt Rosenheim eingereicht.

Die Schanigärten sollen nicht nur während der Corona-Pandemie, sondern dauerhaft etabliert werden. Die Erweiterung der Außengastronomieflächen durch Verzicht auf Parkplätze habe sich bereits im letzten Jahr zum Beispiel in der Nikolaistraße bewährt, hieß es unter anderem zur Begründung. Zudem könne man dadurch die Gastronomen bei der Bekämpfung von Umsatzeinbußen unterstützen und außerdem sei das Risiko einer Corona-Infektion im Freien deutlich geringer.

Update, 12.30 Uhr - 36 bayerische Städte und Landkreise bei Inzidenz unter 100

Immer mehr Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern liegen unter der für Lockerungen wichtigen Inzidenz von 100. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) auf seinem Dashboard für 36 Städte und Landkreise Werte unter 100. Das sind 10 mehr als am Mittwoch. Mit dem Stadtkreis Passau und dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab lagen zwei davon sogar unter 50.

30 Land- und Stadtkreise liegen bei Inzidenzen zwischen 100 und 150, weitere fünf unter der für die Öffnung von Grundschulen wichtigen Grenze von 165. Die bayernweite Inzidenz lag am Donnerstag laut RKI bei 123,8.

Die Inzidenz ist wichtig beispielsweise für Lockerungen im Handel oder die Öffnung von Schulen. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.09 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Bundesweit lag die Inzidenz am Mittwoch bei 129,1.

Update, 11.38 Uhr - Nachweise für Corona-Impfung und Genesung: Polizei befürchtet „Zettelwirtschaft“ bei Kontrollen

Im Hinblick auf die geplanten Erleichterungen für Corona-Geimpfte und Genesene hat Jürgen Köhnlein, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), die schnelle Einführung fälschungssicherer Nachweise angemahnt. „Die Polizei braucht im Zusammenhang mit Personenkontrollen von Geimpften und Genesenen dringend eine eindeutige Regelungslage und verlässliche Nachweise über Impfstatus und überstandene Covid-19-Erkrankung“, sagt Köhnlein. Er warnt vor einer „Zettelwirtschaft“ mit Impfheftchen und Gesundheitsnachweisen und befürchtet massenhafte Urkundenfälschungen, wie Medienberichte der vergangenen Tage über gefälschte Impfpässe, beispielsweise im Messengerdienst „Telegram“, zeigen.

Die Politik hat sich für Erleichterungen für Geimpfte und Genesene entschieden. Dadurch wird die Arbeit der Polizei bei ihren Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Beschränkungen sicher nicht leichter werden, da unklar ist, ob und wie die Polizei dabei vorgelegte Dokumente auf ihre Richtigkeit überprüfen kann.

Update, 11.18 Uhr - Über 1,1 Millionen Impfungen am Mittwoch - mehr als 30 Prozent der Deutschen erstgeimpft

In Deutschland haben 30,6 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor (Stand: 6. Mai, 9.45 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang 8,6 Prozent der Bevölkerung.

Am Mittwoch wurden demnach rund 1,1 Millionen (1.092.765) Impfungen gemeldet. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mitteilte, sei das nach dem Start der Impfkampagne in Deutschland der zweite Tag, an dem die Zahl der verabreichten Impfdosen siebenstellig sei. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am Mittwoch vergangener Woche mit 1.116.608 Impfungen erreicht worden.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 34,3 Prozent. Brandenburg liegt mit 27,2 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 91,3 Prozent verbraucht. Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen.

Update, 10.50 Uhr - Holetschek fordert mehr Impfdosen für Ärzte im ländlichen Raum

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will den Ärzten in ländlichen Regionen mehr Impfdosen zukommen lassen. Der Bund müsse hier nachjustieren, forderte er am Donnerstagmorgen (6. Mai) laut einer Mitteilung. „Der ländliche Raum muss trotz geringerer Ärztedichte und angesichts seiner besonderen strukturellen Herausforderungen in der Regelversorgung genauso mit Impfstoff versorgt werden wie Regionen mit hoher Ärztedichte. Wo es weniger Ärzte gibt, sollten diese zum Beispiel die Möglichkeit bekommen, entsprechend mehr Impfdosen zu bestellen.“

Zudem will Holetschek auch „Möglichkeiten für weitere Sonderkontingente für Impfzentren prüfen - ausreichende Impfstofflieferungen vorausgesetzt“. Ziel sei es, „in allen Regionen Bayerns möglichst rasch möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot zu machen“.

Update, 10.18 Uhr - 40 Patienten in InnKlinikum in Behandlung - ein Todesfall

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 40 Patienten im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung stationär behandelt - 13 davon in Mühldorf, 13 in Burghausen und 14 in Altötting (Stand: 6. Mai, 8.45 Uhr). Bei zwei Patienten besteht ein Verdacht auf eine Covid-Erkrankung. Weitere elf Personen müssen intensivmedizinisch versorgt werden, bei allen ist eine Beatmung nötig. Zudem meldeten die Kliniken einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Dabei handelt es sich um einen 72-jährigen Mann aus dem Landkreis Mühldorf.

Update, 9.50 Uhr - Aussetzung von Corona-Impfstoffpatenten? Von der Leyen offen für Gespräche

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zeigt sich offen für eine Debatte über den US-Vorstoß zur Aussetzung von Corona-Impfstoffpatenten. „Die Europäische Union ist bereit, jeden Vorschlag zu diskutieren, der diese Krise wirksam und pragmatisch angeht“, sagte von der Leyen am Donnerstag. Man müsse sehen, wie der US-Vorschlag diesem Ziel dienen könne. „Kurzfristig rufen wir jedoch alle Länder mit Impfstoffproduktion auf, Exporte zu erlauben und alles zu vermeiden, was Lieferketten stören könnte.“

Von der Leyen betonte in ihrer online übertragenen Rede für eine Konferenz in Italien: „Um es klar zu sagen, Europa ist die einzige demokratische Region der Welt, die Exporte im großen Maßstab erlaubt.“ Bisher seien mehr als 200 Millionen Dosen Corona-Impfstoff in den Rest der Welt geliefert worden. Das sei fast so viel, wie hier in der EU verabreicht worden sei. Die EU sei die Apotheke der Welt.

Update, 9.20 Uhr - Landkreis Altötting meldet 26 Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 26 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand 5. Mai, 16 Uhr). Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5716 Personen.

Aktuell gibt es im Landkreis 410 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (71), Burgkirchen (53) und Altötting (37). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 185,6.

Update, 8.28 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 6. Mai).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gesunken sind die Inzidenzen in den Kreisen Altötting (von 190,1 auf 185,6), Kreis Berchtesgadener Land (von 113,3 auf 100,1), Kreis Mühldorf (von 195,0 auf 182,1) und im Kreis Rosenheim (von 101,0 auf 99,9). Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Traunstein (von 160,7 auf 182,7) und in der Stadt Rosenheim (von 160,5 auf 173,1).

In der Region wurden laut RKI fünf weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind drei Personen im Kreis Traunstein und je eine Person in der Stadt Rosenheim und im Kreis Mühldorf verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.46 Uhr - Diese Lockerungen gelten jetzt für Geimpfte und Genesene in Bayern

Der Freistaat schreitet voran und gibt Geimpften und Genesenen wieder mehr Freiheiten. Bereits ab Donnerstag (6. Mai) fallen für Menschen mit einem vollen Corona-Impfschutz oder nach einer überstandenen Corona-Erkrankung einige Einschränkungen weg. Diese Erleichterungen sieht die geänderte Corona-Verordnung für Bayern vor:

  • TESTPFLICHT: Ist etwa im Einzelhandel und für den Besuch im Museum ein Corona-Schnelltest erforderlich, fällt diese Pflicht für Geimpfte und Genesene künftig weg.
    Voraussetzung ist, dass Geimpfte über den vollständigen Impfschutz verfügen. Bei Impfungen, die zwei Impfdosen vorsehen, muss die Impfreihe also abgeschlossen sein. Zudem müssen danach 14 Tage vergangen sein, um die Rechte als Geimpfter in Anspruch nehmen zu können.
    Genesene müssen ihre zurückliegende Infektion mit einem PCR-Testergebnis aus dieser Zeit nachweisen. Zudem muss die Infektion mindestens 28 Tage zurückliegen und es dürfen keine Symptome mehr vorliegen. Liegt die Erkrankung mehr als sechs Monate zurück, benötigen Genesene zudem eine einmalige Impfung, damit die Erleichterungen für sie gelten.
  • AUSGANGSSPERRE: Die nächtliche Ausgangssperre, die in Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz über 100 gilt, gilt für Geimpfte und Genesene nicht mehr. Sie dürfen ab sofort auch wieder nachts aus dem Haus und dies auch ohne konkreten Grund, wie die Staatsregierung nun festlegte.
  • KONTAKTE: Bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte zählen vollständig Geimpfte sowie Genesene künftig nicht mehr mit. Somit sind für sie auch unabhängig von der regionalen Sieben-Tage-Inzidenz wieder Treffen mit mehr Menschen möglich.
  • QUARANTÄNE: Erleichterung sieht die geänderte Verordnung auch bei der häuslichen Quarantäne nach dem Kontakt mit nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten vor. Diese fällt für Geimpfte und Genesene ebenfalls weg.

Dabei gilt für Genesene:

  • Wenn die Infektion länger als 6 Monate zurückliegt: Vorlage des positiven PCR-Tests mit Datum (= Zeitpunkt der Infektion) und Vorlage der Dokumentation einer Impfung nach 6 Monaten: Impfausweis („Impfpass“) oder Impfbescheinigung.
  • Wenn die Infektion innerhalb der letzten 6 Monate erfolgte: Vorlage eines positiven PCR-Tests mit Datum und Vorlage eines negativen Tests nach Entisolierung. Oder: Bescheid des Gesundheitsamts zur Anordnung der Isolation und negativer Test nach Entisolierung“, so ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums.

Update, 7.14 Uhr - Spahn will für Astrazeneca Priorisierung aufheben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben. „Wir werden generell - und darüber möchte ich morgen mit Karl-Josef Laumann (NRW) und anderen 15 Landesministerkollegen reden - bei Astrazenca eindeutig sagen für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt“, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in der Sendung „Aktuelle Stunde“ des WDR-Fernsehens. Unabhängig von Alter oder Vorerkrankung könne dann also jeder, der mit Astrazeneca geimpft werden wolle, auch geimpft werden. Auf die Nachfrage, ab wann das gelten solle, sagte Spahn: „Für Astrazeneca jetzt schon sofort, das ist mein Vorschlag.“

Zugleich plädierte Spahn für mehr zeitliche Flexibilität bei der Verabreichung der nötigen zweiten Astrazeneca-Impfung. „Das Zulassungsintervall, der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung, ist vier bis zwölf Wochen. Wir haben jetzt regelhaft zwölf Wochen gemacht, weil die Wirksamkeit höher ist. Wir werden aber deutlich mehr Flexibilität jetzt möglich machen.“ Er wisse aus Erfahrungen im eigenen Bekanntenkreis: „Die Zweitimpfung haben jetzt viele lieber früher, auch mit Blick auf den Sommer - das geht mit Astrazenca auch innerhalb der Zulassung.“

RKI meldet knapp 22.000 neue Fälle und 250 weitere Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) nun binnen eines Tages 21.953 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Donnerstagmorgen hervor (Stand: 6. Mai, 0 Uhr). Zum Vergleich: Am Donnerstag vor einer Woche hatte der Wert bei 24.736 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 129,1 (Vortag: 132,8; Vorwoche: 154,9). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 250 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 264 Tote (News-Ticker Mittwoch, 5. Mai).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.473.503 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.107.300 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 84.126. In Bayern kamen 38 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 14.317).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,83 (Stand: 5. Mai; Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt der Wert anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/dpa

Kommentare