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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Schlagabtausch im Landtag wegen Corona-Zahlen und Inzidenz der Ungeimpften : „Es ist so armselig“

Bayerischer Landtag
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Blick in den Plenarsaal des Bayerischen Landtags.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (7. Dezember) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 925 (Quelle/Stand: LGL, 6. Dezember, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsrate in Bayern: gesamt 7,0 (Quelle/Stand: LGL, 6. Dezember, 8 Uhr); geimpft 2,6; ungeimpft 15,5 (Quelle/Stand: LGL, 2. Dezember, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 1064 (Quelle/Stand: DIVI, 7. Dezember, 6.42 Uhr)**/***
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 86,2 % (Quelle/Stand: DIVI, 7. Dezember, 6.15 Uhr)****
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 92,6 % (Quelle/Stand: DIVI, 7. Dezember, 8.15 Uhr)****
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 706,1, Landkreis Rosenheim 808,9, Landkreis Traunstein 831,6, Landkreis Berchtesgadener Land 788,1, Landkreis Mühldorf 804,4, Landkreis Altötting 658,3 (Quelle/Stand: RKI, 7. Dezember, 3.26 Uhr)****
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 7896, Landkreis Rosenheim 32.014, Traunstein 24.929, Berchtesgadener Land 14.507, Mühldorf 15.392, Altötting 12.286 (Quelle/Stand: RKI, 7. Dezember, 3.26 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 85, Landkreis Rosenheim 553, Traunstein 270, Berchtesgadener Land 119, Mühldorf 236, Altötting 235 (Quelle/Stand: RKI, 7. Dezember, 3.26 Uhr)

    ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 450 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Gelb in Kraft
    *** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft
    **** = Liegt die Intensivbetten-Auslastung im Rettungsleitstellenbezirk über 80% und die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/der Stadt bei 300 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Rot in Kraft

Update, 20.40 Uhr - Schlagabtausch im Landtag wegen Corona-Zahlen

Nach der lauten FDP-Kritik an den bayerischen Inzidenz-Zahlen für Geimpfte und Ungeimpfte ist es im Landtag zu einem teils heftigen Schlagabtausch gekommen. Die FDP und auch die SPD erneuerten am Dienstag ihre Kritik an der Staatsregierung und am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), Redner von CSU und Freien Wählern, aber auch von den Grünen, warfen der FDP dagegen vor, die Bürger zu verunsichern und der AfD, Querdenkern, Impfskeptikern und Verschwörungstheoretikern in die Hände zu spielen. „Es ist so armselig, was sie hier abliefern“, sagte Holetschek Richtung FDP.

Anlass des Streits ist die Berechnung der Inzidenz aufgeschlüsselt nach Geimpften und Ungeimpften durch das LGL - und die Frage, ob es legitim ist, Personen mit unbekanntem Impfstatus der Gruppe der Ungeimpften zuzuschlagen - auch wenn diese mittlerweile einen sehr großen Teil ausmachen. Tatsächlich könnte dies das Ergebnis etwas verzerren. Die FDP hatte Staatsregierung und LGL eine Täuschung der Öffentlichkeit vorgeworfen und personelle Konsequenzen gefordert.

LGL-Präsident Walter Jonas hatte allerdings argumentiert, aus fachlicher Perspektive halte das LGL es weiter für richtig, die Fälle mit unbekanntem Impfstatus den Ungeimpften zuzurechnen - man wisse aus der Vergangenheit, dass man damit „deutlich näher“ an der tatsächlichen Fallzahl sei als wenn man umgekehrt handeln würde.

Die FDP blieb am Dienstag bei ihrer Kritik. Das selbst ernannte Team Vorsicht habe den Geimpften mit den verzerrten Inzidenzen eine trügerische Sicherheit vermittelt, sagte Fraktionschef Martin Hagen.

Holetschek sagte dagegen erneut, es handle sich bei der Sache um eine fachliche Frage - und warf der FDP vor, die Menschen zu verunsichern. „Sie machen sich zum Sprachrohr derer, die rechts neben Ihnen sitzen“, sagte Holetschek - rechts neben der FDP sitzt im Landtag die AfD. Aber auch Andreas Krahl (Grüne) warf der FDP vor, der AfD mit der ganzen Sache und der Landtagsdebatte eine Paradebühne zu bieten.

Update, 19.21 Uhr - 66 Millionen Euro: Bayern will 100 zusätzliche Intensivbetten

In Anbetracht der teilweise übervollen Intensivstationen in Bayerns Krankenhäusern will Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) mehr Personal gewinnen. Damit soll die Zahl der nutzbaren Intensivbetten um bis zu 100 erhöht werden. Laut Intensivregister hat Bayern derzeit 3673 betreibbare Intensivbetten.

Wegen Personalmangels ging die Zahl innerhalb eines Jahres um rund 20 Prozent nach unten. Bayern startet deshalb eine Bundesratsinitiative, bei der das Nettogehalt von Intensivpflegepersonal und Pflegekräften mit vergleichbarer Belastung für zwölf Monate verdoppelt werden soll. Einerseits sollen Gehaltsanteile steuerfrei gestellt werden, andererseits soll ein vom Bund ohnehin geplanter Pflegebonus ausgeweitet werden. Bayern will zusätzlich das Staatssäckel öffnen und Geld für Kliniken bereitstellen, das dann an das Personal weitergereicht werden kann.

Außerdem sollen zur Entlastung von Akutkrankenhäusern auch Fachkliniken und ähnliche Häuser ab sofort in die Versorgung von Corona-Patienten eingebunden werden. Die entsprechenden Kliniken werden aufgefordert, geeignete Patienten aufzunehmen - alternativ sollen sie Pflegepersonal für besonders belastete Krankenhäuser zur Verfügung stellen, wie das Kabinett beschloss.

Dafür soll es eine finanzielle Entschädigung für die Kliniken geben, beziehungsweise die Pflegekräfte sollen einen Ausgleich für die Zusatzbelastungen bekommen. Auch Pflegekräfte aus Reha-Einrichtungen sollen mithelfen. Insgesamt stellt der Freistaat 66 Millionen Euro bereit, um mit diesen und weiteren Maßnahmen die Kapazitäten zur Behandlung von Intensivpatienten zu sichern und zu erweitern.

Update, 19.07 Uhr - 32 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt Berchtesgadener Land meldet 32 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis. 16 der 32 Personen befanden sich bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation.

Aktuell gibt es landkreisweit 1103 aktive Fälle, davon 74 in Alten- und Pflegeheimen, zwei in Gemeinschaftsunterkünften, 427 in Schulen, 121 in Kindergärten und drei in Justizvollzugsanstalten.

Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Berchtesgadener Land liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Dienstag bei 788,1 (Stand: 7. Dezember).

Update, 18.26 Uhr - Kontaktverfolgung im Kreis Traunstein jetzt digital

Als eines der ersten bayerischen Ämter stellt das Traunsteiner Gesundheitsamt auf die digitale Kontaktaufnahme mit positiv getesteten Personen und deren engen Kontaktpersonen um. Dabei sollen künftig alle mittels PCR-Test positiv getesteten Personen automatisch per E-Mail oder SMS kontaktiert werden.

Über einen Link kann die betroffene Person zudem weitere Kontaktpersonen angeben sowie alle Vorgaben zur Isolationspflicht abrufen. Für die digitale Kontaktaufnahme muss sichergestellt sein, dass die E-Mailadresse oder Handynummer mit dem Abstrich an das Labor weitergeleitet wird.

Das Gesundheitsamt erhofft sich dadurch, Bürgerinnen und Bürger wesentlich schneller als zuvor informieren zu können.

Update, 17.19 Uhr - Biathlon-Event auf Schalke abgesagt

Nachdem am Montag (6. Dezember) bereits bekannt wurde, dass die beiden Springen der Vierschanzentournee in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen Corona-bedingt ohne Zuschauer stattfinden müssen, wurde am Dienstagnachmittag das Biathlon-Event auf Schalke abgesagt. Auch im vergangenen Jahr fiel die Veranstaltung bereits Corona zum Opfer.

Alternativ wurden damals die Biathlon-Rennen in der Chiemgau-Arena in Ruhpolding ausgetragen. Auch 2021 ist dies eine Option, wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte.

In einem ausführlichen Artikel berichtet chiemgau24.de, wie es derzeit um die konkrete Planung von Ersatzveranstaltungen steht und wie es mit bereits gekauften Tickets weitergehen soll.

Update, 16.41 Uhr - 107 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Beim zuständigen Gesundheitsamt Traunstein gingen 107 neue Corona-Fälle ein. Die Zahl der derzeit aktiven Fälle im Landkreis liegt bei 1381, die 7-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 831,6 (Stand: 7. Dezember).

In den Kliniken Südostbayern werden aktuell insgesamt 110 Covid-Patienten stationär behandelt, davon 85 auf Normalstation und 25 auf der Intensivstation. 33 der 85 Patienten auf der Normalstation sind geimpft. Von den 25 Intensivpatienten sind sechs geimpft, sie sind alle über 60 Jahre alt.

Update, 15.45 Uhr - Mutmaßlicher Maskenverweigerer erschießt zwei Menschen in Moskau

Bei einem Streit um das Tragen einer Maske zum Schutz vor dem Coronavirus hat in Moskau ein Mann eine Pistole gezogen und mindestens zwei Menschen erschossen. Drei weitere Leute seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen; der 45-Jährige werde psychologisch untersucht, hieß es.

Sobjanin sprach von einer „Tragödie“. Schauplatz war eines der sogenannten Multifunktionszentren im Südosten der russischen Hauptstadt, wo Bürger ihre persönlichen Dokumente beantragen und bearbeiten lassen können. Der Verdächtige soll sich trotz Aufforderung des Personals geweigert haben, einen Mund- und Nasenschutz aufzusetzen. Dann habe er die Pistole gezogen und geschossen.

Unter den Verletzten sei auch ein zehn Jahre altes Mädchen, teilte das Innenministerium mit. Sobjanin sagte, dass die Ärzte alles unternähmen, um die Verletzten zu behandeln. Den Familien der Getöteten sprach das Oberhaupt der größten Stadt Europas sein Beileid aus.

Update, 14.51 Uhr - Labore: Positivrate bei Corona-Tests konstant im Wochenvergleich

Der rasante Anstieg der sogenannten Positivrate bei von Laboren ausgewerteten Corona-Tests scheint erstmal gestoppt. So schlugen in der Woche bis vergangenen Sonntag 21 Prozent der durchgeführten Sars-CoV-2-Tests an, wie der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mitteilte. Das sind etwa so viele wie in der Vorwoche. In den sieben Wochen zuvor war die Rate kontinuierlich von rund sechs Prozent angestiegen. Je höher der Positiven-Anteil bei gleichzeitig anhaltend hohen Fallzahlen ist, desto höher wird laut Robert Koch-Institut (RKI) die Anzahl unerkannter Infizierter in einer Population geschätzt.

Die Belastung der Labore ist laut ALM weiter hoch. „Ihre Auslastung liegt im Durchschnitt bei 82 Prozent (Vorwoche: 85 Prozent) und damit weiterhin an der Belastungsgrenze – in vielen Regionen jedoch deutlich darüber.“ Die Lage bleibe weiterhin sehr angespannt, sagte der ALM-Vorsitzende Michael Müller. „Viele Labore arbeiten an der Grenze des Machbaren.“

Update, 13.33 Uhr - Kanzler Nehammer: Österreich wird Lockdown wie geplant beenden

Der Lockdown in Österreich wird nach den Worten von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) wie geplant am 12. Dezember beendet. Es gehe nur noch um die Umstände, unter denen Lokale und Handel wieder öffnen dürften, sagte Nehammer am Dienstag in Wien. Die Details zu Vorsichtsmaßnahmen, Restriktionen und etwaigen regional schärferen Maßnahmen sollen am Mittwoch bei einem Bund-Länder-Gipfel beraten werden, so der Regierungschef weiter. Zu Beginn des Lockdowns am 22. November war das Ende für den 13. Dezember angekündigt worden. Für Ungeimpfte würden die aktuellen Ausgangsbeschränkungen aber weiter gelten, bekräftigte Nehammer.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist jüngst deutlich zurückgegangen. Die 7-Tage-Inzidenz halbierte sich im Lockdown fast von mehr als 1000 auf nun rund 600 Fälle pro 100.000 Einwohner. Die Lage in den Kliniken ist angespannt, aber stabil.

PK im Livestream

Update, 12.46 Uhr - Holetschek: „Boostern ist und bleibt ein wichtiges Thema!“

Nach den Ausführungen von Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) und Digitalministerin Gerlach (CSU) ergänzte Gesundheitsminister Holetschek (CSU), dass jetzt nochmal ein 66 Millionen Euro schweres (Hilfs-)Paket für den Pflegebereich auf den Weg gebracht worden sei. Man wolle hier an vielen Ecken ansetzen, vor allem auch im Personalbereich. „Wir wollen erreichen, dass sich die dramatische Situation auf den Intensivstationen ein Stück weit entspannt“, sagte Holetschek.

Die Impfkampagne in Bayern nimmt derweil wieder etwas Fahrt auf. Insgesamt 18,6 Prozent der bayerischen Bürger haben inzwischen ihre Auffrischungsimpfung erhalten. „Das Boostern ist und bleibt ein wichtiges und zentrales Thema“, so Holetschek. Allerdings gebe es nach wie Verzögerung bei der Lieferung von Impfstoffen.

Update, 12.28 Uhr - 2G statt 2G-Plus in Skigebieten, Testpflicht in Kitas kommt

Zudem hat die Staatsregierung einige kleinere Beschlüsse im Zusammenhang mit Corona gefasst. Zum einen wird die Testnachweis-Pflicht für Kindertagesstätten (Kitas) eingeführt. Ab dem neuen Jahr (nach den Weihnachtsferien) müssen Kinder ab einem 1 Jahr dreimal pro Woche getestet werden - möglich sind auch Schnell-/Selbsttests zuhause oder die Teilnahme an PCR-Pooltests. „Dies wird das Schutzniveau in den Kitas noch einmal deutlich stärken“, betonte Herrmann.

Zudem soll die Krankenhausversorgung weiter gestärkt werden. Außerdem wird die 15. Bayerische Infektionsschutzverordnung leicht angepasst. Dies betrifft vor allem den Betrieb in Skigebieten - hier gilt nun 2G und nicht 2G-Plus, wie zunächst angekündigt. Zudem gilt für Gondelbahnen eine Maximalauslastung von 25 Prozent der Kapazität. Man wolle „das Sicherheitsniveau damit weiterhin hochhalten, aber alles praktikabel lösen“, betonte Herrmann. Bezüglich der Verlängerung der Verordnung über den 15. Dezember hinaus will Bayern zunächst die Beschlüsse von Bundestag und Bundesrat im Laufe dieser Woche abwarten.

Update, 12.23 Uhr - Nur noch zwei Landkreise mit Inzidenz über 1000

Positiv ist laut Herrmann allerdings hervorzuheben, dass es aktuell in Bayern nur noch zwei Landkreise gibt, die mit einer Inzidenz über 1000 unter die sogenannte „Hotspot-Regelung“ fallen - und zwar der Landkreis Weilheim-Schongau mit einer Inzidenz von 1046 und Freyung-Grafenau mit 1015. Vor einer Woche sei dies noch ganz anders gewesen, so Herrmann, der von einer „sehr dynamischen Lage“ in Sachen Corona sprach. 

Die Belastung in den Krankenhäusern und vor allem auf den Intensivstationen sei nach wie vor enorm, hieß es. Durch insgesamt 49 Patientenverlegungen nach dem Kleeblatt-System in andere Regionen konnte hier wenigstens teilweise Abhilfe geschaffen werden. Die neue Virus-Variante Omikron stellt dabei allerdings nach wie vor eine große Unbekannte dar.

Update, 12.17 Uhr - „Nach wie vor besorgniserregende Corona-Lage“

Am Vormittag hat sich die bayerische Staatsregierung einmal mehr über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Anschließend sind Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Digitalministerin Judith Gerlach (beide CSU) vor die Öffentlichkeit getreten, um auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse zu informieren. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass Sozialministerin Carolina Trautner ein neues Konzept für eine Testpflicht an bayerischen Kitas vorlegen solle.

Unter anderem sei ein „großes Digitalisierungspaket“ für den Freistaat beschlossen worden, sagte Herrmann zu Beginn. Damit soll die staatliche digitale Transformation in der Verwaltung deutlich beschleunigt werden. Beim Thema Corona sprach Herrmann nach wie vor von einer „besorgniserregenden Lage“ in Bayern. Die Zahlen würden zwar seit Ende November leicht sinken, allerdings sei man noch lange nicht über den Berg, hieß es.

Update, 11.34 Uhr - Gewerkschaft: Testkonzept für Kitas kommt zu spät

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist vor der Beratung der Staatsregierung über ein Corona-Testkonzept für Kindertagesstätten skeptisch. „Seit Mai fordern wir Lolli-Tests für Kitas, seit November auch für Personal und Kinder verpflichtend. Nun ist es Dezember, die Welle überrollt uns und die Staatsregierung reagiert gewohnt verspätet“, kritisierte der stellvertretende Landesvorsitzende Gerd Schnellinger. „Das alles hätte man sich sparen können, hätte man den Sommer genutzt.“

Die GEW befürchtet, dass nicht PCR-Pool-Tests, die sie favorisiert, sondern Schnelltests vorgeschrieben werden. Diese seien für das Personal aufwendiger. „Wir sind ehrlich gesagt müde, immer wieder Pool-Tests und Luftfilter zu fordern“, sagte der Würzburger Kita-Leiter Christian Gündling. „Wie befürchtet, wird erst etwas getan, wenn es brennt.“ Das koste leider vielen Menschen die Gesundheit.

Update, 10.59 Uhr - Zwei weitere Todesopfer im InnKlinikum

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 98 Patienten im Zusammenhang mit Corona stationär behandelt – 37 in Mühldorf, 38 in Burghausen und 23 in Altötting. Insgesamt 22 Betroffene davon müssen intensivmedizinisch versorgt und 21 davon auch beatmet werden (Stand: 7. Dezember, 9.15 Uhr).

Zudem meldeten die Kliniken zwei weitere Corona-Todesopfer: Am Montag (6. Dezember) starben demnach ein 65-Jähriger aus dem Landkreis Altötting und eine 86-jährige Frau aus dem Kreis Mühldorf.

Update, 10.21 Uhr - Landkreis Altötting meldet 61 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 61 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 6. Dezember, 16 Uhr). Unter den Neu-Infizierten sind alle Altersgruppen vertreten - von einem Kleinkind (2) aus Burgkirchen, einem Jugendlicher (17) aus Burghausen bis hin zu einer 86-jährigen Person aus Emmerting. Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 12.286 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht bei 658,3. Das Landratsamt weist darauf hin, dass ein Fall von Freitag (3. Dezember) gelöscht wurde, da diese Person doppelt gemeldet war.

Update, 9.47 Uhr - Corona-Inzidenz in Bayern sinkt langsam weiter

Die Corona-Inzidenz in Bayern sinkt langsam weiter. Am Dienstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) eine Inzidenz von 520,6 für den Freistaat. Das sind 5,8 weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-Patienten auf den bayerischen Intensivstationen stieg dagegen leicht an. Das bundesweite Intensivregister meldete mit Stand 7.05 Uhr 1067 erwachsene Covid-19-Patienten im Freistaat - neun mehr als am Vortag.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist allerdings zu berücksichtigen, dass Experten derzeit von einer Untererfassung bei den Corona-Zahlen ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach teils mit der Meldung von Fällen nicht mehr hinterher. Zudem wurden teilweise Intensivpatienten aus Bayern in andere Bundesländer verlegt.

Die höchsten Inzidenzen in Bayern wiesen laut RKI weiterhin die Landkreise Weilheim-Schongau mit 1046 und Freyung-Grafenau mit 1015,9 auf. Sie sind die einzigen über der 1000er-Marke, ab der verschärfte Corona-Maßnahmen greifen. Nachdem am Montag und Dienstag in einer ganzen Reihe von Landkreisen die Maßnahmen entfallen sind, gelten sie aktuell noch in drei Landkreisen: Weilheim-Schongau, Freyung-Grafenau und Rottal-Inn. Der Landkreis lag am Dienstag allerdings den fünften Tag unter der Grenze von 1000, könnte demnach also am Mittwoch öffnen.

Update, 9.09 Uhr - Besonders Ungeimpfte zu Regelverstößen an Weihnachten bereit

Besonders Ungeimpfte sind einer Umfrage zufolge bereit, sich an den Weihnachtsfeiertagen über eventuelle Kontaktbeschränkungen hinwegzusetzen. Bei der jährlichen Weihnachtsstudie der Universität der Bundeswehr München gaben zwei Drittel (66 Prozent) der nicht geimpften Befragten an, dass sie sich über coronabedingte Verbote - zumindest teilweise - hinwegsetzen würden. Von den vollständig geimpften Personen zeigten nur 43 Prozent eine Offenheit für Regelbrüche, sagte der Studienleiter, Professor Philipp Rauschnabel.

„Die Offenheit zum Regelbruch ist weiterhin erschreckend hoch. Diese Zahlen sollten uns zu denken geben“, meinte Rauschnabel. Bei der Online-Umfrage hatten die Teilnehmer verschiedene Antwortoptionen. Sie konnten beispielsweise angeben, dass sie Verbote nicht beachten würden, weil diese mit einer wichtigen Tradition brechen würden. Eine andere Antwortmöglichkeit zielte darauf ab, dass die Befragten Verbote übertrieben fänden - hier stimmten 39 Prozent der Ungeimpften und 18 Prozent der Geimpften zu. 80 Prozent der Befragten waren den Informationen zufolge vollständig geimpft, 16 Prozent nicht.

Update, 8.17 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Die Corona-Inzidenzen in der Region haben sich in den letzten 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Während die Zahlen für die Kreise Traunstein und Rosenheim sowie für die Stadt Rosenheim positiv entwickelt haben, stiegen die 7-Tage-Inzidenzen in den Kreisen Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land erneut an.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 648 auf 658), Landkreis Mühldorf (von 786 auf 804), Kreis Berchtesgadener Land (von 761 auf 788), Landkreis Traunstein (von 862 auf 831), Stadt Rosenheim (von 793 auf 706) und Landkreis Rosenheim (von 885 auf 808).

In der Region wurden laut RKI fünf weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind drei Personen im Landkreis Rosenheim und zwei Personen in der Stadt Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.14 Uhr - RKI registriert 36.059 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 432,2

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 432,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 441,9, gelegen, vor einer Woche bei 452,2 (Vormonat: 191,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 36.059 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 45.753 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 399 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 388 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.222.020 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 5,32 an (Freitag: 5,52). Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 103.520.

Update, 6.58 Uhr - Kabinett berät über Kita-Tests und Intensivbetten

Das bayerische Kabinett wird am Dienstag erneut zusammenkommen, um über die Corona-Lage im Freistaat zu beraten. Unter anderem soll über einen Vorschlag des Sozialministeriums gesprochen werden, der ein Testkonzept für Kinder in Kindertagesstätten enthält.

Ferner wollen die Minister unter Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch über die Möglichkeit beraten, die Zahl der Intensivbetten in Bayerns Krankenhäusern zu erhöhen. Die Kapazität war im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent geschrumpft, weil nicht mehr ausreichend Pflegepersonal zur Verfügung steht, um die Betten zu betreiben. Anschließend soll es eine Pressekonferenz geben, bei der Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek, Digitalministerin Judith Gerlach (alle CSU) sowie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) über die Ergebnisse informieren.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Pressekonferenz um 12 Uhr.

Update, 6.15 Uhr - Aktuelle RKI-Zahlen liegen nicht vor

Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den neuen Corona-Infektionen liegen derzeit noch nicht vor. Die Daten würden derzeit aktualisiert und voraussichtlich am frühen Vormittag veröffentlicht, hieß es auf der RKI-Webseite.

Polizei stoppt Corona-Proteste in Sachsen

Die Polizei hat am Montagabend in zahlreichen sächsischen Orten Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gestoppt (News-Ticker Montag, 7. Dezember). Mehrere tausend Menschen nahmen daran insgesamt teil. Unter anderem hatten sich laut Polizei in Bautzen, Chemnitz und Freiberg jeweils einige Hundert Menschen versammelt. In Zwickau demonstrierten rund 100 Menschen. In Zwönitz im Erzgebirge seien es rund 60 Menschen gewesen, in Dippoldiswalde, Freital, Glashütte, Heidenau, Kreischa, Königstein, Neustadt, Pirna und Sebnitz (alle Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) zwischen 20 bis 150 Personen, insbesondere auf den Marktplätzen.

Die Polizei hatte eine härtere Gangart angekündigt, nachdem sie in den vergangenen Wochen kaum gegen die unzulässigen Proteste in dem Bundesland mit den deutschlandweit höchsten Corona-Zahlen vorgegangen war. Daran hatte es scharfe Kritik gegeben. Die Corona-Notfallverordnung erlaubt in Sachsen derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern. Die Polizeidirektion Chemnitz gab in der Nacht zum Dienstag an, in mehreren Städten insgesamt 717 Ordnungswidrigkeiten sowie über ein Dutzend Strafverfahren angezeigt zu haben.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) äußerte sich besorgt über die Radikalisierung der Proteste gegen die Corona-Politik: „Das ist eine dramatische Situation, die sich in den vergangenen Wochen noch einmal verschärft hat. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass der Protest sich zunehmend mit Hass und Gewalt auflädt.“ Vorwürfe, der Staat tue nicht genug gegen rechtsextreme Strukturen, wies er zurück. Seit der Regierungsübernahme von Michael Kretschmer (CDU) werde das Thema sehr ernst genommen: „Wir sind dabei, diese Strukturen Schritt für Schritt zurückzudrängen.

mh/mw/dpa

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