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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Delta-Variante dominiert erstmals in Deutschland - Hausärzte können Impfstoff künftig nach Bedarf bestellen

Coronavirus
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 Die Quote der vollständig gegen das Coronavirus geimpften Menschen in Deutschland wird voraussichtlich am Donnerstag die Marke von 40 Prozent überspringen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (7. Juli) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 4,7, Landkreis Rosenheim 3,4, Landkreis Traunstein 6,2, Landkreis Berchtesgadener Land 12,3, Landkreis Mühldorf 3,5, Landkreis Altötting 5,4 (Quelle/Stand: RKI, 7. Juli, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3937, Landkreis Rosenheim 13.936, Traunstein 11.081, Berchtesgadener Land 6027, Mühldorf 6971, Altötting 6052(Quelle/Stand: RKI, 7. Juli, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 67, Landkreis Rosenheim 462, Traunstein 216, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 155, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 7. Juli, 0 Uhr)
  • Mindestens 91.110 Todesfälle in Deutschland (15.278 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.51 Uhr - Bundesregierung wirbt verstärkt für Corona-Impfung

Die Bundesregierung will verstärkt bei Impfmuffeln für die Corona-Impfung werben, um möglichst wenig Krankheitsfälle im Herbst und große Immunität in der Bevölkerung zu erreichen. Das Gesundheitsministerium will dafür die bestehende Impfkampagne „lauter stellen“, wie ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin ankündigte. Unter anderem TV- und Radiospots sollten an diejenigen gerichtet sein, die über eine zweite Impfung oder über eine Impfung generell nachdenken.

Einen Trend zu steigenden Corona-Inzidenzen sieht das Ministerium noch nicht. Die Entwicklung der Corona-Inzidenzen stagniere auf niedrigem Niveau, sagte der Sprecher. Für Trendbewertung sei der Beobachtungszeitraum zu klein. Erstmals seit Wochen war die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag leicht gestiegen. Sie schwankt seither um die 5.

In der Debatte um einen Wegfall der Corona-Beschränkungen erinnerte die Regierung an die Mahnung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wachsam gegenüber Corona zu bleiben. Die Menschen dürften sich nicht in Sicherheit wiegen und sollten behutsam lockern, zitierte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz die Bundeskanzlerin. Die Pandemie sei auf keinen Fall vorbei, betonte Fietz. Schutzmaßnahmen seien weiter notwendig.

Angesichts steigender Inzidenzen auf Mallorca sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts, die Ressorts prüften die Entwicklungen stetig und gingen entsprechend der gültigen Richtwerte vor.

Update, 21.11 Uhr - RKI: Delta-Variante dominiert erstmals in Deutschland

Die besonders ansteckende Delta-Variante ist in der Corona-Pandemie in Deutschland zur vorherrschenden Mutante geworden. Sie dominiere erstmals mit einem Anteil von 59 Prozent, hieß es am Mittwochabend in der jüngsten wöchentlichen Auswertung des Robert Koch-Instituts mit Blick auf die 25. Kalenderwoche (21.-27. Juni).

Es sei anzunehmen, dass es sich nun bei knapp zwei Dritteln der PCR-bestätigten neuen Corona-Infektionen um eine Ansteckung mit der Delta-Variante (B.1.617.2) und nur noch bei einem Drittel um eine mit der Alpha-Mutante handele. Der Alpha-Anteil sank damit rasch von 91 Prozent Ende Mai auf 33 Prozent Ende Juni. Andere Virusvarianten spielen in Deutschland zurzeit keine Rolle. Es wird nur ein Teil der positiven Corona-Proben auf Varianten hin untersucht.

Der Vergleich zeige, dass der Anteil der Variante Delta weiterhin stark zunehme und sich von 37 auf 59 Prozent innerhalb einer Woche erneut fast verdoppelt habe, hieß es im Bericht. Diese starke Zunahme gehe mit einer leichten Erhöhung der Fallzahlen und einem weiterhin niedrigen einstelligen Niveau der 7-Tage-Inzidenz einher. Fachleute befürchten jedoch mit zunehmender Delta-Verbreitung eine Trendumkehr. Das war unter anderem in Großbritannien im Mai beobachtet worden.

Update, 20.40 Uhr - AfD zieht im Streit um Maskenpflicht im Bundestag zurück

Das Bundesverfassungsgericht hat ein Verfahren zur Maskenpflicht im Bundestag eingestellt. Die AfD habe ihren Antrag zurückgenommen, teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mit.

19 Abgeordnete der Fraktion hatten sich gegen die im Herbst von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble angeordnete Verpflichtung gewandt, in allen Gebäuden des Bundestags Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der CDU-Politiker war aus ihrer Sicht dazu nicht befugt. Mit der Rücknahme des Antrags gebe es keine Grundlage mehr für ein Verfahren, erklärte das Gericht.

Update, 19.38 Uhr - WHO warnt vor breiter Aufhebung von Corona-Regeln

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts von Öffnungsplänen in Ländern wie Großbritannien vor voreiligen Schritten. Die Annahme, dass schon alle durch Corona-Impfungen geschützt seien und daher wieder völlige Normalität hergestellt werden könne, sei gefährlich für Europa und andere Regionen, warnte WHO-Krisenmanager Mike Ryan am Mittwoch in Genf. „Jetzt ist extreme Vorsicht angesagt“, sagte er bei einer Pressekonferenz.

Ryan äußerte auf die Frage nach der geplanten völligen Aufhebung von Restriktionen in Großbritannien zwar keine direkte Empfehlung oder Kritik. Er sagte jedoch: „Wenn man öffnet, wird die Übertragung ansteigen.“ Noch seien nicht alle geimpft, und noch sei nicht klar, wie sehr Vakzine gegen Infektionen und Übertragungen schützen. Regierungen sollten jetzt nicht überhastet die Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie aufs Spiel setzen, sagte Ryan.

„Im Rennen gegen Impfstoffe liegen derzeit die Virusvarianten vorne“, warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er gab erneut reichen Ländern die Schuld daran, dass sich ansteckendere Varianten durch die massive Unterversorgung ärmerer Länder mit Impfstoffen leichter ausbreiten und auch mutieren können.

Update, 18.47 Uhr - Praxen können Corona-Impfstoff künftig nach Bedarf bestellen

Die Arztpraxen sollen Corona-Impfstoff künftig nach Bedarf bestellen können - und nicht mehr orientiert an einem Verteilschlüssel nach dem Bevölkerungsanteil je Bundesland. Das Bestellverfahren soll dafür ab Mitte Juli umgestellt werden, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Mittwoch mitteilte und das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage bestätigte.

Die jetzige Verteilung habe mitunter dazu geführt, dass Ärzte in manchen Gegenden weniger Dosen erhalten als anderswo, erläuterte die KBV. Künftig wolle der Bund daher nach Bedarf verteilen. Da dafür ein früherer Überblick nötig sei, wie viel Impfstoff wo benötigt werde, sollen Praxen künftig zwei Wochen im Voraus Bestellungen in Apotheken einreichen. Die wöchentliche Belieferung solle aber erhalten bleiben.

Die bedarfsabhängige Impfstoffverteilung solle erstmals in der Woche vom 26. Juli erfolgen. Praxen müssten daher am kommenden Dienstag einmalig für zwei Wochen Impfstoff bestellen: wie bisher für die Woche ab 19. Juli und zusätzlich für die Woche ab 26. Juli. Ab dem darauffolgenden Dienstag solle dann jeweils wieder nur für eine Woche bestellt werden – und zwar immer für die übernächste Woche, erklärte die KBV.

Update, 18.12 Uhr - Fast 700.000 Corona-Impfungen am Dienstag - 40-Prozent-Marke naht

Die Quote der vollständig gegen das Coronavirus geimpften Menschen in Deutschland wird voraussichtlich am Donnerstag die Marke von 40 Prozent überspringen. Am Mittwoch lag die Quote nach Angaben des Robert Koch-Instituts (Stand 13.20 Uhr) bei 39,9 Prozent.

Den Angaben zufolge wurden am Dienstag fast 700.000 Impfungen verabreicht. Mehr als 47,5 Millionen Menschen (57,1 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, rund 33,2 Millionen Menschen sind vollständig geimpft.

Update, 17.45 Uhr - Vier neue Covid-19-Fäle im Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Altötting meldet am Mittwoch vier neue durch PCR-Tests bestätigte Corona-Infektionen. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis ALtötting liegt laut RKI liegt bei 5,4.

Update, 17.18 Uhr - Zwei neue Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 26 aktive Covid-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 6,2.

Seit der letzten Pressemitteilung am 6. Juni sind beim Staatlichen Gesundheitsamt zwei Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 11.082 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen.

Derzeit wird in den Kliniken im Landkreis Traunstein ein Covid-19-Patient behandelt, dieser befindet sich auf der Intensivstation.

Update, 16.40 Uhr - 40 Prozent wissen offenbar nichts von ihrer Corona-Infektion

Mehr als 40 Prozent aller mit dem Coronavirus Infizierten wissen nach einer Studie der Universitätsmedizin Mainz nichts von ihrer Infektion. Die Forscher hatten Infektionen in Mainz und dem angrenzenden Kreis Mainz-Bingen analysiert. Zu zehn Personen, die dort wissentlich infiziert sind, müssten rund acht Personen hinzugerechnet werden, die unwissentlich infiziert sind, sagte der Koordinator der Gutenberg Covid-19-Studie, Philipp Wild, am Mittwoch in Mainz. Männer (44,2 Prozent) seien im Vergleich zu Frauen (40,6 Prozent) häufiger unwissentlich mit Sars-CoV-2 infiziert.

An der Studie haben von Oktober 2020 bis Ende Juni 2021 rund 10 520 Menschen im Alter von 25 bis 88 Jahren aus Mainz und dem Kreis Mainz-Bingen teilgenommen. Für diese Region seien die Ergebnisse repräsentativ. Die Studie, die bisher nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht wurde, baut auf der bereits 2007 begonnenen Gutenberg-Gesundheitsstudie mit 15 000 Menschen auf.

Basis waren PCR- und Antikörper-Tests sowie selbstberichtete oder im Studienzentrum nach WHO-Standard gemachte Tests. Bei den Antikörper-Messungen auf Corona-Infektionen habe sich die Nutzung eines Tests als nicht ausreichend erwiesen, sagte Wild. „Der Großteil hatte nicht beide Antikörper, sondern nur einen.“ So seien durch die Verwendung eines weiteren Antikörpertests rund 23 Prozent zusätzliche Proben als positiv identifiziert worden.

Update, 16.15 Uhr - Corona bremst Liebesglück aus: weniger Hochzeiten 2020 in Bayern

Im Corona-Jahr 2020 haben rund zehn Prozent weniger Paare in Bayern geheiratet als noch im Jahr zuvor. 61 138 Menschen gaben sich das Ja-Wort - das sind 7363 weniger als 2019. Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Mittwoch mit.

Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung seien maßgeblich für den Rückgang verantwortlich, hieß es. Die Hochzeiten verteilten sich aber übers Jahr ganz unterschiedlich: Besonders zu Beginn der Pandemie verzichteten offenbar viele Paare auf eine Hochzeit oder verlegten sie. Im April 2020 heirateten demnach fast 42 Prozent weniger Paare als in den Jahren davor, im Mai knapp 33 Prozent.

Später im Jahr habe es vermutlich Nachholeffekte gegeben, teilte das Amt mit. Im Oktober gab es sogar rund 22 Prozent mehr Trauungen als in den Vorjahren - viele davon am „Schnapszahltag“ 10.10.2020. Für dieses Datum meldeten die Standesämter den Tagesrekord von 1955 Trauungen.

Auch regional gab es leichte Unterschiede: In Ober- und Niederbayern ging die Zahl um 11,8 Prozent zurück, unterfränkische Liebespaare ließen sich bei einem Rückgang von nur 8,5 Prozent offenbar weniger beirren.

Erst im Juni hatten Sprecher vieler bayerischer Städte berichtet, dass es angesichts der gelockerten Corona-Maßnahmen auch in diesem Sommer Nachholbedarf gibt. Vor allem in Passau oder Augsburg stellten die Verantwortlichen zuletzt eine große Nachfrage fest. In München erreiche die Zahl der Eheanmeldungen wieder das Niveau vor der Corona-Krise im Jahr 2019.

Update, 15.33 Uhr - Inzidenz im Berchtesgadener Land seit langem wieder über 10

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Dienstag fünf bestätigten Corona-Fälle im Landkreis gibt. Diese Personen befanden sich nicht als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Fälle steigt damit auf 6.027. Die 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt bei 12,3.

Aktuell gibt es 15 aktive Corona-Fälle im Landkreis, davon sechs Fälle in Einrichtungen, wie Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Kindergärten und Schulen. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 13 neue Fälle. Aktuell befinden sich 48 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell drei Covid-19-Patienten stationär behandelt. Diese Patienten werden nicht intensivmedizinisch betreut.

Update, 14.45 Uhr - R-Wert wieder über 1

Erstmals seit April liegt die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl wieder über der Schwelle von 1. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) den sogenannten 7-Tage-R-Wert am Mittwoch mit 1,01 an (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter 1, stieg aber zuletzt relativ kontinuierlich an. Experten zufolge könnte das an der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante und an Lockerungen der Corona-Beschränkungen liegen. Eine weitere Corona-Kennzahl - die 7-Tage-Inzidenz - war zuletzt stabil auf niedrigem Niveau. So gab das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwoch mit 5,1 an (Vortag 4,9; Vorwoche 5,2).

Update, 14.13 Uhr - Holetschek: Impfempfehlung für Jugendliche muss erneut geprüft werden

Die eingeschränkte Empfehlung zu Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen muss laut Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek auf Grundlage neuster Daten erneut überprüft werden. „Da erwarten wir, dass wir von der Ständigen Impfkommission (Stiko) bald Empfehlungen haben, damit da Klarheit herrscht“, sagte der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Weiter: „Wir sollten da möglichst bald auch die Daten auswerten, die international ja schon zur Verfügung stehen.“ Als Beispiel nannte er die USA, wo junge Menschen schon länger geimpft würden. Die dortigen Daten und ständig neu gewonnenen Erkenntnisse müssten die Grundlage für Deutschland bilden, um klare Schlussfolgerungen zu ziehen.

Die Stiko empfiehlt Impfungen für 12- bis 17-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen. Begründet wird das mit dem geringeren Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung in dieser Altersgruppe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht von einer individuellen Entscheidung von Eltern, Kindern sowie Ärztinnen und Ärzten. Zuletzt hatte es aber wiederholt seitens der Politik Kritik an der eingeschränkten Empfehlung gegeben.

Holetschek verwies zudem auf einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Dienstag, der die Stiko und das Bundesgesundheitsministerium auffordert, eine Empfehlung für Auffrischungsimpfungen abzugeben. Dies betrifft dem Beschluss zufolge sowohl Personen, die zweifach mit Astrazeneca oder einmal mit Johnson und Johnson geimpft wurden als auch die Frage, ob und wann bei den mRNA-Impfstoffen wie Biontech oder Moderna eine dritte Impfung notwendig sei und ob diese auch mit Astrazeneca erfolgen könne.

Holetschek rief die Bevölkerung dazu auf, Impfangebote unbedingt wahrzunehmen. „Je mehr Menschen sich jetzt für eine Impfung entscheiden, je mehr Menschen vollständig geimpft sind, desto besser werden wir durch den Herbst kommen.“ Deshalb müsse es niedrigschwellige Angebote geben. „Impfen muss sozusagen im Vorbeigehen möglich gemacht werden.“

Update, 13.43 Uhr - Rekordwert: Tunesien meldet fast 8000 neue Corona-Fälle

Tunesien hat einen Höchststand bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen registriert. Das Gesundheitsministerium meldete für Dienstag mehr als 7900 neue Fälle - so viele wie noch nie zuvor. 119 Menschen starben zugleich an oder mit dem Virus. Seit Wochen verschlechtert sich die Lage in dem nordafrikanischen Land drastisch. Auch Fälle der besonders ansteckenden Delta-Variante wurden bereits registriert.

Allein im Juni hatte es mehr als 2000 Corona-Tote gegeben. Die Kliniken arbeiten an der Belastungsgrenze und es mangelt an medizinischer Ausrüstung. Tunesien hat deshalb bereits aus Deutschland Beatmungsgeräte bekommen. Auch Italien und Frankreich schickten Ausrüstung. Mehr als jeder dritte Corona-Test fällt in Tunesien positiv aus. Beim Impfen kommt das Land mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern derweil nur langsam voran. Knapp zwei Millionen Menschen wurden bislang geimpft, knapp 600.000 von ihnen sind vollständig geimpft.

Update, 12.38 Uhr - Morddrohungen gegen Arzt wegen Impfangebots für Kinder

Nach Medienberichten über Corona-Impfungen für Kinder in einer Neu-Ulmer Praxis wird der betroffene Arzt in Internet-Netzwerken massiv bedroht. Die Kripo ermittelt wegen der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten sowie anderer Strafvorwürfe. „Es sind zahlreiche Fälle von Beleidigungen und Bedrohungen“, sagte Polizeisprecher Dominik Geißler am Mittwoch.

Betroffenen ist der Allgemeinmediziner Christian Kröner, der sich bereits seit Anfang der Impfkampagne für die Schutzimpfungen einsetzt und häufig im Fernsehen und anderen Medien präsent ist. Er habe mittlerweile 25 Anzeigen oder mehr bei der Polizei erstattet, sagte er. Ihm werde vielfach gedroht, dass er ermordet werden soll. Hintergrund sei, dass er auch Kinder ab zwölf Jahren in seiner Hausarztpraxis impfe. Dies ist mittlerweile in Deutschland zulässig.

Kröner sagte, er werde sich trotzdem weiter für Impfungen einsetzen. „Ich sehe nicht ein, den Kopf einzuziehen. Das ist ja genau, was die wollen.“ Er habe keine Angst und werde zeitweise auch von der Polizei geschützt, sagte der Arzt. Die Polizei selbst wollte keine Details zu möglichen Schutzmaßnahmen nennen.

Update, 11.24 Uhr - EU-Gesundheitsbehörde: 2500 Corona-Fälle in Verbindung mit EM

Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM bislang mehr als 2500 Corona-Infektionen gezählt. In der dritten Turnierwoche der Europameisterschaft sei ein erheblicher Anstieg im Vergleich zur Woche davor zu verzeichnen gewesen, bestätigte die EU-Agentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Infektionsfälle in sieben Ländern ließen sich mit der EM in Verbindung bringen, sagte die zuständige Direktorin Vicky Lefevre. Schottland sei mit 1991 Fällen dabei am weitaus stärksten betroffen. In Deutschland sind keine Corona-Infektionen direkt im EM-Zusammenhang festgestellt worden.

Nicht sicher ist, wo sich die betroffenen Fans angesteckt haben. Dies könne sowohl in Stadien als auch in Fanzonen, bei der Reise wie auch bei privaten Treffen im Umfeld der Spiele passiert sein. Die Entwicklung sei angesichts der Corona-Lage „nicht unerwartet“, sagte Lefevre. Großveranstaltungen mit Menschenmassen seien weiter mit Risiken behaftet. Zudem verwies sie darauf, dass die Delta-Variante noch nicht „auf der Bildfläche“ gewesen sei, als die Planungen für die EM-Spiele mit zehntausenden Zuschauern festgezurrt worden waren.

Update, 11.10 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet einen neuen Coronafall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 5. Juli einen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 7. Juli 2021, 0 Uhr). Die Zahl der aktiven Fälle beträgt sechs. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 7. Juli 2021, 03:13 Uhr) bei 3,5

Update, 10.28 Uhr - „Verlassen Sie ihr Haus nicht“: Lockdown in Sydney wird verlängert

Der Lockdown in der australischen Metropole Sydney wird wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante um eine Woche verlängert. Die Corona-Zahlen seien immer noch „höher, als wir es uns gewünscht hätten“, sagte die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Mittwoch. Die Botschaft sei deshalb: „Verlassen Sie ihr Haus nicht.“ Gleichzeitig betonte Berejiklian, die Regionalregierung habe die feste Absicht, die Einschränkungen am 16. Juli aufzuheben.

Sydney an der australischen Ostküste ist seit dem 26. Juni im Lockdown. Die Bürger dürfen nur noch in Ausnahmen ihre Häuser verlassen, die Schulen sind geschlossen. Im internationalen Vergleich sind die Zahlen aber weiter sehr niedrig: In New South Wales wurden am Mittwoch 27 Neuinfektionen gemeldet. Neun Fälle stehen aber nicht in Verbindung mit den bisher bekannten Corona-Clustern, was den Behörden Sorgen bereitet.

Update, 9.36 Uhr - Spahn: Maskenpflicht wird in einigen Bereichen noch länger gelten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass auch im kommenden Herbst und Winter in einigen Bereichen Maskenpflicht gelten wird. „Die Maske im Innenraum, insbesondere wenn mehrere in einem Innenraum sind im Herbst und Winter, die wird es auch wieder brauchen, das ist sehr klar“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ARD-“Morgenmagazin“. „Ich finde aber, im Vergleich zu allen Einschränkungen ist das Masketragen noch die harmloseste“, so Spahn weiter.

Der Gesundheitsminister machte in dem Interview deutlich, dass es bei den Corona-Maßnahmen, wie schon jetzt, auch weiterhin Vorteile für Geimpfte geben wird. „Aber wir werden sicherlich die Basismaßnahmen, die AHA-Regeln,und dazu gehört auch die Maske, in bestimmten Bereichen noch eine ganze Zeit brauchen“, erklärte Spahn. Die Abkürzung AHA steht für Abstand, Hygiene und Alltag mit Maske.

Wer in den kommenden Monaten wieder viel unternehmen wolle, sollte sich impfen lassen, machte Spahn deutlich. „Wer viel wieder machen können will, vom Stadion bis zur Party bis zum Familientreffen bis zum Berufsalltag mit viel Sicherheit, der sollte sich impfen lassen und viele davon überzeugen.“

Update, 8.51 Uhr - Inzidenzen in der Region steigen leicht, bis auf zwei Ausnahmen

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 7. Juli)

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region halten sich weiter auf einem inzwischen sehr niedrigen Niveau, dennoch sind in den vergangenen 24 Stunden die Inzidenzen fast ausnahmslos gestiegen. Lediglich in den Kreisen Rosenheim (von 5,4 auf 3,4) und Traunstein (von 7,9 auf 6,2) sind die Inzidenzen gesunken. Gestiegen sind die Inzidenzen im Kreis Altötting (von 3,6 auf 5,4), Kreis Berchtesgadener Land (von 8,5 auf 12,3), Kreis Mühldorf (von 2,6 auf 3,5) und in der Stadt Rosenheim (von 31, auf 4,7).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.19 Uhr - Reisebeschränkungen wieder gelockert

Die besonders strengen Reisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal werden von diesem Mittwoch an wieder gelockert. Die fünf Länder, in denen sich besonders ansteckende Coronavirus-Varianten ausgebreitet hatten, werden vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft. Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personengruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt. Hintergrund ist, dass die Delta-Variante des Coronavirus auch in Deutschland schon weit verbreitet ist. Der eigentliche Zweck der drastischen Reisebeschränkungen - die Ausbreitung der Delta-Variante zu bremsen - hat sich damit weitgehend erledigt.

Die Infektionszahlen in den fünf herabgestuften Ländern sind aber weiterhin hoch. Seit vorletzter Woche steigen die Infektionszahlen insgesamt in Europa. Großbritannien das Land mit den höchsten Zahlen in Europa. Portugal hat nach Zypern die höchsten Zahlen in der Europäischen Union. Mit der Herabstufung der fünf Länder sinkt die Zahl der Virusvariantengebiete weltweit am Mittwoch wieder von 16 auf 11. Die verbliebenen Ländern sind Brasilien und Uruguay in Lateinamerika, sowie neun Länder in Afrika: Südafrika, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia und Simbabwe.

RKI meldet knapp 1000 neue Corona-Fälle und 48 Tote

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) nun binnen eines Tages 985 Corona-Neuinfektionen gemeldet (News-Ticker Dienstag, 6. Juli). Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor (Stand: 7. Juli, 0 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 808 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 4,9; Vorwoche: 5,2).

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 48 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 56 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.732.549 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.631.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.110. In Bayern wurden keine weiteren weiteren Todesfälle gemeldet.

mw/mh/dpa

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