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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Details von Bund-Länder-Gipfel durchgesickert: Schnelltests bald nicht mehr umsonst?

Bundeskanzlerin Angela Merkel CDU
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (9. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 7,9, Landkreis Rosenheim 14,5, Landkreis Traunstein 13,0, Landkreis Berchtesgadener Land 48,1, Landkreis Mühldorf 10,4, Landkreis Altötting 12,6 (Quelle/Stand: RKI, 9. August, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3964, Landkreis Rosenheim 14.059, Traunstein 11.199, Berchtesgadener Land 6220, Mühldorf 7015, Altötting 6098 (Quelle/Stand: RKI, 9. August, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 67, Landkreis Rosenheim 464, Traunstein 217, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 155, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 9. August, 0 Uhr)
  • Mindestens 91.784 Todesfälle in Deutschland (15.359 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.43 Uhr - Details zu Corona-Gipfel durchgesickert

Erste Details zum Corona-Gipfel sind durchgesickert. Wie Bild berichtet, soll es so zu einer Ausweitung der 3G-Regel kommen, nach der Genesene, Geimpfte und Getestete mehr Freiheiten genießen können. Zuvor war die Frage aufgekommen, ob man Getesteten die Privilegien absprechen sollte, wogegen sich Laschet deutlich aussprach.

Ungeimpfte würden sonst benachteiligt, der Druck zu hoch, so der CDU-Chef. Außerdem sollen Schnelltests kostenpflichtig werden. Neben der 7-Tage-Inzidenz sollen außerdem künftig auch die Impfquote und Anzahl der schweren Verläufe bei den Corona-Regeln eine Rolle spielen, soll es in dem Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Konferenz am Dienstag heißen.

Update, 20.46 Uhr - Impfmobil des Landkreises Altötting erstmals am Mittwoch in Reischach im Einsatz

In den vergangenen Wochen ist die Impfkampagne bekanntermaßen etwas ins Stocken geraten. Um wieder mehr Schwung in diese Kampagne zu bekommen, wurden durch das Impfzentrum in jüngster Vergangenheit zahlreiche Aktionen gestartet wie beispielsweise das offene Impfzentrum.

Nun wurde mit dem Impfmobil eine weitere Idee geboren, die in den nächsten Tagen an den Start gehen wird. Das Impfmobil, ein RTW des BRK, das in den letzten Tagen mit dem nötigen Equipment ausgestattet wurde, wird am kommenden Mittwoch, 11. August in Reischach im Rahmen des Fußballspiels des TSV Reischach gegen den FC Perach zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Interessierte können sich im Zeitraum zwischen 18 Uhr und 20 Uhr am Sportplatz in Reischach impfen lassen.
Angeboten wird der Impfstoff von Biontech und Johnson & Johnson. Es sind Erst- und Zweitimpfungen möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Update, 18:44 Uhr - Niedersachsen pocht vor MPK auf bundeseinheitliches Bewertungssystem

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag hat die niedersächsische Landesregierung die Wichtigkeit eines bundesweit einheitlichen Systems zur Bewertung der Corona-Pandemie betont. Wenn die Bundesländer mit unterschiedlichen Modellen arbeiteten, komme es in Deutschland zu einem Flickenteppich, den man der Bevölkerung nicht vermitteln könne, sagte der Chef der Staatskanzlei, Jörg Mielke (SPD), am Montag in einer Unterrichtung des Gesundheitsausschusses im Landtag.

Unter den Bundesländern bestehe zwar Einigkeit darüber, dass inzidenzbasierte Stufenpläne überholt seien. Es gebe aber „sehr, sehr unterschiedliche Herangehensweisen”, wie man Regeln künftig gestalten wolle, sagte Mielke. Viele Bundesländer hielten sich noch bedeckt. Es lägen auch noch keine Beschlusspapiere zu der Sitzung vor.

Derzeit würden verschiedene Modelle für eine neue Nomenklatur diskutiert: Neben einer einfachen Verschiebung der Inzidenzwerte in dem bisher geltenden Stufenplan denke man ebenso über die Berechnung einer neuen Formel nach, die etwa auch die Krankenhausauslastung und Impfquote berücksichtigt. Daneben gebe es ein drittes Modell, was vorsehe, sich ganz von den Stufen zu verabschieden.

Dieses beinhaltet laut Mielke etwa die Weiterführung der Maskenpflicht, den Zugang mancher Bereiche nur für Getestete, Geimpfte oder Genesene sowie eine „Notbremse” bei einer erhöhten Gefährdungslage. Es spreche „relativ viel” für ein solches Modell, weil es im Gegensatz zu den Stufenregelungen nicht so starr sei. Man befinde sich in der Landesregierung aber noch in der Abstimmung über das bevorzugte Vorgehen.

Update, 18.05 Uhr - Holetschek über mögliches Ende der kostenlosen Tests

Die Gesundheitsminister haben am Montag bereits über das mögliche Ende der kostenlosen Corona-Tests für Ungeimpfte beraten.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek erklärte nach der Sitzung in einer Pressekonferenz, dass die Kostenfrage noch nicht weiter vertieft worden sei. Sie werde am Dienstag bei der Bund-Länder-Konferenz vertieft. Die Ministerkonferenz werde außerdem vorschlagen, die epidemische Lage über den 11. September hinaus zu verlängern. Eine Auffrischungsimpfung werden die Minister vor allem für Risikogruppen empfehlen. Demnach soll es zunächst Auffrischungsimpfungen geben in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen sowie für Menschen mit Immunschwäche oder Immunsuppression und Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit sowie Höchstbetagte (ab 80 Jahren). Voraussetzung ist, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Update, 17.52 Uhr - Studie zu Corona-Tests in Kitas: Keine unentdeckten Infektionen

Regelmäßige Corona-Tests in Kitas haben sich einer Würzburger Studie zufolge bewährt. Es habe keine Hinweise auf unentdeckte Infektionen gegeben, teilte das Universitätsklinikum Würzburg am Montag mit. Im gesamten dreimonatigen Studienzeitraum seien Kinder und Personal zweimal pro Woche über eine zu Hause gewonnene Mundspülprobe (Spucktest) oder Antigen-Schnelltests (Nasentest) überprüft worden. Dabei sei nur eine einzige Covid-Infektion nachgewiesen worden. Antikörpertests belegten, dass keine Infektionen übersehen wurde. Allerdings war die Inzidenz insgesamt niedrig.

Von Mai bis Juli 2021 hatten die Wissenschaftler in der zweiten Phase der im Oktober 2020 gestarteten Würzburger Kindergarten-Corona-Studie (Wü-KiTa-CoV) Teststrategien für die Kinder und das Personal in neun Würzburger Kinderbetreuungseinrichtungen untersucht. Ziel war es, optimale Testmethoden zu finden, um Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus möglichst frühzeitig zu entdecken.

Dafür waren etwa 800 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und 150 Betreuer zur Studienteilnahme eingeladen worden. Das entspreche etwa einem Viertel aller in Würzburg betreuten Kinder dieser Altersgruppe. Mehr als die Hälfte der Angefragten aus beiden Probandengruppen hatten mitgemacht, wie es hieß.

wDie Vor- und Nachteile einer kontinuierlichen Testung mit PCR-Methode aus einer Mundspülprobe gegenüber Antigen-Schnelltest über Nasenabstrich werden noch ausgewertet.

Update, 16.59 Uhr - Zwölf Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Das zuständige Landratsamt Traunstein meldet zwölf neue Corona-Fälle. Damit liegt die Zahl der landkreisweit derzeit aktiven Fälle bei 48.

Derzeit wird in den Kliniken im Landkreis Traunstein ein Covid-19-Patient behandelt, dieser befindet sich auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 90.216 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 85.303 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16.33 Uhr - Freie Wähler und CSU vor Ministerpräsidentenkonferenz uneins

Einen Tag vor der Ministerpräsidentenkonferenz zur künftigen Corona-Politik gibt es weiterhin unterschiedliche Positionen in Bayerns Regierungskoalition. Die Freien Wähler wollen die kostenlosen Corona-Tests für alle vorerst beibehalten. „Eine Debatte um kostenpflichtige Tests ist aktuell nicht zielführend, da Testen neben Impfen, Maske und Abstand nach wie vor ein zentrales Element der Corona-Bekämpfung ist“, sagte Freie-Wähler-Parteichef und Vizeregierungschef Hubert Aiwanger der „Augsburger Allgemeinen“.

Die CSU um Ministerpräsident Markus Söder vertritt eine andere Position: Es gebe einen klaren Vorrang für Geimpfte und Genesene gegenüber negativ Getesteten, es dürften nicht alle über einen Kamm geschoren werden, hatte CSU-Generalsekretär Markus Blume bei bild.de erklärt. Söder hatte wiederholt erklärt, dass er kostenpflichtige Corona-Tests für ein geeignetes Mittel halte, um die Impfbereitschaft im Freistaat zu erhöhen.

Aus mehreren politischen Lagern kommt die Forderung, künftig nicht mehr die Sieben-Tage-Inzidenz allein zur Beurteilung der Corona-Lage heranzuziehen, sondern unter anderem die Krankenhausbehandlungen. Aiwanger hofft diesbezüglich, dass Öffnungen auch bei steigender Infektionszahl möglich blieben.

So gebe es etwa in England zwar vermehrt Neuinfektionen, die Hospitalisierungsrate - also der Anteil der Erkrankten, die stationär behandelt werden müssen - aber verharre auf niedrigem Niveau. „Deshalb muss neben der Anzahl der Neuinfektionen vor allem die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt werden“, sagte Freie-Wähler-Fraktionschef Florian Streibl der „Augsburger Allgemeinen“.

Update, 16.06 Uhr - Testzentrumsbetreiber aus Mülheim in Untersuchungshaft

Der Betreiber zweier Corona-Testzentren in Mülheim an der Ruhr ist festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Das bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft in Duisburg am Montag auf Anfrage. Der 42-Jährige stehe im Verdacht, bei den kassenärztlichen Vereinigungen mehr Tests abgerechnet zu haben als durchgeführt wurden.

Bereits am 29. Juli seien die beiden Einrichtungen in Mülheim und ein ebenfalls von dem Beschuldigten betriebenes Testzentrum in Neuss wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs durchsucht worden. Der zuständige Richter habe danach einen Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Die Testzentren wurden von den Behörden geschlossen. Die Ermittlungen gegen den Betreiber dauern an. Zuvor hatte die „WAZ“ berichtet.

Update, 15.44 Uhr - 28 neue Fälle im Berchtesgadener Land seit Freitag

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag (6. August) 28 neue Corona-Fälle im Landkreis gibt. Landkreisweit gibt es derzeit 72 aktive Fälle, davon sechs Fälle in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell zwei Covid-19-Patienten stationär behandelt. Beide Patienten werden intensivmedizinisch betreut.

Update, 15.07 Uhr - Unterschreitung des Inzidenzwerts von 50 im Berchtesgadener Land

Der Landkreis Berchtesgadener Land hat am gestrigen Sonntag, 8. August, den fünften Tag in Folge den 7-Tage-Inzidenzwert von 50 wieder unterschritten. Damit gelten ab dem morgigen Dienstag, 10. August, wieder die Regelungen gemäß der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) für einen 7-Tage-Inzidenz-Wert unter 50. Damit entfallen die vergangene Woche in vielen Bereichen geltenden Testpflichten wieder. Auch die Kontraktbeschränkungen werden wieder gelockert.

Das Landratsamt hat die Änderung am heutigen Montag im Amtsblatt bekannt gegeben. Alle Informationen zu den ab morgen geltenden Regelungen sind unter https://www.lra-bgl.de/t/presse/aktuelles-zum-coronavirus-im-landkreis/ aufgelistet.

Update, 14.43 Uhr - Bayerische Industrie übertrifft Vor-Corona-Niveau

Die bayerische Industrie hat im Juni mehr Umsatz als vor der Pandemie erzielt. Mit 30,3 Milliarden Euro lagen die Erlöse des verarbeitenden Gewerbes um 8,4 Prozent über dem Wert des coronabelasteten Vorjahresmonats, wie das Landesamt für Statistik am Montag mitteilte. Damit übertrafen sie auch den Wert aus dem Juni 2019. In die Statistik flossen Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten ein.

Auch die Auftragseingänge entwickelten sich positiv: Preisbereinigt lagen sie im Juni um 17,9 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Treiber waren fast ausschließlich Bestellungen aus dem Ausland. Beim Personalstand hingegen gab es ein Minus: Er lag mit 1,166 Millionen Beschäftigten 1,6 Prozent niedriger als im Juni 2020.

Update, 13.55 Uhr - Deutschland gibt erste Impfdosen an fünf Länder ab

Deutschland gibt erste Corona-Impfdosen des Herstellers Astrazeneca an fünf andere Länder mit akutem Bedarf ab. Wie die Bundesregierung am Montag mitteilte, sollen in einer ersten Tranche 213.600 Dosen nach Afghanistan gehen, 271.200 nach Äthiopien, 357.600 in den Sudan, 100.800 nach Tadschikistan und 355.200 nach Usbekistan. Die Impfstoffe sollen über die internationale Hilfsinitiative Covax verteilt werden.

Die Staaten hätten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besonders hohen Bedarf und könnten die Dosen auch unmittelbar in ihren Impfkampagnen einsetzen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. Deutschland leiste damit einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Pandemiebekämpfung. Dies könne zudem das Entstehen neuer Virusvarianten verhindern, „die das Potenzial haben, auch uns zu bedrohen“.

Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Davon sollen 80 Prozent Covax zur Verfügung gestellt werden und 20 Prozent direkt an andere Länder gehen. Dafür werden bis auf weiteres werden alle Lieferungen von Astrazeneca direkt an Covax gespendet, wie das Gesundheitsministerium in der vergangenen Woche erläutert hatte. In Deutschland kommen demnach keine Lieferungen mehr an.

Update, 13.13 Uhr - Kreis Mühldorf meldet sieben neue Coronafälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 6. August sieben neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 09.08.2021, 0 Uhr).
Die Zahl der aktiven Fälle beträgt 19. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 9. August 2021, 03:14 Uhr) bei 10,4

Update, 12.37 Uhr - Handelsverband fordert Abkehr von Inzidenz-Regelung

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Merkel (CDU) hat der Handelsverband Deutschland (HDE) von Bund und Ländern eine Präventionsstrategie zur Verhinderung eines erneuten Lockdowns gefordert. In einem Brief an die Bundeskanzlerin, der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt, verlangte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser angesichts der wieder steigenden Zahl von Corona-Fällen eine Abkehr von der alleinigen Fixierung auf die Inzidenz

Die Anwendung der bisherigen Inzidenzwerte für staatliche Anordnungen bis hin zur Schließung der Nonfood-Geschäfte und ganzer Innenstädte sei „weder unter epidemiologischen noch unter rechtlichen Gesichtspunkten zu rechtfertigen.“ Sanktjohanser betonte: „Wir unterstützen ausdrücklich die Festlegung eines differenzierten Kriterienkatalogs, in dem weitere Indikatoren wie die Hospitalisierungsrate, die Intensivbettenauslastung und die Impfquote berücksichtigt werden.“ Der HDE drängte außerdem auf eine Ausweitung der Impfkampagne und bekräftigte die Bereitschaft der Handelsunternehmen hier selbst Überzeugungsarbeit bei den Kunden zu leisten.

Update, 11.28 Uhr - Corona-Impfungen kommen voran - vor allem mit Zweitimpfungen

Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter leicht voran - vor allem mit Zweitimpfungen. Vollständig geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Montag nun knapp 45,6 Millionen Menschen oder 54,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Dosis bekommen haben 51,9 Millionen Menschen oder 62,4 Prozent aller Einwohner. Minister Jens Spahn dankte allen, „die sich jeden Tag für niedrigschwellige und kreative Aktionen einsetzen“ und auch an diesem Wochenende wieder geimpft hätten. „Jede Impfung zählt!“, schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

Am Sonntag wurden bundesweit insgesamt 110.000 Impfungen gemacht - darunter waren laut Robert Koch-Institut (RKI) gut 25.000 Erstimpfungen und knapp 85.000 Zweitimpfungen. Im Vergleich der Bundesländer liegt Bremen weiter an der Spitze mit nun 71,6 Prozent mindestens einmal und 64,5 Prozent vollständig geimpften Einwohnern. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 52,8 Prozent mindestens einmal und 48,8 Prozent vollständig geimpften Einwohner.

Update, 10.20 Uhr - Alle bayerischen Kreise melden Corona-Neuinfektionen

In allen bayerischen Kreisen hat es in den vergangenen sieben Tage Corona-Neuinfektionen gegeben. Damit weist - anders als in den vergangenen Tagen - kein Landkreis oder keine kreisfreie Stadt mehr eine Inzidenz von null auf. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 185 neue Fälle. Die Inzidenz für den Freistaat lag am Montagmorgen demnach bei 15,9 - und damit unter dem Bundesschnitt von 23,1.

Spitzenreiter war weiterhin die Stadt Aschaffenburg mit einem Wert von 56,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Montag sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger. Die Zahlen hat das RKI um 3.13 Uhr veröffentlicht, nachträgliche Korrekturen sind möglich.

Update, 9.25 Uhr - Derzeit 19 aktive Fälle in Stadt und Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun einen neuen Corona-Fall gemeldet. Es handelt sich dabei um eine 29-jährige Person aus der Stadt Altötting. Damit stieg die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Altötting seit Ausbruch der Pandemie auf 6098 Fälle (Stand: 8. August, 12.30 Uhr).

Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis Altötting nach Angaben des Landratsamtes insgesamt 19 aktive Fälle - sechs davon in Altötting, je drei in Burgkirchen und Garching an der Alz, zwei in Töging und je einen in Burghausen, Neuötting, Stammham, Teising und Unterneukirchen. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt bei 12,6.

Update, 8.28 Uhr - Steigende Inzidenzen: Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 9. August).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region halten sich weiter auf einem inzwischen niedrigen Niveau. Lediglich die Inzidenz im Kreis Berchtesgadener Land stellt noch immer einen deutlichen Ausreißer dar. Hier lag die Inzidenz sechs Tage in Folge über der 50er-Marke, seit Mittwoch (4. August) ist sie unter 50 gesunken (aktuell bei 48,1). Das Landratsamt wird im Laufe des Montags die verschärften Regeln mit Wirkung ab Dienstag aufheben. Die Inzidenzen der übrigen Kreise sind fast ausnahmslos gestiegen: Kreis Altötting (von 11,7 auf 12,6), Kreis Mühldorf (von 8,6 auf 10,4), Kreis Traunstein (von 11,3 auf 13,0), Kreis Rosenheim (von 12,2 auf 14,5 und Stadt Rosenheim (stabil 7,9).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.23 Uhr - Passauer Soziologe: Trotz Corona verdrängen viele den Tod

In der Corona-Pandemie mit den täglichen Meldungen über Covid-19-Tote verdrängen nach Ansicht des Passauer Soziologen Matthias Meitzler viele Menschen den Tod. „Für alle, die niemanden verloren haben, bleiben das abstrakte Zahlen“, sagte der 35-Jährige. Entscheidend sei die persönliche Betroffenheit. „Auch schon vor der Pandemie wussten alle, dass täglich Menschen sterben. Das verdrängen die meisten aber im Alltag.“

Die Pandemie könnte aber bestehende Trends rund um Tod und Trauer verstärkt haben. „Trauer und Beisetzungen werden zunehmend technisiert. Dazu gehören unter anderem Trauerhallen mit Kameras, die auf Wunsch die Trauerrede filmen, damit Nichtanwesende sie per Stream verfolgen können“, sagt der 35-Jährige. Früher hätte das Filmen noch als pietätlos gegolten. Auch der Wunsch nach privateren Beisetzungen könnte zunehmen. Das habe sich schon vor Corona abgezeichnet. „Immer häufiger steht in Traueranzeigen, dass von Beileidsbekundungen am Grab abzusehen sei. Oder die Beisetzung hat längst unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden“, erläutert Meitzler.

RKI meldet knapp 1200 neue Corona-Fälle

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des zuständigen Robert Koch-Instituts (RKI) von Montagmorgen lag sie bei 23,1 - am Vortag hatte der Wert 22,6 betragen, vor einer Woche lag er bei 17,8 (News-Ticker Sonntag, 8. August). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 1183 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus den neuesten RKI-Zahlen hervor (Stand: 9. August, 0 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 847 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zwei Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche war es ein Todesfall gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.791.949 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.667.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.784. In Bayern wurden im Vergleich zum Vortag keine weiteren Todesfälle registriert (gesamt 15.359).

mh/mw/dpa

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