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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bund-Länder-Beratungen abgeschlossen - Vorerst keine zusätzlichen Corona-Auflagen für Weihnachten

Amtsübergabe Regierungssprecher
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Nach den Bund-Länder-Beratungen zu Corona spricht Bundeskanzler Olaf Scholz über die Ergebnisse.

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (9. Dezember) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 964 (Quelle/Stand: LGL, 8. Dezember, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsrate in Bayern: gesamt 7,3 (Quelle/Stand: LGL, 8. Dezember, 8 Uhr); geimpft 2,6; ungeimpft 15,5 (Quelle/Stand: LGL, 2. Dezember, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 1042 (Quelle/Stand: DIVI, 9. Dezember, 7.05 Uhr)**/***
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 89,4 % (Quelle/Stand: DIVI, 9. Dezember, 7.15 Uhr)****
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 90,9 % (Quelle/Stand: DIVI, 9. Dezember, 7.15 Uhr)****
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 684,1, Landkreis Rosenheim 701,9, Landkreis Traunstein 676,1, Landkreis Berchtesgadener Land 627,3, Landkreis Mühldorf 705,7, Landkreis Altötting 597,4 (Quelle/Stand: RKI, 9. Dezember, 8.39 Uhr)****
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 8054, Landkreis Rosenheim 32.586, Traunstein 25.275, Berchtesgadener Land 14.781, Mühldorf 15.680, Altötting 12.524 (Quelle/Stand: RKI, 9. Dezember, 8.39 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 85, Landkreis Rosenheim 570, Traunstein 274, Berchtesgadener Land 124, Mühldorf 239, Altötting 240 (Quelle/Stand: RKI, 9. Dezember, 8.39 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 450 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Gelb in Kraft
    *** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft
    **** = Liegt die Intensivbetten-Auslastung im Rettungsleitstellenbezirk über 80% und die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/der Stadt bei 300 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Rot in Kraft

Update, 20.55 Uhr - Vorerst keine zusätzlichen Corona-Auflagen für Weihnachten

Bund und Länder planen vorerst keine zusätzlichen Corona-Beschränkungen über die Weihnachtsfeiertage, wollen die Lage aber weiter beobachten. In der nächsten Woche soll ein vorgesehener Expertenrat auch für genauere Einschätzungen zur neuen Virusvariante Omikron zusammenkommen, wie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nach Bund-Länder-Beratungen am Donnerstagabend in Berlin deutlich machte. Wenn nötig, solle mit diesem Erkenntnisgewinn dann auch agiert werden.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, neue allgemeine Kontaktbeschränkungen hätten in der Runde keine Rolle gespielt. Er betonte, dass es nicht nötig sei, sich zu Weihnachten einzugraben. „Man kann Familie und Freunde treffen, die Frage ist: Wie?“ Es sei nicht klug, mit 20 und mehr Menschen zusammenzukommen, ohne auf Schutz zu achten.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) machte deutlich, man wolle zunächst wissenschaftliche Expertise einholen und schauen, ob die Maßnahmen ausreichten. Notfalls würden kurzfristig auch weitere Entscheidungen auf die Tagesordnung kommen. Er betonte, dass die beschlossenen, sehr weitreichenden Beschränkungen vor allem für Ungeimpfte auch über die Weihnachtstage und das neue Jahr gelten.

Update, 20.10 Uhr - Scholz-PK live im Stream: Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen zu Corona

Update, 19.44 Uhr - Sechs weitere Corona-Tote im Kreis Traunstein

Das zuständige Gesundheitsamt Traunstein meldet in seinem täglichen Statusbericht am Donnerstag 137 Corona-Neuinfektionen. Landkreisweit gibt es derzeit 1446 aktive Fälle.

Im Landkreis Traunstein gibt es außerdem sechs weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer bestätigten Corona-Infektion zu beklagen. Nach Angaben des Gesundheitsamtes handelt es sich dabei um drei Männer im Alter von 81, 82 und 87 Jahren sowie um drei Frauen im Alter von 81, 83 und 88 Jahren.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 110.544 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 102.738 Personen die Zweitimpfung erhalten. Des Weiteren wurden 40.312 Personen zum dritten Mal geimpft.

In den Kliniken Südostbayern werden derzeit insgesamt 105 Covid-Patienten stationär behandelt. Davon befinden sich 81 auf der Normalstation und 24 auf der Intensivstation. Von den 81 Patienten der Normalstation sind 29 geimpft. Vier der 24 Intensivpatienten sind ebenfalls geimpft, sie sind alle der Altersgruppe zwischen 60 und 79 Jahren zuzuordnen.

Update, 18.56 Uhr - Bundespolizei entlarvt gefälschten Impfpass bei Kontrolle am Walserberg

Wie die Bundespolizeiinspektion Freilassing mitteilt, konnten Beamte am Mittwochnachmittag (8. Dezember) im Rahmen der Grenzkontrollen auf der A8 am Walserberg einen gefälschten Impfpass sicherstellen.

Polizeiangaben zufolge hielt das Auto zunächst vor einer temporär gesperrten Kontrollspur an, der 49-jährige Fahrer aus Österreich stieg daraufhin aus und schob die Warnbaken der gesperrten Zufahrt zur Seite. Anschließend wollte der Mann über die gesperrte Spur an der Kontrollstelle vorbeifahren und sich so offenbar der Kontrolle entziehen.

Der 49-Jährige, der sich eine Mund-Nasen-Bedeckung mit der Aufschrift „Polizei“ aufzog, wurde daraufhin von den Bundespolizisten kontrolliert und konnte lediglich einen abgelaufenen amerikanischen Führerschein sowie seinen Impfpass vorzeigen. Bei genauerem Hinsehen konnten die Beamten „Unstimmigkeiten bei den Eintragungen“ im Dokument feststellen.

Update, 18.17 Uhr - Jubiläum in Rosenheimer Impfzentrum: 250.000 Dosis ausgegeben

Als sich Christina Spohner von Bruckmühl aus durch den Schneeregen auf den Weg zum Impfzentrum auf der Rosenheimer Loretowiese machte, ahnte sie noch nicht, dass sie nicht nur mit ihrer Auffrischungsimpfung im Arm wieder nach Hause kommen würde. Im Impfzelt angekommen gratulierten ihr Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März, der leitende Impfarzt Dr. med. Michael Riffelmacher und Birgit Lotter aus dem medizinischen Leitungsteam zur Jubiläumsimpfung. Denn Christina Spohner erhielt die 250.000. Impfdosis, die seit Beginn der Impfungen durch das Rosenheimer Impfzentrum verimpft wurde.

„Ich freue mich, dass das Impfangebot in Stadt und Landkreis Rosenheim wieder verstärkt nachgefragt wird. Die Impfung schützt vor einem schweren Covid-Verlauf, speziell die Boosterimpfung, die unser Jubiläums-Impfling heute erhalten hat“, so Oberbürgermeister Andreas März, der Christina Spohner als Jubiläumsgeschenk einen neuen Rosenheim-Regenschirm überreichte. „Impfen gegen die Pandemie ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich hoffe, dass sich noch viel mehr Menschen meiner Meinung anschließen und die verschiedenen Impfangebote in Stadt und Landkreis Rosenheim annehmen“, so der Wunsch von Christina Spohner.

Update, 17.30 Uhr - 159 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Dem Gesundheitsamt Berchtesgadener Land wurden 159 Neuinfektionen gemeldet. Davon befanden sich 42 Personen als direkte Kontaktpersonen bereits in Quarantäne.

Landkreisweit gibt es derzeit 1081 aktive Corona-Fälle, darunter 86 in Alten- und Pflegeheimen, drei in Gemeinschaftsunterkünften, 410 und Schulen, 110 in Kindergärten und drei in Justizvollzugsanstalten.

In den vergangenen beiden Tagen wurden dem Gesundheitsamt außerdem fünf neue Todesfälle mit bestätigter Corona-Infektion gemeldet. Dabei handelt es sich um drei Männer im Alter von 77, 80 und 87 Jahren sowie zwei 88 und 91 Jahre alte Frauen. Das Gesundheitsamt weist in diesem Zusammenhang allerdings darauf hin, dass es teilweise zu Verzögerungen bei der Übermittlung dieser Todesfälle kam, die fünf Personen verstarben im Lauf der letzten zwei Wochen.

Mit Stand Mittwoch (8. Dezember, 17 Uhr) sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 148.436 Impfungen durchgeführt worden. Diese verteilen sich auf 63.346 Erstimpfungen (59,65 Prozent), 61.626 Zweitimpfungen (58,03 Prozent) und 23.464 Auffrischungsimpfungen (38,07 Prozent der vollständig geimpften Personen).

Update, 16.37 Uhr - Verwaltungsgerichtshof stützt Verbot von Weihnachtsmärkten

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Vorschrift zum Verbot von Weihnachtsmärkten in der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung als voraussichtlich rechtmäßig bestätigt. Das Gericht lehnte mit Beschluss vom Donnerstag einen Eilantrag der Betreiberin des Regensburger Weihnachtsmarkts „Thurn und Taxis“ ab. Doch auch nach der Entscheidung, gegen die es keine Rechtsmittel mehr gibt, bleiben viele Fragen offen.

Der Verwaltungsgerichtshof stellte nämlich in seiner Begründung klar, dass die angegriffene Vorschrift nur solche Weihnachtsmärkte verbiete, die als Freizeiteinrichtung einzustufen seien. Sprich, wenn „unterhaltende Tätigkeiten als Schausteller oder nach Schaustellerart“ ausgeübt würden, also etwa Karussells betrieben werden. Reine Warenmärkte sind demnach von der Untersagung explizit nicht umfasst.

„Warenmärkte sind diese Handwerkermärkte, wo wirklich nur Waren verkauft werden“, erläuterte ein Gerichtssprecher. Wie aber ein Markt einzuschätzen sei, auf dem neben gestrickten Socken und geschnitzten Krippenfiguren auch Würstchen und Glühwein verkauft werden, lasse die Entscheidung offen.

Das liege daran, dass es sich um ein Normenkontrollverfahren gehandelt habe, erläuterte der Sprecher: „Man überprüft eine Vorschrift und nicht einen Einzelfall. Es wird nur entschieden, ob die Regelung, wie sie drinsteht, rechtmäßig ist oder nicht.“ Alles Übrige könne man dieser Entscheidung nicht entnehmen und müsse von den Behörden vor Ort geklärt werden.

Obwohl der Verwaltungsgerichtshof also nicht über den konkreten Einzelfall entschieden hatte, zog der Veranstalter des beliebten Weihnachtsmarktes auf Schloss Thurn und Taxis, Peter Kittel, die Konsequenz: „Wir bauen ab.“

Update, 15.56 Uhr - Zahlen belegen: Corona-Pandemie führte zu Übersterblichkeit in Deutschland

Die Corona-Pandemie hat in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt - zu diesem Befund kommt das Statistische Bundesamt nach der Auswertung der Sterbefallstatistik seit Beginn der Pandemie. „Von März 2020 bis Mitte November 2021 sind in Deutschland mehr Menschen verstorben, als unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erwarten gewesen wäre“, sagte der Vizepräsident des Amtes, Christoph Unger, am Donnerstag in Wiesbaden.

2020 starben fünf Prozent mehr Menschen als 2019. Allein aufgrund der Alterung der Bevölkerung wäre nur ein Anstieg der Sterbefallzahlen um zwei Prozent zu erwarten gewesen. Betrachtete man die ersten zwölf Monaten der Pandemie - März 2020 bis Februar 2021 - starben sogar 7,5 Prozent mehr Menschen als im Vorjahreszeitraum.

Die Todesursachenstatistik gibt Aufschluss, wer 2020 an und wer mit Corona gestorben ist. Laut Destatis starben knapp 40.000 Menschen an Covid-19 als Grundleiden, bei gut 8000 war Covid-19 als Begleiterkrankung auf der Todesbescheinigung verzeichnet. 70 Prozent der Covid-19-Toten waren 80 Jahre oder älter, die meisten hatten vielfältige Vorerkrankungen. 176.000 Menschen wurden 2020 mit oder wegen Corona im Krankenhaus behandelt. Knapp 37 000 von ihnen lagen auf der Intensivstation, rund 21 000 wurden künstlich beatmet. Jeder sechste Covid-19-Fall im Krankenhaus endete tödlich.

Update, 15.28 Uhr - Stiko: Kinder-Impfung bei Vorerkrankung empfohlen - möglich auch ohne

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will die Corona-Impfung Kindern von fünf bis elf Jahren mit Vorerkrankungen und Kontakt zu Risikopatienten empfehlen. Aber auch Kinder ohne Vorerkrankung könnten bei individuellem Wunsch geimpft werden, hieß es ausdrücklich in einer Mitteilung des Expertengremiums vom Donnerstag zu einem Beschlussentwurf. Die Kinder sollen dann auch das Vakzin von Biontech/Pfizer bekommen. Es handelt sich noch nicht um eine finale Stiko-Empfehlung, es läuft nun noch ein Abstimmungsverfahren mit Fachgesellschaften und Ländern. Änderungen seien noch möglich.

„Zwar ist die 7-Tagesinzidenz in der Altersgruppe sehr hoch, so dass man davon ausgehen kann, dass ohne Impfung ein Großteil der Fünf- bis Elfjährigen mittelfristig infiziert werden wird, allerdings verlaufen die meisten Infektionen asymptomatisch“, teilte die Stiko mit. Kinder ohne Vorerkrankungen in dieser Altersgruppe hätten derzeit ein geringes Risiko für schweres Covid-19, Krankenhauseinweisung und Intensivbehandlung. 

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende November grünes Licht für den Einsatz des Impfstoffs bei Kindern gegeben. Bei der EU-Zulassung des Impfstoffs ab zwölf Jahren im Mai hatte die Stiko zunächst ebenfalls nur Impfungen von Jugendlichen mit Vorerkrankungen empfohlen. Drei Monate später hatte sie diese dann allen ab zwölf empfohlen.

Update, 14.46 Uhr - Welle gebrochen? Kein Kreis in Bayern mehr über 1000er-Inzidenz - aber Anstieg bei Todesfällen

Die Corona-Inzidenz in Bayern sinkt seit fast zwei Wochen. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut für den Freistaat einen Wert von 471,2. Das ist der 13. Rückgang in Folge - am Mittwoch war der Wert bei 493,2. Zudem lag am Donnerstag erstmals seit fast einem Monat kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt mehr über der Inzidenzmarke von 1000, ab der aktuell schärfere Corona-Maßnahmen in Kraft gesetzt werden. Allerdings meldete das RKI auch einen Anstieg der bisher im Zusammenhang mit Corona verzeichneten Todesfälle in Bayern um 136 auf nun insgesamt 18 310.

Die höchsten Inzidenzwerte in Bayern finden sich demnach in den Landkreisen Freyung-Grafenau mit 945,7 und Weilheim-Schongau mit 864,6. Beide hatten am Mittwoch noch über 1000 gelegen. Bleiben sie vier weitere Tage unter der Marke, könnten sie frühestens ab Dienstag kommender Woche die verschärften Corona-Regeln für Hotspots beenden.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist allerdings zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Die Zahlen beruhen auf der Meldung des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen, Stand 8.39 Uhr. Zunächst hatte es auf dem Dashboard des RKI offenbar Probleme mit den Zahlen gegeben.

Update, 13.37 Uhr - Söder: „Ich habe die Impfbereitschaft unterschätzt“

Ministerpräsident Markus Söder hat vor der Weihnachtspause des Bayerischen Landtags eine kurze Ansprache gehalten. Darin geht er unter anderem auf die aktuelle Corona-Lage in Bayern ein. „Erneut sind wir in diesem Winter von Corona gefangen. Wie sehr hatten wir doch gehofft, dass dieser Kelch an uns vorbeigeht“, eröffnet er seine Schlussworte im Landtag. Nach wie vor halte die 4. Welle Bayern, Deutschland und die Welt in Atem.

„Corona kann man anschreien oder beschimpfen wie man will, man kann es leugnen oder ignorieren - das ist dem Virus völlig egal“, so Söder weiter. Deswegen dürfe man auch nicht locker lassen, denn jedes Leben zu schützen sei oberste Prämisse. Aktuell gingen die Inzidenzen in Bayern deutlich zurück. Dies führte Söder auf die jüngsten Corona-Maßnahmen zurück. Er gestand jedoch ein, dass auch Fehler bzw. Fehleinschätzungen passiert wären, man hätte jedoch zu jeder Zeit das bestmögliche im Kampf gegen die Pandemie getan. „Ich zum Beispiel habe unterschätzt: die Impfbereitschaft“, so der Ministerpräsident. „Ich persönlich dachte, so wie viele andere auch, wenn es diese Chance gibt, dass ein Impfstoff da ist, der Leben rettet (...), dann nimmt das doch jeder an und jeder hat die Vernunft, das anzunehmen.“

Update, 13.14 Uhr - InnKlinikum: 16 Patienten müssen beatmet werden

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 97 Patienten im Zusammenhang mit Corona stationär behandelt – 33 in Mühldorf, 40 in Burghausen und 24 in Altötting. Insgesamt 16 Betroffene davon müssen intensivmedizinisch versorgt und 16 davon auch beatmet werden (Stand: 9. Dezember, 10 Uhr).

Update, 12.58 Uhr - Kimmich fällt nach Corona-Infektion den Rest des Jahres aus

Joshua Kimmich wird dieses Jahr kein Spiel für den FC Bayern mehr absolvieren. Der Mittelfeldspieler kann noch nicht voll trainieren. Grund sind „leichte Infiltrationen in der Lunge“ nach seiner Corona-Infektion.

Alle weiteren Infos dazu lesen Sie hier.

Update, 12.33 Uhr - RKI: Corona-Inzidenz in Bayern sinkt - kein Landkreis mehr über 1000

Die Corona-Inzidenz in Bayern sinkt seit fast zwei Wochen. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut für den Freistaat einen Wert von 471,2. Das ist der 13. Rückgang in Folge - am Mittwoch war der Wert bei 493,2. Zudem lag am Donnerstag erstmals seit fast einem Monat kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt mehr über der Inzidenzmarke von 1000, ab der aktuell schärfere Corona-Maßnahmen in Kraft gesetzt werden. Allerdings meldete das RKI auch einen Anstieg der bisher im Zusammenhang mit Corona verzeichneten Todesfälle in Bayern um 136 auf nun insgesamt 18.310.

Die höchsten Inzidenzwerte in Bayern finden sich demnach in den Landkreisen Freyung-Grafenau mit 945,7 und Weilheim-Schongau mit 864,6. Beide hatten am Mittwoch noch über 1000 gelegen. Bleiben sie vier weitere Tage unter der Marke, könnten sie frühestens ab Dienstag kommender Woche die verschärften Corona-Regeln für Hotspots beenden.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist allerdings zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Update, 11.45 Uhr - Intensivmediziner: Omikron wird wehtun - freie Betten auf Tiefstand

Die Zahl der freien Intensiv- und Beatmungsbetten in Deutschland ist laut dem Intensivmediziner Christian Karagiannidis auf den niedrigsten bisher erfassten Stand gesunken. Das mache ihm Sorgen insbesondere in Hinblick auf die Variante Omikron, sagte der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters der Deutschen Presse-Agentur zum Stand vom Mittwoch. Die neue Corona-Variante werde sich mit hoher Geschwindigkeit durchsetzen.

Im Divi-Intensivregister waren am Mittwochnachmittag rund 2250 Intensivbetten als frei ausgewiesen (1,8 pro Standort), davon 921 spezifisch für Covid-19. Auf einem solchen Level werde Omikron „wehtun, auch wenn es nicht ganz so schwer krank machen sollte“, sagte der Arzt von der Lungenklinik Köln-Merheim. Er sprach von der Variante als drohende „große Unbekannte“.

Die aktuelle Lage sei sehr dynamisch, sagte Karagiannidis. Die Delta-Welle scheine in eine Seitwärtsbewegung überzugehen, insbesondere wegen sinkender Infektionszahlen in Bayern. Auf den Intensivstationen sei es mit nun knapp 5000 Covid-19-Patienten „ziemlich voll“. Hinzu kämen im Unterschied zu früheren Wellen weitere zu versorgende Notfälle, zum Beispiel Unfallopfer. In Phasen mit weitreichenden Kontaktbeschränkungen sei dies seltener gewesen.

Update, 11.08 Uhr - Maskenverweigerer will Tankwart überfahren

Ein Streit um die Maskenpflicht ist in der Nacht zum Donnerstag an einer Tank- und Rastanlage bei Regensburg eskaliert. Der Tankwart konnte sich im Verlauf der Auseinandersetzung nur durch einen Sprung auf die Motorhaube vor dem anfahrenden Auto eines Maskenverweigerers retten, wie die Polizei mitteilte.

Der Mann wollte in der Tank- und Rastanlage Pentling laut Polizei zunächst ohne Maske bezahlen. Nachdem er vom 25 Jahre alten Tankwart auf die Maskenpflicht hingewiesen wurde, machte er sich allerdings daran, wegzufahren, ohne die Tankschuld von 37 Euro zu begleichen. Der Tankwart versuchte daraufhin, das verschneite Kennzeichen des Autos freizulegen. Da der Kunde in diesem Moment losfuhr, rettete sich der 25-Jährige per Sprung auf die Motorhaube.

Beim Versuch des Tankwarts, den Autofahrer zum Anhalten zu bewegen, ging dann auch noch die Windschutzscheibe des Autos zu Bruch. Mehrere Polizeistreifen lösten die Situation schließlich auf. Den Autofahrer erwartet den Beamten zufolge nun eine Strafanzeige wegen Unterschlagung, Beleidigung und Nötigung.

Update, 10.33 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 9. Dezember 2021).

In der Region haben sich die Corona-Zahlen binnen der letzten 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Während die meisten Landkreise der Region teils einen deutlichen Rückgang - beispielsweise ging die Inzidenz im Kreis Altötting um gut 118 Punkte zurück - verzeichnen konnten, sind die Inzidenzen in der Stadt Rosenheim und dem Kreis Berchtesgadener Land leicht gestiegen

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 715,6 auf 697,4), Landkreis Mühldorf (von 739,2 auf 705,7), Kreis Berchtesgadener Land (von 619,8 auf 627,3), Landkreis Traunstein (von 715,6 auf 676,1), Stadt Rosenheim (von 658,9 auf 684,1) und Landkreis Rosenheim (von 728,6 auf 701,9).

In der Region wurden laut RKI 21 weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind im Landkreis Rosenheim zwölf Personen, im Kreis Berchtesgadener Land vier Personen, im Kreis Traunstein drei Personen und in den Kreisen Altötting und Mühldorf je eine Person verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 10.01 Uhr - Nach technischen Problemen: RKI-Zahlen aktualisiert

Nach technischer Verzögerung hat das RKI die Corona-Zahlen von Donnerstag aktualisiert: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 70.611 Neuinfektionen. Das sind knapp 3000 mehr als vor einer Woche, als das RKI 67.651 neue Fälle meldete. Die Inzidenz liegt damit bei 422,3. Das ist leicht unter dem Wert vom Vortag (427). Zudem wurden 465 weitere Todesfälle gemeldet.

Update, 9.28 Uhr - Neue BRK-Chefin: „Es muss mehr Geld ins System“

Mehr Geld für die Pflege und einen besseren Personalschlüssel hat die neue Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Angelika Schorer, gefordert. Der „Passauer Neuen Presse“ sagte sie, für das BRK sei eine bessere Bezahlung aber nicht so einfach, da man keine Gewinne mache. „Um besser bezahlen zu können, müssen wir mehr Geld bekommen - dann braucht es in den Pflegeheimen höhere Pflegesätze, die Kassen müssen mehr bezahlen. Kurz: Es muss mehr Geld ins System.“

Schorer begrüßte der Zeitung zufolge den Vorstoß, Pfleger deutlich besser zu bezahlen und sie in der Arbeit stärker zu entlasten. „Da bin ich dafür - und zwar schon lange.“ Die Kräfte beim BRK würden nach Tarif bezahlt, besser als bei vielen privaten Arbeitgebern. „Diesen Pflegekräften müssen wir eine Zukunftsperspektive bieten“, aber da müsse politisch mehr getan werden. „Wir müssen in der Pflegereform jetzt endlich die nächsten Schritte machen“ - es gehe beispielsweise um den Pflegeschlüssel.

Zur Befürchtung, dass bei einer möglichen Corona-Impfpflicht für medizinisches Personal und Pfleger Leute kündigen oder ihr Ehrenamt etwa im Rettungsdienst niederlegen, sagte die BRK-Chefin: „Wenn weitere aufgeben, dann wäre das das Schlimmste, was uns passieren könnte. Ohne Ehrenamtliche, die an so vielen unterschiedlichen Stellen einspringen, funktioniert das ganze System nicht mehr.“ Schorer war am Sonntag zur neuen BRK-Chefin gewählt worden.

Update, 8.51 Uhr - Landkreis Altötting meldet 122 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 122 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 8. Dezember, 16 Uhr). Unter den Neu-Infizierten sind alle Altersgruppen vertreten - von einem Kleinkind (2) aus Mehring, einem Kind (6) aus Emmerting bis hin zu einer 86-jährigen Person aus Unterneukirchen. Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 12.524 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht laut RKI bei 597,4.

Update, 7.58 Uhr - Holetschek sichert Masken-Untersuchungsausschuss Unterstützung zu

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat dem Untersuchungsausschuss zur Maskenaffäre volle Unterstützung bei der Aufklärung zugesichert. Oberste Priorität habe weiterhin die konsequente Bekämpfung der Corona-Pandemie, sagte Holetschek anlässlich der für Donnerstag geplanten konstituierenden Sitzung des Ausschusses im Landtag. „Selbstverständlich werden wir aber gleichzeitig den Ausschuss bestmöglich unterstützen – soweit dies unsere Kapazitäten angesichts der andauernden Pandemiesituation und des sehr weiten Untersuchungsgegenstands zulassen“, betonte er.

Ziel des Ausschusses ist es, Maskengeschäfte der Staatsregierung in der Corona-Pandemie, mögliche Beteiligungen von Abgeordneten und teilweise hohe Provisionszahlungen an Parlamentarier aufzuklären. Das Gesundheitsministerium hat wiederholt betont, in keinem Fall seien Provisionen seitens des Ministeriums an Mandatsträger gezahlt worden.

„Mit diesem Ausschuss gibt es jetzt die Möglichkeit, auch die haltlosen Vorwürfe der Opposition gegenüber dem bayerischen Gesundheitsministerium aus der Welt zu räumen“, sagte Holetschek. „Das ist natürlich sinnvoll.“ Er argumentierte zudem, man habe schon in der Vergangenheit für größtmögliche Transparenz gesorgt.

Update, 7.11 Uhr - Lauterbach: Brauchen drei Impfungen für Schutz gegen Omikron

Der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Wichtigkeit der Auffrischungsimpfungen im Kampf gegen die neue Corona-Variante Omikron unterstrichen. „Die Impfung ist nur abgeschlossen, wenn man dreimal geimpft wurde“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im „heute journal“ des ZDF. Das sei die neue Realität, um vor Omikron einigermaßen geschützt zu sein. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden zwei Impfungen die Krankheit aber bereits abmildern, „und drei Impfungen wahrscheinlich sehr gut gegen schwere Krankheit schützen“.

Man müsse dafür sorgen, dass Omikron Deutschland so spät wie möglich erreiche. Wenn die Omikron-Variante Deutschland flächendeckend erreichen würde, könnte das nach Lauterbachs Worten Auswirkungen darauf haben, wer als vollständig geimpft gilt. „Wenn wir tatsächlich die Omikron-Welle hier in Deutschland hätten, dann wäre 2G dann erreicht, wenn man quasi die dritte Impfung hat“, so Lauterbach. Man könne mit zwei Impfungen dann nicht davon ausgehen, vollständig geschützt zu sein. 2G bedeutet, dass genesene und vollständig geimpfte Menschen Zutritt zu Einrichtungen haben. „Aber wir werden diese Brücke dann überqueren, wenn wir sie erreicht haben“, so Lauterbach.

Noch gehe es zunächst darum, die Infektion mit der Omikron-Variante in Deutschland zu verhindern. Dafür seien die Booster-Impfungen eine optimale Vorbereitung. Das sei die erste Säule im Gesundheitsschutz, „die wir in der Hand haben“. Die zweite Säule umfasse eine allgemeine Impfpflicht.

Update, 6.15 Uhr - Aktuelle RKI-Zahlen liegen nicht vor

Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den neuen Corona-Infektionen liegen derzeit noch nicht vor. Laut aktuellen Zahlen wäre die 7-Tage-Inzidenz überraschend deutlich gesunken. Zudem wird die Zahl der Toten genau so hoch angegeben, wie am Tag zuvor. Derzeit würde geklärt, ob Meldeverzögerungen vorliegen. Die Daten würden aktualisiert.

Ministerpräsidenten beraten erstmals mit neuem Kanzler Scholz

Die Regierungschefs und -chefinnen der Länder beraten am Donnerstag (14.30 Uhr) in einer Video-Schalte über aktuelle bundes- und europapolitische Themen. Anders als beim außerordentlichen Bund-Länder-Gipfel vor einer Woche soll es bei dieser regulären Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) nicht ausschließlich um die Corona-Krise gehen, sondern - wie normalerweise üblich - um eine breitere Themenpalette.

Nach ihren internen Beratungen unter dem Vorsitz des nordrhein-westfälischen Regierungschefs Hendrik Wüst (CDU) wird sich die MPK erstmals mit Olaf Scholz (SPD) in dessen neuer Funktion als Bundeskanzler austauschen (16.30 Uhr). Ein Tag nach seiner Ernennung ist das einer der ersten offiziellen Termine des Kanzlers. Anschließend soll die Öffentlichkeit über Ergebnisse informiert werden. Große Beschlüsse, wie in der Woche zuvor, seien eher nicht zu erwarten, hieß es aus Länderkreisen (News-Ticker Mittwoch, 8. Dezember).

Neben Themen wie der illegalen Flüchtlingseinreise über Belarus wird aber auch Corona wieder eine Rolle spielen. Unter anderem soll es voraussichtlich um Impfungen und um die soziale Lage von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie gehen. Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) hat bereits angekündigt, er wolle über Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte in der Zeit nach Weihnachten sprechen.

Schon vor einer Woche hatten die Länder mehr Instrumente im Kampf gegen die Pandemie gefordert. Noch am Freitag sollen Bundestag und Bundesrat erneut Änderungen des Infektionsschutzgesetzes beschließen. Die Länder hätten dann wieder die Möglichkeit, in Hotspots etwa Restaurants und Kultureinrichtungen zu schließen, wenn ihre Parlamente grünes Licht dafür geben.

mh/dpa

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