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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Spanien: „Risikogebiet heißt nicht Urlaubsverbot“ - Vorbereitungen für Auffrischungsimpfung laufen

Coronavirus - Mallorca
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Die Bundesregierung hatte das beliebteste Urlaubsland der Deutschen auf die Corona-Risikoliste gesetzt. 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (9. Juli) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 7,9, Landkreis Rosenheim 4,2, Landkreis Traunstein 9,6, Landkreis Berchtesgadener Land 11,3, Landkreis Mühldorf 2,6, Landkreis Altötting 8,1 (Quelle/Stand: RKI, 9. Juli, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3940, Landkreis Rosenheim 13.938, Traunstein 11.089, Berchtesgadener Land 6029, Mühldorf 6972, Altötting 6055(Quelle/Stand: RKI, 9. Juli, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 67, Landkreis Rosenheim 462, Traunstein 216, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 155, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 9. Juli, 0 Uhr)
  • Mindestens 91.190 Todesfälle in Deutschland (15.289 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.59 Uhr - Corona-Infektionszahlen in Italien wieder leicht gestiegen

In Italien sind die Corona-Infektionszahlen wieder leicht gestiegen. Der zuletzt berechnete Sieben-Tage-Inzidenzwert erhöhte sich auf landesweit durchschnittlich elf Fälle je 100.000 Einwohner, zuvor waren es neun. In elf Regionen und Autonomen Provinzen stiegen die Fallzahlen in den zurückliegenden sieben Tagen, wie es im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums am Freitag hieß.

Die Gesundheitsexperten stellten außerdem fest, dass sich die Delta-Variante des Coronavirus mit Stand vom 5. Juli weiter in Italien ausgebreitet hatte. Sie mahnten, weiter vorsichtig zu sein, um Ausbreitungsherde des Coronavirus zu vermeiden.

Update, 22.34 Uhr - Lebenserwartung in Deutschland - wegen Corona nahezu unverändert

Die Lebenserwartung in Deutschland ist in jüngster Zeit nahezu unverändert geblieben: Wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete, hat ein neugeborenes Mädchen derzeit eine aktuelle Lebenserwartung von 83,4 Jahren, während diese bei neugeborenen Jungen laut Sterbetafel 2018/2020 nun 78,6 Jahre beträgt.

Im Vergleich zur vorangegangen Sterbetafel 2017/2019 ist die Lebenserwartung damit bei den Jungen um 0,01 Jahre, bei Mädchen um 0,04 Jahre gestiegen. Hauptgrund für die nahezu stagnierende Entwicklung seien die außergewöhnlich hohen Sterbefallzahlen zum Jahresende 2020 im Zuge der zweiten Welle der Corona-Pandemie: Zuvor war die Lebenserwartung Neugeborener bei beiden Geschlechtern seit der Berechnung für die Jahre 2007/2009 jeweils um durchschnittlich 0,1 Jahre angestiegen.

Erstmals sei mit 2020 ein Jahr in die Berechnung eingeflossen, in dem sich die Corona-Pandemie auf das Sterbegeschehen ausgewirkt habe, hieß es. Die sogenannte allgemeine Sterbeziffer - das ist die Zahl der Gestorbenen je 1000 Einwohnerinnen und Einwohner, die Unterschiede in der Altersstruktur nicht berücksichtigt - ist den Angaben zufolge angestiegen. Der Blick auf einzelne Altersgruppen zeige, dass die Sterblichkeit im Jahr 2020 gegenüber 2019 insbesondere bei über 75-jährigen Männern und Frauen anstieg.

Update, 22.04 Uhr - Gesundheitsministerium: „Risikogebiet heißt nicht Urlaubsverbot“

Nach der ab Sonntag geltenden Einstufung Spaniens als Corona-Risikogebiet hat das Gesundheitsministerium darauf hingewiesen, dass Reisen dorthin trotzdem möglich sind. „Risikogebiet heißt nicht Urlaubsverbot“, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Berlin. „Es ist aber das deutliche Zeichen: Bitte aufpassen und bei Rückkehr testen.

Die Bundesregierung hatte das beliebteste Urlaubsland der Deutschen zuvor auf die Corona-Risikoliste gesetzt. Damit werden am Sonntag auch Mallorca und die Kanaren Risikogebiete. Für Flugreisende ergeben sich daraus aber keine Folgen: Wer mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung dabeihaben. Damit entfällt dann die Quarantänepflicht. Allerdings rät das Auswärtige Amt ab Sonntag in seinen Reisehinweisen von touristischen Reisen nach Spanien ab.

Update, 21.35 Uhr - Vorbereitungen für Auffrischungsimpfung laufen

Bund und Länder bereiten sich nach Angaben der Bundesregierung auf sogenannte Auffrischungsimpfungen gegen Corona vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn hätten über dieses Thema bereits gesprochen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag. „Die Bürger können sicher sein, dass Bund und Länder sich vorbereiten auf das, was vorbereitet werden muss, nämlich dass nach einer ersten Immunisierungswelle Impfstoff und Impfungen zur Auffrischung zur Verfügung stehen und auch verfügbar gemacht werden“, fügte er hinzu.

Auf die Frage, ob das Bundesgesundheitsministerium eine dritte Impfung nach einem halben Jahr empfehle, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag, dazu sei die Datenlage noch nicht ausreichend. Eine Auffrischungsimpfung werde aber aller Wahrscheinlichkeit nach nötig sein. „Wir warten jetzt noch die Daten, die vorgelegt werden, ab, und entsprechend wird auch eine Empfehlung seitens der Ständigen Impfkommission dazu erfolgen.“

Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech hatten mitgeteilt, dass sie von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr ausgingen. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei es wahrscheinlich, „dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird“.

Update, 20.20 Uhr - Bund: Brauchen Impfquote deutlich über 70 Prozent

Das Bundesgesundheitsministerium wirbt zum Schutz vor einer erneuten Corona-Welle für eine deutliche Kraftanstrengung bei den Impfungen in den kommenden Wochen. Erreicht werden müsse eine Quote von „deutlich über 70 Prozent“ vollständig Geimpfter in der Gesamtbevölkerung, um den Herbst und Winter gut erreichen zu können, hieß es am Freitag aus Ministeriumskreisen.

Wie die Lage mit der stärkeren Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Virusvariante dann sein werde, entscheide sich jetzt in den nächsten sechs bis acht Wochen. Nach Modellrechnungen mache die Schwelle 70 Prozent bei der Impfquote einen entscheidenden Unterschied, die Auslastung der Intensivstationen niedrig zu halten.

Wichtig seien nun Gelegenheiten zu unkomplizierten Impfungen vor Ort, hieß es weiter. Dazu trügen Betriebsimpfungen bereits bei. Eine gute Idee könnte etwa auch sein, über Impf-Kooperationen in Städten mit Bundesliga-Standorten nachzudenken.

Inzwischen sind 34,5 Millionen Menschen oder 41,5 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft. Etwas mehr als 48 Millionen Menschen oder 57,9 Prozent aller Einwohner haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens eine erste Spritze bekommen.

Update, 19.39 Uhr - 27 Schüler des Chiemgau-Gymnasiums in Quarantäne

Am 7. Juli wurde ein Schüler des Chiemgau-Gymnasiums aufgrund bestehender Symptome auf das Coronavirus getestet. Den positiven Covid-19-Nachweis erhielt das Gesundheitsamt Traunstein am 8. Juli.

In enger Abstimmung mit der Schulleitung des CHG wurden umgehend die weiteren Maßnahmen in die Wege geleitet. Die betroffene Person hat zuletzt am 6. Juli den Unterricht besucht. Insgesamt wurden 28 Schülerinnen und Schüler als enge Kontaktpersonen ermittelt. Hiervon ist eine Person vollständig geimpft, weshalb für 27 Schülerinnen und Schüler Quarantänemaßnahmen ausgesprochen worden.

Für die weiteren Schülerinnen und Schüler ist der Schulbetrieb aufgrund der ausgesprochenen Quarantänemaßnahmen nicht beeinträchtigt. Als Vorsichtsmaßnahme wurde bei 64 Schülerinnen und Schülern sowie drei Lehrkräften am heutigen Freitag eine Reihentestung durchgeführt. Zudem wurde zwischen der Schule und dem Gesundheitsamt Traunstein vereinbart, künftig die verpflichtenden PoC-Antigen-Schnelltestungen vorerst drei Mal wöchentlich durchzuführen.

Update, 18.51 Uhr - Intensivmediziner: Maskentragen bleibt notwendig

Intensivmediziner fordern ein Festhalten an der Maskenpflicht, bis 85 Prozent der Erwachsenen geimpft sind. „Solange eine Impfquote von 85 Prozent unter den Erwachsenen nicht erreicht ist, sollten wir auf weitere Lockerungen verzichten und an der Maskenpflicht festhalten“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Andernfalls bestehe im Herbst die Gefahr einer „vierten Welle“.

Der Intensivmediziner bezog sich damit auf Sorgen vor der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus, die mittlerweile auch in Deutschland dominiert. Marx sagte: „Erst mit einer Impfquote von 85 Prozent bei den über 18-Jährigen werden wir die Pandemie für beendet erklären können.“ Bis dahin müsse man weiterhin viel testen, Infektionsketten verfolgen und Hygieneregeln einhalten. Dazu gehöre „mindestens das Tragen von OP-Masken in allen Innenräumen“, auch in den Schulen.

Update, 18.21 Uhr - Rund 58 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft

Mehr als 41 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag hervor (Stand: 12.25 Uhr). Demnach wurden am Donnerstag 807.428 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 48 Millionen Menschen (57,9 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 34,5 Millionen (41,5 Prozent) sind vollständig geimpft.

Update, 17.48 Uhr - Fünf Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 25 aktive Covid-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 9,6. Seit der letzten Pressemitteilung am 8. Juli sind beim Staatlichen Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 11.092 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 10.851 Personen (acht Personen mehr seit der Meldung vom 8. Juli).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Derzeit wird in den Kliniken im Landkreis Traunstein ein Covid-19-Patient behandelt, dieser befindet sich auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 86.728 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 68.149 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16.50 Uhr - Söder mit scharfer Kritik an Stiko

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den vorsichtigen Kurs der Ständigen Impfkommission in Bezug auf Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche kritisiert. Das Impfen von Schülerinnen und Schülern sei mit Blick auf das Ansteigen der ansteckenderen und gefährlicheren Deltavariante des Coronavirus von großer Bedeutung, sagte Söder am Freitag in Wunsiedel, etwa für einen geordneten Schulbeginn nach den Sommerferien.

Kinder- und Jugendärzte würden die Impfung empfehlen. Sie sei auf europäischer Ebene durch die zuständigen EU-Behörden zugelassen. In den Schulen sei Abstandhalten schwierig und die Zahl der Geimpften am geringsten, sagte Söder. Das mache ihm Sorgen. „Je später wir impfen, desto größer ist die Unsicherheit für die Schülerinnen und Schüler“, sagte Söder. Er sprach von „vertaner Zeit“.

Die Ständige Impfkommission habe bereits mehrfach Empfehlungen gegeben, die sie später habe revidieren müssen. Söder vertrat den Standpunkt: Jede Impfung verspreche deutlich höhere Chancen als Risiken. Die Stiko hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt die Corona-Impfung in der Altersgruppe bisher nur bei bestimmten Vorerkrankungen.

Update, 15.38 Uhr - Impfzentren bieten kurzfristig Termine an - Sonderaktionen in vielen Städten

Wegen des nachlassenden Interesses an Corona-Impfungen können Bürger nun kurzfristig Termine erhalten. Fast alle staatlichen Impfenzentren könnten mittlerweile auch neu angemeldeten Bürgern zeitnahe Termine anbieten, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in München mit. Zudem versuchen viele Kommunen, mit besonderen Angeboten die Menschen von einer Schutzimpfung zu überzeugen.

Vor einer Woche war in den Impfzentren die bisherige Priorisierung aufgehoben worden. Nun bekommen Impfwillige einen Termin in der Reihenfolge ihrer Anmeldung. Laut Ministerium haben mittlerweile fast alle bereits länger registrierten Bürger ein Angebot erhalten. Detaillierte Zahlen, wie viele Neuanmeldungen in den vergangenen Tagen hinzugekommen sind, gebe es aber nicht.

Durch das nachlassende Interesse gibt es mittlerweile im Freistaat deutlich mehr Impfstoff als verbraucht wird. Zuvor gab es monatelang einen Mangel an den Vakzinen.

Die Städte wollen ebenfalls einer Impfmüdigkeit entgegensteuern. Bamberg will nun lokale Impfaktionen in den Stadtteilen anbieten. Die Stadt Augsburg will zudem einen Impfbus in die Wohngebiete schicken. Auch in Altötting (12. Juli) und Rosenheim (9.Juli) werden Sonderimpfaktion mit Johnson & Johnson angeboten.

Der oberbayerische Landkreis Pfaffenhofen will das Terminsystem bei seinen beiden Impfzentren komplett abschaffen. Alle Bürger könnten künftig zu den Öffnungszeiten kommen, berichtete das Landratsamt. „Eine Terminbuchung ist weiterhin möglich, dadurch können gegebenenfalls anfallende Wartezeiten vermieden werden“, hieß es. Die niederbayerische Stadt Straubing sowie der Landkreis Straubing-Bogen organisieren „Feierabendimpfungen“ bis 20.00

Update, 14.57 Uhr - Bundesregierung beobachtet Corona-Zahlen „aufmerksam“

Nach dem Anstieg der Corona-Inzidenz am dritten Tag in Folge zieht die Regierung daraus noch keine weiteren Schlüsse. Aktuell lasse sich noch nicht sagen, ob sich aus dem leichten Anstieg der vergangenen Tage ein Trend abzeichnen lasse. „Dazu ist einfach der Beobachtungszeitraum zu kurz.“ Man habe aber die Lage aufmerksam im Blick, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es sei damit zu rechnen, dass durch die Delta-Variante auch in Deutschland die Zahlen steigen könnten. Wie weit, das könne man jetzt nicht sagen. „Es liegt natürlich nicht im geringen Maße auch an uns selbst“, fügte er hinzu und erinnerte an Abstandsregeln, Masken, die „wirklich großartige Testinfrastruktur“ und die Impfungen, die nun sehr leicht zu bekommen seien.

Update, 13.48 Uhr - Landkreis Berchtesgadener Land meldet einen neuen Coronafall

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern einen weiteren bestätigten Corona-Fall im Landkreis gibt. Diese Person befand sich nicht als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt damit auf 6029 (Stand RKI: 09.07.2021, 00:00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 11,3 (Stand RKI: 09.07.2021, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 16 aktive Corona-Fälle im Landkreis, davon fünf Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 12 neue Corona-Fälle. Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 47 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell sechs Corona-Patienten stationär behandelt. Diese Patienten werden nicht intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Die Kliniken Südostbayern AG behandelt alle Corona-Patienten, deren Versorgung auf einer Normalstation möglich ist, im Klinikum in Bad Reichenhall. Die oben genannten Patienten haben daher ihren Wohnsitz möglicherweise nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-Corona-Fälle.

Update, 13.15 Uhr - Ganz Spanien wird Corona-Risikogebiet - auch Mallorca und Kanaren

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt mitten in den Sommerferien wieder von touristischen Reisen in das beliebteste Urlaubsland der Deutschen abraten wird. Praktische Folgen ergeben sich für Urlauber aber kaum: Wer mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung dabeihaben. Damit entfällt dann die Quarantänepflicht.

Anders sieht es bei der ebenfalls sehr beliebten Urlaubsinsel Zypern aus, die am Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit besonders hohen Infektionszahlen eingestuft wird. Wer dort Urlaub macht und nicht geimpft oder genesen ist, muss künftig für fünf bis zehn Tage in Quarantäne. Die neuen Einstufungen sind Folge der in vielen Regionen Europas wieder deutlich steigenden Infektionszahlen. In Spanien gelten bereits 6 der 17 Regionen - darunter die Urlaubsgebiete Katalonien und Andalusien - sowie die Exklave Ceuta in Nordafrika als Risikogebiete. Die Balearen mit Mallorca, der beliebtesten Urlaubsinsel der Deutschen, sowie die Kanaren blieben aber bisher verschont.

Update, 13.03 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet einen neuen Coronafall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch 07. Juli einen  neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 09.07.2021, 0 Uhr). In den letzten sieben Tagen (2. - 8. Juli) wurden insgesamt drei Neuinfektionen, alle in der Altersgruppe 15-34, verzeichnet. Darunter befanden sich zwei Reiserückkehrer.  

Im Landkreis Mühldorf liegen insgesamt 6964 bestätigte Fälle vor. Es gibt bislang insgesamt einen nachgewiesenen und fünf Verdachtsfälle der Beta-Variante, acht Fälle der Gamma-Variante sowie acht Fälle der Delta-Variante. 6803 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn sechs aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt unverändert 155. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 9. Juli 2021, 3.13 Uhr) bei 2,6.

Update, 12.31 Uhr - Österreich: Kurz verkündet Ende der Maskenpflicht im Handel

Nach der Arbeitssitzung der österreichischen „Corona-Taskforce“ zur Vorbereitung auf den Herbst hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) danach bei einem Pressestatement das Festhalten an den geplanten Öffnungsschritten angekündigt. Auch wenn die Zahlen der Neuinfektionen schon jetzt wieder ansteigen, wird die Maskenpflicht am 22. Juli weiter gelockert: Die MNS-Pflicht im Handel gilt dann nur noch in Supermärkten, Banken, Apotheken, Postgeschäftsstellen und Tankstellen, den sogenannten Betriebsstätten des täglichen Bedarfs - in allen übrigen Geschäften und auch in Museen entfällt sie, wenn die Betreiber keine strengere Maßnahmen vorsehen. Weiterhin gilt die Maskenpflicht jedoch im öffentlichen Verkehr, sowie in Krankenanstalten und Alten- und Pflegeheimen. Hier können die Betreiber aber ebenfalls strengere Maßnahmen setzen.

Die Neuinfektionen würden weiter ansteigen, hielt der Kanzler am Freitagvormittag fest. „Nehmen sie das Impfangebot an“, lautete daher der gemeinsame Appell der Regierungsmitglieder an die Bevölkerung. Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 163 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. In der vergangenen Woche wurden täglich durchschnittlich etwas mehr als 100 Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Österreich bei 8,4.

Update, 11.13 Uhr - Wann die Biontech-Impfung wohl aufgefrischt werden muss

Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus. „Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung“, hieß es am Donnerstag (Ortszeit US-Ostküste) in einer gemeinsamen Mitteilung. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei es wahrscheinlich, „dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird.“

Bei einer laufenden Studie zu einer dritten Impfung seien „ermutigende Daten“ zu beobachten, teilten die beiden Unternehmen mit. Details sollten bald in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert werden. Außerdem sei geplant, die Daten in den kommenden Wochen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA, dem europäischen Pendant EMA und bei anderen Zulassungsbehörden einzureichen. Pfizer und Biontech gingen davon aus, dass eine dritte Dosis das höchste Schutzniveau gegenüber allen bisher getesteten Coronavirus-Varianten erhalte, hieß es weiter. Das gelte auch für die sich ausbreitende Delta-Variante. Man entwickle zugleich aber auch eine angepasste Version des gemeinsamen mRNA-Impfstoffs.

Update, 10.24 Uhr - Landkreis Altötting meldet einen neuen Corona-Fall

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt keinen neuen Corona-Fall gemeldet. Damit blieb die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 6055 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis zwölf aktive Fälle. Die Fälle verteilen sich folgendermaßen: Burghausen (6), Altötting (2), Neuötting (2), Burgkirchen (1), Unterneukirchen (1). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting liegt aktuell bei 8,1.

Update, 9.39 Uhr - RKI-Chef Wieler: FFP2-Masken schützen nicht besser als OP-Maske

FFP2-Masken schützen nicht besser als OP-Masken - das schreibt der Präsident des Robert-Koch-Institut, Prof. Dr. Lothar Wieler, in einem Brief an das Gesundheitsministerium. „Das Tragen von FFP2-Masken durch Laien (z. B. beim Einkaufen, im ÖPNV) entfaltet nach aktueller fachlicher Einschätzung keine größere Wirkung bei der Eindämmung der COVID-19-Pandemie als das Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz („OP-Maske“), schreibt Wieler in einem Brief an das Gesundheitsministerium am 10. Juni. Darüber berichtet „Bild“.

Die Begründung dafür ist einfach. Weil die FFP2-Masken häufig nicht korrekt getragen würden, „verlieren sie die um professionellen Bereich angestrebte zusätzliche Schutzwirkung“. Wenn bei der Maske über eine sogenannte Leckage (Undichtigkeit) geatmet würde, gehe diese zusätzliche Schutzwirkung weitgehend verloren. Die Zweifel an größerem Schutz durch FFP2-Masken sind nicht neu - bereits zu Jahresbeginn hatte RKI-Chef Wieler diesen bezweifelt. Eine Änderung der Maßgaben hatte das aber nicht zur Folge.

Update, 8.26 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 9. Juli).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region halten sich weiter auf einem inzwischen niedrigen Niveau, dennoch sind in den vergangenen 24 Stunden in den Kreisen Altötting (von 7,2 auf 8,1) und Traunstein (von 6,8 auf 9,6) gestiegen. Die restlichen Inzidenzen im Überblick: Kreis Berchtesgadener Land (von 12,3 auf 11,3), Kreis Mühldorf (stabil 2,6), Kreis Rosenheim (stabil 4,2) und Stadt Rosenheim (stabil 7,9).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.20 Uhr - Viele Corona-Tests: Synlab wird noch optimistischer für 2021

Das brummende Geschäft mit Corona-Tests stimmt den Labordienstleister Synlab noch optimistischer für das laufende Jahr. Das Management peilt 2021 einer Mitteilung vom Donnerstagabend zufolge ein Umsatzwachstum von bis zu einem Viertel auf 3,2 bis 3,3 Milliarden Euro an. Bisher war lediglich von mehr als drei Milliarden Euro die Rede gewesen. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll um mehr als ein Drittel auf mindestens 925 Millionen Euro klettern.

Synlab hat neben verschiedenen Tests auf das Sars-CoV-2-Virus auch zahlreiche andere Angebote rund um die Labordiagnostik etwa für Kliniken und Mediziner. Zudem verfügt das Unternehmen noch über einen kleineren veterinärmedizinischen Zweig.

RKI registriert 949 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am dritten Tag infolge angestiegen. Sie lag bei 5,5 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Vor einem Tag lag sie bei 5,2, vor zwei Tagen bei 5,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 949 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 649 Ansteckungen gelegen.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in der dritten Welle gab es am 26. April 2021 mit 169,3. Danach war sie von wenigen Ausreißern abgesehen zunächst recht stetig gesunken. Anfang Juli schwankte sie jedoch um den Wert 5 herum. So lag sie am Freitag der Vorwoche bei 5,0.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 49 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 69 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.734.468 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.633.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.190.

Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl stieg zuletzt deutlich an und lag nach jüngsten Daten des RKI über der Schwelle von 1. So gab das RKI den sogenannten 7-Tage-R-Wert am Donnerstag mit 1,09 an (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 109 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen. Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter 1. Experten zufolge könnte der Anstieg an der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante und an Lockerungen der Corona-Beschränkungen liegen.

mh/mz/dpa

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