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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer: Schwere Ausschreitungen bei Corona-Demos in Rom

Coronavirus - Protest in Italien
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Protestteilnehmer und Polizisten stoßen während einer Demonstration gegen den Corona-Gesundheitspass aufeinander.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (9. Oktober) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 268 (Quelle/Stand: LGL, 9. Oktober, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 2,0 (Quelle/Stand: LGL, 9. Oktober, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 244 (Quelle/Stand: DIVI, 9. Oktober, 6.15 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 188,7, Landkreis Rosenheim 218,2, Landkreis Traunstein 246,8, Landkreis Berchtesgadener Land 233,2, Landkreis Mühldorf 109,9, Landkreis Altötting 103,0 (Quelle/Stand: RKI, 9. Oktober, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 4877, Landkreis Rosenheim 17.296, Traunstein 13.511, Berchtesgadener Land 7670, Mühldorf 7904, Altötting 7058 (Quelle/Stand: RKI, 9. Oktober, 0 Uhr) 
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 73, Landkreis Rosenheim 474, Traunstein 220, Berchtesgadener Land 103, Mühldorf 160, Altötting 215 (Quelle/Stand: RKI, 9. Oktober, 0 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    **= Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 21.35 Uhr - Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer: Schwere Ausschreitungen bei Corona-Demos in Rom

Bei Protesten gegen die Corona-Politik der italienischen Regierung ist es in Rom zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mehrere Tausend Demonstranten zogen am Samstag durch die Straßen der Hauptstadt und gerieten immer wieder mit der Polizei aneinander.

Es kam es zu heftigen Zusammenstößen, die Ordnungskräfte setzten Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer ein. Die Demonstranten versuchten, Absperrungen zu durchbrechen und warfen ihrerseits mit Stühlen und Knallbomben, wie auf Videos zu sehen war.

Am frühen Abend stürmten die Protestierenden den Sitz der größten italienischen Gewerkschaft CGIL. Amateuraufnahmen zeigten, wie sie die Wachleute und Polizisten mit Stöcken und Fahnenstangen attackierten und dann durch die Tür in das Gebäude vordrangen.

Die Politik war geschockt. Ministerpräsident Mario Draghi verurteilte die Gewalt auf den Straßen und unterstrich, dass Gewerkschaften Garanten der Demokratie und Rechte der Arbeiter seien und dass jeder Versuch der Einschüchterung hart zu ahnden sei.

CGIL-Generalsekretär Maurizio Landini nannte die Attacke einen „organisierten Akt faschistischer Gewalt, einen Angriff auf die Demokratie und auf die ganze Arbeitswelt, den wir abwehren werden. Niemand darf glauben, unser Land in die Faschistenzeit zurückstoßen zu können.“

In Italien treten in der nächsten Woche weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Kraft. Vom 15. Oktober muss jeder Beschäftigte in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst einen sogenannten „Grünen Pass“ haben, also einen Nachweis der Impfung, Genesung oder eines - zu bezahlenden - negativen Tests. Die Kritiker dieses Passes und Impfgegner machten zuletzt Stimmung gegen die Maßnahme.

Diese sorgt aber gleichzeitig dafür, dass ab Montag Lockerungen möglich sind: Kinos, Theater und Konzerthallen dürfen wieder zu 100 Prozent ausgelastet werden. Auch Diskotheken können wieder öffnen. Eintritt zu allen Events gibt es nur mit dem „Grünen Pass“.

Update, 16.50 Uhr - Fluggastzahl in Deutschland bei Hälfte des Vorkrisen-Niveaus

Auf den deutschen Flughäfen werden zurzeit etwa halb so viele Passagiere abgefertigt wie vor der Corona-Pandemie. In der 39. Kalenderwoche (27. September bis 3. Oktober) wurden rund 2,7 Millionen Fluggäste gezählt, wie der Flughafenverband ADV am Samstag in Berlin mitteilte. Das waren 51,6 Prozent weniger als in der entsprechenden Woche 2019, aber 158,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Vergleich zur Vorwoche seien fast 100.000 zusätzliche Passagiere gekommen, stellte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel heraus. „Die Erwartungen bestätigen sich und machen Mut auf ein Oktoberhoch in der Nachfrageentwicklung.“ Das Wachstum konzentriere sich auf typische Businessziele und Flughäfen an Orten, an denen die Herbstferien bereits begonnen hätten.

Update, 14.35 Uhr - Zwölf neue Fälle im Kreis Altötting

Am Donnerstag kamen im Landkreis Altötting zwölf neue PCR-bestätigte Fälle hinzu (7058 insgesamt). Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz laut RKI liegt bei 103.

Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 209 aktive Fälle - die meisten davon in Burghausen (37), Burgkirchen (33), Altötting (31) und Töging (14). Zudem gab es auch sechs positive Schnelltest-Ergebnisse, die bislang jedoch noch nicht in die Statistik eingearbeitet wurden.

Update, 14.25 Uhr - Weltweit deutlich mehr psychische Erkrankungen im Corona-Jahr 2020   

Die Zahl psychischer Erkrankungen hat durch die Corona-Pandemie weltweit enorm zugenommen. Im Covid-Jahr 2020 gab es laut einer Studie geschätzte 53 Millionen Fälle von schweren depressiven Störungen und 76 Millionen Fälle von Angststörungen zusätzlich, die auf die Viruskrise zurückzuführen sind. Das entspreche global einer Steigerung von 28 beziehungsweise 26 Prozent, schreiben Forscher der australischen Universität von Queensland und der Universität von Washington im Fachmagazin „The Lancet“. Regierungen in aller Welt müssten dem Trend dringend gegensteuern, so die Forscher.

In Deutschland war die Zuwachsrate mit jeweils knapp 17 Prozent noch vergleichsweise niedrig. Deutlich stärker war der Anstieg etwa in Frankreich, Spanien und Italien, zeigen Daten der Forscher. Jedoch fehlten aus vielen Ländern Angaben, speziell aus Staaten mit niedrigen und mittleren Einkommen. Weitere Erhebungen seien nötig.

Am schlimmsten sind demnach jüngere Menschen betroffen. Die fehlende Interaktion mit Gleichaltrigen, Schulschließungen und die Angst vor Arbeitslosigkeit seien wichtige Faktoren, sagte Co-Autorin Alize Ferrari einer Mitteilung zufolge. Zudem hätten psychische Störungen bei Frauen deutlich mehr zugenommen als bei Männern. „Leider waren Frauen aus zahlreichen Gründen immer stärker von den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffen.“ Mehr Pflege- und Haushaltspflichten sowie häusliche Gewalt im Lockdown spielten dabei eine wichtige Rolle.

Die Autoren forderten Regierungen und politische Entscheidungsträger auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die psychosozialen Gesundheitssysteme weltweit zu stärken und der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden.

Update, 12.05 Uhr - Lauterbach regt neue Bund-Länder-Runde zu Corona an   

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine neue Bund-Länder-Runde angeregt, um die Corona-Regeln teilweise zu verschärfen. „Es wäre sinnvoll, dass sich die Ministerpräsidenten zeitnah mit der Kanzlerin noch einmal treffen“, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „In der Pandemie stehen sehr viele Entscheidungen an - von den Corona-Regeln bis zu den Booster-Impfungen. Wir dürfen in der Zeit, in der Koalitionsverhandlungen laufen, nicht den Überblick verlieren“, sagte er mit Blick auf die Gespräche zur Regierungsbildung.

Zwar werde die Pandemie, wenn keine gefährlichere Virusvariante auftrete, im späten Frühjahr 2022 vorbei sein. „Wir werden aber einen schweren Winter haben, wenn wir nicht die nötige Impfquote erreichen.“ Daher könnten die Schutzmaßnahmen nicht maßgeblich beendet werden. Aus seiner Sicht gehe es zum Teil sogar um Verschärfungen. „Wir sollten die 2G-Regel intensiver nutzen, also nur Geimpften und Genesenen den Zugang zu Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen ermöglichen“, erklärte Lauterbach. So schaffe man einen Anreiz, sich doch noch impfen zu lassen.

Update, 10.30 Uhr - Polizei löst illegale Techno-Party mit Hunderten Gästen bei Obersalzberg auf

Am Freitagabend (8. Oktober) fand bei Berchtesgaden eine nicht genehmigte Techno-Party mit mehreren hundert Teilnehmern statt. Kurz vor Mitternacht wurde die Polizei Berchtesgaden über die Veranstaltung informiert.

Die Veranstaltung wurde laut Polizeiangaben von zwei 24- beziehungsweise 20-jährigen Personen aus Trostberg sowie Piding organisiert und fand in einem verlassenen Stollen am Obersalzberg statt. Es wurden Aggregate für die Stromversorgung genutzt, um die Beschallung und Beleuchtung zu gewährleisten.

Da weder eine Genehmigung für die Durchführung der organisierten Party, noch eine Nutzungserlaubnis vom Besitzer des Stollen vorlag, konnte die Veranstaltung nicht weiter durchgeführt werden.

Mit Polizeikräften der Bundespolizei, der Grenzpolizei und der PI Berchtesgaden konnte eine friedliche Auflösung erfolgen. Von den zirka 200 Teilnehmern wurden großteils die Personalien aufgenommen. Insbesondere gegen die beiden Veranstalter wird ein Ordnungswidrigkeitenverfahren mit einem Bußgeld eingeleitet. Mögliche Verstöße gegen Corona-Bestimmungen werden noch geprüft.

Update, 09.18 Uhr - Kreise aus der Region weiter unter bundesweiten Inzidenz-Spitzenreitern

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 9. Oktober 2021).

Nach wie vor befinden sich mehrere Landkreise aus der Region unter den bundesweiten Inzidenz-Spitzenreitern (Stand: 9. Oktober, 0 Uhr). Zwar ist die Spitzenposition bei der 7-Tage-Inzidenz in Deutschland an Bremerhaven übergegangen, direkt danach folgen aber der Landkreis Traunstein mit einer Inzidenz von 246,8 (Vortag: 243,4) und der Kreis Berchtesgadener Land mit einer Inzidenz von 233,2 (Vortag 244,5) auf den Plätzen zwei und drei.

Auf dem vierten Platz liegt der Landkreis Rosenheim mit einer Inzidenz von 218,2 (Vortag 214,7). Die Stadt Rosenheim belegt inzwischen den sechsten Platz, die Inzidenz liegt hier bei 188,7 (Vortag 169,9).

Im Landkreis Altötting sank die Inzidenz leicht von 104,8 auf 103, im Kreis Mühldorf übersprang die Inzidenz die 100-er-Marke und liegt nun bei 109,9 (Vortag: 96,2)

RKI registriert 8854 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 64,4   

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es momentan wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 64,4 an (News-Ticker Freitag, 8. Oktober). Am Vortag hatte der Wert bei 63,8 gelegen, vor einer Woche ebenfalls bei 64,4 (Vormonat: 83,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8854 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.56 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8517 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 65 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 66 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.302.661 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 1,67 an. Das entspricht in etwa dem Wert der Vorwoche. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.
Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.082,100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.178.

dp/mda/dpa

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