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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Kanzler Kurz fordert Eigenverantwortung statt Maßnahmen - EU liefert Impfstoff für 70 Prozent der Erwachsenen

Sebastian Kurz
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Der Staat müsse sich jetzt wieder auf seine Kernaufgaben zurückziehen, sagte Kurz.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (10. Juli) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 6,3, Landkreis Rosenheim 4,6, Landkreis Traunstein 11,3, Landkreis Berchtesgadener Land 8,5, Landkreis Mühldorf 2,6, Landkreis Altötting 7,2 (Quelle/Stand: RKI, 10. Juli, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3940, Landkreis Rosenheim 13.941, Traunstein 11.092, Berchtesgadener Land 6029, Mühldorf 6973, Altötting 6055 (Quelle/Stand: RKI, 10. Juli, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 67, Landkreis Rosenheim 462, Traunstein 216, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 155, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 10. Juli, 0 Uhr)
  • Mindestens 91.225 Todesfälle in Deutschland (15.294 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.27 Uhr - EU liefert Impfstoff für 70 Prozent der Erwachsenen

Die Europäische Union hat mit Ablauf dieses Wochenendes ausreichend Impfstoff an die EU-Staaten ausgeliefert, um noch im Juli „mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung“ einen vollständigen Impfschutz zu sichern. Bis zu diesem Sonntag würden „rund 500 Millionen Dosen in alle Regionen Europas verteilt“sein, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstag. In der EU leben rund 366 Millionen Menschen über 18 Jahre.

Die Pandemie sei nicht besiegt. „Aber wir sind vorbereitet, weiter Impfstoffe zu liefern - auch gegen neue Varianten“, sagte von der Leyen. Sie appellierte an die Mitgliedsstaaten, alles dafür zu tun, dass die Impfungen vorankommen. Die bis einschließlich diesen Sonntag erfolgten und geplanten Lieferungen umfassen einem EU-Sprecher zufolge rund 330 Millionen Impfdosen des Anbieters Biontech/Pfizer, rund 100 Millionen von Astrazeneca, 50 Millionen von Moderna und 20 Millionen von Johnson & Johnson.

Update, 18.39 Uhr - Kanzler Kurz will Eigenverantwortung statt Corona-Maßnahmen

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will trotz steigender Corona-Infektionen nun auf Eigenverantwortung statt auf staatliche Kontrolle setzen. Kurz sieht die Krise an einem Wendepunkt: „Sie wandelt sich von einer akuten gesamtgesellschaftlichen Herausforderung zu einem individuellen medizinischen Problem“, sagte er mehreren Regionalmedien.

Man müsse den noch nicht Geimpften klar machen, dass sie sich früher oder später anstecken würden, sagte der konservative Politiker. Dennoch gebe es in einer liberalen Demokratie das Recht, unvernünftig zu handeln. „Man kann am Tag zehn Schnitzel essen oder mit 140 Kilo die Felswand hinaufklettern, ohne dass der Staat unten steht und das Seil sichert.“

Der Staat müsse sich jetzt wieder auf seine Kernaufgaben zurückziehen, sagte Kurz. Durch den Fortschritt bei Impfungen, das Tragen von Masken und Massentests sei die Lage nicht mit dem vorigem Sommer vergleichbar.

In Österreich wurden Anfang Juli Abstandsregeln aufgehoben und die Nachtgastronomie sperrte wieder auf. Seitdem ist die Sieben-Tage-Inzidenz von sieben auf zehn gestiegen. Gesundheitsexperten erwarten wegen der ansteckenderen Delta-Variante eine vierte Infektionswelle.

Update, 17.46 Uhr - Scholz für bessere weltweite Verteilung von Impfstoff

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich für eine bessere weltweite Verteilung von Impfstoffen gegen das Coronavirus ausgesprochen. Nötig seien ausreichend Impfstoffe und finanzielle Mittel dafür.

„Und wir müssen jetzt gleichzeitig auch sicherstellen, dass die Impfstoffe dann dort ankommen, wo sie gebraucht werden“, sagte Scholz am Samstag bei einem Treffen der Finanzminister der großen Industrie- und Handelsstaaten in Venedig.

Da sich das Virus immer wieder verändere, müsse eine langanhaltende Impfstoffproduktion und weitere Forschung sichergestellt werden. Im Hinblick auf die immer wieder auftauchenden, gefährlichen Varianten sei es wichtig zu verstehen: „Es ist eine humanitäre, notwendige Sache, dass wir der ganzen Welt helfen, dass die Menschen geimpft werden können. Aber es ist auch eine Sache der Vernunft.“ Sonst könnten dort, wo wenig geimpft werde, Varianten entstehen, die auch hierzulande neue Krankheiten auslösten.

Update, 17.08 Uhr - Bericht: Impftermine werden meistens eingehalten

In den Bundesländern gibt es einer Umfrage der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zufolge keine massenhaften Absagen von Impfterminen. Flächendeckend ließen nur wenige Deutsche ihre Termine in den Impfzentren platzen, heißt es in dem Bericht. Insgesamt ergebe sich ein entspanntes Bild.

Demnach meldeten die Gesundheitsministerien verschiedener Bundesländer, „keine wesentliche Steigerung“, ein „sehr geringes“ oder „gleichbleibend niedriges Niveau“ oder „keine größeren Terminabsagen“. In anderen Ländern erschienen zwischen zwei und sechs Prozent der Leute nicht zum angekündigten Impftermin. Ausreißer bildeten Hessen mit rund 20 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz mit rund 15 Prozent. Berlin und Hamburg meldeten keine Zahlen zurück, Bayern erhebe keine.

Von den Arztpraxen gebe es nur vereinzelt Rückmeldungen wegen Terminabsagen, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayern. Im Regelfall verhielten sich die Impfwilligen termintreu. Aus Baden-Württemberg heißt es dem Bericht zufolge, dass Schwänzen „eher selten“ vorkomme, „nach unseren Erkenntnissen wesentlich seltener als in den Impfzentren“.

Am vergangenen Wochenende war eine Debatte über „Impfschwänzer“ hochgekocht, die gebuchte Termine nicht wahrnehmen, ohne vorher abzusagen. Berlins DRK-Präsident Mario Czaja hatte Bußgelder ins Spiel gebracht, einige Politiker hatten sich der Forderung angeschlossen.

Update, 15.51 Uhr - Mehr als 42 Prozent der Bevölkerung voll geimpft

In Deutschland sind inzwischen mehr als 42 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.35 Uhr) betrug die Quote am Freitag 42,1 Prozent. An dem Tag wurden demnach wie schon zuvor knapp 700.000 Impfungen gezählt. Insgesamt haben bisher 48,4 Millionen Menschen (58,2 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten, rund 35 Millionen sind vollständig geimpft.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb zu den jüngsten Zahlen auf Twitter: „Das ist gut - aber im Wettlauf mit der Delta-Variante reicht das noch nicht. Impfstoff, um jeden zu impfen, ist nun da. Bitte nutzen Sie es!“

Update, 14.34 Uhr - Keine Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Wie schon im Landkreis Altötting, gibt es auch im Landkreis Berchtesgadener Land keine Neuinfektionen. Das zuständige Landratsamt berichtet von landkreisweit 15 aktiven Fällen, darunter fünf Fälle in Einrichtungen wir Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Kindergärten und Schulen.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell sechs Patienten mit bestätigter Corona-Infektion stationär behandelt, keiner der Betroffenen muss derzeit intensivmedizinisch betreut werden.

Am morgigen Sonntag (11. Juli) findet im Impfzentrum Ainring eine Impfaktion ohne vorherige Terminvereinbarung für alle Interessierten statt. Das Angebot richtet sich auch an Jugendliche von 12 bis 17 Jahren.

Update, 13.28 Uhr - Wirtschaftsverbände gegen nochmalige Lockdowns

Auch bei einer wieder steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen in Deutschland darf das Geschäftsleben nach Ansicht der großen Wirtschaftsverbände nicht wieder heruntergefahren werden. Der Präsident des Deutschen Indsutrie- und Handelskammertages (DIHK), Peter Adrian, sagte dem „Handelsblatt“, es gelte, sich „viel stärker auf wissenschaftliche Daten und belastbare Erkenntnisse aus dem betrieblichen Alltag“ zu stützen, um „pauschale Schließungen mit ihren oft gravierenden Folgewirkungen zu vermeiden“.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang, forderte in der Zeitung: „Die Inzidenz allein darf bei einer hohen Impfquote in Deutschland nicht mehr das Maß aller Dinge sein.“ Unter Inzidenz wird die Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb einer Personengruppe in einem bestimmten Zeitraum verstanden. Zuletzt ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz vier Tage in Folge gestiegen.

„In den kommenden Monaten wird es weiterhin darum gehen, das Leben mit Corona zu organisieren“, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger dem „Handelsblatt“. „Denn eines ist doch klar: Das Coronavirus wird nicht gänzlich verschwinden.“

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Ingrid Hartges, machte deutlich: „Unsere Branche wird einen weiteren Lockdown nicht mehr akzeptieren.“ Es sei Aufgabe der Politik, fürs Impfen zu werben. „Wenn sich alle Menschen impfen lassen können und eine relevante Impfquote erreicht wird, dann darf es keine Einschränkungen wie eine Masken- oder Testpflicht für Geimpfte mehr geben“, sagte Hartges.

Update, 11.31 Uhr - Aktuelle RKI-Zahlen für die Region

Im Vergleich zum gestrigen Freitag (9. Juli) veränderten sich die Werte der 7-Tage-Inzidenz in der Region nur leicht. Im Landkreis Mühldorf blieb der Wert sogar konstant bei 2,6.

Den größten Rückgang verzeichnete der Landkreis Berchtesgadener Land (11,3 auf 8,5), gefolgt von der kreisfreien Stadt Rosenheim (7,9 auf 6,3) und dem Landkreis Altötting (8,1 auf 7,2).

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 10. Juli)

Im Landkreis Traunstein stieg die Inzidenz leicht an (9,6 auf 11,3) und auch im Kreis Rosenheim gab es einen minimalen Anstieg der Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (4,2 auf 4,6).

Update, 10.27 Uhr - EU-Behörde: Auch in Deutschland Corona-Fälle in Verbindung mit EM

Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM erstmals auch Corona-Fälle in Deutschland gezählt. Insgesamt lassen sich 18 Infektionen in Deutschland mit der EM in Verbindung bringen, wie die EU-Agentur in ihrem wöchentlichen Bericht mitteilte. Insgesamt wurde in der vierten Turnierwoche der Europameisterschaft im Vergleich zur Vorwoche ein leichter Anstieg auf 2535 Infektionsfälle verzeichnet.

In Ländern, in denen es Massenansammlungen wie bei der EM und keine ausreichenden vorbeugenden Maßnahmen gebe, werde erwartet, dass das Risiko von europaweiter Übertragung von Covid-19 und Varianten des Coronavirus steige, heißt es in dem Bericht.

Schottland ist nach Angaben der Agentur mit 1991 Fällen, die in Verbindung zur EM stehen, weiter am weitaus stärksten betroffen. Diese Zahl hat sich im Vergleich zur vorigen Woche nicht erhöht. Die schottische Mannschaft hatte ihre EM-Gruppenspiele in Glasgow und im Londoner Wembley-Stadion ausgetragen. In Großbritannien breitet sich die als ansteckender geltende Delta-Variante des Virus stark aus.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte zuletzt Kritik von Corona-Experten an der EM zurückgewiesen. „Die Teams verhalten sich hochprofessionell“, sagte der 53-Jährige der BBC. „Auch in den Stadien sind wir sehr strikt, und wenn ich höre, dass Politiker sagen, Menschen hätten sich bei den Spielen infiziert, ohne jeden Beweis, dann enttäuscht mich das ein bisschen.“ Der Slowene bezog sich direkt auf die Zahlen aus Schottland.

„Einige sagen, 2000 schottische Fans seien infiziert, aber die schottischen Fans, die ins Stadion gegangen sind, waren getestet“, sagte Ceferin. Es seien auch 20.000 Menschen ohne Ticket nach London gekommen. „Du wirst im Park nicht getestet“, sagte Ceferin. „Den Fußball zu beschuldigen, das Virus zu verbreiten, ist aus meiner Sicht unverantwortlich.“

Update, 9.50 Uhr - Kein neuer Corona-Fall im Landkreis Altötting

Wie das zuständige Landratsamt Altötting berichtet, gibt es keinen weiteren Corona-Fall im Landkreis. Derzeit gibt es landkreisweit zwölf aktive Fälle, die meisten davon in Burghausen (6).

Auch in Altötting (2), Neuötting (2), Burgkirchen (1) und Unterneukirchen (1) gibt es noch aktive Fälle, alle anderen Kommunen im Kreis Altötting sind „Corona-frei“.

Update, 8.53 Uhr - Lambrecht: Für Aufhebung aller Corona-Maßnahmen noch zu früh

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hält es noch für zu früh, alle Corona-Beschränkungen aufzuheben. „Bevor wir alle Maßnahmen aufheben können, müssen wir noch deutlich weiter in Richtung Herdenimmunität kommen“, sagte die SPD-Politikerin der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstag). Erwachsene mit bestimmten Vorerkrankungen und Kinder könnten sich nicht mit einer Impfung schützen - selbst wenn sie wollten. Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff.

„Die Pandemie ist noch nicht überstanden“, sagte Lambrecht. Gleichwohl müssten alle verbliebenen Maßnahmen laufend darauf überprüft werden, ob sie noch verhältnismäßig sind. Außenminister Heiko Maas (ebenfalls SPD) hatte sich jüngst für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Damit sei im Laufe des Augusts zu rechnen. Lambrecht hatte sich daraufhin bereits dafür ausgesprochen, einige Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer Maske in Innenräumen vorerst beizubehalten.

RKI registriert 952 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 5,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am vierten Tag in Folge angestiegen. Sie lag bei 5,8 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Vortag: 5,5; Vorwoche: 4,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 952 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.17 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 671 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 35 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.735.420 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.634.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.225.

aic/bcs/dpa

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