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News-Ticker zur Corona-Pandemie

277 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle im Kreis Mühldorf - Corona-Lage in Deutschland immer kritischer

Coronavirus – Mühldorf am Inn
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Themenbild: Mühldorf am Inn

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (10. November) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 843 (Quelle/Stand: LGL, 9. November, 8 Uhr)*
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 647 (Quelle/Stand: DIVI, 10. November, 7.15 Uhr)**/***
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 96,6% (Quelle/Stand: DIVI, 10. November, 7.15 Uhr)****
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 89,8% (Quelle/Stand: DIVI, 10. November, 7.15 Uhr)****
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 394,7, Landkreis Rosenheim 562,8, Landkreis Traunstein 948,8, Landkreis Berchtesgadener Land 822,9, Landkreis Mühldorf 795,8, Landkreis Altötting 649,3 (Quelle/Stand: RKI, 10. November, 0 Uhr)****
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 5843, Landkreis Rosenheim 21.948, Traunstein 17.884, Berchtesgadener Land 10.177, Mühldorf 10.738, Altötting 8770 (Quelle/Stand: RKI, 10. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 78, Landkreis Rosenheim 496, Traunstein 233, Berchtesgadener Land 110, Mühldorf 174, Altötting 217 (Quelle/Stand: RKI, 10. November, 0 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 450 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Gelb in Kraft
    *** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft
    **** = Liegt die Intensivbetten-Auslastung im Rettungsleitstellenbezirk über 80% und die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/der Stadt bei 300 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Rot in Kraft

Update, 20.59 Uhr - 277 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 08. November, 277 neue bestätigte Corona-Fälle. (Stand: 10. November, 0 Uhr). Es wurden vier neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der aktiven Fälle beträgt derzeit 1.685. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum laut Gesundheitsamt bei 952,9. (Stand: 10. November 2021, 0 Uhr).

Das Landratsamt weist darauf hin, dass aufgrund eines Fehlers in der Datenübertragung die Fälle vom Dienstag nicht in der auf dem RKI-Dashboard ausgewiesenen Inzidenz enthalten seien.

Update, 20 Uhr - Corona-Lage immer kritischer - Merkel für rasche Klärungen   

In der immer kritischeren Corona-Lage in Deutschland wächst der Druck, schnell zusätzliche Schutzmaßnahmen festzuzurren. Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte dazu dringend eine schon wiederholt angebotene Abstimmung mit den Ländern. Die möglichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP wollen an diesem Donnerstag eigene Pläne für den Kurs im Winter in den Bundestag einbringen. Im Blick stehen auch mehr Beschränkungen für Ungeimpfte und mehr Tempo bei Impfungen. Corona-Schnelltests sollen bald wieder auf breiterer Front kostenlos zu bekommen sein.

„Wir brauchen hier wieder eine gesamtstaatliche Kraftanstrengung“, sagte Merkel am Mittwochabend vor Beratungen mit dem portugiesischen Premierminister António Costa und dem lettischen Ministerpräsidenten Krisjanis Karins im Gästehaus der Bundesregierung in Meseberg nördlich von Berlin. Man müsse schnellstmöglich zu einer Ministerpräsidentenkonferenz mit Bund und Länder zusammenkommen, „um ein harmonisches, gleichlautendes Verhalten und gleichlautende Maßnahmen in Deutschland durchzuführen“. „Das Coronavirus nimmt keine Rücksicht darauf, ob wir gerade eine geschäftsführende Regierung haben, ob wir gerade Koalitionsverhandlungen haben“, sagte Merkel. 

Update, 18.32 Uhr - So ist die Corona-Lage im Kreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 171 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 20 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 10.177 (Stand RKI: 10. November, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 822,9 (Stand RKI: 10. November, 0 Uhr). Am Vortag hatte sie noch bei 689,4 gelegen.

Aktuell gibt es 998 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 317 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 40 in Alten- und Pflegeheimen, vier in Gemeinschaftsunterkünften, 234 in Schulen und 39 in Kindergärten. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 875 neue COVID-19-Fälle. Aktuell befinden sich 458 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 47 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land insgesamt vier Patienten intensivmedizinisch betreut. Von den 47 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten sind 15 Personen vollständig geimpft, 14 werden auf der Normalstation und eine intensivmedizinisch behandelt. Neun Personen davon haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und werden auf der Normalstation behandelt.

Die KSOB behandeln am Standort in Traunstein derzeit insgesamt 50 COVID-19-Patienten. Davon haben acht Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land, fünf Patienten werden auf der Normalstation und drei Patienten intensivmedizinisch behandelt. Von diesen acht Personen ist eine Person vollständig geimpft und wird auf der Normalstation behandelt.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 97 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 81 Patienten auf der Normalstation und 16 Patienten auf der Intensivstation.

Update, 17.45 Uhr - Über 300 Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Insgesamt werden in den Kliniken Südostbayern 97 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 81 auf der Normalstation und 16 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 104.204 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 98.264 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1.423 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am 9. November sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 309 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 18.135 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 16.479 Personen (194 Personen mehr seit der Meldung vom 9. November).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 233 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 16.48 Uhr - Holetschek: Höchste Zahl von Corona-Erstimpfungen seit Wochen

Die Verschärfung der Corona-Regeln in Bayern vor allem für Ungeimpfte zeigt offenbar erste messbare Auswirkungen auf die Zahl der Erstimpfungen. „Im Freistaat wurden am Dienstag 12.100 Menschen erstgeimpft. So viele Erstimpfungen wurden an keinem anderen Tag im Oktober und November verabreicht“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. „Damit setzt sich der Trend der vergangenen sieben Tage fort, an denen wir eine steigende Nachfrage nach Erstimpfungen verzeichnen“, berichtete er. Das sei eine positive Entwicklung.

Auch die Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen steige: In der vergangenen Woche seien rund 88.700 Auffrischungsimpfungen verabreicht worden, über 10.000 mehr als in der letzten Oktoberwoche.

Aktuell liegt die Erstimpfquote in Bayern laut Holetschek nun bei fast 67 Prozent. Mehr als 65 Prozent seien mittlerweile vollständig geimpft. „Impfen ist unser einziger Ausweg aus dieser Pandemie. Nur so können wir unser Gesundheitswesen und alle dort Beschäftigen vor einer Überforderung schützen“, betonte der Minister und fügte hinzu: „Ich appelliere daher weiter an alle Bürgerinnen und Bürger Bayerns: Lassen Sie sich jetzt impfen. Impfen ist der beste Schutz!“

Update, 16.28 Uhr - Wegen Corona-Lage: Rosenheimer Christkindlmarkt findet nicht statt

Angesichts der im ganzen südostbayerischen Raum inzwischen extrem hohen Infektionszahlen und vor allem der außerordentlich hohen Belastung von Kliniken und speziell Intensivstationen in der ganzen Region hat sich die Stadt Rosenheim dazu entschlossen, dem Wirtschaftlichen Verband (WV) als Veranstalter die Durchführung des diesjährigen Christkindlmarktes nicht zu gestatten. Das teilte die Stadt Rosenheim am Mittwochnachmittag offiziell mit.

„Ich kann und will es nicht verantworten, dass aufgrund einer möglichen Überlastung unserer Intensivstationen Triage-Entscheidungen erforderlich würden“, erklärte Oberbürgermeister Andreas März die Entscheidung.

Update, 16.03 Uhr - Keine Weihnachtsmärkte in Miesbach: Landrat mit eindringlicher Empfehlung

„Angesichts dieser hohen Neuinfektionszahlen wäre es grob fahrlässig, Märkte und andere Massenveranstaltungen durchzuführen“, mit diesem Satz begründet Miesbachs Landrat Olaf von Löwis seine Empfehlung alle Weihnachtsmärkte abzusagen.

Olaf von Löwis und die Bürgermeister im Landkreis hätten sich laut Angaben des Landratsamtes in der Bürgermeisterdienstbesprechung am Mittwoch darauf geeinigt, alle kommunalen Veranstaltungen bis zum Ende des Jahres ganz abzusagen oder, wenn eine Durchführung zwingend geboten ist, auf das minimalste Maß herunterzufahren. Dies betreffe insbesondere die Märkte in der Vorweihnachtszeit.

In einem offiziellen Schreiben des Landrates an die Bürgermeister der kreisangehörigen Gemeinden des Landkreises Miesbach heißt es, dass die Veranstaltung von Weihnachtsmärkten derzeit gesetzlich grundsätzlich zulässig sei, „dennoch rät das Landratsamt vor dem Hintergrund der Erfahrung, dass mit abnehmenden Temperaturen das Infektionsgeschehen weiter an Fahrt aufnimmt, dringend zu einer Absage der Märkte in der Vorweihnachtszeit.“

Update, 15.50 Uhr - Fast 1000 aktive Fälle im Kreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet am Mittwoch, dass in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 94 Personen im Landkreis per PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 649,3. Insgesamt liegen im Landkreis Altötting 997 aktive Corona-Fälle vor: Die meisten davon in Burghausen mit 142, gefolgt von Garching mit 121 und Burgkirchen mit 95.

Update, 14.44 Uhr - Söder ordnet bayernweiten Katastrophenfall an

Wie die Bayerische Staatsregierung soeben mitteilt, hat Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch aufgrund „der aktuellen besorgniserregenden Situation in der Corona-Pandemie die Feststellung des Katastrophenfalls ab dem 11. November 2021 angeordnet“.

Das Corona-Infektionsgeschehen entwickelt sich in Bayern derzeit sehr dynamisch. Die 7-Tage-Inzidenz erreicht täglich neue Höchststände. Gleichzeitig steigt auch die Belegung von Krankenhausbetten, insbesondere von Intensivbetten, mit Covid-19-Patienten weiter an. In vielen Krankenhäusern sind bereits jetzt keine oder nur noch sehr wenige Kapazitäten verfügbar. 

„Die Feststellung des Katastrophenfalls ermöglicht eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen. Der Katastrophenfall hat sich in der Corona-Pandemie als wirksames Mittel bewährt“, so die Bayerische Staatsregierung in einer Mitteilung.

Zuvor hatte bereits Michael Fahmüller, Landrat des Landkreises Rottal-Inn, in einer Besprechung mit seinen Landratskollegen laut Informationen des BR von Söder gefordert, landesweit den Katastrophenfall auszurufen, „um insbesondere die notwendigen organisatorischen Maßnahmen leichter umsetzen zu können.“ In einer Mitteilung des Landratsamtes hieß es: „Man kann es nicht mehr schön reden: Die Lage ist dramatisch,“ so Michael Fahmüller. Im Landkreis Rottal-Inn liegt der Inzidenz-Wert mittlerweile bei 1104,3.

Update, 14.15 Uhr - Todesfälle in Seniorenheim - Kripo und Staatsanwaltschaft ermitteln

Eine auffällige Häufung von Todesfällen im Zusammenhang mit einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim im Landkreis Eichstätt hat Kripo und Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Ermittelt werde wegen eines Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung in sechs Fällen, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt mit. Mehrere Wohnungen und eine Pflegeeinrichtung - insgesamt sechs Objekte - seien am Mittwoch durchsucht worden.

Binnen vier Tagen waren zwischen dem 20. und 24. September sechs mit dem Coronavirus infizierte Bewohner eines Seniorenheims im Landkreis Eichstätt gestorben.

Vor dem Hintergrund der Pandemielage und der damit einhergehenden Hygienemaßnahmen seien die Kontaktermittlungen und somit die möglichen Übertragungswege einer Infektion von immenser Bedeutung. Im Zuge dieser Recherchen hätten sich dann Verdachtsmomente ergeben, die ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung nicht ausschließen ließen, hieß es weiter.

Es sei nun umfangreiches Beweismittel sichergestellt worden. Die Ermittler der Kriminalpolizei erhoffen sich hierdurch weitere Erkenntnisse, die zur Klärung der Todesumstände beitragen.

Update, 13.35 Uhr - In 21 bayerischen Kommunen kein freies Intensivbett mehr

Die stetig steigende Zahl der Corona-Patienten bringt immer mehr bayerische Krankenhäuser an die Kapazitätsgrenze. Am Mittwoch waren in über der Hälfte der 96 Kreise und größeren Städte Bayerns weniger als zehn Prozent der Intensivbetten frei, wie aus dem Divi-Intensivregister hervorgeht. Davon meldeten 21 Kommunen, dass bis auf das letzte Bett die Intensivstationen voll belegt seien. Landesweit waren 653 Covid-Patienten in Intensivbehandlung, gut 130 mehr als vor einer Woche und rund doppelt so viele wie noch vor drei Wochen. Im landesweiten Schnitt sind knapp 91 Prozent der Intensivbetten belegt.

Wenn alle Intensivbetten in einer Kommune belegt sind, müssen neue Intensivpatienten in anderen Krankenhäusern in größerer Entfernung von Wohn- oder Unfallort behandelt werden. Derartige Verlegungen werden innerhalb Bayerns bereits seit Wochen praktiziert. Ebenso sind Krankenhäuser mit einer hohen Zahl von Corona-Patienten gezwungen, geplante Operationen zu verschieben. Grund ist, dass die Patientinnen und Patienten nach größeren Eingriffen - beispielsweise Tumoroperationen - üblicherweise zur Beobachtung auf die Intensivstation kommen. Wenn kein Intensivbett frei ist, ist dies nicht möglich. Laut Intensivregister meldet die große Mehrheit der bayerischen Krankenhäuser Einschränkungen des regulären Betriebs.

Update, 12.36 Uhr - Rechtsexperte: FC Bayern könnte Gehalt von Kimmich einbehalten

Nach Meinung des Rechtsexperten Joachim Rain könnte der FC Bayern München das Gehalt von ungeimpften Spielern wie Joshua Kimmich für die Dauer einer verordneten Quarantäne einbehalten. „Ein juristisches Vorgehen dagegen hätte nur Erfolg, wenn die zugrundeliegenden Rechtsgrundlagen vom Gericht für unwirksam erachtet würden, etwa weil sie einen indirekten Impfzwang begründen. Dass ein Gericht dies so sieht, ist eher unwahrscheinlich“, sagte Rain bei Sport1.

Nach dem positiven Corona-Test von Nationalspieler Niklas Süle mussten auch die drei ebenfalls zur Nationalelf gereisten Bayern-Profis Kimmich, Jamal Musiala und Serge Gnabry in Quarantäne. Gleiches gilt für Süles Bayern-Kollegen Eric Maxim Choupo-Moting. Alle hatten demnach Kontakt zu Süle, der sich in häuslicher Isolation befindet. Über den Impfstatus der betroffenen Profis ist nichts bekannt. Es gilt aufgrund der Quarantäneanordnungen aber als wahrscheinlich, dass diese Spieler ebenfalls ungeimpft sind.

Kimmich hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, als er einräumte, nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein, weil er Langzeitfolgen fürchtet. Süle war im Kreis der Nationalmannschaft trotz vollständiger Impfung positiv getestet worden.

Für die meisten Nicht-Geimpften soll es bei Verdienstausfällen, die wegen einer angeordneten Quarantäne entstehen, seit dem 1. November an keine Entschädigung mehr geben. Greifen soll dies für alle, für die es eine Impfempfehlung gegen das Coronavirus gibt und die sich auch impfen lassen können.

Update, 11.35 Uhr - Extrem viele Neuinfektionen in Bayern

Das Coronavirus breitet sich in Bayern immer weiter aus. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lagen sieben Landkreise über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 800, andere nur knapp darunter. Im Landkreis Rottal-Inn waren es sogar 1104,3 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - ein negativer Spitzenwert.

Bundesweit liegen bayerische Regionen an der Spitze bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Im Landkreis Traunstein lag sie dem RKI zufolge bei 948,8, im Landkreis Dingolfing-Landau bei 894,7 gefolgt von sechs weiteren Landkreisen des Freistaats. Der erste nicht-bayerische Landkreis ist Sonneberg in Thüringen, bei dem der Wert bei 787,1 lag. Bayernweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 395,8. Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 10.237 Neuinfektionen und 55 Todesfälle.

Update, 10.28 Uhr - Situation in Kliniken der Region weiter sehr angespannt - Ampel klar Rot

In den Krankenhäusern der Region ist die Situation weiterhin sehr angespannt. Immerhin sanken in Sachen Intensivbetten-Auslastung die Zahlen im Vergleich zum Vortag leicht (Quelle/Stand: DIVI, 10. November, 7.15 Uhr). Im Rettungsleitstellenbezirk Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim, Landkreis Miesbach) betrug die Quote belegter Betten 96,6 Prozent (Vortag 97,4 Prozent).

Im Zuständigkeitsbereich der ILS Traunstein (Kreise Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting) sank der Wert leicht von 90,1 auf 89,8 Prozent. Allerdings nahm landesweit die Zahl der hospitalisierten Fälle zu – und zwar deutlich von 709 auf 843 Patienten. Bayernweit werden zudem derzeit 647 Patienten (Vortag: 611) auf einer Intensivstation im Zusammenhang mit Corona behandelt. Damit steht die Krankenhaus-Ampel in ganz Bayern weiterhin klar auf Rot.

Update, 9.43 Uhr - Impfkommission: Unter 30-Jährige nur mit Biontech impfen

Menschen unter 30 Jahren sollen laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) künftig nur noch mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer (Comirnaty) gegen Corona geimpft werden. Aktuelle Meldeanalysen zeigten, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei Jungen und jungen Männern sowie bei Mädchen und jungen Frauen nach der Impfung mit Moderna (Spikevax) häufiger beobachtet würden als nach der Biontech-Impfung. Das teilte die Stiko am Mittwoch mit.

Entsprechend werde die Covid-19-Impfempfehlung aktualisiert, der Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Länder gegangen. Änderungen seien daher noch möglich. Der Verlauf der Herzmuskel und Herzbeutelentzündungen sei nach bisher vorliegenden Sicherheitsberichten „überwiegend mild“, schreibt die Stiko.

Update, 9 Uhr - 898 neue Fälle in Region - Fünf Tote im Kreis Rosenheim

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 10. November 2021).

Auch die Fallzahlen bewegen sich weiter auf hohem Niveau – so wurden in der Region in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 898 neue Corona-Fälle gemeldet. Die meisten davon wurden mit 256 im Landkreis Traunstein registriert, gefolgt von 242 im Landkreis Rosenheim. 171 Neu-Infektionen gab es im Landkreis Berchtesgadener Land, 94 im Kreis Altötting und 80 im Kreis Mühldorf. Die Stadt Rosenheim meldete „nur“ 55 neue Corona-Fälle.

Zudem wurden sechs weitere Todesfälle in der Region registriert – davon alleine fünf im Landkreis Rosenheim. Ein weiteres Todesopfer gab es im Landkreis Traunstein. Weitere Angaben zu Alter, Wohnort und/oder Geschlecht der Opfer machten die zuständigen Behörden bislang nicht.

Update, 8 Uhr - Erster Landkreis durchbricht 1000er-Schallmauer

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Klinik-Ampel in Bayern (Stand: 10. November 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region steigen (größtenteils) weiter: Lediglich der Landkreis Mühldorf meldete laut den neuesten RKI-Daten (Stand: 10. November, 0 Uhr) einen leicht niedrigeren Wert als am Vortag (795,8 statt 828,4). Dagegen sind die Zahlen sowohl in Stadt (von 377,4 auf 394,7) und Landkreis Rosenheim (von 543,3 auf 562,8) sowie im Landkreis Altötting (von 618,9 auf 649,3) weiter nach oben geklettert.

Besonders starke Steigerungen wurden aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land gemeldet. In ersterem stieg die Inzidenz um weit über 100 Zähler auf nun 948,8 (Vortag: 818,1) – und damit ist die 1000er-Schallmauer nicht mehr weit entfernt. Auch im Berchtesgadener Land beträgt der Anstieg weit über 100 Punkte – und zwar von 689,4 auf 822,9. Mit den Kreisen Traunstein (Platz 2), Berchtesgadener Land (Platz 6) und Mühldorf (Platz 8) gleich drei Landkreise unter den Top-10 der größten Corona-Hotspots in Deutschland. In dieser Tabelle hat ein Nachbarlandkreis der OVB24-Region nun die „Schallmauer“ übrigens (deutlich) durchbrochen: Aus dem Landkreis Rottal-Inn wurde am Mittwochmorgen eine Inzidenz von sage und schreibe 1104,3 gemeldet. Es ist der höchste Inzidenz-Wert, der jemals in einem Landkreis/einer Stadt in Deutschland registriert wurde.

Neuer trauriger Rekord: RKI meldet fast 40.000 neue Fälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) so viele Corona-Neuinfektionen gemeldet wie nie seit Beginn der Pandemie (News-Ticker Dienstag, 9. November). Sie übermittelten 39.676 neue Fälle binnen eines Tages, wie aus den neuesten Zahlen des RKI hervorgeht (Stand: 10. November, 0 Uhr). Der bisherige Höchststand war am Freitag mit 37.120 gemeldet (Vorwochenwert: 20.398) worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI-Dashboard derzeit bei 232,1. Sie hat damit den dritten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Bereits am Montag (201,1) und Dienstag (213,7) hatte es Rekorde bei den tagesaktuell vom RKI berichteten Inzidenzen gegeben.

Vor einer Woche hatte der Wert bei 146,6 (Vormonat: 66,1) gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 236 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 194 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.844.054 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Dienstag mit 4,31 an (Montag: 3,93). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.415.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 96.963.

mh/mw/dpa

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