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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Testzentrum in Bayern durchsucht: Verdacht auf Abrechnungsbetrug

Proben für PCR-Tests
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Symbolbild: Proben für PCR-Tests werden von einem Mitarbeiter in einem Corona-Testzentrum verpackt.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (10. Oktober) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 256 (Quelle/Stand: LGL, 9. Oktober, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 2,0 (Quelle/Stand: LGL, 9. Oktober, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 247 (Quelle/Stand: DIVI, 10. Oktober, 6.15 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 201,3, Landkreis Rosenheim 216,3, Landkreis Traunstein 237,8, Landkreis Berchtesgadener Land 248,3, Landkreis Mühldorf 130,5, Landkreis Altötting 103,9 (Quelle/Stand: RKI, 10. Oktober, 3.11 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 4899, Landkreis Rosenheim 17.374, Traunstein 13.570, Berchtesgadener Land 7726, Mühldorf 7937, Altötting 7071 (Quelle/Stand: RKI, 10. Oktober, 3.11 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 73, Landkreis Rosenheim 474, Traunstein 220, Berchtesgadener Land 103, Mühldorf 160, Altötting 215 (Quelle/Stand: RKI, 10. Oktober, 3.11 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    **= Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 19.40 Uhr - Testzentrum durchsucht: Verdacht auf Abrechnungsbetrug

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) hat wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug mit Corona-Tests mehrere Räumlichkeiten durchsuchen lassen, darunter ein Testzentrum in Schwabach. Es werde gegen drei Beschuldigte ermittelt, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Es bestehe der Verdacht, dass mehr Tests abgerechnet worden seien, als tatsächlich durchgeführt wurden.

Neben dem Testzentrum in einem Schwabacher Einkaufszentrum seien am Donnerstag auch Räume in Nürnberg und Fürth durchsucht worden. Es gehe jetzt darum, mehr Klarheit zu den Fällen zu erlangen. Die im vergangenen Jahr eingerichtete Zentralstelle bekämpft Korruption und andere Kriminalität in jenen Gesundheitsberufen, die eine staatlich geregelte Ausbildung benötigen - also etwa Ärzte und Apotheker.

Update, 18.06 Uhr - Kassenärzte dürfen Patienten ohne Corona-Test nicht abweisen

Die bayerischen Kassenärzte dürfen ungeimpfte Patienten ohne einen Corona-Test nicht von der Behandlung ausschließen. Dies geht aus den Vorschriften der bayerischen Staatsregierung hervor. In den vergangenen Tagen wurde in den Medien über mehrere niedergelassene Ärzte berichtet, die den Zutritt zur Praxis davon abhängig machen wollten, ob die Patienten geimpft, genesen oder getestet sind.

Ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) verwies am Donnerstag darauf, dass Vertragsärzte eine Behandlungspflicht für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen hätten. Insofern sei fraglich, ob die Mediziner die sogenannte 3G-Regel in ihren Räumen mit dem Hausrecht begründen könnten.

Die Praxen könnten Ungeimpften allerdings auch anbieten, vor Ort einen Schnelltest zu machen. Ebenso könne die Behandlung von Erkrankten in Randzeiten geschehen, um diese von anderen Patientinnen und Patienten zu trennen, erläuterte der KVB-Sprecher.

Update 17 Uhr - Maskenverweigerer mit Pfefferspray-Attacke in Nachtbus

Nach einem Streit über die Maskenpflicht hat ein Unbekannter in Wiesbaden Pfefferspray in einen Bus gesprüht. In der Nacht zu Samstag sei in einem Fahrzeug der Nachtlinie ein Streit ausgebrochen, weil sich ein junger Mann geweigert habe, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, erklärte die Polizei. Nachdem er des Busses verwiesen worden sei, habe der Mann Pfefferspray aus der Tasche gezogen und in den Fahrgastraum gesprüht. Drei Fahrgäste klagten über Augenreizungen, eine Rettungswagenbesatzung versorgte sie. Der Täter floh zwar, wurde aber später festgenommen.

Update, 15.48 Uhr - Spahn verteidigt sich: Fairness gebietet Abschaffung von Gratis-Corona-Tests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verteidigt, dass Corona-Schnelltests ab Montag in der Regel nicht mehr für alle gratis sind. „Kostenlose Bürgertests abzuschaffen, gebietet die Fairness vor dem Steuerzahler“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Jeder, für den es empfohlen ist und der will, konnte sich mittlerweile impfen lassen“, argumentierte Spahn. „Deshalb werden Bürgertests ab Montag nur noch für diejenigen kostenlos sein, für die es keine empfohlene Impfung gibt. Das sind insbesondere Kinder und Jugendliche.“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erhofft sich vom Ende der Gratis-Tests auch positive Auswirkungen auf die Impfquote. „Kostenpflichtige Tests werden dazu führen, dass sich sehr viele noch impfen lassen, weil sie eine regelmäßige Testung vermeiden wollen“, sagte er den Funke-Zeitungen. Nicht-Geimpfte brauchen aktuelle Schnelltests inzwischen häufig für den Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen.

Update, 14.34 Uhr - Für Mehrheit ab Montag keine kostenlosen Corona-Tests mehr

Für die Mehrheit der Bürger endet in der neuen Woche die Möglichkeit zum kostenlosen Corona-Test. Grund ist, dass die Finanzierung durch die Bundesregierung ausgelaufen ist. Doch gibt es eine ganze Reihe von Ausnahmen, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im Vorfeld deutlich machte. Wer mit Symptomen zum Arzt geht, muss den Test nach wie vor nicht zahlen.

Gleiches gilt für Kinder unter zwölf Jahren ebenso wie für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Bis Dezember gibt es außerdem verschiedene Übergangsfristen für Studentinnen und Studenten, nicht volljährige Jugendliche sowie werdende und stillende Mütter.

Die Tests ab Montag bezahlen müssen somit Bürger, die nicht geimpft oder genesen sind und eine Veranstaltung oder eine Einrichtung besuchen wollen, für die die sogenannten 3G-Regeln gelten. Im Hintergrund steht die Hoffnung, dass die Impfbereitschaft steigen könnte, wenn die Nichtimpfung im Geldbeutel spürbar wird. Gesundheitsminister Holetschek hat in den vergangenen Monaten immer wieder an die Bürger appelliert, sich impfen zu lassen.

Update, 13.35 Uhr - Rechte Corona-Randale in Rom schocken Italien

Impfgegner, Rechtsextreme und Randalierer haben bei einer Corona-Demonstration in Rom für schwere Ausschreitungen mit Verletzten und Festnahmen gesorgt. Bei Zusammenstößen mit der Polizei kam es am Samstag zu Angriffen und Handgemengen, die Ordnungskräfte setzten Tränengas, Schlagstöcke und Wasserwerfer ein. Die Polizei nahm bis Sonntagmittag zwölf Randalierer fest, darunter die beiden Anführer der rechtsextremen Partei Forza Nuova, Giuliano Castellino und Roberto Fiore.

Von einer „Stadtguerilla der No Vax“, also der Impfgegner, schrieb der „Corriere della Sera“ am Sonntag. Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungschef Mario Draghi verurteilten die Gewalt.

Vor allem die Erstürmung der Zentrale der Gewerkschaft CGIL, bei der unter anderem drei Carabinieri verletzt wurden, schockte die Politik. Demonstranten attackierten Wachleute mit Stöcken und Fahnenstangen und drangen in das Innere des Gebäudes vor, wie auf Amateuraufnahmen zu sehen war. Von einem Akt „faschistischer Gewalt“ und einem „Angriff auf die Verfassung“, sprach CGIL-Chef Maurizio Landini. Zuvor hatte er den Randalierern schon gesagt: „Niemand darf glauben, unser Land in die Faschistenzeit zurückstoßen zu können.“

Update, 11.45 Uhr - Lauterbach regt neue Bund-Länder-Runde zu Corona an

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine neue Bund-Länder-Runde angeregt, um die Corona-Regeln teilweise zu verschärfen. „Es wäre sinnvoll, dass sich die Ministerpräsidenten zeitnah mit der Kanzlerin noch einmal treffen“, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „In der Pandemie stehen sehr viele Entscheidungen an - von den Corona-Regeln bis zu den Booster-Impfungen. Wir dürfen in der Zeit, in der Koalitionsverhandlungen laufen, nicht den Überblick verlieren“, sagte er mit Blick auf die Gespräche zur Regierungsbildung.

Zwar werde die Pandemie, wenn keine gefährlichere Virusvariante auftrete, im späten Frühjahr 2022 vorbei sein. „Wir werden aber einen schweren Winter haben, wenn wir nicht die nötige Impfquote erreichen.“ Daher könnten die Schutzmaßnahmen nicht maßgeblich beendet werden. Aus seiner Sicht gehe es zum Teil sogar um Verschärfungen. „Wir sollten die 2G-Regel intensiver nutzen, also nur Geimpften und Genesenen den Zugang zu Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen ermöglichen“, erklärte Lauterbach. So schaffe man einen Anreiz, sich doch noch impfen zu lassen.

Auf eine Frage, die darauf abzielte, ob er sich das Amt des Bundesgesundheitsministers in einer Regierung aus SPD, Grünen und FDP vorstellen könne, sagte Lauterbach: „Ich spekuliere nicht über Ministerposten - weder öffentlich noch im Privaten.“ Er ergänzte auf Nachfrage aber: „Falls jemand gesucht wird, der in dem Bereich eine gewisse Erfahrung mitbringt, dann würde ich darüber nachdenken.“ Als Sozialdemokrat würde er andere Schwerpunkte in dem Amt setzen. Es gebe drei große Themen, die angegangen werden müssten: der Personalmangel in der Pflege, der Personalmangel bei Ärzten und die Entbürokratisierung der Medizin, ambulant wie stationär.

Update, 11.05 Uhr - Bayern setzt Verhandlungen über russischen Impfstoff fort

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik könnte schon bald auch in Bayern produziert werden. Geimpft werden darf damit derzeit aber noch niemand in Deutschland, die EU-Zulassung lässt auf sich warten. Trotzdem hält Bayern daran fest, Millionen Sputnik-Dosen zu kaufen.

Nach der Zulassung einer Impfstoffproduktion bei der deutschen Tochter des russischen Pharmakonzerns R-Pharm will die bayerische Staatsregierung auch weiterhin über einen Ankauf des Impfstoffs Sputnik V verhandeln. Dies erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. „Bislang wurde weder ein Kaufvertrag unterzeichnet noch wurden Kaufpreiszahlungen geleistet“, betonte sie allerdings.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte im April erklärt, 2,5 Millionen Dosen des russischen Corona-Impfstoffs ankaufen zu wollen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat den Impfstoff aber bislang nicht zugelassen, sodass er in Deutschland nicht verwendet werden kann. Es gibt in der EU nur nationale Zulassungen in Ungarn und der Slowakei.

Die EU-Zulassung sei wesentliches Kriterium für einen Kauf des Mittels durch den Freistaat, sagte die Ministeriumssprecherin. Wann die Europäische Kommission darüber entscheide, sei noch nicht absehbar. Dem Bayerischen Rundfunk teilte das Ministerium zudem mit, dass auch die Kosten für einen möglichen Sputnik-Ankauf noch unklar seien.

Update, 10.21 Uhr - Inzidenzen in der Region: Berchtesgadener Land deutschlandweit auf Platz eins

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 10. Oktober 2021).

Mehrere Landkreise aus der Region befinden sich noch immer unter den bundesweiten Inzidenz-Spitzenreitern (Stand: 10. Oktober, 3.11 Uhr). Das Berchtesgadener Land hat sich mit einer Inzidenz von 248,3 (Vortag 233,3) wieder auf der Spitzenposition mit der 7-Tage-Inzidenz in Deutschland eingefunden und Bremerhaven verdrängt.

Der Landkreis Traunstein mit einer Inzidenz von 237,8 (Vortag: 246,8) auf Platz drei und Landkreis Rosenheim mit einer Inzidenz von 216,3 (Vortag 233,2) auf Platz fünf, dicht gefolgt von der Stadt Rosenheim mit einer Inzidenz von 201,3 (Vortag 188,7).

Im Landkreis Altötting stieg die Inzidenz leicht von 103 auf 103,9, im Kreis Mühldorf bleibt die Inzidenz über der 100-er-Marke und liegt nun bei 130,5 (Vortag: 109,9)

Update, 9.35 Uhr - Holetschek und Ärzte rufen zu Grippeimpfung auf

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Bayerns Ärzte rufen die Bürger zur Grippeimpfung auf. „Neben dem Kampf gegen das Coronavirus dürfen wir die klassische Grippe nicht unterschätzen“, sagte Holetschek am Sonntag. „Die Erkältungssaison beginnt jetzt.“

Gegen Grippe impfen lassen sollten sich vor allem Menschen ab 60, werdende Mütter ab dem zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft, Menschen mit Grunderkrankungen sowie medizinisches Personal, sagte Holetschek. Nach Angaben der Ständigen Impfkommission könne gleichzeitig gegen Grippe und Corona geimpft werden. „Das ist eine gute Gelegenheit für alle, die noch nicht gegen Covid-19 immunisiert sind, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“, warb Holetschek.

Die Landesärztekammer fürchtet eine kombinierte Infektionswelle von Covid-19 und Erkältungskrankheiten. Wenn sich Covid-19, Virusgrippe und sonstige Erkältungskrankheiten massenhaft gemeinsam einstellten, könne es zur Überlastung von Praxen, Krankenhäusern und auch Intensivstationen kommen, warnte Ärztekammerpräsident Gerald Quitterer.

Im Herbst und Winter 2020 war eine Grippewelle ausgeblieben. Es gab nur 78 Fälle, mutmaßlich auch wegen der Corona-Beschränkungen. 2019/2020 waren dagegen noch 55.231 Grippeinfektionen gemeldet worden. „Die Grippe kann dieses Jahr wieder zurückkehren“, mahnte Gesundheitsminister Holetschek. Fachleute fürchten, dass es in diesem Herbst wieder eine größere Grippewelle geben könnte.

Update, 8.20 Uhr - Patientenschützer fordert kostenlose Schnelltests in Altenheimen

Vor dem Wegfall der kostenlosen Corona-Schnelltests an diesem Montag hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz Sonderregelungen für Alten- und Pflegeheime gefordert. Bund und Länder müssten Besuchern dort gebührenfreie Testmöglichkeiten bieten, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Denn viele der bundesweit rund 12.000 stationären Einrichtungen verlangten auch von vollständig geimpften Besuchern einen aktuellen und zertifizierten negativen Schnelltest.

Wenn viele der rund 20.000 Testzentren in Deutschland ihre Arbeit einstellten, sei ein anerkannter Negativ-Nachweis besonders in ländlichen Gebieten schwer zu bekommen, sagte Brysch. „Manchmal zwanzig Kilometer Anfahrtsweg sind für Angehörige unzumutbar“, ergänzte er. „Das Chaos aus dem letzten Herbst darf sich nicht wiederholen.“ Damals sei Besuchern der Zutritt zu Alten- und Pflegeheimen untersagt worden, weil sie kein Ergebnis eines Schnelltests vorweisen konnten.

Die Einrichtungen müssten per Verordnung verpflichtet werden, Schnelltests vor Ort anzubieten, forderte Brysch. Die Kosten sollten ihnen von den Krankenkassen oder dem Gesetzgeber zeitnah erstattet werden. Es müsse sichergestellt sein, dass die bundesweit rund 900.000 Pflegeheimbewohner ungehindert besucht werden könnten.

Ab diesem Montag gibt es nach einem Bund-Länder-Beschluss keine kostenlosen Bürgertests (Plus-Artikel) mehr - von wenigen Ausnahmen abgesehen. Dazu zählen unter anderem Kinder und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Wie viele private Schnelltest-Stellen ihren Service weiter anbieten, ist noch unklar. Ein Schnelltest auf Sars-CoV-2 soll künftig um die zwölf Euro kosten.

RKI registriert 7612 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 66,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 66,1 an. Am Vortag hatte der Wert bei 64,4 gelegen, vor einer Woche ebenfalls bei 64,2 (Vormonat: 83,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7612 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.16 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6164 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es neun Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.310.273 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,67 an. Das entspricht in etwa dem Wert der Vorwoche. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 4.087.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.202.

mda/nt/dpa

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