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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Korrigierte Impfzahlen: Holetschek fordert RKI-Bericht - WHO empfiehlt dritte Dosis für Immungeschwächte

Coronavirus - Impfgipfel der bayerischen Staatsregierung
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Angesichts korrigierter Impfzahlen fordert Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek einen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (11. Oktober) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 239 (Quelle/Stand: LGL, 10. Oktober, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 1,8 (Quelle/Stand: LGL, 10. Oktober, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 248 (Quelle/Stand: DIVI, 11. Oktober, 7.15 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 218,6, Landkreis Rosenheim 209,0, Landkreis Traunstein 237,8, Landkreis Berchtesgadener Land 248,3, Landkreis Mühldorf 134,8, Landkreis Altötting 99,4 (Quelle/Stand: RKI, 11. Oktober, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 4921, Landkreis Rosenheim 17.426, Traunstein 13.613, Berchtesgadener Land 7755, Mühldorf 7946, Altötting 7076 (Quelle/Stand: RKI, 11. Oktober, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 73, Landkreis Rosenheim 474, Traunstein 220, Berchtesgadener Land 103, Mühldorf 160, Altötting 215 (Quelle/Stand: RKI, 11. Oktober, 0 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    **= Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 22.01 Uhr - Lufthansa zahlt Teil der Staatshilfen zurück

Die Lufthansa hat nach ihrer Kapitalerhöhung wie geplant einen Teil der milliardenschweren Staatshilfen Deutschlands zurückgezahlt. Dies betreffe den beanspruchten Teil der ersten stillen Einlage des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) von 1,5 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Montagabend mit. Bis Jahresende will die Lufthansa auch die zweite stille Einlage über eine Milliarde Euro zurückzahlen und den nicht genutzten Teil der ersten Einlage kündigen.

Der Bund hatte die Lufthansa mithilfe des WSF in der Corona-Krise vor dem wirtschaftlichen Aus bewahrt, nachdem das Fluggeschäft fast vollständig zusammengebrochen war. Zusammen mit Österreich, Belgien und der Schweiz - wo die Konzerntöchter Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss ihren Sitz haben - stellte die Bundesrepublik dafür neun Milliarden Euro bereit. Sie wurden von Lufthansa nie komplett in Anspruch genommen.

Einen Kredit der Staatsbank KfW hatte der Konzern bereits früher zurückgezahlt. Mit der Ausgabe neuer Aktien sammelte die Lufthansa nun brutto 2,16 Milliarden Euro ein, um weitere Hilfen ablösen zu können.

Update, 20.58 Uhr - Korrigierte Impfzahlen: Holetschek fordert RKI-Bericht

Angesichts korrigierter Impfzahlen fordert Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) in der nächsten Schalte der Gesundheitsminister einen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI). „Wir brauchen da Klarheit und Wahrheit in der Frage der Daten“, sagte Holetschek am Montag nach Beratungen mit seinen Ressortkollegen.

Nach einer neuen RKI-Auswertung sind die Corona-Impfungen in Deutschland wohl schon weiter als bislang in der Meldestatistik erfasst. Es sei anzunehmen, dass unter den Erwachsenen bereits bis zu 84 Prozent mindestens einmal und bis zu 80 Prozent vollständig geimpft sind, hieß es in einem aktuellen RKI-Bericht mit Stichtag 5. Oktober. Das entspräche jeweils um fünf Prozentpunkte höheren Impfquoten als nach offiziellen Meldungen der Impfstellen.

Holetschek will nun vom RKI wissen, wie die Daten ins System gekommen seien, wo es gegebenenfalls welche Defizite gegeben habe, ob es an einer mangelnden Datenlage etwa von Betriebsärzten liege oder woran sonst. Deshalb habe man für die nächste Schalte RKI-Präsident Lothar Wieler eingeladen, um das zu klären. „Das wird sicher auch insgesamt eine Lehre aus der Pandemie sein, dass wir bei den Datengrundlagen bis jetzt aus meiner Sicht nicht sehr erfolgreich waren und da dringend Nachbesserungsbedarf haben“, fügte Holetschek hinzu.

Update, 20.16 Uhr - WHO-Beirat empfiehlt dritte Corona-Impfdosis für Immungeschwächte

Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen laut einem internationalen Expertengremium eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten. Damit könne sichergestellt werden, dass sie vor einer Infektion in etwa so gut geschützt seien wie Menschen mit intaktem Immunsystem, die zwei Dosen erhalten haben, berichteten die Fachleute am Montag in Genf. Sie gehören zum unabhängigen Beirat für Immunisierungsfragen (SAGE) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die dritte Dosis solle zwischen ein und drei Monaten nach der ursprünglichen Impfung erfolgen. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) ebenfalls eine Auffrischungsimpfung für Immungeschwächte.

Das SAGE-Team betonte, dass es bei ihrer Empfehlung nicht um eine dritte Impfung für die allgemeine Bevölkerung gehe. Vielmehr hat die WHO Regierungen, die viel Impfstoff haben, aufgerufen, von solchen Angeboten abzusehen. Sie sollten ihre Dosen stattdessen an Länder abgeben, die bislang noch nicht genügend Impfstoff haben, um die Bedürftigsten zu schützen.

Update, 18.50 Uhr - Keine kostenlosen Tests mehr ohne guten Grund

Seit dem 11. Oktober trägt der Staat in den meisten Fällen nicht länger die Kosten für eine Corona-Testung. In der Region Rosenheim sind inzwischen gar keine PCR-Tests mehr ohne besonderen Grund möglich. Eine Möglichkeit, die bleibt: der Weg nach Österreich - beispielsweise nach Kufstein. Ob und wie das funktioniert, lest ihr hier (Plus-Artikel).

Update, 18.26 - Nach WHO-Empfehlung: EMA prüft Zulassung von Corona-Medikament

Die europäische Arzneimittelbehörde Ema prüft die Zulassung eines weiteren Corona-Medikaments. Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche habe einen Antrag auf Zulassung seiner Antikörper-Therapie Ronapreve gestellt, teilte die Ema am Montag in Amsterdam mit. Mit dem aus zwei Wirkstoffen (Casirivimab und Imdevimab) bestehenden Mittel, das vom US-amerikanischen Hersteller Regeneron Pharmaceuticals mitproduziert wurde, sollen Menschen ab einem Alter von zwölf Jahren behandelt werden, die mit dem Coronavirus infiziert sind und ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Zusätzlich kann das Mittel nach Angaben der Hersteller auch bei Menschen eingesetzt werden, die ein akutes Ansteckungsrisiko haben, etwa weil sie mit einem Infizierten in einem Haushalt leben.

Erst kürzlich hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Cocktail aus Casirivimab und Imdevimab zur Vorbeugung einer schweren Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten empfohlen. In Deutschland wird diese Antikörper-Kombination bereits in speziellen Fällen für Corona-Patienten eingesetzt.

Die Experten der Ema bewerten nun alle vorgelegten Daten und wägen Vorzüge und Nachteile des Präparates gegeneinander ab. Mit einem Ergebnis werde in zwei Monaten gerechnet. Die Experten hatten bereits Forschungsergebnisse des Herstellers geprüft, bevor dieser einen offiziellen Antrag gestellt hatte. Dadurch wird das Zulassungsverfahren verkürzt.

Bisher ist in der EU nur das Arzneimittel Remdesivir als spezielles Corona-Medikament zugelassen. Zur Zeit laufen insgesamt Zulassungsverfahren für fünf Präparate.

Update, 17.30 Uhr - Seit Freitag 109 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

In einer Pressemitteilung meldet das Gesundheitsamt Berchtesgadener Land, dass es seit Freitag (8. Oktober) 109 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 20 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 7755 (Stand RKI: 11. Oktober 0 Uhr).

Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 248,3 (Stand RKI: 11. Oktober 0 Uhr).Von den insgesamt 7755 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 7283 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 369 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es 122 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). Ein verstärktes Infektionsgeschehen ist dabei aktuell insbesondere an Schulen, aber auch an Kindergärten erkennbar.In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 264 neue COVID-19-Fälle. Bei 99 Befunden wurde eine Virusmutation festgestellt.

Alle 99 Fälle sind der Delta-Variante zuzuordnen. Von den 264 Neuinfektionen der vergangen sieben Tage waren 39 Personen vollständig geimpft. Bei diesen 39 Personen traten in 29 Fällen Symptome auf.In der vergangenen Woche (KW 40) wurden im kommunalen Testzentrum BGL in Bayerisch Gmain insgesamt 2532 Personen abgestrichen. COVID-19-positiv getestete Personen, die ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land haben, werden nicht zur Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gezählt und werden daher auch nicht zur Berechnung der 7-Tage-Inzidenz des Berchtesgadener Lands herangezogen.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 22 COVID-19-Patienten stationär behandelt. 15 Patienten davon haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land insgesamt zwei Patienten intensivmedizinisch betreut, diese zwei Patienten haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land.

Von den 22 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten ist eine Person vollständig geimpft, diese Person hat ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land.Die KSOB behandeln am Standort in Traunstein derzeit insgesamt 20 COVID-19-Patienten. Vier Personen davon haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land, davon werden drei Personen auf Normalstation und eine Person intensivmedizinisch betreut.Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 42 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 34 Patienten auf der Normalstation und acht Patienten auf der Intensivstation.

Update, 16.42 Uhr - Großteil der Studierenden an Bayerns Universitäten ist geimpft

Das Wintersemester an bayerischen Hochschulen und Universitäten kann nach Einschätzung von Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) ohne große coronabedingte Einschränkungen starten. Rund 80 Prozent der Studierenden seien bereits geimpft, hinzu kämen etwa zehn Prozent Genesene, sagte Sibler am Montag in München. Das sei ein hoher Wert, der den Betrieb an den Hochschulen stabilisiere.

Stichproben sollen sicherstellen, dass alle die 3G-Regel einhalten, also entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Hier werde man engmaschig kontrollieren, kündigte der Minister an. Bislang habe es aber keine Probleme geben. Kostenlos sind Tests für Studenten nur noch bis zum 30. November. Wo Abstände nicht eingehalten werden können, gilt zudem eine Maskenpflicht. Dies werde im Laufe des Semesters überprüft, sagte Sibler.

Rund 409.000 junge Frauen und Männer sind aktuell im Freistaat eingeschrieben, darunter knapp 65.000 Erstsemester. Sibler hofft, dass nach drei digitalen Semestern alle wieder an die Hochschulen kommen können. Sehr große Vorlesungen würden oft weiter digital angeboten. Die Regel werde aber die Präsenz sein, gerade bei kleineren Veranstaltungen.

Update, 15.58 Uhr - Kreis Traunstein meldet 677 aktive Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 677 aktive Covid-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung Freitag (8. Oktober) sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 126 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 13.621 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 220 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 237,8. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 100.956 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 95.751 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Insgesamt werden in den Kliniken Südostbayern 42 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 34 auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation. 21 stationär behandelte Patienten stammen aus dem Kreis Traunstein, drei davon mit vollständigem Impfschutz.

Update, 14.41 Uhr - Ministerium verteidigt Auslaufen kostenloser Bürgertests

Das Bundesgesundheitsministerium hat das Auslaufen der kostenlosen Bürgertests für die meisten Menschen zum Wochenbeginn erneut verteidigt. Jeder habe die Möglichkeit gehabt, sich zu schützen und sich impfen zu lassen. Man könne nun nicht mehr erwarten, dass Bürgertests auf Kosten der Allgemeinheit angeboten würden, sagte eine Sprecherin am Montag. Ähnlich hatte sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Wochenende geäußert. Er sprach von „Fairness vor dem Steuerzahler”.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sabine Dittmar, wies zudem darauf hin, dass Menschen mit Symptomen oder einer „roten Corona-WarnApp” sich ebenfalls weiterhin kostenfrei beim Arzt testen lassen könnten. „Außerdem wird am Arbeitsplatz weiterhin getestet, ohne dass dafür bezahlt werden muss”, sagte sie.

Update, 13.58 Uhr - Corona-Tests auch in der Schweiz jetzt kostenpflichtig

Seit Montag gibt es Corona-Tests auch in der Schweiz für viele Menschen nicht mehr gratis. Die Kosten für einen Test sind je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Antigen-Tests können 30 bis über 50 Franken (mehr als 46 Euro) kosten, PCR-Tests rund 150 Franken. Umsonst gibt es die Tests weiter unter anderem für unter 16-Jährige, für Erstgeimpfte und Menschen mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion oder solche, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Programme mit regelmäßigen Tests in Schulen und bei Unternehmen bleiben gratis.

Da erst knapp 60 Prozent aller Menschen in der Schweiz bislang vollständig geimpft sind, hat die Regierung eine neue Impfinitiative begonnen. Dazu gehören 50 weitere mobile Einheiten, die das Impfen ohne Anmeldung dort anbieten, wo sich viele Menschen aufhalten. Der Gesundheitsminister hat vorgeschlagen, Leuten, die andere von einer Impfung überzeugen, mit einem Gutschein von 50 Franken (47 Euro) zu belohnen. Das lehnen aber die meisten Kantone als falschen Anreiz oder wegen der Gefahr des Missbrauchs ab.

Update, 12.58 Uhr - 65,3 Prozent vollständig geimpft - rund 1 Million Booster-Impfungen

In Deutschland sind 65,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote unter den Erwachsenen lag am Sonntag bei 75,8 Prozent, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag hervorgeht. Mindestens einmal gegen das Virus geimpft sind demnach 68,5 Prozent aller Bürger und Bürgerinnen, sowie 79,3 Prozent der Erwachsenen.

Unter den Kindern und Jugendlichen von zwölf bis 17 Jahren haben inzwischen 43,2 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, 37,0 Prozent sind vollständig geimpft.

Das RKI geht allerdings davon aus, dass vermutlich mehr Menschen geimpft sind als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften bis zu fünf Prozentpunkte höher sein dürfte.

Eine Auffrischungsimpfung haben inzwischen bereits über eine Million Menschen in Deutschland bekommen. Den Wert gab das RKI am Montag mit 1.021.344 an.

Update, 11.48 Uhr - Bund und Länder beraten über Testpflicht an bestimmten Arbeitsplätzen

Bund und Länder beraten derzeit über einheitliche Vorschriften für eine Testpflicht für Mitarbeiter in Unternehmen mit Publikumsverkehr. „Die Länder sind sich einig, dass die mittlerweile in vielen Bundesländern geregelte 3G-Nachweispflicht als Voraussetzung zum Zugang zu Betrieben, Einrichtungen oder sonstigen Angeboten mit direktem Kundenkontakt nicht nur für Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besucher oder sonstige externen Personen, sondern auch für Beschäftigte gelten soll“, heißt es in einem Beschlussentwurf, über den die Gesundheitsminister am Montagnachmittag bei ihrer Konferenz abstimmen wollen.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es unter den Ländern aber bisher noch keine einheitliche Linie zum Abstimmungsverhalten, weshalb auch noch Änderungen möglich sind. Mit einem „grundsätzlich einheitlichen Vorgehen“ im ganzen Bundesgebiet solle eine Diskrepanz der Testvorschriften für die Beschäftigten bei beruflichen Tätigkeiten mit direktem Kundenkontakt möglichst vermieden werden, heißt es weiter im Entwurf. Dazu sollten alle Länder, die diesbezüglich noch keine Regelungen erlassen haben, diese zeitnah in ihren Corona-Verordnungen umsetzen.

Demnach müssten dann alle Menschen, die nicht geimpft sind oder keinen Nachweis für eine Genesung haben, sich einem Test unterziehen, wenn sie zur Arbeit gehen. Die Testpflicht könne zudem an weitere Parameter wie Inzidenzen geknüpft werden, heißt es in dem Papier. Und: „Über die Häufigkeit von Testnachweisen sowie die Möglichkeit von gleichwertigen alternativen Maßnahmen kann für jeden Bereich einzeln entschieden werden.“

Update, 10.51 Uhr - Holetschek und Lauterbach verteidigen Ende der kostenlosen Tests

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat das Ende der kostenlosen Coronatests verteidigt. „Das Impfen ist der Weg aus der Pandemie, nicht das Testen“, sagte er dem BR. „Wir haben jetzt die Möglichkeit des Impfens, dann glaube ich, ist es konsequent, auch auf der anderen Seite zu sagen, dass wir die Kostenfreiheit von bestimmten Tests zurückfahren und die nicht mehr zu Lasten der Solidargemeinschaft abrechnen.“

Mit Blick auf Herbst und Winter betonte Holetschek, die Pandemie sei noch nicht vorbei. Er appellierte an alle Ungeimpften, sich impfen zu lassen, um damit „einen Beitrag für sich selber, aber auch für die gesamte Gesellschaft zu leisten“.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests. „Das Auslaufen der kostenlosen Corona-Tests ist richtig“, sagte Lauterbach der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). „Es wäre falsch, denjenigen, die sich selbst der Solidarität des Impfens verweigern, unbegrenzt solidarisch die Tests zu bezahlen.“

Die Kommunen begrüßen den Schritt ebenfalls. „Wir gehen nicht davon aus, dass die wegfallenden kostenlosen Tests zu ernsthaften sozialen Konflikten führen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Montag. „Angesichts einer Impfquote von 80 Prozent bei Erwachsenen ist das der richtige Schritt“, sagte auch der Präsident des Deutschen Landkreistags, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Update, 10.04 Uhr - Kreis Altötting meldet 197 aktive Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich fünf neue Corona-Fälle gemeldet, darunter ein Reiserückkehrer (Stand: 10. Oktober). Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf 7076 Personen.

Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Landratsamtes bei 99,4. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 197 aktive Fälle - die meisten davon in Burghausen (38), Altötting (29) und Burgkirchen (27). Zudem gab es auch drei positive Schnelltest-Ergebnisse, die bislang jedoch noch nicht in die Statistik eingearbeitet wurden.

Im InnKlinikum Altötting wird derzeit eine Covid-positiv getestete Person stationär behandelt, am Standort Burghausen gibt es aktuell sechs Corona-Patienten. Alle sieben werden auf der Normalstation behandelt.

Update, 9.19 Uhr - Insgesamt 160 neue Corona-Fälle in Region

In den Städten und Kreisen der Region wurden in den letzten 24 Stunden insgesamt 160 neue Corona-Fälle registriert (Stand: 11. Oktober, 0 Uhr) - die meisten davon mit 52 im Landkreis Rosenheim. Im Landkreis Traunstein wurden 43 neue Infektionen gemeldet, gefolgt von 29 im Landkreis Berchtesgadener Land und 22 in der Stadt Rosenheim. Neun neue Fälle meldete der Landkreis Mühldorf. Im Landkreis Altötting wurden fünf weitere Infektionen registriert. Weitere Todesfälle wurden in der Region glücklicherweise nicht bekannt.

Update, 8.30 Uhr - Vier Kreise/Städte aus Region unter „Top-5-Hotspots“

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 11. Oktober 2021).

Bundesweit hat die Corona-Infektionslage wieder etwas mehr Dynamik bekommen. In den Städten und Kreisen der Region haben sich die 7-Tage-Inzidenzen im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut den neuesten RKI-Daten blieben die Inzidenzen in den Kreisen Berchtesgadener Land (248,3) und Traunstein (237,8) unverändert. Deutschlandweit belegen die beiden Kreise in der „Corona-Hotspot-Tabelle“ damit hinter der Stadt Bremerhaven (263,3) die Plätze zwei und drei.

Auf den Rängen vier und fünf folgen dann Stadt und Landkreis Rosenheim. In der Stadt stieg die Inzidenz deutlich von 201,3 auf 218,6. Im Landkreis hingegen fiel der Wert von 216,3 auf 209,0. Im Landkreis Altötting sank die Inzidenz wieder unter die 100er-Grenze (von 103,9 auf 99,4). Leicht gestiegen sind die Zahlen dagegen im Landkreis Mühldorf (von 130,5 auf 134,8).

Update, 6.55 Uhr - Inzidenz so hoch wie seit zwei Wochen nicht mehr

Das Infektionsgeschehen in Deutschland scheint wieder etwas Fahrt aufzunehmen. Die 7-Tage-Inzidenz ist so hoch wie seit mehr als zwei Wochen nicht mehr. Das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 66,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 66,1 gelegen, vor einer Woche bei 64,7 (Vormonat: 82,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI außerdem binnen eines Tages 3111 Corona-Neuinfektionen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden sieben Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls sieben Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.313.384 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,67 an. Der Vergleichswert der Vorwoche war in etwa genauso hoch. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.095.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.209.

Corona-Tests ab sofort in Bayern kostenpflichtig

Für die Mehrheit der Bürger in Bayern gibt es ab Montag (11. Oktober) keine kostenlosen Corona-Tests mehr (News-Ticker Sonntag, 10. Oktober). Grund ist, dass die Finanzierung durch die Bundesregierung ausgelaufen ist. Doch gibt es eine ganze Reihe von Ausnahmen, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im Vorfeld deutlich machte. Wer mit Symptomen zum Arzt geht, muss den Test nach wie vor nicht zahlen. Gleiches gilt für Kinder unter zwölf Jahren ebenso wie für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Kostenlose Tests gibt es auch weiterhin für Personal und Besucher in Pflege- und Behinderteneinrichtungen.

Die Tests ab Montag bezahlen müssen somit Bürger, die nicht geimpft oder genesen sind und eine Veranstaltung oder eine Einrichtung besuchen wollen, für die die sogenannten 3G-Regeln gelten. Im Hintergrund steht die Hoffnung, dass die Impfbereitschaft steigen könnte, wenn die Nichtimpfung im Geldbeutel spürbar wird. Gesundheitsminister Holetschek hat in den vergangenen Monaten immer wieder an die Bürger appelliert, sich impfen zu lassen.

Bis Dezember gibt es noch verschiedene Übergangsfristen. Unter anderem können sich Jugendliche und werdende Mütter noch bis 31. Dezember kostenlos testen lassen, stillende Mütter bis zum 10. Dezember. rosenheim24.de hat alles Wichtige zu den kostenpflichtigen Tests in einem Extra-Artikel zusammengefasst (Plus-Artikel).

mw/mh/dpa

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