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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder fordert Impfpflicht für bestimmte Berufe und Auskunftspflicht - schärfere Kontrollen angekündigt

Coronavirus - Bayern
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In einem Interview kündigte Söder schärfere Kontrollen der Corona-Regeln an.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (12. November) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 955 (Quelle/Stand: LGL, 12. November, 8 Uhr)*
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 684 (Quelle/Stand: DIVI, 12. November, 5.40 Uhr)**/***
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 95,7 % (Quelle/Stand: DIVI, 12. November, 5.15 Uhr)****
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 94,5 % (Quelle/Stand: DIVI, 12. November, 5.15 Uhr)****
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 470,2, Landkreis Rosenheim 619,7, Landkreis Traunstein 935,3, Landkreis Berchtesgadener Land 954,6, Landkreis Mühldorf 1023,3, Landkreis Altötting 761,3 (Quelle/Stand: RKI, 11. November, 3.11 Uhr)****
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 5.960, Landkreis Rosenheim 22.552, Traunstein 18.490, Berchtesgadener Land 10.645, Mühldorf 11.381, Altötting 9.101 (Quelle/Stand: RKI, 11. November, 3.11 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 79, Landkreis Rosenheim 502, Traunstein 233, Berchtesgadener Land 110, Mühldorf 190, Altötting 217 (Quelle/Stand: RKI, 11. November, 3.11 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 450 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Gelb in Kraft
    *** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft
    **** = Liegt die Intensivbetten-Auslastung im Rettungsleitstellenbezirk über 80% und die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/der Stadt bei 300 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Rot in Kraft

Update, 21.30 Uhr - So ist die Corona-Lage im Kreis Traunstein

Wie das Landratsamt Traunstein bekanntgibt, werden in den Kliniken Südostbayern derzeit insgesamt 92 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 73 auf der Normalstation und 19 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 104.638 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 98.572 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1.737 aktive COVID-19-Fälle vor.

Seit der letzten Pressemitteilung am 11. November sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 340 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 18.781 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 16.810 Personen (155 Personen mehr seit der Meldung vom 11. November).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich um eine Frau im Alter von 84 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 234 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 935,3.

Update, 21.25 Uhr - Söder fordert Impfpflicht für bestimmte Berufe und Auskunftspflicht    

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und eine Auskunftspflicht über den Impfstatus gegenüber dem Arbeitgeber. „Das wäre auch ein wichtiges Signal für die Bereiche Pflege und Senioren, also unsere gefährdetsten Gruppen“, sagte er den „Nürnberger Nachrichten“ (Samstag). „Das muss die Ampel rasch beschließen. Ebenso eine Auskunftspflicht gegenüber dem Arbeitgeber, ob man geimpft ist oder nicht.“

In dem Interview kündigte Söder außerdem schärfere Kontrollen der Corona-Regeln an: „Da sind jetzt kommunale Ordnungsbehörden und Polizei gemeinsam gefordert. Wir setzen auf höhere Kontrolldichte, Bußgelder und bei wiederholten Verstößen auf Schließungen. Sonst droht ein stiller Rückzug von Geimpften aus der Gastronomie und bei Veranstaltungen, weil sie sich nicht ausreichend geschützt sehen.“

Er kritisierte, dass Corona oft verharmlost worden sei. „Parteien wie die FDP haben noch vor kurzem einen Freedom Day gefordert. Es ist daher völlig absurd, dass die wohl künftige Bundesregierung nun das Ende der epidemischen Lage ausruft – wo wir die höchsten Coronazahlen aller Wellen haben. Die Ernsthaftigkeit der Gefahr wird da nicht vermittelt“, sagte er.

Er sei froh, dass sein stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sich inzwischen habe impfen lassen. „Hoffentlich folgen auch prominente Fußballspieler. Denn für die Fans im Stadion gilt 2G, aber für die Spieler nur 3G? Das wäre schwer verständlich.“ Zuletzt hatte Nationalspieler Joshua Kimmich damit für Aufregung gesorgt, dass er sich bisher noch nicht hat impfen lassen.

Update, 20.18 Uhr - 207 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Donnerstag 207 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 13 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 10.645 (Stand RKI: 12. November, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 954,6 (Stand RKI: 12. November, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 1.372 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 386 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 39 in Alten- und Pflegeheimen, drei in Gemeinschaftsunterkünften, 292 in Schulen, 48 in Kindergärten und vier in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 1.015 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 42 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land insgesamt vier Patienten intensivmedizinisch betreut. Von den 42 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten sind sieben Personen vollständig geimpft, sechs werden auf der Normalstation und eine intensivmedizinisch behandelt.

Die KSOB behandeln an den Standorten im Landkreis Traunstein derzeit insgesamt 50 COVID-19-Patienten. Davon haben neun Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land, sechs Patienten werden auf der Normalstation und drei Patienten intensivmedizinisch behandelt. Von diesen neun Personen sind vier Person vollständig geimpft, drei Patienten werden auf der Normalstation und ein Patient intensivmedizinisch behandelt.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 92 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 73 Patienten auf der Normalstation und 19 Patienten auf der Intensivstation.

Update, 20.15 Uhr - Rettungsdienst überlastet - Bayerische Hilfsorganisationen schlagen Alarm   

Bayerische Hilfsorganisationen schlagen wegen der dramatischen Corona-Lage im Freistaat Alarm. „Der Rettungsdienst ist überlastet, notwendige Operationen müssen verschoben oder kurzfristig verlegt werden, die Inzidenzen steigen massiv an und jeden Tag werden neue Höchststände verkündet“, teilten der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und der Malteser-Hilfsdienst (MHD) am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Zahl der Transporte von Corona-Patienten im Rettungsdienst sei in den vergangenen vier Monaten um fast das Vierfache gestiegen, sagte BRK-Präsident Theo Zellner.

Auch die Gesamtzahl der Einsätze steige: So haben beispielsweise die Zahl der Einsätze in der letzten Oktoberwoche in Schwaben um 15 Prozent und in Oberbayern-Ost um 18 Prozent im Vergleich zum sonstigen Durchschnitt zugenommen.

„Die schwierigste Phase der Pandemie steht uns in den kommenden Wochen bevor“, sagte Zellner. Die Situation derzeit sei problematischer als im Dezember 2020. „Die derzeitige Überlastung der Intensivstationen und Notaufnahmen, die zu einem überwiegenden Teilen durch ungeimpfte Patienten belegt sind, macht die Situation heute deutlich dramatischer. Schwer erkrankte oder verletzte Notfallpatienten müssen teilweise stundenlang in weit entfernte Kliniken transportiert werden.“

Der stellvertretende Landesvorsitzende des ASB Bayern, Norbert Tessmer, nannte die Impfquote in Bayern „absolut enttäuschend“. „Es scheint bis zum heutigen Tage nicht annähernd gelungen, ausreichend Menschen von der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung der Corona-Schutzimpfung zu überzeugen. Es liegt weiterhin an jedem und jeder nun verantwortungsvoll zu handeln, sich selbst und der Allgemeinheit gegenüber.“

Update, 18.39 Uhr - Situation außer Kontrolle: Bayern führt flächendeckende 2G-Regelung ein

Als Reaktion auf die völlig außer Kontrolle geratene Corona-Pandemie will Bayern eine flächendeckende 2G-Regelung einführen. Sie soll ab dem 16. November bayernweit gelten, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte. Die Maßnahmen müssten dringend verstärkt werden. „Die aktuelle Lage ist höchstdramatisch und besorgniserregend“, sagte Minister Klaus Holetschek. „Nur mit konsequenten Zutrittsbeschränkungen wie 2G kann es uns gelingen, unser Gesundheitssystem vor einer noch dramatischeren Belastung zu schützen.“

Gäste von Restaurants und Beherbergungsbetrieben benötigen damit ab dem 16. November einen Impf- oder Genesungsnachweis. Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung soll entsprechend angepasst werden.

Bayern fordert außerdem den Bund auf, „eine Rechtsgrundlage für ein verpflichtendes 2G-plus in Clubs und Diskotheken“ zu schaffen - also eine Regelung, nach der auch Geimpfte und Genesene nur mit einem negativen Test zugelassen werden.

Betreiber von Clubs und Diskotheken im Freistaat haben von kommendem Dienstag an die Wahl, sagte Holetschek: „Entweder sie etablieren eine freiwillige 2G-plus-Regel für ihr Geschäft oder es gilt 2G. Dann muss in den Räumen verpflichtend eine FFP2-Maske getragen werden.“

Update, 18.16 Uhr - Altmaier: Arbeitgeber sollten Mitarbeiter-Impfstatus abfragen dürfen   

Im Zusammenhang auch mit der geplanten 3G-Regel am Arbeitsplatz sollten Arbeitgeber aus Sicht des geschäftsführenden Wirtschaftsministers Peter Altmaier den Impfstatus ihrer Mitarbeiter abfragen dürfen. Der CDU-Politiker stellte sich damit hinter Forderungen von Wirtschaftsverbänden. Altmaier sagte am Freitag in Berlin, es sei im Interesse der Gesundheit aller Mitarbeiter wichtig, dass der Arbeitgeber diese Informationen habe. Man müsse den Impfstatus zum Beispiel auch bei einem Restaurantbesuch vorzeigen.

Die mögliche neue Koalition aus SPD, Grünen und FDP will eine 3G-Regel am Arbeitsplatz. Das bedeutet: Nur wer geimpft oder genesen ist oder einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorweist, soll künftig zur Arbeit gehen können. Wesentliche Fragen allerdings sind noch ungelöst.

Eine 3G-Regel am Arbeitsplatz mache nur mit einem Auskunftsrecht Sinn, hatte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, gesagt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund lehnt eine Auskunftspflicht von Beschäftigten über den eigenen Impfstatus dagegen ab.

Update, 17.06 Uhr - Debatte um Corona-Risiko bei Kölner Karnevalsfeiern

Zahllose Kostümierte dicht an dicht - die Bilder vom Kölner Karnevalsauftakt haben angesichts hoher Corona-Inzidenzen eine heftige Debatte ausgelöst. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander.

Nach den Karnevalsfeiern in Köln zum 11.11. ist eine Debatte über das damit verbundene Infektionsrisiko entbrannt. Insbesondere Bilder und Videos des dicht bevölkerten Hotspots Zülpicher Straße haben in den sozialen Netzwerken zu kritischen Kommentaren geführt. Es sei unverantwortlich, trotz der hohen Corona-Inzidenzen derart eng beieinander zu feiern, lautet der Vorwurf. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte dem Sender RTL, die Bilder vom Karneval hätten ihn „gegraust“. Seine Erwartung: „Das werden wir in ein bis zwei Wochen bitter bezahlen.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) verteidigte die Feiern dagegen mit dem Hinweis, dass nur Geimpfte und Genesene zugelassen worden seien. Auch NRW-Gesundheitsminister Karl Laumann (CDU) stellte am Freitag klar: „Wir wollen den Karneval nicht verbieten.“ Der Unterschied zum Vorjahr sei, dass 85 Prozent der Menschen über 18 Jahre geimpft seien.

Die Stadt Köln verwies darauf, dass über den ganzen Donnerstag hin in den abgesperrten Zonen der Altstadt und der Feiermeile Zülpicher Straße insgesamt schätzungsweise 50.000 Menschen zusammengekommen seien. Darin eingeschlossen seien die Außenbereiche und die Gastronomie in den Zonen, sagte ein Sprecher der Stadt. „Das ist ein Rheinenergiestadion“, erläuterte er mit Blick auf die Kapazität des Kölner Fußballstadions. „Im Rheinenergiestadion ist 2G, und wir hatten auch 2G.“

Update, 16.07 Uhr - Weitere 12 Todesfälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn sind zwölf weitere Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, verstorben. Seit Mittwoch (10. November) gibt es 460 neue bestätigte Corona-Fälle.

Im Kreis Mühldorf liegen insgesamt 11.372 bestätigte Fälle vor. 9.210 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis 1.972 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 190. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt nach Angaben des RKI bei 1.023,3.

Im Zeitraum vom 05. bis 11. November wurden gesamt 1.191 neue Corona-Fälle gemeldet. Davon kam es in 330 Fällen trotz vollständiger Impfung zu einer Infektion.

Von den 1.191 Neuinfektionen der letzten Woche sind 395 bzw. 33% der Altersgruppe 35-59 Jahren sowie 403 bzw. 34% der Altersgruppe von 15-34 Jahren zuzuordnen. In der Gruppe der 60-79-Jährigen wurden 148 neue Fälle bestätigt (12%) sowie 166 Fälle bei den 5-14-Jährigen (14%). 49 Neuinfektionen gab es in der Altersgruppe über 80 Jahren (4%), 30 in der Altersgruppe von 0-4 Jahren (3 %).

Update, 15.06 Uhr - Polizei findet bei Corona-Kontrollen in Bayern zahlreiche Verstöße

Bei den Kontrollen der verschärften Corona-Bestimmungen hat die Polizei in Bayern etliche Verstöße entdeckt. Wie das Innenministerium in München am Freitag mitteilte, seien seit Donnerstag bei 1043 Kontrollen 108 Verstöße festgestellt worden. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte an, dass die Überprüfungen nun noch ausgeweitet würden. „Zur Unterstützung der Polizeidienststellen ist am kommenden Wochenende auch die Bayerische Bereitschaftspolizei im Einsatz“, sagte er.

Bei den Kontrollen geht es darum, ob die Zugangsbeschränkungen von den Betreibern der Restaurants, Kinos, Fitnessstudios oder Friseursalons korrekt überprüft werden. Mitunter gilt die 2G-Regel, wonach nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. In anderen Fällen geht es um 3G plus, wonach man auch mit einem negativem PCR-Test beispielsweise Cafés und Gaststätten besuchen kann. „Gerade dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, drohen unkalkulierbare Infektionsrisiken“, sagte Herrmann.

Update, 14.11 Uhr - Fast ganz Österreich wieder Corona-Hochrisikogebiet: Impfpflicht für Medizinberufe

Wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag fast ganz Österreich, Tschechien und Ungarn als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Mit Österreich und Tschechien werden erstmals seit vielen Wochen wieder zwei Nachbarländer Deutschlands auf die Risikoliste gesetzt.

Angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen in Österreich hat sich die Regierung dort außerdem für eine Impfpflicht für Gesundheitsberufe entschieden.

Update, 13.19 Uhr - Österreichs Kanzler kündigt bundesweiten Lockdown für Ungeimpfte an

In Österreich soll im Kampf gegen die Corona-Pandemie in wenigen Tagen ein Lockdown für Ungeimpfte starten. Wie Kanzler Alexander Schallenberg am Freitag in Innsbruck ankündigte, sollen die entsprechenden Entscheidungen am Sonntag gefällt werden. Angesichts der steil ansteigenden Infektionszahlen sei es nicht mehr vernünftig, noch abzuwarten. „Wir werden jetzt schon diesen Schritt setzen.“ Es sei den Corona-Geimpften nicht zuzumuten, in einen weiteren Lockdown für alle zu gehen, begründete der konservative Politiker die weitere Einschränkung für Nicht-Immunisierte.

Erst am Montag hatte die Regierung eine 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Veranstaltungen und Sport eingeführt: Nur noch Geimpfte und von Covid-19 Genesene haben Zutritt. Außerdem ist seit Anfang November eine 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft, wonach Ungeimpfte regelmäßige negative Tests vorweisen müssen.

Diese zwei Maßnahmen haben zu einem starken Anstieg der Zahl der Erst- und Auffrischungsimpfungen in den vergangenen Tagen geführt. Allerdings steigen die Ansteckungszahlen weiter stark an. Am Freitag meldeten die Behörden knapp 11 800 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz stand bei rund 780. „Wir müssen die Schrauben nochmal enger ziehen“, sagte Schallenberg. Der Lockdown solle mit Stichproben kontrolliert werden, kündigte er an.

Die Bundesregierung stuft Österreich nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab Sonntag wieder als Corona-Hochrisikogebiet ein.

Update, 12.45 Uhr - Kapazitäten der Kliniken in Niederbayern ebenfalls nahezu ausgeschöpft

In den Krankenhäusern in Niederbayern ist die Lage nach Behördenangaben dramatisch. Ärzte appellieren an die Bürger, sich impfen zu lassen. „Die Kapazitäten auf den Intensivstationen sind quasi erschöpft, eine heimatnahe Versorgung ist nicht mehr in allen Fällen möglich“, teilte der Landkreis Straubing-Bogen mit. Landräte und Oberbürgermeister informierten sich am Freitag mit Vertretern der Regierung von Niederbayern über die Lage in Kliniken.

„Die Notfalleinweisungen, nicht nur an Covid-Patienten, steigen stetig, die Intensivstationen sind immer vollständig ausgelastet“, sagte Ralf Hau, ärztlicher OP-Manager des Donau-Isar-Klinikums Deggendorf. Jede erforderliche Kapazitätserhöhung zur Behandlung von Covid-Patienten gehe zu Lasten von anderen Patienten.

„Wenn die Prognosen zutreffen, dass in 14 Tagen mehr als die Hälfte der Intensivpatienten Covid-19-Patienten sein werden, dann wird es uns endgültig überrollen“, warnte Christian Ernst, Ärztlicher Leiter für Krankenhauskoordinierung im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Straubing.

Der Katastrophenfall sei in Bayern aus nachvollziehbaren Gründen ausgerufen worden, ergänzte Hannes Häuser, Ärztlicher Direktor und Pandemiebeauftragter des Klinikums Straubing. Leider sei der absolute medizinische Engpass in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen.

Update, 11:55 Uhr - Kostenlose Bürgertests schon ab morgen

Ab morgen sollen die Menschen in Deutschland wieder Zugang zu kostenlosen Corona-Tests bekommen. Eine entsprechende Verordnung werde Jens Spahn noch heute unterzeichnen. „Sie gilt ab morgen“, so der Gesundheitsminister am Freitag in Berlin. Spahn gehe davon aus, dass ab Anfang nächster Woche auch das Angebot an Tests ausgebaut werde.

Update, 10.31 Uhr - PK im Livestream: Spahn und Wieler über die aktuelle Corona-Lage

Update, 11.23 Uhr - Wieler „Es ist fünf nach zwölf“

Wegen der drastischen Ausbreitung des Coronavirus hat der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, die Menschen in Deutschland eindringlich zur Beschränkung ihrer Kontakte aufgerufen. In etlichen Landkreisen gebe es so viele Neuinfektionen, dass die Kliniken und besonders die Intensivstationen an der Kapazitätsgrenze seien. Dies werde ohne zusätzliche Maßnahmen überall in Deutschland eintreten. „Die vierte Welle trifft uns jetzt mit voller Wucht.“

Wieler erläuterte, dass zum Beispiel von den mehr als 50 000 neu infizierten Menschen, die am Vortag gemeldet worden waren, im Laufe der Zeit etwa 3000 im Krankenhaus behandelt werden müssten und 200 versterben würden. „Das ist die Bilanz von einem Tag mit 50 000 Fällen.“ Absehbar sei dabei, dass die Ansteckungszahlen weiter ansteigen.

Wieler appellierte an die Menschen in Deutschland: „Reduzieren Sie Ihre Kontakte.“ Auch bei Zutritt nur für Geimpfte und Genesene (2G) solle man Maske tragen. Bei Verdacht auf Erkältung solle man einen PCR-Test machen. Allerdings reiche 2G in besonders belasteten Regionen nicht mehr aus.

So müsse bei Großveranstaltungen die Personenzahl reduziert oder ein Verbot erwogen werden. „Wir wissen, dass insbesondere in Innenräumen sogenannte Superspreader-Events stattfinden.“ Man solle auch in Erwägung ziehen, in besonders belasteten Regionen Bars oder Clubs zu schließen. Auch vor privaten Zusammenkünften sollten sich die Menschen zudem testen lassen.

Update, 10.56 Uhr - Spahn für 2G-Plus-Regel bei öffentlichen Veranstaltungen

Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bei öffentlichen Veranstaltungen angesichts der massiv steigenden Corona-Zahlen künftig die 2G-Plus Regel einführen. Das bedeutet, Einlass haben nur noch Geimpfte und Genesene mit Testnachweis. „Wir müssen alles tun, um diese Dynamik zu brechen“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. „Sonst wird es für das ganze Land ein bitterer Dezember.“

Update, 9.54 Uhr - RKI rät zur Reduzierung von Kontakten 

Das Robert Koch-Institut (RKI) fordert angesichts der Wucht der vierten Corona-Welle die Rückkehr zu massiven Einschränkungen in Deutschland. Man rate „dringend dazu, größere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden, aber auch alle anderen nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren“, heißt es im neuen Wochenbericht der Behörde. 

Immer mehr Kliniken melden, dass nicht zwingend nötige Behandlungen verschoben werden und Intensivstationen am Limit sind. „Wenn sich diese Dynamik fortsetzt, können wir sehr bald nur noch Notfall- und Covid-Patienten behandeln“, sagte Gernot Marx, Präsident der Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Freitag.

Das RKI fordert einschneidende Verhaltensänderungen von den Bürgern. Falls Kontakte nicht vermieden werden können, sollte man in jedem Fall vorher einen Test machen, auch wenn man geimpft oder genesen sei, raten die Experten in ihrem jüngsten Wochenbericht. Auch Geimpfte und Genesene sollten Masken tragen und Abstand halten. Das RKI schätzt die Gefährdung der nicht oder nicht vollständig Geimpften in Deutschland weiterhin als sehr hoch ein. Für vollständig Geimpfte sei sie moderat, aber ansteigend. In Kürze informieren der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Wieler über die aktuelle Lage. OVB24.de überträgt die Pressekonferenz wie gewohnt im Livestream.

Update, 9.22 Uhr - Über 1000 Neuinfektionen in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 12. November 2021).

Die Corona-Fallzahlen bewegen sich weiter auf hohem Niveau – so wurden in der Region in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 1273 neue Corona-Fälle gemeldet. Die meisten davon, nämlich 370 wurden im Landkreis Rosenheim registriert, gefolgt von 259 im Landkreis Mühldorf und 209 im Berchtesgadener Land. 200 Corona- Neuinfizierte meldet der Landkreis Traunstein, 148 der Landkreis Altötting und 87 die Stadt Rosenheim. 

Zudem wurden sieben neue Todesfälle in der Region registriert – davon sechs im Landkreis Mühldorf, ein weiteres Todesopfer gab es in der Stadt Rosenheim. Weitere Angaben zu Alter, Wohnort und/oder Geschlecht der Opfer machten die zuständigen Behörden bislang nicht.

Update, 8.40 Uhr - Landkreis Mühldorf erstmals über der 1000er-Marke

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Klinik-Ampel in Bayern (Stand: 12. November 2021)

Zum ersten Mal hat ein Landkreis im OVB-Gebiet die 1000er Marke bei der 7-Tage-Inzidenz gerissen: Laut den neuesten RKI-Daten (Stand 12.11. 0 Uhr) liegt der Landkreis Mühldorf aktuell bei einer Inzidenz von 1023,3. Ebenfalls nah an dieser Marke liegt der Landkreis Berchtesgadener Land (914,2 auf 954,6). Ebenfalls deutlich über 900 liegt der Landkreis Traunstein, allerdings mit einer Erholung gegenüber dem Vortag (978,7 auf 935,3). Ein leichter Anstieg der Inzidenzen ist in Altötting (745,2 auf 761,3) und dem Landkreis Rosenheim (581,2 auf 619,7) zu beobachten, deutlich angezogen hat die Stadt Rosenheim (388,4 auf 470,2).

Unter den Top-10 der größten Corona-Hotspots in Deutschland mit einer Inzidenz über 1000 liegen jetzt drei Landkreise aus Südostbayern: an erster Stelle weiterhin der Landkreis Rottal-Inn (1156,0), an zweiter Stelle der Landkreis Miesbach (1049,1) und auf Platz 4 Mühldorf am Inn mit 1023,3.


Update, 7.09 Uhr - Schärfere Regeln erhöhen Impfbereitschaft in Österreich deutlich

Die deutliche Verschärfung der Regeln für Ungeimpfte hat in Österreich die Zahl der Corona-Impfungen spürbar nach oben klettern lassen. In den ersten zehn Tagen nach Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz wurden insgesamt mehr als 420.000 Stiche verzeichnet, wie aus Zahlen der Ministerien hervorgeht. In den zehn Tagen davor waren es rund 157.000. Seit 8. November gilt obendrein eine 2G-Regel, die Ungeimpfte aus weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausschließt.

Ein Großteil der Impfungen (235.000) entfiel seit 1. November auf Drittstiche. Zum ersten Mal ließen sich 123.000 Menschen gegen das Coronavirus durch die Injektion schützen. Eine zweite Dosis holten sich den Zahlen zufolge 64.000 Bürger. Die Impfquote liegt in Österreich bei aktuell etwa 65 Prozent der Gesamtbevölkerung, das ist etwas schlechter als der deutsche Wert.

Der Druck auf Ungeimpfte wird sich noch erhöhen. Eine Übergangsfrist, in der ungeimpfte Arbeitnehmer ersatzweise ganztags eine FFP2-Maske tragen dürfen, endet am 15. November. Die Arbeitgeber sind aufgerufen, stichprobenartig zu kontrollieren, ob ihre Beschäftigten geimpft, genesen oder getestet sind. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 500 Euro für Arbeitnehmer und bis zu 3600 Euro für die Unternehmen. Es steht im Raum, dass ab Mitte des Monats unter den Testangeboten nur noch PCR-Tests als Zutritt-Erlaubnis zum Arbeitsplatz gelten.

Von der 3G-Regel am Arbeitsplatz sind nur Beschäftigte ausgenommen, die praktischen keinen längeren Kontakt zu anderen Menschen haben, wie zum Beispiel Lastwagenfahrer.

7-Tage-Inzidenz bei 263,7 - 48.640 Corona-Neuinfektionen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen und hat den fünften Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 263,7 an. Bereits seit Montag hatte es Rekorde bei den tagesaktuell vom RKI berichteten Inzidenzen gegeben. Am Donnerstag lag der Wert bei 249,1. Vor einer Woche hatte der Wert bei 169,9 (Vormonat: 65,8) gelegen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 48.640 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.40 Uhr wiedergeben. Dies ist der zweithöchste seit Beginn der Pandemie erreichte Wert. Einen Rekordwert hatte die Zahl der Neuinfektionen am Vortag mit 50.196 erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 37.120 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 191 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 154 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.942.890 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Donnerstag mit 4,65 an (Mittwoch: 4,61). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.450.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 97.389.

si/bcs/dpa

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