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+++ Eilmeldung +++

„Ich bin schockiert“

Hammer bei Münchner Löwen: 1860 wirft Kapitän Mölders raus - Shitstorm im Netz

Hammer bei Münchner Löwen: 1860 wirft Kapitän Mölders raus - Shitstorm im Netz

News-Ticker zur Corona-Pandemie

Österreich beginnt mit Lockdown für Ungeimpfte - bei Verstoß droht saftige Strafe     

Coronavirus - Grenze zu Österreich
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Mit einem Lockdown für Ungeimpfte stemmt sich Österreich von diesem Montag an (00.00 Uhr) gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (14. November) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 997 (Quelle/Stand: LGL, 13. November, 8 Uhr)*
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 718 (Quelle/Stand: DIVI, 14. November, 7.10 Uhr)**/***
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 94,8 % (Quelle/Stand: DIVI, 14 November, 7.10 Uhr)****
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 86,0 % (Quelle/Stand: DIVI, 14 November, 7.10 Uhr)****
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 569,3, Landkreis Rosenheim 687,4, Landkreis Traunstein 997,8, Landkreis Berchtesgadener Land 923,6, Landkreis Mühldorf 1095,4, Landkreis Altötting 689,6 (Quelle/Stand: RKI, 13. November, 3.11 Uhr)****
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 6.086, Landkreis Rosenheim 23.204, Traunstein 19.078, Berchtesgadener Land 10.887, Mühldorf 11.763, Altötting 9.308 (Quelle/Stand: RKI, 14. November, 3.16 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 79, Landkreis Rosenheim 504, Traunstein 234, Berchtesgadener Land 110, Mühldorf 193, Altötting 217 (Quelle/Stand: RKI, 14 November, 3.16 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 450 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Gelb in Kraft
    *** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft
    **** = Liegt die Intensivbetten-Auslastung im Rettungsleitstellenbezirk über 80% und die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/der Stadt bei 300 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Rot in Kraft

Update, 19.07 Uhr - Kreis Altötting meldet 1255 aktive Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 106 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf 9308 Personen.

Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 1255 aktive Fälle. Die meisten Fälle gebe es laut Landratsamt in Burghausen (167), gefolgt von Töging (132) und Garching (126).

Update, 18.58 Uhr - Österreich beginnt mit Lockdown für Ungeimpfte    

Mit einem Lockdown für Ungeimpfte stemmt sich Österreich von diesem Montag an (00.00 Uhr) gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie. Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf nur noch aus zwingenden Gründen sein Zuhause verlassen. Dazu gehören Einkäufe für den täglichen Bedarf, Arztbesuche oder auch ein als nötig erachteter Spaziergang. Die Ausgangsbeschränkungen sind zunächst auf zehn Tage befristet. Die Polizei kontrolliert. Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 1450 Euro. Betroffen sind nach Schätzungen zwei Millionen Menschen, die keine Impfung haben.

Das Coronavirus breite sich eindeutig unter den Ungeimpften viel stärker aus als unter den Geimpften, begründete Bundeskanzler Alexander Schallenberg den Schritt. Österreich hat eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von mehr als 800.

Update, 17.55 Uhr - Bei Disco-Räumung nach Corona-Verstößen bricht Panik aus    

Bei einer von den Behörden angeordneten Räumung einer Großraum-Diskothek ist Panik unter den Gästen ausgebrochen. Mehrere Personen seien in Ohnmacht gefallen oder hätten hyperventiliert, teilte die Polizei nach dem Einsatz in Friesoythe im Landkreis Cloppenburg mit. Der Landkreis hatte den Club in der Nacht zum Samstag wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln schließen und räumen lassen. Als es ein großes Gedränge auf den Gängen gab, öffnete die Polizei die Notausgänge. Die Disco hatte am Freitag zu einer 2G-Party unter dem Motto „Feier wie früher“ eingeladen. Nach der Räumung betreuten Sanitäter und Psychologen die Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Der Großeinsatz für Polizei, Ordnungsamt und Rettungskräfte dauerte mehrere Stunden.

Die Veranstalter der Party hätten beim Einlass nicht ausreichend kontrolliert, ob die Besucherinnen und Besucher tatsächlich geimpft oder genesen waren, sagte Landkreissprecher Frank Beumker am Sonntag der dpa. Auch die Kontaktnachverfolgung sei nicht sichergestellt worden. Die Disco sei zudem „deutlich überfüllt“ gewesen. Angaben zur Zahl der Gäste machten die Behörden zunächst nicht. Der Landkreis untersagte dem Betreiber am Samstag zu öffnen und leitete ein Bußgeldverfahren ein. Weitere rechtliche Schritte würden geprüft, hieß es. Auf dpa-Anfrage äußerte sich der Betreiber zunächst nicht.

Update, 16.21 Uhr - Söder fordert Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte   

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen in ganz Deutschland hält Bayers Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte für notwendig. „Wir brauchen die Möglichkeit von Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte“, sagte Söder am Sonntag vor einer Klausur seines Kabinetts in München. Es brauche dies als Zusatzinstrument - sonst werde man der steigenden Corona-Infektionszahlen nicht Herr. Zugleich forderte er zahlenmäßige Personen-Obergrenzen für Veranstaltungen.

In einem eindringlichen Appell forderte Söder einen Schulterschluss von Bund und Ländern - und rief die Ampel-Verhandlungspartner zu einem deutlichen Nachschärfen des Infektionsschutzgesetz-Entwurfs auf. „Die Lage droht im gesamten Land zu entgleiten. Wegducken allein reicht nicht. Wir müssen jetzt alle - Bund, Länder - zusammen entschlossen handeln. Wir brauchen einen Schulterschluss und kein Hin- und Herschieben“, verlangte er und betonte: „Das Ausrufen des Endes der epidemischen Lage ist in jeder Beziehung der falsche Weg.“

Konkret forderte Söder eine Impfpflicht für bestimmte Berufe, 2G - das heißt Zutritt nur für Geimpfte und Genesene - in ganz Deutschland, 2G plus - geimpft oder genesen plus Test - für alle Diskotheken und Clubs und eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht im Fernverkehr. Und er werde sich sehr dafür einsetzen, dass es Obergrenzen für Veranstaltungen gebe, insbesondere beim Fußball, aber auch anderswo. „Wir brauchen Obergrenzen, das muss man bei einheitlich machen.“ Sollte der Bund nicht aktiv werden, werde Bayern dies sonst selbstständig machen.

Update, 15 Uhr - Bayern verschärft Corona-Maßnahmen abermals: Das gilt ab Dienstag

Ministerpräsident Markus Söder hat in einer Pressekonferenz am Sonntag eine ganze Reihe an Maßnahmen vorgestellt, mit denen man der derzeitigen Corona-Lage wieder Herr werden will.

Ab Dienstag solle 2G für Gastronomie und Hotels gelten. Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen soll in Bayern künftig überdies auch überall dort eine Maskenpflicht gelten, wo nur Geimpfte und Genesene Zugang haben. Die 2G-Regel erlaubt damit künftig nicht mehr, dort auf Masken komplett zu verzichten. Überdies sei 2G-Plus auch für Discos und Clubs vorgesehen. Konkret heißt dies, dass ein Zutritt nur noch geimpft oder genesen möglich ist. Da dafür noch die Rechtsgrundlage fehlt, sei der Bund hier am Zug.

Söder sprach zudem auch von einer Möglichkeit für Obergrenzen bei Veranstaltungen. Entgegen der Empfehlungen der Stiko empfiehlt Bayerns Ministerpräsident auch, bereits nach 5 Monaten eine Booster-Impfung vorzunehmen.

Update, 14.53 Uhr - Bayern wird 200 Millionen Euro für Krankenhäuser bereitstellen

Markus Söder stellt ein massives Maßnahmenpaket für die Krankenhäuser vor. 200 Millionen sollen für Bayerns Kliniken fließen.

Update, 14.48 Uhr - Ministerpräsident appelliert: „Moralische Pflicht, sich impfen zu lassen“

Der bayerische Ministerpräsident spricht von einer „moralischen Pflicht“, sich impfen zu lassen. Er verstehe auch nicht, wie man in der derzeitigen Situation größere Partys machen könne - er spricht in diesem Zusammenhang von „Unvernunft“.

Söder ist auch die Enttäuschung anzumerken, wenn er von einer „gähnenden Leere“ vor den Impfzentren spricht. Wenn alle bereits geimpft wären, hätten wir die derzeitige Situation nicht, auch Impfdurchbrüche würde es nicht mehr in dem Ausmaße geben, da man sich schlicht bei keinem mehr anstecken könne.

Wären alle bereits geimpft, könnte bereits in größerem Umfang über Booster-Impfungen nachgedacht werden.

Update, 14.43 Uhr - Söder erteilt dem Lockdown für Ungeimpfte erneut Absage: „Rechtswidrig“

Von Journalisten erneut auf die Möglichkeit eines Lockdowns für Ungeimpfte angesprochen betont Söder, dass dies aus seiner Sicht in Deutschland verfassungsmäßig nicht möglich sei. Sollte ein solches Vorgehen beschlossen werden, würde dies Söders Meinung nach bereits „nächste Woche“ wieder von Karlsruhe aufgehoben werden.

Update, 14.41 Uhr - Gesundheitsminister Klaus Holetschek will „Nationale Krafanstrengung“

Gesundheitsminister Klaus Holetschek betont in seinem Statement, dass es wieder einer nationalen Kraftanstrengung bedürfe, um die derzeitige Situation zu meistern. Auch er appelliert an den Bund, hier Maßnahmen zu setzen.

Update, 14.40 Uhr - Wir sind nicht „Winterfest“

Der bayerische Ministerpräsident betont, dass man nicht „winterfest“ sei, was die Corona-Maßnahmen in Deutschland insgesamt besehen anbelange. Er appelliert hierbei an den Bund - nun müsse 2G bundesweit kommen.

Update, 14.38 Uhr - Söder erteilt Lockdown für Ungeimpfte Absage

Markus Söder erklärt in der Pressekonferenz einem Lockdown für Ungeimpfte eine klare Absage. Er frage sich auch, wie diese Maßnahme in Österreich überhaupt kontrolliert werden soll.

Update, 12.45 Uhr - Österreich beschließt Lockdown für Ungeimpfte

Im Kampf gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie gilt in Österreich von diesem Montag an ein Lockdown für Ungeimpfte. Das haben Bundeskanzler Alexander Schallenberg und die Regierungschefs der Länder am Sonntag in Wien beschlossen. Die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen sind zunächst auf zehn Tage befristet. Betroffen sind etwa zwei Millionen Menschen.

Wer keine Impfung hat, darf das Haus oder Wohnung künftig nur noch aus dringenden Gründen verlassen - etwa für Einkäufe des täglichen Bedarfs, für den Weg zur Arbeit oder den Besuch beim Arzt. Die Einhaltung der Vorschrift soll mit Stichproben überprüft werden. Ziel ist, die Impfbereitschaft zu erhöhen und die sozialen Kontakte deutlich zu verringern. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist in Österreich inzwischen auf rund 815 gestiegen.

„Wir setzen den Schritt nicht leichten Herzens“, sagte Schallenberg. Die Zahlen sprächen aber eine eindeutige Sprache. Unter den Ungeimpften betrage die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner mehr als 1700. Es gelte nun mit aller Kraft, die „beschämend niedrige“ Impfquote endlich zu erhöhen. „Mit dieser Impfquote werden wir im Teufelskreis steckenbleiben.“ Die Maßnahme werde sehr konsequent kontrolliert, Verstöße würden entsprechend bestraft.

Deutschland hat Österreich wieder zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt. Damit müssen Reisende und Pendler seit Sonntag verschärfte Regeln beachten. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss bei der Rückkehr nach Deutschland mindestens fünf Tage in Quarantäne.

>>> Reisewarnung für Österreich – Was gilt jetzt für Urlauber und Pendler aus Bayern? (Plus-Artikel)

Update, 12.02 Uhr - Bundesregierung will offenbar Regeln um 2G-Plus verschärfen

Angesichts der dramatischen Lage in vielen Krankenhäusern und des sprunghaften Anstiegs der Corona-Infektionen in Deutschland verschärft die Bundesregierung das geplante neue Maßnahmenpaket. So wird auch die Option auf 2G-Plus eingeführt, also Zutritt zu bestimmten Veranstaltungen für Geimpfte oder Genesene nur noch mit einem zusätzlichen negativen Testnachweis.

Das geht aus den Änderungsentwürfen der amtierenden Bundesregierung für das überarbeitete Infektionsschutzgesetz und weiterer Gesetze zur Aufhebung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite hervor. Diese liegen dem „Tagesspiegel“ vor. Sie gehen auf entsprechende Vorschläge von SPD, Grünen und FDP zurück. Eine 2G-Plus-Regelung für Veranstaltungen hatte zuletzt auch der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefordert. Bayern hat beantragt, dies auch zum Beispiel auf Clubs und Discotheken auszuweiten.

Update, 11.09 Uhr - Homeoffice-Pflicht soll wieder eingeführt werden

Angesichts der verschärften Corona-Lage in Deutschland gibt es in der Bundesregierung den Plan, die Homeoffice-Pflicht für Arbeitnehmer wieder einzuführen.

Ein Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für ein geändertes Infektionsschutzgesetz sieht dies vor. In dem Entwurfstext von Freitagabend, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: „Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen.“

Aus informierten Kreisen hieß es am Sonntag, zwischen den Fraktionen aus SPD, Grünen und FDP, die zurzeit über eine neue Bundesregierung verhandeln, gebe es noch keine endgültige Einigung. Die geplante Regelung zur Homeoffice-Pflicht ist Teil des Gesetzentwurfs für die 3G-Regeln am Arbeitsplatz. Demnach sollen künftig nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) zur Arbeit gehen dürfen.

Die in der Bundes-Notbremse verankerte Homeoffice-Pflicht war Ende Juni ausgelaufen. Unternehmen müssen seitdem dennoch weiterhin Corona-Maßnahmen aufrechterhalten und zwei Tests pro Woche anbieten sowie Hygienepläne erstellen. Geregelt ist das in der Corona-Arbeitsschutzverordnung für Unternehmen und ihre Beschäftigten.

Update, 10.21 Uhr - Fünf Landkreise in Deutschland über 1000er-Inzidenz

Deutschlandweit haben inzwischen die Landkreise Rottal-Inn, Sächsiche Schweiz-Osterzgebirge, Miesbach, Meißen und Mühldorf eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 überschritten. Die Landkreise Traunstein (997,8) und Berchtesgadener Land (923,6) werden vermutlich in den nächsten Tagen folgen.

Aber auch in Rosenheim Stadt und Land sowie dem Kreis Altötting bewegen sich die Inzidenzen weiter auf hohem Niveau. In Bayern sind inzwischen 718 Intensivbetten belegt und damit weit über dem roten Schwellenwert von 600.

Die Intensivbettenauslastung im Bereich der Integrierten Leitstelle Rosenheim beträgt am Sonntag 94,8 Prozent, die Auslastung im Bereich der Leitstelle Traunstein ist mit 86 Prozent etwas gesunken. In der Region Südostoberbayern gab es von Samstag auf Sonntag keine Todesmeldung in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Die Inzidenzen in der Region am Sonntag, dem 14. November.

Update, 9.07 Uhr - Lauterbach und Habeck fordern 3G in Zügen

Wegen der zugespitzten Corona-Lage fordern Politiker nun die Anwendung der 3G-Regel im Zugverkehr. Reisende müssten dann geimpft, genesen oder getestet sein. „Ja, auch das Bahnfahren muss sicherer werden. Aus meiner Sicht sollte hier 3G hier gelten, darüber werden wir reden müssen“, sagte Grünen-Chef Robert Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich dafür aus. „3G sollte auch in Zügen gelten. In dieser Corona­Situation ist es unverantwortlich, dass Menschen ungeimpft und ­ungetestet in vollen Zügen im Fernverkehr stundenlang eng neben anderen Passagieren sitzen“, sagte Lauterbach der „Bild am Sonntag“.

Habeck hält zudem Freiheitsbeschränkungen für Ungeimpfte für möglich. „Kontaktbeschränkungen sind schmerzliche Einschnitte, das wissen wir alle noch zu gut. Aber angesichts der dramatischen Lage können sie für Ungemipfte regional nötig werden. Entsprechendes sollte in das Infektionsschutzgesetz aufgenommen werden.“ Auch halte er Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen für sinnvoll.

Nötig seien strikte 2G-Regeln für Geimpfte und Genesene durch die Länder, betonte Habeck. Auch müsse die Einhaltung konsequent kontrolliert werden. „Die Erhöhung der Sicherheit auf 2G plus, also das Testen von Geimpften, ist der logisch nächste Schritt, sobald die Testzentren wieder flächendeckend aufmachen“, fügte der Grünen-Chef hinzu. Dringend geboten seien auch 3G-Maßnahmen am Arbeitsplatz und wieder eine stärkere Nutzung von Homeoffice.

„Die Lage in Deutschland hat eine äußerste Dramatik“, machte Habeck deutlich. „Wenn die vierte Welle nicht schnell gebrochen wird, droht das Krankenhaussystem im Dezember zusammenzubrechen“, warnte er.

Update, 7.54 Uhr - WHO warnt vor zu zögerlichen Corona-Verschärfungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt Länder mit stark steigenden Corona-Infektionszahlen davor, zu spät mit strikteren Schutzmaßnahmen einzugreifen. „Je früher Maßnahmen umgesetzt werden, desto weniger müssen wahrscheinlich verhängt werden“, sagte die WHO-Covid-19-Spezialistin Maria van Kerkhove am Freitag in Genf. Sie erinnerte daran, dass die zur Zeit zirkulierende Delta-Variante des Virus deutlich ansteckender sei als frühere Varianten.

Einige Länder seien in einer sehr schwierigen Lage und müssten jetzt - zumindest vorübergehend - sehr strikte Maßnahmen verhängen, um die Infektionszahlen zu drücken, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan.

Über fünf Millionen Corona-Infektionen in Deutschland nachgewiesen

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat die Fünf-Millionen-Marke überschritten.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 33.498 Corona-Neuinfektionen, so dass nun seit Beginn der Pandemie 5.021.469 Ansteckungen erfasst wurden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.02 Uhr am Sonntag wiedergeben. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 289,0 an, was erneut ein Höchstwert ist. Zum Vergleich: Am Vortag hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 277,4 gelegen, vor einer Woche bei 191,5 (Vormonat: 67,0). Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 55 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 37 Todesfälle gewesen.

Den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter, die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, gab das RKI am Freitag mit 4,70 an (Donnerstag: 4,65). Der Wert wird am Wochenende nicht veröffentlicht. Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.477.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 97.672.

bcs/dp/dpa

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