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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Regierung: Querdenker schicken Drohbriefe an Lehrer und suchen Gespräche mit Schülern

„Querdenken“-Proteste
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Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen versammeln sich.

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt noch immer für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (16. Januar) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 413 (Quelle/Stand: DIVI, 16. Januar, 8.05 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 87,9% (Quelle/Stand: DIVI, 16. Januar, 7.15 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 82,1% (Quelle/Stand: DIVI, 16. Januar, 7.15 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 709,2, Landkreis Rosenheim 630,4, Landkreis Traunstein 419,2, Landkreis Berchtesgadener Land 397,8, Landkreis Mühldorf 560,6, Landkreis Altötting 446,9 (Quelle/Stand: RKI, 16. Januar, 3.22 Uhr)*
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 9313, Landkreis Rosenheim 37.944, Traunstein 28.195, Berchtesgadener Land 16.599, Mühldorf 17.898, Altötting 14.522 (Quelle/Stand: RKI, 16. Januar, 3.22 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 100, Landkreis Rosenheim 640, Traunstein 314, Berchtesgadener Land 158, Mühldorf 261, Altötting 284 (Quelle/Stand: RKI, 16. Januar, 3.22 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt die Inzidenz in einer Stadt/einem Kreis auf 1000 oder höher, tritt laut 15. Bayerischer Infektionsschutzverordnung ein regionaler Hotspot-Lockdown in Kraft

Update, 21.20 Uhr - Regierung: Querdenker schicken Drohschreiben an Schulen

 In der Corona-Krise haben sogenannte Querdenker, Reichsbürger und Selbstverwalter nach Angaben der Bundesregierung auch Schulen und Kitas ins Visier genommen. Der Regierung sei bekannt, dass Gegner der Corona-Maßnahmen und der Impfkampagne in einzelnen Fällen vor Schulgebäuden demonstrierten und „dabei zuweilen auch das Zwiegespräch mit Schülern suchten“. Das ergab sich aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Hierbei handelte es sich zum Teil auch um führende Personen der „Querdenken-Bewegung“», schreibt das Ministerium weiter.

Zudem berichtet die Regierung von Briefen, E-Mails und Drohschreiben, die Reichsbürger und sogenannte Selbstverwalter an Schulen, Behörden, Lehrerkollegien und Kitas gesendet haben. In manchen Schreiben werden demnach „pseudojuristische Argumente“ angeführt, die den Corona- oder Masken-Verordnungen ihre Rechtsgültigkeit absprechen. Reichsbürger und Selbstverwalter erkennen die Bundesrepublik Deutschland und ihr Rechtssystem nicht an. Ob es im Zusammenhang mit den genannten Aktionen auch zu Straftaten kam, dazu habe das Innenministerium „keine Erkenntnisse“.

Die Informationen der Bundesregierung bestätigen Befunde einer repräsentativen Umfrage der Bildungsgewerkschaft VBE, an der Lehrkräfte im Mai teilnahmen. 22 Prozent hatten darin angegeben, dass sie an der eigenen Schule Beschimpfungen, Bedrohungen oder Beleidigungen im „Zusammenhang mit der Durchsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen“ erlebt hatten. 25 Prozent der Befragten berichteten von Beschimpfungen und Bedrohungen per Mail oder in Chats.

Rund sieben Prozent der Lehrkräfte gaben auch an, persönlich von solchen Vorfällen betroffen gewesen zu sein. Als Beispiele wurden Drohungen beim Elternabend, eskalierende Gespräche, Briefe sowie Drohungen mit Strafanzeigen und Berufsverboten genannt. Der Verband berichtete auch von Plakataktionen und Demonstrationen im Umfeld von Schulen. Anwaltsschreiben oder standardisierte Schreiben, die sich Eltern im Netz heruntergeladen haben, seien an Lehrer verschickt worden.

Update, 20.41 Uhr - Scholz reist nach Spanien - Gespräche über Corona-Bekämpfung

Bundeskanzler Olaf Scholz bricht am Montag zu seiner ersten Auslandsreise dieses Jahres nach Spanien auf. In Madrid wird er von Ministerpräsident Pedro Sánchez zu einem Gespräch und Mittagessen empfangen. Zu den Hauptthemen zählt die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Spanien ist nach Frankreich, Polen und Italien das vierte Land, in dem Scholz einen Antrittsbesuch absolviert. Außerdem hatte der SPD-Politiker sich im Dezember in Brüssel bei der Europäischen Union und der Nato vorgestellt.

Spanien ist nach Deutschland, Frankreich und Italien das Land mit der viertgrößten Einwohnerzahl in der EU. Es gehört aber nicht zur G7 der führenden westlichen Industrienationen und ist bei den G20-Gipfeln der weltweit wichtigsten Wirtschaftsmächte auch nur als ständiger Gast dabei.

Mit dem Sozialisten Sánchez trifft Scholz in Madrid auf einen Ministerpräsidenten, der ihm politisch nahe steht. Die spanische Zeitung „El País“ schrieb vor dem Besuch, dies eröffne Sánchez Chancen für neue Allianzen, allerdings büße er auch seine Rolle als Vorreiter der europäischen Sozialdemokratie ein.

Im Kampf gegen Corona steht Spanien deutlich besser da als Deutschland - zumindest was die Impfquote angeht. Rund 85 Prozent der Einwohner Spaniens sind mindestens einmal immunisiert, in Deutschland sind es nur 75 Prozent. Eine Debatte über die Einführung einer Impfpflicht wie hierzulande gibt es daher in Spanien nicht. Sánchez will sein Land dagegen zum Vorreiter beim Übergang zu einem endemischen Zustand machen, bei dem Corona ähnlich wie eine Grippewelle behandelt würde. Dafür müssten jetzt schon «Brücken entworfen» werden, fordert er.

Neben der Corona-Pandemie könnten bei Scholz‘ Besuch in Spanien die steigenden Energiepreise, die Migration über das Mittelmeer nach Europa und die immer weiter zunehmenden Spannungen mit Russland zur Sprache kommen. Spanien ist wie Deutschland Mitglied der Nato.

Update, 18.17 Uhr - Inzidenz über 500: Omikron treibt Zahlen in Bayern steil nach oben - „neue Phase der Pandemie“

Die Virusvariante Omikron treibt die Corona-Zahlen in Bayern weiter steil nach oben. Einst galt die Marke 50 als kritische Grenze - jetzt ist die Inzidenz rund zehnmal so hoch. Nach mehr als 10.000 registrierten Neuinfektionen am Samstag und ähnlich vielen tags darauf lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat am Sonntag bei 527,4. Damit haben sich binnen einer Woche mehr als 527 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. An diesem Montag tagt das Kabinett, um über weitere Schritte in der Corona-Krise zu beraten.

Der Münchner Corona-Experte Clemens Wendtner mahnte angesichts dieser Entwicklung zur zügigen Vorbereitung auf die vierte Corona-Impfung - mit den verfügbaren Impfstoffen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte an, in der Corona-Politik künftig einen «breiteren Ansatz» verfolgen zu wollen. In einigen bayerischen Städten protestierten am Wochenende wieder tausende Gegner der Corona-Politik.

Seit dem 30. Dezember steigen mit der zur fünften Welle deklarierten Omikron-Variante die Infektionszahlen wieder rasant. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) ist Omikron mittlerweile auch in Bayern die dominierende Virusvariante.

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter. Das Divi-Intensivregister meldete am Sonntag (Stand 9.05 Uhr) 408 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 19 weniger als noch am Samstag. 246 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

RKI-Präsident Lothar Wieler sieht mit der rasanten Ausbreitung der neuen Omikron-Variante eine „neue Phase der Pandemie“, in der weniger die reinen Fallzahlen, sondern die Zahl der Schwerkranken entscheidend seien. Allerdings schlagen sich hohe Infektionszahlen erst mit Verzug auf Kliniken und Intensivstationen nieder, weil bis zur Einweisung von Patienten einige Zeit vergeht. Wieler warnte davor, dass durch die Masse an Infektionen - Omikron verbreitet sich deutlich schneller als Delta - auch die Zahl der Hospitalisierungen und der Todesfälle wieder steigen dürfte.

Ministerpräsident Söder sagte unserem Partnerportal merkur.de: „Es wird nicht mehr ausreichen, die Lage nur medizinisch und virologisch zu betrachten. Wir müssen auch auf die gesellschaftliche und soziale Komponente stärker achten.“ 

Update, 17.29 Uhr - Österreich will Corona-Impfpflicht wie geplant im Februar einführen

In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten. So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Regierung am Sonntag vorstellte. Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Straßenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen.

Das Gesetz gilt für alle Menschen mit Wohnsitz in Österreich. Ausnahmen sind für Schwangere und Menschen vorgesehen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Genesene sollten für 180 Tage ausgenommen sein.

Das Parlament soll das Gesetz am Donnerstag (20. Januar) beschließen. Das gilt als Formsache, weil die Regierungskoalition aus der konservativen ÖVP und den Grünen über die nötige einfache Mehrheit verfügt.

Von den Oppositionsparteien lehnt nur die von 2017 bis 2019 mitregierende rechte FPÖ eine Impfpflicht kategorisch ab. Gegner des Gesetzes kritisieren unter anderem, dass Impfungen vorgeschrieben werden, die die Weitergabe des Virus nur unzureichend verhindern.

Es geht nicht um einen Kampf Geimpfte gegen Ungeimpfte“, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer. Vielmehr gehe es darum, dass die ganze Gesellschaft wieder in Freiheit leben könne. Er wurde im Januar selbst positiv getestet. Er habe aber dank seiner Impfung immer die Zuversicht gehabt, nicht ins Krankenhaus zu müssen, sagte er. Nehammer erholte sich nach eigenen Angaben schnell.

Update, 15.22 Uhr - Pflegenotstand in der Pandemie - Bayern sucht Freiwillige

Gut zwei Jahre nach Pandemiebeginn und mitten in der fünften Corona-Welle werden in Bayern händeringend Pflegekräfte gesucht. „Ich appelliere daher - gerade auch mit Blick auf die Omikron-Virusvariante - an alle Pflegekräfte, die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören: Engagieren Sie sich im `Pflegepool Bayern´“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Sonntag in München. „Wir müssen gemeinsam solidarisch alles dafür tun, unser Gesundheitssystem vor einem Kollaps zu schützen.“

Seit dem 11. November 2021, als erneut der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen wurde, hätten sich bisher 480 neue Freiwillige gemeldet. Insgesamt hätten sich in der Pandemie mehr als 4100 Menschen bereiterklärt, in Heimen und Krankenhäusern auszuhelfen.

„Gerade angesichts der schnell auf uns zu rollenden Omikron-Welle erwarten wir erneut äußerst kritische Situationen, in denen die Freiwilligen einen unschätzbar wichtigen Beitrag leisten können“, sagte der Präsident der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, Georg Sigl-Lehner.

Freiwillige können sich über die Plattform www.pflegepool-bayern.de melden. Gesucht werden Menschen, die etwa aus dem Beruf ausgeschieden sind oder früher einmal im Gesundheitswesen tätig waren - neben Pflegefachkräften etwa medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten, Notfallsanitäter oder auch Hebammen. Wer mitmacht, soll Freistellungs-, Lohn-, Fahrt- und Verdienstfortzahlungsansprüche bekommen.

Update, 14.23 Uhr - Polizei löst mehrere Partys in Bayern auf: 150 Menschen feiern in München

Die Polizei hat am Wochenende wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln mehrere private Feiern aufgelöst. Im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen beendeten die Beamten eine Party von 30 Jugendlichen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Private Treffen seien derzeit für Geimpfte und Genesene auf maximal zehn Menschen begrenzt. Beim Eintreffen eines Streifenwagens in Gachenbach seien in der Nacht zum Samstag einige der Feiernden geflüchtet. Von 20 Menschen nahm die Polizei die Personalien auf. Laut den Beamten müssen die Gäste mit einer Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen.

In Weiden in der Oberpfalz lösten die Beamten eine Party in einer Wohnung auf. Von den 14 Teilnehmern seien keinerlei Coronavorschriften eingehalten worden, teilte die Polizei mit. Auch sie erwarteten Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

In München feierten in der Nacht zum Sonntag Jugendliche mit lauter Musik, bevor die Polizei die Party beendete. Einige Feiernde seien bei der Ankunft der Polizei geflüchtet. Von etwa 30 Jugendlichen seien die Personalien aufgenommen worden. Auch hier geht es um das Infektionsschutzgesetz.

Etwa 150 junge Menschen feierten am Samstagabend am Karlsplatz (Stachus). Da von den Feierenden am Stachus in der Vergangenheit wiederholt Straftaten ausgegangen und keine Corona-Regeln eingehalten worden seien, stellten die Beamten Platzverweise aus. Einzelne Gruppen seien der Aufforderung, den Platz zu verlassen, nur zögerlich nachgekommen. Ein 22-Jähriger wurde in Gewahrsam genommen, er konnte die Wache am Abend wieder verlassen, wie es weiter hieß.

Update, 13.37 Uhr - Drosten sieht in Omikron-Variante eine Chance

Der Virologe Christian Drosten sieht in der milder verlaufenden Omikron-Variante des Coronavirus eine „Chance“ und macht Hoffnung auf ein Leben wie vor der Pandemie. Auf die Frage, ob „wir jemals wieder so leben werden wie vor der Pandemie“, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité dem „Tagesspiegel am Sonntag“: „Ja, absolut. Da bin ich mir komplett sicher.“ Zwar müssten noch ein paar Jahre lang Masken in bestimmten Situationen getragen werden, was nerven werde. Es werde aber auch „ein paar Benefits“ geben: Das Virus habe die Medizin vorangebracht. „Die mRNA-Technologie ist ein Riesen-Durchbruch, auch für Krebs und für andere Infektionskrankheiten, denken wir allein mal an Influenza.“

Drosten sagte, alle Menschen müssten sich früher oder später mit Sars-Cov-2 infizieren. „Ja, wir müssen in dieses Fahrwasser rein, es gibt keine Alternative“, beantwortete er die entsprechende Frage. „Wir können nicht auf Dauer alle paar Monate über eine Booster-Impfung den Immunschutz der ganzen Bevölkerung erhalten.“ Das müsse das Virus machen. „Das Virus muss sich verbreiten, aber eben auf Basis eines in der breiten Bevölkerung verankerten Impfschutzes“ - sonst würden „zu viele Menschen sterben“. „Die abgeschwächte Infektion auf dem Boden der Impfung, das ist so etwas wie ein fahrender Zug, auf den man aufspringt. Irgendwann muss man da aber auch mal drauf springen, sonst kommt man nicht weiter.“

Die gute Nachricht sei: Im Moment fahre der Zug angenehm langsam, denn Omikron habe eine verringerte Krankheitsschwere. Auf die Frage, ob er Omikron als Chance sehe, in den endemischen Zustand zu kommen, sagte der Virologe: „Es wäre eine Chance jetzt, breite Immunität vorausgesetzt.“ Zumal niemand ausschließen könne, dass der Zug auch wieder schneller werde.

Update, 12.17 Uhr - Wieder mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Gesundheitsämter in Bayern haben am Samstag und Sonntag jeweils mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen registriert. Die Inzidenz im Freistaat liegt nun bei 527,4 nach 500,8 am Samstag. Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen etwa 527 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag auf seinem Dashboard mit (Stand: 3.22 Uhr). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um vier auf 20.170.

Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den zurückliegenden sieben Tagen in München gemeldet: Die Inzidenz erreichte dort am Sonntag den Wert von 829,4. Es folgen die Stadt Ingolstadt (820,7) und der Landkreis Lindau (796,7). Am niedrigsten war der Wert in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz (159,7) und Coburg (173,3).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter. Das Divi-Intensivregister meldete am Sonntag (Stand 9.05 Uhr) 408 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 19 weniger als noch am Samstag. 246 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Update, 11.02 Uhr - Lauterbach: „Uns drohen in Deutschland sehr schwere Wochen“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor einer hohen Zahl an Toten und massiven Einschränkungen bei Krankenhausbehandlungen in der aktuellen Corona-Welle mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante. „Uns drohen in Deutschland sehr schwere Wochen“, sagte der SPD-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Wir dürfen uns mit Blick auf die aktuell sinkenden Krankenhauszahlen insbesondere auf den Intensivstationen nicht in Sicherheit wiegen.“

Die Situation in den Kliniken werde sich wieder verschärfen, sagte er. Momentan erkrankten vor allem die Jüngeren, die viele Kontakte hätten. Wenn sich die Älteren infizierten, werde die Zahl der Klinikeinweisungen wieder steigen. „Da kann es, je nach Entwicklung, nicht nur bei den Intensivstationen knapp werden, sondern auch auf den normalen Stationen. Es droht die Schließung ganzer Abteilungen“, so Lauterbach. „Eine Durchseuchung bedeutet, dass Hunderttausende schwer krank werden und wir wieder viele Tausend Corona-Tote beklagen müssen.“

Ob die derzeit geltenden Maßnahmen ausreichen, werde sich bei der nächsten Konferenz der Ministerpräsidenten am 24. Januar entscheiden. Schulschließungen oder einen Lockdown lehnt Lauterbach jedoch ab. Er bevorzugt einen anderen Weg: „Ich halte aus medizinischen Gründen viel davon, bei den Booster-Anreizen nachzulegen. Also dass es einen noch größeren Unterschied macht, ob ich die dritte Impfung habe oder nicht.“

Update, 10.28 Uhr - AfD scheitert erneut mit Eilantrag gegen Corona-Auflagen im Landtag

Die AfD im bayerischen Landtag ist erneut mit einer Verfassungsklage gegen die Corona-Auflagen für Mitarbeiter und Abgeordnete im Parlament gescheitert. Der Verfassungsgerichtshof in München teilte am Freitag mit, dass er bereits am Donnerstag den Eilantrag der AfD-Fraktion und einiger Abgeordneter als unzulässig abgewiesen habe.

Die Klage richtete sich gegen die in der Allgemeinverfügung vom 19. November 2021 verankerten Vorschriften für den Zutritt zu den Räumlichkeiten des Landtags wie die 3G-Regel für Beschäftigte, den Zutritt von Abgeordneten zu parlamentarischen Sitzungen und die Pflicht zum Tragen einer Maske im Plenarsaal. Laut der Verfügung dürfen Abgeordnete ohne Impf-, Genesenen- oder Testnachweis derzeit nur von Plätzen der Besuchertribüne an Plenarsitzungen teilnehmen.

Die AfD hatte argumentiert, dass dadurch ihre durch die Verfassung geschützten Rechte verletzt würden. Es fehle für jede der angegriffenen Regelungen die erforderliche Darlegung, so jedoch der Verfassungsgerichtshof. Die Behauptung, mit den Regeln werde der parlamentarische Ablauf unmittelbar und schwerwiegend beeinträchtigt, werde weder substanziiert dargelegt, noch sei dies anderweitig ersichtlich.

Update, 9.18 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und die Entwicklung in den vergangenen sieben Tagen (Stand: 16. Januar 2022).

Die Corona-Zahlen in der Region haben sich laut RKI in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Während beispielsweise der Kreis Altötting einen deutlichen Zuwachs von 65 Zählern bei der 7-Tage-Inzidenz verzeichnet, sinkt die Inzidenz im Kreis Traunstein um 15.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 382 auf 447), Landkreis Mühldorf (von 501 auf 561), Kreis Berchtesgadener Land (von 374 auf 398), Landkreis Traunstein (von 434 auf 419), Stadt Rosenheim (von 676 auf 709) und Landkreis Rosenheim (von 618 auf 630). Das RKI meldete für die Region keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Update, 8.22 Uhr - Österreich wieder Corona-Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung stuft Österreich erneut als Corona-Hochrisikogebiet ein. Die Regelung gilt seit Mitternacht und hat konkrete Folgen: Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht mindestens den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Impfung hat oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Frühestens nach fünf Tagen kann man sich mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Quarantäne fünf Tage nach der Einreise automatisch.

Die Hochstufung wegen hoher Corona-Zahlen betrifft fast ganz Österreich, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Ausgenommen sind die grenznahen Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee. Damit stehen nun alle neun Nachbarländer Deutschlands auf der Risikoliste. Dänemark, Polen, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande sind schon seit längerem als Hochrisikogebiete ausgewiesen.

7-Tage-Inzidenz erreicht Höchstwert und steigt über 500

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Höchstwert bei der bundesweiten 7-Tage-Inzidenz gemeldet. Demnach lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen bei 515,7 - und damit erstmals über der Schwelle von 500. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 497,1 gelegen (News-Ticker Samstag, 15. Januar). Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 362,7 (Vormonat: 422,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 52 504 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.32 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 36 552 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 47 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 77 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.965.977 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 3,23 an (Donnerstag: 3,09, Mittwoch: 3,13). Sie war damit erstmals seit einigen Tagen wieder gestiegen. Am Wochenende wird sie nicht veröffentlicht.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 6.963.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115.619.

mh/mz/dpa

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