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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Spahn für Ende der „epidemischen Lage“ im November - 158 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit sprach sich laut Medienberichten für ein Ende der „epidemischen Lage“ im November aus.
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Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, sprach sich laut Medienberichten für ein Ende der „epidemischen Lage“ im November aus.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (18. Oktober) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 274 (Quelle/Stand: LGL, 17. Oktober, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 2,1 (Quelle/Stand: LGL, 17. Oktober, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 260 (Quelle/Stand: DIVI, 18. Oktober, 7.15 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 226,4, Landkreis Rosenheim 218,2, Landkreis Traunstein 298,6, Landkreis Berchtesgadener Land 353,6, Landkreis Mühldorf 247,2, Landkreis Altötting 153,2 (Quelle/Stand: RKI, 18. Oktober, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 5065, Landkreis Rosenheim 17.995, Traunstein 14.147, Berchtesgadener Land 8142, Mühldorf 8233, Altötting 7248 (Quelle/Stand: RKI, 18. Oktober, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 73, Landkreis Rosenheim 476, Traunstein 223, Berchtesgadener Land 104, Mühldorf 162, Altötting 216 (Quelle/Stand: RKI, 18. Oktober, 0 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    **= Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 20 Uhr - Lauterbach geht von Fortführung der Maßnahmen aus

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass zentrale Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus auch dann weiter gelten, wenn die «epidemische Lage nationaler Tragweite» nicht verlängert wird. „Kein Bundesland wäre so verrückt, bei den derzeitigen Fallzahlen auf Zugangsbeschränkungen für geschlossene Räume zu verzichten oder die Maskenpflicht in Bus und Bahn zu begraben“, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Dinge, die notwendig sind, werden weitergeführt, das ist für mich ganz klar.“

Lauterbach reagierte damit auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der sich für ein Auslaufen der „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ ausgesprochen hat. Der Zeitpunkt dieser Erklärung habe ihn überrascht, sagte der SPD-Politiker. «Wir sind in einer Situation, in der die Fallzahlen zunehmen, der Impffortschritt stagniert und an Schulen in den kalten Monaten deutlich mehr Fälle zu erwarten sind. Niemand weiß aktuell so genau, was wir in den nächsten vier Wochen zu erwarten haben, wie hoch diese Welle noch wird.»

Update, 18.40 Uhr - 158 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag 158 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 43 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 8143 (Stand RKI: 18. Oktober, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 353,6 (Stand RKI: 18. Oktober, 0 Uhr)).

Von den insgesamt 8143 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 7549 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 490 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 219 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 37 in Alten- und Pflegeheimen, zwei in Gemeinschaftsunterkünften, 30 in Kindergärten und 150 in Schulen.

In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 376 neue COVID-19-Fälle. Bei 137 Befunden wurde eine Virusmutation festgestellt. Alle 137 Fälle sind der Delta-Variante zuzuordnen.

Von den 376 Neuinfektionen der vergangen sieben Tage waren 75 Personen vollständig geimpft. Bei diesen 75 Personen traten in 53 Fällen Symptome auf.

Update, 17.55 Uhr - 184 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Seit der letzten Pressemitteilung am 15. Oktober sind beim Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein  184 Neuinfektionen eingegangen. Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 223 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 298,6

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 664 aktive COVID-19-Fälle vor. Es liegen insgesamt 14.167 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 13.280 Personen (206 Personen mehr seit der Meldung vom 15. Oktober).

Insgesamt werden in den Kliniken Südostbayern 52 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 44 auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 101.647 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 96.316 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 17.20 Uhr - Spahn für Ende der „epidemischen Lage“ im November

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für ein Auslaufen der sogenannten „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ ausgesprochen. Wie ein Ministeriumssprecher bestätigte, äußerte sich der CDU-Politiker entsprechend am Montag bei Corona-Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder. „Bild“ hatte darüber zuerst berichtet.

Das Robert Koch-Institut stufe „das Risiko für geimpfte Personen als moderat ein“, somit könne angesichts der aktuellen Impfquote die epidemische Lage am 25. November als bundesweite Ausnahmeregelung auslaufen und beendet werden, wurde Spahn „Bild“ zufolge von Teilnehmern zitiert. „Damit wird ein seit dem 28. März 2020 und damit mithin seit fast 19 Monaten bestehender Ausnahmezustand beendet.“

Der Bundestag hatte die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ Ende August für weitere drei Monate verlängert. Sie läuft automatisch aus, wenn sie vom Parlament nicht erneut verlängert wird. Die „epidemische Lage“ gibt Bundes- und Landesregierungen Befugnisse, um Verordnungen zu Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht, Abstands- und Kontaktbeschränkungen oder zur Impfstoffbeschaffung zu erlassen.

Update, 16.46 Uhr - Steigende Infektionszahlen - Experten fürchten: Winterwelle könnte „losrollen“

Am fünften Tag in Folge ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie in Deutschland gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montag mit 74,4 an. Damit ist ungefähr wieder das Niveau von vor einem Monat erreicht. Für drei Bundesländer weist das RKI Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 100 aus: für Thüringen (138,9), Sachsen (123,3) und Bayern (112,9), mit teils dynamischen Entwicklungen im Vergleich zu den Vorwochenwerten.

Die Tendenz ist auch in weiteren Bundesländern steigend. Die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz - und das mit einigem Abstand - hat laut RKI Schleswig-Holstein mit 28,3. Dort waren die Zahlen in den vergangenen Tagen ziemlich konstant.

Die regional unterschiedlichen Entwicklungen dürften auch durch die Herbstferien beeinflusst sein, die mancherorts vorüber sind, teils gerade beginnen oder erst bevorstehen. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte kürzlich den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Ferien hätten einerseits wegen der geschlossenen Schulen eine vorübergehend dämpfende Wirkung auf die Ansteckungen. Andererseits sei nach den Herbstferien aber auch wieder vermehrt mit Fällen nach Auslandsreisen zu rechnen. Dies war schon nach den Sommerferien beobachtet worden.

Das RKI betont seit einiger Zeit, dass es für die kühlere Jahreszeit wieder mit einem Anstieg der Infektionszahlen rechnet. Hintergrund ist unter anderem, dass sich Menschen dann mehr in geschlossenen Räumen aufhalten, wo das Ansteckungsrisiko höher ist als draußen. Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte Ende September gesagt, er rechne damit, dass die Herbst-und Winterwelle zu einem Zeitpunkt wie im Vorjahr losrollen dürfte. Damals sei es in der zweiten Oktoberhälfte eindeutig gewesen, „dass wir wieder in einen exponentiellen Anstieg gehen“.

Die Schwere der Welle hängt nach RKI-Einschätzung vor allem von der Impfquote ab. Auch diese variiert regional. Sachsen und Thüringen sind im bundesweiten Vergleich die Schlusslichter, den höchsten Anteil geimpfter Bürgerinnen und Bürger gibt es laut Impfdashboard in Bremen und dem Saarland.

Update, 16.04 Uhr - Nürnberger Christkindlesmarkt findet definitiv statt

Nach der pandemiebedingten Absage des Nürnberger Christkindlesmarktes im vergangenen Jahr wird die Traditionsveranstaltung mit Weltruf in diesem Jahr wieder stattfinden. Das gab die Stadt Nürnberg am Montag bekannt. Der Weihnachtsmarkt werde dezentral an mehreren Plätzen der Nürnberger Innenstadt abgehalten.

Auf diese Weise werde das Marktgeschehen entzerrt und mehr Platz zwischen den Buden geschaffen. Zusammenballungen von Menschen sollen so weit wie möglich vermieden werden.

Der Markt soll am 26. November traditionell vom neuen Nürnberger Christkind eröffnet werden und bis zum Heiligen Abend dauern. Wer im Gewand des Christkindes den Eröffnungsprolog halten wird, soll am 3. November entschieden werden. Derzeit sind noch zwölf Bewerberinnen im Rennen um die Nachfolge des amtierenden Christkindes Benigna Munsi. Die Eröffnungsfeier müsse allerdings in einem geschlossenen Raum stattfinden und könne vom Publikum nur via Fernsehübertragung verfolgt werden.

Oberbürgermeister Marcus König (CSU) zeigte sich grundsätzlich zufrieden, dass der Christkindlesmarkt wieder stattfinden kann. „Natürlich hätte ich mir auch gewünscht, dass das Nürnberger Christkind seinen Markt ganz traditionell vom Balkon der Frauenkirche herab eröffnen kann. Dies ist jedoch aus Gründen des Infektionsschutzes nicht möglich“, sagte er. Die bayerische Landesregierung hatte in der vergangenen Woche den Weg für Weihnachtsmärkte im Freistaat weitgehend ohne Corona-Einschränkungen freigemacht.

Update, 15.11 Uhr - Corona-Ausbruch beim EHC Red Bull München

Mit 18 positiven Tests beim EHC Red Bull München gibt es in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein massives Corona-Problem. 14 Spieler und vier Mitglieder des Betreuer- und Trainerstabs seien betroffen, teilte der dreimalige deutsche Meister am Montag mit. Davon seien 16 Personen vollständig und zwei einfach geimpft, hieß es auf Nachfrage. Als Konsequenz fällt nach der Absage des Münchner Heimspiels vom vergangenen Sonntag gegen Nürnberg auch das Spitzenspiel am Mittwoch gegen den Titelrivalen Adler Mannheim aus. Darüber, wie es zu dem Corona-Ausbruch kommen konnte, machte der DEL-Club keine Angaben.

Das Topspiel gegen die Adler soll nun am 2. Dezember nachgeholt werden. Dass die Mannheimer der Verlegung zustimmten, bezeichnete Münchens Manager Christian Winkler als „großartige Fairness“. Fünf verletzte Spieler sorgen für zusätzliche Personalprobleme.

„Die Pandemie führt uns immer wieder vor Augen, wie unkontrollierbar sie ist. Mit strengen Hygienekonzepten und Vorsichtsmaßnahmen können wir die Gefahr zwar minimieren, aber niemals ausschließen“, sagte Adler-Manager Jan-Axel Alavaara und meinte: „Duelle zwischen den Adlern und den Red Bulls verdienen es, dass beide Mannschaften auf Augenhöhe gegeneinander antreten.“

Über die angesetzten Partien des EHC am Freitag bei Aufsteiger Bietigheim und am Sonntag gegen Meister Berlin soll nach Angaben der DEL kurzfristig entschieden werden. Für geimpfte Spieler könnte nach negativen Tests die Quarantäne enden. Um spielen zu können, benötigt eine Mannschaft zehn einsatzbereite Feldspieler und einen Torhüter.

Update, 14.40 - Zahlreiche Kinder im Kreis Altötting infiziert

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 43 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 17. Oktober, 14 Uhr). Damit gab es seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting bislang insgesamt 7248 infizierte Personen.

Unter den Neu-Infizierten befinden sich auch zahlreiche Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 17 Jahren. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 251 aktive Fälle - die meisten davon in Burghausen (45), Altötting (42), Neuötting, Burgkirchen/Alz (jeweils 18) sowie Reischach und Garching (jeweils 15).

Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz beträgt nach Angaben des Landratsamtes 153,2 (Stand: 18. Oktober, 0 Uhr; Quelle: RKI). Derweil werden an den Standorten des Innklinikums in den Kreisen Mühldorf und Altötting derzeit 20 Patienten stationär im Zusammenhang mit Corona behandelt, vier davon auf der Intensivstation.

Update, 13.35 Uhr - Wieder volles Haus im Bayern-Stadion

„Extraschub Motivation für unsere Spieler“, mit diesen Worten kündigt FCB-Präsident Herbert Hainer die baldige Vollauslastung der Allianz Arena an. Ab dem kommenden Heimspiel, am Samstag (23. Oktober), gegen die TSG 1899 Hoffenheim, darf der FC Bayern ihr Stadion mit Zuschauern wieder voll machen.

Dieser Schritt sei „selbstverständlich großartig! Für unsere Fans - aber auch für unsere Mannschaft.“

Update, 12.30 Uhr - Dramatische Corona-Lage in Rumänien

Rumänien gehört EU-weit zu den Ländern mit der derzeit dramatischsten Corona-Lage. Vergangene Woche war keines der landesweit rund 1600 Intensivbetten mehr frei, berichtet unser Partnerportal merkur.de. Sogar in der Hauptstadt Bukarest warten Patienten oft tagelang in Krankenhaus-Korridoren – und werden dort laut Medienberichten nur notdürftig versorgt. Dazu gab es auch einen erschütternden Bericht in der ARD-Tagesschau.

Wegen überfüllter Intensivstationen schickte Rumänien schwer kranke Covid-19-Patienten zur Behandlung ins Nachbarland Ungarn. Die 7-Tage-Inzidenz steigt seit Wochen steil an und lag zuletzt bei rund 860. Nur knapp 35 Prozent der Rumänen haben den vollen Impfschutz. Kritiker werfen der Regierung vor, zu wenig für das Impfen geworben zu haben. Die Regierung wiederum macht aggressive Medienkampagnen der Impfgegner für den mangelnden Impfwillen verantwortlich.

Update, 11.17 Uhr - Bundesverfassungsgericht: Keine Befangenheit im Corona-Verfahren

Das Bundesverfassungsgericht hat Befangenheitsvorwürfe im Zusammenhang mit der Corona-Notbremse wegen eines Abendessens mit Mitgliedern der Bundesregierung dementiert. Ein Ablehnungsgesuch gegen Gerichtspräsident Stephan Harbarth und die Richterin Susanne Baer wurde nach Angaben vom Montag als unbegründet zurückgewiesen. (Az. 1 BvR 781/21, Beschluss vom 12. Oktober 2021)

Das Treffen in Berlin hatte am 30. Juni stattgefunden. An dem Abendessen mit der Kanzlerin nahmen alle 16 Verfassungsrichterinnen und -richter und die meisten Bundesministerinnen und -minister teil, wie in der Regierungsantwort auf eine frühere AfD-Anfrage steht.

Das Ablehnungsgesuch hatte laut „Welt am Sonntag“ der Berliner Anwalt Niko Härting gestellt, der nach eigenen Angaben ein Verfahren für Abgeordnete der Freien Wähler vor dem Verfassungsgericht führt. Er schrieb Ende September auf Twitter, Harbarth habe Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) Gelegenheit gegeben, die Bundes-Notbremse zu erläutern. Auch Baer habe zum Thema gesprochen. Gleichzeitig wolle das Gericht auf eine Verhandlung zur Notbremse verzichten. Dies wecke Zweifel an der Unvoreingenommenheit. Das Gericht hatte mitgeteilt, voraussichtlich schriftlich zu entscheiden, damit es schneller gehe.

Das Gericht erklärte: „Treffen zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen dem Bundesverfassungsgericht und der Bundesregierung als solche, damit auch das hier fragliche Treffen vom 30. Juni 2021, sind ein zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeigneter Grund.“ Dass Harbarth an der Auswahl des Themas „Entscheidung unter Unsicherheiten“ ohne inhaltliche Positionierung, wie damit rechtlich umzugehen sei, beteiligt gewesen sei, spreche nicht für eine möglicherweise fehlende Unvoreingenommenheit. Auch habe sich Lambrecht nicht zu konkret anhängigen Verfahren geäußert.

Update, 9.33 Uhr - Söder spricht vom „Freedom Day“

Die Corona-Infektionszahlen steigen in Deutschland aktuell wieder deutlich. Den sechsten Tag in Folge stieg zum Beispiel die Sieben-Tage-Inzidenz. Das RKI gab den Wert am Montagmorgen mit 74,4 an (Vorwoche 66,5). In Bayern liegt der Wert sogar über 100. Ausgerechnet jetzt spricht der als Corona-Hardliner bekannte Bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder von einem „Freedom Day“. Ein Tag, an dem alle geltenden Corona-Schutzmaßnahmen fallen könnten.

„Klar ist: Wenn der Bundestag die epidemische Lage nicht mehr verlängert, dann bedeutet dies wohl das Ende aller Sicherheitsauflagen“, so Söder im Interview mit der „Welt am Sonntag“. „Dann hätten wir Ende November indirekt den Freedom Day“, so Markus Söder weiter. Denn nur das Feststellen der epidemischen Lage sei die Grundlage für Infektionsschutzverordnungen der Bundesländer. Wie er selbst zu einer solchen Entscheidung stehen würde, ließ Söder offen.

Die epidemische Lage in Deutschland gilt seit dem 25. März 2020 und wurde seither mehrfach verlängert - zuletzt am 25. August. Die epidemische Lage gilt als aufgehoben, sofern der Bundestag nicht spätestens nach drei Monaten ihr Fortbestehen beschließt. Dies wäre also in der letzten Novemberwoche der Fall.

Update, 8.50 Uhr - Insgesamt 211 neue Fälle in Region

In den vergangenen 24 Stunden wurden in der Region insgesamt 211 neue Corona-Fälle registriert - die meisten davon mit 52 im Landkreis Rosenheim. Jeweils 46 neue Infektionen gab es in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land. 43 Fälle wurden aus dem Landkreis Altötting gemeldet. Im Landkreis Mühldorf wurden „nur“ 16 Neuinfektionen festgestellt, in der Stadt Rosenheim waren es deren acht (Stand: 17. Oktober, 0 Uhr/Quelle RKI).

Update, 8.10 Uhr - Inzidenzen im BGL und in Altötting steigen deutlich

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 18. Oktober 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region sind im Vergleich zum Vortag größtenteils weiter angestiegen. Im Landkreis Traunstein stieg die Inzidenz leicht von 297,5 auf 298,6 - deutschlandweit bedeutet dies Platz zwei in der „Hotspot-Tabelle“. Erster ist weiter der Landkreis Berchtesgadener Land, wo der Wert nochmals über 15 Zähler auf 353,6 stieg (Vortag 336,7). Steigerungen wurden auch aus den Kreisen Mühldorf (von 242,1 auf 247,2) und Altötting (von 116,4 auf 153,2) gemeldet.

Im Landkreis Rosenheim blieb die Inzidenz mit 218,2 im Vergleich zum Vortag unverändert. Um über 20 Punkte gesunken ist die Inzidenz indes in der Stadt Rosenheim - und zwar von 248,5 auf 226,4. Weitere Todesfälle in der Region wurden laut RKI-Zahlen glücklicherweise nicht registriert.

RKI meldet über 4000 neue Fälle - Inzidenz erneut gestiegen

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 74,4 an (News-Ticker Sonntag, 17. Oktober). Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 72,7 gelegen, vor einer Woche bei 66,5 (Vormonat: 72,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4056 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus den neuesten RKI-Zahlen hervor (Stand: 18. Oktober, 0 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert bei 3111 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es sieben Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.377.845 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,02 (Donnerstag 1,93) an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.155.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.628.

mw/dpa

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