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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Frust nimmt zu: Landkreise fordern gerechte Impfungen durch Ärzte: „Großer Unmut“

Spritze wird aufgezogen
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Corona-Impfung (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 19. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 70,8, Landkreis Rosenheim 67,0, Landkreis Traunstein 83,5, Landkreis Berchtesgadener Land 95,3, Landkreis Mühldorf 60,4, Landkreis Altötting 76,2 (Quelle/Stand: RKI, 19. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3850, Landkreis Rosenheim 13.576, Traunstein 10.801, Berchtesgadener Land 5753, Mühldorf 6888, Altötting 5918 (Quelle/Stand: RKI, 19. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 450, Traunstein 213, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 19. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 86.665 Todesfälle in Deutschland (14.660 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.04 Uhr - Landkreise fordern regional gerechte Corona-Impfungen durch Ärzte

Aus Sicht des bayerischen Landkreistages sollte auch die Zahl der über die Ärzte vergebenen Impfungen gegen das Coronavirus an der regionalen Einwohnerzahl bemessen werden. Abgesehen von Sonderkontingenten etwa für besonders stark getroffene Regionen sei die Verteilung der Impfstoffe an die Impfzentren der Landkreise und kreisfreien Städte einwohnergerecht, sagte der Präsident des Landkreistages, Christian Bernreiter, am Mittwoch in München. Seit jedoch auch die Haus- und Fachärzte mitimpften, gebe es starke Verschiebungen. „Das führt zu großem Unmut.“

Die Ärzte erhielten über das Bundesgesundheitsministerium in der Summe inzwischen mehr Dosen als die Impfzentren, erläuterte der Deggendorfer Landrat. Allerdings würden Gebiete mit geringer Ärztedichte benachteiligt. Zugleich könnten Dosen, die etwa wegen nicht besetzter Praxen nicht abgerufen werden, aufgrund der Zuständigkeiten nicht an die Impfzentren übertragen werden, sagte der CSU-Politiker. „Da ist ein starres System, das so nicht hält.“

Die Landrätinnen und Landräte sprachen sich nach ihrer Versammlung auch für den Erhalt einer guten, wohnortnahen Krankenhausstruktur aus. „Die aktuellen Entwicklungen stehen weder mit den vielfach geforderten gleichwertigen Lebensverhältnissen im Einklang noch werden sie den Anforderungen im Katstrophen- oder Pandemiefall gerecht“, hieß es in einem Forderungspapier für die anstehende Bundestagswahl. „Allen voran wegen der Versorgungssicherheit im gesamten Land muss die Ausdünnung der Krankenhausstrukturen über eine zunehmende Verknappung der Erlöse ein Ende haben.“

Update, 17.45 Uhr - Impfpriorisierung: Mehrheit der Deutschen befürwortet Aufhebung 

Fast zwei Drittel der Deutschen findet die ab Anfang Juni geplante Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung einer Umfrage zufolge gut. 65 Prozent der Befragten befürworten den Schritt, 18 Prozent lehnen ihn ab, wie am Mittwoch aus einer Mitteilung des Meinungsforschungsinstitut YouGov hervorging. Die weiteren Befragten machten keine Angabe. Besonders unter jungen Erwachsenen sei die Zahl der Befürworter groß, teilte YouGov mit.

Ab 7. Juni soll es in Deutschland keine Priorisierungsgruppen für die Corona-Impfungen mehr geben, unabhängig von der Art des Impfstoffs. In einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern soll das schon früher gelten. 

Bisher wurden in Deutschland in Impfzentren und Praxen 41,5 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht. Mindestens eine Erstimpfung haben laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instiuts vom Mittwoch (Stand 10:45 Uhr) mehr als 38 Prozent der Menschen in Deutschland erhalten. Vollständig geimpft sind 11,9 Prozent.

Update, 16.57 Uhr - Aufregung und Petition nach Mathe-Abi: „Corona nicht berücksichtigt“

Nach der Abiturprüfung im Fach Mathematik haben sich zahlreiche Abiturienten in sozialen Medien über zu schwere Aufgaben beschwert. Vor allem auf Instagram warfen sie Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) vor, dass das Mathe-Abi das schwerste seit Jahren gewesen sei - und die zurückliegende Pandemie-Zeit mit Distanz- und Wechselunterricht nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Mehr als 17.000 Unterzeichner forderten daher in einer Online-Petition die Anpassung des Notenschlüssels. Auch die SPD-Landtagsfraktion forderte das Kultusministerium am Mittwoch auf, die Ergebnisse zu überprüfen.

„Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler sind sich einig, dass es sich bei der Prüfung am 18. Mai um eine der schwersten Aufgabenstellungen der letzten Jahre gehandelt hat“, berichtete SPD-Bildungsexpertin Simone Strohmayr. Dabei seien die Bedingungen während des Corona-Unterrichts für viele extrem herausfordernd gewesen. „Die Schülerinnen und Schüler wollen kein geschenktes Abi, aber sie haben ein Recht auf Fairness“, betonte Strohmayr.

Das Ministerium hingegen versicherte gegenüber der „Main-Post“: „Die diesjährigen Abiturprüfungsaufgaben im Fach Mathematik wurden von den Experten insgesamt als gut machbar eingeschätzt.“ Demnach zeigte Piazolo Verständnis für die Aufregung: „Schon in normalen Jahren sind Abiturientinnen und Abiturienten in der Prüfungsphase natürlich angespannt. (...) In diesem von Corona geprägten Jahr besteht diese Anspannung sicher bei vielen umso mehr, das kann ich gut verstehen.“

Update, 16.15 Uhr - Auch Waldkraiburger Volksfest abgesagt

Oktoberfest, Gäubodenfest und das Rosenheimer Herbstfest – alle abgesagt. Nun reiht sich auch die Stadt Waldkraiburg ein: Das Volksfest und auch ein alternatives Format lassen sich Corona-bedingt nicht durchführen. „Die Rahmenbedingungen geben es nicht her“, sagte Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG).

Die genauen Hintergründe sowie die Entscheidung über das Waldkraiburger Stadtfest wurden in einem extra-Artikel aufgearbeitet (Plus-Artikel).

Update, 15.21 Uhr - Bis 7. Juni fast nur noch Zweitimpfungen in den Impfzentren

Knapp drei Wochen lang wird es in den bayerischen Impfzentren fast ausschließlich nur noch Zweitimpfungen geben. „Ich gehe davon aus, dass wir ab der Kalenderwoche 23 in den Impfzentren wieder mit Erstimpfungen weitermachen können, die übrigens auch bei den Hausärztinnen und Hausärzten und Fachärzten weiter abgegeben werden“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München. Bis zum 7. Juni aber müssten sich die Impfzentren auf die anfallenden Zweitimpfungen konzentrieren, es werde daher nur wenige Termine für Erstimpfungen geben.

Der Grund sind überdurchschnittlich viele Zweitimpfungen durch die Verlängerung des Impfintervalls bei den Vakzinen von Moderna und Biontech. Dadurch hatten im April besonders viele Menschen ihre erste Spritze erhalten. Hinzu kommt laut Holetschek bei unter 60-Jährigen der Wechsel des Impfstoffs von Astrazeneca auf die mRNA-Impfstoffe bei Zweitimpfungen.

„Dass wir uns jetzt eine Zeit lang auf die Zweitimpfungen konzentrieren, ist jetzt eigentlich nichts Überraschendes“, betonte Holetschek deshalb. „Es ist ja nicht so, dass man sagt, Erstimpfungen werden eingestellt.“ Die Ärzte impften schließlich weiter, auch wenn der Bedarf bei sämtlichen Impfstoffen über dem Verfügbaren liege. Der vom Bund geplanten Aufhebung der Priorisierung auch in den Impfzentren steht Holetschek derweil skeptisch gegenüber.

Update, 14.38 Uhr - Ausgangssperre fällt ab Freitag auch im Landkreis Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf am Inn wurde seit fünf Tagen die 7-Tage-Inzidenz von 100 unterschritten, was ab Freitag (21. Mai) zahlreiche Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen im Landkreis zur Folge hat.

Unter anderem entfällt die nächtliche Ausgangssperre, zudem sind Treffen zwischen zwei Haushalten unter gewissen Vorgaben wieder erlaubt. Auch auf den Einzelhandel wirken sich die Lockerungen aus, hier ist „Click and Meet“ ohne das Vorlegen eines negativen Testergebnisses erlaubt, ähnlich verhält es sich bei körpernahen Dienstleistungen.

Alle Lockerungen und weiterhin geltenden Maßnahmen wurden in einem extra-Artikel zusammengefasst.

Update, 14.10 Uhr - Zahl der täglichen Corona-Impfungen im Wochenvergleich niedriger

Die Zahl der täglichen Corona-Impfungen ist im Vergleich zur Vorwoche deutlich gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.45 Uhr) wurden am Dienstag 828.213 Menschen immunisiert - in der Vorwoche waren es mehr als eine Million. Auch die am Dienstag gemeldeten Zahlen waren niedriger als die Impfzahlen eine Woche zuvor. Gestiegen ist hingegen der Anteil der Zweitimpfungen: Bei 40 Prozent der Impfungen handelte es sich am Dienstag um die jeweils zweite Injektion. Damit sind laut den Angaben bisher 38,1 Prozent (31,7 Millionen) der Deutschen mindestens einmal und 11,9 Prozent (9,9 Millionen) vollständig geimpft.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 42,4 Prozent. Sachsen liegt mit 33 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Update, 12.56 Uhr - 14 neue Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet am Mittwoch 14 neue bestätigte Corona-Fälle. In acht Fällen davon handelt es sich um mittels PCR-Tests bestätigte positive Schnelltests.

Landkreisweit gibt es aktuell 195 aktive Corona-Fälle, die meisten davon in Burghausen (39), gefolgt von Garching an der Alz (28), Neuötting (25) und Burgkirchen (23). Mit Erlach, Feichten, Haiming und Halsbach gibt es derzeit vier „Corona-freie“ Gemeinden im Landkreis.

Im InnKlinikum Altötting werden derzeit acht Corona-positiv getestete Personen stationär behandelt, fünf davon auf der Intensivstation. Diese fünf Personen müssen zudem beatmet werden.

Update, 11.59 Uhr - Bierkönig auf Mallorca öffnet unter Corona-Auflagen

Ab Donnerstag, den 20. Mai, darf nach langer Pause der „Bierkönig“ auf Mallorca wieder seine Pforten öffnen. Dies gab das berühmte Lokal aus der Schinkenstraße auf Facebook bekannt.

In einem offiziellen Statement wird auf die bei einem Besuch geltenden Auflagen hingewiesen. Unter anderem müssen sich Gäste vorab online anmelden und anschließend am Eingang einen QR-Code vorzeigen, der vom Sicherheitspersonal gescannt wird. Dies diene der Kontaktnachverfolgung, heißt es auf der Homepage des Lokals.

Zudem gilt im Bierkönig eine strenge Maskenpflicht - nur am Tisch dürfen die Masken zum Essen und Trinken abgelegt werden. An einem Tisch dürfen maximal vier Personen sitzen, außerdem ist ein Wechseln der Tische während des Aufenthalts nicht möglich.

Update, 11.33 Uhr - Lockerung der Corona-Maßnahmen ab Freitag im Landkreis Altötting

Nachdem der Landkreis Altötting den Inzidenzwert von 100 an fünf Tagen in Folge unterschritten hat, sollen ab Freitag, den 21. Mai, Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft treten. Unter anderem entfällt die nächtliche Ausgangssperre, außerdem gibt es Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen.

Auch im Einzelhandel und beim kontaktfreien Sport gibt es Änderungen. Sämtliche Lockerungen im Überblick gibt es in einem Artikel bei innsalzach24.de

Update, 10.52 Uhr - Bundesschülerkonferenz: Jugendliche vorrangig mit Biontech impfen

Wenn der Biontech-Impfstoff in der EU auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen wird, dann sollten nach Ansicht der Bundesschülerkonferenz Schüler bevorzugt damit immunisiert werden. „Für ab Zwölfjährige gibt es mit Biontech nur einen einzigen Impfstoff, der rasch zugelassen wird“, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Deshalb müssten mit diesem Impfstoff dann auch bevorzugt Schüler versorgt werden. „Dafür müssen Impfmobile an die Schulen kommen“, fügte er hinzu. „Das ist der einfachste, praktikabelste und wirkungsvollste Weg, Schüler zu impfen.“

In der EU darf das Mittel von Biontech/Pfizer bislang nur Menschen ab 16 Jahren gespritzt werden. Die Impfung von Minderjährigen gilt als sehr wichtig für die Annäherung an die sogenannte Herdenimmunität, mit der die Pandemie unter Kontrolle gebracht werden soll. In den USA wurde der Impfstoff bereits in der vergangenen Woche auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen.

Update, 9.55 Uhr - Lockerungen der Corona-Regeln in Österreich treten in Kraft

In Österreich dürfen heute erstmals seit vielen Monaten verschiedene Einrichtungen wie Lokale und Hotels, Theater, Kinos, Fitnessstudios oder Sportstätten öffnen. Die Grundvoraussetzung für einen Besuch der genannten Einrichtungen ist, dass die Gäste einen negativen Corona-Test vorlegen können, oder geimpft beziehungsweise von einer Corona-Infektion genesen sind. Weiterhin geschlossen bleibt vorerst allerdings auch in Österreich die Nachtgastronomie - es gilt eine Sperrstunde von 22 Uhr.

Für Deutsche entfällt bei der Einreise nach Österreich zudem die Quarantänepflicht, jedoch muss auch hier ein negativer Corona-Test vorliegen.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bezeichnete den Tag als „Startpunkt für unseren Kampf zurück zur Normalität“ und kündigte zudem weitere Öffnungsschritte an. „Wir werden im Sommer zur Normalität zurückkommen können“, so Kurz.

Update, 9.02 Uhr - Sieben-Tage-Inzidenz in München unter 50

In München geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch laut Robert Koch-Institut (Stand: 3.12 Uhr) bei 47,3 und damit erstmals seit Anfang März unter dem Grenzwert von 50. Bleibt es in den kommenden Tagen bei dieser Entwicklung, können zahlreiche Corona-Regelungen gelockert werden. Bayernweit sank die Inzidenz auf 74,1.

Spitzenreiter in Bayern war am Mittwochmorgen Coburg mit 204,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Im bundesweiten Vergleich lag die Stadt an dritthöchster Stelle. Den niedrigsten Wert im Freistaat verzeichnete Bayreuth. Mit der Marke von 18,7 zählt die Stadt deutschlandweit zu den Kommunen mit den niedrigsten Inzidenzzahlen.

Update, 8.23 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region: Kein weiterer Todesfall

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 19. Mai).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region sind in den vergangenen 24 Stunden fast ausnahmslos gesunken. Lediglich im Kreis Traunstein ist die Inzidenz (von 82,3 auf 83,5) leicht gestiegen. Gesunken sind dagegen die Inzidenzen im Kreis Altötting (von 77,1 auf 76,2), im Kreis Berchtesgadener Land (von 102,9 auf 95,3), im Kreis Mühldorf (von 73,4 auf 60,4) und in der Stadt Rosenheim (von 83,4 auf 70,8). Im Landkreis Rosenheim blieb die Inzidenz stabil bei einem Wert von 67,0.
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.12 Uhr - Söder: Impfen mit mobilen Teams - auch unkonventionelle Wege gehen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Arbeit der Impfzentren nach der Aufhebung der Priorisierung stark auf einen Außeneinsatz ausrichten, um breite Bevölkerungsschichten zu erreichen. Die Impfzentren würden nun wichtig, um strategisch zu impfen, sagte der CSU-Vorsitzende der „Augsburger Allgemeinen“. Mobile Teams könnten über Betriebsärzte ganze Unternehmen durchimpfen. „Dann sollen im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind.“

Auch solle es gezielt in Stadtteilen Impfangebote geben, in denen viele Menschen mit Migrationshintergrund lebten und es noch Vorbehalte gegen die Impfung gebe, sagte Söder. „Wir müssen auch unkonventionelle Wege gehen. Warum bieten wir nicht auch mal einen Impftag im Umfeld einer Moschee oder eines Kulturvereins an?“, fügte er hinzu. „Zudem sollten auch Menschen in sozial schwierigen Verhältnissen beispielsweise über die Tafeln erreicht werden.“

Die Impfzentren hätten weiter eine zentrale Bedeutung: „Erstens, um die versprochenen Zweitimpfungen zu gewährleisten. Und zweitens werden die Impfzentren auf der langen Zielgeraden der Pandemie noch wichtig, um strategisch zu impfen“, sagte Söder. Man werde weiter impfen und verschiedene Impfstoffe bestellen müssen. „Zum einen, um den Grundschutz auszubauen. Zum anderen, um auf mögliche Mutationen reagieren zu können.“

RKI meldet über 11.000 neue Fälle und 284 Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) nun binnen eines Tages 11.040 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor (Stand: 19. Mai, 0 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 14.909 Ansteckungen gelegen, in dem Datensatz waren allerdings Nachmeldungen aus Brandenburg enthalten. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden außerdem 284 neue Todesfälle verzeichnet (News-Ticker Dienstag, 18. Mai). Vor einer Woche waren es 268 Tote gewesen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 72,8 an (Vortag: 79,5; Vorwoche: 107,8).

Aufgrund von Feier- und Brückentagen wie in der vergangenen Woche suchen dem RKI zufolge weniger Personen einen Arzt auf, wodurch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die Gesundheitsämter gemeldet werden. Laut dem Labor-Verband ALM ging die Zahl der Labortests im Vergleich zu den Vorwochen deutlich zurück: Vom 10. bis 16. Mai seien etwa 933.000 PCR-Tests erfasst worden, rund 160.000 weniger als in der Woche zuvor, hieß es.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.614.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.340.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 86.665 angegeben. In Bayern kamen 28 neue Todesfälle hinzu (gesamt 14.660).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,73 (Stand: 18. Mai; Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 73 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt der Wert anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/mw/dpa

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