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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Testpflicht für ungeimpfte Kinder im ÖPNV während der Weihnachtsferien

Bahnsteig
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Ungeimpfte Schüler ab sechs Jahren brauchen in den anstehenden Weihnachtsferien einen negativen Schnelltest, wenn sie den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) nutzen wollen.

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (20. Dezember) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 631 (Quelle/Stand: LGL, 19. Dezember, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsrate in Bayern: 4,8 (Quelle/Stand: LGL, 19. Dezember, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 877 (Quelle/Stand: DIVI, 20. Dezember, 7.15 Uhr)**/***
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 90,6% (Quelle/Stand: DIVI, 20. Dezember, 6.15 Uhr)****
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 84,2% (Quelle/Stand: DIVI, 20. Dezember, 6.15 Uhr)****
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 339,7, Landkreis Rosenheim 369,1, Landkreis Traunstein 311,6, Landkreis Berchtesgadener Land 333,9, Landkreis Mühldorf 304,8, Landkreis Altötting 399,4 (Quelle/Stand: RKI, 20. Dezember, 4.53 Uhr)****
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 8419, Landkreis Rosenheim 34.345, Traunstein 26.314, Berchtesgadener Land 15.574, Mühldorf 16.372, Altötting 13.233 (Quelle/Stand: RKI, 20. Dezember, 4.53 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 91, Landkreis Rosenheim 593, Traunstein 296, Berchtesgadener Land 144, Mühldorf 246, Altötting 258 (Quelle/Stand: RKI, 20. Dezember, 4.53 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 450 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Gelb in Kraft
    *** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft
    **** = Liegt die Intensivbetten-Auslastung im Rettungsleitstellenbezirk über 80% und die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/der Stadt bei 300 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Rot in Kraft

Update, 19.17 Uhr - Testpflicht für Kinder im ÖPNV während der Ferien

Ungeimpfte Schüler ab sechs Jahren brauchen in den anstehenden Weihnachtsferien einen negativen Schnelltest, wenn sie den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) nutzen wollen. Das berichtete Antenne Bayern am Montag und verwies auf eine entsprechende Regelung. Im kürzlich geänderten Infektionsschutzgesetz ist vorgesehen, dass Schüler nur außerhalb der Ferienzeit von der sogenannten 3G-Regel im öffentlichen Personenverkehr - also Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete - ausgenommen sind.

Das bayerische Gesundheitsministerium teilte Antenne Bayern mit: Die Ausnahme, dass Schüler in den Ferienzeiten nicht als getestet gelten, sei erst „in letzter Minute durch Änderungsanträge der Ampelkoalition“ in das Gesetz gekommen. Bayern habe auf die Ausgestaltung keinen Einfluss gehabt.

Grünen-Bundestagsabgeordneter Dieter Janecek aus München sagte dem Radiosender: „Gerade in ländlichen Räumen lässt sich das nur schlecht umsetzen, wenn Sie zum Beispiel erst zur Teststation fahren müssen und dafür einen Bus brauchen. An diese Regel sollte man nochmal rangehen“. Kinder unter zwölf Jahren sollten von einer Testpflicht im ÖPNV ausgenommen werden, sagte er. Kinder hätten in der Pandemie schon mehr als genug gelitten. Die Maßnahmen müssten so getroffen werden, dass Familien davon am wenigsten betroffen sind.

Update, 18.29 Uhr - Zehn Todesfälle in den Kreisen Traunstein und Berchtesgadener Land

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 111.994 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 105.277 Personen die Zweitimpfung erhalten. Des Weiteren haben bereits 55.517 Personen die Drittimpfung erhalten. Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 981 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am 17. Dezember sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 144 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 26.343 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 25.065 Personen (299 Personen mehr seit der Meldung vom 17. Dezember).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung sechs Todesmeldungen eingegangen. Es handelt sich um vier Männer im Alter von 50, 67, 77 und 82 Jahren sowie um zwei Frauen im Alter von 85 und 86 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 297 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag 111 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich neun Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 15.574 (Stand RKI: 20. Dezember, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 333,9 (Stand RKI: 20. Dezember, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 612 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 365 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 60 in Alten- und Pflegeheimen, zwei in Gemeinschaftsunterkünften, 241 in Schulen, 61 in Kindergärten und eine in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 355 neue COVID-19-Fälle.

Bei vier Fällen wurde in den vergangenen Tagen die Omikron-Variante bestätigt. Hiervon sind drei Personen vor kurzem von Auslandsreisen zurückgekehrt.

Seit Freitag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet. Dabei handelt es sich um vier Männer im Alter von 59, 79, 83 und 85 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit COVID-19 Verstorbenen erhöht sich somit auf 144. Bei der Übermittlung dieser Todesfälle an das Gesundheitsamt ist es zum Teil zu Verzögerungen gekommen. Die Personen sind im Lauf der vergangenen Wochen verstorben

Update, 17.56 Uhr - So ist die Corona-Lage im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 17. Dezember, 110 neue bestätigte Corona-Fälle. (Stand: 20. Dezember, 0 Uhr). Es wurden zwei neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der aktiven Fälle beträgt derzeit 1314. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 304,8 (Stand: 20. Dezember 2021, 3.22 Uhr).

Update, 16.28 Uhr - Scholz erwartet Einigung auf weitere Kontaktbeschränkungen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geht davon aus, dass er sich mit den Ministerpräsidenten der Länder auf weitere Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen Corona verständigen wird. Man werde sich am Dienstag unter anderem mit den privaten Kontakten auch von Geimpften befassen, „und einzelne in dieser Richtung liegende zusätzliche Entscheidungen treffen“, sagte Scholz am Montag bei seinem Antrittsbesuch in Rom. „Das Ergebnis wird sein, dass wir, glaube ich, ein konsensuales Vorgehen festlegen können. Das ist wichtig, gerade jetzt in dieser Zeit und in diesem Moment.“

Die Bund-Länder-Beratungen wurden am Wochenende angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus kurzfristig angesetzt. Die Politik will mit neuen Maßnahmen auch auf einen eindringlichen Appell des neuen Corona-Expertenrats reagieren. Danach droht Deutschland durch Omikron eine „neue Dimension“ des Pandemiegeschehens.

Update, 15.53 Uhr - Bayern will bei Kampf gegen Omikron nicht vorpreschen

Bayern will bei möglichen neuen Vorkehrungen im Kampf gegen die Omikron-Variante des Coronavirus nicht vorpreschen. Der Freistaat werde aber alle Maßnahmen mittragen, die gemeinsam von Bund und Ländern getroffen werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einer Sitzung des CSU-Parteivorstandes in München. In Bayern seien derzeit 68 Omikron-Fälle bestätigt, es gebe 123 weitere Verdächstfälle.

Bayern habe viele Maßnahmen bereits getroffen, die in anderen Bundesländern noch ausstünden. Söder nannte die Schließung von Clubs und Discotheken als Beispiel. Weitere Schritte müssten auf der Grundlage der Aussagen von Experten einheitlich getroffen werden. 

Beispielsweise müsse auch geklärt werden, wie mit den Schulen umgegangen werden muss, sollte sich bewahrheiten, dass die Omikron-Variante sich stärker auch auf Kinder und Jugendliche niederschlage, sagte Söder. Er kündigte für Bayern an, die Impfzentren auch über die Weihnachtsfeiertage offen halten zu wollen. Auch in Arztpraxen solle möglichst weiter geimpft werden.

Er erwarte sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag auch eine klarere Einschätzung über die in Nachbarländern wie den Niederlanden oder Dänemark bereits getroffenen Maßnahmen, sagte Söder. Beide Nachbarn haben einen strikten Lockdown zum Schutz vor der deutlich ansteckenderen Omikron-Variante verhängt.  

Söder warf der Bundesregierung vor, einen zu unklaren Kurs zu fahren, und forderte dazu auf, die ausgelaufene epidemische Lage von nationaler Tragweite wieder herzustellen. Dies ermögliche ein einfacheres und schnelleres Handeln in Notsituationen. 

Update, 14.54 Uhr - Lockdown für alle so gut wie beschlossen

Nach dem Weihnachtsfest (28. Dezember) soll in Deutschland wieder ein Lockdown-Light gelten – für Ungeimpfte, Genesene und Geimpfte. Wie bild.de berichtet, heißt es in einem aktuellen Beschlussentwurf: „Um die neue Welle mit der Omikron-Variante zu bremsen, sind weitere Beschränkungen der Kontakte auch für Geimpfte und Genese nötig.“ So wolle man auch Silvesterpartys mit vielen Menschen unterbinden. „Daher sind ab dem 28. Dezember 2021 private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen nur noch mit maximal 10 Personen erlaubt.“ Dies soll für alle private Treffen sowohl innen als auch im Außenbereich gelten.

Sobald eine ungeimpfte Person an dem Treffen teilnehmt, gelten die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Eigener Hausstand plus zwei Personen eines weiteren Hausstandes. Zudem sollen in allen Bundesländern - unabhängig von der Inzidenz - die Clubs und Diskotheken schließen.

Update, 14.10 Uhr - EU-Arzneimittelbehörde macht Weg frei für Novavax-Impfstoff

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat den Weg frei gemacht für die Zulassung des Corona-Impfstoffes des US-Herstellers Novavax in der EU. Das teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Nach Zustimmung der EU-Kommission wird dies der fünfte Corona-Impfstoff in der EU.

Die zuständige Expertenkommission hatte nach einer außerordentlichen Sitzung die Empfehlung ausgesprochen. Die Experten hatten bereits im länger laufenden Prüfverfahren Studien zu Wirkung und Risiken bewertet.

Nach eingehender Bewertung sei der zuständige Ausschuss zu dem Ergebnis gekommen, dass „die EU-Kriterien zu Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität erfüllt werden“, teilte die EMA mit. Nun muss die EU-Kommission noch zustimmen. Das gilt aber als Formsache.

Der Novavax-Impfstoff (Nuvaxovid) wird in zwei Dosen gespritzt im Abstand von etwa drei Wochen. Er ist den Studien zufolge mit einem Infektionsschutz von etwa 90 Prozent hochwirksam. Wie stark er allerdings bei der sehr ansteckenden Omikron-Variante wirkt, ist unklar. Es habe bisher nur Fälle von milden Nebenwirkungen gegeben.

Mit Nuvaxovid steht nun ein Impfstoff gegen Sars-Cov-2 vor der Zulassung, der sich von den bisher gegen Corona verwendeten Impfstofftechnologien - mRNA- und Vektor-Verfahren - unterscheidet. Der Impfstoff Nuvaxovid besteht aus virusähnlichen Partikeln, die das Spike-Protein des Coronavirus enthalten. Die Proteine werden vom Körper als fremd erkannt und das Immunsystem wird hochgefahren: spezifische Antikörper und T-Zellen werden gebildet, womit man vor einer echten Infektion besser gewappnet ist.

Update, 13.39 Uhr - Anzeichen verdichten sich:„Lockdown auf uns zukommen, der uns alle betreffen wird“

Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus könnte schon bald schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz nach sich ziehen. Noch vor Weihnachten beraten Bund und Länder am Dienstag über das weitere Vorgehen - darauf verständigten sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz am Sonntagabend.

Politiker, Experten und Mediziner stimmen seit mehreren Tagen auf härtere Einschränkungen auch in Deutschland ein: Im Fokus sollen hier vor allem private Treffen stehen. Vize-Regierungssprecher Wolfgang Büchner sagte dazu in Berlin: „Es ist naheliegend, dass es da insbesondere um private Zusammenkünfte geht.

Auch der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, geht davon aus, dass zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus Booster-Impfungen allein nicht ausreichen werden. „Die ersten Berichte weisen darauf hin, dass selbst nach dem Boostern der Schutz vor einer Omikron-Infektion nur bei rund 75 Prozent liegen könnte, während er bei Delta nach der dritten Impfung bei weit über 90 Prozent liegt“, sagte Watzl der „Augsburger Allgemeinen“ (Montag).

„Das würde bedeuten, dass sich viel mehr geimpfte Menschen mit Omikron anstecken könnten“, betonte er. „Wir werden die bei Omikron hochschießenden Inzidenzen sehr stark runterbringen müssen und das wird uns nicht jetzt wie in dieser vierten Welle mit Booster-Impfungen gelingen, sondern dann nur wieder mit Abstand und Kontaktbeschränkungen“, sagte Watzl. „Das heißt, ich sehe leider einen Lockdown auf uns zukommen, der uns alle betreffen wird“, sagte Watzl.

Unklar ist noch, ab wann die Maßnahmen greifen sollen. Im Gespräch ist wohl zum einen ein Stichtag direkt nach Weihnachten, zum anderen „ein gut geplanter Lockdown im Januar“.

Update, 13.14 Uhr - Trügerische Corona-Ruhe vor den Feiertagen

Sieht doch schon viel besser aus - beim Blick auf die Corona-Zahlen, die das Robert Koch-Institut jeden Morgen veröffentlicht, drängt sich der Gedanke geradezu auf. Bayern gehört nicht mehr zu den deutschen Corona-Hochburgen, die Zahlen sinken seit Wochen und kein einziger Landkreis ist auch nur in der Nähe der Grenze für verschärfte Hotspot-Maßnahmen. Doch noch sind die Zahlen hoch und im Hintergrund droht die neue Virusvariante Omikron und eine fünfte Welle, die beginnen könnte, bevor die vierte aufgehört hat. Wie also steht Bayern da, kurz vor Weihnachten 2021?

„Die aktuellen Zahlen sind aus zwei Gründen trügerisch“, sagt Corona-Experte Clemens Wendtner, Chefarzt der München Klinik Schwabing. „Zum einem muss man fragen, wie zuverlässig sie sind, auch weil sich die Menschen weniger testen lassen und es eine Dunkelziffer gibt. Zum anderen ist die Gefahr, dass man aus ihnen den Rückschluss zieht: Alles prima, wir können über die Feiertage schön lockern, das haben wir uns verdient.“

Seit dem Höhepunkt Ende November hat sich die Inzidenz in Bayern zwar mehr als halbiert. Doch noch immer ist sie hoch. Selbst auf dem Höhepunkt der zweiten Welle, vor einem Jahr war sie mit knapp 217,8 noch ein gutes Stück niedriger als die 285,2 vom Montag. Auch die Intensivstationen sind nach wie vor stark belastet, obwohl die Zahl der Covid-19-Fälle auf ihnen inzwischen unter 900 gefallen ist. Und nach wie vor gibt es viele Tote im Zusammenhang mit Corona - alleine vergangene Woche zählte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit von Samstag bis Freitag 511 neue Fälle.

„Das Niveau ist immer noch sehr hoch“, mahnt Wendtner. „Vor einem Jahr haben noch bei einer Inzidenz von 100 alle Alarmglocken geläutet. Da ist es schon erstaunlich, dass wir bereits wieder die ersten Rufe nach Lockerungen haben.“

Update, 12.18 Uhr - Weniger Behandlungen und mehr Intensivbetten im ersten Pandemie-Jahr

Weniger Behandlungen insgesamt aber mehr Betten für Schwerstkranke: Die Zahl der Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern ist im ersten Jahr der Corona-Pandemie 2020 um fünf Prozent gestiegen. Das ist ein Anstieg um 1400 auf insgesamt 27.000 Betten im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Dagegen nahm die Zahl der Behandlungen in den Kliniken um 13,1 Prozent oder 2,5 Millionen ab.

„Der festgestellte Zuwachs bei der Zahl der Intensivbetten ist auf die Anstrengungen der Krankenhäuser zurückzuführen, angesichts der Pandemie diese wichtige Ressource auszubauen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß. Leider sei festzustellen, dass dieses hohe Niveau über das Jahr 2021 nicht gehalten werden konnte. Viele Krankenhausstandorte hätten ihre Intensiv-Kapazitäten wegen Personalmangels wieder reduzieren müssen.

Die Gesamtzahl der Betten in den 1901 Kliniken in Deutschland ging den Statistikern zufolge um 7400 auf 486.700 zurück. Auch die Behandlungstage in den Krankenhäusern waren im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 rückläufig. Mit rund 122,6 Millionen waren es rund zwölf Prozent oder 16,7 Millionen Tage weniger. Bei der Zahl der Betten handelt es sich den ersten vorläufigen Ergebnissen zufolge um Jahresdurchschnittswerte.

Die durchschnittliche Bettenauslastung lag 2020 den Statistikern zufolge bei 68,8 Prozent und ging damit um 8,4 Prozent zurück. „Das heißt, die Krankenhausbetten waren durchschnittlich an zwei von drei Tagen belegt“, heißt es in der Mitteilung des Statischen Bundesamtes. Am höchsten war sie in Berlin mit 74,2, am niedrigsten in Rheinland-Pfalz mit 63,1 Prozent.

Die Zahlen zeigen nach Ansicht von Gaß sehr deutlich, wie stark die Krankenhäuser die Regelversorgung 2020 hätten einschränken müssen. Die durchschnittliche Bettenauslastung ging um mehr als acht Prozent zurück - fast 2,5 Millionen weniger Krankenhausbehandlungen. „Viele Eingriffe mussten verschoben werden.“ Vielfach hätten Kliniken aber auch aus Infektionsschutzgründen Mehrbettzimmer in Einzelzimmer umwandeln müssen. Diese Zahlen zeigen, dass Ausgleichszahlungen im Jahr 2020 unbedingt notwendig waren.

Update, 11.25 Uhr - „Fehlerhafte Verimpfung“ an mehrere Kinder

Nach der Panne um Impfungen jüngerer Kinder mit dem Impfstoff Moderna im Kreis Olpe in Nordrhein-Westfalen wird der Fall dort intern aufgearbeitet. Dazu würden sich „sehr zeitnah“ der ärztliche sowie der organisatorische Leiter des Impfzentrums, Landrat Theo Melcher (CDU) sowie „alle weiteren Personen von Belang“ austauschen, sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung am Montag.

Am Sonntag hatte der Kreis über eine „fehlerhafte Verimpfung“ des Vakzins an mehrere Kinder informiert, denn für sie ist bisher nur das Präparat von Biontech zugelassen. Wie viele Kinder am Sonntag Moderna erhalten haben, sei noch unklar, sagte die Sprecherin. Ob „nur“ eine Medizinische Fachangestellte oder weitere Personen im Impfzentrum am Sonntag Kindern Moderna spritzten, müsse ebenfalls noch geklärt werden.

Der Fehler war der impfenden Medizinischen Fachangestellten selbst aufgefallen, wie der Kreis berichtet hatte. Die Eltern der betroffenen Kinder seien sofort über den Vorfall informiert worden. Im Gespräch mit der ärztlichen Leitung des Impfzentrums sei ihnen mitgeteilt worden, dass für Moderna die Zulassung für Kinder bei der Europäischen Arzneimittelagentur beantragt sei. Der Moderna-Impfstoff Spikevax ist bisher in der EU für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen.

Bei den Kindern, die Moderna bekamen, waren nach Angaben des Kreises zum Zeitpunkt des Verlassens des Impfzentrums keine Auffälligkeiten festzustellen. Auf Wunsch der Eltern sei der Vorfall der Polizei angezeigt worden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren gegeben. Es ist der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist.

Update, 10.26 Uhr - Maskenverweigerer beleidigt Polizei in Rosenheim rassistisch

Am Sonntagabend (19. Dezember) gab es Ärger vor dem Rosenheimer Bahnhof: Gegen 20.30 Uhr überwachten Beamte der Inspektion Rosenheim die Einhaltung der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Ein 19-jähriger Mann aus München war dabei mit der Kontrollmaßnahme wohl nicht ganz einverstanden.

Im Rahmen der Überprüfung seiner Daten beleidigte er die Einsatzkräfte wüst, auch unter Verwendung von rassistischen Äußerungen. Gegen den Münchner wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet und ein Platzverweis ausgesprochen. Dieser Anordnung kam er dann zunächst etwas widerwillig, aber letztlich dann doch, nach.

Update, 9.36 Uhr - Kein einziges Intensivbett im Kreis Altötting mehr frei

Die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten auf Bayerns Intensivstationen ist über das Wochenende erstmals seit November wieder unter 900 gesunken. Am Montagmorgen (Stand: 7.15 Uhr) waren nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) noch 877 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Landesweit waren wieder zwölf Prozent der Intensivbetten frei, ebenfalls so viel wie seit Wochen nicht mehr. Sowohl Corona-Neuinfektionen als auch Krankenhauseinweisungen und Corona-Todesfälle gehen derzeit kontinuierlich zurück.

Die bayernweite Inzidenz sank laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag auf 285,2. Dennoch ist die Belastung der Krankenhäuser nach wie vor sehr hoch. Angesichts der erwarteten Ausbreitung der sehr ansteckenden Omikron-Variante sind Mediziner besorgt und rechnen mit einem baldigen Wiederanstieg der Zahlen. Denn derzeit liegen immer noch fast zwanzig Mal so viele Corona-Patienten auf den Intensivstationen wie im August. Nach wie vor gibt es auch Landkreise, in deren Krankenhäusern zeitweise kein einziges Intensivbett frei ist, so in Landsberg, Straubing-Bogen oder Altötting.

Update, 8.30 Uhr - 183 neue Fälle und vier Tote in der Region

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 20. Dezember 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich - entgegen dem jüngsten bundesweiten Trend - überall weiter nach unten entwickelt. Als letzter Kreis unterschritt am Montag (Stand: 20. Dezember, 4.53 Uhr) nun auch der Landkreis Altötting die 400er-Marke (von 403,9 auf 399,4). Sinkende Inzidenzen wurden auch aus Stadt (von 352,3 auf 339,7) und Landkreis Rosenheim (von 397,8 auf 369,1) gemeldet. Ebenfalls gefallen sind die Inzidenzen in den Kreisen Traunstein (von 334,1 auf 311,6), Berchtesgadener Land (von 352,7 auf 333,9) und Mühldorf (von 334,0 auf 304,8).

Insgesamt wurden in der Region in den vergangenen 24 Stunden 183 neue Fälle registriert - die meisten davon mit 49 im Landkreis Rosenheim. 41 Neuinfektionen gab es im Landkreis Traunstein, 33 im Landkreis Berchtesgadener Land und 26 im Kreis Mühldorf. Der Kreis Altötting meldete 23 Fälle, die Stadt Rosenheim 11. Darüber hinaus gab es leider vier weitere Corona-Todesfälle - und zwar drei im Landkreis Altötting und einen im Landkreis Mühldorf. Nähere Angaben zu Alter, Geschlecht und/oder Wohnort der Opfer machten die zuständigen Behörden bislang nicht.

Update, 7.35 Uhr - Polizist bei Corona-Demo in Traunstein verletzt

Der Unmut über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat am Wochenende rund 28.000 Menschen im Freistaat auf die Straßen getrieben. Den größten Andrang gab es am Sonntag in Nürnberg und in Schweinfurt. In der fränkischen Metropole konnten die Protestler bis zu 12.000 Menschen mobilisieren, viele davon aus der Querdenker-Szene. Zudem sollen auch Demonstranten aus der rechtsextremen Szene teilgenommen haben. Rund 2000 Personen versammelten sich zu Gegenprotesten. Auch im unterfränkischen Schweinfurt haben bei einer nicht angemeldeten Veranstaltung bis zu 3000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert, wie die Polizei mitteilte.

Bereits am Samstag hatten laut Polizei mehr als 15.000 Menschen - allerdings in verschiedenen Orten im Freistaat - gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Im Großen und Ganzen blieb es dabei friedlich, doch in Traunstein wurde nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa) ein Beamter leicht verletzt, nachdem ein Teilnehmer einen Platzverweis erhalten hatte. Auch in anderen Kommunen gab es Platzverweise sowie Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht oder wegen Beleidigung.

Die größte Demo am Samstag war in Ansbach. Da die meisten der 4200 Teilnehmer die Anordnung, mindestens medizinische Masken zu tragen, am Anfang nicht einhielten, stoppten die Beamten den Zug vorübergehend. In Augsburg versammelten sich laut Polizei rund 2300 Maßnahmenkritiker. In Regensburg waren es demnach in der Spitze rund 2400 Menschen. 2300 Kritiker protestierten nach Polizeiangaben in Neumarkt in der Oberpfalz. In Bamberg versammelten sich zwischen 1800 und 2000 Maßnahmengegner.

Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach längerer Abwärtstendenz erstmals wieder im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen (News-Ticker Sonntag, 19. Dezember). Das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 316,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der bundesweite Wert bei 315,4 gelegen, vor einer Woche bei 389,2 (Vormonat: 386,5).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 16.086 Corona-Neuinfektionen. Dies geht es aus den neuesten RKI-Zahlen hervor (Stand: 20. Dezember, 4.53 Uhr). Vor genau einer Woche waren es 21.743 Ansteckungen gewesen. Die Zahl gemeldeter Infektionen geht seit knapp drei Wochen zurück. Experten befürchten wegen der besonders ansteckenden Omikron-Variante aber eine baldige Trendumkehr.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 119 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 116 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.809.622 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,10 (Donnerstag: 5,17) an. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 5.801.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 108.352.

mw/dpa

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