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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Montgomery warnt vor übereilten Lockerungen - Kein neuer COVID-Fall im BGL

Coronavirus - Deutschland steuert auf ein Überangebot zu
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Corona-Impfung (Symbolbild).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (20. Juli) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 11,0, Landkreis Rosenheim 7,3, Landkreis Traunstein 16,4, Landkreis Berchtesgadener Land 10,4, Landkreis Mühldorf 10,4, Landkreis Altötting 13,5 (Quelle/Stand: RKI, 20. Juli, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3947, Landkreis Rosenheim 13.964, Traunstein 11.125, Berchtesgadener Land 6046, Mühldorf 6988, Altötting 6074 (Quelle/Stand: RKI, 20. Juli, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 67, Landkreis Rosenheim 462, Traunstein 217, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 155, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 20. Juli, 0 Uhr)
  • Mindestens 91.397 Todesfälle in Deutschland (15.309 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.10 Uhr - Kein neuer Fall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit der letzten Meldung am Montag (19. Juli) keinen weiteren bestätigten COVID-19-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land beläuft sich demnach nach wie vor auf 6.046. Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 10,4.

Von den insgesamt 6.046 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 5.928 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 16 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 2 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen).

In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 11 neue COVID-19-Fälle. Bei keinen Befunden wurde eine Virusmutation festgestellt.

Aktueller Stand der Impfungen im Berchtesgadener Land: Im Landkreis Berchtesgadener Land wurden mit Stand 19.07.2021, 20 Uhr bislang insgesamt 94.516 Impfungen durchgeführt, davon 51.888 Erstimpfungen (48,85 %) und 42.628 Zweitimpfungen (40,14 %).

Update, 18.48 Uhr - Montgomery warnt vor übereilten Lockerungen - „brandgefährlich”

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen in Deutschland auf einen Schlag aufzuheben. „Momentan verdoppelt sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallen zu lassen und ,alles zu öffnen’ wäre brandgefährlich”, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Wer dies tue, riskiere den Einstieg in die vierte Welle. Es müsse stattdessen schrittweise und kontrolliert vorgegangen werden: „nicht gleich alles aufmachen, (...) sondern nach und nach mehr Kontakte zulassen”, sagte Montgomery mit Blick auf England.

Trotz steigender Infektionszahlen hat England am Montag fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben. Sowohl die Pflicht zum Tragen von Masken als auch Abstandsregeln und zahlenmäßige Beschränkungen für Veranstaltungen in Innenräumen gelten künftig nicht mehr.

Es seien hoffnungsfrohe Botschaften, dass die Therapien sich verbessert hätten, Intensivstationen mehr Erfahrung hätten und Geimpfte weniger schwere Verläufe erleben würden, sagte Montgomery. „Aber vergessen wir nicht, wie trügerisch die Infektionszahlen im letzten Sommer daherkommen und welche destruktive Kraft das Virus danach entwickelte.” Die vierte Welle werde kommen - „ob als leises Plätschern oder als wilde Brandung - das hängt von uns ab.”

Update, 18:21 Uhr - Aiwanger verteidigt sich in Affäre um zehn Millionen Masken

In der Affäre um den Verkauf von rund zehn Millionen mutmaßlich ungeeigneten OP-Masken an den Freistaat durch zwei Unternehmer hat sich Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger für sein Verhalten gerechtfertigt. Einer der beiden Verdächtigen ist Kommunalpolitiker der Freien Wähler.

Aiwanger betonte in einem Interview mit der „Mittelbayerischen Zeitung” (Dienstag), der Mann sei für ihn „genauso ein Handelspartner wie Dutzende und Hunderte andere”.

Das Wirtschaftsministerium habe damals ausdrücklich den Auftrag des Kabinetts gehabt, gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium „knappe Ware zu beschaffen”, sagte Aiwanger. Es sei also nicht nur kein Fehler gewesen, dass er den Kontakt weitergegeben habe, „sondern es war genau unsere Aufgabe, Masken für Bayern zu organisieren”. Dieser Auftrag stehe nicht infrage, falls „irgendwo ein Zertifikat gefälscht” worden sei. „Für die Qualitätsprüfung bin ich als Wirtschaftsminister nicht zuständig.”

Die beiden Männer stehen laut Staatsanwaltschaft im Verdacht, im April 2021 rund zehn Millionen OP-Masken mithilfe eines mutmaßlich gefälschten Zertifikats an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit verkauft zu haben. Seit vergangener Woche sitzen sie in Untersuchungshaft.

Zu einem möglichen politischen Schaden für die Freien Wähler sagte Aiwanger, er könne nie für jedes der rund 50.000 Mitglieder in Bayern die Hand ins Feuer legen. Er warne aber vor einer Vorverurteilung. Der betreffende Kommunalpolitiker sei „immer ein sehr sozial engagierter Mann” gewesen. „Ob er im großen Ausmaß betrogen hat, das will ich erst einmal bewiesen sehen.”

Update, 17.26 Uhr - Drei Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Aus dem Landkreis Traunstein werden drei Corona-Neuinfektionen gemeldet. Landkreisweit liegen derzeit 40 aktive Covid-19-Fälle vor.In den Kliniken im Landkreis Traunstein wird aktuell ein Patient stationär behandelt, dieser befindet sich auf der Intensivstation.Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 88.110 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 74.123 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16.28 Uhr - Letzte Patientin verlässt Intensiv-Station des InnKlinikums

Es ist eine positive Entwicklung im InnKlinikum: Am Dienstag, 20. Juli konnte die letzte Patientin, die mit Covid im InnKlinikum behandelt wurde, die Intensivstation verlassen. Die ältere Dame befand sich insgesamt 76 Tage in der Obhut der Ärztinnen und Ärzte des InnKlinikum Altötting und wurde davon 63 Tage invasiv beatmet.

Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut, so PD Dr. Michael Dolch, Chefarzt der Intensivmedizin und Anästhesie am InnKlinikum Altötting. Bei der Patientin handelt es sich gleichzeitig um den aktuell letzten COVID-Fall im gesamten InnKlinikum. „Es muss uns allen klar sein, dass es sich aber hierbei nur um eine Momentaufnahme handelt. Wir gehen davon aus, dass mit steigender Inzidenz auch wieder COVID-Patientinnen und – Patienten in unseren Kliniken zu versorgen sind”, so PD Dr. Michael Dolch.

Deshalb bittet er die Bevölkerung der Landkreise Altötting und Mühldorf dringend, sich impfen zu lassen und weiterhin an die bekannten Coronaregeln zu halten.

Update, 15.49 Uhr - Holetschek: Neues Messmodell für Corona in Arbeit

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, bei zunehmendem Impffortschritt auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen in die Beurteilung der Corona-Gefahr einzubeziehen. „Inzidenz ist weiter ein wichtiger Vorwarnwert, wir wissen aber, dass wir sie ergänzen wollen um die Frage der Hospitalisierung“, sagte Holetschek am Dienstag. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) arbeite gerade an einer Modellierung, wie man Hospitalisierung vor dem Impfen und danach sehen könne und wie man dies ins Verhältnis zur Inzidenz setzen könne.

Eine Arbeitsgruppe der Gesundheitsministerkonferenz solle dies auf eine „einfache, kommunikative Formel“ bringen. „Ich bin der Meinung, dass die jetztigen Werte natürlich in der Zukunft höher sein müssen“, sagte Holetschek. Das LGL sei dabei, eine Lösung zu erarbeiten.

Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Markus Söder erklärt: „Wir werden mit höheren Inzidenzwerten arbeiten müssen. Wenn wir eine Situation haben, in der ungefähr die Hälfte geimpft ist, muss es mindestens die doppelte Inzidenz geben, bevor man überlegt, was man macht“, sagte Söder am Samstag.

Update, 14.39 Uhr - Mallorca tritt wegen hoher Corona-Zahlen auf die Party-Bremse

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca voraussichtlich wieder schärfere Einschränkungen ergriffen. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 Uhr bis 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die „Mallorca Zeitung“ am Montagabend berichtete.

Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig saftige Bußgelder in Höhe von 1000 Euro. Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstößt, soll sich das Bußgeld auf 2000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100.000 Euro.

Auch Gaststätten müssen künftig wohl wieder etwas früher schließen, und zwar um 1 Uhr statt um 2 Uhr. Von 1 Uhr bis 6 Uhr dürfen sich der Zeitung zufolge nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten.

Auf die eigentlich geplante Wiedereinführung der erst vor knapp einem Monat abgeschafften Maskenpflicht auch im Freien verzichtete die Regionalregierung nach Gesprächen mit Unternehmern und Gewerkschaften, wie die Zeitung berichtete. Kann ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Fremden nicht eingehalten werden, ist die Maske auch im Freien wieder Pflicht.

Die Corona-Zahlen sind auf den Balearen, zu denen außer Mallorca auch die Inseln Menorca, Ibiza und Formentera gehören, wie in ganz Spanien stark angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte nach Angaben vom Montagabend auf den Balearen auf 310, für ganz Spanien lag sie bei 323. Vor allem viele junge Leute infizieren sich derzeit mit Sars-CoV-2.

Update, 13:17 Uhr - Keine neuen Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Wie das zuständige Landratsamt meldet, gibt es im Kreis Altötting keine Corona-Neuinfektion. Weiterhin ist Burghausen mit 15 aktiven Fällen landkreisweiter Hotspot. Insgesamt gibt es derzeit 23 aktive Fälle.

Im InnKlinikum Altötting wird derzeit eine Person mit bestätigter Corona-Infektion stationär behandelt werden. Dieser Patient liegt auf der Intensivstation, muss allerdings nicht beatmet werden.

Update, 12.26 Uhr - Holetschek: „Bayern bleibt bei Kurs aus Umsicht und Vorsicht“

Zum Thema Corona sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), dass sich die Zahlen - wenn auch auf niedrigem Niveau - kontinuierlich nach oben entwickeln werden. Am Dienstag seien beispielsweise 120 neue Fälle im Freistaat registriert worden, am selben Tag der Vorwoche waren es „nur“ 66. Die Inzidenz in Bayern liegt derzeit im Schnitt bei 11. Deswegen werde Bayern bei seinem Konzept aus „Umsicht und Vorsicht“ bleiben.

Es gelte nun, vor allem Reiserückkehrer genau im Blick zu behalten und festzustellen, wie sich diese auf die Corona-Zahlen auswirken. Außerdem sollen Testkonzepte ggf. angepasst werden. Auch bei der Impfkampagne will Bayern nochmals intensiv werben und mit weiteren Angeboten auf die Menschen zugehen.

Die Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung im Live-Stream

Update, 11.35 Uhr - Pressekonferenz nach Kabinettssitzung in Kürze live

Um 12 Uhr informieren Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Umweltminister Thorsten Glauber über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen. Unter anderem wird es dabei um die Themenschwerpunkte Corona und Hochwasser gehen.

+++ rosenheim24.de berichtet ab 12 Uhr im Live-Ticker von der Pressekonferenz +++

Update, 10.52 Uhr - Aktuelle RKI-Zahlen aus der Region

Entgegen dem bundesweiten Trend der steigenden 7-Tage-Inzidenz steigen die Werte in der Region lediglich im Landkreis Rosenheim leicht an (6,1 auf 7,3). In den Landkreisen Berchtesgadener Land (10,4), Traunstein (16,4) und der kreisfreien Stadt Rosenheim (11,0) blieben die Zahlen konstant.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 20. Juli)

In den Kreisen Altötting (14,3 auf 13,5) sowie Mühldorf (11,2 auf 10,4) waren die Werte sogar leicht rückläufig. Weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer bestätigten Corona-Infektion gab es nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in der Region nicht.

Update, 10.25 Uhr - Bewältigung der Flut-Katastrophe soll kein Superspreader-Event werden

Nach der Flut-Katastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz sehen die betroffenen Länder die Gefahr erhöhter Corona-Risiken, etwa durch Hilfsaktionen oder die Unterbringung in Notunterkünften. „Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird“, sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor. Viele Rettungskräfte hätten bereits vollen Impfschutz.

„Eine erhöhte Gefahr der Ausbreitung von SARS-CoV-2 könnte sich vor allem durch die Unterbringung von Personen in Notunterkünften entwickeln“, zitierte der RND das Düsseldorfer Gesundheitsministerium. Die Gesundheitsämter vor Ort seien sich aber der zusätzlichen Gefahr bewusst. Sie könne durch Testungen, Masken und Lüften reduziert werden.

Update, 9.33 Uhr - Ulmer Forschungsprojekt: Corona-Spätfolgen sind vielfach Organschäden

Ein Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen hat bislang bei etwa jedem fünften seiner Patienten Organschäden festgestellt. „Wir hatten bislang rund 250 Patienten. 20 Prozent von ihnen haben Organschäden“, sagte Dominik Buckert, betreuender Oberarzt der Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen am Uniklinikum Ulm. Der größte Teil der übrigen Patienten fühle sich schlechter belastbar als vor der Erkrankung, sagte Buckert. Bei ihnen konnten die Mediziner aber keine Organschäden feststellen.

Die meisten Menschen, die in die Sprechstunde kommen, sind demnach zwischen 40 und 50 Jahre alt. „Und eigentlich verhältnismäßig gesund, also ohne chronische Vorerkrankungen“, so der Oberarzt. Die jüngsten der etwas mehr männlichen Patienten sind um die 20 Jahre alt.

Die Ulmer Spezialisten für innere Medizin beobachten bei den Organschäden vor allem Herzmuskelentzündungen und die Folgen davon. Dazu gehörten etwa Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen, so Buckert. „Bei der Lunge beobachten wir, dass sich das Lungengerüst verändert und so ein schlechterer Gasaustausch möglich ist.“ Atemnot sei die Folge. Die bisherigen Erkenntnisse deckten sich mit den Rückmeldungen anderer Kliniken zu Corona-Spätfolgen, sagte Buckert.

Update, 8.26 Uhr - Kabinett befasst sich mit Hochwasserhilfen und Corona-Krise

Nach der jüngsten Hochwasserkatastrophe befasst sich auch das bayerische Kabinett am Dienstag (9 Uhr) mit den Folgen. Nach heftigen Unwettern mit Starkregen waren am Wochenende manche Orte im Berchtesgadener Land rund um Watzmann und Königssee von Wasserfluten und Erdrutschen regelrecht verwüstet worden. Auch in der Dreiflüsse-Stadt Passau hatte man sich auf Schlimmeres eingestellt. Donau und Inn stiegen jedoch nicht so stark an, wie befürchtet. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte den vom Hochwasser betroffenen Menschen in den Regionen daraufhin schnelle Hilfen zugesagt (Plus-Artikel).

Wie die Hilfen konkret ausfallen, war zunächst noch offen. Auch der Bund will in dieser Woche eine finanzielle Unterstützung für die von Hochwasser betroffenen Region beschließen. Hier dürfte aber der Fokus auf den deutlich heftiger betroffenen Gebieten in Westdeutschland liegen.

Darüber hinaus steht im Ministerrat weiterhin die Corona-Lage auf der Tagesordnung. Weil die Delta-Variante des Virus sich weiter ausbreitet, war auch in Bayern die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen wieder deutlich angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag laut Robert Koch-Institut bei 10,7. In einigen bayerischen Kommunen wie den Städten Bamberg oder Amberg kletterte der Wert bereits wieder über die 30er-Marke. Auch in der Landeshauptstadt München ist die Inzidenz mit 17,9 bereits deutlich höher als noch vor Kurzem.

+++ rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung wie gewohnt live +++

RKI meldet knapp 1200 neue Fälle und 34 Todesfälle

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des zuständigen Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen lag sie bei 10,9 – am Vortag betrug der Wert 10,3 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1183 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor (Stand: 20. Juli, 0 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 646 Ansteckungen gelegen (News-Ticker Montag, 19. Juli).

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 34 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 26 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.746.410 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.641.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.397. In Bayern wurden drei weitere Todesfälle registriert (gesamt nun 15.309).

mw/mh/dpa

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