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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Leichter reisen durch Europa: EU einigt sich auf auf Covid-19-Zertifikat

Tourismus in Palma de Mallorca.
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Tourismus in Palma de Mallorca. (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 20. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 72,4, Landkreis Rosenheim 62,0, Landkreis Traunstein 78,4, Landkreis Berchtesgadener Land 94,4, Landkreis Mühldorf 50,9, Landkreis Altötting 79,8 (Quelle/Stand: RKI, 20. Mai, 0 Uhr)

    Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3855, Landkreis Rosenheim 13.605, Traunstein 10.820, Berchtesgadener Land 5779, Mühldorf 6893, Altötting 5934 (Quelle/Stand: RKI, 20. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 451, Traunstein 214, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 20. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 86.902 Todesfälle in Deutschland (14.699 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.44 Uhr - EU-Länder und EU-Parlament einigen sich auf Covid-19-Zertifikat

Rechtzeitig vor der Sommersaison haben sich die EU-Länder und das EU-Parlament auf Details eines europaweiten Zertifikats zum Nachweis von Corona-Impfungen, -Tests und überstandenen Covid-19-Erkrankungen geeinigt. Das teilte die portugiesische Ratspräsidentschaft am Donnerstagabend in Brüssel mit. Damit wächst die Chance auf weitere Reiseerleichterungen in der EU. Portugal hat derzeit turnusgemäß den Vorsitz der EU-Länder inne.

Bis zuletzt war darüber gestritten worden, in welchem Maß EU-Länder Reiseerleichterungen und Restriktionen selbst bestimmen können. Der Kompromiss sieht nun vor, dass nicht in die Hoheit der Mitgliedsstaaten eingegriffen wird, aber zusätzliche Beschränkungen wie etwa Quarantäne für negativ Getestete, Geimpfte oder Geheilte nur eingeführt werden sollen, wenn es etwa die Infektionslage erfordere.

Noch ist unklar, wann genau das europäische Zertifikat in den einzelnen Ländern eingeführt werden soll. Aus dem Bundesgesundheitsministerium hieß es noch am Anfang der Woche, man gehe aktuell davon aus, ein elektronischer Impfnachweis könne „in der zweiten Hälfte des zweiten Quartals“, also bis spätestens zum 30. Juni, bereitgestellt werden.

In vielen Ländern ist es bereits jetzt schon möglich einzureisen, ohne in Quarantäne zu müssen. In Griechenland etwa muss lediglich eine abgeschlossene Impfung oder ein höchstens 72 Stunden alter PCR-Test vorgewiesen werden. Für die Einreise nach Österreich entfällt für die Deutschen seit Mittwoch die Quarantänepflicht, allerdings muss zumindest ein Test mit negativem Ergebnis gemacht worden sein. Auch in Italien besteht keine Pflicht zur Isolation mehr - die Behörden verlangen aber weiterhin ein negatives Corona-Testergebnis bei Ankunft.

Update, 17.42 Uhr - 26 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 26 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 9 Personen bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt auf 5.779 (Stand RKI: 20. Mai, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 94,4 (Stand RKI: 20. Mai, 0 Uhr).

Von den insgesamt 5.779 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 5.524 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 156 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 23 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 100 neue COVID-19-Fälle.

Update, 16.56 Uhr - Corona-Anzeigen gegen Söder beschäftigen Staatsanwaltschaft

Anzeigen von Gegnern der Corona-Maßnahmen gegen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beschäftigen die Staatsanwaltschaft München I. Es seien schon rund 200 Anzeigen gegen hochrangige bayerische Politiker eingegangen, die meisten davon gegen Söder, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Juliane Grotz, am Donnerstag in München.

In den Anzeigen werde angegeben, die von der Staatsregierung verhängte Pflicht, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine Maske zu tragen, sei Körperverletzung. Die Ermittlungen würden schnell eingestellt, betonte Behördenleiter Hans Kornprobst. Denn die Vorwürfe seien „weit weg“ von erkennbaren Straftaten. „Aus der Maskenpflicht eine Körperverletzung zu konstruieren, ist einfach zu weit hergeholt.“ Arbeit mache die Flut der Anzeigen aber dennoch.

Update, 16.26 Uhr - Auch Traunstein und Mühldorf beschließen weitere Öffnungen

Nachdem die Landkreise Altötting, Rosenheim und Berchtesgadener Land Öffnungen ankündigten, haben auch die Kreise Mühldorf und Traunstein Allgemeinverfügungen für weitere Öffnungsschritte erlassen. Diese gelten ab 21. Mai und umfassen weitereichende Lockerungen. So dürfen beispielsweise Freibäder und Fitnessstudios wieder öffnen.

Update, 16 Uhr - 17 Neuinfektionen im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 755 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 78,4. Seit der letzten Pressemitteilung am 19. Mai sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 17 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 10.833 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 9864 Personen (67 Personen mehr seit der Meldung vom 19. Mai).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 214 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 15 COVID-19-Patienten behandelt, davon sieben auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 68.449 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 18.047 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 15.24 Uhr - Weitere Öffnungsschritte im Berchtesgadener Land und Kreis Rosenheim

Ab dem 21. Mai wird es sowohl im Berchtesgadener Land als auch in den Landkreisen Rosenheim und Alötting zu weiteren Öffnungsschritten kommen. Das gaben die Landratsämter der Kreise am 20. Mai bekannt. Ab Freitag (21. Mai) können Sportveranstaltungen mit bis zu 250 Besuchern abgehalten werden. Außerdem dürfen Freibäder und Fitnessstudios wieder öffnen. Zu dem neuen Allgemeinverfügungen hat ovb24.de jeweils einen Extra-Artikel für den Landkreis Altötting, Landkreis Rosenheim und das Berchtesgadener Land verfasst.

14.57 Uhr - Diese Besucherregeln gelte ab dem 21. Mai an den Kliniken Südostbayern

Unverändert müssen wir das Covid-Infektionsrisiko für unsere Patientinnen und Patienten und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter allen Umständen minimieren. In unserem Krankenhaus werden zahlreiche schwer kranke und immungeschwächte Menschen stationär betreut. Aus diesem Grund gelten besondere, wie folgt angepasste Regelungen zum Besuch in unserer Einrichtung.

  • 3-G-Regel: Geimpfte, Genesene und Getestete (PCR nicht älter als 48 Stunden) Besucher dürfen die Klinik betreten. Vorlage und Kontrolle der Nachweisdokumente (Impfpass/Impfbescheinigung, Isolationsbescheinigung, PCR-Testergebnis) im Rahmen des Eingangsscreenings.
  • 4x1-Regel: Es darf max. ein Angehöriger für einen Patienten für eine Stunde an einem Tag zu Besuch kommen.

Beide Regeln müssen erfüllt werden. Diese neue Besucherregelung tritt ab Freitag, den 21. Mai in Kraft. Wir bitten die Besucher, unsere täglichen Kernbesuchszeiten von 14 bis 18 Uhr einzuhalten.

Besuchsverbot besteht unverändert auf den ISO-Stationen und ist nur in Ausnahmefällen und nach Rücksprache möglich. Weitere Ausnahmen können – wie gehabt - nach Rücksprache gemacht werden, für:

  • Begleitperson in der Pädiatrie und bei Minderjährigen < 18 Jahre
  • Versorgungs- und Betreuungsperson mit konkretem Patientenauftrag
  • Angehöriger eines Palliativpatienten
  • Schwangerenbegleitung und Väter bei der Niederkunft.

Update, 14.22 Uhr - In Bayerns Impfzentren gelten Priorisierungsregeln noch länger

In Bayerns Corona-Impfzentren werden mindestens noch bis Anfang Juni Termine nach der Priorisierungsregeln der Ständigen Impfkommission (Stiko) vergeben. Die Staatsregierung schaue sich die Entwicklung bei den Impfungen zunächst noch an und werde in den nächsten zwei Wochen über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag im Landtag in München. Die Haus- und Fachärzte im Freistaat dürfen seit diesem Donnerstag Impfwilligen unabhängig von der Impfreihenfolge das rettende Mittel gegen das Coronavirus verabreichen.

Wegen eines Mangels an Impfstoff haben die bayerischen Impfzentren aktuell aber die Erstimpfungen bis zum 7. Juni fast vollständig ausgesetzt. Die vorhandenen Dosen werden weitgehend für die anstehenden Zweitimpfungen gebraucht.

Update, 13.42 Uhr - Staatsanwaltschaft erwartet Anzeigen-Flut wegen falscher Impfpässe

Die Staatsanwaltschaft München I erwartet künftig eine Flut von Anzeigen wegen gefälschter Corona-Impfnachweise. Bislang seien in dem Zusammenhang zwar noch keine Verfahren eingegangen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. „Es ist aber zu erwarten, dass sich dies mit der Einführung von mehr und mehr Lockerungen für vollständig Geimpfte sehr schnell ändern wird.“

Impfpässe seien derzeit „die wohl heißeste Fälscherware“. Auf Internetplattformen wie Telegram sei ein gefälschter Impfpass mit ebenso falschem Nachweis einer Corona-Impfung für Preise zwischen 100 und 120 Euro zu haben - „bei Großbestellungen wird Mengenrabatt gewährt“.

Update, 12.53 Uhr - Bahnmitarbeiter soll mehrfach gegen Corona-Auflagen verstoßen haben

Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn soll wiederholt gegen Corona-Auflagen verstoßen haben. Bei einer Kontrolle leistete er heftigen Widerstand, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Donnerstag berichtete. Die Beamten hatten den 47-Jährigen am Mittwochabend in Bahnkleidung an einem Bahnsteig am Münchner Ostbahnhof ohne Mund-Nase-Bedeckung angetroffen. Die Kontrolle und Maskenpflicht habe er dabei als lächerlich bezeichnet. Er gab an, ein Attest zu besitzen, wollte dieses den Angaben zufolge aber nicht zeigen. Auch ausweisen wollte sich der Mann demnach nicht. 

Als ihn die Beamten zum Revier mitnehmen wollten, warf sich der 47-Jährige zu Boden und musste von Einsatzkräften getragen werden. Auf der Dienststelle konnte die Identität des Mannes aus München festgestellt werden. Ein Datenabgleich ergab, dass er schon zuvor gegen Auflagen nach dem Infektionsschutzgesetz verstoßen hatte. Bei ihm sei ein Ausweis der Deutschen Bahn gefunden worden, wonach er als Triebfahrzeugführer tätig sei. Gegen den 47-Jährigen wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Außerdem muss er mit einer Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung rechnen.

Update, 12.12 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet acht neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch (19. Mai) acht neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 20. Mai 2021, 0 Uhr). 
Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 20. Mai 2021, 03:10 Uhr) bei 50,9.

Update, 11.21 Uhr - Urlaubsplan kollidiert mit Impfung? So geht Bayern mit Absagen um

Die Urlaubslust der Menschen in Deutschland sorgt mancherorts für Unmut in den Impfzentren. Durch Lockerungen reifen die Ferienpläne einiger Menschen. Vielen passt plötzlich der zweite Impftermin nicht mehr in die Planung. Auch deswegen könnte es vermehrt zu Wünschen zur Terminverschiebung kommen. Gleichzeitig fordern viele einen schnelleren Termin, denn es winken Vorteile ohne lästigen Test.

Besondere Terminwünsche gerade bei der zweiten Corona-Schutzimpfung sorgen derzeit bei vielen Behörden für Ärger. Städte und Landkreise - zum Beispiel in Bayern - kündigen an, dass sie es nicht akzeptieren werden, wenn jemand einfach nicht zu der Zweitimpfung erscheine. „Urlaubs- und Freizeitpläne sind der Impfung unterzuordnen“, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums. Es könne auch bitter für Terminschwänzer werden: „Die Impfzentren wurden darauf hingewiesen, Impflingen, die aus solchen Gründen den Termin verschieben wollen, keinen Ersatztermin anzubieten.“

Update, 10.53 Uhr - Mannschaftstraining mit 25 Sportlern im Freien ab Freitag erlaubt

Nach einem monatelangem Corona-Verbot ist von Freitag an wieder Mannschaftstraining unter freiem Himmel in Bayern erlaubt. Damit dürfen bis zu 25 Sportlerinnen und Sportler altersunabhängig wieder gemeinsam trainieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Sieben-Tages-Inzidenz unter 100 liegt und jeder negativ getestet ist. Corona-Genesene oder vollständig Geimpfte sind von der Testpflicht ausgenommen.

In Gegenden mit einer Inzidenz unter 50 darf man sogar ohne Tests wieder zusammen Sport machen. Das geht aus den in der Nacht zu Donnerstag veröffentlichten Änderungen der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hervor.

beinschuss.de hat die Details in einem Extra-Artikel zusammengefasst.

Update, 10.06 Uhr - Landkreis Altötting meldet 17 Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 17 neue Corona-Fälle (Stand 19. Mai, 16 Uhr) gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5934 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 189 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (40), Garching (32) und Neuötting (27). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 79,8.

Update, 9.11 Uhr - Bildungsgewerkschaft gegen Impfpflicht für Lehrer

Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Marlis Tepe, hat sich gegen eine Corona-Impfpflicht für Lehrerinnen und Lehrer ausgesprochen. „Wir halten viel davon, ein Impfangebot für alle Lehrerinnen und Lehrer zu machen“, sagte Tepe am Donnerstag im ZDF-“Morgenmagazin“. Eine Impfpflicht lehne sie jedoch ab. Es sei auch gut verständlich, dass für Kinder in den Schulen keine Impfpflicht vorgesehen werde.

Vor wenigen Tagen hatte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, eine Impfpflicht für verbeamtete Lehrer ins Spiel gebracht. Er rechne mit einer politischen Debatte über das Thema, sagte Meidinger der „Welt“. Seiner Ansicht nach hätte der Staat bei entsprechender gesetzlicher Regelung die Handhabe dazu.

Update, 8.28 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region: Zwei weitere Todesfälle

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 20. Mai).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich in den letzten 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Gestiegen sind die Inzidenzen im Kreis Altötting (von 76,2 auf 79,8) und der Stadt Rosenheim (von 70,8 auf 72,4). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Berchtesgadener Land (von 95,3 auf 94,4), im Kreis Mühldorf (von 60,4 auf 50,9), im Kreis Rosenheim (von 67,0 auf 62,0) und im Kreis Traunstein (von 83,5 auf 78,4).

In der Region wurden laut RKI zwei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach ist je eine Person im Kreis Rosenheim und im Kreis Traunstein verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.43 Uhr - RKI registriert 12.298 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 68,0

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.298 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 7.20 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 17 419 Ansteckungen gelegen. Die 7-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 68,0 an (Vortag: 72,8; Vorwoche: 103,6). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 237 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 278 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.626.393 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.358.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 86.902 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,76 (Vortag: 0,73). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 76 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Update, 7.15 Uhr - Hausärzte beginnen mit Corona-Impfung ohne Priorisierung

In Bayern dürfen Haus- und Fachärzte ab diesem Donnerstag unabhängig von der Impfreihenfolge gegen das Coronavirus impfen. Dennoch wird es dauern, bis jeder Interessent an die Reihe kommt, denn der Impfstoff-Bedarf liegt noch immer deutlich über den Liefermengen. Die bayerischen Impfzentren setzen deshalb sogar Erstimpfungen bis zum 7. Juni fast vollständig aus. Denn die vorhandenen Dosen werden weitgehend für die anstehenden Zweitimpfungen gebraucht.

Der bayerische Hausärzteverband riet Impfwillige zur Zurückhaltung. „Ich habe Verständnis dafür, dass viele nun schnell geimpft werden wollen, gerade im Vorfeld der Urlaubszeit. Aber ich appelliere an die Menschen, jetzt die Füße stillzuhalten und nicht die Praxen abzutelefonieren und mit Impfanfragen zu überhäufen”, sagte der Verbandsvorsitzende Markus Beier der „Welt”. Es gebe nicht genug Termine und nicht genug Impfstoff, das werde sich voraussichtlich erst Mitte Juni ändern. Beier warnte zugleich davor, dass Kapazitäten für Menschen blockiert werden, die nicht wegen Corona in die Praxen kommen. „Da sehen wir erste Engpässe.”

Landkreis Miesbach: „Rundherum machen alle auf - nur wir müssen warten!“

Enttäuschung im Landkreis Miesbach: Während Biergärten, Hotels und Seilbahnen zu Pfingsten vielerorts in Bayern öffnen, bleibt hier erst einmal alles dicht. Als einer der wenigen Landkreise im Süden Oberbayerns liege der Inzidenzwert noch über 100 und eine Öffnung von Gastronomie, Hotellerie und Freizeitanbietern am 21. Mai sei ausgeschlossen, teilte Landrat Olaf von Löwis (CSU) mit: „Das gemeinsame Ziel des Landkreises und im Sinne aller ist klar: möglichst schnell und konstant unter den Inzidenzwert von 100 zu gelangen.“ Das solle nun in einer Aktion mit Rücksicht und Solidarität erreicht werden, für die seit Mittwoch in den sozialen Medien geworben werde.

„Angesichts sinkender Infektionszahlen blicken die Landkreise am Alpenrand hoffnungsvoll auf die Pfingstferien - bis auf Miesbach. Leider verschärft sich hier die Situation für unsere Gastronomie und touristischen Betriebe: Rundherum machen alle auf, nur wir müssen noch warten“, fasste von Löwis zusammen.

Sein Landratsamt hatte im Januar im Landkreis touristische Ausflüge für Besucher aus anderen Gegenden verboten, als die Inzidenz über 200 stieg. Von Löwis hatte damals zuvor per SMS einen Hilferuf an den Ministerpräsidenten und Parteikollegen Markus Söder geschickt: Der Tagestourismus ufere vor allem am Spitzingsee und Schliersee aus, schrieb von Löwis damals laut Landratsamt. Der Appell, zu Hause zu bleiben, müsse durch Regeln bei der Ausgangsbeschränkung untermauert werden, forderte er.

mh/mw/dpa

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