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News-Ticker zur Corona-Pandemie

„Das Virus ist nicht verschwunden“: Merkel ruft zu Vorsicht bei Corona-Öffnungen auf 

Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs
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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu Vorsicht bei Lockerungen von Corona-Beschränkungen auch zu Pfingsten aufgerufen. 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 21. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 66,1, Landkreis Rosenheim 59,3, Landkreis Traunstein 72,2, Landkreis Berchtesgadener Land 94,4, Landkreis Mühldorf 40,6, Landkreis Altötting 71,7 (Quelle/Stand: RKI, 21. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3863, Landkreis Rosenheim 13.633, Traunstein 10.837, Berchtesgadener Land 5795, Mühldorf 6899, Altötting 5946 (Quelle/Stand: RKI, 21. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 451, Traunstein 214, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 21. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 87.128 Todesfälle in Deutschland (14.740 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.20 Uhr - Merkel ruft zu Vorsicht bei Corona-Öffnungen auf 

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu Vorsicht bei Lockerungen von Corona-Beschränkungen auch zu Pfingsten aufgerufen. Sie hoffe nach der langen Zeit des Schließens, dass die Menschen „sehr verantwortungsvoll mit diesen Möglichkeiten umgehen“, sagte Merkel am Freitag in Berlin. „Das Virus ist nicht verschwunden.“ Deshalb seien Schutzregeln nach wie vor unbedingt einzuhalten. „Maske tragen und Abstand halten, das ist von aller-, allergrößter Bedeutung.“ 

Merkel sagte mit Blick auf gesunkene Infektionszahlen: „Wir können uns angesichts der Entwicklung eben auch Öffnungsschritte erlauben.“ Sie gehe aber davon aus, dass „bei der gebotenen Aufmerksamkeit und Sorgfalt, die hoffentlich viele und die allermeisten anwenden, wir dann nicht darüber reden müssen, dass wir wieder schließen müssen.“

Merkel betonte: „Das Wetter ist eine Hilfestellung. Aber das Wetter erlaubt nicht zu vergessen, dass wir nach wie vor in der Pandemie leben.“ Auch mit Blick auf die neue indische Virus-Variante mahnte sie: „Wir müssen aufpassen.“

Thema beim „Impfgipfel“ mit den Länden in der kommenden Woche sollen auch mögliche Auffrischungsimpfungen sein. „Wenn mit Nachimpfungen begonnen werden muss, dann mit Sicherheit wieder bei der älteren Bevölkerung“, sagte Merkel. „Aber ich sehe vor dem Herbst diese Aufgabe nicht auf uns zukommen.“ Vorerst liege die Konzentration darauf, möglichst viele noch nicht geimpfte Menschen zu impfen. „Das wird die Aufgabe des Sommers sein.“

Update, 18.45 Uhr - Fünf neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn 

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 20. Mai 5 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 21. Mai, 00.00 Uhr).

Der Schwerpunkt der Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen (13. Mai – 20. Mai) lag laut Landratsamt in den beiden Altersgruppen 15-34 und 35-59 mit 37 Prozent beziehungsweise 40 Prozent. In der Altersgruppe von 5 bis 14 Jahren wurden lediglich 3 Fälle beziehungweise 7 Prozent verzeichnet, in der Altersgruppe von 0 bis 4 Jahren 1 Fall entsprechend 2 Prozent. 

Unter den Neuinfektionen in diesem 7-Tage-Zeitraum befand sich 1 Reiserückkehrer. In der Stadt Waldkraiburg liegt die Inzidenz mit 51 (Stand 21. Mai 0.00 Uhr) mittlerweile auf dem Niveau des Landkreises. 

Im Landkreis Mühldorf liegen insgesamt 6.889 bestätigte Fälle vor. 6.643 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 92 aktive Fälle. 

Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 154. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 21. Mai 2021, 03.11 Uhr) bei 40,6.

Update, 18.10 Uhr - In einigen Regionen Bayerns sperren Hotels wieder auf

Nach monatelangen Betriebsschließungen wegen der Corona-Pandemie dürfen im Freistaat wieder Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen öffnen - sofern in den jeweiligen Städten und Landkreisen die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter dem Wert 100 liegt. Rechtzeitig zum Beginn der Pfingstferien ist damit in einigen Regionen wieder Urlaub möglich.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), informierten sich am Freitag im oberbayerischen Bad Aibling über die Situation in Beherbergungsbetrieben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) traf in Garmisch-Partenkirchen den Betreiber der Eckbauerbahn. Einem sicheren und unbeschwerten Urlaub in Bayern stehe nichts mehr im Wege, sagte er.

Holetschek mahnte am Freitag weiterhin zur Vorsicht im Umgang mit dem Coronavirus. „Der Trend kann auch leicht wieder umschlagen.“ Als Schritt in Richtung Normalität sah Verbandschefin Inselkammer die Öffnung in der Tourismusbranche. Das gebe den Menschen ein Stück Unbeschwertheit zurück. 

Aiwanger bezeichnete die Tourismusbranche in Bayern als beachtlichen Wirtschaftsfaktor, vor allem im ländlichen Raum. Insgesamt gibt es im Freistaat rund 44.000 gastgewerbliche Betriebe. 33 Milliarden Euro hätten Touristen vor der Corona-Pandemie pro Jahr in Bayern ausgegeben. Damit werde ein Fünftel der touristischen Wertschöpfung Deutschlands in Bayern erwirtschaftet. 600.000 Menschen in Bayern leben demnach vom Tourismus.

Update, 16.37 Uhr - Quarantäne nach den Ferien kann für Eltern und Schüler teuer werden

Ein Pfingsturlaub in einem Corona-Risikogebiet kann nach den Ferien für Eltern und Schulkinder ein unangenehmes Nachspiel haben. Sollte nach der Rückkehr eine Quarantäne erforderlich sein, wird der versäumte Unterricht nicht nur als unentschuldigte Fehlzeit angesehen. Im schlimmsten Fall droht nach Angaben des Kultusministeriums auch ein Bußgeld wegen eines Verstoßes gegen die allgemeine Schulpflicht. Das Bußgeld kann in Bayern im schlimmsten Fall bis zu 1000 Euro betragen.

„Die Schulpflicht besteht auch in der aktuellen Situation unverändert“, sagte ein Ministeriumssprecher. Alle Schülerinnen und Schüler hätten daher die Pflicht, den Unterricht zu besuchen. Wenn sehenden Auges durch die Reise in ein Risikogebiet nach Rückkehr eine Quarantäne erforderlich werde, welche die Teilnahme am Präsenzunterricht verhindert, stelle dies eine Ordnungswidrigkeit im Sinne von Artikel 119 des Schulgesetzes dar.

Eine Quarantäne ist etwa dann verpflichtend, wenn der Urlaub in einem sogenannten Hochinzidenzgebiet stattgefunden hat. Frühestens fünf Tage nach der Rückkehr kann die Quarantäne dann per negativem Corona-Test aufgehoben werden. Bis der Test vorliegt, ist natürlich auch kein Schulbesuch erlaubt.

Das Kultusministerium geht aber davon aus, dass Eltern und Schüler bei ihrer Urlaubsplanung und der Auswahl des Reiseziels verantwortungsvoll handeln, betonte der Sprecher. „Sie haben ein hohes Interesse daran, nach den Pfingstferien wieder am Präsenzunterricht teilzunehmen.“

Nach Pfingsten dürfte die Zahl der bayerischen Schüler im Präsenzunterricht wieder deutlich steigen. Nur in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 und mehr soll es dann noch Distanzunterricht geben. In Regionen mit einer Inzidenz unter 50 soll es dann wieder vollen Präsenzunterricht geben. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit Werten zwischen 50 und 165 gibt es demnach auch nach dem 7. Juni nur Wechselunterricht.

Auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) setzt große Hoffnungen auf den vollen Präsenzunterricht: „Darauf warten viele Schüler und Eltern. In den acht Schulwochen bis zum Schuljahresende können wir die Klassengemeinschaft wieder stärken, genau hinschauen, wie es um den Wissensstand der Schülerinnen und Schüler steht, und diese fördern.“

Update, 16 Uhr - 15 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Wie das Landratsamt Traunstein mitteilt, liegen im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein derzeit 722 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 72,2.

Seit der letzten Pressemitteilung am 20. Mai sind beim Staatlichen Gesundheitsamt  15 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 10.848 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 9912 Personen (48 Personen mehr seit der Meldung vom 20. Mai).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 214 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 15 COVID-19-Patienten behandelt, davon 8 auf der Normalstation und 7 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 68.953 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 19.408 Personen die Zweitimpfung erhalten.

In der Kalenderwoche 20 (17. Mai – 23. Mai 2021) hat das Impfzentrum für den Landkreis Traunstein 5.410 Impfdosen erhalten. Die Lieferung an die niedergelassenen Ärzte ist dabei nicht berücksichtigt, da deren Versorgung über den Großhandel der Apotheken erfolgt.

Hinweise zu dem Betrieb von Einrichtungen über die Pfingstferien

Einrichtungen (Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder) können weiterhin geöffnet bleiben, sofern die Betreuung in festen Gruppen erfolgt (eingeschränkter Regelbetrieb). Über das weitere Vorgehen an Schulen wird aufgrund der Pfingstferien am 04. Juni informiert.

Update, 15.46 Uhr - Holetschek ruft zu Vorsicht im Pfingsturlaub auf

Angesichts der Wiedereröffnung von Hotels hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek zum Start der Pfingstferien zu Umsicht und Vorsicht aufgerufen. Holetschek sagte am Freitag anlässlich eines Treffens mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bayern) in Bad Aibling: „Ich freue mich, dass die Inzidenzen sinken und damit auch Hotels und Ferienbetriebe wieder durchstarten können. Corona verlangt auch der Tourismusbranche und den Menschen, die sich nach Urlaub sehnen, viel ab.“

Der Minister betonte zum Neustart der Hotellerie: „Genauso wichtig wie die Öffnungen für Hotels und Beherbergungsbetriebe sind aber auch die Schutzmaßnahmen. Das Infektionsgeschehen entwickelt sich zwar aktuell positiv. Seit einer Woche liegt die 7-Tage-Inzidenz in Bayern wieder unter 100, aktuell bei 66,9 (Stand 21.5.). Aber wir müssen weiter aufpassen und uns an Schutz- und Hygieneregeln halten, denn der Trend kann auch leicht wieder umschlagen.“

Update, 15.08 Uhr - 16 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Seit der letzten Meldung am 20. Mai gibt es im Landkreis Berchtesgadener Land 16 weitere bestätigte COVID-19-Fälle, wie das zuständige Landratsamt berichtet. Demnach befanden sich fünf der 16 Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation.

Landkreisweit gibt es derzeit 168 aktive Fälle, davon 23 in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Kindergärten und Schulen.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell zehn Corona-Patienten stationär behandelt, drei davon werden intensivmedizinisch betreut.

Update, 14.08 Uhr - EU will 100 Millionen Corona-Impfdosen spenden

Die EU will dem internationalen Impfprogramm Covax sowie Entwicklungs- und Schwellenländern bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Corona-Impfdosen spenden. Dies kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag bei einem „Welt-Gesundheitsgipfel“ in Rom an. Italiens Regierungschef Mario Draghi sagte zur Eröffnung des digitalen Treffens von 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländern (G20), die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit sei.

Die Teilnehmer, darunter auch Microsoft-Mitgründer Bill Gates, wollen Erfahrungen aus dem Kampf gegen die Covid-19-Pandemie austauschen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am frühen Abend äußern. Zum Abschluss soll es eine „Erklärung von Rom“ geben, ein Papier mit Grundsätzen zur Verhinderung künftiger Gesundheitskrisen. Damit wollen sich die G20-Länder für vergleichbare Krisen besser wappnen.

Update, 12.51 Uhr - WHO: Pandemie-Todesrate zwei bis drei mal höher als offizielle Zahlen

Die Corona-Pandemie hat nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens zwei bis drei Mal so viele Leben gekostet wie offiziell gemeldet. Bisher wurden weltweit rund 3,4 Millionen Todesfälle an die WHO übermittelt. Zusätzlich gebe es viele nicht registrierte Tote sowie Menschen, die an indirekten Folgen der Pandemie gestorben seien, sagten Experten der UN-Behörde am Freitag in Genf.

Die WHO veröffentlichte auch ihre erste Schätzung der Übersterblichkeit für das Jahr 2020, die der Pandemie zugerechnet werden kann. Demnach starben drei Millionen Menschen - 1,2 Millionen mehr als die offizielle Statistik. Die Schätzung enthält auch diejenigen, die wegen der Überlastung der Gesundheitssysteme, wegen sozioökonomischer Folgen der Corona-Krise oder wegen psychischen Problemen im Zusammenhang mit der Pandemie verstarben.

Update, 11.58 Uhr - 13 Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet im Vergleich zum Vortag 13 neue Corona-Fälle. In zwei Fällen handelt es sich dabei um durch PCR-Tests bestätigte positive Schnelltests.

Landkreisweit gibt es aktuell 177 aktive Fälle, die meisten davon in Burghausen (39), gefolgt von Garching (36), Neuötting (25), Burgkirchen (16) und Altötting (15). Mit Erlbach, Feichten, Haiming, Halsbach und Reischach sind derzeit fünf Kommunen „Corona-frei“.

Im InnKlinikum Altötting werden aktuell elf Covid-positiv getestete Personen stationär behandelt. Fünf davon werden intensivmedizinisch betreut und zudem beatmet.

Update, 11.14 Uhr - Studie: Pandemie belastet Schulkinder in Deutschland stark

Weniger Treffen mit Freunden, kein regulärer Schulunterricht: Die Corona-Pandemie belastet einer Studie zufolge viele Kinder und Jugendliche in Deutschland. Mehr als die Hälfte aller Mädchen und Jungen ist im vergangenen Jahr unglücklicher geworden, wie der am Freitag veröffentliche Präventionsradar 2021 der DAK-Gesundheit ergab. Die Lebenszufriedenheit sei im Schnitt aller befragten Kinder um rund 20 Prozent im Vergleich zu der Situation vor der Corona-Krise gesunken.

Jedes dritte Kind fühle sich zudem in der Schule nicht ausreichend vor dem Virus geschützt. 56 Prozent hielten die Corona-Regeln dort dagegen für angemessen. Gleichzeitig hätten die emotionalen Probleme stark zugenommen - vor allem bei Mädchen, wie die Krankenkasse mitteilte. In der aktuellen Befragung zeigen 23 Prozent Symptome depressiver Störungen wie Traurigkeit, geringes Selbstwertgefühl, Interessensverlust und sozialen Rückzug. Im Vorjahr waren es lediglich 18 Prozent. Den Angaben zufolge führt auch der Wegfall vieler Sportangebote zu Problemen: Insgesamt sei der Anteil der Befragten mit ausreichender Bewegung im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel gesunken. Die Mehrheit komme nicht auf die wissenschaftlich empfohlenen 90 Minuten täglich.

Grundlage der Studie ist eine Befragung von 14.000 Schulkindern der Klassen fünf bis zehn in 13 Bundesländern im Schuljahr 2020/21, die das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel im Auftrag der Krankenkasse übernahm. Schulen in Hamburg, Bayern und dem Saarland waren nicht an der Umfrage beteiligt.

Update, 10.17 Uhr - Trend positiv, aber Gefahr noch nicht gebannt

Auch RKI-Chef Dr. Wieler sprach von einer positiven Entwicklung der Zahlen in Deutschland. „Der Rückgang der Fallzahlen macht sich endlich auch in den Kliniken bemerkbar“, so Dr. Wieler, der hofft, dass nun auch die Todeszahlen endlich merklich zurückgehen. Derzeit bewege man sich noch auf einem Plateau von rund 1300 Todesfällen pro Woche.

„Wir haben in den letzten Wochen gemeinsam sehr viel erreicht“, so Dr. Wieler, der explizit die gestiegene Impfbereitschaft der Deutschen lobte. Inzwischen seien 73 Prozent der Bürger bereit, sich impfen zu lassen. Dies sei nicht nur sinnvoll, sondern auch verantwortungsvoll. Diesen Weg gelte es nun fortzusetzen. „Wenn wir jetzt zu früh öffnen und Maßnahmen nicht beachten, würde sich das Virus rasch wieder ausbreiten. Deshalb: Die Pandemie ist noch nicht vorbei, die Gefahr noch nicht gebannt“, warnte Dr. Wieler abschließend.

Update, 10.10 Uhr - Spahn: „Infektionszahlen runter, Impfzahlen hoch!“

„Gelegenheit macht Impfung“, sei das Motto für die nächsten Wochen, sagte der Minister, der die Menschen zugleich weiterhin um Verständnis und Geduld bat. Pragmatismus sei nun gefragt. „Wir haben es bis hierhin geschafft - und das schaffen wir beim Impfen jetzt auch“, so Spahn, der betonte, dass die dritte Welle nun gebrochen sei. Es gelte nun, die Zahlen konstant niedrig zu halten und deshalb weiter vorsichtig zu bleiben. „Infektionszahlen runter, Impfzahlen hoch - wenn wir diese Kombination schaffen, dann können wir uns auf einen guten Sommer freuen“, so Spahn.

Update, 10.07 Uhr - Pünktlich zu Pfingsten: 40 Prozent der Deutschen zumindest erstgeimpft

Wie ist die Corona-Lage aktuell in Deutschland? Dazu haben sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), RKI-Chef Prof. Dr. Lothar Wieler und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf der wöchentlichen Bundespressekonferenz geäußert. Fast elf Millionen Deutsche hätten inzwischen vollständigen Impfschutz und rund 32 Millionen Bürger hätten zumindest eine Spritze erhalten, betonte Spahn. Damit sind pünktlich zu Pfingsten rund 40 Prozent der Bürger in der Bundesrepublik geimpft. „Wir sind auf einem guten Weg und wir dürfen das auch mal so wahrnehmen“, so Spahn, der allerdings davor warnte, „Wunder zu erwarten“.

„Bei allem Ärger beim Warten auf den Termin - es geht jetzt noch um Wochen, nicht um Monate“, sagte Spahn und wies darauf hin, dass man das Ziel, bis zum Ende des Sommers jedem Deutschen ein Impfangebot machen zu können, einhalten könne.

Pressekonferenz von Gesundheitsminister Spahn und RKI-Präsident Wieler im Live-Stream

Update, 9.21 Uhr - Pressekonferenz von Gesundheitsminister Spahn und RKI-Präsident Wieler ab 10 Uhr live

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar Wieler informieren in einer Pressekonferenz ab 10 Uhr live über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Ebenfalls zu Gast sein wird Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt ab 10 Uhr live.

Update, 8.17 Uhr - 7-Tage-Inzidenz in der Region weiter rückläufig - Landkreis Mühldorf fällt unter 50

In den Landkreisen der Region sowie der kreisfreien Stadt Rosenheim gehen die Werte der 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag fast überall weiter zurück. Lediglich im Landkreis Berchtesgadener Land blieb die Inzidenz gleich (94,4).

In den Landkreisen Rosenheim (62,0 auf 59,4), Altötting (79,8 auf 71,7), Traunstein (78,4 auf 72,2) sowie in der Stadt Rosenheim (72,4 auf 66,1) gingen die Inzidenzwerte spürbar zurück. Den größten Sprung machte allerdings der Kreis Mühldorf am Inn (50,9 auf 40,6), der jetzt als einziger Landkreis der Region seit langer Zeit wieder eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50 aufweist.

Die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in der Region (Stand: 21. Mai)

Zudem gibt es in den Landkreisen sowie in der Stadt Rosenheim keine weiteren Todesfälle von positiv auf Corona getesteten Personen.

Update, 7.24 Uhr - Patientenschützer warnen vor Problemen in Praxen wegen Impf-Andrangs

Angesichts des großen Andrangs auf Corona-Impfungen in vielen Arztpraxen warnen Patientenschützer vor Problemen bei anderen wichtigen Anliegen. „Es darf nicht sein, dass Patienten mit Arthrose, Diabetes, Asthma oder Herzinsuffizienz Abstriche bei ihrer Therapie hinnehmen müssen“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur.

Viele Praxen hätten mittlerweile die telefonische Erreichbarkeit eingestellt. „Oft gibt es lediglich einen Hinweis, dass der Kontakt nur per E-Mail erfolgen kann. So werden ganze Patientengruppen ausgeschlossen. Das ist unzumutbar.“ Die Kassenärztlichen Vereinigungen seien verpflichtet, für ein qualitativ angemessenes, örtliches und jederzeit bedarfsdeckendes Angebot zu sorgen, sagte Brysch. Eine massive Störung der Regelversorgung sei schon am Patientenschutztelefon spürbar, auch wenn erst einzelne Länder die Impfpriorisierung aufgegeben haben.

Ärztevertreter hatten ebenfalls von einem großen Ansturm Impfwilliger berichtet, der teils den Praxisbetrieb behindere. Sie baten um Geduld beim Vereinbaren von Impfterminen.

RKI meldet rund 8800 neue Fälle und 226 Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) nun binnen eines Tages 8769 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor (Stand: 21. Mai, 0 Uhr). Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.336 Ansteckungen gelegen. Die 7-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 67,3 an (Vortag: 68,0; Vorwoche: 96,5).

Allerdings könnte die Inzidenz ein besseres Bild der Infektionslage zeichnen, als sie tatsächlich ist (News-Ticker Donnerstag, 20. Mai). Denn aufgrund von Feier- und Brückentagen wie in der vergangenen Woche suchen dem RKI zufolge weniger Personen einen Arzt auf, wodurch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die Gesundheitsämter gemeldet werden. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 226 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 190 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.635.162 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.374.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 87.128 angegeben. In Bayern kamen 41 neue Todesfälle hinzu (gesamt nun 14.470).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,82 (Stand: 20. Mai; Vortag: 0,76). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt der Wert anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/aic/dpa

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