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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Mehr als 45 Millionen Impfdosen verabreicht - Virologe Drosten veröffentlicht Studie zu Ansteckung durch Kinder

Coronavirus
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Seit Beginn der Corona-Impfkampagne sind in Deutschland mehr als 45 Millionen Dosen verabreicht worden.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag, 25. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 45,6, Landkreis Rosenheim 51,3, Landkreis Traunstein 60,9, Landkreis Berchtesgadener Land 87,8, Landkreis Mühldorf 28,5, Landkreis Altötting 65,5 (Quelle/Stand: RKI, 25. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3875, Landkreis Rosenheim 13.684, Traunstein 10.872, Berchtesgadener Land 5836, Mühldorf 6904, Altötting 5979 (Quelle/Stand: RKI, 25. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 452, Traunstein 214, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 25. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 87.456 Todesfälle in Deutschland (14.795 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.43 Uhr - Türkische Gemeinde und Albanien kritisieren Spahn scharf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Kritik auf sich gezogen mit der Aussage, dass Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan zu einem Anstieg der Corona-Zahlen im vergangenen Sommer geführt hätten. Albaniens Ministerpräsident Edi Rama und die Türkische Gemeinde in Deutschland zeigten sich empört.

„Es ist ein Skandal, dass ein deutscher Minister den Balkan öffentlich anprangert und damit auch Menschen mit Migrationshintergrund abwertet“, sagte Ministerpräsident Rama. „Ich werde nicht zulassen, dass Albanien als Risikobereich für Urlaubsreisen dargestellt wird, es gibt keine Zahlen, die dies belegen.“ Spahn wolle so nur „eine offensichtlich schlechte Bilanz“ verteidigen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Serhat Ulusoy, sagte, Spahn stelle „ganze Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht“ und öffne „Stigmatisierungen Tür und Tor“. Er wolle „Wahlkampf um jeden Preis und auf dem Rücken von Menschen“ machen. „Die zweite Welle ist hausgemacht und gutes Corona-Management sieht anders aus.“

Spahn hatte der „Bild am Sonntag“ gesagt, dass „Auslandsreisen, häufig Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan, phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen ausgelöst“ hätten. Das müsse in diesem Jahr verhindert werden. Er wolle daher frühzeitig Vereinbarungen mit der Türkei über Tests bei der Ein- und Ausreise schließen.

Update, 22.01 Uhr - Erster Brite mit Corona-Impfung: William Shakespeare ist tot

William Shakespeare wurde als erster Mann in Großbritannien gegen das Coronavirus geimpft, nun ist er im Alter von 81 Jahren gestorben.

Es gebe beim Namensvetter des berühmten Dramatikers aber keinen Zusammenhang zur Corona-Pandemie, berichtete die BBC am Dienstag. Shakespeare, genannt Bill, hatte am 8. Dezember 2020 in der Stadt Coventry als zweiter Menschen eine Impfung mit dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer erhalten, kurz nach Margaret Keenan.

Coventrys Stadträtin Jayne Innes rief die Bevölkerung zur Impfung auf. „Die beste Hommage an Bill besteht darin, eine Spritze zu bekommen“, wurde Innes von der Zeitung „The Sun“ zitiert.

Update, 21.32 Uhr - Bundesweiter Corona-Hotspot: Zusätzliche Kontrollen in Memmingen

Memmingen setzt als bundesweiter Corona-Hotspot Nummer eins im Kampf gegen das Virus auf weitere Kontrollen. Wegen anhaltend hoher Fallzahlen werde in der Innenstadt von Freitag an ein Sicherheitsdienst kontrollieren, ob die Menschen dort Maskenpflicht und Alkoholverbot einhalten, sagte eine Stadtsprecherin am Dienstag.

Die Stadt Memmingen wies am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) eine Inzidenz von 195 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen auf und lag damit deutschlandweit an der Spitze. Wegen geringer Impfquoten hatte die Stadt im Allgäu zuletzt vom Freistaat rund 1600 zusätzliche Impfdosen erhalten, die am Wochenende bei einer Sonderaktion gespritzt wurden.

Die Ursache für die anhaltend hohen Corona-Zahlen war am Dienstag nach Angaben der Stadtverwaltung unklar. „Das Infektionsgeschehen ist weiterhin diffus“, sagte eine Sprecherin. Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU) nannte als einen möglichen Grund, am Industriestandort Memmingen könnten viele Mitarbeiter „nicht im Homeoffice arbeiten und seien so einer höheren Ansteckungsgefahr ausgesetzt“.

Update, 21.09 Uhr - Mehr als 45 Millionen Impfdosen verabreicht

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne sind in Deutschland mehr als 45 Millionen Dosen verabreicht worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag wurden am Montag 287.574 Menschen immunisiert, 158 451 davon bekamen nun ihren vollen Impfschutz.

Der Feiertag hatte die Zahl der Impfungen damit im Vergleich zur Vorwoche deutlich gedrückt, sieben Tage zuvor wurden mit 543.637 weitaus mehr Impfdosen verabreicht. Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 40,4 Prozent (33,6 Millionen) der Bevölkerung mindestens einmal und 14,3 Prozent (11,9 Millionen) vollständig geimpft.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 44,2 Prozent. Sachsen liegt mit 35,3 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland jedoch auch bei der Berücksichtigung der Zweitimpfungen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten.

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

Update, 20.13 Uhr - Hunderte Festnahmen bei Demonstrationen in Berlin vom Wochenende

Bei den Demonstrationen vom Wochenende und Pfingstmontag in Berlin sind nach Polizeiangaben Hunderte Menschen vorübergehend festgenommen worden. Allein am Samstag seien nach den Protesten gegen die Corona-Politik der Bundesregierung sowie der anti-israelischen Demonstration die Personalien von insgesamt 1019 Menschen aufgenommen worden, teilte die Polizei am Montag mit. Bei ähnlichen Protesten gab es am Sonntag 449 und am Pfingstmontag weitere 35 Festnahmen.

Dabei seien Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Teilnahme an einer verbotenen Versammlung, fehlender Mund-Nase-Bedeckung und tätlichen Angriffes sowie Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet worden. Die Polizei sei mit insgesamt 3000 Beamten auch aus anderen Bundesländern im Einsatz gewesen.

Update, 19.29 Uhr - EU-Staaten wollen 100 Millionen Corona-Impfdosen spenden

Die EU-Staaten wollen bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an ärmere Länder spenden. Dies geht aus einem Beschluss des EU-Gipfels vom Dienstag hervor. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten fühlten sich verpflichtet, das Teilen von Impfstoff mit bedürftigen Staaten zu beschleunigen. Auch solle der Aufbau örtlicher Impfstofffabriken unterstützt werden.

Die EU-Staaten bekommen nach jüngsten Prognosen bis Ende des Jahres noch mehr als eine Milliarde Corona-Impfdosen von den vier Herstellern mit EU-Zulassung. Zugleich macht die EU-Impfkampagne jetzt rasch Fortschritte. Bis Ende dieser Woche sollen 170 Millionen Menschen in der EU zumindest die erste Dosis bekommen haben, das entspricht 46 Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt, dass sich reiche Staaten einen Großteil der bisherigen Impfstoffproduktion gesichert haben, während ärmere Länder beim Impfen kaum vorankommen.

Update, 19.01 Uhr - Virologe Drosten veröffentlicht Studie zu Ansteckung durch Kinder

Die Daten sind nun im Fachblatt „Science“ erschienen: Der Virologe Christian Drosten hält an seiner Einschätzung zu einer Ansteckungsgefahr auch durch Kinder beim Coronavirus fest. „Mein anfänglicher Eindruck einer ungefähr gleich großen Infektiosität aller Altersgruppen hat sich bestätigt, nicht nur hier, sondern auch in anderen Studien“, sagte der Berliner Coronaviren-Experte laut einer Mitteilung der Charité vom Dienstag.

Für die am Dienstagnachmittag publizierte Studie bestimmten Wissenschaftler um Drosten für mehr als 25.000 Covid-19-Fälle die sogenannten Viruslasten, also die Menge des Viruserbguts in der PCR-Probe. „Die Erbgutkopien repräsentieren näherungsweise die Virusmenge im Rachen der Patienten und lassen daher Voraussagen über deren potenzielle Infektiosität zu“, erklärte die Charité.

Einbezogen wurden Menschen ohne Krankheitsanzeichen ebenso wie Patienten mit unterschiedlich schweren Symptomen bis hin zu Krankenhausfällen.

Bei Erwachsenen zwischen 20 und 65 Jahren zeigten sich demnach „keine nennenswerten Unterschiede“ bei der Viruslast. In den Proben der jüngsten Kinder zwischen 0 und 5 Jahren seien die niedrigsten Viruslasten gefunden worden, bei älteren Kindern und Jugendlichen hätten sich die Werte mit steigendem Alter denen der Erwachsenen angeglichen, heißt es weiter.

Die Werte von Kindern sieht Drosten durch eine andere Art der Probenentnahme im Vergleich zu Erwachsenen beeinflusst: Es würden deutlich kleinere Tupfer eingesetzt, die weniger als halb so viel Probenmaterial einbrächten. Statt der schmerzhaften tiefen Nasenrachen-Abstriche würden zudem oft einfache Rachenabstriche gemacht, in denen sich nochmals weniger Virus finde. Deshalb seien bei Kindern von vorn herein geringere Viruslast-Messwerte zu erwarten.

Erste, noch nicht von unabhängigen Fachleuten geprüfte Auswertungen zu Viruslasten hatte Drosten bereits vor mehr als einem Jahr vorgelegt. Diese waren auch in der Debatte um die Öffnung von Schulen und Kindergärten viel beachtet worden.

Update, 18.24 Uhr - Datenklau: Phishing-Mails zu Corona-Hilfsgeldern kursieren

Soloselbständige, Freiberufler und Unternehmer sollten wachsam sein: Derzeit kursieren Phishing-Mails mit falschen Antragsformularen für die Corona-Überbrückungshilfe III. Als Absender werde dabei unter anderem der Name der Europäischen Kommission missbraucht, wie deren Vertretung in Deutschland warnt. Empfängerinnen und Empfänger sollten solche Mails erst gar nicht öffnen und löschen.

Den kriminellen Absendern der Nachrichten gehe es nur darum, sensible Daten abzugreifen, erklärt die EU-Kommission. Anträge für Corona-Hilfen der Bundesregierung könnten nur über die Seite  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.

Vergleichbare Phishing-Spam-Wellen gibt es bereits seit Sommer 2020. Aktuell werden den Angaben zufolge Mail-Adressen des Mail-Dienstes T-Online angeschrieben. Und auch die Absenderadressen stammten von diesem Dienst.
Allen, die bereits ihre Daten an die von den Betrügern angegebene Mail-Adresse geschickte haben sollten, empfiehlt die EU-Kommission, eine Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle. Die Ermittlungen der Polizei Berlin würden derzeit unter der Vorgangsnummer 210521-0900-371074 geführt.

Update, 17.39 Uhr - 647 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 647 aktive Covid-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 60,9.

Seit der letzten Pressemitteilung am 21. Mai sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 31 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 10.879 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 10.018 Personen (106 Personen mehr seit der Meldung vom 21. Mai).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 214 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 16 Covid-19-Patienten behandelt, davon neun auf der Normalstation und sieben auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 69.535 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 22.195 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 17.01 Uhr - 21 neue Corona-Fälle seit Samstag im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag 21 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Aktuell gibt es landkreisweit 121 aktive Fälle, davon 18 in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Kindergärten und Schulen.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell 14 COVID-19-Patienten stationär behandelt, fünf davon auf der Intensivstation.

Im Landkreis Berchtesgadener Land wurden mit Stand 24. Mai, 20 Uhr, bislang insgesamt 56.436 Impfungen durchgeführt, davon 39.839 Erstimpfungen (37,51 Prozent) und 16.597 Zweitimpfungen (15,63 Prozent).

Update, 16.18 Uhr - Auch Moderna will Impfstoff-Zulassung für Kinder ab zwölf Jahren

Nach dem deutschen Hersteller Biontech und seinem US-Partner Pfizer will auch das US-Unternehmen Moderna für seinen Corona-Impfstoff eine Zulassung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragen. Der Impfstoff schütze auch Heranwachsende zwischen zwölf und 17 Jahren zuverlässig vor einer Covid-19-Erkrankung, teilte der Hersteller am Dienstag mit.

Das gehe aus Ergebnissen einer Studie mit mehr als 3700 Teilnehmern aus dieser Altersgruppe hervor. Keiner von ihnen habe nach einer vollständigen Impfung eine Covid-19-Erkrankung entwickelt. Der Impfstoff sei gut vertragen worden. Noch sind die Ergebnisse aber weder von Experten begutachtet noch in einem Fachjournal veröffentlicht.

Anfang Juni will Moderna eigenen Angaben zufolge Ausweitungen seiner Notfallzulassungen weltweit für Kinder und Jugendliche beantragen. Zuvor war bereits der Impfstoff von Biontech/Pfizer in mehreren Ländern auch für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren zugelassen worden, auch die EU-Arzneimittelbehörde prüft derzeit einen entsprechenden Antrag.

Update, 15.06 Uhr - Ab Donnerstag weitere Öffnungsschritte im Landkreis Mühldorf?

Wie das zuständige Landratsamt berichtet, gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn einen neuen Corona-Fall. Die Zahl der landkreisweit derzeit aktiven Fälle liegt bei 88, die 7-Tage-Inzidenz bei 28,5. Der Kreis Mühldorf liegt damit nun fünf Tage in Folge unter dem Schwellenwert von 50.

Derzeit läuft die Abstimmung einer Allgemeinverfügung mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium über weitere Öffnungsschritte ab Donnerstag, 27. Mai insbesondere in den Bereichen Gastronomie, Theater-, Konzert und Opernhäuser sowie Kinos, Tourismus, Freibäder, Fitnessstudios und Sport. Sobald das erforderliche Einvernehmen des Gesundheitsministeriums vorliegt, wird die Allgemeinverfügung mit den weiteren Öffnungsmöglichkeiten bekanntgemacht.

Update, 13.52 Uhr - Stiko: Schulöffnung nicht entscheidend für Impfung von Kindern

Die Rückkehr zum Präsenzunterricht ist nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) kein entscheidender Grund für die Corona-Impfung von Kindern. Im Vordergrund müsse die Frage stehen, wie hoch die Gefährdung der Kinder durch eine Infektion mit dem Coronavirus sei, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens am Dienstag im Deutschlandfunk. „Es muss zunächst genau geklärt werden, wie dringend die Kinder die Impfung brauchen zu ihrem eigenen Gesundheitsschutz“. Auch Privatleben oder Urlaub mit den Eltern seien sekundäre Argumente, „die für sich alleine genommen keine ausreichende Begründung liefern, um jetzt alle Kinder zu impfen“.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt Schülerinnen und Schülern in Aussicht gestellt, bis Ende August ein Impfangebot zu erhalten. Die Europäische Gesundheitsbehörde EMA prüft, ob sie den Impfstoff von Biontech für ältere Jugendliche empfiehlt. Die Stiko behält sich vor einer Empfehlung noch eine Prüfung vor. Mertens rechnet innerhalb der nächsten 10 bis 14 Tage mit einem Ergebnis der Beratungen. „Es kann sein, dass die Stiko den Vorstellungen der Politik nicht in allen Punkten nachkommen kann, da die Ergebnisse das unter Umständen nicht hergeben“, so Mertens.

Update, 13.03 Uhr - UEFA: 16.500 Zuschauer beim Champions-League-Finale

Zum Champions-League-Finale in Porto dürfen 16.500 Zuschauer ins Estádio do Dragão. Nach einer Entscheidung der zuständigen Behörden dürfe die Arena mit rund 50.000 Plätzen beim Endspiel zwischen Manchester City und dem FC Chelsea am Samstag zu rund einem Drittel ausgelastet werden, teilte die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Dienstag mit. In den freien Verkauf sollten ab Dienstagnachmittag (14 Uhr) aber nur 1700 Tickets auf der Internetseite uefa.com gehen. Beide Finalisten haben für ihre Fans jeweils 6000 Eintrittskarten erhalten.

Das Finale sollte ursprünglich in Istanbul ausgetragen werden. Grund für die Verlegung waren Sicherheitsbedenken. Großbritannien hatte die Türkei wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen auf eine „rote Liste“ von Ländern gesetzt, aus denen eine direkte Einreise ins Vereinigte Königreich verboten ist.

Update, 12.12 Uhr - Philologenverbands-Experte: Abiprüfung in Mathe war machbar

Die Abiturprüfung in Mathematik in Bayern war nach Ansicht eines Experten vom Philologenverband trotz der Corona-Krise fair. „Trotz ein paar schwerer Aufgaben war alles machbar“, sagte der Leiter der Fachgruppe Mathematik beim Bayerischen Philologenverband, Florian Borges, der „Süddeutschen Zeitung“. Zuvor hatte es Kritik von Schülerinnen und Schülern gegeben, dass die Matheprüfung in diesem Jahr besonders schwer gewesen sei.

Diese Vorwürfe sieht der stellvertretende Schulleiter am Annette-Kolb-Gymnasium in Traunstein trotz der Pandemie nicht gerechtfertigt. „Das Abitur war keinesfalls schwerer als sonst“, sagte er. Auch die Corona-Krise sei ausreichend berücksichtigt worden. Die Schülerinnen und Schüler hätten so viel Zeit zur Vorbereitung gehabt wie kein Jahrgang in den vergangenen hundert Jahren zuvor, sagte Borges. „Klausuren in anderen Fächern sind ja zum Beispiel weggefallen. Das waren Entlastungen an allen Ecken und Enden.“

Update, 11.22 Uhr - Gesundheitsminister: Malta hat Herdenimmunität erreicht

Malta hat nach Angaben seines Gesundheitsministers als erstes EU-Land 70 Prozent seiner erwachsenen Bevölkerung mit wenigstens einer Dose gegen Covid-19 geimpft. „Wir haben heute die Herdenimmunität erreicht“, sagte Minister Chris Fearne am Montag bei einer Pressekonferenz. In dem Land mit etwa 500.000 Einwohnern wurden laut Daten des Gesundheitsministeriums Stand Sonntag bislang mehr als 475.000 Impfstoffdosen verabreicht. Fearne zufolge sind von den Menschen über 16 Jahren knapp 42 Prozent durchgeimpft.

In Malta sank die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Monaten stark. Jeder Bürger über 16 Jahre kann derzeit eine Impfung bekommen. Von den über 60-Jährigen wurden bereits 95 Prozent geimpft. Ab dem 1. Juli will die Regierung laut Fearne bei weiter niedrigen Corona-Fallzahlen die Regeln zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen lockern. Durchgeimpfte Menschen sollen dann den Schutz nicht mehr tragen müssen, wenn sie zum Beispiel alleine draußen unterwegs sind. An Stränden soll die Maskenpflicht bereits ab dem 1. Juni entfallen.

Update, 10.43 Uhr - Landkreis Altötting meldet 13 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 13 neue Corona-Fälle (Stand 24. Mai, 13 Uhr) gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5979 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 160 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (35), Garching (34) und Neuötting (26). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 65,5.

Update, 9.59 Uhr - Panne in Chemnitz: 17 Menschen versehentlich mit Astrazeneca geimpft

Wegen einer Panne am Impfzentrum Chemnitz sind 17 Menschen versehentlich mit Astrazeneca statt Moderna geimpft worden. Davon sind wohl auch unter 40-Jährige betroffen. Insgesamt habe der Kreis von anfangs mehr als 250 auf 69 Menschen eingegrenzt werden können, die in dem Zeitraum am Dienstag auf der betreffenden Impfstrecke geimpft wurden. Noch genauer werde sich der Personenkreis nicht bestimmen lassen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Klaus Heckemann, der Deutschen Presse-Agentur. Dazu zählten acht Geimpfte, die jünger als 40 Jahre seien.

Die Kassenärztliche Vereinigung bedauerte die Verwechslung: „Leider konnte dies trotz höchster Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollmechanismen nicht verhindert werden.“ Es sei sehr misslich, dass die Ampullen beider Vakzine das gleiche Volumen hätten und auch ihre Abdeckung farblich gleich sei. Das habe die Verwechslung begünstigt, erklärte Heckemann auf Nachfrage.

Den Angaben nach wurden nach der Verwechslung personelle Konsequenzen gezogen. Zudem würden die Abläufe erneut geprüft und die Mitarbeiter der Impfzentren entsprechend instruiert. Die möglicherweise Betroffenen seien per Brief über weitere Handlungsempfehlungen informiert worden, hieß es. Zudem könnten sie sich über eine Sonderrufnummer mit ihren Fragen an einen erfahrenen Impfarzt wenden.

Update, 9.04 Uhr - Knapp zwei Drittel der Bürger für Rückkehr zu Präsenzunterricht

Knapp zwei Drittel der Bundesbürger sind unter Einhaltung von Test- und Hygienekonzepten für eine sofortige Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht. 65,2 Prozent sind einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag der FDP-Bundestagsfraktion auf jeden Fall oder eher dafür. Die Umfrage liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 24,7 Prozent sind auf jeden Fall oder eher dagegen. Jeder Zehnte ist unentschieden. Die Mehrheit für die sofortige Rückkehr zum Präsenzunterricht reicht von 78,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern bis 55 Prozent in Bremen.

Laut dem jüngsten Tagesbericht des RKI sank in den vergangenen Wochen die Sieben-Tage-Inzidenz in allen Altersgruppen, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tagen. Covid-19-Ausbrüche beträfen vor allem private Haushalte, aber auch das berufliche Umfeld sowie Kitas und Schulen. Mehr als 112.000 Fälle sind aus Kitas, Horten und Schulen gemeldet. 46.000 Mal waren dort Beschäftigte wie etwa Lehrkräfte betroffen.

Update, 8.21 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 25. Mai).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich in den letzten 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Gestiegen sind die Inzidenzen im Kreis Altötting (von 61,0 auf 65,5) und im Kreis Mühldorf (von 27,6 auf 28,5). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Berchtesgadener Land (von 88,7 auf 87,8), im Kreis Traunstein (von 63,2 auf 60,9) im Kreis Rosenheim (von 62,0 auf 51,3) und in der Stadt Rosenheim (von 48,8 auf 45,6).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 7.42 Uhr - Obersalzberg - Kehlsteinhaus öffnet wieder für Besucher

Nach einjähriger Pause können Besucher voraussichtlich vom nächsten Freitag (28. Mai) an wieder das Kehlsteinhaus am Obersalzberg besuchen. Bis zu 400.000 Gäste besuchen jedes Jahr den Kehlstein. Durch einen Tunnel geht es mit einem Aufzug in das heute als Gaststätte geführte Ausflugsziel mit weitem Blick auf die Berchtesgadener Bergwelt. Mehrfach war die Eröffnung verschoben worden, wegen der zu hohen Corona-Zahlen, aber auch, weil in der Höhe noch viel Schnee lag. Ob es beim Eröffnungsdatum bleibt, hängt nun von der Entwicklung der Corona-Zahlen ab - die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen müsste dazu stabil unter 100 bleiben.

Voraussetzung für einen Besuch ist auch dann ein negativer Corona-Test, eine vollständige Impfung oder die Bescheinigung, genesen zu sein. Maximal vier Busse sollen im Halbstundentakt von der Abfahrtsstelle unweit der Dokumentation Obersalzberg nach oben fahren. In Spitzenzeiten waren es bislang bis zu sieben. In den Bussen herrscht Maskenpflicht. Der Kehlstein-Aufzug, der über einen Tunnel erreichbar ist, dürfe statt 46 nur 38 Personen befördern, sagt Michael Wendl, Leiter des Zweckverbands Bergerlebnis Berchtesgaden. Er ist optimistisch: „Wir sind im Vorfeld bereits gut ausgelastet. Wir freuen uns, dass es wieder los geht.“

Update, 6.23 Uhr - RKI registriert 1911 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 58,4

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4209 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 58,4 an (Vortag: 62,5; Vorwoche: 79,5).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 33 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 221 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.653.551 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.423.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 87.456 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Montagabend bei 0,84 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Scharfe Kritik an Gesundheitsminister Spahn (CDU)

Aus FDP- und Linksfraktion kommt Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), weil er als Zielmarke für einen unbeschwerten Sommer eine Corona-Inzidenz von unter 20 genannt hat (News-Ticker Montag, 24. Mai). „Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung“, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der Zeitung „Welt“. Theurer weiter: „Die Intensivbetten leeren sich, die schweren Verläufe werden deutlich seltener. Die Gefährdungslage aus einer spezifischen Zahl, sei es 20, 35, 50 oder 100, ist inzwischen eine ganz andere, als das noch Anfang des Jahres der Fall war.“

Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali sagte: „Konkrete Problemlösung anstatt schwurbeliger Ankündigungen wäre jetzt dringend geboten.“ Als Probleme nannte sie ineffektive Testsituationen in Schulen, Wechselunterricht und Impfstoffmangel. Zurückhaltender äußerten sich die Grünen. „Allein auf die Inzidenz zu schauen wird in den nächsten Wochen nicht reichen. Auch wenn eine Strategie der niedrigen Infektionszahlen grundsätzlich richtig ist“, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.

Spahn hatte zur Sieben-Tage-Inzizdenz der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gesagt: „Im vergangenen Sommer lag sie unter 20. Das sollten wir wieder anstreben. Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin.“ Am Montagmorgen hatte das zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) die Sieben-Tage-Inzidenz mit bundesweit 62,5 angegeben (Vortag: 64,5; Vorwoche: 83,1).

Unionsfraktionsvize Stephan Stracke (CSU) sagte, es solle keineswegs das Infektionsschutzgesetz mit den Grenzwerten 100, 50 und 35 geändert werden. Aber: „Mit der Zielrichtung von 20 vermeiden wir insbesondere Situationen, in denen Öffnungsschritte bei Überschreiten der gesetzlichen Grenzwerte wieder zurückgenommen werden müssen.“

mh/mw/aic/dpa

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