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News-Ticker zur Corona-Pandemie

„Erleben eine Verrohung, wie wir sie bisher nicht kannten“ - Oberbürgermeister warnen vor zunehmender Radikalisierung

Konstanz: Ein Teilnehmer mit einem Schild, auf dem Angst als die schlimmste Pandemie aller Zeiten bezeichnet wird, stand am 4. Oktober in einer Menge an Menschen, die einen Gottesdienst am Ufer des Bodensees feierten. Die Initiative „Querdenken“ hatte außerdem zu einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen aufgerufen.
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Konstanz: Ein Teilnehmer mit einem Schild, auf dem Angst als die schlimmste Pandemie aller Zeiten bezeichnet wird, stand am 4. Oktober in einer Menge an Menschen, die einen Gottesdienst am Ufer des Bodensees feierten. Die Initiative „Querdenken“ hatte außerdem zu einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen aufgerufen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (25. September) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 243 (Quelle/Stand: LGL, 24. September, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 1,9 (Quelle/Stand: LGL, 24. September, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 269 (Quelle/Stand: DIVI, 24. September, 9 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 114,8, Landkreis Rosenheim 134,1, Landkreis Traunstein 196,1, Landkreis Berchtesgadener Land 156,1, Landkreis Mühldorf 66,1, Landkreis Altötting 74,3 (Quelle/Stand: RKI, 25. September, 3.16 Uhr) 
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 4659, Landkreis Rosenheim 16.087, Traunstein 12.598, Berchtesgadener Land 7158, Mühldorf 7629, Altötting 6820 (Quelle/Stand: RKI, 25. September, 3.16 Uhr) 
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 73, Landkreis Rosenheim 471, Traunstein 220, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 157, Altötting 212 (Quelle/Stand: RKI, 25. September, 3.16 Uhr) 
  • Service: Fälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    **= Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 19.06 Uhr - Oberbürgermeister warnen vor zunehmender Radikalisierung

Nach dem tödlichen Schuss bei einem Streit um die Maskenpflicht in Idar-Oberstein haben mehrere Oberbürgermeister vor einer zunehmenden Radikalisierung in der Gesellschaft gewarnt und teils die Justiz kritisiert. „Wir erleben eine Verrohung, wie wir sie bisher nicht kannten“, sagte der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), dem Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntag). Dies habe 2015 mit der Flüchtlingsdebatte begonnen und sich in der Pandemie fortgesetzt, von den Reichsbürgern bis zu den Corona-Leugnern.

Er kritisierte den Umgang der Justiz mit solchen Taten: „Die Staatsanwaltschaften sind mir oft zu luschig“, sagte Jung. „Es ist eben nicht Meinungsfreiheit, wenn Artikel 1 unseres Grundgesetzes verletzt wird, also die Würde des Menschen.“

Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) beklagte in dem gemeinsamen Interview mehrerer Stadtoberhäupter eine gewisse Schutzlosigkeit. Wenn sie Anzeige erstatte, würden die Verfahren oft eingestellt. „Wenn es hart auf hart kommt, fühle ich mich ausgeliefert, weil man überhaupt keine Möglichkeit hat, sich zur Wehr zu setzen“, erklärte sie.

Einem 49-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein einen 20 Jahre alten Tankstellen-Kassierer erschossen zu haben, nachdem der ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte.

Update, 18.08 Uhr - Bericht: Armbänder für Geimpfte und Genesene an Leibniz-Uni

Studenten und Mitarbeiter der Leibniz-Universität Hannover können einem Medienbericht zufolge künftig bunte Armbänder als Impf- und Genesenen-Nachweise nutzen. Dies sei freiwillig, Ziel sei, die Einlasskontrollen zu beschleunigen, teilte die Universität einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ zufolge mit. Demnach wurden 50.000 Bändchen bestellt, dies habe etwa 15.000 Euro gekostet. Vom 4. Oktober an sollten die Bänder ausgegeben werden, ab dann werde auch kontrolliert. Die Universität war am Samstag für Nachfragen zunächst nicht zu erreichen.

Im neuen Wintersemester sind wieder viele Präsenzveranstaltungen geplant, dabei gilt nach der niedersächsischen Corona-Verordnung die sogenannte 3G-Regel für Geimpfte, Genesene und Getestete. Nach Vorlage des entsprechenden Nachweises sollten die Bänder an geimpfte und genesene Studentinnen und Studenten sowie Mitarbeiter ausgegeben werden.

Die Hochschulleitung habe sich „nach intensivem Abwägen“ für diese Lösung entschieden, sagte Sprecherin Mechthild von Münchhausen der Zeitung. Wer kein Bändchen tragen wolle, könne bei den Kontrollen auch Impf- oder Genesenen-Nachweise vorlegen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss beim Betreten eines Gebäudes ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Auch an der Hochschule Hannover sind die Bänder dem Bericht zufolge im Einsatz.

Update, 16.51 Uhr - Münchner OB Reiter erwartet Einlasskontrollen zur Wiesn 2022

Ein Oktoberfest 2022 wird es nach Einschätzung von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nicht ohne Einlasskontrollen geben können. „Davon muss man derzeit ausgehen”, sagte er der Münchner „Abendzeitung” (Samstagsausgabe). „Wir überlegen gerade, wie wir das technisch und personell am besten umsetzen können.” Heuer fiel die Wiesn zum zweiten Mal infolge der Corona-Pandemie zum Opfer. Wie es im kommenden Jahr aussieht, ist noch unklar. Für ihn sei „vor allem eine hohe internationale Impfquote notwendig, damit die Wiesn so sicher wie möglich sein kann und genug Besucher kommen, wenn Corona-Einschränkungen erforderlich sind”, sagte Reiter der Zeitung.

Update, 14.49 Uhr - Aiwanger fordert: Maskenpflicht an Schulen abschafffen

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger will die Maskenpflicht für Schüler am Sitzplatz und beim Sportunterricht nicht verlängern. „Die aktuell erfreulich niedrigen Fälle von positiv Getesteten an den Schulen rechtfertigen die Maskenpflicht nicht mehr“, sagte Aiwanger am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Demzufolge waren am Mittwoch an den weiterführenden Schulen in Bayern nur 189 von 639.000 auf Corona getesteten Kindern und Jugendlichen positiv gewesen. „Das sind 0,03 Prozent. Das zeigt, unsere Schulen sind derzeit sehr sicher und es ist höchste Zeit, dass die Schülerinnen und Schüler vom stundenlangen Maskentragen am Sitzplatz und im Sport befreit werden“, erläuterte Aiwanger.

Die Freien Wähler würden deshalb einer Verlängerung der jetzigen Masken-Regelung nicht mehr zustimmen, betonte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident. Die Maskenpflicht war zu Schulbeginn Mitte September zunächst bis zum 1. Oktober eingeführt worden, um mögliche Infektionen durch Reiserückkehrer zu verhindern. „Diese Startphase ist jetzt rum, das Testen gibt einen hohen Sicherheitsstandard, deshalb jetzt weg mit der Maske“, forderte Aiwanger.

Update, 12.10 Uhr - Ministerium will Mitnahme von Schutzmasken im Auto zur Pflicht machen

Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll künftig zur Pflicht werden. Das bestätigte das Bundesverkehrsministerium am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zuvor hatte die Düsseldorfer „Rheinische Post“ über die Pläne berichtet.

Demnach müssen Fahrzeugführer auch nach der Corona-Pandemie stets zwei Mund-Nase-Bedeckungen im Auto dabei haben. Geplant sei, dass die Masken künftig dem vorgeschriebenen Inhalt des Verbandkastens in Pkw, Lkw und Bussen hinzugefügt werden. Dies hatte nach Angaben des Ministeriums der Bundesverband Medizintechnologie vorgeschlagen.

Es sei beabsichtigt, die Vorgabe mit der nächsten Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung umzusetzen, schrieb das Verkehrsministerium. Wann genau die Änderung in Kraft treten könnte, sei aber noch unklar.

Das Ministerium begrüße „eine schnelle geplante Umsetzung der Normenänderung“, hieß es dazu lediglich. Auch zur Frage nach möglichen Bußgeldern gibt es noch keine offiziellen Angaben. Bislang sind fünf Euro fällig, wenn die Erste-Hilfe-Ausrüstung im Auto fehlt oder unvollständig ist.

Aus dem Bundesgesundheitsministerium hieß es am Samstag auf dpa-Anfrage, dass man jede Maßnahme, die zum Infektionsschutz beitrage, grundsätzlich begrüße.

Update, 10.51 Uhr - Unvollständige Daten des RKI: Sind die Inzidenzen in der Region deutlich höher?

Von 19 Landkreisen und Städten in Bayern wurden am Samstag jeweils null Neuinfektionen an das RKI übermittelt. Aktuell geht man allerdings von einem technischen Defekt aus. Dass tatsächlich in all diesen Städten und Landkreisen (unter anderem Stadt und Landkreis Rosenheim, Altötting und Mühldorf) keine neuen positiven Abstriche registriert wurden, ist äußerst unwahrscheinlich. Auch, weil das Landratsamt Altötting gegenüber innsalzach24.de bereits fünf Neuinfektionen bestätigte. Von Seiten des RKI gibt es noch keine Information über die offenbar unvollständigen Daten.

Für die gesamte Region meldete das RKI am Samstagmorgen deutlich sinkende Inzidenzen (siehe Update 9.06 Uhr). Doch bei Anpassung der Neuinfektionen dürften diese auch wieder nach oben korrigiert werden.

Update, 10.26 Uhr - Rund 230 000 Maskenpflicht-Verstöße und zahlreiche Übergriffe im Bahnverkehr

Rund 230 000 Verstöße gegen die Maskenpflicht in Zügen hat die Bundespolizei dieses Jahr laut „Welt am Sonntag“ bisher erfasst. In den allermeisten Fällen hätten es die Beamten bei einer Belehrung belassen können, berichtete die Zeitung. In rund 11 300 Fällen wurden demnach zur Einleitung von Bußgeldverfahren die zuständigen Behörden vor Ort informiert.

745 Mal wurden dem Bericht zufolge sogenannte Beförderungsausschlüsse verhängt - die Verweigerer mussten also den Zug verlassen. Im Januar wurden demnach mehr als 42 300 Ermahnungen ausgesprochen, seitdem ging die Zahl zurück und lag im August noch bei knapp 23 000.

Die Einführung der Maskenpflicht in Zügen und anderer Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben laut Betriebsrat der Deutschen Bahn zu vermehrten Übergriffen auf Mitarbeiter des Konzerns geführt. Zugenommen hat Bahn-Konzernbetriebsrat Jens Schwarz zufolge seit dem Beginn der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung die Zahl der Attacken auf Bahnmitarbeiter - neben Beleidigungen und anderen verbalen Angriffen häufig auch körperliche Angriffe.

Update, 9.06 Uhr - Inzidenzen in der Region weiter sehr hoch, aber rückläufig

Weiterhin befinden sich die Kreise aus der Region unter den bundesweiten Inzidenz-Spitzenreitern, wenngleich die Inzidenzen in allen Kreisen rückläufig sind. Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 87,8 auf 74,3), Landkreis Mühldorf (von 86,7 auf 66,1), Kreis Berchtesgadener Land (von 158,9 auf 156,1), Landkreis Traunstein (von 201,7 auf 196,1), Stadt Rosenheim (von 136,8 auf 114,8) und Landkreis Rosenheim (von 167,7 auf 134,1). In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Allerdings ist es naheliegend, dass am Samstag wohl nicht alle Daten dem RKI übermittelt werden konnten. Während das Berchtesgadener Land 19 und der Landkreis Traunstein 54 Neuinfektionen melden, wurden aus den anderen Landkreisen keinerlei Neuinfektionen gemeldet.

243 hospitalisierte Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gibt es aktuell in Bayern, damit liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 1,9/ Vortag 1,8 (Quelle/Stand: LGL, 24. September, 8 Uhr). Die Krankenhausampel ist damit aktuell grün.

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 25. September 2021)

RKI registriert 7211 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 60,6

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 60,6 an. Tendenziell geht die Zahl somit seit rund zwei Wochen zurück. Am Vortag hatte der Wert bei 62,5 gelegen, vor einer Woche bei 72,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7211 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.08 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8901 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 62 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 63 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 188 604 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,58 an. Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen der hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 952 000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93 365.

mz/fgr/dpa

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