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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Ethikrat: 2G-Modell keine Impfpflicht durch die Hintertür - Deutschland erhält 2,25 Milliarden Euro Corona-Hilfen von der EU

Coronavirus - EU
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, die Corona-Krise habe bewiesen, dass Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft untrennbar zusammenhängen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (26. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 196,7, Landkreis Rosenheim 72,7, Landkreis Traunstein 49,1, Landkreis Berchtesgadener Land 66,1, Landkreis Mühldorf 64,7, Landkreis Altötting 105,8 (Quelle/Stand: RKI, 26. August, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 4168, Landkreis Rosenheim 14.417, Traunstein 11.362, Berchtesgadener Land 6387, Mühldorf 7204, Altötting 6286 (Quelle/Stand: RKI, 26. August, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 67, Landkreis Rosenheim 464, Traunstein 217, Berchtesgadener Land 102, Mühldorf 155, Altötting 210 (Quelle/Stand: RKI, 26. August, 0 Uhr)
  • Mindestens 92.061 Todesfälle in Deutschland (15.393 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.40 Uhr - Maskenausschuss des Landtags soll weitere Fälle ab 2010 untersuchen

Der von drei Oppositionsparteien des Maximilianeums geplante Corona-Masken-Untersuchungsausschuss soll auch Geschäfte der Staatsregierung aus der Vergangenheit beleuchten.

Nach dem am Donnerstag von Grünen, SPD und FDP vorgestellten Fragenkatalog sollen Verträge der Ministerien oder nachgeordneter Behörden seit dem Jahr 2010 untersucht werden, an denen Abgeordnete beteiligt waren. Die Fraktionen wollen dadurch insbesondere sehen, ob es Provisionszahlungen an Politiker gab.

In der Maskenaffäre würden teils seit einem halben Jahr von der Regierung Fragen der Opposition nicht beantwortet, erklärten die Vertreter der drei Fraktionen. Zudem sei die Einsetzung eines Sonderermittlers oder einer Sonderermittlerin verweigert worden. Daher müsse nun ein Untersuchungsausschuss die Hintergründe der Geschäfte mit Corona-Schutzausrüstung „konsequent und transparent“ aufklären. Der Antrag für den Ausschuss soll erst nach der Bundestagswahl im Oktober eingereicht werden. Es wird damit gerechnet, dass spätestens im Februar 2022 die konstituierende Sitzung stattfindet.

Der Ausschuss soll verschiedene Maskenankäufe und andere Geschäfte in der Pandemie beleuchten. Die prominentesten Fälle sind Zahlungen an den ehemaligen bayerischen Justizminister und Landtagsabgeordneten Alfred Sauter (CSU) sowie den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein. Die Münchner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen beide sowie sechs weitere Beschuldigte unter anderem wegen des Anfangsverdachtes der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern. Sauter und Nüßlein weisen alle Korruptionsvorwürfe zurück.

Update, 20.56 Uhr - Ethikrat: 2G-Modell keine Impfpflicht durch die Hintertür

Der Deutsche Ethikrat hält das Hamburger 2G-Optionsmodell nicht für eine Impfpflicht durch die Hintertür.

„Eine Pflicht ist etwas, dem man sich nicht entziehen kann“, sagte die Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx am Donnerstag dem Hörfunksender NDR Info. Das sei hier nicht der Fall. Stattdessen werde „Druck aufgebaut, um es attraktiver zu machen, sich und andere zu schützen“.

Die 2G-Option ist in Hamburg von Samstag an möglich. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen.

Buyx sagte, aus ethischer Sicht sei das 3G-Modell besser, weil es mehr Teilhabe biete. Wenn sich die Situation aber weiter verschlechtern würde, sei 2G ethisch vertretbar, wenn damit maßvoll umgegangen werde. „Man sollte vorher alles andere ausgeschöpft haben.“ Wichtig sei zudem, vorab zu überdenken, welche Bereiche betroffen seien. „Die Disco ist nicht der Sportverein und auch nicht der Behördenbesuch.“

Update, 20.09 Uhr - Deutschland erhält 2,25 Milliarden Euro aus Corona-Hilfsfonds der EU

Deutschland hat den ersten Teil der Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds bekommen. Die zuständige EU-Kommission überwies 2,25 Milliarden Euro an die Bundesrepublik, wie eine Sprecherin mitteilte. Das entspricht neun Prozent der gesamten Hilfen - rund 25,6 Milliarden Euro - die Deutschland aus dem Fonds bekommen soll.

Nach Angaben der Kommission soll das Geld in Deutschland unter anderem für Investitionen in klimafreundliche Wasserstofftechnologie, digitale öffentliche Dienstleistungen sowie für die Modernisierung und Digitalisierung von Krankenhäusern ausgegeben werden. 2,5 Milliarden Euro werden demnach eingesetzt, um Bürgerinnen und Bürgern den Kauf von mehr als 800.000 klimafreundlichen Fahrzeugen zu ermöglichen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, die Corona-Krise habe bewiesen, dass Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft untrennbar zusammenhängen. „Deshalb ist es so wichtig, dass jetzt in den Wandel investiert wird, um eine Zukunft aufzubauen, die zugleich krisenfester, umweltfreundlicher und wettbewerbsfähiger ist.“

Das Corona-Wiederaufbauprogramm der EU sieht nach angepassten Preisen Hilfen in Höhe von insgesamt 800 Milliarden Euro vor. Das Geld soll helfen, die durch die Pandemie entstandenen wirtschaftlichen Schäden zu bewältigen. Finanziert wird es über Schulden, die bis zum Jahr 2058 gemeinsam getilgt werden sollen.

Kern des Programms ist die sogenannte Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF), aus der jetzt die Gelder an Deutschland ausgezahlt wurden. Sie ermöglicht die Vergabe von Zuschüssen in Höhe von insgesamt 338 Milliarden Euro sowie von Krediten. Aus einem anderen Teil des Corona-Wiederaufbauprogramms hatte Deutschland bereits im Juni die ersten Gelder erhalten.

Um Hilfen aus der RRF zu erhalten, müssen Mitgliedsstaaten einen Plan mit konkreten Investitions- und Reformvorhaben vorlegen. Laut der Kommissionssprecherin haben bereits neun EU-Staaten Vorschüsse in Höhe von insgesamt 48,5 Milliarden Euro aus der Fazilität bekommen.

Update, 18.56 Uhr - Betriebe sollen Impfungen während der Arbeitszeit ermöglichen müssen

Arbeitgeber in Deutschland sollen Corona-Impfungen künftig ausdrücklich während der Arbeitszeit ermöglichen müssen. „Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten zu ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen“, heißt es im Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für eine neue Arbeitsschutzverordnung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zudem sollen Arbeitgeber die Betriebsärztinnen und -ärzte und ihre überbetrieblichen Dienste, die Schutzimpfungen im Betrieb durchführen, organisatorisch und personell unterstützen. Die Impfbereitschaft soll durch eine Ansprache der Beschäftigten und durch eine innerbetriebliche Informationskampagne gefördert werden. 

Künftig sollen Arbeitgeber bei ihren Anti-Corona-Hygienekonzepten auch den Impf- oder Genesenen-Status der Beschäftigten berücksichtigen können, sofern dieser ihnen bekannt ist. Die entsprechend aktualisierte Arbeitsschutzverordnung wird derzeit innerhalb der Regierung abgestimmt und soll kommenden Mittwoch (2. September) im Bundeskabinett verabschiedet werden.

Update, 18.08 Uhr - 18 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Wie das Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, gibt es 18 weitere Corona-Fälle. Vier Personen davon befanden sich bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne.

Landkreisweit gibt es derzeit 104 aktive Fälle, davon zwei in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Kindergärten und Schulen. Weiterhin sei ein verstärktes Infektionsgeschehen im Bereich von Urlaubsrückkehrern aus osteuropäischen Ländern sowie im privaten Bereich zu beobachten, so das Landratsamt weiter.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell acht Covid-19-Patienten stationär behandelt, davon haben fünf Personen ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land, ein Patient davon wird intensivmedizinisch betreut.

Update, 16.59 Uhr - RKI korrigiert Zahlen für die Region nach unten

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat im Lauf des Donnerstags die aktuellen Inzidenzzahlen für die Region nachträglich korrigiert. Dabei handelte es sich jedoch lediglich um geringfügige Nachbesserungen, welche sich meist auf die Nachkommastellen beschränkten.

Die Werte der 7-Tage-Inzidenz für die Landkreise der Region sowie für die kreisfreie Stadt Rosenheim wurden allesamt nach unten korrigiert.

Am größten fällt die Korrektur in den Landkreisen Berchtesgadener Land (66,1 auf 65,8) und Mühldorf (64,7 auf 64,4) aus. In den Kreisen Altötting (105,8 auf 105,7), Rosenheim (72,7 auf 72,6) und Traunstein (49,1 auf 49,0) beziehungsweise in der Stadt Rosenheim (196,7 auf 196,6) wurden die Werte lediglich um ein Zehntel nach unten korrigiert.

Update, 15.55 Uhr - 23 Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Das zuständige Landratsamt Traunstein meldet 23 Corona-Neuinfektionen. Landkreisweit liegen derzeit 143 aktive Fälle vor.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden aktuell zwei Covid-19-Patienten stationär behandelt, diese befinden sich jeweils auf der Normalstation.

Mittlerweile wurden nach Angaben des Landratsamtes 93.570 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 90.128 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 14.44 Uhr - Corona-Warn-App: So viele Infektionsketten konnten unterbrochen werden

Seit dem Start der Corona-Warn-App haben mehr als eine halbe Million Menschen ihr positives Testergebnis über die Smartphone-Anwendung geteilt. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag auf Twitter mit. „Damit haben sie andere gewarnt und dazu beigetragen, Infektionsketten zu beenden.”

Experten gehen davon aus, dass dadurch in über 200.000 Fällen Infektionsketten unterbrochen wurden. Die Zahl der relevanten Warnungen könnte aber noch viel höher sein, wenn alle Anwenderinnen und Anwender der App, die positiv getestet worden seien, dies auch in die App eintragen würden. Anfangs trauten sich nach Regierungsangaben aber nicht einmal 40 Prozent der Betroffenen, diese Alarmkette auszulösen. Inzwischen ist der Anteil deutlich höher, exakte Zahlen liegen aber nicht vor.

Update, 13.38 Uhr - Kreis Mühldorf meldet 128 aktive Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 25. August, 27 neue bestätigte Corona-Fälle. Die Zahl der landkreisweit aktiven Fälle beträgt derzeit 128. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 26. August, 3.15 Uhr) bei 64,7.

Unter den Neuinfektionen befinden sich sieben Reiserückkehrer aus dem Kosovo, Italien und der Türkei. Vier neue Fälle ergaben sich als Folgefall in Zusammenhang mit bereits bestätigten Indexfällen. 16 Ansteckungen erfolgten im privaten Bereich, wobei sich das Ausbruchsgeschehen auf einzelne Familien verteilt und klar eingrenzbar ist. Zwei der neuen Fälle sind vollständig geimpft.

Update, 12.49 Uhr - Lehrerpräsident warnt vor Durchseuchung der Schulen

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, warnt vor einer Durchseuchung der Schulen. „Auch wenn Kinder seltener schwer erkranken, dürfen wir eine Durchseuchung der Schulen nicht zulassen“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“. „Wir wollen es als Lehrerverband auch, dass Präsenzunterricht beim Schulstart möglichst vollständig stattfindet, aber nicht, indem man Gesundheitsschutzmaßnahmen herunterfährt und vor der Infektionsgefahr an Schulen kapituliert.“

Neuere Studien hätten herausgefunden, dass zwischen 0,3 bis 1,7 Prozent der mit Corona infizierten Kinder im Krankenhaus behandelt werden müssen. „Bezogen auf Deutschland bei knapp elf Millionen Schülern hieße das, dass zwischen 30.000 und 180.000 in Krankenhäusern behandelt werden müssten, von eventuellen Long-Covid-Folgen mal völlig abgesehen. Das, glaube ich, darf kein Politiker verantworten.“ Er sieht auch in der Vorbereitung auf dieses Schuljahr schwere Versäumnisse der Politik: Man komme „um die Feststellung nicht herum, dass auch bei der Vorbereitung dieses Schuljahres wieder vieles suboptimal gelaufen ist. Das fängt damit an, dass bis heute nicht klar ist, nach welchen Vorgaben, Kriterien und Regeln der Schulunterricht laufen soll.“

Update, 11.32 Uhr - Bericht: FFP2-Maskenpflicht in Bayern könnte fallen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat für die kommende Woche eine Corona-Verordnung unabhängig von der Inzidenz angekündigt. Zudem soll die FFP2-Maskenpflicht in Bayern fallen. „Wir werden eine einfachere und verständlichere Verordnung auf den Weg geben“, sagte der CSU-Chef am Donnerstag in München. Er betonte, Basis bleibe das seit dieser Woche geltende 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete. Zudem werde es Warnstufen geben, die die Krankenhausbelastung berücksichtigen. Je nach Bettenauslastung - auch bei Intensivbetten - werde es eine gelbe und rote Warnstufe geben, bei der es dann strengere Corona-Auflagen gebe.

Lesen Sie auch: Neue Drei-Stufen-Warnskala gegen Corona - auch ein Modell für Bayern?

Söder betonte, dass es keinen weiteren Lockdown wie in den ersten drei Corona-Wellen mehr geben solle. Dies sei im Umgang mit Geimpften und Genesenen nicht mehr rechtlich möglich. Darüber hinaus, so Söder, werde in Bayern die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken fallen, künftig würden sogenannte medizinische Masken gleichgestellt. Die nächste Kabinettssitzung in Bayern findet am kommenden Dienstag statt. Söder betonte, dass in den kommenden Tagen die Details zu den Neuerungen erarbeitet und anschließend im Kabinett besprochen würden.

Update, 11.04 Uhr - 25 neue Fälle im Kreis Altötting, davon acht Reiserückkehrer

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 25 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 25. August, 16 Uhr). Die Neu-Infizierten stammen aus Burghausen, Altötting, Burgkirchen, Kirchweidach, Stammham, Mehring, Kastl und Unterneukirchen. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf 6286 Personen.

Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 105,8. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 164 aktive Fälle - die meisten davon in Burghausen (38), Altötting (37), Burgkirchen (15) und Garching (14). Zudem gab es auch zwei positive Schnelltest-Ergebnisse, die bislang jedoch noch nicht in die Statistik eingearbeitet wurden.

Update, 10.23 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 26. August).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region steigen weiter an bzw. pendeln sich auf einem erhöhten Stand ein. In der Stadt Rosenheim übersteigt sie bereits den achten Tag in Folge die 100er-Marke und steht aktuell bei einem Wert von 196,7. Lediglich im Kreis Traunstein hat die Inzidenz die 50 noch nicht überschritten (von 45,7 auf 49,1). Teils machten die Inzidenzen in den letzten 24 Stunden einen deutlichen Sprung nach oben.
Die Inzidenzen im Detail: Kreis Altötting (von 88,8 auf 105,8), Landkreis Mühldorf (von 50,9 auf 64,7), Kreis Berchtesgadener Land (von 59,5 auf 66,1) und Landkreis Rosenheim (von 62,4 auf 72,7).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet.

Update, 9.17 Uhr - Erziehungswissenschaftler: Corona verstärkt Skepsis bei Ausbildung

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht des Erziehungswissenschaftlers Andreas Walther die Zurückhaltung von Jugendlichen am Ausbildungsmarkt verstärkt. „Sie wollen vermeiden, in Berufe gesteckt zu werden, aus denen sie nicht mehr problemlos herauskommen“, sagte der Professor für Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag). „Corona hat die Skepsis der Jugendlichen, ob das, was die Gesellschaft ihnen als Karrierechancen, Jobs oder Ausbildung bietet, wirklich zu ihnen passt, noch verstärkt.“

Da die Durchlässigkeit zwischen Berufsbildung und anderen Bildungsgängen in Deutschland vergleichsweise gering sei, hätten die Jugendlichen „Angst in einer Sackgasse stecken zu bleiben“, sagte Walther. Es sei zwar wichtig, Jugendliche zu einer Ausbildung zu motivieren. Gleichzeitig müsse man aber anerkennen, dass die Zurückhaltung durchaus gerechtfertigt sei. „Wir müssen an der Durchlässigkeit des Bildungs- und Ausbildungssystems arbeiten“, sagte Walther. „Generell sollte es kein verlorenes Jahr sein, wenn man eine Ausbildung beginnt und abbricht.“

Update, 8.21 Uhr - Wegen Delta: Notfallzelte in Sydney

Zwei Krankenhäuser im Westen der australischen Millionenmetropole Sydney errichten zur Bewältigung des Anstiegs der Covid-19-Patienten Notfallzelte. Die provisorischen Notaufnahmen dienten dazu, „Wartezeiten abzubauen“, sagt ein Sprecher des Bezirks der Nachrichtenagentur Reuters.
Die beiden Kliniken seien derart überlastet, dass Rettungswagen in andere Krankenhäuser umgeleitet werden müssen, teilt die australische Sanitäter-Vereinigung APA mit. Die größte Stadt Australiens verzeichnet auch nach zwei Monaten strengen Lockdowns weiter Rekordstände bei Neuinfektionen mit der Delta-Variante.

Update, 7.40 Uhr - RKI meldet aktuelle Zahlen am Dienstag verzögert

Das RKI meldet die Corona-Zahlen am Donnerstagmorgen verzögert. Aktuelle Daten lagen zunächst nicht vor. Laut Hinweis auf dem RKI Dashboard liegt eine technische Störung vor. Die 7-Tage-Inzidenz ist in den vergangenen Wochen kontinuierlich gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 61,3 - am Vortag hatte der Wert 58,0 betragen, vor einer Woche 40,8.

Anders als NRW: Bayern bleibt bei Kontaktdaten-Pflicht in Gastronomie

Anders als Nordrhein-Westfalen will Bayern weiter an der Pflicht zur Kontaktdatenerhebung in Restaurants und Kneipen festhalten. „Von einem Strategiewechsel im Kontaktpersonenmanagement kann man in Bayern nicht sprechen“, sagte eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch. Gerade mit Blick auf das wieder ansteigende Infektionsgeschehen bleibe weiterhin wichtig, Infektionen schnell zu erkennen und Infektionsketten gezielt zu unterbrechen.

In NRW müssen Restaurants, Cafés und Kneipen laut der seit Freitag gültigen Corona-Schutzverordnung nicht mehr festhalten, wer von wann bis wann bei ihnen war. Auch Baden-Württemberg plant, künftig auf massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen zu verzichten. Dort sollen die Gesundheitsämter nicht mehr bei jedem Corona-Fall die Kontakte - etwa in Kinos oder Gaststätten - nachverfolgen müssen. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über die in den Bundesländern unterschiedlichen Regelungen berichtet.

Laut dem bayerischen Gesundheitsministerium verändert sich die Kontaktnachverfolgung zwar dadurch, dass es immer mehr vollständig geimpfte Personen gibt. Diese müssen laut Robert Koch-Institut (RKI) nach engem Kontakt zu Infizierten nicht in Quarantäne, sollen sich selbst überwachen und sich nur bei Symptomen in Selbstisolierung begeben. Es bleibt laut Gesundheitsministerium aber sinnvoll, auch von Geimpften weiterhin die Kontaktdaten zu erfassen.

mh/aic/dpa

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