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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Innenminister Hermann: Durch radikale Corona-Proteste wächst Anschlagsgefahr

Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen - München Protest
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Corona-Demonstration in München (Archivbild)

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (27. Dezember) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 504 (Quelle/Stand: LGL, 24. Dezember, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsrate in Bayern: 3,8 (Quelle/Stand: LGL, 24. Dezember, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 744 (Quelle/Stand: DIVI, 27. Dezember, 7.05 Uhr)**/***
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 85,6 % (Quelle/Stand: DIVI, 27. Dezember, 6.15 Uhr)****
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 93,6 % (Quelle/Stand: DIVI, 27. Dezember, 6.15 Uhr)****
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 209,1, Landkreis Rosenheim 240,7, Landkreis Traunstein 182,6, Landkreis Berchtesgadener Land 207,8, Landkreis Mühldorf 190,6, Landkreis Altötting 231,1 (Quelle/Stand: RKI, 27. Dezember, 3.25 Uhr)****
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 8545, Landkreis Rosenheim 34.935, Traunstein 26.641, Berchtesgadener Land 15.810, Mühldorf 16.593, Altötting 13.491 (Quelle/Stand: RKI, 27. Dezember, 3.25 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 93, Landkreis Rosenheim 609, Traunstein 300, Berchtesgadener Land 150, Mühldorf 255, Altötting 269 (Quelle/Stand: RKI, 27. Dezember, 3.25 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 450 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Gelb in Kraft
    *** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft
    **** = Liegt die Intensivbetten-Auslastung im Rettungsleitstellenbezirk über 80% und die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis/der Stadt bei 300 oder höher, tritt ebenfalls Warnstufe Rot in Kraft

Update, 19.19 Uhr - Innenminister Hermann: Durch radikale Corona-Proteste wächst Anschlagsgefahr

Mit der zunehmenden Radikalisierung bei Protesten von Corona-Leugnern und Impfgegnern wächst laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) auch die Gefahr von extremistischen Straftaten. „Man muss das ernst nehmen, das ist eine Gefahr für unsere Demokratie. Und das hängt nicht nur davon ab, wie viele tausend Menschen unterwegs sind“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München. Es bestehe immer die Gefahr, dass ein Einzelner, angestachelt von Hass und Hetze anderer, ohne Auftrag zur Tat schreite. „Das Phänomen der spontanen Selbstradikalisierung kennen wir genauso aus dem Islamismus.“

Auch wenn die Zahl der radikalen Demonstranten nach wie vor überschaubar sei, gebe es „unübersehbar eine Mobilisierung im Bereich der extremen Rechten“, betonte Herrmann. Das gehe los bei den Querdenkern, die nichts vom Staat hielten und die sogar staatliche Institutionen außer Kraft setzen wollten. „Ich sehe hier einen fließenden Übergang in den Bereich der AfD, der NPD und zum so genannten Dritten Weg. Denen ist gemein, dass sie alle versuchen, bei den Impfgegnern Leute aufzusammeln und ideologisch zu manipulieren. Das ist ein echtes Problem.“

Weiter sagte der Minister: „Man kann die zwar nicht alle in einen Topf werfen, aber es ist eine Linie erkennbar, die sich durchzieht bis zu den Extremisten, die zum Beispiel in Sachsen die Gesundheitsministerin bedroht haben oder zu solchen, die womöglich einen Mordanschlag auf den sächsischen Ministerpräsidenten planen.“ Das seien Dimensionen, die noch vor einigen Jahren kaum vorstellen gewesen seien.

Über Social Media und Chats werden Hass und Hetze verbreitet, und es entstehen Stimmungen, die uns alle vor neue Herausforderungen stellen: Wie schützen wir die Menschen, und wie können wir konsequent dagegenhalten“, sagte Herrmann. Rein zahlenmäßig seien das zwar immer noch Minderheiten, die aber durch ihre Echokammern im Internet große Aufmerksamkeit erzeugten. Dieses Phänomen zeige sich auch beim „Demotourismus“, wo immer wieder die gleichen Personen auftauchten.

Update, 18.33 Uhr - Seit Donnerstag 119 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Donnerstag 119 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 40 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 15.810 (Stand RKI: 27. Dezember, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 207,8 (Stand RKI: 27. Dezember, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 325 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 158 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 29 in Alten- und Pflegeheimen, zwei in Gemeinschaftsunterkünften, 100 in Schulen, 26 in Kindergärten und einer in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 221 neue COVID-19-Fälle. Dem Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land wurden bisher insgesamt zwölf Omikron-Fälle im Landkreis gemeldet.

Seit Donnerstag wurde ein weiterer Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine Frau im Alter von 73 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit COVID-19 Verstorbenen erhöht sich somit auf 150.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 27 COVID-19-Patienten stationär behandelt. 22 Patienten davon haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land insgesamt drei Patienten intensivmedizinisch betreut. Davon haben zwei Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land. Von den 27 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten sind neun Personen vollständig geimpft. Von diesen neun Patienten haben sieben Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land, davon werden sechs Patienten auf der Normalstation und ein Patient intensivmedizinisch behandelt.

Die KSOB behandeln an den Standorten im Landkreis Traunstein derzeit insgesamt 44 COVID-19-Patienten. Davon haben vier Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land, zwei Patienten werden auf der Normalstation und zwei Patienten intensivmedizinisch behandelt. Diese vier Personen sind nicht geimpft.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 71 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 55 Patienten auf der Normalstation und 16 Patienten auf der Intensivstation.

Update, 17.45 Uhr - Bayerns DPolG-Landeschef zu Vorfall in Schweinfurt: „Zum reinen Selbstzweck und mit vollem Kalkül der Eltern“

Nach dem Vorfall in Schweinfurt, bei dem ein vierjähriges Kind durch eine Pfefferspraywolke verletzt wurde, äußerten sich mehrere Sprecher der Polizei (siehe Update 16.30 Uhr). Auch Bayerns DPolG-Landeschef Jürgen Köhnlein kritisierte scharf, dass Eltern ihre Kinder mit auf derartige Demonstrationen nehmen: „Das geschieht leider zum reinen Selbstzweck und mit vollem Kalkül der Eltern“, sagte er. „Für mich ist dieses unverantwortliche Handeln von Erziehungsberechtigten ein Fall für das Jugendamt“.

„Eine brandgefährliche Entwicklung“ nannte Grimm die aktuellen Geschehnisse rund um die vielerorts stattfindenden „Spaziergänge“ von Impfskeptikern und Gegnern der Corona-Maßnahmen. „Aktuell muss man wirklich aufpassen, dass die Gesamtlage nicht völlig eskaliert.“ Die „Spaziergänge“ müssten verboten werden.

Update, 17.05 Uhr - 133 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf - sechs weitere Todesfälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung des Landratsamtes vom Donnerstag, 23. Dezember, 133 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 27. Dezember, 0 Uhr). Es wurden sechs neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der aktiven Fälle beträgt derzeit 909. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 190,6 (Stand: 27. Dezember, 3.25 Uhr).

Update, 16.30 Uhr - Polizeigewerkschaften verurteilen Kinder-Mitnahme bei Corona-Protesten

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) haben Demonstranten bei Corona-Protesten verurteilt, die ihre Kinder mitnehmen und Gefahren aussetzen.

„Ein Kind als ‚Schutzschild‘ zu missbrauchen ist ein Akt der Unmenschlichkeit und das muss das Jugendamt auf den Plan rufen“, sagte der unterfränkische Bezirksvorsitzende der DPolG, Thorsten Grimm, am Montag. „Man muss sich schon die ernsthafte Frage stellen, was eine Mutter dazu bewegt, ihr Kind im Kinderwagen auf eine solche Versammlung mitzunehmen und sich dann auch noch in vorderster Front zu bewegen beim Versuch, die Polizeisperren zu umgehen.“

Ein vier Jahre altes Kind hatte bei den gewalttätigen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen am Sonntag in Schweinfurt Pfefferspray abbekommen und musste medizinisch behandelt werden, nachdem seine Mutter nach Polizeiangaben versucht hatte, eine Absperrung zu durchbrechen. Sie wurde wegen Verstoßes gegen die Demonstrationsauflagen angezeigt, außerdem wurde das Jugendamt informiert, wie die Polizei mitteilte.

Der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, stimmte in die Kritik ein. „Es gibt das Phänomen häufiger, dass Eltern mit ihren Kindern, oft auch im Kinderwagen, zu Impfgegner-Demos gehen, um ihre Kinder als Schutzschilder gegen polizeiliche Maßnahmen einzusetzen“, sagte Malchow der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstag/online).

Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte Malchow, es sei nicht nachvollziehbar, „dass Eltern ihre Kinder gegenüber der Polizei als Schutzschild benutzen und diese somit bewusst in Gefahr bringen“. Die eigenen Kinder zu instrumentalisieren, sei „verantwortungslos, schäbig und neben einer Strafanzeige mindestens ein Fall für das Jugendamt“.

Update, 16.04 Uhr - Corona-Stand im Landkreis Traunstein: 71 Covid-Patienten in Behandlung

Das Landratsamt Traunstein teilt zur aktuellen Corona-Lage mit, dass die 7-Tage-Inzidenz bei 182,6 liegt. In den Kliniken Südostbayern werden insgesamt 71 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 55 auf der Normalstation und 16 auf der Intensivstation.

Die Patienten verteilen sich wie folgt auf die Altersgruppen.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 112.495 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 106.375 Personen die Zweitimpfung erhalten. Des Weiteren haben bereits 62.062 Personen die Drittimpfung erhalten.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 553 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am 23. Dezember sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 98 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 26.642 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 25.789 Personen (329 Personen mehr seit der Meldung vom 23. Dezember).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 300 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 15.22 Uhr - Voraussetzungen nicht erfüllt: Einreise für 110 Briten am Flughafen in Innsbruck abgelehnt

Für 110 Personen endete ihre Reise am 26. Dezember abrupt. Die Reisenden aus Großbritannien konnten am Flughafen in Innsbruck keine Einreisenachweise - eine Boosterimpfung und einen aktuellen negativen PCR-Test - erbringen, wie die Landespolizeidirektion Tirol in einer Pressemitteilung berichtet.

Viele mussten in der Folge Österreich auf dem Luftweg wieder verlassen. Für 40 Personen war ein Rückflug am selben Tag jedoch nicht mehr möglich. Sie mussten über Anordnung des Landes Tirol in einem Hotel untergebracht werden, heißt es weiter. Der Mitteilung zufolge verhielten sich die Betroffenen „sehr diszipliniert, höflich und verständnisvoll“.

Sie waren zum Teil aber aufgrund entsprechender Informationen im Internet offensichtlich unzureichend über die gesundheitsbehördlichen Einreisevoraussetzungen nach Österreich informiert.

Update, 14.45 Uhr - RKI: 7225 Omikron-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählt bislang 7225 Covid-19-Fälle in Deutschland, die der Omikron-Variante des Coronavirus zugeordnet werden. Das entspreche einem Zuwachs von 17 Prozent oder 1031 Fällen gegenüber dem Vortag, teilt das RKI auf Basis des Datenstands vom 26. Dezember mit. Es werde allerdings mit einer hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen gerechnet.

Das RKI zählt nur Omikron-Fälle, bei denen ein Nachweis mittels Gesamtgenomsequenzierung oder ein labordiagnostischer Verdacht mittels variantenspezifischer PCR eine Infektion mit Omikron zeigte.

Update, 13.55 Uhr - Shiffrin Corona-positiv: Kein Start in Lienz

Die amerikanische Ausnahme-Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die 26-Jährige am Montag über die sozialen Netzwerke mit. Es gehe ihr gut, schrieb Shiffrin. Sie befinde sich aber in häuslicher Isolation und werde die anstehenden Weltcup-Rennen im österreichischen Lienz verpassen.

Ihren Teamkolleginnen wünsche sie für den Riesenslalom am Dienstag und den Slalom am Mittwoch viel Glück. Shiffrin hat im französischen Courchevel kürzlich ihren 72. Weltcup-Sieg gefeiert. Im Gesamtweltcup liegt die dreimalige Gewinnerin der großen Kristallkugel mit 750 Punkten auch aktuell wieder an der Spitze.

Update, 13.36 Uhr - Corona-Inzidenz sinkt in Bayern auf 190,4

Der Corona-Inzidenzwert ist in Bayern über die Feiertage weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montag (Stand 3.25 Uhr) für den Freistaat einen 7-Tage-Wert von 190,4. Die Zahl lag damit unter dem Bundesschnitt von 222,7. Vor den Feiertagen hatte die Inzidenz in Bayern noch bei knapp 250 gelegen. Das RKI wies allerdings darauf hin, dass während der Feiertage wegen einer geringeren Test- und Meldeaktivität die Daten nur ein unvollständiges Bild der Lage geben könnten.

Die bayernweit höchste Inzidenz meldete das RKI mit 350,9 für den Landkreis Dillingen an der Donau, gefolgt vom Landkreis Unterallgäu mit 341,4 und der Stadt Schweinfurt, die am Sonntagabend mit gewalttätigen Corona-Protesten Schlagzeilen machte, mit 330,1. Die niedrigsten Inzidenzen hatten der Landkreis Main-Spessart (112,7), die Stadt Landshut (120,4) und der Landkreis Wunsiedel (120,9). Insgesamt sind laut RKI in Bayern bisher mehr als 1,3 Millionen Menschen an Corona erkrankt - 19.407 starben mit oder an Corona.

Update, 12.28 Uhr - Infektiologe zu 2022: Corona-Wellen werden immer flacher werden

Die Corona-Wellen werden nach Ansicht des Jenaer Infektiologen Mathias Pletz im Jahr 2022 abnehmen. „Die Wellen werden immer flacher werden, auch wenn neue Varianten kommen, weil einfach schon eine gewisse Grundimmunität da ist“, sagte der Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Jena der Deutschen Presse-Agentur. Die Spanische Grippe habe etwa gezeigt, dass so ein Virus nie ganz verschwinden werde. „Aber irgendwann wird es dann schwere Verläufe nur noch in dem Maße geben, dass sie für das Gesundheitssystem zu bewältigen sind.“

Das Grundproblem bei Corona sei gewesen, dass das Virus zu Beginn der Pandemie auf eine Bevölkerung mit keinerlei Immunität getroffen sei. „Das war wie ein Streichholz in eine Benzinlache zu werfen.“ Mit Blick auf die Omikron-Variante sei nun ein optimistisches Szenario, dass die Mutante auf eine weitgehend geboosterte Bevölkerung trifft und die daraus resultierenden Verläufe sehr leicht sind. „Und dass es dadurch eine Hybridimmunität gibt - also eine Immunität, die sich aus Impfung und Infektion zusammensetzt.“

Wichtig sei anzuerkennen, dass durch Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten die Ausbreitung von Omikron langfristig nicht verhindert werden könne. „Das wird nicht möglich sein. Aber wir können die Ausbreitung verlangsamen. Und wir müssen uns natürlich die Zeit, die wir uns damit erkaufen, nutzen, um so viele Menschen wie möglich zu boostern.“

Update, 11.19 Uhr - Holetschek räumt Fehler der Gesundheitsministerkonferenz ein

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Fehler der Gesundheitsministerkonferenz in der Corona-Kommunikation eingeräumt. „In der Kommunikation nach außen hätten wir besser sein sollen“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“. „Etwa, als die Stiko ihre Empfehlungen zum Impfstoff AstraZeneca mehrmals änderte. Einmal hieß etwa: Astra nur über 65 Jahre, dann wieder nur unter 65 Jahre. Einmal so, dann wieder so. Das wirkte nicht immer nachvollziehbar.“

Insgesamt sei er aber zufrieden mit der Corona-Politik: „Ich glaube, wenn wir einmal aus der zeitlichen Distanz auf diese Zeit zurückschauen werden, können wir sagen, dass wir im Großen und Ganzen gut gehandelt haben“, sagte Holetschek, der sein Amt als Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz am 1. Januar an seine Kollegin Petra Grimm-Benne (SPD) aus Sachsen-Anhalt abgibt.

Auch persönlich verlange seine Arbeit als Gesundheitsminister in der Corona-Krise ihm einiges ab: „Ich schlafe unter der Woche auf einer Klappcouch in einem Büro nahe des Bayerischen Landtags“, sagte Holetschek, der in Memmingen wohnt, der „Augsburger Allgemeinen“. „Ich bin Frühaufsteher, meist schon ab fünf Uhr auf den Beinen und ich komme abends oft spät raus. Da lohnt es sich nicht, unter der Woche nach Memmingen zu fahren.“

Update, 10.10 Uhr - Landkreis Altötting meldet 562 aktive Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 15 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 26. Dezember, 13 Uhr). Unter den Neu-Infizierten sind alle Altersgruppen vertreten - von einem Kind (5) aus Neuötting, einem Schüler (8) aus Töging bis hin zu einer 90-jährigen Person aus Burghausen. Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 13.491 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht bei 231,1. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis 562 aktive Fälle.

Update, 9.19 Uhr - Lauterbach gegen Strafe für Ungeimpfte

Höheren Kassenbeiträgen und Beteiligung an den Behandlungskosten für Ungeimpfte? Darüber will Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) als Sanktion für Verweigerer einer möglichen allgemeinen Impfpflicht diskutieren (siehe Update 7.20 Uhr). Neben Bußgeldern solle die Bundesregierung auch prüfen, „ob Malus-Regelungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung möglich und sinnvoll wären“, sagte Holetschek dem „RND“.

Doch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) will sich auf die Diskussion gar nicht erst einlassen, kanzelt den Vorstoß aus Bayern direkt ab: „Erst muss die Impfpflicht durchdacht und vom Bundestag eingebracht sein“, sagte Lauterbach zu „Bild“. Und weiter: „Obwohl ich ein klarer Befürworter einer Impfpflicht für Erwachsene bin, ist jetzt nicht die Zeit gekommen, schon über mögliche Strafen nachzudenken.“

Update, 8.25 Uhr - Neueste Corona-Zahlen für die Region

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 27. Dezember 2021).

Auch in den Städten und Kreisen der Region - nicht nur im bundesweiten Trend - haben sich die 7-Tage-Inzidenzen im Vergleich zum Vortag positiv, sprich nach unten, entwickelt. Laut den neuesten RKI-Daten sanken die Inzidenzen in der Region.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 238 auf 231), Landkreis Mühldorf (stabil 191), Kreis Berchtesgadener Land (von 225 auf 208), Landkreis Traunstein (von 194 auf 183), Stadt Rosenheim (von 222 auf 209) und Landkreis Rosenheim (stabil 241). In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet. 

Update, 7.20 Uhr - Holetschek für Malus-Regelung bei Verstoß gegen Impfpflicht

Bayern Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat vorgeschlagen, bei Verstößen gegen die geplante allgemeine Corona-Impfpflicht nicht nur Bußgelder zu verhängen, sondern auch finanzielle Konsequenzen bei der Krankenkasse zu erwägen. „Wir sollten zusätzlich auch prüfen, ob Malus-Regelungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung möglich und sinnvoll wären“, sagte Holetschek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntag). „Denn das Risiko für Ungeimpfte, an Corona schwer zu erkranken, ist deutlich erhöht.“

Infrage kämen dem RND-Bericht zufolge höhere Krankenkassenbeiträge für Ungeimpfte, eine Beteiligung an den Behandlungskosten oder die Streichung des Krankengeldes. Die beiden letztgenannten Möglichkeiten sind schon im Sozialgesetzbuch geregelt, nämlich bei Folgebehandlungen aufgrund von Komplikationen bei Schönheits-Operationen, Tattoos oder Piercings. Eine ähnliche Regelung gilt laut Gesetz, sollte sich der Versicherte die Krankheit vorsätzlich zugezogen haben.

Holetschek forderte die Bundestagsparteien auf, die Impfpflicht noch im Januar auf den Weg zu bringen. „Wir müssen die allgemeine Impfpflicht zeitnahe zum Wirksamwerden der einrichtungsbezogenen Impfpflicht starten“, sagte er. Viele Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen fühlten sich durch die Neuregelung stigmatisiert. „Mit einer allgemeinen Impfpflicht sorgen wir für eine Gleichbehandlung und verhindern zudem, dass noch mehr Pflegekräfte ihren Beruf verlassen.“

RKI registriert 13.908 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 222,7

Die 7-Tage-Inzidenz ist nach langem Sinken im Vergleich zum Vortag (leicht) gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 222,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 220,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 315,4 (Vormonat: 340,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.908 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.25 Uhr wiedergeben.

Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 69 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 180 Todesfälle. In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als sieben Millionen Corona-Infektionen gemeldet worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Gesamtzahl am Montagtagmorgen mit 7.005.289 an. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht nachgewiesen und damit auch nicht erfasst werden. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 4,55 (Donnerstag mit 4,55) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 6.156.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 110.433.

mh/fgr/dpa

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