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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Quarantäne-Problem für vier Nationalspieler nach CL-Finale - Bierhoff arbeitet „mit Nachdruck“ an Lösung

Fußball EM - Pressekonferenz DFB
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Ilkay Gündogan (Manchester City), Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner (FC Chelsea) droht bei der Einreise nach Deutschland eine 14-tägige Quarantäne, da sie sich zuletzt auch im Corona-Virusvariantengebiet Großbritannien aufgehalten haben

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag (29. Mai) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 39,3, Landkreis Rosenheim 33,7, Landkreis Traunstein 41,2, Landkreis Berchtesgadener Land 68,0, Landkreis Mühldorf 19,8, Landkreis Altötting 49,3 (Quelle/Stand: RKI, 29. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3891, Landkreis Rosenheim 13.738, Traunstein 10.925, Berchtesgadener Land 5896, Mühldorf 6921, Altötting 6009 (Quelle/Stand: RKI, 29. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 453, Traunstein 214, Berchtesgadener Land 100, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 29. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 88.350 Todesfälle in Deutschland (14.935 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.42 Uhr - Stiko-Mitglied gegen generelle Kinderimpfkampagne

Stiko-Mitglied Christian Bogdan hat sich in der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder gegen eine „generelle Kinderimpfkampagne“ ausgesprochen.

„Eine Impfempfehlung kann nicht einfach deswegen ausgesprochen werden, weil es gerade gesellschaftlich oder politisch opportun erscheint“, sagte der Erlanger Immunologe, der der Ständigen Impfkommission (Stiko) angehört, den „Nürnberger Nachrichten“.

Die Wirksamkeit für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren sei zwar nachgewiesen - „aber in Sachen Nebenwirkungen fehlen noch ausreichend Daten“, sagte er. „Die Immunantwort eines Kindes kann anders verlaufen als bei einem Erwachsenen. Deswegen braucht man da mehr Daten.“

Die EMA hatte am Freitag eine EU-Zulassung des Biontech-Präparats für Kinder von 12 bis 15 Jahren befürwortet.

Update, 20.57 Uhr - Gauweiler kritisiert Söder für Umgang mit Maskenaffäre

Der langjährige CSU-Spitzenpolitiker Peter Gauweiler kritisiert Parteichef Markus Söder für dessen Umgang mit der Maskenaffäre.

Was „gar nicht geht, ist diese ungenierte Vorverurteilung vor aller Augen. Getreu dem Motto: erst das Urteil, dann das Verfahren“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“. „Diese öffentliche Ausstoßung eines Weggefährten von Jahrzehnten hätte nicht geschehen dürfen.“

Der ehemalige bayerische Justizminister Alfred Sauter, der mit Gauweiler zusammen eine Anwaltskanzlei in München betreibt, war im März nach massivem Druck aus der CSU-Landtagsfraktion ausgetreten und damit wohl einem Ausschlussverfahren zuvorgekommen.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor im Zusammenhang mit der Maskenaffäre in der Union um die dubiose Vermittlung von Maskenkäufen der Staatsregierung durch CSU-Politiker Ermittlungen gegen Sauter aufgenommen. Er weist die Vorwürfe zurück.

Update, 20.16 Uhr - Quarantäne-Problem bei der Fußball-Nationalmannschaft

Joachim Löw setzt in der Corona-Problematik auf eine „bestmögliche Lösung“für die vier England-Profis, die nach dem Champions-League-Finale zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft stoßen sollen. Ilkay Gündogan (Manchester City), Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner (FC Chelsea) droht bei der Einreise nach Deutschland eine 14-tägige Quarantäne, da sie sich zuletzt auch im Corona-Virusvariantengebiet Großbritannien aufgehalten haben

Für Österreich hatte das zuständige Gesundheitsministerium eine Sonderregelung bestätigt, die eine Anreise der vier Spieler direkt ins Trainingslager nach Seefeld ohne Quarantäne-Maßnehmen ermöglicht. In Deutschland, bekräftigte das Bundesinnenministerium am Samstag auf dpa-Anfrage, gelten hingegen die strikten Einreisebestimmungen „auch für den Profifußball“.

Oliver Bierhoff arbeite „mit Nachdruck“ an dem Problem, berichtete Löw am Samstag in Seefeld, wo sich aktuell 20 der 26 berufenen EM-Spieler auf das paneuropäische Turnier ab 11. Juni vorbereiten. Der DFB-Direktor sei ständig im Kontakt mit Behörden, Ministerien und der Politik, ergänzte der Bundestrainer. Das BMI bestätigte den Austausch mit dem DFB.

Ursprünglich sollte das England-Quartett nach dem Finale in Porto noch ein paar Tage frei bekommen und dann in Österreich ankommen. Würden die vier Spieler aber nochmals nach England zurückkehren, könnten sie auch bei der EM-Generalprobe am 7. Juni in Düsseldorf gegen Lettland fehlen.

Nach der aktuellen Bestimmung müssen sich Einreisende, die sich in den vergangenen zehn Tagen „zu einem beliebigen Zeitpunkt“ in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, in eine zweiwöchige Quarantäne begeben, die auch durch negative Corona-Tests nicht frühzeitig beendet werden kann. Ausnahmen werden nur bei Aufenthalten gemacht, die bis zu 24 Stunden andauern, oder, wenn die Reisenden weniger als 24 Stunden in dem Risikogebiet verbracht haben.

„14 Tage Quarantäne wären natürlich ungut“, sagte Löw, wies aber zugleich auf die Problematik nach dem Champions-League-Endspiel hin: „Die Spieler sind Angestellte des Vereins. Die Mannschaft, die gewinnt, will logischerweise zusammen nach London zurückfliegen.“ Die Abstellungspflicht für Nationalspieler beginnt erst am 2. Juni.

Bierhoff hat deshalb auch mit dem FC Chelsea und Manchester City Kontakt aufgenommen. Ein Plan B ohne das England-Quartett in der entscheidenden EM-Vorbereitungsphase hat Löw nach eigenen Angaben nicht: „Ich bin der Hoffnung, dass wir das Problem lösen und die Spieler eine ganz normale EM spielen können.“

Update, 19.48 Uhr - Virologe Streeck rechnet nicht bald mit Herdenimmunität gegen Corona

Der Virologe Hendrik Streeck rechnet in Deutschland nicht mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus bis Herbst.

„Ich bin skeptisch. Wir haben es ja nicht mit Impfstoffen zu tun, die vollständig vor einer Infektion schützen“, sagte Streeck. Auch Geimpfte mit hoher Antikörperreaktion könnten sich mit dem Virus infizieren und es an andere weitergeben. „Nur seltener“, sagte Streeck. Das Robert Koch-Institut schreibt dazu, dass die in Deutschland verwendeten Impfstoffe Infektionen in „erheblichem Maße verhindern“ und „das Risiko einer Virusübertragung stark vermindern“.

Streeck wies zudem darauf hin, dass die Immunantwort mit der Zeit nachlassen dürfte. „Wie stark der Effekt ist, wird man erst im Herbst bemessen können.“

Herdenimmunität bedeutet, dass in einer Bevölkerung so viele Menschen immun gegen ein Virus sind, dass es sich nicht weiter ausbreiten kann. Immun können Menschen nach durchgemachter Krankheit oder einer Impfung sein.

Zudem müssten für eine Herdenimmunität theoretisch auch Kinder geimpft werden, sagte Streeck. „Aber deshalb jetzt alle Kinder zu impfen, hielte ich für den falschen Ansatz.“ Es gehe um eine Güterabwägung bei jeder einzelnen Person. „Kinder erkranken erfreulicherweise sehr selten schwer an Covid-19. Diejenigen, die einen schweren Verlauf hatten, hatten in der Regel auch schwere Vorerkrankungen.“

Update, 18.53 Uhr - Durchsuchungen wegen Betrugsverdachts bei Corona-Teststellen

Der Verdacht auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Bürgertests schlägt immer höhere Wellen. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Bochum nahm Ermittlungen auf. Ermittelt werde gegen zwei Verantwortliche eines in Bochum ansässigen Unternehmens, das an mehreren Standorten Teststellen betreibe.

Wie die Staatsanwaltschaft in Bochum bestätigte, wurden im Ruhrgebiet bereits Geschäftsräume und Privatwohnungen durchsucht. Dabei seien auch Unterlagen beschlagnahmt worden. Den Namen des verdächtigen Unternehmens wollte die Behörde nicht nennen.

Angesichts der möglichen Betrugsfälle nahm auch die politische Debatte Fahrt auf. Die SPD attackierte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: „Nach den Masken jetzt die Schnelltests. Das Managementversagen im Gesundheitsministerium hat inakzeptable Ausmaße angenommen.“ Spahn habe Warnungen und Hinweise von Abgeordneten der Koalitionsfraktionen für die Testbedingungen ignoriert. „Er trägt die Verantwortung für den verantwortungsvollen Umgang mit dem Geld der Steuerzahler und muss die Selbstbedienung unverzüglich beenden.“

Seit März sieht die Corona-Testverordnung der Bundesregierung Bürgertests vor. Im April hatten die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) erstmals die Kosten beim Bundesamt für Soziale Sicherung abgerechnet. Die Teststellen erhalten 18 Euro pro Test. In den Monaten April und Mai wurden insgesamt 660 Millionen Euro überwiesen.

Nach Recherchen von SZ, NDR und WDR lädt das System zum Abrechnungsbetrug ein, da eine Kontrolle fehle. Stichproben hätten etwa an einer Teststelle in Köln ergeben, dass statt 70 wirklich genommener Proben fast 1000 abgerechnet worden seien. Ähnliches hätten Stichproben unter anderem in Essen und in Münster zutage gefördert. Der Bericht verweist auf mangelnde Kontrollmöglichkeiten seitens der Behörden.

Update, 18.24 Uhr - SPD fordert Aufhebung des Katastrophenfalls

Angesichts sinkender Corona-Inzidenzen in Bayern fordert die SPD-Landtagsfraktion die Aufhebung des Katastrophenfalls.

Ihr innenpolitischer Sprecher, Stefan Schuster, habe dazu einen Antrag gestellt, teilte die Oppositionsfraktion am Samstag in München mit. „Der Katastrophenfall liegt nicht mehr vor und muss aufgehoben werden. Unser bayerisches Gesundheitssystem ist voll funktionsfähig und braucht keine zentrale Koordinierung mehr“, sagte Schuster.

Der bayernweite Katastrophenfall war Anfang Dezember 2020 ausgerufen worden. Innenminister Joachim Herrmann stellte ihn fest und setzte damit einen Kabinettsbeschluss um. „Ziel ist eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen“, sagte der CSU-Politiker damals.

Der Katastrophenfall sei mit einer landesweiten Inzidenz von 177 sowie der Belegung der Krankenhäuser begründet worden, hieß es von der SPD-Fraktion. „Beides ist aktuell massiv rückläufig“, sagte Schuster und betonte: „Unser bayerisches Gesundheitssystem ist voll funktionsfähig und braucht keine zentrale Koordinierung mehr.“

Update, 18.02 Uhr - Spahn: Sicherer Impfstoff für Kinder „großartige Nachricht“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das grüne Licht der EU-Arzneimittelbehörde EMA für eine Zulassung des ersten Corona-Impfstoffes für Kinder begrüßt.

Es sei „eine großartige Nachricht“, dass das in Deutschland entwickelte Präparat auch sicher und wirksam für Kinder ab zwölf Jahren sei, sagte der CDU-Politiker am Samstag in Pretoria am Rande eines Südafrika-Besuchs.

Die EMA hatte am Freitag eine EU-Zulassung des Biontech-Präparats für Kinder von 12 bis 15 Jahren befürwortet. Die formale Zulassung durch die EU-Kommission steht noch aus, ebenso die Prüfung der Ständigen Impfkommission (Stiko), ob sie eine Impfung für Kinder generell empfiehlt.

Spahn hob hervor, dass man jetzt auch impfen und Sicherheit geben könne, wo Kinder und Jugendliche, Eltern und Ärzte entscheiden, dass dies Sinn mache. Es sei eine individuelle Entscheidung.

Update, 17.31 Uhr - Vietnam berichtet von neuer Variante des Coronavirus

In Vietnam ist nach offiziellen Angaben der Regierung eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Der Gesundheitsminister des kommunistisch regierten Landes, Nguyen Thanh Long, sagte nach Berichten von staatlichen Medien, die neue Variante weise sowohl Eigenschaften der bisher bekannten britischen Form als auch der indischen Form auf. Sie sei sehr leicht übertragbar, vor allem über die Luft.

„Das Gesundheitsministerium würde die neue Coronavirus-Variante auf der globalen Genomkarte bekanntgeben“, zitierte die Zeitung „VnExpress“ in ihrer Online-Ausgabe den Minister. In Vietnam gibt es im Vergleich zu vielen anderen Ländern extrem wenige Erkrankungen. Bisher wurden in dem südostasiatischen Land 6396 Corona-Fälle registriert, davon aber mehr als 3000 seit Ende April. 47 Menschen starben an oder mit dem Virus. Vietnam hat annähernd 100 Millionen Einwohner.

Update, 16.52 Uhr - Handel dringt auf bundesweite Öffnung der Geschäfte ohne Corona-Test

Angesichts der sinkenden Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eine flächendeckende Öffnung der Geschäfte.

„Die Politik braucht jetzt einen klaren Plan, wir dürfen uns nicht im Klein-Klein verlieren“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu einer geringen Infektionsgefahr beim Einkauf seien zudem klar. Deshalb müssten die Einzelhändler „in ganz Deutschland ohne Test- und Terminpflicht wieder öffnen können“, forderte Genth.

Es sei gut, dass einzelne Regionen bereits vorangegangen seien, jetzt müssten die anderen rasch nachziehen, fügte er hinzu. Das gebiete auch die Fairness gegenüber der gesamten Branche. „Zudem müssen die Impfungen weiter auf Hochtouren laufen, um so schnell wie möglich wieder weitere Normalität in die Innenstädte einziehen lassen zu können“, mahnte der HDE-Hauptgeschäftsführer. Es dürfe hier nicht zu Verzögerungen kommen. „Das halten die Unternehmen nicht mehr aus“, sagte Genth.

Update, 16.14 Uhr - Umfrage: Mehr als die Hälfte unzufrieden mit Corona-Krisenmanagement

Mehr als die Hälfte der Deutschen sind weiter unzufrieden mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung - trotz der Fortschritte beim Impfen und sinkender Infektionszahlen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigen sich 24 Prozent „sehr unzufrieden“ und weitere 30 Prozent „eher unzufrieden“ mit dem Agieren der Regierung. Dagegen sind nur 6 Prozent „sehr zufrieden“ und 35 Prozent „eher zufrieden“. 5 Prozent machen keine Angaben.

Allerdings nimmt die Zufriedenheit zu. Im März waren noch insgesamt 65 Prozent der Deutschen unzufrieden und nur 30 Prozent zufrieden. Nur bei den Anhängern der Union überwiegt die Zufriedenheit mit 62 zu 36 Prozent. Besonders unzufrieden sind die Anhänger der AfD mit 84 zu 16 Prozent.

Update, 15.29 Uhr - Zwei neue Corona-Fälle im Kreis Mühldorf

Das Landratsamt Mühldorf am Inn meldet für dessen Zuständigkeitsbereich seit Freitag (28. Mai) zwei neue Corona-Fälle (Stand RKI: 29. Mai, 0 Uhr). Damit gibt es im Landkreis Mühldorf derzeit 53 aktive Fälle.

Die niedrigen Zahlen spiegeln sich auch in der Inzidenz wieder. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Mühldorf bei 19,8 (Stand RKI: 29. Mai, 3.11 Uhr).

Update, 14.52 Uhr - Höchste und niedrigste Corona-Inzidenz in Bayern

Die Stadt Weiden in der Oberpfalz bleibt vorerst die deutsche Region mit der niedrigsten Corona-Inzidenz. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag dort am Samstag nach Angaben des Robert Koch-Institutes erneut nur bei 2,3 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das war der deutschlandweite Bestwert.

Allerdings liegt auch der bundesweite Corona-Hotspot nach wie vor in Bayern: Den höchsten Wert in ganz Deutschland wies weiterhin die schwäbische Stadt Memmingen mit 117,9 aus. Sie war am Samstag die einzige Region im Freistaat, die noch über einer 100er-Inzidenz lag.

Im Durchschnitt lag die Inzidenz in Bayern laut RKI am Freitag bei 38,2 und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt von 37,5.

Update, 14.23 Uhr - Zehn weitere Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt Berchtesgadener Land meldet seit Freitag (28. Mai) zehn weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis. 

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt damit auf 5.896 (Stand RKI: 29.Mai, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 68,0 (Stand RKI: 29. Mai, 0 Uhr).

Von den insgesamt 5.896 Covid-19-Fällen sind mittlerweile 5.674 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 122 aktive Covid-19-Fälle im Landkreis, davon 15 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). 

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell zehn COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden fünf Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Update, 12.52 Uhr - Tschechien lässt geimpfte Touristen aus Deutschland wieder einreisen

Urlauber aus Deutschland dürfen ab Dienstag (1. Juni) wieder nach Tschechien einreisen - Voraussetzung ist eine Corona-Impfung. Der Schutz der Impfung muss jedoch nicht vollständig sein, ähnlich wie bei Österreich gilt, dass die erste Spritze mindestens drei Wochen zurückliegen muss.

Dies geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, die am Samstag in Prag veröffentlicht wurde. Der Impfnachweis muss in englischer Sprache vorliegen. Zudem muss die Einreise online angemeldet werden. Die neuen Regeln gelten auch für Touristen aus Kroatien, Ungarn, Polen, Österreich, der Slowakei und Slowenien.

Für Ungeimpfte bleibt die Einreise ohne triftigen Grund untersagt, mit Ausnahme des sogenannten kleinen Grenzverkehrs. Tschechien gehörte zeitweise zu den von der Pandemie am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Inzwischen hat sich die Lage sehr gebessert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag, gab es 454 registrierte Neuinfektionen binnen eines Tages - der niedrigste Wert seit Ende August. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche - lag am Samstag bei 32.

Deutschland stuft Tschechien dennoch als Risikogebiet ein und hat eine Reisewarnung ausgesprochen.

Update, 11.23 Uhr - Sechs neue Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Alötting meldet für dessen Zuständigkeitsbereich sechs neue Corona-Fälle, die durch einen PCR-Test bestätigt worden sind. Ein positiver Corona-Schnelltest ist dabei nicht mit eingerechnet. Insgesamt wurden damit im Landkreis Alötting 6009 Corona-Infektionen gemeldet. Davon sind derzeit 130 Infektionen noch „aktiv. Die meisten aktiven Corona-Fälle vermeldet Garching (37 Fälle). Danach folgen Burghausen und Neuötting (je 21 Fälle), sowie Alötting mit zehn Fällen. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz laut RKI liegt bei 49,3.

Update, 9.50 Uhr - Neueste RKI Zahlen für die Region

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region weisen in den letzten 24 Stunden wieder eine sinkende Tendenz vor. Fast alle sind mittlerweile unter einer Inzidenz von 50 angelangt, zwei sogar unter einer Inzidenz von 35.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 29. Mai).

Gesunken ist die Inzidenz im Großteil der gesamten Region: im Kreis Altötting (von 50,2 auf 49,3), im Kreis Traunstein (von 45,1 auf 41,2), in der Stadt Rosenheim (von 44,1 auf 39,3) im Kreis Rosenheim (von 36,0 auf 33,7) und - mit dem noch höchsten Wert - im Berchtesgadener Land (von 77,4 auf 68,0). Der Kreis Mühldorf kann mit einer Inzidenz von 19,8 nach wie vor den niedrigsten Wert in der Region vorweisen. Dieser ist aber leicht gestiegen (von 18,1 auf 19,8).

In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet. 

Update, 8.32 Uhr - Gefälschte Impfpässe auch in Bayern angekommen

Die ersten gefälschten Impfpässe sind in Deutschland aufgetaucht - mit nach Expertenansicht vermutlich zunehmender Tendenz. Bundesweite Fallzahlen gibt es seitens des Bundeskriminalamts (BKA) noch nicht, aber allein in Bayern ist „eine niedrige zweistellige Zahl von Verfahren, beziehungsweise Anzeigen bekannt“, wie das Landeskriminalamt (LKA) in München auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. 

„Im Vergleich zu sonstigen kriminellen Angeboten an Personal- und Ausweisdokumenten handelt es sich bei der Fälschung von Impfbescheinigungen noch um ein zahlenmäßig kleines Phänomen“, sagte ein BKA-Sprecher. „Eine Steigerung der Nachfrage und somit auch des Angebots von gefälschten Impfbescheinigungen ist jedoch aufgrund der gesetzlichen Lockerungen für Geimpfte wahrscheinlich.“

Bei einer dpa-Umfrage in bayerischen Polizeipräsidien stellte sich heraus, dass die bislang aufgetauchten gefälschten Corona-Impfnachweise eher ungleich über den Freistaat verteilt sind. Die meisten Fälle - nämlich fünf - meldete das Polizeipräsidium München. Aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim hieß es indes: „Bislang war das bei uns noch kein großes Thema.“

RKI registriert 5426 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 37,5

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 6.41 Uhr wiedergeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 37,5 an. Am Vortag lag die bundesweite Inzidenz noch bei 39,8. (Corona-Ticker vom 28. Mai)

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit circa 3.461.900 an. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 163 neue Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.675.296 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.461.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 88.350 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,70 (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 70 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

ce/bcs/dpa

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