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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona-Kurve geht steil nach oben: Tirol verschärft Maßnahmen - Zwei Drittel der Deutschen geimpft

Coronavirus
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In Bayern und Österreich geht die Kurve der neuen Krankheitsfälle steil nach oben. Eine Überlastung der Intensivstationen droht.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (29. Oktober) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Hospitalisierte Fälle/7 Tage in Bayern: 455 (Quelle/Stand: LGL, 28. Oktober, 8 Uhr)*
  • Hospitalisierungsinzidenz Bayern: 3,5 (Quelle/Stand: LGL, 28. Oktober, 8 Uhr)
  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 375 (Quelle/Stand: DIVI, 29. Oktober, 6.15 Uhr)**
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 371,1, Landkreis Rosenheim 431,4, Landkreis Traunstein 548,2, Landkreis Berchtesgadener Land 475,9, Landkreis Mühldorf 644,7, Landkreis Altötting 297,3 (Quelle/Stand: RKI, 29. Oktober, 8.52 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 5433, Landkreis Rosenheim 19.639, Traunstein 15.653, Berchtesgadener Land 8991, Mühldorf 9381, Altötting 7780 (Quelle/Stand: RKI, 29. Oktober, 8.52 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 75, Landkreis Rosenheim 486, Traunstein 225, Berchtesgadener Land 109, Mühldorf 165, Altötting 217 (Quelle/Stand: RKI, 29. Oktober, 8.52 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete
    * = Steigt der Wert auf 1200 oder höher, tritt Warnstufe Gelb in Kraft
    ** = Steigt der Wert auf 600 oder höher, tritt Warnstufe Rot in Kraft

Update, 21.15 Uhr - RKI: 117.763 wahrscheinliche Impfdurchbrüche seit Februar

Von Anfang Februar bis Ende voriger Woche hat das Robert Koch-Institut (RKI) 117.763 wahrscheinliche Impfdurchbrüche registriert - also Sars-CoV-2-Infektionen mit Covid-19-Symptomen. In diesem Zeitraum wurden 55 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie aus dem RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend hervorgeht. Demnach starben insgesamt 1076 Menschen mit Impfdurchbrüchen, 782 von ihnen waren mindestens 80 Jahre alt. „Das spiegelt das generell höhere Sterberisiko - unabhängig von der Wirksamkeit der Impfstoffe - für diese Altersgruppe wider“, heißt es in dem Bericht.

Der Anteil der Impfdurchbrüche an allen Covid-19-Fällen zeige, „dass nur ein geringer Anteil der hospitalisierten, auf Intensivstation betreuten bzw. verstorbenen Covid-19-Fälle als Impfdurchbruch zu bewerten ist“. Das RKI nennt die Zunahme von Durchbruchinfektionen im Laufe der Zeit „erwartbar“: Immer mehr Menschen seien geimpft, das Virus breite sich wieder vermehrt aus. „Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen.“

Update, 20.16 Uhr - Zwei Drittel der Deutschen gegen Corona geimpft

Die Impfquote in Deutschland erreicht die Zwei-Drittel-Marke: Nach den am Freitag veröffentlichten Daten des Robert Koch-Instituts (Stand: 9.22 Uhr) sind inzwischen 66,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Allein am Vortag wurden den Angaben zufolge rund 232.000 Impfdosen verabreicht; darunter waren auch etwa 107.000 Auffrischungsimpfungen. In den vergangenen Tagen hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wiederholt für das sogenannte Boostern geworben.

Update. 18.58 Uhr - Corona-Kurve geht steil nach oben: Tirol verschärft Maßnahmen

In Tirol werden wegen der stark steigenden Zahl der Corona-Infektionen die Schutzmaßnahmen deutlich verstärkt. Vom 8. November an sei der Zutritt zu Großveranstaltungen ab 500 Personen sowie zur Nachtgastronomie nur noch für Genese und Geimpfte möglich, teilte das Land am Freitag mit. Ein Test reiche nicht mehr.

Mit der Zahl der Neuinfektionen drohe die Lage in den Krankenhäusern kritisch zu werden. Es könne nicht mehr ausgeschlossen werden, dass in absehbarer Zeit Routine-Operationen verschoben werden müssen, erklärte Landeschef Günther Platter. Deshalb werde vorsorglich in Museen und Bibliotheken sowie im gesamten Handel für alle wieder eine FFP2-Maskenpflicht eingeführt.

Binnen 48 Stunden waren in dem österreichischen Bundesland mehr als 700 Corona-Infektionen verzeichnet worden. In ganz Österreich geht die Kurve der neuen Krankheitsfälle steil nach oben.

Update, 18.08 Uhr - Ein weiterer Todesfall im Landkreis Traunstein

Das Gesundheitsamt Traunstein meldet für seinen Zuständigkeitsbereich nun 264 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in Stadt und Landkreis Traunstein derzeit insgesamt 1278 Fälle. Es liegen damit bislang insgesamt 15.826 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 548,2 (Stand: 29. Oktober, 0 Uhr).

Zudem wurde ein weiterer Todesfall im Landkreis Traunstein registriert. Beim Opfer handelt es sich um einen 58-jährigen Mann. Damit liegen im Landkreis Traunstein nun insgesamt 225 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor. Insgesamt werden in den Kliniken Südostbayern derzeit 55 Covid-Patienten stationär behandelt. Davon befinden sich 45 auf der Normalstation und 10 auf der Intensivstation.

Update, 17.39 Uhr - 818 aktive Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land hat nun 114 weitere Corona-Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 8991 (Stand: 29. Oktober, 0 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt bei 475,9.

Aktuell gibt es 818 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 331 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 41 in Alten- und Pflegeheimen, einen in Gemeinschaftsunterkünften, 257 in Schulen und 32 in Kindergärten.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 24 Covid-19-Patienten stationär behandelt. 17 Patienten davon haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land insgesamt zwei Patienten intensivmedizinisch betreut, diese Patienten haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land.

Von den 24 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten sind sechs Personen vollständig geimpft und werden auf der Normalstation behandelt. Drei Personen davon haben ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land.

Update, 16.40 Uhr - Klinik-Ampel in Region auf dunkelrot: In zwei Kreisen und der Stadt Rosenheim kein Intensivbett mehr frei

Die Krankenhaus-Ampel in der Region steht auf dunkelrot: In den Landkreisen Berchtesgadener Land und Mühldorf und in der Stadt Rosenheim ist laut Divi-Intensivregister des RKI kein einziges Intensivbett mehr frei. In der gesamten Region sind aktuell nur neun der insgesamt 176 Intensivbetten nicht belegt, also nur gut fünf Prozent.

Bayernweit wurde am Freitag ein neuer Rekord bei der Sieben-Tage-Inzidenz gebrochen. Sie lag im Freistaat nach Angaben des Robert Koch-Insititutes bei 221,9 und damit höhere als je zuvor. Die Krankenhaus-Ampel, mit der die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen erfasst wird, steht in Bayern dagegen noch auf Grün.

Allerdings rückt auch hier ein Umspringen näher. Die Zahl der Hospitalisierten mit Corona stieg am Freitag auf 486 - bei 1200 würde die Ampel auf Gelb springen. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen gab das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit 387 an - bei 600 Corona-Intensivpatienten würde die Ampel Rotlicht zeigen.

Update, 15.26 Uhr - Bayerns Krankenhaus-Ampel bleibt weiter auf Grün

Ungeachtet der teils drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen und örtlich bereits aufgetretener Versorgungsengpässe bleibt die bayernweite Krankenhaus-Ampel weiter auf Grün. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete am Freitag 486 Krankenhauseinweisungen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. Erst wenn die Zahl auf 1200 steigen würde, würde die Ampel auf Gelb springen. Am Donnerstag hatte die Zahl der binnen sieben Tagen neu in Krankenhäusern aufgenommenen Menschen noch 455 pro 100 000 Einwohner betragen.

Auf den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser wurden - Stand Freitag mittag - nach LGL-Angaben 387 Menschen wegen Covid-19 behandelt. Tags zuvor waren es noch 368. Die Ampel springt auf Rot, wenn die Zahl von 600 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht wird.

In einigen Regionen des Freistaates ist die Ampel bereits regional auf Rot - etwa in Rosenheim, wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte. Unter anderem aus diesem Grund haben die am stärksten betroffenen Kommunen im Süden Bayerns bereits vom 1. November an strengere Vorschriften bezüglich der Maskenpflicht und beim Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen erlassen.

Update, 14.34 Uhr - „Krankenhäuser laufen voll“ - Söder will Zügel anziehen

Der vom Anstieg des Corona-Infektionsgeschehens besonders betroffene Freistaat Bayern will sich nach Darstellung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der nächsten Woche neu im Kampf gegen die Pandemie aufstellen. Bei einer Sondersitzung des Kabinetts am Mittwoch solle die Landesregierung neue Beschlüsse zur Maskenpflicht, zur Regionalisierung der bisher nur landesweit existierenden Krankenhaus-Ampel und zum Hochsetzen einzelner Sicherheitsstufen - etwa von 3G-Plus auf 2G - treffen, sagte Söder am Freitag nach einer Sitzung des CSU-Parteivorstands.

Die Situation sei erneut schwierig geworden, sagte Söder. „Die Wahrheit ist: Die Krankenhäuser laufen voll“, betonte er. Bayern wolle über die bisherigen Empfehlung auf nationaler Ebene hinaus eine Kampagne zur Drittimpfung starten, sagte Söder. Eine Auffrischung biete für viele ein Höchstmaß an Sicherheit. Darüberhinaus müsse auch die Zahl der Erst- und Zweitimpfungen noch erhöht werden, auch auf Bundesebene. Die Impfquote reiche nicht aus.

Söder forderte zudem einen Covid-Zuschlag für das knapp gewordene Pflegepersonal. Es müsse verhindert werden, dass es zu einer Überlastung des Gesundheitswesens komme. Ein weiterer Lockdown müsse verhindert werden.

Update, 13.40 Uhr - Lauterbach sendet Warnung an Impfverweigerer

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Pläne von SPD, Grünen und FDP für ein Ende der gesetzlichen Corona-Sonderlage begrüßt: „Das Eckpunktepapier wird der Bekämpfung der Corona-Pandemie gerecht. Es ist ein guter Kompromiss aus weiterhin möglichen Maßnahmen für die Länder und einer Absage an harte Einschnitte wie Lockdowns oder Ausgangssperren. (...) Niemand braucht mehr einen Lockdown oder Schulschließungen.“

Die gesetzliche Sonderlage wegen der Corona-Pandemie soll nach Plänen der möglichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP zum 25. November enden. Für eine Übergangszeit bis zum 20. März 2022 soll stattdessen aber eine neue rechtliche Basis für Corona-Vorgaben geschaffen werden, wie die drei Fraktionen am Mittwoch mitteilten. Damit sollen die Länder weiterhin „weniger eingriffsintensive“ Maßnahmen anordnen können - unter anderem zu Masken oder Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete.

Lauterbach sagte, im Frühjahr werde sich erst noch zeigen müssen, ob ab dem 21. März alle Corona-Maßnahmen fallen könnten. „Das ist auch davon abhängig, ob noch Virus-Varianten auftreten werden.“ Er betonte erneut die Bedeutung von Impfungen gegen Corona. „Klar ist aber, dass die meisten Ungeimpften von heute bis dahin entweder geimpft, genesen oder leider verstorben sind, denn das Infektionsgeschehen mit schweren Verläufen betrifft vor allem Impfverweigerer.

Update, 12.31 Uhr - „Hotspots“ der Region erlassen verschärfte Corona-Regeln

Die Landkreise Mühldorf, Altötting, Traunstein, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die Stadt und der Landkreis Rosenheim sind derzeit besonders stark von Corona-Neuinfektionen betroffen. Die Zahlen der Behandlungsfälle von COVID-19-Patienten in den Kliniken der Region sind in den letzten Tagen schnell und deutlich gestiegen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Landräte der betroffenen Landkreise und der Oberbürgermeister der Stadt Rosenheim auf folgende Maßnahmen verständigt. Diese treten am 1. November, 0 Uhr in Kraft und gelten bis 24. November, 24 Uhr. 

  • FFP2-Maske statt medizinischer Maske
  • 2G statt 3Gplus in Diskotheken und Clubs

Die Details der Verfügung findet Ihr hier.

Update, 11.59 Uhr - Kreis Altötting meldet 565 aktive Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 53 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 28. Oktober). Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf 7780 Personen.

Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 297,3. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis 565 aktive Fälle - die meisten davon in Burghausen (80), Altötting (65) und Neuötting (55). Zudem gab es auch neun positive Schnelltest-Ergebnisse, die bislang jedoch noch nicht in die Statistik eingearbeitet wurden.

Update, 11.10 Uhr - Die Inzidenzen in der Region steigen größtenteils weiter

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und Krankenhaus-Ampel in Bayern (Stand: 29. Oktober 2021).

Keine Entspannung in der Region: Auch in den letzten 24 Stunden sind die Inzidenzen in den Städten/Landkreisen größtenteils weiter gestiegen. Der Landkreis Mühldorf - bereits seit Tagen bundesweiter Spitzenreiter der „Hotspot-Liste“ - steht nun bei einer Inzidenz von 644,7. Auch auf den weiteren Spitzenreiter-Plätzen sind bayerische Kreise zu finden: Miesbach (Platz 2 mit Inzidenz 567,0), Traunstein (Platz 3 mit Inzidenz 548,2), Straubing-Bogen (Platz 4 mit Inzidenz 510,1), Berchtesgadener Land (Platz 5 mit Inzidenz 475,9).

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 303,6 auf 297,3), Landkreis Mühldorf (von 621,5 auf 644,7), Kreis Berchtesgadener Land (von 459,9 auf 475,9), Landkreis Traunstein (von 509,9 auf 548,2), Stadt Rosenheim (von 385,3 auf 371,1) und Landkreis Rosenheim (von 408,5 auf 431,4). In der Region wurde laut RKI vier weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind zwei Personen im Kreis Rosenheim und je eine Person in den Kreisen Traunstein und Mühldorf verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

455 hospitalisierte Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen gibt es aktuell in Bayern, damit liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 3,5 (Quelle/Stand: LGL, 28. Oktober, 8 Uhr). Die Krankenhausampel ist damit aktuell grün.

Update, 10.28 Uhr - „Impfung einzige Möglichkeit, zur Normalität zurückzukehren!“

Dr. Reinhard Reichelt, 1. Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands Berchtesgadener Landes, verdeutlicht die Bedeutsamkeit einer Corona-Impfung zur Bewältigung der Corona-Pandemie: „Seit Wochen haben wir im Landkreis steigende Corona-Zahlen, sowohl bei Inzidenz als auch Belegung in den Kliniken. Deshalb müssen in den Krankenhäusern bereits jetzt schon wichtige Untersuchungen und Eingriffe - wie im letzten Jahr - verschoben werden. (...) Nach der Anfangseuphorie zu Beginn des Jahres, als unser Landkreis als einer der ersten im Bundesgebiet mit Impfungen in den Arztpraxen begonnen hat, ist die Impfbereitschaft gesunken. Die Impfzahlen im Landkreis sind immer noch deutlich zu niedrig. Die Impfung ist die einzige Möglichkeit, irgendwann wieder zur Normalität zurückzukehren.“

Um den Bürgern weiterhin einen möglichst einfachen Zugang zu Covid-19-Impfungen zu ermöglichen, hat das Impfzentrum Berchtesgadener Land auch in der kommenden Woche (KW44) wieder zahlreiche zusätzliche Impfangebote für die Bevölkerung organisiert. An mehreren Tagen werden Impfungen ohne Termin im Impfzentrum angeboten und auch die mobilen Teams sind an mehreren Standorten im Einsatz.

Update, 9.55 Uhr - RKI meldet Rekord bei Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern

Nach seit Tagen stark steigenden Werten ist in Bayern am Freitag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts eine neue Rekord-Inzidenz bei Infektionen mit dem Coronavirus gemessen worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner lag am Freitag dem RKI zufolge im bayernweiten Durchschnitt bei 221,9 - höher als je zuvor.

Der bisherige Rekord stand bei 217,8 und stammt vom 20. Dezember vergangenen Jahres. Im Bundesländervergleich liegt Bayern damit an dritter Stelle hinter Thüringen (288,9) und Sachsen (253,9).

Update, 8.24 Uhr - Virologe Streeck: Gehen erneut unvorbereitet in Herbst und Winter

Deutschland ist aus Sicht des Virologen Hendrik Streeck unzureichend für die nächsten Pandemiemonate gewappnet. „Wir gehen leider erneut sehr unvorbereitet in Herbst und Winter“, sagte der Direktor des Virologie-Instituts der Universität Bonn der Deutschen Presse-Agentur. „Entspannt sehe ich das nicht: Die Kapazitäten auf Intensivstationen sind reduziert, wir können gegebenenfalls auch wieder mit einer Grippewelle rechnen, wir haben keine gute Erfassung des Infektionsgeschehens, aber wieder eine höhere Mobilität.“ Mit dem breiten Angebot kostenloser Schnelltests habe es ein gutes Standbein zum Erkennen von Infektionen gegeben, betonte Streeck. Nun darauf zu verzichten, halte er für falsch.

„Den Rat zur Impfung kann man nicht oft genug geben“, sagte Streeck. Auch die berichteten Ansteckungen bei Geimpften seien kein Argument dagegen. „Das Ziel bei der Impfstoffentwicklung war nicht in erster Linie, eine Immunantwort auszulösen, die vor jeglicher Infektion schützt. Es ging immer im Kern um den Schutz vor schweren Verläufen.“ Wegen sogenannter Durchbruchinfektionen könne man keinesfalls von einem Versagen der Impfstoffe sprechen.

Update, 7.13 Uhr - RKI-Zahlen von Freitag verspäten sich

Die neuesten Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) verzögern sich heute. Wie auf dem Dashboard des RKI zu lesen ist, würden die Daten derzeit aktualisiert. Bereits am Dienstag hat es massive technische Probleme mit dem Dashboard gegeben. Noch bis in die Abendstunden hinein konnten die aktuellen Zahlen nicht abgerufen werden.

Söder fordert neue Corona-Gespräche von Bund und Ländern

Bayern will die Corona-Regeln verschärfen. Nach den Herbstferien soll in vielen Bereichen ein Zugang nur noch nach 3G-Plus oder 2G Vorschriften möglich sein.

Ministerpräsident Markus Söder macht sich große Sorgen um die steigende Zahl von Infektionen in Bayern. „Wir befinden uns in einem exponentiellen Wachstum“, sagte er am Donnerstag. Er werde deshalb in den Herbstferien eine Sondersitzung des Kabinetts einberufen, um Maßnahmen beschließen zu können.

Die Sieben-Tage-Inzidenz von Bayern lag am Donnerstag bei 208. Zum ersten Mal seit Dezember 2020 ist sie über den Wert 200 gestiegen. Besonders kritisch ist die Situation in den Landkreisen im bayerischen Südosten. Dort liegen die Inzidenzen teilweise über 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

Folgende Maßnahmen könnte das Kabinett beschließen:

  • 2G-Vorschrift für Clubs und Bordelle. Bedeutet: Nur Geimpfte und Genesene dürfen rein.
  • 3G-Plus für alle Bereiche, in denen bislang nur 3G galt. Bedeutet: Zugang nur noch mit Impfung oder PCR-Test. Schnelltests werden nicht mehr akzeptiert.
  • Die besonders betroffenen Landkreise sollen möglicherweise eine eigene Krankenhaus-Ampel bekommen. Bislang gilt für ganz Bayern: Wenn 600 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt sind, werden Maßnahmen ergriffen. Das könnte auf regionale Ebene angepasst werden.
  • In den Schulen könnte nach den Herbstferien wieder die Maskenpflicht für den Unterricht eingeführt werden.

Zudem kündigte Söder schärfere Kontrollen all dieser Regeln an. Das soll Anfang der Woche mit den Freien Wählern als Koalitionspartner besprochen werden. Wann die Sitzung des Kabinetts stattfinden soll, steht noch nicht fest.

mh/mw/dpa

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