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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Auch in Bayern Betrugsverdacht bei Corona-Teststelle - Diskussion um Impfstoffverteilung im Freistaat

Coronavirus - Bayern
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Wie die dpa aus dem Gesundheitsministerium erfuhr, ermitteln auch bayerische Behörden wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Tests.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag (30. Mai) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 44,1, Landkreis Rosenheim 29,5, Landkreis Traunstein 39,5, Landkreis Berchtesgadener Land 68,9, Landkreis Mühldorf 18,1, Landkreis Altötting 44,8 (Quelle/Stand: RKI, 30. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3897, Landkreis Rosenheim 13.748, Traunstein 10.935, Berchtesgadener Land 5903, Mühldorf 6921, Altötting 6014 (Quelle/Stand: RKI, 30. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 453, Traunstein 214, Berchtesgadener Land 100, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 30. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 88.406 Todesfälle in Deutschland (14.939 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.57 Uhr - Spahn: Bei privaten Test-Dienstleistern braucht es mehr Kontrollen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht einen Bedarf an mehr Kontrollen bei Anbietern von Corona-Tests.

„Gerade bei den privaten Dienstleistern (...) braucht es offenkundig noch zusätzliche Kontrollen“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD. Aus Berlin heraus könne man die Testzentren nicht kontrollieren. Das sei nur durch die Gesundheitsämter vor Ort möglich. Darüber werde er auch am Montag mit den Gesundheitsministern der Länder sprechen.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass ein möglicher Abrechnungsbetrug bei Bürgertests immer weitere Kreise zieht. Bekannt wurden Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Update, 21.07 Uhr - Junge Menschen während der Pandemie oft einsam

Viele junge Menschen in Deutschland fühlen sich in der Corona-Pandemie oft allein. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 1000 unter 30-Jährigen.

Demnach gaben bei der Umfrage der Betriebskrankenkasse Pronova 56 Prozent der teilnehmenden 16- bis 29-Jährigen an, sie fühlten sich seit Beginn der Pandemie „häufig einsam“. Fast ebenso viele seien besorgt, ihren Freundeskreis durch eingeschränkte Kontakte zu verlieren.

Vor allem Mädchen und junge Frauen haben demnach ihre Kontakte reduziert: 63 Prozent sahen ihren engen Freundeskreis weniger, 51 Prozent trafen sogar die beste Freundin seltener. Unter jungen Männern galt das der Umfrage zufolge für 47 beziehungsweise 37 Prozent der Befragten.

Positiv bewerteten 55 Prozent der befragten Schüler, Studenten und jungen Berufseinsteiger, dass sie im Bereich der Digitalisierung - vom Umgang mit Computern bis zur Nutzung neuer Software - etwas dazugelernt hätten. Immerhin 45 Prozent gaben der Zeitung zufolge an, sie träfen sich jetzt häufiger virtuell mit ihren Freunden, zum Beispiel zu Online-Spielen.

Update, 18.48 Uhr - „Bitte nicht mehr anreisen“ - Impfzentrum Regen überlastet

Wegen einer Sonderimpf-Aktion ist das Impfzentrum im niederbayerischen Regen am Sonntag überlastet gewesen. Das Landratsamt Regen bat Impfwillige, nicht mehr anzureisen. Es seien mehr Menschen zur Eishalle in Regen gekommen, als Impfstoff mit dem Vakzin von Johnson & Johnson vorhanden sei. Bei der Aktion am Sonntag wurden der Behörde zufolge 875 Impfungen durchgeführt.

Der Landkreis Regen verzichtet nach eigenen Angaben auf eine Lagerhaltung des Vakzins, um ein möglichst hohes Impftempo zu erreichen. Um diese Vorgabe weiter umsetzen zu können, sei zu dem Sonderimpftag eingeladen worden, hieß es.

Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson ist der derzeit einzig zugelassene, der nur eine Spritze für den vollen Impfschutz benötigt. Vermutlich sei daher das Interesse so groß gewesen.

Update, 17.29 Uhr - Diskussion um Impfstoffverteilung in Bayern

Der Präsident des bayerischen Landkreistages, Christian Bernreiter (CSU), fordert eine andere Impfstoffverteilung in Bayern.

„Zurecht haben die Grenzlandkreise zu Tschechien große Sondermengen an Impfstoff bekommen, dort sind jetzt teilweise die niedrigsten Inzidenzen zu verzeichnen“,s o Bernreiter. „Es muss doch möglich sein, dass Ärzte in einem Landkreis mit unterdurchschnittlicher Impfquote pro Kopf mehr Impfdosen erhalten, als in Gebieten, die weit vorne liegen.“ Und wenn das nicht möglich sei, müsse das über die Impfzentren reguliert werden: „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dies innerhalb Bayerns über die Impfzentren auszugleichen.“

Die Sonderlieferungen seien zum damaligen Zeitpunkt „dringend nötig“ gewesen, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek der dpa in München. Allerdings kritisierte er: „Das derzeitige Bestellsystem, mit dem der Bund über die Apotheken die Arztpraxen beliefert, benachteiligt Regionen mit geringer Ärztedichte systematisch.“

Er habe den Bund bereits aufgefordert, hier „dringend an den Stellschrauben zu drehen“: „Wo es weniger Ärzte gibt, sollten diese zum Beispiel die Möglichkeit bekommen, entsprechend mehr Impfdosen zu bestellen“, sagte Holetschek und rief die Ärzte in diesen Regionen auf, die jeweils maximal Menge auch zu bestellen.

Update, 16.14 Uhr - Auch in Bayern Betrugsverdacht bei Corona-Teststelle

Der Betrugsverdacht in Corona-Teststellen zieht Kreise. Wie die dpa aus dem Gesundheitsministerium erfuhr, ermitteln auch bayerische Behörden wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Tests.

Dem Gesundheitsministerium sei „konkret ein Fall bekannt, in dem die Behörden ermitteln“, sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage am Sonntag in München. Um welche Teststelle es sich handelt, wollte er „wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens und der noch geltenden Unschuldsvermutung“ nicht sagen.

Zuvor waren Ermittlungen in Nordrhein-Westfalen wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bekannt geworden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte „stichprobenartig mehr Kontrollen“ an. „Egal ob bei Masken oder beim Testen - jeder, der die Pandemie nutzt, um sich kriminell zu bereichern, sollte sich schämen“, schrieb der Minister im Kurznachrichtendienst Twitter.

Das bayerische Gesundheitsministerium betonte, es stehe im dauernden Kontakt mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern - „auch um dazu beizutragen, dass missbräuchliche Abrechnungen vermieden und aufgeklärt werden“.

Sollten sich für das Ministerium oder die Gesundheitsämter Anhaltspunkte für einen Abrechnungsbetrug ergeben, „etwa weil der Verdacht naheliegt, dass keine Beauftragung zur Durchführung der Testungen vorliegt“, würden die zuständigen Ermittlungsbehörden informiert, sagte der Ministeriumssprecher.

Update, 15.27 Uhr - Keine neuen Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Samstag, 29. Mai keine neuen bestätigten Corona-Fälle (Stand: 30. Mai 2021, 0 Uhr).

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 50 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 30. Mai 2021, 03:11 Uhr) bei 18,1.

Update, 14.15 Uhr - Fünf neue PCR-bestätigte Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting registrierte am Samstag, 29. Mai, fünf neue Corona-Fälle. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz laut RKI liegt bei 44,8.

Update, 13.25 Uhr - Zahlreiche Corona-Partys im Freistaat: 500 Menschen feiern in Regensburg

Am Wochenende kam es wieder zu einigen Corona-Partys im Freistaat. In Regensburg haben etwa 500 Menschen gefeiert und getrunken, ohne auf die Corona-Maßnahmen zu achten. Laut der Polizei konnten an der Steinernen Brücke am Samstagabend außerdem zeitweise keine Autos mehr an der Menschenmenge vorbeifahren.

Die Polizei griff schließlich ein und löste die Versammlung auf. Ein großer Teil der Feiernden zog allerdings statt nach Hause in Richtung Innenstadt weiter. Dort waren zwischenzeitlich wieder etwa 250 Menschen anzutreffen. Als die Polizei die Menge auflösen wollte, flogen nach eigenen Angaben Flaschen in Richtung der Polizei.

Getroffen wurde dabei niemand. Nun laufen mehrere Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung.

Auch in München kam es zu zahlreichen Menschenansammlungen mit hunderten Personen. In Rimsting wurde eine illegale Corona-Party aufgelöst - ein verwüstetes Haus samt verzweifelter Veranstalterin wurde von den Partygästen zurückgelassen. Eine Tuning-Szene ließ sich ein Autotreffen nicht nehmen (Plus-Artikel)

Update, 12.17 Uhr - RKI: Kein Kreis in Bayern mehr über 100er-Inzidenz

In Bayern liegt kein Kreis mehr über der kritischen Corona-Inzidenz-Marke von 100. Laut dem RKI war der bayerische Spitzenreiter am Sonntag der Landkreis Günzburg mit 99,2 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Auf Platz zwei folgte die Stadt Memmingen mit 97,5, die in der vergangenen Woche noch mit weit über 100 der deutschlandweite Corona-Hotspot war.

In der Stadt Weiden in der Oberpfalz, die sich in den vergangenen Tagen einer Inzidenz von 0,0 zu nähern schien, stieg die Inzidenz am Sonntag leicht auf 4,7. Im Durchschnitt lag die Inzidenz in Bayern laut RKI am Sonntag bei 36,0 und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt von 35,2.

585 neue Infektionen waren laut RKI in 24 Stunden dazugekommen - und vier Todesfälle.

Update, 10.09 Uhr - Die Corona-Zahlen in der Region

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region weisen in den letzten 24 Stunden erneut eine sinkende Tendenz auf. Fast die gesamte Region hat eine Inzidenz von unter 50, ein Landkreis und eine Stadt haben sogar eine Inzidenz unter 35.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 30. Mai).

Gesunken ist die Inzidenz im Großteil der gesamten Region: im Kreis Altötting (von 49,3 auf 44,8), im Kreis Traunstein (von 41,2 auf 39,5), im Kreis Rosenheim (von 33,7 auf 29,5) und im Kreis Mühldorf (von 19,8 auf 18,1) mit der niedrigsten Inzidenz in der Region.

Gestiegen sind die Zahlen hingegen in der Stadt Rosenheim (von 39,3 auf 44,1) und im Landkreis Berchtesgadener Land (von 68,0 auf 68,9) mit der höchsten Inzidenz in der Region.

In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet. 

Update, 8.43 Uhr - Patientenschützer: Mangelnde Qualität bei Teststellen ist Problem

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sieht als das größte Problem bei „kriminell organisierten“ Corona-Teststellen die mangelnde Qualität. Vorstand Eugen Brysch sagte der dpa: „Wo solche Strukturen herrschen, ist in der Regel auch die Qualität der Tests schlecht. Wir sagen immer: Wenn man ohne leichten Würgereiz oder ohne eine Träne aus einem Test kommt, dann kann es kaum gut gewesen sein.“

Die Gesundheitsämter müssten die Qualität am Ort überprüfen. „Derzeit reicht ein einstündiger Kurs und schon ist die Lizenz zum Gelddrucken in der Tasche. Doch aussagekräftige Tests sind wichtig. Gerade bei Besuchen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern.“

Die relativ geringen Anforderungen für die Zulassung hat in den vergangenen Wochen zu einer schnell wachsenden Zahl neuer Teststationen geführt. Nun aber gibt es Berichte über möglichen Abrechnungsbetrug bei Corona-Bürgertests. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Bochum nahm Ermittlungen gegen ein Unternehmen auf, das an mehreren Standorten Teststellen betreibt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte „stichprobenartig mehr Kontrollen“ an. „Egal ob bei Masken oder beim Testen - jeder, der die Pandemie nutzt, um sich kriminell zu bereichern, sollte sich schämen“, schrieb der Minister am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter.

RKI registriert 3852 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 35,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3852 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 6.44 Uhr wiedergeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 35,2 an. Am Vortag lag die bundesweite Inzidenz noch bei 37,5. (Corona-Ticker vom 29. Mai)

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 56 neue Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.679.148 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.461.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 88.406 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Samstagabend bei 0,75 (Vortag: 0,70). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 75 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

ce/bcs/dpa

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