Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bessere Kontrollen in Testzentren - Zwei Betrugs-Verdachtsfälle in Bayern

Helfer testen eine Frau mit einem Schnelltest auf das neuartige Coronavirus.
+
Corona-Test (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag (1. Juni) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 39,2, Landkreis Rosenheim 27,9, Landkreis Traunstein 38,9, Landkreis Berchtesgadener Land 71,7, Landkreis Mühldorf 19,0, Landkreis Altötting 34,1 (Quelle/Stand: RKI, 1. Juni, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3899, Landkreis Rosenheim 13.756, Traunstein 10.941, Berchtesgadener Land 5916, Mühldorf 6925, Altötting 6017 (Quelle/Stand: RKI, 1. Juni, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 60, Landkreis Rosenheim 453, Traunstein 214, Berchtesgadener Land 100, Mühldorf 153, Altötting 208 (Quelle/Stand: RKI, 1. Juni, 0 Uhr)
  • Mindestens 88.595 Todesfälle in Deutschland (14.953 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.15 Uhr - Bessere Kontrollen in Testzentren - Mittlerweile zwei Betrugs-Verdachtsfälle in Bayern

Nach Fällen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs in Corona-Testzentren hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erneut bessere Kontrollen in Aussicht gestellt. „Betrug ist eine Sauerei“, so Spahn am Dienstag. Hier müssten strafrechtliche Konsequenzen gezogen werden. Kontrolliert würden zwei Bereiche: die Teststationen und deren Abrechnungen.

Bei den Stationen kontrollierten die Kommunen, ob diese ordnungsgemäß eingerichtet und geführt seien. Bei den Abrechnungen sei nun vorgesehen, dass die Kontrollen verbessert werden, bekräftigte Spahn. Wenn etwa die Sachkosten für die Beschaffung eines Testkits bei 3,50 Euro gelegen hätten und der hierfür maximal abrechenbare Betrag von 6 Euro abgerechnet werde, dann handele es sich um bestrafbaren Betrug.

Auch in Bayern sind mittlerweile zwei Verdachtsfälle bekannt, bei denen der Betrug rund um Abrechnungen in Corona-Testzentren besteht.  Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nannte am Dienstag einen Fall im Kreis Miesbach, wo ein privat betriebenes Testzentrum geschlossen worden sei. Die Generalstaatsanwaltschaft am Landgericht Nürnberg-Fürth bestätigte noch einen weiteren Verdachtsfall, ohne auf Details einzugehen. 

„In Miesbach haben wir Anhaltspunkte für ein konkretes Fehlverhalten gefunden. Erste Verdachtsmomente hatten sich Mitte Mai ergeben. Falls hier kriminelle Energie am Werk ist, muss diese hart und konsequent geahndet werden“, so Holetschek. Laut dem Gesundheitsminister soll es künftig unangemeldete Kontrollen in den Testzentren geben. 

Update, 19.08 Uhr - Sonderimpfaktion im Landkreis Traunstein

Das Staatliche Gesundheitsamt Traunstein meldet für dessen Zuständigkeitsbereich derzeit 333 aktive COVID-19-Fälle. Seit der letzten Meldung sind demnach sieben Corona-Neuinfektionen registriert worden. Derzeit werden noch elf Covid-19-Patienten in den Kliniken im Landkreis Traunstein behandelt, vier davon befinden sich auf einer Intensivstation.  

Außerdem sind für den 1. und 2. Juni noch Termine im Rahmen einer Sonderimpfaktion mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca frei. Unter dem Link https://traunstein.impfzentrum.bayern/ können sich interessierte Bürger für eine Impfung eintragen. Sind noch Termine frei, erscheinen die jeweiligen Hausärzte als Liste auf der Website. 

Update, 17.51 Uhr - WHO: Notfallzulassung für Corona-Impfstoff von Sinovac

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einem zweiten chinesischen Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung erteilt. Es handelt sich um das Präparat der Firma Sinovac. Die WHO bescheinigte dem Impfstoff mit der Zulassung am Dienstag, dass höchste Standards in Bezug auf Wirksamkeit und Herstellung eingehalten werden.

Nach der Beurteilung des unabhängigen WHO-Beraterstabs für Impfstoffe (SAGE) verhindert der Impfstoff bei 51 Prozent der Geimpften jegliche Krankheitssymptome. Bei 100 Prozent wurden eine schwere Covid-19-Erkrankung und ein Krankenhausaufenthalt verhindert.

Mit der Zulassung können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. Darunter ist das internationale Impfprogramm Covax, auf das sich vor allem ärmere Länder bei der Zuteilung von Corona-Impfstoffen verlassen. Der Impfstoff der chinesischen Firma Sinopharm hatte die WHO-Zulassung bereits am 7. Mai bekommen.

Länder, die keine eigene Regulierungsbehörde haben, nehmen die WHO-Entscheidung oft als Grundlage für ihre eigene Zulassung. Für die EU hat die Notfallzulassung der WHO vorerst keine Bedeutung. Hier entscheidet letztendlich die EMA für eine Zulassung in der EU.

Update, 16.57 Uhr - Keine Quarantäne für Fußballer - Regierung plant Ausnahme für EM   

Die Bundesregierung plant mit Blick auf die Europameisterschaft nun doch eine Regelung, die eine Einreise von Profi-Fußballern nach Aufenthalten im Virusvariantengebiet Großbritannien ohne Quarantäne ermöglicht. „Derzeit wird innerhalb der Bundesregierung an einer Anpassung der Einreisebestimmungen gearbeitet“, sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, am Dienstag auf Anfrage.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) sagte: „Die Fußball-Europameisterschaft ist ein sportliches Großereignis, auf das die ganze Welt schaut und für dessen Gelingen Deutschland seinen Teil leisten wird.“ Die Bundesregierung werde die Fußball-EM für die Teams so organisieren, „dass wir dem Infektionsschutz gerecht werden“.

Konkret geht es für die deutsche Nationalelf vor allem um Ilkay Gündogan von Manchester City sowie um Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner, die beim FC Chelsea unter Vertrag sind. Die vier Profis, die am Samstag im Champions-League-Finale spielten, sollen am Donnerstag zur Nationalmannschaft stoßen, die derzeit in Seefeld im Trainingslager ist. Ihnen droht allerdings bei der Einreise nach Deutschland nach der jetzigen Regelung eine 14-tägige Quarantäne, da sie sich zuletzt in Großbritannien aufgehalten haben, das von deutscher Seite als Virusvariantengebiet eingestuft wird.

Betroffen wären aber auch Mannschaften, die nach einem EM-Spiel in Großbritannien am 2. Juli am Viertelfinale am Austragungsort München teilnehmen. Einer der Teilnehmer des K.o.-Spiels in der Allianz Arena hätte zuvor sein Achtelfinale in London ausgetragen. Zudem ist auch Glasgow Spielort der EM.

Update, 16.01 Uhr - Es geht aufwärts: Seilbahnen zu Bayerns Gipfeln starten wieder   

Sommerstart an Deutschlands höchstem Gipfel: Am Donnerstag nehmen drei weitere Seilbahnen an der Zugspitze ihren Betrieb wieder auf. Mit der Alpspitz-, Hochalm- und Kreuzeckbahn können Ausflügler und Touristen dann wieder kräftesparend das Wandergebiet Garmisch-Classic erkunden, wie die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG am Dienstag mitteilte.

Da der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Garmisch-Partenkirchen derzeit stabil unter 50 liegt, brauchen Besucher auch keinen negativen Test, Impfnachweis oder Nachweis über eine überstandene Corona-Infektion mehr, um die Bahnen nutzen zu können. Zuvor hatten in dem Gebiet bereits die Seilbahn Zugspitze, Gletscherbahn und Zahnradbahn ihren Betrieb wieder aufgenommen.

Auch in den Allgäuer Alpen können Reisende wieder hohe Gipfel erreichen, ohne sie erwandern zu müssen. Seit kurzem sind die Fellhorn- und Nebelhornbahn bei Oberstdorf sowie die Imbergbahn in Oberstaufen im Landkreis Oberallgäu wieder in Betrieb. Weil die Inzidenz dort noch über 50 liegt, brauchen Besucher aus verschiedenen Haushalten einen negativen Test oder Impfnachweis, um die Bahnen nutzen zu dürfen.

Am Großen Arber im Bayerischen Wald geht es ebenfalls wieder aufwärts: Die Gondelbahn an der Eisensteiner Hütte ist nach siebenmonatiger Schließung wieder offen, heißt es von der Fürstlich Hohenzollernschen Arber-Bergbahn e.K.. Wegen der zurzeit niedrigen Inzidenz im Landkreis Regen entfällt auch hier die Testpflicht. In den genannten Wandergebieten ist auch die Außengastronomie wieder geöffnet.

Update, 15.26 Uhr - Vier neue Corona-Fälle im Kreis Berchtesgadener Land

Seit der letzten Meldung am 31. Mai gibt es im Landkreis Berchtesgadener Land vier weitere bestätigte COVID-19-Fälle, wie das zuständige Landratsamt berichtet. Davon befanden sich drei Personen bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation.

Landkreisweit gibt es derzeit 90 aktive Fälle, davon acht in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Kindergärten und Schulen.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden aktuell drei Corona-Patienten stationär behandelt, zwei davon werden intensivmedizinisch betreut.

Update, 14.48 Uhr - Münchner Forscher: Effekt von Lockdowns wohl deutlich überschätzt

Wie Forscher der LMU München in einer neuen Studie aufzeigen, wird der Effekt von Lockdowns wohl überschätzt. Dies zeigt auch eine Erfahrung aus den USA, wo in vielen Bundesstaaten trotz Aufhebung fast aller Schutzmaßnahmen selbst nach Monaten weder die Infektions- noch Todeszahlen in Verbindung mit dem Coronavirus angestiegen seien, wie die „Krone“ berichtet. Nicht nur das, die Zahlen gingen sogar zurück.

Auch in Deutschland betonten Experten wiederholt, dass die Lockdown-Maßnahmen nicht zielführend seien. Nun haben die Forscher der LMU aktuelle Daten vorgelegt, welche diese These stützen.

„Wir sehen sowohl am Arbeitsplatz wie schon in den Schulen den deutlichen Effekt der Reihentestungen: Die Testpflicht bzw. das verpflichtende Testangebot führt zunächst zu einem sprunghaften Anstieg der Covid-19 Fälle. Langfristig sinken die Inzidenzzahlen aus Ausbrüchen wieder“, so die Experten.

Nach einem Jahr Pandemie konnte die Untersuchung der Wissenschaftler keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den vielen Maßnahmen und dem Infektionsgeschehen belegen.

„Eine Bewertung des Infektionsgeschehens (...) anhand der Anzahl berichteter Fälle oder darauf basierender Raten (...) ist aufgrund des variierenden Testverhaltens nur sehr eingeschränkt möglich“, so die Forscher der LMU. Für wesentlich aussagekräftiger halten die Wissenschaftler den sogenannten Reproduktionswert (R-Wert) - also jener Wert der anzeigt, wie viele Menschen im Schnitt von einem Infizierten angesteckt werden. Hier wiederum zeige sich, dass die Infektionsdynamik in Deutschland bereits vor dem „Lockdown light“ im November sowie auch der Verschärfung im Dezember gesunken sei.

Update, 14.14 Uhr - Diskriminierung vermeiden: Corona-Varianten bekommen neutrale Namen

Bestimmte Coronavirus-Varianten werden umbenannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt ab sofort auf neutrale Namen, um zu verhindern, dass die Varianten nach den Ländern benannt werden, in denen sie zuerst entdeckt wurden. „Das ist stigmatisierend und diskriminierend,“ teilte die WHO am Montagabend mit. Sie nimmt nun Buchstaben des griechischen Alphabets für die Bezeichnung der Corona-Varianten, die sie als „besorgniserregend” oder „Varianten von Interesse” einstuft.

So heißt die zuerst in Großbritannien aufgetauchte Variante B.1.1.7 nun Alpha. Die in Südafrika entdeckte Variante B.1.351 wird zu Beta, die in Brasilien nachgewiesene Variante P.1 wird Gamma und die zunächst in Indien gefundene Variante B.1.617.2 wird Delta. Die Variante, die jüngst in Vietnam entdeckt wurde, stand bis Dienstag nicht auf der WHO-Liste.

Von der „indischen” oder „britischen” Variante zu sprechen löst bei manchen Menschen einen Abwehrreflex gegen Menschen aus, die aus diesem Land kommen. So hat die Tatsache, dass der frühere US-Präsident Donald Trump beim Coronavirus oft vom „China-Virus” sprach, in den USA Hasskriminalität gegen asiatisch aussehende Menschen ausgelöst.

Update, 12.59 Uhr - Festival in Wacken erneut abgesagt

Das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken ist erneut abgesagt. Die für Ende Juli geplante Veranstaltung könne aufgrund der andauernden Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden, teilten die Veranstalter am Dienstag mit.

Update, 12.51 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet vier neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 31. Mai vier neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 1. Juni 2021, 0 Uhr). 
Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 39 aktive FälleDie 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 1. Juni 2021, 03:11 Uhr) bei 19,0. 

Update, 12.04 Uhr - Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger für 15.000 EM-Fans in München

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich angesichts der sinkenden Coronazahlen für 15.000 Zuschauer in der Münchner Allianz Arena bei der anstehenden Fußball-EM ausgesprochen. „Ich bin schon der Meinung, wenn jeder fünfte Platz besetzt ist und die vorher getestet sind, bitteschön“, sagte der Freie-Wähler-Vorsitzende im BR-Fernsehen: „Dann rein mit den Leuten, hilft ja nix!“ Aiwanger forderte schnelle Lockerungen und entsprechend mehr Publikum bei größerer Fläche. „Ich gehe davon aus, dass wir diese Zahl erhöhen, unbedingt“, sagte er. „Wir müssen nur die Dinge zusperren, wo ein nachweisbares Infektionsrisiko besteht.“

Trotz der Entscheidung der UEFA für die Stadt München als EM-Spielort gibt es seitens der bayerischen Staatsregierung bisher keine Garantie für Zuschauer im Stadion. Das UEFA-Exekutivkomitee hatte am April entschieden, dass München Ausrichter von vier Spielen bei der EM bleibt - drei Spiele der deutschen Nationalmannschaft und ein Viertelfinale. Nach dem Willen der UEFA sollen bei allen Partien mindestens 14.500 Zuschauer in der Allianz Arena möglich sein.

Update, 11.23 Uhr - Landkreis Altötting meldet einen neuen Corona-Fall

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt einen neuen Corona-Fall gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 6017 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 111 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Garching (33), Burghausen (17) und Neuötting (16). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 34,1.

Livestream: Spahn und Wieler informieren über aktuelle Corona-Lage

Update, 10.47 Uhr - Wieler: „Brauchen weiter Schutzmaßnahmen UND Impfungen“

Die Fallzahlen gehen deutschlandweit zurück und auch die Patientenzahlen auf den Intensivstationen würden weiter sinken - das ist das Fazit von RKI-Präsident Dr. Wieler. Die dritte Welle sei in Deutschland gebrochen, aber der Kampf gegen die Pandemie noch nicht gewonnen. In Deutschland gibt es derzeit nur noch vier Landkreise mit Inzidenzen über 100. Deswegen hat sich das RKI nun zu einer Reduzierung der Risikobewertung in Deutschland entschieden.

Wieler plädierte dennoch für „umsichtige und gut gewählte Öffnungsschritte“, denn oberstes Ziel bleibe, die Inzidenzen über den Sommer weiter zu senken. Die Todeszahlen hingegen sind nach wie vor zu hoch - und sinken nur langsam. Aber auch hier sei nun langsam ein positiver Trend erkennbar, so Wieler. „Wir brauchen weiter Schutzmaßnahmen UND Impfungen in den nächsten Wochen“, so Wieler. Rund 18 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sei bislang vollständig geimpft.

Update, 10.38 Uhr - Gefahrenlage wird von „sehr hoch“ auf „hoch“ reduziert

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar Wieler sind am Dienstagvormittag vor die Presse getreten, um die Öffentlichkeit über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland zu unterrichten. Das Wichtigste vorneweg: Die durch die Corona-Pandemie verursachte Gefahrenlage wird von „sehr hoch“ auf „hoch“ heruntergestuft. Die letzte Statusänderung war zuletzt am 11. Dezember, also vor einem halben Jahr, erfolgt.

Spahn sprach von einem „positiven Trend“ bei den Corona-Zahlen, der durch die fortschreitende Impfkampagne weiter befeuert würde. Inzwischen seien rund 50 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland zumindest erstgeimpft. Bis Ende August sollen weitere 50 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer zur Verfügung stehen. Deswegen soll bis zu diesem Zeitpunkt auch eine Erstimpfung für die 12- bis 18-Jährigen möglich gemacht werden.

Update, 9.56 Uhr - Falsche PCR-Tests? - Betrugsermittlungen gegen Gießener Teststelle

Wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges ermitteln die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft gegen eine Corona-Teststelle im mittelhessischen Gießen. Zwei Männern wird vorgeworfen, gefälschte PCR-Testergebnisse übersandt und pro Test zu Unrecht 79,90 Euro kassiert zu haben, wie die Ermittler am Montag mitteilten. Bislang gehe es um etwa 177 Verdachtsfälle mit einem potenziellen Schaden von rund 14.000 Euro.

Einer der Beschuldigten, ein Mitarbeiter der Teststation in der Gießener Innenstadt, räumte demnach ein, gefälschte Laborbefunde verschickt zu haben. Ob und inwieweit der Betreiber des Zentrums in die Vorgänge involviert gewesen sei, gehöre zu den weiteren Untersuchungen. „Es gilt die Unschuldsvermutung“, so Polizei und Staatsanwaltschaft.

Ende der vergangenen Woche hatte demnach ein Zeugenhinweis die Ermittlungen ins Rollen gebracht. „Eine getestete Person teilte der Polizei mit, dass sie ihr negatives PCR-Testergebnis via Whatsapp erhalten habe und dieses offenbar mit einer falschen Uhrzeit versehen war.“ Zudem habe laut dem Zeugen in bar bezahlt werden müssen. Die weiteren Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich um einen falschen Laborbefund handele. Es folgten Durchsuchungen, bei denen diverse Beweismittel sichergestellt worden seien, darunter eine vierstellige Summe Bargeld, Speichermedien und ein Exemplar eines „augenscheinlich gefälschten Laborberichts“.

Update, 9.02 Uhr - Wirtschaftsauskunftei: 69 Prozent mehr Privatpleiten in Bayern

Nach einem Jahr Corona-Krise ist die Zahl der Privatinsolvenzen in Bayern sprunghaft gestiegen. Der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel zufolge meldeten von Januar bis März 3462 Verbraucher im Freistaat Insolvenz an. Das waren 69 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit steht Bayern aber noch relativ gut da: Mit nur 26 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner wirtschaften die bayerischen Verbraucher im Bundesvergleich am solidesten, gefolgt von den Hessen, Thüringern und Baden-Württembergern.

„Die nördlichen Bundesländer sind auch im 1. Quartal 2021 stärker von Privatinsolvenzen betroffen als der Süden Deutschlands“, teilte die Auskunftei am Dienstag mit. Schlusslicht sei Bremen mit 76 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohnern, gefolgt von Hamburg und Niedersachsen.

Update, 8.19 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 1. Juni).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Gesunken ist die Inzidenz im Kreis Altötting (von 44,8 auf 34,1) und in der Stadt Rosenheim (von 42,5 auf 39,3). Gestiegen ist die Inzidenz dagegen im Kreis Berchtesgadener Land (von 70,8 auf 71,7), im Kreis Mühldorf (von 16,4 auf 19,0), im Kreis Traunstein (von 37,8 auf 38,9) und im Kreis Rosenheim (von 26,4 auf 27,9).
In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet. 

Update, 7.28 Uhr - PK um 10.30 Uhr: Spahn zur Corona-Lage und Betrug bei Corona-Tests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Lothar Wieler informieren um 10.30 Uhr in der Bundespressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage. Neben der positiven Entwicklung bei den Inzidenzen dürfte auch der Verdacht auf Betrug bei Teststellen Thema sein. Bekannt wurden bisher bundesweit mehrere Verdachtsfälle - darunter auch in Bayern. 

Als Konsequenz aus dem Verdacht auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Teststellen sollen schnell strengere Überwachungsvorgaben kommen. Dazu sind Neuregelungen in der Testverordnung vorgesehen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag nach Beratungen mit den Ressortchefs der Länder mitteilte. „Wir sprechen da von Tagen und nicht von Wochen“, sagte ein Sprecher. So sollen unter anderem Abrechnungsdaten für Tests zusätzlich abgeglichen werden müssen und auch die Finanzämter einbezogen werden können. Die Opposition forderte Aufklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der PK um 10.30 Uhr.

Update, 6.23 Uhr - 7-Tage-Inzidenz erstmals seit drei Wochen wieder leicht gestiegen

Erstmals seit drei Wochen liegt die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland wieder höher als am Vortag. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen hervor. Demnach wurden den Gesundheitsämtern zuletzt 35,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gemeldet. Einen Tag zuvor wurde der Wert noch mit 35,1 angegeben (Vorwoche: 58,4). Zuletzt gestiegen war die Inzidenz von 9. auf den 10. Mai, seitdem war sie kontinuierlich gefallen.

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 1785 Corona-Neuinfektionen, wie aus RKI-Angaben hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 6.09 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1911 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 153 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 33 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.682.911 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.498.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 88.595 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Montagnachmittag bei 0,76 (Vortag: 0,75). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 76 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Lehrerverband fordert weiter Kopplung an Inzidenzen

Obwohl viele Schüler durch den langen Unterrichtsausfall inzwischen große Lücken hätten, mahnt der Deutsche Lehrerverband vor einer übereilten Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht (News-Ticker Montag, 31. Mai). Die Frage von Schulschließungen sollte nach Ansicht des Verbandes auch im nächsten Schuljahr und bei zunehmendem Impffortschritt weiter an die Corona-Inzidenzen gekoppelt werden. „Auch wenn Kinder und Jugendliche ein vermindertes Risiko an schweren Krankheitsverläufen bei Covid-19 haben, gibt es diese Gefahr. Darauf hat der Schulbetrieb Rücksicht zu nehmen, solange nicht alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit zur Impfung hatten“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Allerdings stellt sich der Lehrerverband „auf vollständigen Präsenzunterricht in ganzen Klassen“ im nächsten Schuljahr ein, «und zwar fast ausnahmslos». Die medizinischen Experten rechneten nicht mit einer vierten Welle, „weil die fortschreitenden Impfungen in der Gruppe der über 16-Jährigen und auch zunehmend bald bei den 12- bis 15-Jährigen die Neuinfektionszahlen unabhängig von saisonalen Einflüssen nach unten drücken werden“, sagte Meidinger.

Mit Einschränkungen rechnet er zunächst aber noch bei Schulfahrten, Sportwettkämpfen, Schulfesten oder Konzerten. Maskenpflicht und Tests müssten zudem aufrechterhalten bleiben, solange es viele „unwillentlich“ ungeimpfte Schüler gebe, etwa weil für unter 12-Jährige noch kein Impfstoff vorhanden sei oder keine Empfehlung zur Impfung durch die Ständige Impfkommission vorliege. „Erst wenn alle die Chance zur Impfung hatten, geht das Infektionsrisiko in die Eigenverantwortung der Betroffenen über“, so Meidinger. Dieser Zustand werde aber wohl nicht vor Mitte des nächsten Schuljahres erreicht.

mh/mw/dpa

Kommentare