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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Schulstart am Montag: Dann nur noch eine Woche Testpflicht – Aktuelle Zahlen aus Landkreis Traunstein

Aprilscherz um Corona-Test an Schule
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Ein Schüler steckt sich ein Stäbchen für den Corona-Selbsttest in die Nase.

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt noch immer für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen von Dienstag (19. April) bis Freitag (22. April) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 245 (Quelle/Stand: DIVI, 22. April, 6.15 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 665,2, Landkreis Rosenheim 811,9, Landkreis Traunstein 631,6, Landkreis Berchtesgadener Land 510,7, Landkreis Mühldorf 869,7, Landkreis Altötting 746,1 (Quelle/Stand: RKI, 22. April, 5 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 24.512, Landkreis Rosenheim 101.922, Traunstein 72.484, Berchtesgadener Land 40.754, Mühldorf 48.352, Altötting 42.304 (Quelle/Stand: RKI, 22. April, 5 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 124, Landkreis Rosenheim 700, Traunstein 345, Berchtesgadener Land 185, Mühldorf 299, Altötting 324 (Quelle/Stand: RKI, 22. April, 5 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete

Update, 21 Uhr - Schulstart am Montag: Dann nur noch eine Woche Testpflicht

Letzte Vorbereitungen für die Abiturprüfungen, Vorfreude auf gemeinsame Reisen mit Schulfreunden – und nur noch eine Woche standardmäßig Corona-Testnachweise: Am Montag (25. April) geht in Bayern die Schule nach den Osterferien wieder los. Die meisten Schülerinnen und Schüler dürfte freuen, dass dann mehrtägige Klassenfahrten wieder erlaubt sind. Viele von ihnen hatten aber wohl in den vergangenen Tagen im Urlaub oder anderswo viele Kontakte.

Bayern hält daher noch eine Woche an den bisherigen Regelungen zu Corona-Tests fest und lässt sie erst dann auslaufen, wie Kultus- und Gesundheitsministerium mitteilten. Nach Schulferien gab es demnach zuletzt erfahrungsgemäß deutlich höhere Infektionszahlen als vorher. Am Montag nach den Weihnachtsferien etwa betrug laut Kultusministerium an Grund- und Förderschulen die Positivrate 3,1 Prozent bei PCR-Pooltests - ein höherer Anteil als am Montag vor Weihnachten (1,7 Prozent).

Zum 1. Mai laufen die Regelungen zu den generellen, anlasslosen Tests für Schüler und die 3G-Regelung für Lehrkräfte und andere an Schulen tätige Menschen dann aus. Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) Simone Fleischmann sagte, die Corona-Pandemie löse immer noch Unsicherheiten und Ängste bei Schülern, Eltern und Lehrern aus. „Wenn jetzt auch noch die Testpflicht fällt, werden all diese Sorgen nicht kleiner“, sagte sie. „Freilich ist Unterricht ohne Maske und Schule, ohne Testmanagement der Wunsch von uns allen.“ Man werde aber weiterhin kritisch sein.

Update, 19.30 Uhr - 236 Corona-Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Seit der letzten Pressemitteilung am 21. April sind beim Staatlichen Gesundheitsamt Traunstein 236 Neuinfektionen eingegangen. Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes liegen derzeit 1.170 aktive COVID-19-Fälle vor.

Es liegen insgesamt 72.589 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 71.074 Personen (125 Personen mehr seit der Meldung vom 21. April). Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 631,6.

In den Kliniken Südostbayern werden insgesamt 62 Covid-Patienten behandelt. Davon befinden sich 58 auf der Normalstation und vier auf der Intensivstation.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 345 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 18.25 Uhr - 133 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Donnerstag 133 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 40.754 (Stand RKI: 22. April, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 510,7 (Stand RKI: 22. April, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 949 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 41 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 38 in Alten- und Pflegeheimen, keine in Gemeinschaftsunterkünften und drei in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 543 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 31 COVID-19-Patienten stationär behandelt, davon eine Person intensivmedizinisch. 21 Patienten haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land.

Die KSOB behandeln an den Standorten im Landkreis Traunstein derzeit 31 COVID-19-Patienten. Eine Person hat ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und wird intensivmedizinisch betreut.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 62 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 58 Patienten auf der Normalstation und 4 Patienten auf der Intensivstation.

Update, 17.30 Uhr - Gericht kippt Corona-Hotspot-Regelung in Mecklenburg-Vorpommern

Das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern hat am Freitag die Corona-Hotspot-Regelung für das Bundesland gekippt. Es gab einem einstweiligen Rechtsschutzantrag in wichtigen Punkten statt. Die außer Vollzug gesetzten Schutzmaßnahmen beträfen insbesondere das Abstandsgebot und die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske oder Atemschutzmaske, teilte eine Gerichtssprecherin in Greifswald mit. Die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) hatte die Landesregierung bereits am Gründonnerstag weitgehend aufgehoben.

Der Landtag in Schwerin hatte am 24. März das gesamte Bundesland zum Corona-Hotspot erklärt, um flächendeckend die damals geltenden Schutzmaßnahmen weiterführen zu können. Die besonders hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen und eine drohende Überlastung der Krankenhauskapazitäten hätte laut Gericht jedoch für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt einzeln festgestellt werden müssen, um diesen zum Hotspot zu erklären. Dies sei nicht erfolgt, monierten die Richter.

Update, 17.15 Uhr - 1288 Neuinfektionen im Kreis Mühldorf und ein weiterer Corona-Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag (14. April ) 1288 neue bestätigte Corona-Fälle. Es wurde ein weiterer Todesfall gemeldet (Stand: 22. April, 10 Uhr).

Im Landkreis Mühldorf liegen insgesamt 48.340 bestätigte Fälle vor. 46.499 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 1542 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 299. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt nach Angaben des RKI bei 869,7 (Stand: 22. April, 3.10 Uhr). Im Zeitraum vom 14. bis 21. April kam es bei 1288 neuen Corona-Fällen in 796 Fällen trotz vollständiger Impfung zu einer Infektion.

Von den 1288 Neuinfektionen der vergangenen Woche sind 538 bzw. 42 Prozent der Altersgruppe 35 bis 59 Jahren sowie 359 bzw. 28 Prozent der Altersgruppe von 15 bis 34 Jahren zuzuordnen. In der Gruppe der 60 bis 79-Jährigen wurden 209 neue Fälle (16 Prozent) bestätigt sowie 120 Fälle bei den 5-14-Jährigen (9 Prozent). 40 Neuinfektionen bzw. 3 Prozent gab es in der Altersgruppe über 80 Jahren sowie 22 in der Altersgruppe 0-4 Jahren (2 Prozent).

Update, 16.45 Uhr - 190 Corona-Neuinfektionen im Landkreis Altötting nachgewiesen

Bislang wurden im Landkreis Altötting 42321 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Seit der letzten Pressemitteilung wurden 190 Neuinfektionen per PCR-Test festgestellt. 41326 Landkreisbürger sind bislang wieder gesundet. 324 Personen sind an der Erkrankung verstorben. 671 sind aktuell aufgrund des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Isolation.

20310 Landkreisbürger/Innen haben aktuell den befristeten „Genesenen-Status“. Dieser Status beginnt 28 Tage nach dem PCR-Ergebnis und ist auf einen Zeitraum von 2 Monaten begrenzt.

Update, 15.32 Uhr - Organisationen der Ärzte plädieren für Aus der Gratis-Coronatests

Vertreter von Ärzteorganisationen haben sich für ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests ausgesprochen. „Richtig wäre es, anlasslose Bürgertests zu stoppen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der „Ärzte Zeitung“ (Freitagsausgabe). „Alternativ sollten die verlässlichen PCR-Tests vollumfänglich gefördert werden.“ Unterstützung kam von anderen Verbänden, die Stiftung Parteienschutz wandte sich gegen den Vorstoß.

Elke Bruns-Philipps vom Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) sagte den Zeitungen, Tests nur nach Anlass „würden die Zahl der zu übermittelnden Testergebnisse deutlich reduzieren“. Die Amtsärztin forderte zudem, die Ämter von Bürokratie zu entlasten. So sollten die nötigen Isolationsanordnungen für Infizierte entfallen. Auch sei das Übermitteln von Testergebnissen zum „Freitesten“ entbehrlich, da jeder positive Test erneut aufwändig bearbeitet werden müsse. 

Ein Sprecher des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) sagte der Zeitung: „Die Weiterführung anlassloser Tests, zu denen auch die Bürgertests gehören, ist aus Sicht der fachärztlichen Laboratorien nicht mehr erforderlich.“ 

Update, 13.17 Uhr - WHO empfiehlt Covid-Pille von Pfizer für bestimmte Corona-Patienten

as in Deutschland schon eingesetzte Covid-19-Medikament Paxlovid bekommt grünes Licht von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Paxlovid werde für Patienten empfohlen, die noch nicht schwer krank sind, aber das höchste Risiko einer Krankenhauseinweisung haben, berichtete der zuständige WHO-Expertenrat in der Fachzeitschrift „British Medical Journal“ (BMJ). Dazu gehören Menschen mit Vorerkrankungen, Betagte oder Ungeimpfte.

Der Rat berief sich auf Studien mit knapp 3100 Patientinnen und Patienten. Das Risiko einer Krankenhauseinlieferung sei bei den mit Paxlovid Behandelten um 85 Prozent geringer gewesen als bei der Gruppe, die ein Scheinmedikament erhalten habe, schreibt die WHO in einer Mitteilung.

Die Tabletten des US-Pharmakonzern Pfizer sollen die Virusvermehrung im Körper hemmen. Sie enthalten die Wirkstoffe Nirmatrelvir und Ritonavir. Seit Ende Januar ist das Mittel in der EU bedingt zugelassen. Deutschland hat eine Million Packungen bestellt. Paxlovid muss nach Angaben der WHO innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten von Symptomen eingenommen werden. Ob es auch bei Schwerkranken noch Wirkung zeige, gehe aus den bisherigen Studien nicht hervor. Für Patienten mit geringem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs empfiehlt die WHO das Mittel nicht, weil es für sie keine Vorteile bringe.

Das Medikament sei keine Alternative zur Impfung, betonte WHO-Expertin Janet Diaz. Zur Verhinderung einer schweren Erkrankung und Minderung des Infektionsrisikos sei die Impfung das wichtigste Mittel. Auch milde Infektionen könnten zu langfristigen Gesundheitsbeeinträchtigungen führen.

Update, 11.14 Uhr - Trotz Corona: „Wiesn wird besser als 2019“

Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) glaubt an ein besonders erfolgreiches Oktoberfest in diesem Jahr. „Ich glaube, die Wiesn wird besser als 2019. Die Leute haben enorm Lust zu feiern, und sie müssen emotional etwas nachholen - gerade jetzt, wo die Zeiten nicht so rosig sind“, sagte der Münchner Wirtschaftsreferent unserem Partnerportal dem Münchner Merkur (Freitag). „Das ist ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal, danach würden sich andere europäische Städte die Finger lecken. Die Wiesn ist eine Herzensangelegenheit.“

Anders als in den vergangenen Pandemie-Jahren rechnet sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gute Chancen für das Oktoberfest 2022 aus. Nach seiner Überzeugung müsse das Oktoberfest „zumindest nach rechtlichen Gesichtspunkten“ stattfinden, hatte der CSU-Chef am Donnerstag zum Auftakt des Ludwig-Erhard-Gipfels in Gmund am Tegernsee gesagt.

In der kommenden Woche will die Stadt München entscheiden, ob das Oktoberfest nach zweijähriger Corona-Zwangspause dieses Jahr stattfinden kann. Sollte es grünes Licht geben, könnte es am 17. September auf der Theresienwiese erstmals wieder heißen: „Ozapft is“. Das Fest würde dann bis zum 3. Oktober dauern.

In den vergangenen beiden Jahren war das Oktoberfest wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Längere Pausen gab es in der über 200-jährigen Geschichte des Volksfestes nur in Kriegszeiten.

Update, 10.01 Uhr - Über 25.000 Neuinfektionen: Inzidenz in Bayern steigt weiter leicht

Die Corona-Inzidenz in Bayern ist erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut meldete am Freitagmorgen (Stand 3.10 Uhr) einen Wert von 780,8. Der Freistaat lag damit weiterhin über der bundesweiten Inzidenz, die das RKI mit 733,4 angab. Am Donnerstag hatte der bayerische Wert mit 774,1 noch etwas unter dem Freitagswert gelegen.

Allerdings ist bei den aktuellen Corona-Zahlen schon seit geraumer Zeit und derzeit besonders Vorsicht geboten. Experten gehen von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus, etwa weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen. Dazu kommt derzeit noch, dass das lange Osterwochenende zu einer Verzerrung führen kann.

Am Freitag meldete das RKI 25.121 neue Corona-Fälle in Bayern. 66 weitere corona-infizierte Menschen starben den Angaben zufolge binnen 24 Stunden. 245 lagen am Freitag (Stand 8.05 Uhr) mit Covid-19 auf einer bayerischen Intensivstation.

Update, 8.20 Uhr - Inzidenzen in Region entwickeln sich unterschiedlich

Sieben-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 22. April 2022).

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Die deutlichste Steigerung wurde laut neuesten RKI-Daten (Stand: 22. April, 5 Uhr) in der Stadt Rosenheim registriert: Hier stieg die Inzidenz um satte 74 Zähler von 591 auf 665. Deutlich gestiegen ist der Wert auch im Landkreis Rosenheim – und zwar von 767 auf 812. Moderate Steigerungen wurden in den Kreisen Traunstein (von 624 auf 632) und Berchtesgadener Land (von 499 auf 511) gemeldet.

In zwei Landkreisen ist die Inzidenz dagegen gesunken – besonders deutlich um 82 Punkte im Landkreis Mühldorf (von 952 auf 870). Allerdings bleibt der Kreis dennoch weiter „Spitzenreiter“ in der OVB24-Region. Ganz leicht gesunken ist die 7-Tage-Inzidenz auch im Landkreis Altötting (von 748 auf 746).

Update, 6.15 Uhr - RKI meldet über 160.000 neue Fälle

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gestiegen. Das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 733,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 720,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1001,5 (Vormonat: 1733,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI außerdem binnen eines Tages 161.718 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 156.864 registrierte Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 289 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 212 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 24.006.254 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 4,24 an (Mittwoch 3,71). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 21.058.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 133.921.

Donnerstag, 21. April:

Update, 19.15 Uhr - Falsche Masken-Atteste: Staatsanwaltschaft fordert Haft für bayerischen Arzt

Ein Arzt aus Niederbayern soll zu Beginn der Corona-Pandemie falsche Atteste ausgestellt haben, die Patienten aus angeblich medizinischen Gründen von der Maskenpflicht befreiten. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll der 59-Jährige wegen Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse in 79 Fällen für zweieinhalb Jahre in Haft. Zudem plädierte der Ankläger am Mittwoch vor dem Amtsgericht Passau auf ein dreijähriges Berufsverbot für den Mann. Die beiden Verteidiger des Arztes forderten Freispruch. Die Verkündung des Urteils ist für 10. Mai vorgesehen.

Die Patienten lebten zum Teil weit entfernt und hätten die Bescheinigungen schriftlich bestellt. Die Atteste seien „auf Zuruf“ und ohne vorherige Untersuchung und Befunderhebung erstellt worden, so die Staatsanwaltschaft. Neben den Masken-Attesten soll der Angeklagte den Patienten auch bescheinigt haben, dass sie sich nicht die Hände desinfizieren müssen.

Der Prozess wurde begleitet von Anhängern des Arztes, die während der Verhandlungen immer wieder ermahnt wurden, ihre Masken über Mund und Nase zu tragen. Die Plädoyers der Verteidiger und das letzte Wort des Angeklagten bedachten sie mit lautem Applaus.

Update, 17.45 Uhr - Lauterbach rechnet mit Entspannung der Corona-Lage im Sommer

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet mit einer Entspannung der Corona-Lage im Sommer, sieht aber weiter keinen Anlass zur Entwarnung. „Saisonal wird die Pandemie zurückgehen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag als zugeschalteter Redner bei der Konferenz „Ludwig-Erhard-Gipfel“ in Gmund am Tegernsee. Man werde geringe Fallzahlen haben, aber keine Situation wie im vergangenen Jahr, dass der Sommer „fast coronafrei“ sei. Dafür sei die aktuelle Omikron-Variante auch bei gutem Wetter zu ansteckend. Der Sommer müsse für Vorbereitungen für den Herbst genutzt werden.

Lauterbach bekräftigte, dass die Zahl der Neuinfektionen derzeit unterschätzt werde. Tatsächlich gebe es wohl etwa zweimal so viele Fälle, wie offiziell ausgewiesen werden. Neue Studien deuteten auch auf eine Unterschätzung bei den gemeldeten Sterbezahlen in den Industrieländern hin. Demnach könnten sie um den Faktor 1,8 oder 1,9 höher liegen. Wenn dies wirklich in dieser Dimension läge, müsste man davon ausgehen, dass in Deutschland weit über 200.000 Menschen in den vergangenen zwei Jahren an Covid-19 gestorben sein könnten.

Der Minister äußerte erneut die Erwartung, dass im Herbst mit neuen Infektionswellen zu rechnen sei. Neue Virusvarianten kämen zudem in immer knapperen Abständen. Er verwies auf eine in den USA kursierende Untervariante, die sich viel schneller ausbreite als die hierzulande vorherrschende Variante BA2. Man müsse auch mit Varianten rechnen, die so stark gegen Impfungen fit seien wie Omikron, aber so tief in das Lungengewebe eingehen wie die Delta-Variante.

„Ich hoffe, dass das nicht kommt“, sagte Lauterbach. Er verteidigte es zugleich, solche „unbequemen Wahrheiten“ auszusprechen, auch wenn dies auf Kritik stoße. „Ich werde dafür bezahlt, die Wahrheit so vorzutragen, dass sie weder übertrieben ist noch unrealistisch optimistisch.“ Wenn er so etwas beschreibe, tue er dies auch, „damit wir uns gut vorbereiten können“. Neue Varianten könnten inzwischen sehr schnell erkannt und auf Mutationen hin ausgeleuchtet werden.

Update, 15.28 Uhr - Finanzminister Lindner in Washington wegen Corona in Quarantäne

Finanzminister Christian Lindner bleibt wegen seiner Corona-Infektion in Washington vorerst in Quarantäne. Der Regierungsflieger fliegt am Donnerstag (Ortszeit) mit der Delegation, aber ohne den FDP-Chef nach Berlin zurück, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Lindners Umfeld erfuhr. Lindner war zur Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Washington gereist. Am zweiten Tag der Reise fiel Lindners Schnelltest nach einem Treffen der G7-Finanzminister positiv aus.

Bei Twitter schrieb der Minister: „Nach zwei Jahren ohne Covid19-Infektion, gestern einem negativen Ergebnis im Testzentrum und heute einem negativen Schnelltest: positiv.“ Er fügte hinzu, „Dank dreier Impfungen“ habe er „nur leichte und wieder abklingende Erkältungssymptome.“

Update, 14.30 Uhr - Im Bundestag wird 3G-Nachweis und Maskenpflicht aufgehoben

Angesichts der gesunkenen Corona-Infektionszahlen fallen auch im Bundestag die Vorsichtsmaßnahmen gegen das Virus. Die Maskenpflicht und der 3G-Nachweis als Voraussetzung für die Teilnahme an Plenar- und Ausschusssitzungen werden zur nächsten Sitzungswoche abgeschafft. Das teilte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas den Abgeordneten am Donnerstag mit. „Angesichts der derzeitigen Entwicklung der pandemischen Lage habe ich mich nunmehr dazu entschlossen, die Allgemeinverfügung mit Ablauf des 24. April 2022 aufzuheben“, heißt es in dem Schreiben.

„Selbstverständlich bleibt es jeder und jedem unbenommen, dennoch weiterhin eine Maske zu tragen. Insbesondere dort, wo es nicht möglich ist, Abstand zu halten, erscheint dies auch weiterhin empfehlenswert“, schrieb die SPD-Politikerin weiter. Die Abgeordneten könnten Masken und Selbsttests weiter selbst bestellen und über ihr Sachleistungskonto abrechnen. Bis zum 20. Mai 2022 bestehe zudem die Möglichkeit, sich an den von der Bundestagsverwaltung vorgehaltenen Teststrecken testen zu lassen.

Update, 11.40 Uhr - Geplante Lauterbach-Entführung: Mann nach Droh-Mail in Psychiatrie

Der mutmaßliche Verfasser einer Droh-Mail an den Koblenzer Generalstaatsanwalt im Zusammenhang mit der mutmaßlich geplanten Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist an die Psychiatrie überstellt worden. Der 30 Jahre alte wohnsitzlose Mann war am Mittwoch in Wiesbaden festgenommen worden, wie das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt am Donnerstag in Mainz mitteilte. Er war zunächst in Mainz vernommen und dann von der Polizei in die Psychiatrie überstellt worden. Die Drohungen in der Mail hätten keinen konkreten Hintergrund gehabt.

In dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird die sofortige Freilassung der vier Beschuldigten gefordert, die die Entführung von Lauterbach und einen Umsturz geplant haben sollen. Der Absender verlangt zudem, die Telegram-Chatgruppe „Vereinte Patrioten“ wieder freizuschalten.

Update, 9.58 Uhr - Abwärtstrend stoppt: Inzidenz in Bayern steigt leicht

Die Corona-Inzidenz in Bayern ist leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut meldete am Donnerstagmorgen einen Wert von 774,1 für den Freistaat. Das sind 5,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und sieben Tagen mehr als am Mittwoch. Auf Wochensicht ergibt sich dagegen ein kräftiger Rückgang von 329,4.

Allerdings sind die aktuellen Corona-Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren. So gehen Experten von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus, etwa weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen. Zudem kann das lange Osterwochenende zu einer Verzerrung führen: Einerseits wird weniger getestet und gemeldet, andererseits können durch die Feiertage entstehende Nachmeldungen auch zu einem Anstieg der Zahlen im Vergleich zum Vortag beitragen.

Update, 8.27 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand 21. April).

Die Corona-Inzidenzen in der Region haben sich laut RKI in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Während nach den Osterfeiertagen die Inzidenzen in der Stadt Rosenheim und dem Kreis Traunstein sanken, stiegen die Inzidenzen in den übrigen Kreisen der Region teils deutlich an.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 704 auf 748), Landkreis Mühldorf (von 856 auf 952), Kreis Berchtesgadener Land (von 391 auf 499), Landkreis Traunstein (von 669 auf 624), Stadt Rosenheim (von 620 auf 591) und Landkreis Rosenheim (von 669 auf 767). Das RKI meldete für die Region zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach ist je eine Person in den Kreisen Traunstein und Berchtesgadener Land verstorben. Weitere Informationen über Alter/Wohnort liegen nicht vor.

Update, 5.34 Uhr - RKI registriert 186.325 Corona-Neuinfektionen

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 720,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 688,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1015,7 (Vormonat: 1714,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 186.325 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 165.368 registrierte Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 324 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 310 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 23.844.536 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 3,71 an (Dienstag: 3,48). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 20.853.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 133.632.

Mittwoch (20. April):

Update, 18.50 Uhr - Über 1000 aktive Covid-19-Fälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1.091 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am Dienstag (19. April) sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 215 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 72.093 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 70.658 Personen (278 Personen mehr seit der Meldung vom Dienstag). Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich um eine Frau im Alter von 74 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 344 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 17.15 Uhr - So ist die Corona-Lage im BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Dienstag (19. April) 59 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 40.385 (Stand RKI: 20. April, 3.11 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 391,2 (Stand RKI: 20. April, 3.11 Uhr).

Aktuell gibt es 688 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 37 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 28 in Alten- und Pflegeheimen und neun in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 416 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 33 COVID-19-Patienten stationär behandelt, davon zwei Personen intensivmedizinisch. 24 Patienten haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Die KSOB behandeln an den Standorten im Landkreis Traunstein derzeit 38 COVID-19-Patienten. Eine Person hat ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und wird intensivmedizinisch behandelt.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 71 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 64 Patienten auf der Normalstation und sieben Patienten auf der Intensivstation.

Update, 16.30 Uhr - Drei Corona-Tote im InnKlinikum

An den vier Standorten des InnKlinkums in Mühldorf, Burghausen, Altötting und Haag werden aktuell insgesamt 59 Covid-positiv getestete Personen stationär behandelt. Davon haben 29 Patienten ihren Wohnort im Landkreis Mühldorf, 26 im Kreis Altötting und vier Personen aus anderen Landkreisen. Von den 59 Patienten werden insgesamt 6 intensivmedizinisch betreut, drei davon werden aktuell beatmet.

Im InnKlinikum Mühldorf und Altötting sind nach Angaben der Klinik am Dienstag (Stand: 20. April, 9 Uhrdrei Personen in Zusammenhang mit einer bestätigten Corona-Infektion verstorben. Hierbei handelt es sich um eine 49-jährige Frau und einen 69-jährigen Mann aus dem Landkreis Altötting sowie einem weiterem Mann (81) aus dem Landkreis Mühldorf.

Update, 15.30 Uhr - Landshuter mit „regelrechtem Waffenlager“ bei Lauterbach-Entführung

Zum Kern der extremistischen Chatgruppe, die die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und einen Umsturz geplant haben soll, gehören fünf Beschuldigte. Vier Männer sitzen in Untersuchungshaft, darunter einer aus Landshut. Ihnen werden die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Zur fünften Person mache die Generalstaatsanwaltschaft aus „ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben, sagte ein Sprecher am Mittwoch (20. März) in Koblenz. Die Beschuldigten sind zwischen 41 und 55 Jahre alt.

Insgesamt werde zwar gegen zwölf deutsche Staatsangehörige ermittelt; die anderen hätten aber mit den Anschlags- und Entführungsplänen nach derzeitigen Erkenntnissen nichts zu tun. Ihnen würden andere Straftaten wie etwa illegaler Waffenbesitz oder das Fälschen von Impfzertifikaten vorgeworfen. Die Ermittler hätten insgesamt rund 70 Menschen identifiziert, die sich im Dunstkreis der Extremisten bewegten, die sich unter anderem „Vereinte Patrioten“ oder „Deutschland Tag X“ nannten. Es hätten sich aber längst nicht alle strafbar gemacht. Viele hätten sich aus Sympathie oder Neugier der Chatgruppe angeschlossen.

Die Generalstaatsanwaltschaft sprach bei den Beschuldigten von einem „bunten Sammelsurium an Wirrheiten“. Zu dem Spektrum gehörten Verschwörer, Corona-Leugner, Gegner der Corona-Politik und sogenannte Reichsbürger; viele seien am rechten Rand zu verorten. Nicht bei allen seien aber Hinweise auf Rechtsextremismus gefunden worden. Gemeinsamer Hintergrund sei eine tiefsitzende staatsfeindliche Politik- und Staatsverdrossenheit. Rechtsextrem sei bei der Gruppe eine soziologisch-politische, aber keine juristische Einordnung.

Die beiden Hauptbeschuldigten aus Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz und Falkensee bei Berlin sollen die entscheidenden Planer und Organisatoren gewesen sein. Bei dem Mann aus der Nähe von Berlin fanden die Ermittler auch ein Kalaschnikow-Sturmgewehr. Ein „regelrechtes Waffenlager“ wurde bei dem dritten Beschuldigten in Landshut gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich aktiv an den geplanten staatsfeindlichen Aktionen beteiligen und Waffen einsetzen oder beschaffen wollte. Dem vierten Untersuchungshäftling – ein 43-Jähriger aus der Nähe von Oldenburg in Niedersachsen – wird vorgeworfen, sich um die Beschaffung der für die geplanten Taten erforderlichen Finanzmittel gekümmert zu haben.

Update, 13.35 Uhr - Über 1000 aktive Fälle im Kreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 296 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 19. April, 16 Uhr). Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 41.879 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht bei 704,0. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis 1065 aktive Fälle. Die meisten davon in Burghausen (147), Burgkirchen (113) und Altötting (104).

Update, 12.15 Uhr - Nach über 92-prozentiger Impfquote: Auch Spanien sagt „Adiós“ zur Maskenpflicht

In Spanien entfällt ab diesem Mittwoch (20. April) die Maskenpflicht in fast allen öffentlichen Innenräumen. Die Regierung in Madrid verabschiedete am Dienstag (19. April) ein entsprechendes Dekret. Die Pflicht zum Tragen einer Maske gilt demnach nur noch im öffentlichen Verkehr, in Krankenhäusern und in Seniorenheimen.

„Wir machen Fortschritte bei der Rückkehr zur Normalität, wie sie vor der Pandemie war“, schrieb Ministerpräsident Pedro Sánchez im Onlinedienst Twitter. Die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht begründete er mit dem Erfolg der Impfkampagne gegen das Coronavirus. 

92,5 Prozent der Einwohner des Landes im Alter von über zwölf Jahren sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft – das ist eine der höchsten Quoten der Welt. Vor zwei Jahren war Spanien eines der am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder in Europa.

Update, 10.45 Uhr - Corona-Inzidenz in Bayern weiter im freien Fall

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch (20. April) einen Wert von 768,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner – am Dienstag (19. April) waren es noch 862,5, vor einer Woche 1162,9 gewesen.

Die Zahlen sind derzeit aber mit Vorsicht zu genießen: Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus, etwa weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen. An Feiertagen wie am Osterwochenende wird zudem oft weniger getestet und gemeldet.

Laut RKI meldeten die bayerischen Gesundheitsämter am Mittwoch 17.417 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach um 47 auf 23.195. Auf Landkreisebene verzeichnete der Kreis Neumarkt in der Oberpfalz mit 1601,0 die bundesweit zweithöchste Inzidenz.

Update, 8.27 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand 20. April).

Die Corona-Inzidenzen in der Region haben sich laut RKI in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Während nach den Osterfeiertagen die Inzidenzen in der Stadt Rosenheim und dem Kreis Altötting anstieg, sank diese in den übrigen Kreisen der Region.

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 691 auf 704), Landkreis Mühldorf (von 968 auf 856), Kreis Berchtesgadener Land (von 491 auf 391), Landkreis Traunstein (von 712 auf 669), Stadt Rosenheim (von 610 auf 620) und Landkreis Rosenheim (von 733 auf 669). Das RKI meldete für die Region zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach ist je eine Person in den Kreisen Traunstein und Mühldorf verstorben. Weitere Informationen über Alter/Wohnort liegen nicht vor.

Update, 5.55 Uhr - RKI meldet knapp 200.000 neue Fälle

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag gestiegen. Das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 688,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 669,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1044,7 (Vormonat: 1708,7).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 198.583 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 176.303 registrierte Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 348 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 361 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 23.658.211 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,48 an (Donnerstag: 6,41). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen, an Wochenenden und Feiertagen wird diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz nicht aktualisiert. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 20.609.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 133.308.

Dienstag, 19. April:

Update, 18.17 Uhr - Corona-Lage im Kreis BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Donnerstag 260 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 40.326 (Stand RKI: 19. April, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 490,9 (Stand RKI: 19. April, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 706 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 37 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 31 in Alten- und Pflegeheimen, 0 in Gemeinschaftsunterkünften und 6 in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 522 neue COVID-19-Fälle.

In der vergangenen Woche (KW 15) wurden im kommunalen Testzentrum BGL in Bayerisch Gmain insgesamt 467 Personen abgestrichen. In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 30 COVID-19-Patienten stationär behandelt, davon 1 Person intensivmedizinisch. 20 Patienten haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land.

Insgesamt werden in den Kliniken der KSOB an ihren Standorten im Berchtesgadener Land und Traunstein 70 COVID-19-Patienten behandelt. Davon befinden sich 66 Patienten auf der Normalstation und 4 Patienten auf der Intensivstation.

Update, 16.30 Uhr - Kreis Traunstein: über 1100 aktive Covid-19-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1.155 aktive COVID-19-Fälle vor. Seit der letzten Pressemitteilung am Donnerstag (14. April) sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 892 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 71.878 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 70.380 Personen  (1.117 Personen mehr seit der Meldung vom 14. April).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich um einen Mann im Alter von 85 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 343 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 15.35 Uhr - Geplatzter Maskendeal - Muss auch Söders Ehefrau im Landtag aussagen?

Der Masken-Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags könnte schon bald die Frau von Ministerpräsident Markus Söder, Karin Baumüller-Söder, als Zeugin vorladen. Hintergrund ist ein von den „Nürnberger Nachrichten“ bekannt gemachtes Angebot der Firma von Baummüller-Söder und ihrem Bruder Andreas Baumüller an die Staatsregierung, im April 2020 rund 16 Millionen Schutzmasken unterschiedlicher Standards zum Preis von mehr als 28 Millionen Euro beschaffen zu wollen.

Auch wenn das Geschäft am Ende nicht realisiert wurde – das zuständige Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelkontrolle (LGL) hatte sich ausfachlicher Sichtdagegen ausgesprochen – so wirft der Fall dennoch Fragen auf. Denn nur einen Tag vor dem per Mail vorgelegten Angebot am 21. April hatte CSU-Chef Söder in seiner Regierungserklärung im Landtag eine Maskenpflicht im Handel und im öffentlichen Nahverkehr angekündigt.

Bayerns SPD-Chef Florian von Brunn will im Maskenausschuss unter anderem klären lassen, ob Söders Ehefrau bei den Verhandlungen versucht hat, Einfluss auf das Geschäft zu nehmen. Ob es zu ihrer und weiteren Zeugenladungen kommt, ist Sache der Ausschussmitglieder. „Ein Beweisantrag liegt mir gegenwärtig im Übrigen nicht vor. Über solche wird der Ausschuss gemeinsam beraten und entscheiden“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses, Winfried Bausback (CSU) am Dienstag (19. April) der Deutschen Presse-Agentur in München. 

Auf Nachfrage machte Bausback zudem keinen Hehl daraus, dass er mit der Veröffentlichung des Sachverhalts aber ein Problem hat: „Warum Herr von Brunn nun dennoch ohne die übliche Vorbesprechung im Ausschuss über Ostern die Frau des Ministerpräsidenten in den öffentlichen Fokus zu stellen müssen glaubt, bleibt seine Angelegenheit. Schlechter Stil ist und bleibt es aber, mit in der Sache fragwürdigen Beweisanträgen außerhalb des Ausschusses medial hausieren zu gehen.“ Sachliche Aufklärungsarbeit sehe anders aus. Von Brunn sei nur an einer permanenten Skandalisierung gelegen.

Update, 14.30 Uhr - So ist die Klinik-Lage in Altötting und Mühldorf

An den vier Standorten des InnKlinkums in Mühldorf, Burghausen, Altötting und Haag werden aktuell insgesamt 60 Covid-positiv getestete Personen stationär behandelt. Davon haben 28 Patienten ihren Wohnort im Landkreis Mühldorf, 30 im Kreis Altötting und zwei Personen stammen aus . Von den 60 Patienten werden insgesamt 7 intensivmedizinisch betreut, drei davon werden aktuell beatmet. Im InnKlinikum Mühldorf und Altötting sind nach Angaben der Klinik am Montag (Stand: 19. April, 9.35 Uhrkeine Personen in Zusammenhang mit einer bestätigten Corona-Infektion verstorben.

Update, 13.10 Uhr - Partygate-Affäre: Hat Premier Johnson das Parlament belogen?

Der britische Premierminister Boris Johnson will sich in der Affäre um illegale Lockdown-Partys noch am Dienstagnachmittag (19. April) den Unterhausabgeordneten stellen. Es ist der erste Auftritt des konservativen Regierungschefs im Parlament in London, seit er in der vergangenen Woche einen Strafbefehl wegen seiner Teilnahme an einer der Partys erhielt. Medienberichten zufolge könnten weitere folgen. Erwartet wird, dass sich Johnson zwar für den Gesetzesbruch entschuldigen, jedoch weiterhin an der Darstellung festhalten wird, er sei sich des Vergehens damals nicht bewusst gewesen. Zudem dürfte er versuchen, das Thema angesichts der Ukraine-Krise und neuer Pläne zur Asyl-Politik herunterzuspielen.

Oppositionspolitiker werfen Johnson vor, das Parlament belogen zu haben. Sie fordern seinen Rücktritt. Der Tory-Politiker hatte mehrfach behauptet, nichts von Regelbrüchen mitbekommen zu haben und diese ausdrücklich ausgeschlossen. Später stellte sich heraus, dass er bei mehreren der fraglichen Zusammenkünfte selbst dabei war. Auch seine Frau, Carrie Johnson, und Finanzminister Rishi Sunak erhielten Strafbefehle. Johnson akzeptiere den Strafbefehl, sagte der Minister für Nordirland, Brandon Lewis, am Dienstagmorgen dem Sender Sky News. „Aber das bedeutet nicht, dass irgendetwas, was er dem Parlament gesagt hat, zu diesem Zeitpunkt falsch war“, so Lewis weiter. Er verglich den Strafbefehl mit einer Buße für zu schnelles Fahren.

Rechtsexpertin Emily Thornberry von der oppositionellen Labour-Partei bezeichnete Johnson als Lügner und rief dessen Parteikollegen auf, den Weg für eine Abstimmung über die Zukunft des Premierministers frei zu machen. Ein Misstrauensvotum gegen Johnson in der eigenen Partei gilt derzeit als unwahrscheinlich. Medienberichten zufolge könnten die Angeordneten aber einen Parlamentsausschuss damit beauftragen, zu prüfen, ob Johnson das Parlament belogen hat.

Update, 11.30 Uhr - Weniger junge Komasäufer im ersten Pandemiejahr im Krankenhaus

Es scheint logisch: Wer das Haus nicht verlassen oder höchstens einen Kumpel treffen darf, betrinkt sich seltener als wenn jedes Wochenende Party ist. Entsprechend ist die Zahl der jungen Komasäufer in Bayerns Kliniken 2020 gesunken. Doch ob das so bleibt? Insgesamt wurden 2037 Mädchen und Jungen zwischen 10 und 19 Jahren wegen Alkoholmissbrauchs in einer Klinik im Freistaat stationär aufgenommen, wie die Krankenkasse DAK Bayern unter Berufung auf bislang noch nicht veröffentlichte Zahlen des Statistischen Landesamtes der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr – als es weder Lockdowns noch Kontaktbeschränkungen gab – ist das ein Rückgang um 46 Prozent.

1174 Jungen und 863 Mädchen mit Wohnsitz im Freistaat wurden den Angaben zufolge nach einem Rausch in Bayerns Kliniken behandelt. Bei den Jungen sanken die Fallzahlen mit minus 50 Prozent zwar deutlicher als bei den Mädchen mit minus 44 Prozent. Dennoch betrafen fast sechs von zehn Klinikeinweisungen den männlichen Nachwuchs. „Alkoholkonsum kann bereits in kleinen Mengen vor allem für junge Menschen gefährliche Folgen haben. So erhöht Alkohol das Risiko dafür, die Entwicklung des Gehirns zu schädigen und psychisch oder körperlich krank zu werden“, warnte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

Die Leiterin der DAK Bayern, Sophie Schwab, befürchtet einen Nachholeffekt mit einem sprunghaften Anstieg der Klinik-Einweisungen nach dem Auslaufen der Corona-Beschränkungen. Umso wichtiger seien Präventionsmaßnahmen wie der Ende April zu Ende gehende DAK-Plakatwettbewerb „bunt statt blau“. Auch dessen Schirmherr Holetschek teilt Schwabs Anliegen – „besonders jetzt, wo Clubs wieder geöffnet sind und Feiern und Volksfeste wieder stattfinden“.

Update, 10.15 Uhr - Corona-Inzidenz in Bayern geht weiter zurück – doch Datenlage macht zu schaffen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern sinkt weiter – allerdings ist unklar, ob die Daten der Gesundheitsämter die tatsächliche Infektionslage zeigen. An Feiertagen gibt es oft weniger Meldungen. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl an Fällen aus, die nicht vom Robert Koch-Institut (RKI) erfasst sind – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Am Dienstag (19. April) meldete das RKI für den Freistaat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 862,5 - vor einer Woche lag der Wert noch bei 1218,2. Genau 7480 Neuinfektionen und fünf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus kamen innerhalb eines Tages hinzu. Alle Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von Dienstag, 3.11 Uhr wieder.

Auch auf den Intensivstationen ist die Zahl der Corona-Patienten in den vergangenen Tagen zurückgegangen: Das Divi-Intensivregister meldete am Dienstag (Stand 7.05 Uhr) 287 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, am Dienstag (12. April) zuvor waren es noch 306.

Update, 8.28 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand 19. April).

Die Corona-Inzidenzen in der Region haben sich laut RKI in den vergangenen 24 Stunden fast durchweg positiv entwickelt. Am deutlichsten sank demnach die Inzidenz im Kreis Altötting (- 117) gefolgt vom Kreis Traunstein (- 87). Nur im Kreis Mühldorf stieg die Inzidenz (+3).

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 807 auf 691), Landkreis Mühldorf (von 965 auf 968), Kreis Berchtesgadener Land (von 532 auf 491), Landkreis Traunstein (von 798 auf 712), Stadt Rosenheim (von 648 auf 610) und Landkreis Rosenheim (von 812 auf 733). Das RKI meldete für die Region einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach ist eine Person im Kreis Traunstein verstorben. Weitere Informationen über Alter/Wohnort liegen nicht vor.

RKI registriert 22.483 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 669,9

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 669,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 808,8 gelegen (News-Ticker Ostern). Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1087,2 (Vormonat: 1735,0).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 22.483 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 162.790 registrierte Ansteckungen – allerdings war jener Montag kein Feiertag.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden sieben Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 289 Todesfälle – wobei zu beachten ist, dass jener Montag ein normaler Werktag war. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 23.459.628 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Donnerstag mit 6,41 an (Mittwoch: 6,49). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen, an Wochenenden und Feiertagen wird diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz nicht aktualisiert. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 20.347.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 132.960.

mh/mck/dpa/afp

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