Nach brutalem Doppelmord von Königsdorf

Fahndungsfoto: Polizei verdächtigt polnisches Geschwisterpaar

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Königsdorf - Es gibt zwei Tatverdächtige nach dem Doppelmord von Königsdorf - und bereits eine Festnahme. Die wichtigsten Erkenntnisse der Pressekonferenz:

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd:

In der Nacht auf Faschingssonntag, 26. Februar, hat eine Polizeistreife in einem Einfamilienhaus im Königsdorfer Weiler Höfen zwei Leichen und eine schwerverletzte Frau gefunden, die Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sind.

Polizeipräsident Robert Kopp und Leitender Oberstaatsanwalt Hajo Tacke bedankten sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Soko „Höfen“ für die bislang geleistete Arbeit bei der Aufklärung des Gewaltverbrechens: "Sie alle haben seit Bekanntwerden des schockierenden und brutalen Verbrechens mit hohem Engagement an der Aufklärung dieser schweren Straftat gearbeitet. Es ist vor allem für das Sicherheitsgefühl der Menschen in der Region wichtig und von hoher Bedeutung, dass zwei mutmaßlich Tatbeteiligte innerhalb so kurzer Zeit ermittelt werden konnten."

Der Durchbruch in den Ermittlungen gelang der Soko am Beginn dieser Woche. Während der Absuche des Geländes im erweiterten Außenbereich um das Einfamilienhaus fanden die Einsatzkräfte einen tatrelevanten Gegenstand, aus dem durch das Institut für Rechtsmedizin in München ein vollständiges DNA-Muster herausgearbeitet wurde. Die Überprüfung mit bislang bekannten Spuren, die innerhalb des Einfamilienhauses gesichert werden konnten, ergaben Übereinstimmungen, die einen dringenden Tatverdacht begründeten.

Nach dem Abgleich in der bundesweiten DNA-Datenbank geriet ein 43-jähriger polnischen Staatsangehöriger in den Fokus der Ermittler. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II war wegen des dringenden Tatverdachts sowohl ein nationaler als auch ein EU-Haftbefehl erlassen worden. Der Aufenthaltsort des dringend Tatverdächtigen ist derzeit nicht bekannt. Es muss derzeit davon ausgegangen werden, dass sich der Tatverdächtige abgesetzt hat und flüchtig ist. 

Zeitgleich zur laufenden Fahndung vernahm die Soko „Höfen“ eine 49-jährige polnische Staatsangehörige in Prenzlau, die im vergangenen Jahr als Pflegekraft im Haushalt der 76-jährigen Hausbesitzerin tätig war. Die 49-Jährige wurde vor Ort festgenommen, zwischenzeitlich nach Bayern überstellt und dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser hat einen Haftbefehl wegen Beihilfe zum Mord erlassen.

Ungeachtet der erfolgten Festnahme und den eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen laufen die Ermittlungen der Soko „Höfen“ unter der Leitung von Kriminaloberrat Markus Deindl weiter. 

Dringend verdächtig wegen Raubmord und versuchtem Mord wird: 

Robert Pludowski, geboren am 29 Januar 1974 in Stettin. Der Gesuchte ist 180 cm groß, hat sehr kurze, dunkle Haare (annähernd Glatze), eine athletische Figur, eine Totenkopf-Tätowierung am rechten Oberarm und spricht polnisch und gebrochen deutsch. Der Gesuchte ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!

In Zusammenhang mit dem Gewaltverbrechen wird ein wichtiger Zeuge gesucht, der sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 23. Februar, gegen 3.15 Uhr, in der Tank- und Rastanlage Höhenrain-Ost an der Autobahn Garmisch-Partenkirchen - München, BAB 95, aufgehalten hat.´

Die Polizei fragt: 

• Wer kennt die beschriebene Person?

• Wer kann Hinweise zu einem möglichen Aufenthaltsort geben?

• Wem sind zum fraglichen Zeitpunkt Personen oder Fahrzeug an der Rastanlage aufgefallen

Personen, die Hinweise zum Tatverdächtigen oder zu dem gesuchten Zeugen geben können, werden gebeten, sich mit der SOKO "Höfen" bei der Kriminalpolizei Weilheim unter der Telefonnummer 0881/640123 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. 

Die Polizei-Pressekonferenz im Live-Ticker: 

15.19 Uhr:

Wieso die Täter mit so einer Brutalität vorgegangen sind, können sich die Ermittler nicht erklären. Eine These wäre, dass sie überrascht wurden und nicht damit rechneten, mehrere Personen anzutreffen.

15.18 Uhr:

Man prüft nun ähnliche Fälle, ob das Geschwisterpaar bereits schon mal zugeschlagen hat. Den weiteren Mann, der an der Rastanlage aufgenommen wurde, sucht die Polizei als Zeugen. 

15.17 Uhr:

Die Festnahme der verdächtigen Polin erfolgte im Bundesland Brandenburg, bestätigte Soko-Leiter Deindl.

15.16 Uhr:

Ob sich noch mehr Beteiligte am Tatort aufhielten, kann die Polizei nicht sagen. Klar sei, dass es mindestens zwei Täter waren. 

15.15 Uhr: 

Die Polizei vermutet, dass sich der Gesuchte noch in seiner Heimat befindet, teilte der Soko-Leiter Deindl mit.

15.15 Uhr:

Die Hausbesitzerin ist weiterhin nicht vernehmungsfähig. Daher konnte sie auch nicht befragt werden, ob sie die ehemalige Pflegekraft am Tatort gesehen hatte. 

15.14 Uhr

Die DNA des Verdächtigen war bereits in der Datenbank gespeichert gewesen. Er war "polizeilich bekannt in Deutschland", so der Soko-Leiter. Details wollte er momentan nicht nennen. 

15.13 Uhr:

Die Tatverdächtige wurde vernommen, doch der Soko-Leiter möchte noch nichts zu den Inhalten sagen. 

15.12 Uhr

Man habe zuerst in alle Richtungen ermittelt, dazu gehörten alle Personen im Umfeld der Frau. So kam man ursprünglich auf die polnische Pflegekraft. Sie ist die Schwester des Gesuchten. 

15.11 Uhr:

Kopp bedankt sich auch bei der Bevölkerung für das Vertrauen in die Arbeit der Polizei. Für die Öffentlichkeitsfahndung nach dem weiteren Verdächtigen brauche man außerdem erneut die gute Zusammenarbeit mit der Presse. 

15.10 Uhr:

Polizeipräsident Kopp betont noch mal, dass der rasche Ermittlungserfolg ein wichtiges Signal an die Bevölkerung sei. Er bedankt sich "sehr herzlich" bei allen Mitarbeitern der Soko. 

15.08 Uhr

Man suche aktuell nach einer Person als wichtigen Zeugen, so Deindl, die sich mit den Tätern auf einer Tank- und Rastplatz aufgehalten hat. Das Ziel sei eine komplette Aufklärung.

15.07 Uhr: 

Der Soko-Leiter Markus Deindl erzählt, dass die Ermittlungen auf Grund von DNA-Spuren zu den beiden Polen führten. Die Ermittlungen seien aber noch nicht am Ende. Man wolle die Tat restlos aufklären. 

15.06 Uhr: 

Die Fahndungen nach dem zweiten Tatverdächtigen laufen umfangreich. Oberstaatsanwalt Hajo Tacke stellte auf der PK ein Fahndungsplakat vor. 

15.04 Uhr: 

Eine 49-jährige Polin, die 2016 Pflegekraft im Haushalt der Hausbesitzerin war, wurde vernommen. Jetzt sei Haftbefehl ergangen, erklärt Oberstaatsanwalt Hajo Tacke. Sie befinde sich in U-Haft. 

15.02 Uhr:

Polizeipräsident Robert Kopp leitet die PK ein. Er beschreibt die Arbeit der letzten Tage. Zuletzt waren 55 Polizisten in der Soko eingesetzt. Nun könne man erste wichtige Ermittlungsergebnisse bekanntgeben. Es gebe zwei mutmaßliche Tatbeteiligte. Das sei auch für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung "sehr wichtig". 

Die Öffentlichkeit erwartet neue Informationen in einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag. Am Vormittag war bekannt geworden, dass die Ermittler offenbar kurz vor der Aufklärung des brutalen Doppelmordes stehen. 

Der BR berichtete bereits, dass auch der zweite Tatverdächtige aus Polen kommen soll und der Polizei namentlich bekannt sei. Die bereits Festgenommene sei Pflegekraft des kürzlich verstorbenen Mannes der Hausbesitzerin gewesen. 

Wird die Polizei diese Informationen auf der Pressekonferenz bestätigen? Verfolgen Sie ab etwa 15 Uhr alle neue Informationen in diesem Live-Ticker. 

mg

Rubriklistenbild: © Polizei

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