News-Ticker zur Corona-Pandemie

Anteil von Corona-Mutation B.1.1.7 bei 72 Prozent - Lehrer- und Elternverbände kritisieren Test-Regeln

Lehrer- und Elternverbände kritisieren Test-Regeln
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Luise (10 Jahre), Schülerin einer vierten Klasse einer Grundschule, hält während eines selbst durchgeführten Coronatests ihr Teströhrchen mit ihrer Speichelprobe in den Händen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 17. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 217,1, Landkreis Rosenheim 91,5, Landkreis Traunstein 142,7, Landkreis Berchtesgadener Land 106,7, Landkreis Mühldorf 106,2, Landkreis Altötting 81,6 (Quelle/Stand: RKI, 17. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3106, Landkreis Rosenheim 11.192, Traunstein 7904, Berchtesgadener Land 4633, Mühldorf 4907, Altötting 4234 (Quelle/Stand: RKI, 17. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 425, Traunstein 194, Berchtesgadener Land 96, Mühldorf 127, Altötting 184 (Quelle/Stand: RKI, 17. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 73.905 Todesfälle in Deutschland (12.884 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.42 Uhr - Spahn verteidigt Astrazeneca-Impfstopp: „Wir passen auf“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den vorsorglichen Stopp von Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca verteidigt.

Dies zeige, dass die Überwachung der Impfkampagne funktioniere, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in einem Facebook-Video. „Wir passen auf. Wir nehmen gemeldete Vorfälle ernst. Und wenn es was zu überprüfen gibt, dann überprüfen wir es.“ Dies sollte eigentlich das Vertrauen in Impfungen stärken.

Spahn betonte, die Verwendung des Impfstoffs sei als Vorsichtsmaßnahme für einige Tage ausgesetzt worden, bis man mehr wisse. Er gehe davon aus, dass die Europäische Arzneimittelbehörde EMA an diesem Donnerstag eine Einschätzung geben werde, wie es weitergehen könne. Andernfalls - was aber nicht sehr wahrscheinlich sei - seien auch Lösungen zu finden.

Hintergrund der Überprüfung sind Meldungen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen. Inzwischen sind in Deutschland neun Fälle gemeldet geworden.

Update, 22.19 Uhr - Maas befürwortet Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

Bundesaußenminister Heiko Maas unterstützt den Vorstoß einzelner Bundesländer, eine Corona-Testpflicht für die von der Ferieninsel Mallorca zurückkehrenden Urlauber einzuführen.

Es liege im Interesse aller, zurückkehrende Touristen zu testen - auch im Interesse der Urlauber selbst, sagte Maas am Mittwoch in Berlin. «Deshalb finde ich eine solche Idee alles andere als falsch.»

Eine solche bundesweite Testpflicht war zuerst von Niedersachsen und am Dienstag auch von Bayern ins Spiel gebracht worden. Alles andere wäre „kein gutes Signal“, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

Maas betonte, dass die Aufhebung der Reisewarnung keine Einladung zum Reisen sei. „Wir haben in Deutschland steigende Inzidenzzahlen. Und jeder ist nach wie vor dazu aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen, dass wir uns nicht in eine exponentielle Entwicklung begeben.“

Seit Sonntag ist Mallorca wegen sinkender Corona-Infektionszahlen kein Risikogebiet mehr. Das Auswärtige Amt hob auch die Reisewarnung für die Lieblingsinsel der Deutschen sowie für weitere Regionen in Spanien, Portugal, Dänemark sowie für die Bahamas in der Karibik auf. Die Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr aus diesen Regionen entfällt damit.

Update, 21.22 Uhr - Viereinhalb Jahre für Betrug bei Corona-Hilfen

Wegen millionenschweren Betrugs mit Corona-Soforthilfen und weiteren Taten hat das Landgericht München I einen 31-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Zudem soll der mehrfach vorbestrafte Mann in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden, wie das Gericht am Mittwoch entschied. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Angeklagte bleibt aber wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft.

Kern des Prozesses waren 91 Anträge auf Corona-Hilfen, die der 31-Jährige im März und April 2020 in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg und dem Saarland gestellt hatte - teils mit fremden Identitäten.

Mehr als 2,5 Millionen Euro wollte er so auf sein Konto bei der Sparkasse Dortmund überweisen lassen. Doch nur 67.776 Euro aus drei Anträgen kamen an. Einem Sachbearbeiter in Bayern fiel laut Staatsanwaltschaft die Häufung der Kontonummer auf, weitere Zahlungen wurden gestoppt, der Mann schließlich im Mai festgenommen.

Update, 21.01 Uhr - Lehrer- und Elternverbände kritisieren Test-Regeln an Schulen

Die mittlerweile präzisierten Regelungen für Corona-Tests an den bayerischen Schulen stoßen bei Lehrer- und Elternverbänden auf harsche Kritik.

„Klassenzimmer sind keine Testzentren“, wetterte etwa der Realschullehrerverband am Mittwoch. Auch der Philologenverband (bpv) bemängelte, das Konzept gehe „von einem Idealzustand aus, den es in der Realität kaum geben wird“.

Das Kulturministerium hatte am Vortag die Details zum Testkonzept an den Schulen veröffentlicht. Demnach sollen sich alle Jahrgangsstufen auf freiwilliger Basis zwei Mal in der Woche unter Anleitung einer Lehrkraft in der Schule selbst mit einem Nasenabstrich testen. Bei einem positiven Ergebnis müssten die Betroffenen sofort isoliert und weitere Schritte eingeleitet werden.

„Wenn es Lehrkräften ansonsten nicht einmal erlaubt ist, Schülerinnen und Schüler mit einem Pflaster oder einer Kopfschmerztablette zu versorgen, ist aus Sicht des bpv nicht nachvollziehbar, dass nun die Aufgabe von Organisation, Auswertung und Entsorgung der Tests in den Händen der Schulen und Lehrkräfte liegen soll“, erklärte der Vorsitzende des Philologenverbands, Michael Schwägerl.

Überraschend sei auch, „dass plötzlich die Persönlichkeitsrechte der Kinder keine Rolle mehr zu spielen scheinen, wenn man nach einem positiven Ergebnis vor den Augen der Klassenkameraden „abgesondert“ wird, wie in den Durchführungshinweisen beschrieben.“ Dieser Punkt stößt auch dem Bayerischen Elternverband sauer auf. Hinzu komme, dass infizierte Kinder vor dem Test Kontakt mit anderen hätten und sie anstecken könnten.

Update, 20.23 Uhr - Anteil von Corona-Variante B.1.1.7 auf 72 Prozent gestiegen

Die ansteckendere und wohl auch gefährlichere Corona-Variante B.1.1.7 verdrängt andere Formen des Virus in Deutschland immer mehr.

Ihr Anteil betrage inzwischen 72 Prozent, heißt es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch. Sie werde also inzwischen in etwa drei von vier Proben gefunden. Die Ausbreitung der Variante B.1.351 (Erstnachweis in Südafrika) sei hingegen etwas rückläufig, die Variante P.1 (Erstnachweis in Brasilien) sei weiter nur vereinzelt in Deutschland nachgewiesen.

Vergangene Woche hatte das RKI noch von circa 55 Prozent B.1.1.7-Anteil gesprochen. Zu Beginn der RKI-Erhebung vor rund anderthalb Monaten lag der Anteil der Mutante noch bei sechs Prozent. Die rasche Zunahme war nach den Erfahrungen anderer Länder befürchtet worden. Aufgrund des nun hohen Anteils von B.1.1.7 sei weiter mit einem exponentiellen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland zu rechnen, hieß es im RKI-Bericht.

Der Anteil von 72 Prozent bezieht sich auf Nachtestungen mehrerer Laborverbünde auf Schlüsselmutationen der Variante. Unter anderem, weil nicht alle auf Sars-CoV-2 testenden Labore teilnehmen und nur eine Teilmenge der positiven Proben untersucht wird, sei der Wert nicht sicher verallgemeinerbar, schränkt das RKI ein.

Der Bericht stützt sich noch auf weitere Datenquellen: Blickt man zum Beispiel auf komplette Erbgutanalysen, die seltener durchgeführt werden, aber als eindeutiger Nachweis gelten, hat B.1.1.7 einen Anteil von rund 48 Prozent an den untersuchten Proben.

Update, 19.20 Uhr - 45 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 542 aktive Covid-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 142,7. Seit der letzten Pressemitteilung am 16. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 45 Neuinfektionen eingegangen.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein unverändert insgesamt 194 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 19 Covid-19-Patienten behandelt, davon zehn auf der Normalstation und neun auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 14.465 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 6.746 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 18.39 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Dienstag 28 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. 

Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 106,7 (Stand: 17. März 0 Uhr).

Aktuell gibt es 168 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 33 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 113 neue COVID-19-Fälle. 

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 16 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden drei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 18.06 Uhr - Auch Brauereigasthöfe bekommen nun Corona-Hilfen

Nach Kritik der Branche bekommen nun auch Brauereigasthöfe Corona-Hilfen. Darauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte werde der Zugang zu den November- und Dezemberhilfen verbessert und vereinfacht.

Künftig sei der Gaststättenanteil unabhängig von den Umsätzen des restlichen Unternehmens antragsberechtigt, hieß es. Dies betreffe etwa Brauereigaststätten, Vinotheken von Weingütern und Straußwirtschaften.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach laut der Mitteilung von einem wichtigen Erfolg für die bayerischen Brauereigaststätten. «Die Brauereigaststätten stehen für unser Lebensgefühl und prägen Bayerns Kulturlandschaft! Der jetzt erleichterte Zugang zur November- und Dezemberhilfe wird ihnen helfen, die schwere Belastung durch die Corona-Pandemie zu lindern.»

Update, 16.36 Uhr - Aiwanger fordert von Bund-Länder-Treffen Signal für Osterurlaub

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert von der Bund-Länder-Schalte zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie am Montag «ein klares Signal für Osterurlaub in Deutschland». Das Ostergeschäft sei für Viele «der letzte rettende Strohhalm», sagte Aiwanger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

Tausende Betriebe stünden finanziell und emotional mit dem Rücken zur Wand, «da darf die Politik nicht mehr länger zusehen», forderte Aiwanger. Auch aus Sicht des Infektionsschutzes halte er Urlaub in Bayern für besser als auf Urlaubsinseln im Süden mit diversen zusätzlichen Kontakten.

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte den Funke-Zeitungen: «Es ist für keinen Hotelier nachvollziehbar, warum man auf Mallorca Urlaub machen darf, aber nicht an der Ostsee oder Nordsee. Das kann niemand verstehen - und ich kann es auch niemandem erklären». Auch an der deutschen Küste gebe es zum Teil niedrige Inzidenzwerte.

Update, 16.20 Uhr - Tirol kritisiert Verlängerung der Grenzkontrollen scharf  

Das österreichische Bundesland Tirol hat die Verlängerung der deutschen Grenzkontrollen scharf kritisiert. Sie sei durch nichts zu rechtfertigen, sagte Landeschef Günther Platter (ÖVP) am Mittwoch. Der Anteil der Südafrika-Variante an allen Corona-Infektionen in Tirol liege nur noch bei 3,5 Prozent. Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe selbst eingeräumt, dass der Anteil der Südafrika-Mutation im Saarland bereits über 15 Prozent betrage und damit vier Mal so hoch sei wie in Tirol.

«Trotzdem wird Tirol bewusst an den Pranger gestellt, während man in Deutschland auch weiterhin auf strenge Kontrollmaßnahmen zur direkt angrenzenden französischen Region Moselle verzichtet», so Platter. Er setze darauf, dass die Europäische Kommission und die österreichische Bundesregierung ein Ende dieser «ungerechtfertigten Schikane» gegen Tirol erwirkten.

Deutschland hatte seine stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien sowie zum österreichischen Bundesland Tirol am Mittwoch um weitere zwei Wochen verlängert. Von dort dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es etwa für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Update, 15.33 Uhr - CSU: Bayerns Ex-Justizminister Sauter soll Parteiämter niederlegen

Nach der Einleitung von Ermittlungen in der Maskenaffäre gegen Bayerns ehemaligen Justizminister Alfred Sauter fordert die CSU von ihm die Niederlegung aller Parteiämter. Das teilte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Mittwoch in München mit. Die Partei erwarte auch, dass der Landtags-Abgeordnete bis zur Aufklärung der Vorwürfe sein Mandat ruhen lasse. Die CSU verurteile jede „denkbare Form“ von finanziellen Bereicherungen in der Corona-Krise.

Blume betonte, dass die Vorwürfe gegen Sauter von „schwerwiegender Natur“ seien. Der Ex-Minister habe die Vorwürfe zwar als unbegründet zurückgewiesen, diese Aussagen seien aber bisher unzureichend. Sauter müsse unverzüglich an der Aufklärung mitarbeiten, und dazu gehöre auch eine lückenlose öffentlichen Erklärung. Für Sauter gilt bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.

>>>Mehr Hintergrundinfos im Ticker-Update 12.13 Uhr <<<

Update, 15.01 Uhr - WHO empfiehlt vorerst weiter Corona-Impfung mit Astrazeneca

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt bis auf Weiteres die Fortsetzung der Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca. „Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen“, teilte die Organisation am Mittwoch in Genf mit. 

Die WHO betont jetzt, dass eine Impfung gegen Covid-19 keine Krankheiten oder Todesfälle durch andere Ursachen reduziere. Thrombosen (Blutgerinnsel) passierten häufig. „Venöse Thromboembolien gehören zu den häufigsten Herz-Kreislauferkrankungen weltweit“, so die WHO.

Es sei Routine, mögliche Zwischenfälle bei Impfkampagnen zu registrieren und zu untersuchen. Das zeige, dass die Überwachungssysteme funktionierten. Zwischenfälle in zeitlicher Nähe zu einer Impfung bedeuteten aber nicht zwangsläufig, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen beidem bestehe.

Die WHO sei in ständigem Kontakt mit der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und andere Regulierungsbehörden über die Sicherheit von Covid-19-Impfstoffen. Der Impfrat, der die WHO zu Impfstoffsicherheit berät, prüfe zurzeit alle vorhandenen Studien und Angaben. Sobald dies abgeschlossen sei, werde die WHO erneut informieren.

Update, 14.34 Uhr - Deutschland verlängert Grenzkontrollen um zwei Wochen   

Deutschland verlängert seine stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien sowie zum österreichischen Bundesland Tirol um weitere zwei Wochen. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Mittwoch mit. Innenminister Horst Seehofer (CSU) sagte dem „Münchner Merkur“: „Wir haben die Hoffnung, dass wir die Kontrollen zu Österreich etwas früher beenden können, vielleicht sogar noch im Laufe des März.“ Dazu werde man die Maßnahmen zum Infektionsschutz und zur Eindämmung des mutierten Virus in Tirol genau beobachten. Am Donnerstag trifft Seehofer den österreichischen Kanzler Sebastian Kurz in Berlin.

Das Kabinett habe am Mittwoch besprochen, „wie wir jetzt mit den vielen, vielen Urlaubern umgehen“, sagte Seehofer später vor der Presse in Berlin. Der zu erwartende Reiseverkehr über Ostern sei eine große Herausforderung. Die Bundesregierung hatte am Dienstag dazu aufgerufen, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. „Urlaub im eigenen Land verbieten, aber nach Mallorca freigeben und dann den Bürgern sagen, dass sie trotzdem nicht hinfliegen sollen – das ist rational nicht nachvollziehbar“, kritisierte der AfD-Fraktionschef Alexander Gauland.

Deutschland hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols Mitte Februar zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Von dort sowie aus anderen Gebieten, in denen ansteckendere und ersten Studien zufolge häufiger schwere Verläufe verursachende Varianten des Coronavirus stark verbreitet sind, dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es etwa für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. 

Update, 13.55 Uhr - „Er ist seiner Aufgabe nicht gewachsen“ - Kubicki fordert Ablöse von Spahn

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Entlassung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen seines Agierens in der der Corona-Krise nahegelegt. „Es sind zwar nur noch wenige Monate bis zur Wahl, aber eine Auswechslung Spahns als Gesundheitsminister würde helfen, neues Vertrauen in der Bevölkerung in den Staat zu schaffen“, sagte Kubicki dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). „Die Leistungen von Herrn Spahn als Gesundheitsminister kann man nur mit einer Fünf oder Sechs bewerten. Spahn ist seiner Aufgabe nicht gewachsen“, urteilte der FDP-Vize. Deutschland habe die Alten- und Pflegeheime nicht rechtzeitig geschützt, Spahn habe zu spät auf den Schutz durch Masken gesetzt, bei der Test- und Impfstrategie habe er auch versagt, befand der FDP-Politiker.

Auch Peter Altmaier sollte die Kanzlerin aus seinem Amt als Wirtschaftsminister entlassen“, fügte Kubicki hinzu. „Altmaier hat es nicht geschafft, die versprochenen Hilfen in auch nur annähernd erträglicher Zeit zu den Selbstständigen zu bringen.“ Diese Politik der Verschleppung setze sich beim Corona-Härtefallfonds so fort.

Update, 13.30 Uhr - Sieben Neuinfektionen in Asylheim im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag (16. März) 31 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 17. März, 0 Uhr). Davon ergaben sich sieben Fälle aus einer dezentralen Unterkunft in Mössling. Die weiteren Neuinfektionen sind auf Kontaktpersonen bereits bekannter Fälle im privaten Bereich zurückzuführen sowie auf Infektionen in verschiedenen Betrieben.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 207 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 17. März, 3.24 Uhr) bei 106,2.

Update, 13 Uhr - Bayerns Verfassungsschutz beobachtet Teile der Querdenker-Bewegung

In Bayern beobachtet das Landesamt für Verfassungsschutz Teile der sogenannten Querdenker-Bewegung. „Das Sammel-Beobachtungsobjekt erfasst Einzelpersonen und Personenzusammenschlüsse, die zu gewaltsamen Aktionen gegen staatliche Einrichtungen, gegen die staatliche Infrastruktur oder gegen staatliche Repräsentanten aufrufen oder sich an solchen Aktionen beteiligen, mit denen die Funktionsfähigkeit des Staates erheblich beeinträchtigt werden soll“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch im Innenausschuss des bayerischen Landtags in München.

Anhänger von „Querdenken“ und Ableger der Bewegung demonstrierten in den vergangenen Monaten in vielen Städten gegen Beschränkungen in der Corona-Krise. An den Demonstrationen nahmen oft auch an Fahnen und Symbolen erkennbare Neonazis und sogenannte Reichsbürger teil.

Update, 12.13 Uhr - Maskenaffäre: Razzia bei Bayerns Ex-Justizminister Sauter

Der Druck auf die CSU steigt: Die Generalstaatanwaltschaft München ermittelt in der „Maskenaffäre“ um den CSU-Abgeordneten Nüßlein nun auch gegen Bayerns Ex-Justizminister und christsozialen Landtagsabgeordneten Alfred Sauter. Der Politiker gilt als sehr einflussreich innerhalb der Partei. Am Mittwoch (17. März) durchsuchte die Staatsanwaltschaft nun sein Büro im Landtag. Der ehemalige Justizminster gilt laut Süddeutscher Zeitung nun ebenfalls als Beschuldigter in der Affäre.

Gegenüber der SZ teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit, das Verfahren wegen des Anfangsverdachtes der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern und weiterer möglicher Delikte sei inzwischen auf insgesamt fünf Beschuldigte ausgeweitet worden. Unter diesen befindet sich auch ein bayerischer Landtagsabgeordneter: Sauter.

Laut dem Magazin SPIEGEL durchsucht das bayerische Landeskriminalamt derzeit zehn Wohnungen und Büros in München und im Regierungsbezirk Schwaben. Zuvor hatte der Bayerische Landtag, dem der ehemalige Justizminister Sauter seit mehr als 30 Jahren angehört, die Ermittlungen gegen den CSU-Politiker ermöglicht.

Der Grund der Ermittlungen sei Sauters Rolle in Zuge vom Milliarden-Geschäft mit Corona-Schutzausrüstung. Eine hessische Textilfirma hatte diese unter anderem an die bayerische Landesregierung verkauft. Der CSU-Politiker habe den Vertrag mit dem Unternehmen ausgearbeitet, so der SPIEGEL weiter. Wie viel Geld Sauter mit der Ausarbeitung dabei verdiente, wollte er nicht sagen. Diese Aktion hatte für Unmut in den Reihen der CSU-Fraktion im Landtag gesorgt. Besonders zum Ärger des Fraktionschefs Thomas Kreuzer. Dieser hatte in der Aufarbeitung der Affäre volle Transparenz gefordert.

Update, 11.30 Uhr - Neue Corona-Variante in Frankreich gemeldet: PCR-Test nicht mehr nachweisbar

Frankreichs Gesundheitsbehörden haben eine neue Variante des Coronavirus gemeldet, bei der ein Nachweis über die herkömmlichen PCR-Tests erschwert sein könnte. Es habe mehrere Patienten gegeben, die typische Symptome von Covid-19 aufgewiesen, aber ein negatives PCR-Testergebnis erhalten hätten, teilte die Generaldirektionen des französischen Gesundheitsministeriums mit.

Aufmerksam wurden die Behörden demnach bei einem Ausbruch in einem Krankenhaus in Lannion in der Bretagne. „Die ersten Analysen dieser neuen Variante lassen nicht den Schluss zu, dass sie ernster oder übertragbarer ist als das ursprüngliche Virus“, hieß es. Eingehende Untersuchungen seien im Gang.

Die Gesundheitsbehörden stuften die Variante als „variant under investigation“ ein, also eine genau zu beobachtende. Die Generaldirektion betonte, dass Viren sich ständig weiterentwickeln und dementsprechend Systeme zur Überwachung eingerichtet worden seien.

Update, 10.56 Uhr - Herrmann: Bereits 10.809 Polizisten in Bayern mit Astrazeneca geimpft

Knapp zweieinhalb Wochen nach Beginn der Corona-Impfungen bei der bayerischen Polizei konnte bereits 10.809 Einsatzkräften das Vakzin von Astrazeneca verabreicht werden. „Wir hatten eine starke Nachfrage und haben noch Tausende, die gern geimpft werden wollen»“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags in München. Die Polizisten hätten die Impfungen gut vertragen, es habe aber eine Reihe von Kollegen gegeben, die danach „etwas lädiert nieder lagen“, einige für ein paar Stunden, andere bis zu eineinhalb Tagen.

Wegen der bundesweiten Aussetzung der Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca sei nun auch die Impfung der Polizei abgebrochen, sagte Herrmann. „Ich hoffe aber sehr darauf, dass die Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zu einem positiven Ergebnis kommt und wir mit dem impfen fortfahren können.“

Anfang der Woche hatte Deutschland, wie auch viele andere Länder in Europa wegen möglicher Gesundheitsrisiken die Impfungen mit dem Astrazeneca-Stoff ausgesetzt. Am Donnerstag will die EMA darüber beraten, für Freitag ist ein Impfgipfel von Bund und Ländern geplant.

Update, 10.30 Uhr - Landkreis Altötting meldet elf Corona-Neuinfektionen

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 11 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4246  Personen (Stand: 17. März, 9.27 Uhr). Aktuell gibt es im Landkreis 221 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burgkirchen (38), Altötting (32) und Burghausen (29). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 81,6.

Update, 10.01 Uhr - Trotz Impf-Stopp: Bayern erwartet große Lieferungen Astrazeneca

Von Anfang März bis Anfang April waren insgesamt 660.000 Impfdosen AstraZeneca avisiert. “Hiervon wurden 309.600 Impfdosen bereits zugeliefert, während die Zulieferung der verbleibenden 350.400 Impfdosen bis zur 13. Kalenderwoche noch bevorsteht”, teilte das Ministerium in München auf Anfrage mit.

Deutschland und mehrere andere EU-Staaten haben die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff vorerst ausgesetzt, Grund sind Meldungen über einen möglichen Zusammenhang mit Hirnvenenthrombosen in vereinzelten Fällen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA soll am Donnerstag entscheiden, wie es weiter geht.

Bis Dienstagabend waren in Bayern insgesamt 1,66 Millionen Impfdosen verabreicht, davon der Großteil - knapp 1,3 Millionen - mit dem Biontech-Pfizer-Präparat. Von Astrazeneca waren laut Robert Koch-Institut in Bayern gut 285.700 Dosen genutzt worden.

Update, 9.38 Uhr - 41 Patienten in InnKlinikum in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 41 Patienten im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung stationär behandelt - 14 davon in Mühldorf, 13 in Burghausen und nochmals 14 in Altötting (Stand: 17. März, 8.30 Uhr). Insgesamt fünf Personen davon müssen intensivmedizinisch versorgt und auch beatmet werden. Zudem meldeten die Kliniken einen weiteren Corona-Todesfall. Es handelt sich dabei um einen 72-jährigen Mann aus dem Landkreis Mühldorf.

Update, 9.18 Uhr - Gerichtsurteil: Quarantäne auch für geimpfte Kontaktpersonen

Auch wer gegen das Coronavirus geimpft ist muss in Quarantäne, wenn ein Familienmitglied oder ein anderer Mitbewohner im Haushalt infiziert wurde. Das hat das Verwaltungsgericht in Neustadt an der Weinstraße entschieden. Bisher lägen keine ausreichenden Belege dafür vor, dass Menschen mit vollständigem Impfschutz nicht infektiös erkrankten, argumentierten die Richter. Deshalb seien bisher keine Sonderregelungen für Geimpfte vorgesehen. Im konkreten Fall ging es um ein Ehepaar, das eine Arztpraxis in der Vorderpfalz betreibt und gegen eine bis 18. März verordnete Quarantäne geklagt hatte.

Anfang März hatte sich die Tochter des Paars mit dem Virus angesteckt, weshalb sich auch die Eltern in den eigenen vier Wänden isolieren sollten. Diese wehrten sich und argumentierten vor Gericht, sie hätten nicht nur Impfungen im Januar und im Februar erhalten; auch habe sich die Tochter in Isolation begeben und lebe alleine in einer Etage des Hauses. Diverse PCR-Coronatests und Schnelltests seien zudem bei dem Paar negativ ausgefallen. Daher sei die Verfügung zur Quarantäne rechtswidrig gewesen. 

Update, 8.18 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 17. März).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gestiegen sind die Inzidenzen im Kreis Mühldorf (von 94,9 auf 106,2), dem Kreis Rosenheim (von 83,8, auf 91,5), der Stadt Rosenheim (von 204,6 auf 217,1) und dem Kreis Traunstein (von 128,6 auf 142,7).
Gesunken sind die Inzidenzen im Kreis Berchtesgadener Land (von 113,3 auf 106,7) und dem Kreis Altötting (von 107,6 auf 81,6). Somit ist der Kreis Altötting den ersten Tag unter die 100er-Marke gerutscht. Sollte dies zwei weitere Tage stabil unter 100 bleiben, kann der Kreis die “Notbremse” wieder aufheben.

In der Region wurden laut RKI zwei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind zwei Personen im Kreis Altötting verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.11 Uhr - Vollständig genesene Kinder dürfen auch ohne Corona-Test in die Kita

Vollständig von Erkältungen genesene Kinder und Erzieher dürfen auch ohne einen negativen Corona-Test wieder in Bayerns Kitas gehen. „Es braucht keinen Test für die Rückkehr in die Kita, wenn es den Schnupfen auskuriert hat“, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Dienstag im Landtag in München. Es sei bedauerlich, dass es nach den jüngsten Änderungen der Vorgaben Missverständnisse gegeben habe. Seit diesem Montag gelten aus Angst vor den Mutationen des Corona-Virus schärfere Regelungen für Kita- und Grundschulkinder.

Trautner betonte aber, dass es nicht stimme, dass die vor einer Woche veröffentlichte Neuregelung inhaltlich noch mal verändert wurde: „Es hat sich nichts geändert.“ Weiterhin sei es auch möglich, leicht erkältete Krippen- und Kita-Kinder freizutesten.

Insbesondere die Regelungen bei leichten Erkältungssymptomen ohne Fieber hatten bei Eltern und Kita-Personal für Verwirrungen gesorgt. Durften die Jüngsten bislang auch mit leichtem Schnupfen oder Husten in die Einrichtungen kommen, geht dies nun nur noch mit einem negativen Corona-Test. Alternativ kann das Kind bis zum Abklingen der Symptome daheim bleiben.

RKI registriert 13.435 Corona-Neuinfektionen und 249 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 13.435 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Das sind deutlich mehr als die 9146 Neuinfektionen, die vor genau einer Woche gemeldet worden waren. Damals hatten zwar die Angaben aus Hamburg gefehlt, diese bewegen sich pro Tag im dreistelligen Bereich. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg wieder deutlich an: Sie lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 86,2 und damit höher als am Vortag (83,7). Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 249 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es - ohne die Daten aus Hamburg - 300 gewesen.

Vor vier Wochen, am 17. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 57,0 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stieg sie jedoch wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.594.764 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.383.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 73.905.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 1,06 (Vortag 1,15). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/dpa

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