News-Ticker zur Corona-Pandemie

38 Neuinfektionen im Kreis Mühldorf - Zahlreiche Erste-Mai-Demos auch gegen Corona-Maßnahmen

Tests in Mühldorf am Inn
+
Corona Tests in Mühldorf (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag, 1. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 146,3, Landkreis Rosenheim 104,1, Landkreis Traunstein 221,1, Landkreis Berchtesgadener Land 134,1, Landkreis Mühldorf 220,9, Landkreis Altötting 196,4 (Quelle/Stand: RKI, 1. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3667, Landkreis Rosenheim 13.033, Traunstein 10.312, Berchtesgadener Land 5526, Mühldorf 6582, Altötting 5581 (Quelle/Stand: RKI, 1. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 58, Landkreis Rosenheim 448, Traunstein 205, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 142, Altötting 203 (Quelle/Stand: RKI, 1. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 82.850 Todesfälle in Deutschland (14.145 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.43 Uhr - 1. Mai-Demos auch gegen Corona-Maßnahmen

Zehntausende Menschen sind am 1. Mai in ganz Deutschland auf die Straßen gegangen. Veranstalter der Demonstrationen waren traditionell zum Tag der Arbeit die Gewerkschaften und linke Initiativen, aber auch rechte Gruppierungen und Kritiker der Corona-Maßnahmen trafen sich zu erlaubten wie auch unerlaubten Protesten.

Alleine der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) rief zum Tag der Arbeit in Dutzenden Städten zu Aktionen auf. Zum Beispiel zählte die Polizei in Frankfurt mehr als 3000 Teilnehmer bei der Kundgebung am Opernplatz, in Leipzig nahmen 500 Menschen an einem Fahrradkorso teil.

In Bayern fand die größte Demo des Tages auf Motorrädern statt. Rund 7500 Motorradfahrer demonstrierten in Nürnberg gegen mögliche Wochenend-Fahrverbote. Der Bundesrat hatte diese vor einem Jahr der Bundesregierung für besondere Konfliktfälle nahegelegt - also in Gemeinden, in denen die Bürger stark unter Motorradlärm leiden.

Update, 17.25 Uhr - 38 Neuinfektionen im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn sind zwei weitere Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 30. April gibt es 38 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 1. Mai, 0 Uhr

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.


Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 611 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI  (Stand: 1. Mai, 3.09 Uhr) bei 220,9.

Update, 14.54 - Lage in bayerischen Krankenhäusern sehr angespannt

Ungeachtet der langsam zurückgehenden Corona-Neuinfektionen bleibt die Lage in Bayerns Krankenhäusern äußerst angespannt. Vielerorts sind die Intensivstationen sogar noch etwas stärker belastet als vor einer Woche, wie aus dem deutschlandweiten Divi-Intensivregister hervorgeht. Am Samstag war demnach in 15 der 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte kein einziges Intensivbett frei. Im bayernweiten Schnitt waren nur 10,7 Prozent der Intensivbetten frei, das ist ein sehr niedriger Wert.

Die Belegung sämtlicher Intensivbetten meldeten am Samstag unter anderem Stadt und Landkreis Landshut, die Stadt Bayreuth, Stadt und Landkreis Aschaffenburg, der Landkreis Würzburg, der Kreis Erlangen-Höchstadt und die Stadt Memmingen. Die Kommune mit den meisten Intensivbetten in ganz Bayern ist die Landeshauptstadt München, auch dort waren nur 37 der 495 Intensivbetten noch frei.

Mittlerweile sind in Bayern die Fallzahlen etwas gesunken. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut 2771 neue Corona-Infektionen für das Bundesland. Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz ist auf gut 150 Fälle pro 100.000 Einwohner gesunken. In 16 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten ist die Inzidenz inzwischen auf unter 100 gesunken. Spitzenreiter ist Landsberg am Lech mit 62,3.

Update, 13.14 Uhr - 33 Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich 33 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5578 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 452 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (83), Burgkirchen (63) und Altötting (35). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 196,4

Update, 12.32 Uhr - Merkel würdigt schwierigen Einsatz der Beschäftigten in Corona-Krise

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum Tag der Arbeit den Einsatz vieler Beschäftigter unter schwierigen Corona-Bedingungen gewürdigt und zum Nutzen von Testmöglichkeiten aufgerufen. „Gerade Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten“, sagte sie in ihrer am Samstag verbreiteten wöchentlichen Videobotschaft. Ohne die Beschäftigten in Supermärkten und die Menschen am Steuer von Lkws „könnten wir uns beispielsweise auf die gewohnte Versorgung mit Lebensmitteln nicht verlassen“.

Wenn Arbeitnehmer nicht von zu Hause arbeiten können, gebe es nun auch die Pflicht für Arbeitgeber, zwei Corona-Tests pro Woche anzubieten. „Ich bitte Sie dringend, dieses Angebot nun auch zu nutzen - zur eigenen Sicherheit und weil es in unser aller Interesse ist, dass Infektionen früh erkannt werden“, sagte Merkel.

Mit Blick auf viele Menschen im Homeoffice betonte sie: „Mir ist bewusst, wie anstrengend es sein kann, wenn über Monate der Esstisch gleichzeitig Schreibtisch und Hausaufgabenplatz für die Kinder ist.“ Homeoffice sei aber „eine riesige Hilfe“ gegen die Ausbreitung des Virus. „Es vermeidet täglich U-Bahn- oder Busfahrten zur Arbeit, es reduziert Kontakte und damit Gelegenheiten zur Ansteckung.“

Merkel dankte zum 1. Mai auch Betriebsräten und Gewerkschaftern, die sich für gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung einsetzen. Wie schon in der Finanzkrise habe sich die Sozialpartnerschaft auch in dieser schweren Zeit bewährt. Angesichts des Wirtschaftseinbruchs in der Pandemie habe die Bundesregierung Milliarden eingesetzt, um das Kurzarbeitergeld zu erhöhen und die Bezugsdauer zu verlängern. „Das war gut investiertes Geld.“ So hätten Betriebe ihr Personal halten können. „Und so können sie schneller wieder durchstarten, wenn die Wirtschaft wieder anzieht - und damit rechnen wir noch in diesem Jahr.“

Update, 11.39 Uhr - Neueste RKI-Daten für die Region

Die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 1. Mai).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region bewegen sich teilweise weiterhin auf hohem Niveau. Im Kreis Altötting stieg die Inzidenz (von 186,6 auf 196,4) ebenso wie im Kreis Rosenheim (von 103,7 auf 104,1) und im Kreis Traunstein (von 218,3 auf 221,1). Gesunken sind die Inzidenzen im Kreis Mühldorf (von 247,7 auf 220,9) und in der Stadt Rosenheim (151,1 auf 146,3) sowie im Kreis Berchtesgadener Land (von 140,7 auf 134,1).

In der Region wurden laut RKI drei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind eine Person im Kreis Rosenheim und zwei im Kreis Mühldorf verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 10 Uhr - Luftwaffe soll von Samstag an Corona-Hilfe nach Indien fliegen

Die Luftwaffe soll von Samstag an medizinische Hilfsgüter in das von der bislang schlimmsten Corona-Welle erfasste Indien fliegen. In der kommenden Woche werde zudem eine komplexe Anlage zur Herstellung von Sauerstoff mit zwei A400M-Transportflugzeugen in das Land gebracht, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag mit.

Für den Aufbau der Anlage und eine Einweisung seien dann vor Ort 16 Sanitätssoldaten vorgesehen. Geplant sei, im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums in einem ersten Flug am Samstag 120 Beatmungsgeräte nach Indien zu bringen, hatte das Ministerium zuvor erklärt.

RKI registriert 18.935 Corona-Neuinfektionen und 232 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.935 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 232 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.07 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Samstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 23.392 Neuinfektionen und 286 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 148,6 - damit entwickelt sich die Sieben-Tage-Inzidenz am fünften Tag in Folge rückläufig. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 153,4 angegeben, vor eine Woche mit 164,4.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.400.532 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.012.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83.082.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,94 (Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

dp/jv/dpa

Kommentare