News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder verkündet zahlreiche Öffnungsperspektiven für Bayern und mehr Freiheiten für Geimpfte

Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, nach der virtuellen CSU-Vorstandssitzung bei einer Pressekonferenz.
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Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, nach der virtuellen CSU-Vorstandssitzung bei einer Pressekonferenz.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 3. Mai, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 144,8, Landkreis Rosenheim 96,4, Landkreis Traunstein 221,1, Landkreis Berchtesgadener Land 135,9, Landkreis Mühldorf 213,2, Landkreis Altötting 208,9 (Quelle/Stand: RKI, 3. Mai, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3693, Landkreis Rosenheim 13.074, Traunstein 10.395, Berchtesgadener Land 5562, Mühldorf 6639, Altötting 5643 (Quelle/Stand: RKI, 3. Mai, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 58, Landkreis Rosenheim 449, Traunstein 205, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 142, Altötting 203 (Quelle/Stand: RKI, 3. Mai, 0 Uhr)
  • Mindestens 83.276 Todesfälle in Deutschland (14.203 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.31 Uhr - Corona in Bayern: Volksfeste abgesagt, Grundschulen dürfen öffnen, Perspektive für Gastro und Kultur und mehr Freiheiten für Geimpfte

Grundschulen in Bayern dürfen ab nächsten Montag auf breiter Front wieder für alle Klassenstufen im Wechselunterricht öffnen - nämlich schon bei einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz bis 165. Das kündigte Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Montag nach einer Videokonferenz des CSU-Vorstands an. Zudem sollen nun alle Lehrer im Präsenzunterricht auch an den weiterführenden und den beruflichen Schulen ein Impfangebot bekommen. Bislang hatten nur Lehrer an Grund- und Förderschulen die Möglichkeit einer bevorzugten Impfung.

Am Montag lag knapp ein Drittel der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern über dem Wert 165. Voraussetzung für eine Rückkehr vom Distanz- zum Wechselunterricht ist aber, dass der Wert an fünf Tagen hintereinander stabil darunter liegt - dann sind die entsprechenden Lockerungen ab dem übernächsten Tag möglich.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten. Was Söder darüber hinaus bereits ankündigte: Für vollständig Corona-Geimpfte sowie Genesene sollen so schnell wie möglich mehrere Einschränkungen wegfallen. Die geplante Bundes-Verordnung werde der Freistaat sofort umsetzen. Bei coronabedingten Kontaktbeschränkungen sollten vollständig Geimpfte und Genese nicht mehr dazugerechnet werden. Er verwies etwa auf anstehende Konfirmationen, bei denen dies dann schon gelten könnte. Und auch bei den Ausgangsbeschränkungen soll es nach Söders Worten Ausnahmen für Geimpfte und Genesene geben.

Dieses Jahr wird es wegen der Corona-Pandemie zudem wieder kein Oktoberfest geben. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) begründeten die Entscheidung am Montag mit der nicht absehbaren Entwicklung bei den Infektionszahlen. Auch die Rosenheimer Wiesn wird nicht stattfinden.

Update, 18.06 Uhr - 96 Neuinfektionen im Kreis Traunstein und 57 im Berchtesgadener Land

Situation im Landkreis Traunstein:

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1540 aktive Corona-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 221,1. Seit der Pressemitteilung vom vergangenen Freitag sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 96 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 10.404 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 8659 Personen.

Im Landkreis Traunstein liegen insgesamt 205 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 26 COVID-19-Patienten behandelt, davon 18 auf der Normalstation und 8 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 48.103 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 11.175 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Situation im Berchtesgadener Land:

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit vergangenen Freitag 57 weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 5.562. Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert bei 135,9.

Von den insgesamt 5.562 Corona-Fällen sind mittlerweile 5.257 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 206 aktive Corona-Fälle im Landkreis, davon 32 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land.

Im Landkreis Berchtesgadener Land wurden mit Stand, 3. Mai, 14 Uhr bislang insgesamt 40.371 Impfungen durchgeführt, davon 30.287 Erstimpfungen (28,52 %) und 10.084 Zweitimpfungen (9,36 %).

Update, 17.30 Uhr - Österreich öffnet und plant Corona-Testbefreiung nach Erstimpfung

In Österreich soll schon bald eine Corona-Erstimpfung als Eintrittskarte für Restaurants, Veranstaltungen und Hotels gelten. Der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein kündigte am Montag im Parlament an, dass dies 21 Tage nach Erhalt der ersten Dosis gelten solle. Die große Parlamentskammer, der Nationalrat, beschloss eine Gesetzesänderung, mit der Geimpfte und Genesene von der Testpflicht befreit werden können, wenn ab 19. Mai Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur wieder ihre Dienste anbieten.

„Natürlich soll das auch ein Anreiz sein, dass man sich impfen lässt“, erklärte Mückstein die Idee hinter der Novelle, die ein erster Schritt zur Einführung des grünen Passes ist, wie das geplante Corona-Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete in Österreich genannt wird. Vor den Öffnungsschritten am 19. Mai ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Wochen gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich ging auf zuletzt 147 zurück - derselbe Wert wie in Deutschland.

Geschäfte und viele Dienstleister haben seit Montag in allen Bundesländern geöffnet. Nach rund vierwöchigem Lockdown empfingen auch in den Bundesländern Wien und Niederösterreich die Geschäftsleute wieder Kunden. In den restlichen sieben Bundesländern hatte der Handel den Lockdown schon früher beendet. Die Branche hofft auch dank vieler Sonderangebote auf einen vielversprechenden Neustart. Das sei dringend nötig, sagte der Sprecher des Handelsverbands, Rainer Will, dem TV-Sender Oe24. „Jeder zweite Händler hat Existenzängste.“ Nicht zuletzt vor Modeläden bildeten sich in Wien teils lange Warteschlangen.

Update, 17.02 Uhr - Neue Version der Corona-Warn-App zeigt Schnelltest-Ergebnisse an

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann jetzt auch die Ergebnisse von Schnelltests anzeigen. Mit der neuen Version könnten Nutzerinnen und Nutzer ihre Mitmenschen nun noch schneller warnen und damit Infektionsketten noch schneller unterbrechen, teilten die Entwickler der App am Montag mit. Das Update auf Version 2.1 stand am Montagmorgen bereits im App-Store von Apple für das iPhone bereit. Die Version für Android-Smartphones soll im Google Play Store spätestens am Dienstag zur Verfügung stehen.

Mit dem Update können die Anwender nach dem Schnelltest eine Klötzchengrafik (QR-Code) einscannen und erhalten dann kurze Zeit später in der App das Testresultat. Ein negatives Ergebnis wird dann 48 Stunden lang in der App angezeigt und kann dann auch beim Einkaufen oder beim Friseurbesuch vorgelegt werden. Positive Ergebnisse werden in der App so lange angezeigt, bis die User das Ergebnis teilen. Der Schnelltest werde von der Corona-Warn-App gleichberechtigt zum aufwendigeren PCR-Test behandelt.

Update, 16.28 Uhr - Rosenheimer Herbstfest abgesagt

Laut Informationen der OVB-Heimatzeitungen (Plus-Artikel) ist das Rosenheimer Herbstfest nach 2020 auch in diesem Jahr abgesagt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach zuvor eine Empfehlung aus, Volksfeste in dieser Größenordnung aufgrund der Corona-Pandemie abzusagen.

Update, 15.31 Uhr - Empfehlung Söders, auch Rosenheimer Herbstfest abzusagen

Die Situation sei aktuell zu unübersichtlich. Man wolle laut Reiter nur ein Volksfest feiern, welches für alle zugänglich gemacht werden könne und keine Einschränkungen beinhalte.

Söder sprach explizit auch die Rosenheimer Wiesn an. Ähnlich wie das Gäubodenfest in Straubing, welches bereits abgesagt wurde, sei auch das Herbstfest Rosenheim in einer Größenordnung bei der man die Empfehlung ausgibt, das Fest nochmals abzusagen.

Volksfeste für Genesene und vollständig Geimpfte schließt Söder so gut wie aus. „Wie soll das kontrolliert werden?“, stellte der Ministerpräsident die rhetorische Frage.

Ein Volksfest in Dubai sieht sowohl Reiter als auch Söder äußerst kritisch. „Das ist einfach nicht das selbe. Da fehlt das Feeling und ich habe auch nicht das Gefühl, dass viele Schausteller von dieser Idee überzeugt sind“, so Reiter.

Update, 15.23 Uhr - Söder: „Wir empfehlen, diese großen Feste in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen.“

„Wir empfehlen, diese großen Feste in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen“, mit diesen Worten eröffnet Söder die Pressekonferenz zur möglichen Durchführung von Volksfesten in Bayern. Eine Durchführung mit sehr vielen Einschränkungen sei nicht zielführend. Man würde damit Gefahr laufen, eine Marke zu zerstören. Abstand zu halten oder Hygiene-Maßnahmen in diesen Umständen umzusetzen, sei fast unmöglich und könnte in einem Chaos enden.

Die Meinung aller Oberbürgermeister der Städte, die ein größeres Volksfest normalerweise durchführen, sei übereinstimmend gewesen, ergänzte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. In München werde deshalb auch im Jahr 2021 kein Volksfest geben.

Jetzt live: Endgültiges Oktoberfest-Aus - Söder gibt Ausblick auf Volksfeste in Bayern

Pressekonferenz mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zum Ausblick auf das Oktoberfest und die diesjährige Volksfest-Saison in Bayern.

Update, 14.44 Uhr - PK um 15.15 Uhr: Söder und Reiter geben „Ausblick“ auf Oktoberfest und andere Volksfeste

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen am heutigen Montag (15.15 Uhr) über das diesjährige Oktoberfest und die Volksfest-Saison in Bayern informieren. Es gehe um einen „Ausblick” auf die Saison, teilte die Staatskanzlei am Mittag mit. Offenbar soll im Zuge dessen bereits die offizielle Absage des Oktoberfests in München verkündet werden. Das berichtet die Bild kurz vor der Pressekonferenz.

Beide Politiker hatten sich zuletzt skeptisch darüber geäußert, ob das Oktoberfest 2021 angesichts der Corona-Lage stattfinden kann. Das Oktoberfest sei nicht nur ein bayerisches Fest, sondern ein globales Event, sagte Söder kürzlich. 2020 war das größte Volksfest der Welt wegen der Pandemie abgesagt worden. Die Wiesn 2021 ist vom 18. September bis zum 3. Oktober geplant. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen alljährlich zur Wiesn nach München.

Update, 13.45 Uhr - Groko will Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene ab dem Wochenende kippen

Kontakt- und Ausgangssperren sollen für Geimpfte und Genesene bereits ab dem kommenden Wochenende nicht mehr gelten, das berichtet zumindest die Bild-Zeitung. Dem Bericht zufolge sollen sich die Fraktionsspitzen (CDU, CSU, SPD) der Großen Koalition auf das Wegfallen der Corona-Regeln für Zweifach-Geimpfte und Genesene geeinigt haben.

Dem Bericht zufolge dürfen sich diese Personen wieder unbegrenzt untereinander treffen. Zudem müssen diese Personen keine negativen Corona-Tests mehr vorlegen und auch nicht mehr in Quarantäne, wenn sie beispielsweise aus dem Urlaub zurückkehren. Außerdem würden die Ausgangssperren für diese Personengruppen wegfallen.

Söder-PK im Live-Stream

Update, 13.05 Uhr- Inzidenz-Grenze für Grundschul-Unterricht wird angepasst

Auch an den Grundschulen wird es Lockerungen geben: Dort ist ab kommender Woche bis zu einer Inzidenz von 165 Wechsel-/Präsenzunterricht erlaubt. Bei den weiterführenden Schulen bleibt es dagegen bei der (bisherigen) Inzidenz-Grenze von 100 - ausgenommen davon sind lediglich Abschlussklassen. Hier werden dann nach den Pfingstferien möglicherweise weitere Lockerungen kommen, so Söder.

Zum Thema Impfen sagte Söder: „Jede Dosis ist ein Stück Freiheit!“ Sobald als möglich sollen deswegen die Abstände zwischen Erst- und Zweitimpfung verkürzt werden. Zudem müsse die Impfpriorisierung in Bayern so schnell wie möglich aufgehoben werden, betonte der Ministerpräsident. Positiv hätten sich auch erste Impfkampagnen in Betrieben bemerkbar gemacht. Darüber hinaus soll es mobile Impfteams geben, um damit weitere Impfangebote machen zu können. Spätestens ab Juni sollen dann auch Schüler in Bayern gezielt geimpft werden. „Das Ziel ist es, das nächste Schuljahr gut auf den Weg zu bringen“, so Söder.

Update, 13 Uhr - Lockerungen für Gastronomie, Kino, Theater und Sport

Zudem kündigte Söder weitere Erleichterungen für die Bereiche Außengastronomie, Kino, Theater und Sport an. In Städten/Kreisen mit einer stabilen Inzidenzen unter 100 sollen Öffnungen - unter strengen Auflagen - ab 10. Mai möglich sein. Bis Pfingsten brauche es dann außerdem eine Perspektive für Tourismus, so Söder weiter. Dazu soll auch ein zusätzliches Modernisierungsprogramm (Ökologie, digitale Angebote etc.) aufgelegt werden.

Update, 12.59 Uhr - Weitere Erleichterungen für Zweifach-Geimpfte

Am Mittag ist Ministerpräsident Markus Söder nach einer Sitzung des CSU-Vorstandes auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz an die Öffentlichkeit getreten. Im Fokus: Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Bayern! „Die Tendenz in Bayern geht weiter nach unten. Die Inzidenz sinkt“, sagte Söder zu Beginn und sprach von einer „positiven Entwicklung“. Allerdings bleibe es bei einer „langen Zielgeraden“.

„Die dritte Welle ist in einer stabilen Struktur - sofern keine neue Mutation auftaucht“, sagte Söder, der die Gleichstellung von zweifach geimpften Personen gegenüber getesteten Personen ausdrücklich begrüßte. Hier soll es bald zwei weitere Erleichterungen geben: Zweifach-Geimpfte werden bei der Zählung der Personen für die Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Außerdem gilt für diese Personen die Ausgangssperre dann nicht mehr. Maskenpflicht und Hygieneregeln bleiben bestehen.

Update, 12.04 Uhr - Bayerns Ferienwohnungen und Hotels in den Pfingstferien offen?

Ministerpräsident Markus Söder deutete an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels mit Tests und Hygienekonzepten öffnen. Bereits ab der kommenden Woche stellte er Öffnungsmöglichkeiten für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht. Voraussetzung ist eine stabile, regionale Sieben-Tage-Inzidenz unter 100, sowie Tests und Termin. Weitere Details sollen in der Pressekonferenz um 12.30 Uhr folgen. rosenheim24.de berichtet hier live.

Voraussichtlich schon ab kommenden Montag sollen in Bayern die Grundschulen auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Söder zeigte sich am Montag nun doch bereit, den Grenzwert für Distanzunterricht erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festzusetzen. Es bleibe dann bei der Test- und der Maskenpflicht.

Update, 11.47 Uhr - Keine erhöhten Sterbefallzahlen im Februar und März 2021 

Für Februar und März 2021 sind im Vergleich zu den Vorjahren keine erhöhten Sterbefallzahlen zu beobachten. Das berichtete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Nach den vorläufigen Erhebungen des Landesamts für Statistik, ist die Gesamtzahl der Sterbefälle sogar um rund vier Prozent im Februar und um acht Prozent im März gegenüber dem Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2019 gesunken.
Für November und Dezember 2020 sowie Januar 2021 hatte das Landesamt für Statistik für Bayern noch erhöhte Sterbefallzahlen festgestellt. Die Anzahl der Sterbefälle lag im November 2020 knapp 12 Prozent, im Dezember 2020 fast 36 Prozent und im Januar 2021 rund 21 Prozent über dem Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2019. Dazu Herrmann: „Trotz der Vorläufigkeit der Zahlen scheint sich eine weitere Stabilisierung abzuzeichnen. Impfungen bleiben der Schlüssel zur Normalisierung unseres Alltags.“ 

Update, 11.13 Uhr - Grundschulen sollen bis zu Inzidenz von 165 öffnen dürfen

Auch für die Grundschüler soll es kurzfristig Erleichterungen im Freistaat geben: Laut verschiedenen Medienberichten hat Ministerpräsident Söder auf der derzeit laufenden Sitzung des CSU-Parteivorstands angekündigt, dass die Grundschulen bis zu einer Inzidenz von 165 geöffnet werden dürfen. Diese Regelung soll offenbar noch vor den Pfingstferien umgesetzt werden. Bis dato galt die 100er-Marke als Grenze für den Wechsel zwischen Wechsel- und Distanzunterricht. Bei den weiterführenden Schulen soll es dagegen beim bisherigen Grenzwert von 100 bleiben. Ab diesem Wert müssen alle Schüler in den Distanzunterricht - ausgenommen sind lediglich Abschlussklassen.

Update, 11.04 Uhr - Ministerpräsident Markus Söder kündigt PK an

Weitere Lockerungen in Sicht? Überraschend hat Bayerns Ministerpräsident für heute um 12.30 Uhr eine Pressekonferenz anberaumt. Inzwischen sind erste Details durchgesickert: Wie unser Partnerportal merkur.de berichtet, plant die bayerische Staatsregierung offenbar kurzfristig Lockerungen im Bereich Gastronomie und Freizeit. Laut dem Bericht sollen Lokale in Städten/Kreisen mit einer Inzidenz unter 100 bald ihre Außenbereiche öffnen dürfen. rosenheim24.de berichtet hier live.

Update, 10.41 Uhr - Neue Zahlen aus den Landkreisen Altötting und Mühldorf

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 19 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5641 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 442 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (74), Burgkirchen (59) und Altötting (40). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 208,9.

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es derzeit 13 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 03. Mai  2021, 0 Uhr) Damit gibt es dort jetzt 578 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt bei bei 213,2.

Update, 10.14 Uhr - Brand in Impfzentrum - Impfstoff gerettet

Im Corona-Impfzentrum in Oberhaching (Landkreis München) ist am Montag der Dachstuhl in Flammen aufgegangen. Ob es sich um einen technischen Defekt handelte oder der Brand am Montagmorgen absichtlich gelegt wurde, war nach Polizeiangaben unklar. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt. Der Impfstoff sei der Polizei übergeben worden, teilte das Landratsamt mit. Die Termine im Impfzentrum Oberhaching vom Montag wurden daher abgesagt.

Update, 9.38 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Innklinikum Altötting und Mühldorf

In den Innkliniken in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden (Stand 3. Mai 8.10 Uhr) derzeit insgesamt 52 Patienten stationär im Zusammenhang mit Corona behandelt - 21 davon in Mühldorf, 14 in Altötting und 17 in Burghausen. Elf der Betroffenen liegen auf der Intensivstation und werden beatmet. Auch ein Todesopfer ist zu beklagen, es handelt sich um eine 86-Jährige aus dem Kreis Rottal-Inn.

Update, 9.03 Uhr - Distanzunterricht bleibt in Bayern die Regel

Trotz leicht sinkender Coronazahlen bleibt es nahezu in ganz Bayern vorerst beim Distanzunterricht an den Schulen - Abschlussklassen und Viertklässler ausgenommen. Lediglich in etwa einer Handvoll Landkreise und kreisfreien Städte ist von Montag an Wechselunterricht in allen Klassenstufen möglich. Im Laufe der Woche könnten bei stabilen oder sinkenden Sieben-Tage-Inzidenzen aber weitere Kommunen mit Wechselunterricht hinzukommen. Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut in 18 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten unter 100.

Die Staatsregierung hat die Vorschriften für den Schulunterricht mittlerweile zum Teil der neuen bundesweiten Notbremse angepasst. Unterschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt den Sieben-Tage-Inzidenzwert 100 an fünf aufeinander folgenden Tagen, kann ab dem übernächsten Tag auf Wechselunterricht umgestellt werden.

Update, 8.25 Uhr - RKI-Zahlen für die Region: Kreis Rosenheim rutscht unter 100

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 3. Mai).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region bewegen sich teilweise weiterhin auf hohem Niveau und haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gesunken sind die Inzidenzen in den Kreisen Berchtesgadener Land (von 139,7 auf 135,9), in der Stadt Rosenheim (von 151,1 auf 144,8), dem Kreis Traunstein (von 224,5 auf 221,1) und dem Kreis Rosenheim (von 104,5 auf 96,4). Der Landkreis Rosenheim bewegt sich somit das erste Mal seit 9. April wieder unter einer 7-Tage-Inzidenz von 100.

Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Altötting (von 206,2 auf 208,9) und dem Kreis Mühldorf (von 206,3 auf 213,1)
In der Region wurden laut RKI ein weiterer Todesfall gemeldet. Demnach ist je eine Person im Kreis Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht. 

Update, 7.28 Uhr - Söder bei Anne Will: „Wäre falsch, jetzt einfach blind die Gastronomie wieder zu öffnen“,

Justizministerin Lambrecht machte am Sonntagabend bei Anne Will kräftig Werbung für ihre geplante Verordnung, die ab Ende Mai dafür sorgen soll, dass Geimpfte und Genesene Menschen mit negativem Corona-Test gleichgestellt werden. Individuelle Grundrechte könnten da nicht länger eingeschränkt werden, so die SPD-Politikerin. Da gehe es weder um Bonbons noch um Privilegien. „Kontakteinschränkungen und die Ausgangsbeschränkungen wieder zurückzunehmen für Geimpfte und für Genesene, genau das ist Gegenstand dieser Verordnung“, so Lambrecht.

CSU-Chef Markus Söder stellte sich in diesen Punkten komplett an die Seite der Justizministerin, die angekündigte Verordnung möchte er schnell in Bayern umsetzen. Und auch in Sachen Restaurants sah er keinen Sinn in der Öffnung für Geimpfte: „Es wäre falsch, jetzt einfach blind bei hohen Inzidenzen die Gastronomie wieder zu öffnen, da wir noch eine viel zu geringe Zahl an vollständig Geimpften haben.“ Da würde sich auch das Geschäft gar nicht lohnen.

RKI meldet knapp 9200 neue Fälle und 84 weitere Tote

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem zuständigen Robert Koch-Institut (RKI) nun binnen eines Tages 9160 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 84 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor (Stand: 3. Mai, 0 Uhr). Montags sind die gemeldeten Fallzahlen allerdings meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird (News-Ticker Sonntag, 2. Mai).

Am Montag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 11.907 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 146,9. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 146,5 angegeben.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.425.982 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.040.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83.276. In Bayern kamen 23 neue Todesfälle hinzu (gesamt 14.203).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,92 (Stand: 2. Mai; Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab - liegt dieser anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/dpa

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