News-Ticker zur Corona-Pandemie

Freie Wähler kündigen Verfassungsbeschwerde gegen Bundes-Notbremse an - Lage in Kliniken kritisch

Coronavirus Symbolbild
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Die bundesweite Notbremse wird von vielen Seiten kritisiert. Nun kündigen die Freien Wähler diesbezüglich eine Verfassungsbeschwerde an.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 14. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 174,7, Landkreis Rosenheim 131,3, Landkreis Traunstein 253,8, Landkreis Berchtesgadener Land 163,3, Landkreis Mühldorf 322,8, Landkreis Altötting 252,0 (Quelle/Stand: RKI, 14. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3431, Landkreis Rosenheim 12.261, Traunstein 9225, Berchtesgadener Land 5149, Mühldorf 5743, Altötting 4979 (Quelle/Stand: RKI, 14. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 56, Landkreis Rosenheim 437, Traunstein 200, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 137, Altötting 198 (Quelle/Stand: RKI, 14. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 79.088 Todesfälle in Deutschland (13.606 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.56 Uhr - Freie Wähler kündigen Verfassungsbeschwerde gegen Bundes-Notbremse an

Die Freien Wähler geben im Streit um die Bundes-Notbremse nicht auf: Die Bundesvereinigung kündigte am Mittwochabend an, per Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vorgehen zu wollen.

„Mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die schwarz-rote Bundesregierung die Länder in ihren Kompetenzen beschneiden“, sagte Parteichef Hubert Aiwanger, der in Bayern Wirtschaftsminister im Kabinett von Markus Söder (CSU) ist. Der Bund sei nicht die richtige Ebene, pragmatische und sinnvolle Entscheidungen anstelle der Länder zu treffen.

Aus Sicht der Freien Wähler werde mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes das Subsidiaritätsprinzip ausgehebelt. Die Gesetzesnovelle, die derzeit in der parlamentarischen Beratung im Bundestag ist und anschließend auch noch durch den Bundesrat muss, sieht unter anderem bundeseinheitliche Vorgaben wie Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit einer hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen vor. Zudem soll es ab einer Inzidenz von 100 auch Restriktionen für den Handel geben.

Update, 20 Uhr - Lauterbach: Johnson & Johnson-Stopp kein „permanenter Rückschlag“

Trotz des Impfstopps in den USA und des verzögerten Marktstarts in Europa geht SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach davon aus, dass das Johnson & Johnson-Präparat gegen das Coronavirus bald in Deutschland eingesetzt wird. „Ich glaube nicht, dass es ein permanenter Rückschlag ist, die Sinusvenenthrombosen waren auch bei Johnson & Johnson zu erwarten“, sagte der SPD-Politiker am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk.

Die Komplikationen seien aber so rar, „dass der Impfstoff nach einiger Zeit wieder verimpft wird, in den Vereinigten Staaten, und der Impfstart in Europa dann auch beginnen wird“, sagte Lauterbach. „Man wird wahrscheinlich auch hier wieder darüber nachdenken müssen, ob man den Impfstoff bei den über 60-Jährigen spezifisch einsetzt“.

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hatte am Dienstag wegen Berichten über sogenannte Sinusvenenthrombosen nach der Impfung den Marktstart seines Präparats in Europa aufgeschoben. Zuvor hatten Behörden in den USA ein vorübergehendes Aussetzen der Impfungen empfohlen, nachdem im Land sechs Fälle der Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren.

Update, 18.38 Uhr - Infektionsgeschehen zieht merklich an - Lage in Kliniken kritisch

Ganz sicher lässt sich die Infektionslage in Deutschland nach den Ostertagen noch immer nicht beurteilen - wichtige Kennwerte weisen aber auf einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen hin. So lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen bundesweit bei 153,2. Ähnlich hoch hatte sie zuletzt Mitte Januar (155 am 13. Januar) während der zweiten Welle gelegen.

Deutlich bemerkbar macht sich das verstärkte Infektionsgeschehen auf den Intensivstationen, die Zahl der Covid-19-Patienten dort steigt seit Mitte März an. Betroffen sind Medizinern zufolge immer mehr jüngere Menschen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) erwartet, dass der bisherige Höchststand von etwa 6000 Covid-19-Intensivpatienten noch im April wieder erreicht wird. Bei den unter 50-Jährigen sterbe jeder fünfte Intensivpatient, bei den Älteren im Schnitt jeder zweite, hatte Divi-Präsident Gernot Marx kürzlich gesagt.

Eine Corona-Erstimpfung haben in Deutschland inzwischen 16,9 Prozent der Menschen erhalten. Nach den Daten des RKI sind rund 14,1 Millionen Menschen einmal und knapp 5,2 Millionen (6,2 Prozent) vollständig geimpft (Datenstand jeweils 14. April, 8 Uhr). Das sind noch weit zu wenig, um einen merklichen Effekt auf das Ansteckungsgeschehen zu haben.

Update, 17.38 Uhr - 151 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1312 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 253,8. Seit der letzten Pressemitteilung am 13. April sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 151 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 9305 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7793 Personen (25 Personen mehr seit der Meldung vom 13. April).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 200 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 30 COVID-19-Patienten behandelt, davon 21 auf der Normalstation und 9 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 28.540 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 10.517 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 16.45 Uhr - Söder: Bundes-Notbremse reicht nicht aus für Kampf gegen Corona-Welle

Zur Eindämmung der dritten Corona-Welle reicht nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die geplante Bundes-Notbremse nicht aus. „Wir halten es für richtig, dass auf Bundesebene diese Notbremse fest verankert wird. Allein das wird es aber noch nicht helfen, wir müssen uns mehr überlegen“, sagte der CSU-Chef am Mittwoch am Rande der Sitzung der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag. Notwendig sei etwa „ein moderneres und flexibleres Impfkonzept, um die Geschwindigkeit durch einen Bürokratieabbau zu erhöhen und vor allem um zu flexibilisieren“.

Söder betonte, die Corona-Lage in Deutschland sei weiter sehr schwierig. Es würden sich alle Prognosen zu den Infektionszahlen bestätigen. „Es steigt und steigt und steigt. Es geht nicht zurück“, sagte Söder. Dies gelte sowohl für die Zahl der Infizierten als auch für die Belegung der Intensivbetten in den Krankenhäusern. „Regional stoßen wir mittlerweile an unsere Grenzen.“

Update, 16.19 Uhr - 32 weitere Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 32 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich vier Personen als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 5.149 (Stand RKI: 14. April 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 163,3 (Stand RKI: 14. April, 0 Uhr).

Von den insgesamt 5.149 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.845 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 205 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 13 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 173 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 14 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden zwei Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 16 Uhr - Studie: Corona-Dunkelziffer in Tirschenreuth 2020 bei 80 Prozent

Die Dunkelziffer der Sars-CoV-2-Infizierten im Landkreis Tirschenreuth lag in der ersten Jahreshälfte 2020 bei 80 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie, die im vergangenen Frühjahr im damaligen Corona-Hotspot Tirschenreuth gestartet worden war. Demnach kamen auf eine Person, bei der eine Infektion mittels Test registriert worden war, vier Personen, die Antikörper aufwiesen und somit infiziert waren, ohne es gewusst zu haben. Mit 92 Prozent war die Dunkelziffer in der Altersgruppe der 14- bis 20-Jährigen am höchsten.

Per Zufallsprinzip waren für die Studie 6600 Menschen ab 14 Jahren ausgewählt und um Teilnahme gebeten worden, 4200 von ihnen hätten mitgemacht, teilten die Studienleiter am Mittwoch mit. In Auftrag gegeben hatte die Studie im April 2020 das Wissenschaftsministerium, durchgeführt wird sie von Fachleuten der Unikliniken Regensburg und Erlangen. Die Studie läuft noch, weitere Ergebnisse stehen aus.

Update, 15.15 Uhr - Über 100 Neuinfektionen im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 13. April 103 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 14. April, 0 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 511 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 14. April, 3.09 Uhr) bei 322,8.

Bei den Neuinfektionen handelt es sich um ein diffuses Ausbruchgeschehen, verteilt über den ganzen Landkreis. Nach wie vor ist der nördliche Landkreis stärker betroffen. Es fällt jedoch auf, dass eine Vielzahl der neuen positiven Fälle der Stadt Waldkraiburg sowie deren Nachbargemeinden zuzuordnen ist. Grundsätzlich zeigt die Entwicklung jedoch einen Anstieg der Fallzahlen im gesamten Landkreis. Die Spanne reicht von 2 bis 89 Jahren, wobei die meisten Infizierten in der jüngeren Altersgruppe bis 60 Jahre zu finden sind.

Die hohen Zahlen sind auf keine größeren Ausbrüche in Firmen zurückzuführen. Vielmehr ist es die Summe vieler Einzelfälle sowohl in verschiedenen Unternehmen als auch im privaten Bereich. Die bestätigten Indexfälle haben wiederum Kontaktpersonen, die ebenfalls positiv getestet werden. Meist betrifft eine Ansteckung die gesamte Familie und nicht nur einzelne Familienmitglieder.

Update, 14.26 Uhr - Dänemark verzichtet auf Corona-Impfstoff von Astrazeneca

Das EU-Land Dänemark verzichtet nun dauerhaft auf den Einsatz des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Die Impfkampagne werde ohne das Präparat des britisch-schwedischen Unternehmens fortgesetzt, gab der Direktor der dänischen Gesundheitsverwaltung, Søren Brostrøm, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt.

Update, 13.52 Uhr - EU-Kommission: Weitere 50 Millionen Biontech-Impfdosen bis Ende Juni

Die Hersteller Biontech und Pfizer wollen bis Ende Juni zusätzlich 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an Deutschland und die übrigen EU-Staaten liefern. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel mit. Es handele sich um eine Lieferung, die aus dem vierten Quartal vorgezogen werde. Im zweiten Quartal von April bis Juni kämen somit insgesamt 250 Millionen Dosen Impfstoff von Biontech/Pfizer, sagte von der Leyen.

Die Lieferung werde nach Bevölkerungsanteil auf die 27 EU-Staaten verteilt, fügte sie hinzu. Dieser liegt für Deutschland bei 18,6 Prozent. Von der zusätzlichen Lieferung kann die Bundesrepublik also rechnerisch gut neun Millionen Dosen erwarten.

Update, 13.46 Uhr - Polizeigewerkschaft klar gegen EM-Spiele mit Fans in München

Bis zum 19. April 2021 muss der Deutsche Fußball-Bund (DFB) der Europäischen Fußball-Union (UEFA) verschiedene Konzepte zur Einbindung von Zuschauern bei den vier geplanten EM-Spielen in München vorlegen. Darunter wären auch die drei deutschen Gruppenspiele gegen Frankreich, Portugal und Ungarn. Von Seiten der Polizei gibt es nun jedoch eine klare Forderung. 

„Aufgrund der jetzigen Infektionslage sind wir gegen EM-Spiele mit Zuschauern in München. Unsere Kollegen sind durch Corona einsatzmäßig extrem ausgelastet, manche sind jedes Wochenende wegen Corona-Demos im Einsatz. Und jetzt sollen EM-Spiele mit Zuschauern stattfinden? Viele meiner Kollegen verstehen da die Welt nicht mehr“, sagte der Stellvertretende Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern, Jürgen Ascherl. Zudem müssten Polizisten zur Europameisterschaft mit Urlaubssperren rechnen, hieß es weiter.

Update, 12.59 Uhr - Brandenburg: Erstimpfungen wegen Engpasses herunterfahren

Wegen Engpässen bei der Lieferung von Impfstoffen könnten neue Termine für Erstimpfungen für Biontech und Moderna in Brandenburger Impfzentren in den nächsten Wochen auf Null gefahren werden. „Wir werden keine Erstimpfungstermine mehr herausgeben, um wenigstens - soweit es irgend geht - mit den vorhandenen Biontech- und Moderna-Dosen die Kompensation der Zweitimpfungen zu Astrazeneca durchhalten zu können“, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch in einer Sitzung von Gesundheits- und Innenausschuss des Landtags. „Das wird so eng werden, dass wir nach Stand jetzt nicht unbedingt in der Lage sind, das zu erreichen.“

Das Ziel sei, die notwendigen Zweitimpfungen abzusichern, sagte der Minister. Nötig seien in den nächsten vier Wochen 62.000 Impfdosen von Biontech und Moderna. „Diesen Impfstoff haben wir derzeit leider nicht.“ Er forderte eine Erhöhung der zugesagten Mengen des Bundes. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich darauf geeinigt, dass Menschen unter 60 Jahren mit einer Erstimpfung mit Astrazeneca bei der Zweitimpfung auf ein anderes Präparat umsteigen sollen.

Update, 12.13 Uhr - Landkreis Altötting meldet 46 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 46 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4976 Personen.
Aktuell gibt es im Landkreis 418 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (58), Altötting (48) und Burgkirchen (41). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 252,0.

Update, 11.24 Uhr - Die Top 15 Corona-Hotspots bundesweit auch Kreis aus der Region dabei

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.683 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet (Stand: 14. April, 0 Uhr).

Auch bayernweit steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach Angaben des RKI am Mittwoch bei 172,6. Nur noch die Landkreise Starnberg, Tirschenreuth und Miltenberg befanden sich unter dem Wert von 100. Bundesweiter Corona-Hotspot war nach wie vor Hof mit einem Wert von 573,9. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen 24 Stunden 4083 Neuinfektionen und 44 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion im Freistaat (Stand: 14.4, 3.09 Uhr).

Die 15 „Top-Hotspots” bundesweit:

  • Stadt Hof (Bayern): Inzidenz 573,9
  • Greiz (Thüringen): Inzidenz 489,7
  • Hof, Kreis (Bayern): Inzidenz 458,9
  • Wartburgkreis (Thüringen): Inzidenz 385,8
  • Vogtlandkreis (Sachsen): Inzidenz 370,8
  • Zwickau (Sachsen): Inzidenz 349,2
  • Schmalkalden-Meiningen (Thüringen): Inzidenz 349,0
  • Ilm-Kreis (Thüringen): Inzidenz 344,5
  • Gotha (Thüringen): Inzidenz 343,9
  • Dingolfing-Landau (Bayern): Inzidenz 340,3
  • Erzgebirgskreis (Sachsen): Inzidenz 338,3
  • Gera (Thüringen): Inzidenz 332,9
  • Mühldorf am Inn (Bayern): Inzidenz 322,8
  • Cham (Bayern): 307,0
  • Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt): Inzidenz 307,0

Update, 10.56 Uhr - Bericht: EU will Impf-Verträge mit Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht verlängern

Die EU-Kommission will laut einem Medienbericht die Impfstoff-Verträge mit AstraZeneca und Johnson & Johnson im nächsten Jahr nicht verlängern. Brüssel wolle sich statt dessen auf die mRNA-basierten Covid-19-Vakzine von Biontech und Moderna konzentrieren, berichtete die Zeitung La Stampa mit Verweis auf das italienische Gesundheitsministerium.

„Die Europäische Kommission hat im Einvernehmen mit den Staats- und Regierungschefs vieler EU- Länder beschlossen, dass die Verträge mit den Unternehmen, die virale Vektor-Impfstoffe herstellen, die für das laufende Jahr gültig sind, nach Ablauf nicht verlängert werden“, heißt es im Bericht.

Update, 10.33 Uhr - Tirol verlängert Ausreisetests wegen Virus-Varianten

Das österreichische Bundesland Tirol verlängert die Pflicht zu Corona-Ausreisetests vorerst bis 24. April. Dies sei zur Eindämmung der sogenannten britischen Variante des Coronavirus sowie weiterer Varianten nötig, gab die Landesregierung am Dienstag in Innsbruck bekannt. Die Regel, wonach man in Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen darf, war Ende März in Kraft getreten. Sie hätte am Mittwoch (14. April) auslaufen sollen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Osttirol betrage rund 430 und sei damit höher als irgendwo sonst in Österreich, sagt ein Gesundheitsberater in Innsbruck. Der landesweite Schnitt lag zuletzt bei rund 209.

Update, 9.21 Uhr - Amtsgericht in Oberbayern befreit Kind von Maskenpflicht an Schule

Ein Familiengericht im oberbayerischen Weilheim hat ein Kind von der Maskenpflicht in seiner Schule befreit. In dem Beschluss ordnete das Gericht am Dienstag an, dass die Schulleitung dem Kind nicht mehr das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände vorschreiben darf. Wie eine Sprecherin des Gerichtes mitteilte, gelte die Entscheidung allerdings nur für diesen Einzelfall (Az. 2 F 192/21).

Geklagt hatten in Weilheim die Eltern des Kindes. Das Verfahren wurde vor einer Familienrichterin geführt, die über eine mögliche Kindeswohlgefährdung durch die Masken zu entscheiden hatte. Dies sah das Gericht durch die an der Realschule geltenden Corona-Vorschriften als gegeben an.

Update, 8.26 Uhr - Hotspot Mühldorf nun bundesweit auf Platz 13

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern (Stand: 14. April 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau und sind ausnahmslos gestiegen. Die Inzidenzen in der Region laut neuesten RKI-Daten (Stand: 14. April): Kreis Mühldorf (von 277,0 auf 322,8), Kreis Altötting (von 247,5 auf 252,0), Kreis Berchtesgadener Land (von 134,1 auf 163,3), Stadt Rosenheim (von 165,2 auf 174,7), Kreis Rosenheim (von 116,7 auf 131,3) und Kreis Traunstein (von 226,1 auf 253,8).

In der Region wurden laut RKI drei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind zwei Personen im Kreis Altötting und eine Person im Kreis Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 8.02 Uhr - Beschluss: Biontech oder Moderna für Zweitimpfung nach Astrazeneca

Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag einstimmig geeinigt. „Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen”, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Bei den Beratungen, an denen auch Stiko-Chef Thomas Mertens teilgenommen hatte, sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Imfpstoff, also das Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte Holetschek. „Gerade in der dritten Welle.”

Konkret empfiehlt der Beschluss für Personen unter 60 Jahren eine Zweitimpfung zwölf Wochen nach der Erstimpfung. „Bereits vereinbarte Termine zur Zweitimpfung können übergangsweise auch ab der neunten Woche nach der Erstimpfung stattfinden”, heißt es weiter. Nur in Einzelfällen und nach einer individuellen Risikoanalyse mit einem Arzt könne auch Astrazeneca bei der Zweitimpfung verwendet werden. In der vergangenen Woche hatten die Gesundheitsminister die Entscheidung über den Wechsel der Impfstoffe noch verschoben.

Update, 7.11 Uhr - Ab heute wieder Notbremse in München - Alkoholverbot am Gärtnerplatz

Am beliebten Münchner Party-Hotspot am Gärtnerplatz darf ab Freitag künftig ab 18 Uhr kein Alkohol mehr getrunken werden. Damit wolle man Menschenansammlungen unterbinden und die Infektionsrate senken, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Das Verbot soll jeweils bis 6 Uhr gelten, auch am Wedekindplatz in Schwabing. Dort und am Gärtnerplatz hatten sich am vergangenen Wochenende bis zu 400 Feiernde getroffen. Die Polizei hatte die Plätze daraufhin geräumt. Viel Zeit zum Feiern haben die Münchner allerdings vorerst ohnehin nicht mehr.

Ab Mittwoch (14. April) gelten in München verschärfte Lockdown-Regeln, weil die Infektionszahlen zu hoch sind. Am Dienstag gab es laut Robert Koch-Institut 134,7 Infizierte pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr gibt es in München nun eine nächtliche Ausgangssperre. Auch Kontakte werden weiter beschränkt. Angehörige eines Hausstandes dürfen sich dann nur noch mit einer weiteren Person treffen, Kinder unter 14 Jahren nicht einberechnet.

RKI meldet über 21.000 neue Fälle und 342 Todesopfer

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.683 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet (Stand: 14. April, 0 Uhr). Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9677 Neuinfektionen und 298 Todesfälle verzeichnet (News-Ticker Dienstag, 13. April).

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag nach Angaben des RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 153,2. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 140,9 an, vor einer Woche lag sie bei 110,1. Die Beurteilung des Infektionsgeschehens ist aufgrund der zurückliegenden Ferien und der Osterfeiertage noch immer schwierig. „Wir müssen wahrscheinlich bis Ende dieser Woche warten, um wieder realistische Zahlen zu sehen“, hatte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charite am Dienstag in einem Podcast gesagt.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.044.016 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.718.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 79.088.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,08 (Stand: 13. April; Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert sei weiter gestiegen, schreibt das RKI. Die in den Tagen nach Ostern beobachtete Absenkung des Werts könnte an der vorübergehend geringeren Testzahl gelegen haben. Auch der R-Wert kann nach RKI-Angaben erst in einigen Tagen wieder aussagekräftig bewertet werden.

mw/mh/dpa

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