News-Ticker zur Corona-Pandemie

Auch mit Münchener Stempel angeboten: Deutsches Rotes Kreuz droht mit Anzeige wegen Verkauf gefälschter Impfpässe

Impfpass
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Im Messengerdienst Telegram werden offenbar gefälschte Impfpässe zum Kauf angeboten. Dem Anbieter droht nun eine Anzeige.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 16. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 132,2, Landkreis Rosenheim 127,8, Landkreis Traunstein 266,2, Landkreis Berchtesgadener Land 172,8, Landkreis Mühldorf 327,9, Landkreis Altötting 231,4 (Quelle/Stand: RKI, 16. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3451, Landkreis Rosenheim 12.370, Traunstein 9389, Berchtesgadener Land 5222, Mühldorf 5870, Altötting 5068 (Quelle/Stand: RKI, 16. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 56, Landkreis Rosenheim 438, Traunstein 201, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 137, Altötting 199 (Quelle/Stand: RKI, 16. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 79.628 Todesfälle in Deutschland (13.684 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.46 Uhr - Rotes Kreuz droht mit Anzeige wegen im Internet angebotener gefälschter Impfpässe

Wie Recherchen von Report Mainz zeigen, sollen in der Messenger-App Telegram, gefälschte deutsche Impfpässe angeboten werden. Authentisch wirkende Stempel, Unterschriften und entsprechende Aufkleber sollen auf den Fotos zu sehen sein, mit denen die Fälschungen online angepriesen werden. Die Stempel der Impfpässe sollen auch denen der jeweils zuständigen realen Impfzentren entsprechen. Die Rede ist von Stempeln aus großen Impfzentren, wie München, Bonn, Frankfurt, Augsburg oder Frankenthal.

Nach Angaben von Report Mainz liegen zwei der gefälschten Impfpässe vor. Diese stammen dem fingierten Stempel zufolge aus Frankfurt. Die angebliche Impfung erfolgte laut Aufkleber samt Chargennummer mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer. Dem Bericht nach, sind die gefälschten Impfpässe fast nicht von Originalen zu unterscheiden. Die Stadt Frankfurt und das Deutsche Rote Kreuz kündigten bereits an, das Vergehen zur Anzeige zu bringen.

Update, 18.32 Uhr - 61 neue bestätigte Corona-Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 15. April 61 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 16. April, 0 Uhr). Im Seniorenpflegeheim Maria Schnee in Heldenstein sind 5 Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Im Landkreis Mühldorf liegen damit insgesamt 5.859 bestätigte Fälle vor.

Bislang wurden insgesamt 895 Fälle der britischen Virus-Mutation im Screening-Test sowie ein Fall der südafrikanischen Virus-Mutation nachgewiesen, darüber hinaus gibt es fünf Verdachtsfälle auf die südafrikanische Variante. 5.110 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 611 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 138. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 16. April, 3:09 Uhr) bei 327,9.

Mit Stand 16. April sind insgesamt 25.282 Personen mindestens einmal geimpft, davon 6.296 in den Alten- und Pflegeheimen und 18.986 im Impfzentrum. 8.964 Personen haben bereits die 2. und damit abschließende Impfung erhalten.

Update, 18.05 Uhr -n70 Prozent von Bayerns Schülern nächste Woche im Distanzunterricht

Der Freistaat Bayern steuert in der nächsten Woche wegen weiter steigender Corona-Infektionszahlen auf einen härteren Lockdown in Schulen und Einzelhandel zu. Am Freitag waren nur noch die drei Landkreise Miltenberg, Tirschenreuth und Lindau sowie die kreisfreie Stadt Bamberg unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus der Statistik des Robert-Koch-Instituts hervorgeht.

Bei einer Inzidenz von mehr als 100 am Freitag müssen Schulen in der Folgewoche weitgehend in den Distanzunterricht wechseln. Nach Angaben des Kultusministeriums betrifft das in der kommenden Woche 70 Prozent der eine Million Schülerinnen und Schüler in Bayern. Rund 30 Prozent könnten noch im Präsenz- und Wechselunterricht bleiben, sagte ein Ministeriumssprecher.

Im Landesdurchschnitt lag die Inzidenz am Freitag bei knapp über 180, klar über dem Bundesdurchschnitt von 160. Der nordbayerische Landkreis Hof hält allerdings nicht mehr die Rote Laterne in Deutschland, sondern wurde vom Thüringer Landkreis Greiz als Top-Corona-Hotspot in Deutschland abgelöst.

Update, 16.43 Uhr - Österreich will bald alle Branchen öffnen - Erster Schritt im Mai   

In Österreich sollen alle Branchen in wenigen Wochen unter einem Schutzkonzept öffnen dürfen. Erste Schritte landesweiter und gleichzeitiger Maßnahmen im Tourismus, der Gastronomie, der Kultur und dem Sport seien wohl im Mai möglich, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag in Wien. Einen konkreten Zeitpunkt nannte er noch nicht, sondern verwies auf Detailplanungen in der nächsten Woche. „Die Freiheit ist zum Greifen nah“, so Kurz. Bei den behutsamen Öffnungsschritten sollen Masken, Tests und der geplante Grüne Pass für Geimpfte, Getestete und Genesene eine wichtige Rolle spielen.

„Mittlerweile haben wir ständige Massentests“, verwies Kurz auf die immense Zahl an täglichen Tests, die Grundlage für ein Beherrschen der Situation seien. „Wenn wir jetzt nicht übermütig werden, dann haben wir die Chance, allen Branchen eine Perspektive zu bieten“, sagte Kurz.

Die Zahl der Neuinfektionen ging in jüngster Zeit deutlich zurück, die teils sehr kritische Situation in den Intensivstationen hat sich ebenfalls leicht entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt mit rund 205 noch deutlich über dem deutschen Wert von 160. Im Vergleich zu Deutschland gebe es in Österreich wohl eine deutlich geringere Dunkelziffer, sagte Kurz. „In Deutschland hat man einen härteren Lockdown als hier flächendeckend und trotzdem steigende Zahlen“, sagte der Vizerektor der Medizinischen Universität Wien, Oswald Wagner.

Update, 16.09 Uhr - 78 Neuinfektionen im Kreis Traunstein - Corona-Ausbruch in Traunreuter Pflegezentrum

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1390 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 266,2.

Seit der letzten Pressemitteilung des Landratsamts am 15. April sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 78 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 9466 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7875 Personen (32 Personen mehr seit der Meldung vom 15. April).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 201 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 28 COVID-19-Patienten behandelt, davon 15 auf der Normalstation und 13 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 31.332 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 10.521 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Pur Vital Pflegezentrum Traunreut: Mehrere Bewohner und Mitarbeiter infiziert

Im PUR VITAL Pflegezentrum Traunreut wurden fünf Bewohner und fünf Mitarbeiter positiv getestet. Zwei der infizierten Bewohner waren bereits geimpft, sie zeigen keine Symptome. Zwei weitere müssen derzeit im Klinikum Traunstein stationär versorgt werden.

Die Mitarbeiter des betroffenen Wohnbereichs wurden von allen weiteren Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung getrennt. Darüber hinaus wurden die Hygienemaßnahmen in diesem Wohnbereich verschärft. Aufgrund der festgestellten Infektionen wurde eine Reihentestung des Wohnbereichs und aller Mitarbeiter durchgeführt. Die Ergebnisse stehen noch aus.

Update, 15.12 Uhr - Merkel mit Astrazeneca geimpft    

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre erste Corona-Schutzimpfung erhalten. „Ich freue mich, dass ich heute die Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen habe“ teilte Merkel über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert per Twitter mit. Sie fügte hinzu: „Ich danke allen, die sich in der Impfkampagne engagieren - und allen, die sich impfen lassen. Das Impfen ist der Schlüssel, um die Pandemie zu überwinden.“ Die Kanzlerin ist 66 Jahre alt und fällt damit in die Gruppe jener, die in Deutschland für Astrazeneca-Impfungen infrage kommen.

Das Vakzin von Astrazeneca wird in Deutschland nur noch für die über 60-Jährigen empfohlen. Der Einsatz für Jüngere bleibt nach ärztlichem Ermessen bei Menschen ohne höheres Blutgerinnsel-Risiko freiwillig möglich. Merkel hatte immer betont, dass sie erst geimpft werden wolle, wenn sie nach der Priorisierung an der Reihe sei.

Update, 15.05 Uhr - 40 Neuinfektionen im Kreis Berchtesgadener Land - Inzidenz steigt weiter an

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 40 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 13 Personen als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 5.222 (Stand RKI: 16. April, 00.00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 172,8 (Stand RKI: 16. April, 00.00 Uhr).

Von den insgesamt 5.222 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.876 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 247 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 35 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). Aktuell ist neben COVID-19-Fällen aufgrund privater Zusammenkünfte auch ein erhöhtes Infektionsgeschehen in mehreren Einrichtungen im Landkreis zu verzeichnen. Das Staatliche Gesundheitsamt hat bereits alle notwendigen Maßnahmen, wie eine Quarantäne, eingeleitet. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 183 neue COVID-19-Fälle.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 415 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 14 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 2 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 13.41 Uhr - Weiteres Schnelltestangebot in Schönberg und Waldkraiburg

Auch in dieser Woche bietet das mobile Team der DLRG-Schnelltests in Schönberg am Rathaus sowie in Waldkraiburg auf dem Parkplatz der Eissporthalle an:

  • Waldkraiburg:  Samstag, 17. April und Sonntag, 18. April von 9 bis 16 Uhr.
  • Schönberg:    Samstag, 17. April von 9 bis 12 Uhr. 

Hierfür ist eine Anmeldung unter http://muehldorf.dlrg.de/corona-schnelltest erforderlich. Die Schnelltests sind kostenlos. Eine jeweils aktuelle Übersicht über alle Schnelltestmöglichkeiten im Landkreis ist unter www.lra-mue.de zu finden.

Update, 13.09 Uhr - Lockdown in Schulen und Einzelhandel wird in Bayern strikter

Der Freistaat Bayern steuert in der nächsten Woche wegen weiter steigender Corona-Infektionszahlen auf einen härteren Lockdown in Schulen und Einzelhandel zu. Am Freitag waren nur noch die drei Landkreise Miltenberg, Tirschenreuth und Lindau sowie die kreisfreie Stadt Bamberg unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus der Statistik des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Im Landesdurchschnitt lag die Inzidenz am Freitag bei knapp über 180, klar über dem Bundesdurchschnitt von 160. Der nordbayerische Landkreis Hof hält allerdings nicht mehr die Rote Laterne in Deutschland, sondern wurde vom sachsen-anhaltinischen Greiz als Top-Corona-Hotspot in Deutschland abgelöst.

Für alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte sind damit die Bedingungen erfüllt, dass von Montag an im Zuge der Notbremsen-Regelung die Schulen weitgehend auf Distanzunterricht umstellen müssen. Ausnahmen sind lediglich Abschlussklassen, die vierten Klassen der Grundschulen und die 11. Klassen am Gymnasium. Im Einzelhandel erfüllten am Freitag 23 Kreise die Bedingungen für eine komplette Schließung in der nächsten Woche - also eine Sieben-Tage-Inzidenz über 200 für mindestens drei Tage am Stück. Drei Kreise - Starnberg, Miltenberg und Tirschenreuth - erfüllten am Freitag die Bedingungen für eine Öffnung des Einzelhandels mit Terminvereinbarung („Click and Meet“). Über das Wochenende können sich hierbei aber noch Änderungen ergeben.

Update, 12.17 Uhr - Rewe-Supermarkt in Bayreuth muss nach Corona-Ausbruch schließen

Wegen eines Corona-Ausbruchs unter den Mitarbeitern muss ein Rewe-Supermarkt in Bayreuth bis auf Weiteres schließen, berichtete der „Bayerischen Rundfunk“. Um wie viele Personen es sich genau handelt, konnte das Unternehmen auf Nachfrage des BR nicht sagen. Das Landratsamt Bayreuth spricht von 18 positiv getesteten Mitarbeitern, die sich alle in Quarantäne befinden. Wann der Supermarkt wieder öffnen kann, ist derzeit noch ungewiss.

Supermarktkunden seien nicht von dem Ausbruch informiert worden. Am Eingang steht ein Schild, wonach der Laden „wegen eines Systemfehlers“ geschlossen bleiben müsse. Dazu wollte sich der Betreiber auf Nachfrage des BR nicht äußern. Das Landratsamt sagte dazu, dass keine Pflicht bestehe, das Geschäft im Falle eines Corona-Ausbruchs zu kennzeichnen.

Update, 11.40 Uhr - Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Maßnahmen im Hotspot Hof

Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof kontrolliert die Polizei strikt die Einhaltung der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. „Es gibt Tage, da machen die Corona-Kontrollen fast ein Drittel des Tagesgeschäfts aus“, sagte Matthias Singer, Vize-Chef der örtlichen Polizei.

Rund 600 Verstöße gegen die Corona-Regeln meldeten die Beamten vergangenes Jahr. Nun sind es seit Jahresbeginn nach Angaben der Polizei schon knapp 450 Anzeigen, davon allein 140 seit der Verschärfung der Regeln am vergangenen Samstag. Seitdem seien auch deutlich mehr Polizisten im Einsatz, erklärte Singer. Bis zu 30 Kollegen der Bereitschaftspolizei unterstützen die Streifen täglich bei der Kontrolle. Die Zahl der Corona-Infektionen in Hof ist seit langem sehr hoch. Die Stadt in Oberfranken ist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 570 Infektionen pro 100.000 Einwohner bundesweiter Spitzenreiter.

Update, 10.28 Uhr - Pfizer-Chef: Wahrscheinlich dritte und jährliche Impfdosis notwendig

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie könnte nach Einschätzung von Pfizer-Chef Albert Bourla eine dritte Spritze als Auffrischung und anschließend eine jährliche Impfung notwendig werden. „Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass es die Notwendigkeit einer dritten Dosis geben wird, irgendwo zwischen sechs und zwölf Monaten, und danach eine jährliche Neu-Impfung, aber all das muss noch bestätigt werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des US-Pharmakonzerns dem US-Sender CNBC in einem am Donnerstag veröffentlichten, aber bereits Anfang April geführten Interview. Dabei spielten auch die Varianten von Sars-CoV-2 eine große Rolle.

Andere Wissenschaftler und Pharma-Vertreter hatten sich bereits ähnlich geäußert. Pfizer und sein deutscher Partner Biontech sowie andere Hersteller untersuchen derzeit bereits die Wirkung von möglichen Auffrischungen ihrer Corona-Impfstoffe.

Update, 9.46 Uhr - Landkreis Altötting meldet zehn 48 Corona-Fälle


Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 48 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5066 Personen (Stand: 15. April, 16 Uhr).
Aktuell gibt es im Landkreis 459 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Altötting (63), Burghausen (61) und Burgkirchen (47). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 231,4.

Im Livestream: Bundestag berät über die Notbremse

Update, 9.18 Uhr - Merkel: Ausgangsbeschränkung ist essentiell

Über Ausgangsbeschränkungen gebe es ja derzeit eine große Diskussion, führt die Kanzlerin an. Ob sie überhaupt etwas bringe und über die damit verbundenen Grundrechtseinschränkungen. „Ich habe menschlich jedes Verständnis für den Impuls, hier ein Schlupfloch zu suchen und dort jenes.“ Wenn das den Betroffenen helfen würde, sei auch sie dabei. Aber das würde leider nicht helfen.

„Wir Politiker machen es Ihnen nicht immer leicht“, beschließt die Kanzlerin ihre Rede. Sie wolle auch der Opposition für ihre kritisch-konstruktive Arbeit helfen und appelliert noch einmal kurz vor der Debatte an die Abgeordneten: „Jeder Tag, an dem die Notbremse bundesweit verhängt werden kann, ist ein gewonnener Tag.“ 

Update, 9.14 Uhr - Merkel: „Die Lage ist ernst, sehr ernst“

Zu Beginn der Aussprache im Bundestag äußert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie beginnt damit, dass man die Kräfte von Bund, Ländern und Kommunen besser bündeln müsse als bisher. Dazu habe die Bundesregierung den Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes eingebracht. Die Änderung sei kurz gebracht, eine bundesweite Einsetzung der Notbremse. „Denn die Lage ist ernst, sehr ernst.“

Das würde besonders die Zahl der belegten Intensivbetten zeigen, so die Kanzlerin. „Die Intensivmediziner senden einen Hilferuf nach dem anderen - und wer sind wir denn, wenn wir diese nicht erhören?“ Die Ärzte bräuchten unsere Unterstützung. „Von uns allen.“ Wo die Inzidenz über 100 liegt, sollen künftig bundeseinheitliche Regelungen gelten. Die Notbremse sei dann nicht mehr Auslegungssache, sondern gelte automatisch.

Update, 8.21 Uhr - Inzidenzen in der Region weiterhin auf hohem Niveau

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 16. April).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau und haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gestiegen ist die Inzidenz im Kreis Berchtesgadener Land (von 162,4 auf 172,8) und im Kreis Traunstein (von 248,7 auf 266,2). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Altötting (von 249,3 auf 231,4), dem Kreis Mühldorf (von 330,5 auf 327,9), dem Landkreis Rosenheim (von 141,2 auf 127,8) und der Stadt Rosenheim (von 166,8 auf 132,2).

In der Region wurden laut RKI zwei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach ist je eine Person im Kreis Altötting und Traunstein verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.14 Uhr - Musiker wollen Urteil zu Kulturschließungen nicht hinnehmen

Nach der Ablehnung ihres Eilantrags gegen die Schließung von Kultureinrichtungen in der Corona-Krise erwägt die Initiative „Aufstehen für die Kunst“ weitere juristische Schritte - und sogar den Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. „Wir überlegen in diese Richtung“, sagte der Bariton Christian Gerhaher, der die Initiative gemeinsam mit anderen Musikern ins Leben gerufen hat, der Deutschen Presse-Agentur in München. Auch die Einschaltung des Bundesverfassungsgerichtes sei für ihn denkbar. „Wenn Juristen über Kunst urteilen und nicht verstehen, was Kunst bedeutet, dann sehe ich die Freiheit der Kunst erschreckend gefährdet.“

Nach Ansicht von „Aufstehen für die Kunst“ wird die Kultur etwa gegenüber dem Einzelhandel oder den Kirchen zu Unrecht benachteiligt. Auch Friseure seien geöffnet worden. Dabei sei das Risiko in Theatern angesichts der guten Belüftungssysteme und Hygienekonzepte minimal. Dass der VGH dieser Argumentation nicht folgte und betonte: „Teilnehmer bei Versammlungen und Besucher von Gottesdiensten übten aktiv ihre Versammlungs- beziehungsweise Religionsfreiheit aus, während der Genuss von Kunst und Kultur nicht von der Kunstfreiheit selbst geschützt“ sei, kann Gerhaher nicht nachvollziehen.

RKI registriert 25.831 Corona-Neuinfektionen und 247 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 25.831 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 247 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

In seinem aktuellen Lagebericht von Donnerstagabend schreibt das RKI: „Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort.“ Besonders stark seien sie in den jüngeren Altersgruppen gestiegen.

Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 25.464 Neuinfektionen und 296 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 160,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben, vor vier Wochen noch mit 95,6.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.099.273 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.752.000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 79.628.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 1,18 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 118 weitere Menschen anstecken. „Der 7-Tage-R-Wert liegt über 1. Dies bedeutet weiterhin eine deutliche Zunahme der Fallzahlen“, hieß es im Lagebericht. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/mz/dpa

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