News-Ticker zur Corona-Pandemie

Weiter Welle der Kritik an Bundes-Notbremse: Dieser Punkt ist am umstrittensten

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Symbolbild: Insbesondere die ab 21.00 Uhr geplanten Ausgangsbeschränkungen sind umstritten.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag, 17. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 135,3, Landkreis Rosenheim 125,1, Landkreis Traunstein 273,0, Landkreis Berchtesgadener Land 158,6, Landkreis Mühldorf 327,1, Landkreis Altötting 246,6 (Quelle/Stand: RKI, 17. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3474, Landkreis Rosenheim 12.430, Traunstein 9467, Berchtesgadener Land 5238, Mühldorf 5927, Altötting 5114 (Quelle/Stand: RKI, 17. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 56, Landkreis Rosenheim 439, Traunstein 201, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 137, Altötting 199 (Quelle/Stand: RKI, 17. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 79.847 Todesfälle in Deutschland (13.715 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20 Uhr - Weiter Kritik an Bundes-Notbremse - Dieser Punkt ist am umstrittensten

Die Kritik an den Regierungsplänen für eine bundeseinheitliche Notbremse zur Bekämpfung des Coronavirus reißt nicht ab. Insbesondere die ab 21.00 Uhr geplanten Ausgangsbeschränkungen sind umstritten. Marco Buschmann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP im Bundestag, sagte dazu der „Welt am Sonntag“: „Sollte die große Koalition starrsinnig bleiben, wird eine Flut von Verfassungsbeschwerden über Karlsruhe hereinbrechen. Auch die FDP-Fraktion behält sich eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht vor.“

Der Bundestag hatte sich am Freitag in erster Lesung mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes und der darin enthaltenen Notbremse befasst. Neben den Ausgangsbeschränkungen sollen Kontaktbeschränkungen zum Brechen der dritten Corona-Welle greifen, und zwar in Kreisen und Städten ab einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in einer Woche.

Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ verhandelten die Fraktionsspitzen von Union und SPD am Samstagnachmittag über die Neufassung. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese sagte der Zeitung: „Für die SPD ist nach wie vor wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, während der Ausgangsbeschränkungen zu joggen oder vor die Tür zu gehen.“

Update, 16.51 Uhr - 16 neue Covid-19-Fälle im Kreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 16 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich sieben Personen als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 5.238 (Stand RKI: 17. April, 00.00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 158,6 (Stand RKI: 17. April, 00.00 Uhr).

Von den insgesamt 5.238 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.877 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 262 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 35 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 168 neue COVID-19-Fälle.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 426 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 14 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 2 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 15.44 Uhr - 46 Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet 46 bestätigte Corona-Neuinfektionen. Sechs Infektionen gehen dabei auf positive Schnelltests zurück, welche im Anschluss jeweils durch einen PCR-Test bestätigt wurden.

Landkreisweit die meisten Fälle gibt es aktuell in Burghausen (71), gefolgt von Altötting (67), Burgkirchen (50), Reischach (31) und Neuötting (30).

Der Wert der 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 246,6 (Stand: 17. April, 0 Uhr).

Update, 15.35 Uhr - US-Forscher: Bereits mehr als drei Millionen Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit bereits mehr als drei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Samstag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit stieg die Zahl der global bekannten Corona-Todesfälle innerhalb von rund drei Monaten von zwei auf drei Millionen an. Weltweit gab es bislang mehr als 140 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus, wie Daten der Universität zeigten. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Die meisten Corona-Todesfälle wurden bislang aus den USA gemeldet, wo seit Anfang vergangenen Jahres gut 566.000 Menschen starben. An zweiter Stelle folgt Brasilien. In dem südamerikanischen Land sind den Daten zufolge bereits rund 369.000 Menschen gestorben - vor drei Monaten waren es noch gut 200.000 gewesen. Mexiko hat bislang mehr als 211.000 Todesfälle gemeldet, Indien gut 175.000. In Europa wurden die meisten Corona-Toten aus Großbritannien registriert: Gut 127.000, rund 41.000 mehr als noch Mitte Januar. Dahinter folgen Italien (116.000), Frankreich (100.000) und Deutschland (80.000).

Update, 14.15 Uhr - 62 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, den 16. April, 62 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 17. April, 0 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 600 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 17. April, 3.08 Uhr) bei 327,1.

Update, 12.49 Uhr - Tausende Verfahren wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen

Mit Soforthilfen wollte der Staat Unternehmen schnell und unbürokratisch durch die Corona-Krise helfen - es besteht aber der Verdacht, dass sie in Tausenden Fällen missbraucht wurden. Im Zusammenhang mit den Hilfen aus dem Frühjahr 2020 gebe es rund 15.000 Strafanzeigen und Ermittlungsverfahren, heißt es in der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Eine hohe Dunkelziffer sei wahrscheinlich.

Die mit Abstand meisten Strafanzeigen gab es mit mehr als 4300 in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Hessen und Berlin. Zuletzt hatte die Bundesregierung im März wegen Betrugsverdachts die Auszahlung von Abschlagszahlungen gestoppt, nach wenigen Tagen aber wieder aufgenommen.

Update, 11.17 Uhr - Inzidenzen in der Region entwickeln sich unterschiedlich - ein neuer Todesfall

Im Vergleich zum Vortag entwickelten sich die Inzidenzen in der Region unterschiedlich. In den Landkreisen Altötting (231,4 auf 246,6), Traunstein (266,2 auf 273,0) sowie in der Stadt Rosenheim (132,2 auf 135,3) stiegen wie Werte der 7-Tage-Inzidenz an.

In den Landkreisen Berchtesgadener Land (172,8 auf 158,6), Mühldorf (327,9 auf 327,1) und Rosenheim (127,8 auf 125,1) sanken die Inzidenzwerte.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 17. April).

Laut Robert Koch-Institut (RKI) gibt es in der Region zudem einen weiteren Todesfall mit bestätigter Corona-Infektion zu beklagen. Dabei handelt es sich um eine Person aus dem Landkreis Rosenheim, was landkreisweit die Zahl des Todesopfer seit Pandemiebeginn auf 439 steigen lässt.

Update, 10.28 Uhr - Farbanschlag auf Auto von Karl Lauterbach in Köln

Auf das Auto des SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach haben Unbekannte am Freitag in Köln einen Farbanschlag verübt. Das bestätigte am Samstag ein Polizeisprecher.

Die Unbekannten hätten in der Nacht einen Farbeimer über das Auto gekippt, auch die Scheiben seien verschmutzt, er könne den Wagen nicht mehr fahren, schreibt Lauterbach. „Aber wir werden nie aufgeben“, heißt es in dem Tweet weiter. Der SPD-Politiker und Arzt zählt zu den exponiertesten Persönlichkeiten in der Debatte um die Maßnahmen gegen das Coronavirus.

Update, 9.31 Uhr - Drei Landkreise in Bayern unter 100 - Inzidenz weiter über Bundesschnitt

Nur noch drei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen für den Landkreis Tirschenreuth eine Inzidenz von 83,3. Dahinter folgen der Landkreis Forchheim mit einem Wert von 90,4 und der Landkreis Lindau mit 93,5. Bayernweit ist die Stadt Hof mit 386,3 weiter ungewollter Spitzenreiter.

Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 182,4. Das geht aus Zahlen von Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.08 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem Institut binnen eines Tages 3951 Neuinfektionen und 31 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.

RKI registriert 23.804 Corona-Neuinfektionen und 219 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 23.804 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 219 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.20 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

In seinem aktuellen Lagebericht von Freitagabend schreibt das RKI: „Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort.“ Besonders in den jüngeren Altersgruppen seien die Zahlen gestiegen.

Am Samstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24.097 Neuinfektionen und 246 neue Todesfälle verzeichnet.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach RKI-Angaben vom Samstagmorgen bundesweit bei 160,7. Am Vortag hatte das RKI diese 7-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 99,9 gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.123.077 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.765.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 79.847.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 1,24 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 124 weitere Menschen anstecken. !Der Sieben-Tage-R-Wert liegt über 1. Dies bedeutet weiterhin eine Zunahme der Fallzahlen!, hieß es im Lagebericht. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

aic/dp/dpa

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