News-Ticker zur Corona-Pandemie

Fast 5000 Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen - EMA empfiehlt Johnson-Impfstoff

Coronavirus - Intensivstation
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Eine Intensivkrankenschwester steht auf einer Intensivstation im Zimmer eines Covid-19-Patienten. 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag, 20. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 158,9, Landkreis Rosenheim 124,0, Landkreis Traunstein 280,3, Landkreis Berchtesgadener Land 143,5, Landkreis Mühldorf 340,0, Landkreis Altötting 218,8 (Quelle/Stand: RKI, 20. April, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3509, Landkreis Rosenheim 12.520, Traunstein 9613, Berchtesgadener Land 5270, Mühldorf 6035, Altötting 5183 (Quelle/Stand: RKI, 20. April, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 56, Landkreis Rosenheim 439, Traunstein 202, Berchtesgadener Land 99, Mühldorf 137, Altötting 199 (Quelle/Stand: RKI, 20. April, 0 Uhr)
  • Mindestens 80.303 Todesfälle in Deutschland (13.771 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.17 Uhr -Virologin Ciesek: Gefahr durch Impfung wird überschätzt

Die Gefahr von Impfnebenwirkungen wird nach Ansicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek in der Bevölkerung überschätzt. Das gelte auch für die Sinusvenenthrombosen nach einer Impfung mit Astrazeneca - selbst für junge Menschen, die nur selten schwer an Covid-19 erkrankten.

„Das ist sicherlich ein Problem: Durch diese ganzen Medienberichte und die Aufmerksamkeit auf dieses Thema wird das eigene Risiko, an einer Thrombose zu erkranken, eigentlich überschätzt“, sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR.

Ciesek wies auf einen „Risiko-Rechner“ der Universität Cambridge in England hin. Der vergleicht für bestimmte Altersgruppen, wie groß das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung ist und wie hoch das Risiko ist, nach einer Impfung mit Astrazeneca eine solche Thrombose zu bekommen. Die Berechnung zeige klar, „dass der Impfstoff bei weitem sicherer ist als das Risiko einer Covid-19-Infektion“, betonte Ciesek.

Diese Schlussfolgerung gelte bei hohen Inzidenzzahlen sogar für jüngere Menschen, die ein relativ geringes Risiko für schwere Verläufe hätten. Bei 20- bis 30-Jährigen liege das Risiko, mit Covid-19 auf eine Intensivstation zu müssen, doppelt so hoch wie das Risiko einer ernsthaften Schädigung durch den Impfstoff. In der Altersgruppe zwischen 60 und 70 liege dieses Risiko mehr als 600 Mal höher.

Update, 21.03 Uhr - Knapp 5000 Covid-19-Fälle auf Intensivstationen bundesweit

Die Zahl der Schwerkranken mit Covid-19 auf deutschen Intensivstationen nähert sich der Marke von 5000. In den Kliniken bundesweit werden nun 4966 solche Fälle behandelt, das sind 34 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Daten des Divi-Intensivregisters vom Dienstag hervorgeht. So hoch war die Auslastung zuletzt Mitte Januar.

Einer der wissenschaftlichen Leiter des Intensivregisters, Christian Karagiannidis (Klinikum Köln-Merheim), zeigte sich in einer Video-Schalte des Science Media Centers (SMC) sehr beunruhigt durch die „enorme Belastung“ für Ärzte und Pflegekräfte. Nur ein Drittel der Intensivstationen könne noch „einfach so“ Patienten aufnehmen. Hunderten Kliniken mangele es an Personal, viele führten nur noch eingeschränkt planbare Operationen durch.

Je nach Region unterscheidet sich die Lage. Karagiannidis sagte, in Nordrhein-Westfalen seien von Montag auf Dienstag 20 Covid-19-Intensivpatienten hinzugekommen, in Köln komme die Mehrheit der Patienten derzeit aus der Gruppe der Berufstätigen. Wenig belastet sei hingegen Schleswig-Holstein. Daneben gebe es Bundesländer, in denen die Intensiv-Auslastung nicht ganz so stark steige, zum Beispiel in Berlin. „Das heißt, wir haben eine gewisse Verhaltensänderung auch der Bevölkerung.“ Menschen hätten offenbar die Warnungen aus der Medizin ernst genommen. Durch Ostern habe es eine Abbremsung gegeben.

Auswertungen zur Situation von deutschen Covid-19-Genesenen nach sechs Monaten zeigten ein „substanzielles Problem“ auch bei Überlebenden, betonte Karagiannidis. In den Monaten nach der Entlassung müsse ein Teil von ihnen doch wieder ins Krankenhaus aufgenommen werden, einige stürben auch erst einige Zeit nach der Entlassung. Gesellschaftlich solle man deshalb auf das Vermeiden von Infektionen achten, um die Langzeitfolgen zu verhindern.

Update, 19.56 Uhr - Zwei-Milliarden-„Aufholprogramm“ für Kinder und Jugendliche

Die Bundesregierung will nach Angaben von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) deutlich mehr Geld als bisher geplant bereitstellen, um die Folgen von Schul- und Kitaschließungen in der Corona-Krise abzumildern. Die bisher geplante „Nachhilfe-Milliarde“ für Schüler soll demnach verdoppelt und um weitere Fördermaßnahmen ergänzt werden.

„Es zeichnet sich jetzt ab, das haben wir in der letzten Woche auch politisch klären können, dass es ein großes Programm geben wird, mit einem Budget von zwei Milliarden Euro für ein Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ für Kinder und Jugendliche“, sagte Giffey am Dienstag bei einer Online-Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter.

Giffeys Angaben zufolge geht es neben Nachhilfeangeboten für Schüler auch um die Förderung von Schulsozialarbeit, Familienfreizeiten und Sprachangeboten für Kita-Kinder, weil viele lange nicht in ihren Einrichtungen waren. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab es in der vergangenen Woche Gespräche über ein solches Aufholprogramm im Bundeskanzleramt.

„Es geht ja nicht nur darum, dass Bildungslücken wieder geschlossen werden müssen, Lernrückstände aufgeholt werden müssen, sondern auch, dass diese psychischen Belastungen, die in den Familien da sind, auch ein Stück weit abgefedert werden müssen“, sagte Giffey am Dienstag im ARD-Mittagsmagazin.

Update, 19.03 Uhr - 85 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1481 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 280,3. Seit der letzten Pressemitteilung am 19. April sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 85 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 9697 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 202 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 33 Covid-19-Patienten behandelt, davon 23 auf der Normalstation und 10 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 34.637 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 10.714 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 18.12 Uhr - Impfzentrum in Rosenheim verabschiedet sich von Astrazeneca

Das Impfzentrum in Rosenheim verabschiedet sich von Astrazeneca. Künftig wird dieser Impfstoff nur noch von Hausärzten verimpft, im Impfzentrum an der Loretowiese setzt man auf Biontech-Pfizer und auf Moderna.

An drei Impftagen bis Sonntag wurden nach Angaben des Leiters des Impfzentrums, Hans Meyrl, 5150 Impfdosen Astrazeneca verimpft. Das Astrazeneca-Finale sei „problemlos“ gelaufen, heißt es aus dem Rathaus. Der Großteil der Termine sei Ende der Woche an priorisierte Personen vergeben gewesen.

Der Rest des Impfstoffs sei überwiegend an Angehörige von Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehren verimpft worden. Alle Impfungen seien „terminbasiert“ vorgenommen worden. Die Stadt widerspricht damit Berichten, wonach ohne Registrierung geimpft worden sei und Mitarbeiter des Zentrums händeringend nach Impfwilligen gesucht hätten.

Künftig kommen verstärkt Aktive der Feuerwehr zum Zuge. Nach einem Vorstoß des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein beim bayerischen Innenministerium, unterstützt unter anderem aus Rosenheim, gelangen die Aktiven in die Priorität zwei und drei und dürfen nach Registrierung auf schnelle Impfung hoffen.

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Update, 17.40 Uhr - 105-seitiges Konzept: Metal-Festival in Bayern plant mit 40.000 Besuchern

Mit einem aufwendigen Konzept will der Veranstalter das „Summer Breeze”-Festival trotz der Corona-Pandemie durchführen. „Wir können logistisch abbilden, dass alle 40.000 Gäste vor Betreten des Geländes, während des Events und vor der Abreise getestet werden”, sagte Veranstaltungsleiter Jonas Medinger am Dienstag, der in einem offenen Brief Ministerpräsident Markus Söder (CSU) um Unterstützung bittet.

Das 105-seitige Konzept sei in monatelanger Zusammenarbeit mit der Universität Trier, der Fachhochschule Aalen, der Universität der Bundeswehr und dem Bayerischen Roten Kreuz entstanden, heißt es in dem Brief. Fachpersonal soll die engmaschigen Tests durchführen, Tickets seien personalisiert und Besucher könnten direkt kontaktiert werden.Das Festival soll vom 18. bis 21. August 2021 in Dinkelsbühl (Landkreis Ansbach) stattfinden. Mit 40.000 Gästen ist das „Summer Breeze” nach Angaben des Veranstalters das größte Metal- und Rockfestival in Süddeutschland

Update, 16.39 Uhr - EMA empfiehlt Impfstoff von Johnson & Johnson

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson kann in der EU nach Prüfung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) uneingeschränkt verwendet werden. Der Wirkstoff könne in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.

Update, 16.16 Uhr - Inzidenz bei 143,5: Drei neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern drei weitere bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt. Davon befand sich eine Person als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Corona-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 5270 (Stand RKI: 20. April, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 143,5 (Stand RKI: 20. April, 0 Uhr).

Von den insgesamt 5270 Corona-Fällen sind mittlerweile 4.972 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 199 aktive Corona-Fälle im Landkreis, davon 39 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 152 neue Corona-Fälle.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie etwa eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 423 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 16 Corona-Patienten stationär behandelt. Davon werden zwei Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 15.20 Uhr - Südtirol will Gastronomie innen mit Corona-Pass erlauben

In Südtirol sollen ab kommender Woche Restaurantgäste auch innen essen und trinken dürfen, wenn sie einen Nachweis etwa über eine Corona-Impfung oder einen negativen Corona-Test haben. Es sei geplant, dass der Nachweis unter anderem per Handy-App mit dem Corona-Pass Südtirol vorgelegt werden könne, sagte der Landeshauptmann der Autonomen Provinz, Arno Kompatscher, am Dienstag in Bozen. Voraussetzung ist demnach, dass Bozen-Südtirol in die gelbe Corona-Risikozone mit moderaten Beschränkungen fällt. Mit Blick auf die Infektionslage ging Kompatscher am Dienstag auch davon aus.

Die Verordnung für diese Pläne soll am Freitag beschlossen werden. Ab Montag soll dem Vorhaben der Regierung in Rom zufolge in den italienischen Regionen, die zu den gelben Zonen zählen, die Außengastronomie wieder möglich sein. In Südtirol will die Landesregierung mit vielen Corona-Tests und -Impfungen vermeiden, dass nach wenigen Tagen oder Wochen Schließungen folgen, wie Kompatscher weiter erklärte. Im Schnitt verzeichnen die Gesundheitsbehörden dort täglich 80 Corona-Neuinfektionen. Für den Präsenzunterricht an Schulen sind Tests verpflichtend. Am Montag wurden dort knapp 35.000 davon gemacht und 28 positive Fälle entdeckt.

Update, 14.30 Uhr - Höchste Corona-Inzidenz in Bayern bei Teenagern

Die 15- bis 19-Jährigen sind inzwischen die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Altersgruppe (Plus-Artikel) in Bayern. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in dieser Altersgruppe liege derzeit bei 321,3, bei den 10 bis 14-Jährigen noch immer bei 242. Insgesamt liegt der Durchschnitt in Bayern derzeit bei 185.

Holetschek machte zudem deutlich, dass bisher in Bayern 3,6 Millionen Impfstoff-Dosen gegen das Corona-Virus verabreicht worden seien. Das bedeute eine Impfquote von über 20 Prozent bei den Erstimpfungen. In mehr als der Hälfte der Impfzentren werde bereits die Priorisierungsstufe 3 geimpft. Dazu gehörten nun auch alle Lehrerinnen und Lehrer.

Update, 13.34 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 48 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Montag, 19. April 48 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 20. April 2021, 0 Uhr).
Eine Gruppe des Kindergartens St. Peter und Paul in Mühldorf befindet sich aufgrund drei positiver Fälle in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.
Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 679 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 20. April 2021, 03:10 Uhr) bei 340,0.

Update, 12.46 Uhr - 48 Patienten in InnKlinikum in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 48 Patienten stationär im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung behandelt - 27 davon in Mühldorf, 15 in Altötting und sechs in Burghausen. Elf Betroffene davon werden auf einer Intensivstation versorgt, wovon wiederum neun beatmet werden müssen (Stand: 20. April, 8 Uhr). Weitere Todesfälle wurden nicht gemeldet, wie die Kliniken bekannt gaben.

Pressekonferenz im Live-Stream:

Update, 11.49 Uhr - Bayern kann sich Verschärfung von Bundes-Notbremse vorstellen

Auf Nachfrage betonten die Minister, dass es sehr wohl möglich sei, dass die Regelungen der Bundes-Notbremse an der einen oder anderen Stelle in Bayern durchaus auch verschärft werden könnten. Dies sehe der Gesetzesentwurf ausdrücklich vor - lediglich „laschere“ Regeln sind durch die neue Bundes-Notbremse nicht möglich. Ausdrücklich angesprochen wurden dabei - ohne konkret zu werden - die Regelungen für Schulen und im Handel. Es gehe darum, den „Kurs von Vorsicht und Umsicht“ fortzusetzen, betonte Herrmann.

Update, 11.41 Uhr - Holetschek: „Sehr schwierige Lage auf Intensivstationen“

Von einer „sehr schwierigen Lage“ auf den Intensivstationen sprach Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Deswegen seien konsequente und entschlossene Maßnahmen weiterhin absolut notwendig. Immerhin sind inzwischen rund 20 Prozent der bayerischen Bevölkerung bereits erst-geimpft. Zudem sei inzwischen mehr als die Hälfte der bayerischen Impfzentren bereits bei der Prioritätengruppe 3 angekommen. Holetschek zeigte sich zuversichtlich: „Im Mai und Juni soll wesentlich mehr Impfstoff kommen!“

Update, 11.38 Uhr - „Praxiserprobte Regelungen“ in Bayern bereits vorhanden

Im Hinblick auf die Bundes-Notbremse sprach Herrmann davon, dass es in Bayern bereits „praxiserprobte Regelungen“ gäbe, die nun weitestgehend bundesweit gelten sollen. Deswegen werde sich die Staatsregierung das neue Gesetz, das am Mittwoch durch den Bundestag und am Donnerstag durch den Bundesrat gehen soll, im Detail anschauen und danach entscheiden, wie die Regelungen in Bayern dann gegebenenfalls noch angepasst werden müssen.

Update, 11.35 Uhr - Herrmann: „Lage nach wie vor hochproblematisch“

Die geplante „Bundes-Notbremse“ soll noch in dieser Woche durch den deutschen Bundestag gepeitscht werden. Wie müssten dann diesbezüglich die Corona-Regeln in Bayern angepasst werden? Über diese Frage hat die bayerische Staatsregierung am Vormittag beraten. Staatskanzlei-Chef Dr. Florian Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) sind im Anschluss vor die Presse getreten, um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Beratungen zu informieren.

„Wir haben heute keine weitreichenden Beschlüsse gefasst. Jetzt ist zuerst der Bund am Zug“, betonte Herrmann im Hinblick auf die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Die ganze Lage in Bayern sei aber nach wie vor „hochproblematisch“, so Herrmann. Derzeit gibt es nur noch einen Landkreis im Freistaat, der eine Inzidenz von unter 100 aufweist. Die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz in Bayern liegt derzeit bei 185,3. Insgesamt gäbe es nach wie ein „diffuses Infektionsgeschehen“, sagte Herrmann. Speziell die Altersgruppe zwischen 15 und 19 Jahren sei derzeit besonders stark von Corona-Infektionen betroffen.

Update, 10.33 Uhr - Nur noch ein Landkreis in Bayern unter Inzidenzwert von 100

Nur noch ein Landkreis in Bayern liegt unter dem Inzidenzwert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen. Der Landkreis Tirschenreuth weist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen eine Inzidenz von 59,7 auf. Den höchsten Wert im Freistaat hat der Landkreis Kronach mit 359,6, gefolgt vom Landkreis Mühldorf am Inn mit 340.

Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 1554 Corona-Neuinfektionen und 33 neue Todesfälle. Für den gesamten Freistaat lag die Inzidenz bei 185,3. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor, die den Stand des Dashboards von 7.43 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 162,4.

Update, 10 Uhr - Landkreis Altötting meldet 15 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 15 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 5180 Personen (Stand: 19. April, 16 Uhr).
Aktuell gibt es im Landkreis 472 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (85), Altötting (68) und Burgkirchen (50). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt bei 218,8.

Update, 9.14 Uhr - DFB hofft weiter auf EM-Zuschlag für München

Der Deutsche Fußball-Bund hofft trotz der Vertagung der Entscheidung über den EM-Standort München auf den Zuschlag für das Turnier in diesem Sommer. „Wir werden in den kommenden Tagen gemeinsam mit der UEFA und unseren Partnern in München, im Freistaat Bayern und bei der Bundesregierung erörtern, wie die Umsetzung unserer Pläne unter den gegebenen Voraussetzungen und trotz der unverändert herausfordernden pandemischen Entwicklung gelingen kann“, teilte der DFB mit.

Die Europäische Fußball-Union will von München eine Garantie, dass die vier geplanten Partien in der Allianz Arena vor Zuschauern ausgetragen werden dürfen. Das verweigert die Politik bislang aber mit Verweis auf die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie. Ursprünglich sollte am Montag eine Entscheidung fallen, München wurde vom UEFA-Exekutivkomitee wie Bilbao und Dublin aber eine weitere Frist bis Freitag eingeräumt (23. April).

Update, 8.26 Uhr - Kreis Mühldorf nun bundesweit auf Platz 5 der Corona-Hotspots

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 20. April).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen in den Städten und Kreisen der Region bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau und haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gestiegen ist die Inzidenz im Kreis Mühldorf (von 327,1 auf 340,0) und im Kreis Berchtesgadener Land (von 142,5 auf 143,5). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Altötting (von 220,6 auf 218,8), im Kreis Rosenheim (von 130,9 auf 124,0), der Stadt Rosenheim (von 163,6 auf 158,9) und dem Kreis Traunstein (von 284,8 auf 280,3). In der Region wurde laut RKI kein weiterer Todesfall gemeldet. (bearbeitet) 

Update, 7.06 Uhr - Bayerisches Kabinett berät über Corona-Maßnahmen

Der Kampf gegen die Corona-Krise wird die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung auch bei ihrer Kabinettssitzung an diesem Dienstag (9 Uhr) beschäftigen. Anschließend wollen Staatskanzleichef Florian Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) die Ergebnisse vor den Medien bekanntgeben.

Erwartet wird, dass sich der Ministerrat unter anderem mit den möglicherweise nötigen Anpassungen beschäftigen wird, die durch eine bundeseinheitlich geregelte Corona-Notbremse auch in Bayern notwendig werden könnten. Einige andere Bundesländer hatten im Vorgriff auf eine mögliche Entscheidung in Berlin bereits Anpassungen vorgenommen. Die Zahl der Neuinfektionen in Bayern steigt weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz bewegt sich im Landesdurchschnitt auf 200 zu, am Montag hatte sie nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei über 187 gelegen.

rosenheim24.de berichtet von der anschließenden Pressekonferenz um 11.30 Uhr wie gewohnt live.

RKI meldet knapp 10.000 neue Fälle und 297 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen eines Tages 9609 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 297 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor (Stand: 20. April, 0 Uhr). Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Dienstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 162,4. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 165,3 angegeben (News-Ticker Montag, 19. April).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.163.308 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.803.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 80.303. In Bayern kamen 33 neue Todesfälle hinzu (gesamt nun 13.771).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht bei 1,06 (Stand: 19. April; Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab - liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/mh/dpa

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